DE3250085C3 - Verschluß für den Einführungsstutzen von Endoskopen - Google Patents
Verschluß für den Einführungsstutzen von EndoskopenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verschluß für den
Einführungsstutzen von Endoskopen
nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Die DE-AS 12 48 221 zeigt einen solchen selbsttätigen Verschluß
für den Einführungsstutzen von Endoskopen, bei dem der
Einführungsstutzen innerhalb eines geschlossenen Gehäuses
unterbrochen und das innere Ende seines äußeren Teils mit
einem Dauermagneten versehen ist, der eine die Öffnung
dieses Endes verschließende Klappe in Anlage zu halten
sucht. Diese aus ferromagnetischem Material bestehende
Klappe ist um eine quer zur Achse des Einführungsstutzens
verlaufende Achse schwenkbar.
Einen ähnlichen Verschluß zeigt die DE-GM 74 30 345,
bei der der Ventilkörper eine Gummiplatte aufweist, die
mit einer Stahlplatte verbunden ist, welche als Anker von
Stabmagneten dient, die über den Umfang des Hülsenteiles
angeordnet sind.
Derartige Endoskopverschlüsse haben gegenüber mit
Federkraft arbeitenden Verschlüssen (vgl. US-PS
42 40 411) den Vorteil, daß beim Öffnen durch Einschieben
eines Instrumentes oder dergleichen die magnetische
Schließkraft sich verringert, so daß das Instrument
feinfühlig eingeführt werden kann, während bei
Federverschlüssen die Federkraft ansteigt und der
Ventilkörper störende Kräfte auf das Instrument ausübt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den aus der DE-AS 12 48 221
bekannten Verschluß so weiterzubilden, daß er einfach
aufgebaut ist, zuverlässig schließt, leicht gereinigt
werden kann und ein feinfühliges Einführen von
Instrumenten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit dem
Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß auf eine
klappenartige Anlenkung des Ventilkörpers verzichtet
werden kann, wenn gewährleistet ist, daß die Magnetkraft
in jeder Stellung des Endoskopes ausreicht, den
Ventilkörper auf seinen Sitz zu ziehen. Dies ergibt nicht
nur einen konstruktiv einfachen Aufbau, sondern
gewährleistet auch eine leichte Reinigung und einen
einfachen Austausch, falls die Dichtwirkung des
Ventilkörpers nachlassen sollte.
Die Verschlußfunktion wird durch die Anordnung von Ringmagneten
verbessert, von denen der eine in der Nähe des Ventilsitzes und
der andere im Ventilkörper angeordnet ist. Hierdurch wird eine
Zentrierung des Ventilkörpers auf seinem Sitz durch magnetische
Kräfte gewährleistet.
Es ist zwar durch die DE 28 00 607 A1 bereits ein Operations-
Laparoskop bekannt, dessen Verschluß einen lose im Einführungsstutzen
angeordneten Ventilkörper aufweist. Dieser Ventilkörper
ist als ferromagnetische Kugel ausgebildet, die mit einem
Magnetsystem zusammenwirkt. Beim Einführen eines Werkzeuges
muß die Kugel seitlich gegenüber dem Einführungskanal verschoben
werden, so daß benachbart zum Einführungskanal im Einführungsstutzen
ein Ringraum vorhanden sein muß, dessen radiale
Abmessungen wenigstens dem Kugeldurchmesser entsprechen. Dies
bedingt einen großen Außendurchmesser des Einführungsstutzens,
während bei der Erfindung der Ventilkörper in an sich bekannter
Weise klappenartig ausweichen kann. Obgleich der erfindungsgemäß
ausgebildete Ventilkörper klappenartig und damit sehr
flach ausgebildet sein kann, benötigt er im Gegensatz zu dem
vorstehend diskutierten Stand der Technik kein mechanisches
Führungsgelenk, weil die beiden zusammenwirkenden Ringmagneten
einen konzentrischen Paßsitz mit einwandfreien Dichtungseigenschaften
gewährleisten, sobald das Werkzeug herausgezogen ist.
Wenn der Ventilsitz als elastischer O-Ring ausgebildet ist,
dann ist der Ventilkörper gemäß Anspruch 2 zweckmäßigerweise
mit einem Überzug aus nicht ferromagnetischem rostfreien Stahl
versehen. Statt dessen kann der mit dem Ventilsitz dichtend
zusammenwirkende Teil auch aus einem synthetischen Kunstharz
bestehen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht des Einführungsstutzens
eines Endoskops,
Fig. 2 eine axiale Ansicht des Einführungsstutzens
gemäß Fig. 1.
Der Einführungsstutzen 22 des im einzelnen nicht
dargestellten Endoskops nimmt lösbar einen Basiskörper 26
auf, der einen Einführungstrichter 28 bildet. Der äußere
Durchmesser des Basiskörpers 26 ist kleiner als der
innere Durchmesser des Stutzens 22, so daß der Basiskörper
in den Stutzen eingeschoben werden kann, wo er durch eine
nach innen eingezogene Stufe 30 axial abgestützt ist. Der
Abschluß erfolgt durch eine Überwurfmutter 32, die eine
plattenartige Packung in Gestalt einer Kappe 44 auf dem
Basiskörper festklemmt. Diese Kappe überdeckt die
Einführungsöffnung 42 des Stutzens und ist mit einem sich
selbst schließenden Durchgangsloch 46 in Gestalt eines
Schlitzes 46 ausgestattet. In den vorderen Endabschnitt
des Basiskörpers 26 ist ein ringförmiger Permanentmagnet
34 eingelassen und durch eine Druckplatte 36 und einen
O-Ring 40 gesichert, welch letzterer den Ventilsitz für
einen Ventilkörper 52 bildet. Dieser Ventilkörper 52
besteht aus einem Ringmagneten 48, der mit einem Überzug
50 aus rostfreiem Stahl oder einem synthetischen
Kunstharz überdeckt ist. Zwischen diesem Ventilkörper 52
und dem fest im Einführungsstutzen 22 angeordneten
Permanentmagneten 34 wird eine Anziehungskraft erzeugt,
so daß der Ventilkörper in die in Fig. 1 voll ausgezogene
Verschlußstellung überführt wird. Durch den Schlitz 46
kann über den Trichter 28 und die vom O-Ring 40
umschlossene Öffnung 38 ein Instrument eingeführt werden,
mit welchem der Ventilkörper zurückgedrängt wird und in
die strichpunktierte Stellung übergeht. Dabei wird der
Ventilkörper 52 nicht abgetrennt, da eine gegenseitige
magnetische Anziehung zwischen den Magneten 34 und 48
erhalten bleibt. Wenn der Ventilkörper 52 von dem O-Ring
40 abgehoben ist, wird die Anziehungskraft zwischen den
Magneten geschwächt, so daß das Instrument sehr
feinfühlig eingeschoben werden kann.
Nachdem das Instrument wieder herausgezogen ist, wird der
Ventilkörper 52 unter der Wirkung der Magnetkraft gegen
den als Ventilsitz wirkenden O-Ring 40 gedrückt und der
wasserdichte Verschluß wieder hergestellt. So wird die
Einführungsöffnung 28 geschlossen und der Ventilkörper 52
in einem solchen Zustand gehalten, daß die Mittelpunkte
der beiden Magneten 34 und 48 präzise aufeinander
ausgerichtet sind.
Nach vollendeter Arbeit kann der Einführungsstutzen
leicht durch Abschrauben der Überwurfmutter 32
auseinandergenommen werden, wonach alle Teile einzeln
freiliegen.
Claims (2)
1. Verschluß für den Einführungsstutzen (22) eines Endoskops,
mit einem Ventilsitz (40) und einem in dessen Nähe fest angeordneten
Permanentmagneten (34), der einen klappenartig
verschwenkbaren Ventilkörper (52) auf den Ventilsitz zieht, so daß
der Ventilkörper beim Einführen eines Instrumentes
selbsttätig öffnet,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (52) derart im
Einführungsstutzen (22) angeordnet ist, daß er ohne mechanische
Führung verschwenkbar ist und daß der in der Nähe des
Ventilsitzes (40) fest angeordnete Permanentmagnet ein Ringmagnet
(34) ist, der mit einem konzentrisch hierzu im Ventilkörper
(52) angeordneten Ringmagneten (48) zusammenwirkt.
2. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (52) einen auf
dem Ringmagneten (48) angeordneten Überzug (50) aus rostfreiem
Stahl oder einem synthetischen Kunstharz aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| JP2410882U JPS58126801U (ja) | 1982-02-24 | 1982-02-24 | 内視鏡における鉗子導入口部の逆流出防止構造 |
| DE19823242870 DE3242870A1 (de) | 1981-11-20 | 1982-11-19 | Anordnung zur verhinderung eines rueckflusses durch die pinzetteneinfuehrungsoeffnung eines endoskops |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3250085C2 DE3250085C2 (de) | 1993-05-06 |
| DE3250085C3 true DE3250085C3 (de) | 1995-07-13 |
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|---|---|---|---|
| DE3250085A Expired - Fee Related DE3250085C3 (de) | 1982-02-24 | 1982-11-19 | Verschluß für den Einführungsstutzen von Endoskopen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3250085C3 (de) |
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- 1982-11-19 DE DE3250085A patent/DE3250085C3/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3250085C2 (de) | 1993-05-06 |
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