DE3200952A1 - Verfahren und vorrichtung zur steuerung des anfahrens eines waermekraftwerks - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur steuerung des anfahrens eines waermekraftwerksInfo
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Kawasaki, Japan
Kawasaki, Japan
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des
Anfahrens eines Wärmekraftwerks
Anfahrens eines Wärmekraftwerks
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks.
Ein Wärmekraftwerk umfaiit ^ahlroi .,he Anlagen, wie Kesselanlage,
Turbinenanlage and Generatoranlage. Zum Anfahren des Wärmekraftwerks muß jede Anlage betriebsbereit
gemacht werden» In der Kesselanlage wird beispielsweise ein Brennstoffzufuhrsystem unter der Steuerung
eines Brennstoffzufuhrreglers in Betrieb gesetzt, worauf ein Brenner gezündet wird und Temperatur und Druck des
durch das Wasserwandrohr (Feuerrohr) des Kessels fließenden Wassers allmählich erhöht werden. In der Turbinenanlage
wird ein Kondensator zunehmend evakuiert, derart, daß überhitzter Dampf einer Turbine zugeführt werden
kann. Wenn der Dampf auf eine solche Temperatur erwärmt ist, daß die sog. Fehlanpassungstemperatur
(mismatch temperature), d.h. der Unterschied zwischen der Dampftemperatur am Auslaß des Turbinen-Dampfraums
der ersten Stufe und der Temperatur an einer Metall-Innenwand des Dampfraums der ersten Stufe, innerhalb
eines zulässigen Bereichs liegt, wird der Dampf der Turbine zugeführt, die daraufhin anläuft. Die Drehzahl der
Turbine erhöht sich,, bis diese die Nennausgangsleistung
liefert.
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Bisher erfolgte die Einstellung von Temperatur und Druck
des überhitzten Dampfes durch Regelung oder Einstellung von Temperatur und Druck des das Wasserwandrohr des Kessels
durchströmenden Wassers nach Maßgabe lediglich des Wärmeaustauschzustands in einem Überhitzer sowie des Anfahrzustands
des Kessels unabhängig von den Betriebsfaktoren der Turbine. Der Dampf im Kessel wird im Verlauf
des Wärmeaustausches mittels des Überhitzers allmählich erwärmt, und zwar unabhängig davon, ob das Kraftwerk
in der Betriebsart mit heißem Kessel oder in der Betriebsart mit kalter Turbine angefahren wird. In manchen
Fällen ist die Temperatur des überhitzten Dampfes so hoch, daß die Fehlanpassungstemperatur außerhalb des
zulässigen Bereichs, d.h. Toleranzbereichs, zu liegen kommt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der Dampf
in kurzer Zeit auf eine solche Temperatur erwärmt werden kann, daß die Fehlanpassungstemperatur innerhalb des Toleranzbereichs
zu liegen kommt, wenn das Kraftwerk mit heißem Kessel angefahren wird und der Kessel somit von
Anfang an heiß ist. Zudem ist dies darauf zurückzuführen, daß die Dampftemperatur, welche die Fehlanpassungstemperatur
innerhalb des Toleranzbereichs zu liegen kommen läßt, dann niedrig ist, wenn das Kraftwerk mit
kalter Turbine angefahren wird. Wenn die Temperatur des überhitzten Dampfes zu hoch ist, muß sie gesenkt werden,
bis die Fehlanpassungstemperatur in den Toleranzbereich
fällt. Dies bedeutet, daß für das Anfahren des Kraftwerks eine lange Zeitspanne erforderlich ist. Wenn der
Turbine überhitzter Dampf mit zu hoher Temperatur zugeführt wird, werden der Läufer bzw. Rotor und andere Metallteile
der Turbine so plötzlich erhitzt, daß sie einer außerordentlich großen Wärmebelastung oder -spannung
ausgesetzt sind. Dies führt zu einer Verkürzung der Betriebslebensdauer der Turbine. Es ist somit erforderlich,
die Wärmebelastung des Turbinenläufers bzw. -rotors
zu verringern. Zu diesem Zweck werden verschiedene Maßnahmen getroffen, bis der Turbinenläufer sich schnell genug
dreht und die Nenn(ausgangs)leistung erreicht hat. Beispielsweise wird die Turbinendrehzahl oder die Turbinenbelastung
geregelt.
Wie erwähnt, dauert beim bisherigen Verfahren das Anfahren eines Wärmekraftwerks ziemlich lange, weil das Anfahren
nicht nach der Anfahrbetriebsart, der Betriebsart mit heißem Kessel oder der Betriebsart mit kalter Turbine
gesteuert wird.
Beim bisherigen Stromversorgungssystem ist es allerdings unwesentlich, wenn das Anfahren des Wärmekraftwerks um
eine gewisse Zeit verzögert wird. Bei den neuerdings in zunehmender Zahl zum Einsatz gelangenden Kernkraftwerken
kann sich häufig ein Notabschaltvorgang als erforderlich erweisen. Im Hinblick darauf wird es immer
wichtiger, daß Wärmekraftwerke im Fall einer Notabschaltung
eines Kernkraftwerks möglichst schnell angefahren werden können.
Aufgabe der Erfindung ist damit insbesondere die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Steuerung
des Anfahrens eines Wärmekraftwerks, mit deren Hilfe
das Anfahren des Wärmekraftwerks sehr schnell durchführbar sein soll.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks mit einer Turbine, einem
Kessel zur Erzeugung von überhitztem Dampf für den Antrieb der Turbine, einem Brennstoffvorrat zur Versorgung
des Kessels, einem Brennstoffzufuhrregier zur Regelung
der Brennstoffzufuhr(menge) vom Brennstoffvorrat zum
Kessel und dgl., wobei nach Herstellung der Anfahrbereit-
schaft des Wärmekraftwerks Brennstoff vom Brennstoffvorrat
dem Kessel zugeführt wird, die Brenner des Kessels . zwecks Erhöhung von Temperatur und Druck des durch Wasserrohre
des Kessels strömenden Wassers gezündet werden, der Brennstoffzufuhrregler zur Regelung der Brennstoffzufuhr
zum Kessel aktiviert wird und die Zufuhr von überhitztem Dampf vom Kessel zur Turbine eingeleitet
wird, wenn der überhitzte Dampf eine Temperatur erreicht (hat), welche einer Bedingung für das Anfahren der Turbine
genügt, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei der Aktivierung des Brennstoffzufuhrreglers für die Regelung
der Brennstoffzufuhr eine gewünschte bzw. Solltemperatur
des Verbrennungsgases im Kessel anhand eines die Anfahrbetriebsart der Turbine angebenden Regel- oder
Prozeßfaktors berechnet, eine Prozeßgröße des Brennstoffzufuhrreglers
anhand eines Unterschieds zwischen der berechneten Verbrennungsgas-Solltemperatur und der
im Kessel gemessenen Verbrennungsgastemperatur berechnet und der Brennstoffzufuhrregler nach Maßgabe der so
berechneten Prozeßgröße betrieben wird, um die Brennstoffzufuhr vom Brennstoffvorrat zum Kessel zu regeln.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks mit einer
Turbine, einem Kessel zur Erzeugung von überhitztem Dampf für den Antrieb der Turbine, einem Brennstoffvorrat
zur Beschickung des Kessels u.dgl., die dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Temperaturregeleinrichtung
zur Regelung oder Einstellung der Temperatur des vom Kessel gelieferten überhitzten Dampfes nach Maßgabe
eines die Anfahrbetriebsart der Turbine angebenden Regel- bzw. Prozeßfaktors zwecks Regelung der Brennstoffzufuhr
vom Brennstoffvorrat zum Kessel vorgesehen ist, daß die Temperaturregeleinrichtung eine Einheit zur Berechnung
einer gewünschten bzw. Solltemperatur des Ver-
-ΙΟΙ brennungsgases im Kessel in Abhängigkeit vom Prozeßfaktor
und eine Einheit zur Berechnung einer Regel- oder Prozeßgröße zwecks Regelung der Brennstoffzufuhr(menge)
anhand eines Unterschieds zwischen der Solltemperatur des Verbrennungsgases und der Temperatur des Verbrennungsgases
im Kessel aufweist, und daß eine Brennstoffzufuhrregeleinheit
zur Regelung der Brennstoffzufuhr vom Brennstoffvorrat zum Kessel nach Maßgabe der durch
die Temperaturregeleinrichtungen berechneten Prozeßgröße vorgesehen sind.
Beim Verfahren und bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird ein die Anfahrbetriebsart (start mode) der
Turbine angebender Prozeßfaktor durch Messung der Temperatur einer Metallwand des Turbinen-Dampfrauras der
ersten Stufe geliefert (given). Der Prozeßfaktor wird zur Berechnung einer gewünschten bzw.Solltemperatur des
Verbrennungsgases im Kessel benutzt« Die Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel wird daher nicht nur anhand
des Anfahrzustands des Kessels, sondern auch anhand des Anfahrzustands der Turbine berechnet» Mit Hilfe des
Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann infolgedessen ein Wärmekraftwerk schneller angefahren
werden als nach dem bisherigen Verfahren und mittels der bisherigen Vorrichtung.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines Brennstoffzufuhrreglers
sowie eines Reglers für die Temperatur des über
hitzten Dampfes bei der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines ersten arithmetischen Logikeinheitabschnitts gemäß Fig. 2,
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Fehlanpassungstemperatur e und der
Metalltemperatur c bei der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Fehlanpassungstemperatur e und der
Dampftemperatur g im Dampfauslaß der ersten
Stufe,
Fig. 6 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Temperatur g und der Temperatur h des
überhitzten Dampfes,
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Fig. 7 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Temperatur a des Verbrennungsgases im
Kessel und der Temperatur h des überhitzten Dampfes und
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Fig. 8 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Metalltemperatur c und der Temperatur a
des Verbrennungsgases für den Fall, daß der überhitzte Dampf einen konstanten Druck besitzt.
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Fig. 1 veranschaulicht schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks
mit einem Kessel 1 und einer Turbine 2. Die Temperatur einer inneren Metallwand des Dampfraums der ersten
Stufe der Turbine 2 wird als die Anfahrbetriebsart der
Turbine angebender bzw. anzeigender Regel- oder Prozeßfaktor (process factor) herangezogene
Gemäß Fig» 1 weist die Vorrichtung einen Brennstoffzufuhrregier
3 und einen Heißdampf-Temperaturregler 4 auf«
Ein Kondensator 2Ά der Turbine 2 ist mit einem Wasser-Feuerrohr
wand bzw./(water-wall tube) 11 des Kessels 1 über eine
Pumpe 29 für die Zufuhr von Wasser zum Kessel 1 verbunden. Wenn das Kraftwerk anfahrbereit ist, werden Brenner
6 im Kessel 1 gezündet. Die Brennstoffzufuhr von einem
Brennstoff-Behälter 31 zum Kessel 1 über eine Brennstof fzufuhr-Pumpe 30 wird durch ein Steuerventil 5 nach
Maßgabe eines Brennstoffzufuhrprogramms unter dem Einfluß
des Brennstoffzufuhrreglers 3 geregelt. Der hierbei dem Kessel 1 zugeführte Brennstoff wird in de.n Brennern
verbrannt.
Temperatur und Druck des das Wasserwandrohr 11 des Kessels
1 durchströmenden Wassers steigen (im Verlauf der Verbrennung) an, wobei Sattdampf vom gesättigten Wasser
in einem nicht dargestellten Dampfabscheider abgetrennt wird. Der Sattdampf wird einem Überhitzer 12 zugeführt,,
in welchem der Dampf durch das Verbrennungsgas überhitzt wird, in welchem sich der Überhitzer 12 befindet. Wenn
der überhitzte Dampf eine Temperatur erreicht, bei welcher eine Fehlanpassungstemperatur in einem zulässigen
Bereich bzw. Toleranzbereich zu liegen kommt, wird dieser Dampf der Turbine 2 über ein Hauptabsperr-Ventil 32
und ein Hauptdampfregel-Ventil 33 zugeführt.
Der Kessel 1 enthält einen Temperaturfühler 13 zur Bestimmung
der Temperatur des Verbrennungsgases. In einer den Überhitzer 12 mit der Turbine 2 verbindenden Leitung
für überhitzten Dampf bzw. Heißdampf ist ein Druckfühler angeordnet, mit welchem der Druck b des überhitzten Damp-
fes gemessen wird. Die Turbine 2 enthält einen Meßfühler
21 zur Bestimmung der Temperatur c der inneren Metallwand
des Dampfraums der ersten Stufe. Für die Dampftemperatur a, den Dampfdruck b und die Metalltemperatur
c repräsentative Daten werden dem Dampftemperaturregler zugeliefert. Letzterer berechnet auf der Grundlage dieser
Daten eine gewünschte bzw. Sollgastemperatur. Anhand der so berechneten Sollgastemperatur berechnet sodann
der Regler 4 eine Regel- bzw. Prozeßgröße d, die dem Brennstoffzufuhrregier 3 zugeführt wird. In Abhängigkeit
von dieser Prozeßgröße d liefert der Regler 3 ein Steuerbzw. Regelsignal i zum Ventil 5. Das Signal i betätigt
das Ventil zwecks Regelung der Brennstoffzufuhr zu den
Brennern 6.
Gemäß Fig. 2 enthält der Heißdampftemperaturregler 4 drei
arithmetische Logikeinheitabschnitte 41 - 43. Der erste Abschnitt 41 enthält gemäß Fig. 3 eine arithmetische
Logikeinheit (ALU) 411 zur Berechnung einer gewünschten
bzw. Soll-Fehlanpassungstemperatur, eine arithmetische Logikeinheit 412 zur Berechnung einer gewünschten bzw.
Soll-Dampftemperatur sowie eine arithmetische Logikeinheit 413 zur Berechnung einer gewünschten bzw. Soll-Gas
temperatur .
Die Beziehung zwischen der Metalltemperatur c und der Fehlanpassungstemperatur e ist in Fig. 4 in einer SoIl-Fehlanpassungstemperaturkurve
veranschaulicht. Die Beziehung ist dabei als e = F1 (c) ausgedrückt. Diese Beziehung
bestimmt sich durch die Eigenschaften des Wärmekraftwerks,
dessen Anfahren gesteuert werden soll. Die Bestimmung dieser Beziehung ist vorliegend nicht näher
erläutert. Die arithmetische Logikeinheit (ALU) 411 nimmt die Daten entsprechend einer vom Meßfühler 21 er-
ermittelten Metalltemperatur C^ ab und führt die Operation
e, = F1 (c.) zur Ableitung einer Soll-Anpassungstemperatur
e. durch« Die Logikeinheit 411 berechnet die
Größe F1 (c, ) , ejooft sie der Metalltemperatur c. entsprechende
Daten empfängt0 Wahlweise können die Daten
für die Fehlanpassungstemperatur e entsprechend der Metalltemperatur c, die experimentell ermittelt werden
können, in einem Speicher abgespeichert werden,, aus dem
dann Daten ausgelesen werden können, welche die gewünschte bzw. Soll-Fehlanpassungstemperatur e. entsprechend der
Eingabe-Metalltemperatur ct darstellen.
Die Beziehung zwischen der Fehlanpassungstemperatur e und der Temperatur g des Dampfes am Auslaß der ersten Stufe
ist durch die Kurve gemäß Fig. 5 unter Zugrundelegung der Metalltemperatur c als Parameter veranschaulicht. Die Beziehung ist dabei folgendes g = F,(e, c). Diese Beziehung
läßt sich ohne weiteres anhand der Eigenschaften bzw» Charakteristika des Wärmekraftwerks bestimmen. Die Be-Stimmung
dieser Beziehung ist daher vorliegend nicht näher erläutert» Die Beziehung zwischen der Temperatur g und
der Temperatur h des überhitzten Dampfes ist unter Zugrundelegung des Dampfdrucks b als Parameter durch die
Kurve gemäß Fig. 6 veranschaulicht= Die Beziehung ist dabei folgendes h = F3(g„ h). Die arithmetische Logikeinheit
412 berechnet eine Solltemperatur g. des Dampfes am Auslaß der ersten Stufe unter Heranziehung des Drucks b
des überhitzten Dampfes vom Überhitzer 12 und der durch die Logikeinheit 411 berechneten Soll-Fehlanpassungstemperatur
e , wie dies in Fig„ 5 dargestellt ist. Sodann berechnet die Logikeinheit 412 die Solltemperatur h des
überhitzten Dampfes anhand der So11-Dampftemperatur g
und des Drucks bfc des vom Kessel 1 gelieferten Dampfes,
wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist.
Die Beziehung zwischen der Dampftemperatur h und der Gas— temperatur a im Kessel 1 ist durch die Kurve gemäß Fig.7
veranschaulicht. Die Beziehung ist dabei folgende: a = F.(h). Da sich diese Beziehung ohne weiteres anhand
der Eigenschaften des Wärmekraftwerks bestimmen läßt, ist ihre Bestimmung vorliegend nicht näher erläutert.
Die arithmetische Logikeinheit 413 berechnet eine gewünschte
bzw. Soll-Gastemperatur a anhand der durch die Logikeinheit 412 berechneten Soll-Gastemperatur h. .
Die auf diese Weise berechnete Soll-Gastemperatur h.
wird vom ersten arithmetischen Logikeinheitabschnitt 41 zum zweiten arithmetischen Logikeinheitabschnitt 42
übertragen. Letzterer umfaßt gemäß Fig. 2 eine Addierstufe 421, eine Proportionaleinheit (P) 422, eine
Differenzierstufe (D) 423, einen Integrator (I) 424 und eine weitere Addierstufe 425. Die Addierstufe 421
empfängt die für die Soll-Gastemperatur a. repräsentativenDaten sowie die für die Gastemperatur a repräsentativen
Daten, und sie berechnet den Unterschied zwischen der Temperatur a. und der Temperatur a. Das Ausgangssignal
der Addierstufe 421 wird der Proportionaleinheit 422, der Differenzierstufe 423 und dem Integrator 424
zugeführt. Sodann wird eine PID-Berechnung des ünterschieds zwischen der Temperatur a, und der Temperatur a
durchgeführt. Das Ergebnis dieser PID-Berechnung wird der Addierstufe 425 zugeführt. Die Ergebnisse der PID-Berechnung
sind für den Fachmann anhand der Charakteristika bzw. Eigenschaften des Wärmekraftwerks offensichtlieh,
so daß sie nicht näher erläutert zu werden brauchen. Das Ausgangssignal der Addierstufe 425 wird einer
arithmetischen Logikeinheit 426 zugeführt, die ein Element des Logikeinheitabschnitts 42 bildet und welche das
Ausgangssignal der Addierstufe 425 in eine Prozeßgröße d..
umwandelt, welche dein dritten arithmetischen Logikeinheitabschnitt
43 zugeführt wird. Letzterer wandelt die Prozeßgröße d.. in eine Prozeßgröße d um, welche eine
Ausgangsdateneinheit des Dampftemperaturreglers 4 darstellt. Der dritte arithmetische Logikeinheitabschnitt
43 wird später noch näher erläutert werden.
Die Regel- bzw. Prozeßgröße d wird dem Brennstoffregelventil
5 als Ventilöffnung-Steuer- oder -Regelsignal i
über ein Stellglied 32 zugeführt, das einen Motor und andere Vorrichtungen enthält. Das Ausgangssignal i des
Stellglieds 32 wird der arithmetischen Logikeinheit 426 zugeliefert, welche eine Kompensation der Verzögerung
bewirkt, die im Betrieb eines nicht dargestellten Ventilansteuermechanismus
auftritt. Bei Eingang des Ausgangsignals i, welches die durch den dritten arithmetischen
Logikeinheitabschnitt 43 berechnete Prozeßgröße darstellt, berechnet die arithmetische Logikeinheit 26,
genauer gesagt, eine neue Prozeßgröße d.. durch Kompensieren
des Ausgangssignals von der Addierstufe 425 mit einem Wert bzw. einer Größe entsprechend einer übertragungsfunktion.
Die so berechnete Prozeßgröße d1 wird dem
Brennstoffzufuhrregier 3 über den dritten arithmetischen Logikeinheitabschnitt 43 zugeliefert und steuert den
Öffnungsgrad des Ventils 5. Das Regelventil 5 ändert die Brennstoffzufuhr vom Brennstoff-Behälter 31 in der Weise,
daß sich die Temperatur des das Wasserwandrohr 11 durchströmenden
Wassers auf einen gewünschten bzw. Sollwert ändert. Infolgedessen wird die Gastemperatur im Kessel 1
auf einen Sollwert geändert.
Da die Gastemperatur a im Kessel 1 auf einen Sollwert geändert wird, wird die Temperatur h des überhitzten Dampfes
vom Überhitzer 12 (ebenfalls) auf einen Sollwert eingestellt, d.h. auf die Temperatur, welche die Pehlanpassungs-
temperatur auf eine Größe innerhalb des Toleranzbereichs bringt.
Demzufolge wird überhitzter Dampf mit einer der Anfahrbedingung der Turbine 2 entsprechenden Temperatur der
Turbine zugeführt, wodurch diese in Drehung versetzt wird. Die Turbine 2 kann somit innerhalb einer kurzen Zeitspanne
nach dem Anfahren eine vorgeschriebene Nennausgangsleistung liefern, ohne daß ihr Motor bzw. Läufer einer
übermäßigen Wärmespannung unterworfen ist. Die Anfahrperiode der Turbine 2 wird im Vergleich zur bisherigen
Anlage um die Zeitspanne verkürzt, während welcher die Temperatur des überhitzten Dampfes kompensiert wird.
Während der gesamten Zeit, während welcher die Brennstoffzufuhr nach Maßgabe der Daten eingestellt wird,
welche für die Prozeßgröße d stehen und welche vom Dampftemperaturregler 4 zum Brennstoffzufuhrregier 3 geliefert
werden, muß die Prozeßgröße für den Kessel 1 einer Bezugs-Sicherheitsgröße angepaßt sein.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Vorrichtung bzw. Anlage weiterhin einen Brennstoffzufuhrdetektor 8 sowie einen Brennstoffdruckdetektor
9, die beiden dem Regelventil 5 nachgeschaltet sind. Der Detektor 8 mißt die Brennstoffzufuhr-(menge),
während der Detektor 9 den Brennstoffdruck bestimmt. Die für die Brennstoffzufuhr-(menge) j und den
Brennstoffdruck k stehenden Ausgangsdaten der Detektoren 8 bzw. 9 werden zum dritten arithmetischen Logikeinheitabschnitt
43 des Temperaturreglers 4 übertragen. Wenn die durch den zweiten Logikeinheitabschnitt 42 berechnete
Prozeßgröße d1 von den Grenzwerten für Brennstoffzufuhr j
und Brennstoffdruck k abweicht, liefert der dritte Abschnitt 43 keine Ausgangsdaten entsprechend der Prozeßgröße
d.. Genauer gesagt: wenn der Brennstoffdruck k zu
niedrig wird, um den Brennstoff der kleinsten Zahl von
Brennern 6 zuzuführen,, die zur Aufrechterhaltung des
Betriebs des Kessels 2 in Gang gehalten werden müssen, erzeugt der dritte arithmetische Logikeinheitabschnitt
keine Daten entsprechend der Prozeßgröße d zur Verringerung der Brennstoffzufuhr, so daß die Brenner 6 in Betrieb
gehalten werden. Wenn die Brennstoffzufuhr™ (menge)
j kleiner ist als die Größe, die für die Erhöhung der Gastemperatur auf einen vorbestimmten Wert erforderlich
ist, liefert der dritte arithmetische Logikeinheitabschnitt 43 keine für die Prozeßgröße d zur Verringerung
der Brennstoffzufuhr repräsentativenDaten. Wenn dagegen
die Brennstoffzufuhr- (menge) j eine vorbestimmte Größe
übersteigt, liefert der dritte Logikeinheitabschnitt 43 keine Daten entsprechend der Prozeßgröße zur Erhöhung
der Brennstoffzufuhr, so daß eine Überhitzung des Überhitzers
12 verhindert wird. Wenn der Brennstoffdruck k eine vorbestimmte Größe übersteigt, liefert der Logikeinheitabschnitt
43 keine Daten entsprechend der Prozeßgröße zur Vergrößerung der Brennstoffzufuhrmenge, so daß
eine Rauchbildung an den Brennern 6 verhindert wird.
Wenn der dritte arithmetische Lpgikeinheitabschnitt 43
die Erzeugung oder Lieferung der Prozeßgröße d beendet, erzeugt der Brennstoffzufuhrregier 3 ein Prozeßsignal i
nach Maßgabe eines Betriebsprogramms für den Kessel 1, um dabei die Brennstoffzufuhr zu regeln und mithin einen
sicheren Betrieb des Kessels 1 zu gewährleisten»
Bei der beschriebenen Ausfuhrungsform wird die Gastemperatur
im Kessel 1 anhand der inneren Metalltemperatur durch die Rechenabschnitte zur Berechnung einer Fehlanpassungstemperatur,
einer Soll-Dampftemperatur und einer Soll-Gastemperatur
berechnet= Dies erfolgt deshalb, weil der Druck des überhitzten Dampfes in Abhängigkeit von der Gas-
temperatur im Kessel 1 geändert wird. Wenn der Druck des überhitzten Dampfes konstant gehalten wird, wird die Gastemperatur
a ausschließlich durch die innere Metalltemperatur c bestimmt, weil die Beziehung zwischen diesen
Temperaturen a und c gemäß Fig. 8 folgende ist:
a = Fj- (c) . In diesem Fall kann der erste arithmetische
Logikeinheitabschnitt 41 einen einfacheren Aufbau besitzen.
Logikeinheitabschnitt 41 einen einfacheren Aufbau besitzen.
Weiterhin können die arithmetischen Logikeinheitabschnitte 41 - 43 durch einen im Wärmekraftwerk eingebauten
Digitalrechner ersetzt werden. Wahlweise kann anstelle
der arithmetischen Logikeinheitabschnitte 41 - 43 ein
Mikrorechner für Spezialzwecke verwendet werden. Die Anwendung eines solchen Digitalrechners oder Mikrorechners erfordert keine (zusätzlichen) Zubehörteile und führt zu keiner Komplizierung des Brennstoffzufuhrreglers 3.
Digitalrechner ersetzt werden. Wahlweise kann anstelle
der arithmetischen Logikeinheitabschnitte 41 - 43 ein
Mikrorechner für Spezialzwecke verwendet werden. Die Anwendung eines solchen Digitalrechners oder Mikrorechners erfordert keine (zusätzlichen) Zubehörteile und führt zu keiner Komplizierung des Brennstoffzufuhrreglers 3.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE'Verfahren zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks mit einer Turbine/ einem Kessel zur Erzeugung von überhitztem Dampf für den Antrieb der Turbine, einem Brennstoffvorrat zur Versorgung des Kessels, einem Brennstoffzufuhrregier zur Regelung der Brennstoffzufuhr (menge) vom Brennstoffvorrat zum Kessel und dgl., wobei nach Herstellung der Anfahrbereitschaft desWärmekraftwerks Brennstoff vom Brennstoffvorrat dem Kessel zugeführt wird, die Brenner des Kessels zwecks Erhöhung von Temperatur und Druck des durch Wasserrohre des Kessels strömenden Wassers gezündet werden,1_ der Brennstoffzufuhrregier zur Regelung der Brennstoffzufuhr zum Kessel aktiviert wird und die Zufuhr von überhitztem Dampf vom Kessel zur Turbine eingeleitet wird, wenn der überhitzte Dampf eine Temperatur erreicht (hat), welche einer Bedingung für das Anfah-_n ren der Turbine genügt, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aktivierung des Brennstoffzufuhrreglers für die Regelung der Brennstoffzufuhr eine gewünschte bzw. Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel anhand eines die Anfahrbetriebsart der Turbine angebenden Re-__ gel- oder Prozeßfaktors berechnet, eine Prozeßgröße des Brennstoffzufuhrreglers anhand eines Unterschieds zwischen der berechneten Verbrennungsgas-Solltemperatur und der im Kessel gemessenen Verbrennungsgastemperatur berechnet und der Brennstoffzufuhrregier nach Maßgäbe der so berechneten Prozeßgröße betrieben wird, um die Brennstoffzufuhr vom Brennstoffvorrat zum Kessel zu regeln.'S -
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Berechnung der Verbrennungsgas-Solltemperatur im Kessel eine Fehlanpassungstemperatur (mismatch * temperature) berechnet wird,, die eine Funktion der Temperatur einer inneren Metallwand eines Turbinen-Dampf rauras der ersten Stufe ist, die Dampftemperatur am Turbinen-Auslaß der ersten Stufe als Funktion der Fehlanpassungstemperatur berechnet wird, die Temperatur des überhitzten Dampfes vom Kessel als Funktion der Dampftemperatur am Turbinen-Auslaß der ersten Stufe berechnet wird und eine Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel als Funktion der Temperatur des überhitzten Dampfes vom Kessel berechnet wird.
- 3ο Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Berechnung einer Prozeßgröße des Brennstoffzufuhrreglers die Brennstoffzufuhr(menge) vom Brennstoffvorrat und der Druck des vom Brennstoffvorrat gelieferten Brennstoffs gemessen werden und die Prozeßgröße nach Maßgabe der Brennstoffzufuhr (menge) und des Brennstoffdrucks gemäß dieser Messung berechnet wird.
- 4. Vorrichtung zur Steuerung des Anfahrens eines Wärmekraftwerks mit einer Turbine, einem Kessel zur Erzeugung von überhitztem Dampf für den Antrieb der Turbine, einem Brennstoffvorrat zur Beschickung des Kessels und dergl., dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatur regeleinrichtung zur Regelung oder Einstellung der Temperatur des vom Kessel gelieferten überhitzten Dampfes nach Maßgabe eines die Anfahrbetriebsart der Turbine angebenden Regel- bzw. Prozeßfaktors zwecks Regelung der Brennstoffzufuhr vom Brennstoffvorrat zum Kessel vorgesehen ist, daß die Temperaturregeleinrichtung eine Einheit zur Berechnung einer gewünschten bzw.Λ -Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel in Abhängigkeit vom Prozeßfaktor und eine Einheit zur Berechnung einer Regel- oder Prozeßgröße zwecks Regelung der Brennstoffzufuhr(menge) anhand eines ünterschieds zwischen der Solltemperatur des Verbrennungsgases und der Temperatur des Verbrennungsgases im Kessel aufweist, und daß eine Brennstoffzufuhrregeleinheit zur Regelung der Brennstoffzufuhr vom Brennstoffvorrat zum Kessel nach Maßgabe der durch die Temperaturregeleinrichtung berechneten Prozeßgröße vorgesehen sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit zur Berechnung einer Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel Elemente zur Berechnung einer Fehlanpassungstemperatur als Funktion der inneren Metalltemperatur eines Turbinen-Dampfraums der ersten Stufe, Elemente zur Berechnung der Dampftemperatur am Turbinen-Auslaß der ersten Stufe als Funktion der Fehlanpassungstemperatur, Elemente zur Berechnung der Temperatur des überhitzten Dampfes vom Kessel als Funktion der Dampftemperatur am Turbinen-Auslaß der ersten Stufe und Elemente zur Berechnung einer Solltemperatur des Verbrennungsgases im Kessel als Funktion der Temperatur des vom Kessel gelieferten überhitzten Dampfes aufweist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzufuhrregeleinheit Elemente zur Be-Stimmung der Brennstoffzufuhr(menge) vom Brennstoffvorrat zum Kessel, Elemente zur Messung des Drucks des vom Brennstoffvorrat zum Kessel gelieferten Brennstoffs und Elemente zur Berechnung der Prozeßgröße in Abhängigkeit von der Brennstoffzufuhr und dem Brenn--JS -1 stoffdruck, die auf diese Weise bestimmt worden sind, aufweist«
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