DE3242982C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Brems- und
Lenkbremsanlage für Kraftfahrzeuge mit zwei einzeln oder
gemeinsam pedalbetätigbaren Ein- bzw.
Zweikreis-Hauptzylindern, mit je einer bzw. zwei
Arbeitskammern, wobei die bzw. die eine Arbeitskammer jedes
Hauptzylinders in hydraulischer Verbindung mit einer der
Radbremsen einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht, wobei
die andere Arbeitskammer jedes Hauptzylinders mit Radbremsen
einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse verbunden sind und
bei der in der Verbindung zwischen den pedalnahen
Arbeitskammern der beiden Hauptzylinder und den Radbremsen
der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse ein
Ausgleich-/Zuschaltventil angeordnet ist, das einerseits im
Normalbremsbetrieb Druckgleichheit in den Bremskreisen
herstellt und andererseits im Lenkbremsbetrieb die
Druckzufuhr zur nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
unterbricht, wobei das Ausgleich-/Zuschaltventil zwei Kolben
aufweist und eine hydraulische Verbindung zu einer
Anhängerbremsanlage hat.
Der Anmelderin ist eine hydraulische Brems- und Lenk
bremsanlage der vorstehenden genannten Gattung bekannt,
bei der zwei Tandemhauptzylinder nebeneinander ange
ordnet sind und einzeln oder gemeinsam betätigbar sind.
Jeder Tandemhauptzylinder verfügt über eine pedalnahe
und eine pedalferne Arbeitskammer, wobei jeweils eine
hydraulische Verbindung zwischen einer pedalfernen Ar
beitskammer und einer Radbremse an einer lenkbremsbaren
Fahrzeugachse besteht. Die beiden Hauptzylinderkolben
jedes Tandemhauptzylinders sind in an sich bekannter
Weise hydraulisch miteinander gekoppelt. Die pedalnahen
Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder führen zu einem
Ausgleich-/Zuschaltventil, von wo aus eine Verbindung zu
Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und
ggf. zu einem Anhängerbremsventil zur Steuerung einer
Anhängerbremsanlage abzweigt.
Das Ausgleich-/Zuschaltventil besteht im wesentlichen
aus einem Gehäuse mit zwei parallel zueinander liegenden
Stufenbohrungen, wobei jede Stufenbohrung einen Stufen
kolben aufnimmt. Eine kleinere Wirkfläche der Stufen
kolben steht jeweils mit einer pedalnahen Arbeitskammer
eines Tandemhauptzylinders in Verbindung. Der Übergang
von der Kolbenstufe geringeren Durchmessers zu der
Kolbenstufe größeren Durchmessers ist als Ventilschließ
glied ausgebildet, das in der Ruhestellung durch die
Kraft einer Druckfeder gegen einen Sitz gedrückt wird,
der an der Stufe der Stufenbohrung ausgeildet ist. Bei
einer derartigen Anlage des Schließkörpers am Sitz er
gibt sich zwischen dem Schließkörper und der Kolbenstufe
geringeren Durchmessers jeweils ein Ringraum, wobei der
durch den ersten Stufenkolben gebildete Ringraum eine
hydraulische Verbindung zur Druckbeaufschlagungsfläche
des zweiten Stufenkolbens hat und der durch den zweiten
Stufenkolben gebildete Ringraum hydraulisch mit der
Druckbeaufschlagungsfläche des ersten Stufenkolbens
verbunden ist, die ferner eine Verbindung zur pedalnahen
Arbeitskammer des ersten Tandemhauptzylinders hat.
Die größeren Kolbenstufen sind jeweils begrenzt in Ar
beitsräume eintauchbar, wobei zwischen den wirksamen
Flächen der Kolbenstufe größeren Durchmessers jeweils
ständig über Axialkanäle am Außenumfang des Stufen
kolbens ein Druckausgleich hergestellt ist. Die Arbeits
räume, in die die größeren Kolbenstufen der Stufenkolben
eintauchbar sind, sind einerseits hydraulisch miteinan
der verbunden und führen andererseits zu Radbremsen
einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf. zu
einem Anhängerbremsventil, das eine Anhängerbremsanlage
steuert.
Im Ruhezustand der beschriebenen Brems- und Lenkbremsan
lage werden die an den Stufenkolben angeformten Schließ
glieder durch die Wirkung der in den Arbeitsräumen be
findlichen Druckfedern gegen ihre zugehörigen Ventil
sitze gedrückt, so daß die Bremsanlage im Abschnitt der
Radbremsen an der nicht lenkbremsbaren Achse ein ge
schlossenes hydraulisches System bildet. Dabei ist es
als nachteilig anzusehen, daß sich in dem Abschnitt der
Bremsanlage zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren
Fahrzeugachse ohne weiteres in Folge Temperaturänderung
ein Druck bzw. Unterdruck aufbauen kann, der nachteilige
Folgen nach sich ziehen kann. Beispielsweise kann bei
Temperaturerhöhung in dem Abschnitt der Bremsanlage zu
den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse ein Druck
aufgebaut werden, der unter gewissen Voraussetzungen so
groß werden kann, daß auch die Radbremsen an der nicht
lenkbremsbaren Achse sich in einer Betätigungsstellung
befinden, obwohl ein Bremsvorgang über die Bremspedale
nicht eingeleitet worden ist.
Wenn bei der beschriebenen Brems- und Lenkbremsanlage
alle Radbremsen des Kraftfahrzeuges einschließlich des
Anhängers gebremst werden sollen, so sind beide Bremspe
dale zu betätigen. Dabei überfahren die in den Tandem
hauptzylindern angeordneten Hauptzylinderkolben zu
nächst sogenannte Schnüffelbohrungen, während sich bei
einer weiteren Axialverschiebung der Hauptzylinderkolben
in Betätigungsrichtung hydraulische Drücke in den Ar
beitskammern der Hauptzylinder aufbauen. Dies hat zur
Folge, daß beide Radbremsen an der lenkbremsbaren Achse
des Kraftfahrzeuges mit einem hydraulischen Druck beauf
schlagt werden, wobei die Drücke in diesen Radbremsen
infolge der schwimmenden Lagerung der pedalfernen Haupt
zylinderkolben einander gleich sind. Der Druck einer pe
dalnahen Arbeitskammer des Tandemhauptzylinders wird je
weils der kleineren Druckbeaufschlagungsfläche eines
Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils zugeführt,
so daß sich die Stufenkolben durch die Druckkraft in Be
tätigungsrichtung verschieben, wobei die Schließkörper
der Stufenkolben von den ihnen zugeordneten Ventilsitzen
abheben, so daß von der pedalnahen Arbeitskammer des
ersten Hauptzylinders eine hydraulische Verbindung über
den geöffneten Ventildurchgang des zweiten Stufenkolbens
des Ausgleich-/Zuschaltventils zu den Radbremsen der
nicht lenkbremsbaren Achse und ggf. zu einem Anhängerbrems
ventil hergestellt ist. Der hydraulische Druck der pe
dalnahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders
gelangt ebenfalls über den geöffneten Ventildurchgang
des ersten Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils
zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse. Der
den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse zugeführte
Druck herrscht nun auch beiderseits der wirksamen
Flächen der größeren Kolbenstufen der Stufenkolben des
Ausgleich-/Zuschaltventils, wobei diese Räume
hydraulisch miteinander gekoppelt sind. Auf diese Weise
wird erreicht, daß die Radbremsen der nicht lenkbrems
baren Achse mit dem gleichen hydraulischen Druck beauf
schlagt werden, so daß sich eine entsprechend gleich
mäßige Bremswirkung auch an dieser Fahrzeugachse
einstellt.
Wird zwecks Durchführung einer Lenkbremsung nur einer
der Tandemhauptzylinder mittels eines Bremspedals betätigt, so
baut sich in den Arbeitskammern des betätigten Haupt
zylinders nach Überfahren der Schnüffellöcher durch die
Hauptzylinderkolben ein hydraulischer Druck auf, wobei
der hydraulische Druck der pedalfernen Arbeitskammern zu
einer Radbremse an einer lenkbremsbaren Achse gelangt.
Die andere Radbremse der lenkbremsbaren Fahrzeugachse
bleibt über das geöffnete Schnüffelloch zur pedalfernen
Arbeitskammer des zweiten Hauptzylinders drucklos. Der
hydraulische Druck in der pedalnahen Arbeitskammer des
ersten Tandemhauptzylinders beaufschlagt die kleinere
Wirkfläche des ersten Stufenkolbens des
Ausgleich-/Zuschaltventils, wodurch sich der erste
Stufenkolben in der Stufenbohrung in Betätigungsrichtung
verschiebt und den Ventildurchgang zwischen dem am
ersten Stufenkolben angeformten Schließglied und dem zu
gehörigen Ventilsitz öffnet. Die kleinere Druckbeauf
schlagungsfläche des zweiten Stufenkolbens bleibt druck
los, da der zweite Tandemhauptzylinder sich nicht aus
der Ruhestellung bewegt und die pedalnahe Arbeitskammer
des zweiten Tandemhauptzylinders eine Verbindung zu
einem drucklosen Rücklaufbehälter hat. Über den ge
öffneten Ventildurchgang des ersten Stufenkolbens des
Ausgleich-/Zuschaltventils ist somit eine hydraulische
Verbindung zwischen den Radbremsen der nicht lenkbrems
baren Fahrzeugachse und der pedalnahen Arbeitskammer des
zweiten Tandemhauptzylinders hergestellt, so daß bei
einer derartigen Bremsbetätigung die Radbremsen an der
nicht lenkbremsbaren Achse des Kraftfahrzeuges wirkungs
los bleiben.
Bei der beschriebenen Bremsanlage können durch Leitungs
brüche an verschiedenen Stellen im wesentlichen drei
Störfälle eintreten, die nachfolgend näher erläutert
sind:
Zunächst sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in der
Verbindung zwischen dem Ausgleich-/Zuschaltventil und
den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
und ggf. dem Anhängerbremsventil vorliegt. Beim Ausfall
dieser Leitungsverbindung werden die beiden Stufenkolben
des Ausgleich-/Zuschaltventils bei Bremsbetätigung durch
den Druck in den pedalnahen Arbeitskammern der Tandem
hauptzylinder in ihre Endlagen verschoben, wodurch eine
Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeitskammern der
Tandemhauptzylinder und dem defekten Bremskreis herge
stellt ist. Die in den pedalnahen Arbeitskammern der
Tandemhauptzylinder eingeschlossene Druckflüssigkeit
wird zur Leckstelle gefördert, bis die pedalnahen Haupt
zylinderkolben der beiden Hauptzylinder an den ihnen zu
geordneten schwimmenden Hauptzylinderkolben mechanisch
zur Anlage kommen. Bei fortgesetzter Bremsbetätigung
werden nun die pedalfernen Arbeitskammern der Tandem
hauptzylinder nach einem entsprechenden Leerweg
mechanisch unter Druck gesetzt, so daß ein ent
sprechender Druckaufbau in den Radbremsen der lenkbrems
baren Fahrzeugachse einsetzt.
Im folgenden sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in
einer der Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeits
kammern der Tandemhauptzylinder und dem Ausgleich-/Zu
schaltventil vorliegt. Bei einem derartigen Defekt kann
der entsprechende Stufenkolben nicht mehr hydraulisch
bewegt werden, während sich hingegen der zweite Stufen
kolben infolge eines hydraulischen Druckes in der pedal
nahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders in
der oben beschriebenen Weise verschiebt. Dadurch wird
eine hydraulische Verbindung zwischen einer der pedal
nahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder und der
Leckstelle hergestellt, während die Flüssigkeit der
zweiten pedalnahen Arbeitskammer eingeschlossen bleibt.
Dadurch ist der zweite Tandemhauptzylinder in gewohnter
Weise betätigbar, wobei sich schließlich durch das
hydraulische Polster in der pedalnahen Arbeitskammer des
zweiten Tandemhauptzylinders auch der pedalferne Haupt
zylinderkolben des zweiten Hauptzylinders in Be
tätigungsrichtung verschiebt und einen entsprechenden
Druck in der pedalfernen Arbeitskammer des zweiten
Tandemhauptzylinder aufbaut. Dies hat zur Folge, daß
eine der Radbremsen an der lenkbremsbaren Achse des
Kraftfahrzeuges gebremst wird, während alle anderen Rad
bremsen drucklos bleiben. Unter Umständen kann ein der
artiges Verhalten der Bremsanlage zu einem Unfall führen.
Im folgenden sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in
einer der Verbindungen zwischen den pedalfernern Arbeits
kammern der Tandemhauptzylinder und den Radbremsen an
der lenkbremsbaren Fahrzeugachse vorliegt. Bei gemein
samer Bremsbetätigung der beiden Tandemhauptzylinder
werden die pedalfernen Hauptzylinderkolben der Tandem
hauptzylinder zunächst soweit verschoben, bis die unge
stört arbeitende Radbremse der lenkbremsbaren Fahrzeug
achse angelegt ist. In den pedalnahen Arbeitskammern der
Tandemhauptzylinder baut sich ebenfalls ein hydraulischer
Druck auf, der dazu führt, daß sich die Stufenkolben des
Ausgleich-/Zuschaltventils verschieben, so daß die pe
dalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder
hydraulisch miteinander verbunden sind. Der die Leck
stelle begrenzende, pedalferne Hauptzylinderkolben legt
dabei einen Verschiebeweg zurück, bis er mechanisch am
Boden des Tandemhauptzylinders anschlägt. Dabei ist kein
Druckaufbau in der das Leck begrenzenden Arbeitskammer
des jeweiligen Hauptzylinders möglich. Da der pedalferne
Hauptzylinderkolben der nicht defekten Bremse infolge
eines entsprechenden Druckaufbaus in einer Radbremse der
lenkbremsbaren Fahrzeugachse nicht weiter verschoben
werden kann, wird Druckflüssigkeit aus der
pedalnahen Arbeitskammer des ersten Tandemhauptzylinders
in die pedalnahe Arbeitskammer des zweiten Tandemhaupt
zylinders gefördert, so daß der pedalferne Kolben des
zweiten Tandemhauptzylinders einen Weg bis
zum mechanischen Anschlag zurücklegen muß. Infolgedessen
ist in den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhaupt
zylinder sowie in der pedalfernen Kammer des ersten
Tandemhauptzylinders, die in ungestörter hydraulischer
Verbindung mit einer Radbremse der lenkbremsbaren Fahr
zeugachse steht, ein Druckaufbau möglich. Somit ergibt sich bei einem
Bremsvorgang unter Annahme der geschilderten Randbe
dingungen, daß ein gleichmäßiger Druckaufbau an den Rad
bremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf.
einem daran angeschlossenen Anhängerbremsventil ein
setzt, während nur eines der Hinterräder
bremst. Auch dies kann unter gewissen Umständen zu nach
teiligen Folgen führen.
Die vorliegende Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe
gemacht, eine hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage der
eingangs genannten Gattung mit baulich einfachen Maß
nahmen derart weiterzubilden, daß die Betriebssicherheit
in Störsituationen insgesamt erhöht ist.
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
jeder Kolben des Ausgleich-Zuschaltventils mechanisch
mit einem Bremspedal verbunden ist und daß mindestens
einer der Kolben in einen Arbeitsraum eintauchbar ist,
der mit der Anhängerbremsanlage ein geschlossenes
hydraulisches System bildet.
Durch die mechanische Betätigung der Stufenkolben ergibt
sich eine relativ sichere Funktion des Ausgleich-/Zuschaltventils,
zumal zur Ansteuerung der Kolben
des Ausgleich-/Zuschaltventils keinerlei Volumen
benötigt wird. Dadurch, daß mindestens einer der Kolben
in einen Arbeitsraum eintauchbar ist, der mit der
Anhängerbremsanlage ein geschlossenes hydraulisches
System bildet, sind die Radbremsen des
Anhängerfahrzeuges auch dann unter Druck setzbar, wenn
die gesamte Bremsanlage des Zugfahrzeuges ausgefallen
ist. Zu einer vorteilhaften Weiterbildung des
Anmeldungsgegenstandes gelangt man, wenn einer der Kolben
einen Kolbenfortsatz kleineren Durchmessers trägt,
durch den die
Anhängerbremsanlage unter Druck setzbar ist.
Vorteilhaft ist es
ferner, wenn jeder Hauptzylinder nur eine Arbeitskammer
aufweist, wobei jeweils eine Arbeitskammer eines Haupt
zylinders einerseits in hydraulischer Verbindung mit
einer Radbremse einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
steht und andererseits am mechanisch betätigbaren Aus
gleich-/Zuschaltventil angeschlossen ist. Bei einer der
artigen Ausgestaltung kommen herkömmliche Einfach-Haupt
zylinder zum Einsatz, so daß man zu einer insgesamt
kostengünstigen Brems- und Lenkbremsanlage unter Wahrung
der beschriebenen Vorteile gelangt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend an
hand von Fig. 1 und Fig. 2 der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Brems- und Lenkbremsanlage mit
Tandemhauptzylindern im Schnitt und
Fig. 2 eine Bremsanlage im Schnitt, die durch
Einfach-Hauptzylinder betätigbar ist.
Einander entsprechende Teile sind mit den gleichen Be
zugszeichen versehen.
In Fig. 1 sind mit 1 zwei gleichartig aufgebaute Tandem
hauptzylinder bezeichnet, die durch Bremspedale 3 und 4
einzeln oder gemeinsam betätigbar sind. Der Tandemhaupt
zylinder 1 weist einen pedalnahen Hauptzylinderkolben 5
auf, der über eine Druckstange 6 mit dem Bremspedal 3 in
Verbindung steht. Der Hauptzylinderkolben 5 ist in einer
Zylinderbohrung 7 des Tandemhauptzylinders 1 geführt und
befindet sich in der Bremslösestellung an einem Gehäuse
anschlag 8, der die Bremslösebewegung des Hauptzylinder
kolbens 5 begrenzt. Der Hauptzylinderkolben 5 ist ferner
durch eine Druckfeder 9 belastet, die sich andererseits
über einen Federtopf 10 an einem pedalfernen
Kolben 11 des Tandemhauptzylinders 1 abstützt.
An der in der Darstellung linken Stirnfläche des Haupt
zylinderkolbens 5 ist eine Verbindungsstange 12 befestigt,
die mit einem im Durchmesser vergrößerten Kopf 13
in den Federtopf 10 eingreift.
Zwischen den Hauptzylinderkolben 5 und 11 des Tandemhaupt
zylinders 1 ist eine Arbeitskammer 14 gebildet, in die
in Betätigungsrichtung vor dem Hauptzylinderkolben 5
eine Schnüffelbohrung 15 mündet, die mit einem druck
losen Nachlaufbehälter 16 in hydraulischer Verbindung
steht. Ferner geht von der Arbeitskammer 14 zwischen den
Hauptzylinderkolben 5 und 11 ein Gehäuseanschluß 17 aus.
Der Hauptzylinderkolben 11 begrenzt mit seiner pedal
fernen Stirnfläche eine Arbeitskammer 18, in der eine
Druckfeder 19 zur Rückstellung des Hauptzylinderkolbens
11 angeordnet ist. In die Arbeitskammer 18 mündet in Be
tätigungsrichtung vor dem pedalfernen Hauptzylinder
kolben 11 ein weiteres Schnüffelloch 20, das ebenfalls
mit dem drucklosen Nachlaufbehälter in hydraulischer
Verbindung steht. Der Tandemhauptzylinder 1 weist ferner
einen Gehäuseanschluß 21 auf, der in die pedalferne
Arbeitskammer 18 mündet und über eine Druckleitung 22
mit einer Radbremse 23 an einer lenkbremsbaren Achse
eines Kraftfahrzeuges verbunden ist. Die Bremslösebe
wegung des Hauptzylinderkolbens 11 wird durch einen
weiteren Gehäuseanschlag 24 begrenzt.
Der in der Darstellung untere Tandemhauptzylinder 2 ist
wie der Tandemhauptzylinder 1 aufgebaut und verfügt über
zwei Hauptzylinderkolben 25 und 26, die in einer Zylinder
bohrung 27 geführt sind, wobei die Bremslösebewegung der
Hauptzylinderkolben 25 und 26 durch Gehäuseanschläge 28 und 29
begrenzt ist. Der Hauptzylinderkolben 26 ist ebenfalls
mittels einer Druckstange 30 durch das Bremspedal 4 be
tätigbar und begrenzt mit dem Hauptzylinderkolben 25
eine pedalnahe Arbeitskammer 31, in der eine Druckfeder
32 untergebracht ist, die sich einerseits am Haupt
zylinderkolben 26 und andererseits über einen Federtopf
33 am Hauptzylinderkolben 25 abstützt. Auch der Haupt
zylinderkolben 26 steht über eine Verbindungsstange 34
mit einem vergrößerten Kopf 35 mit dem Federtopf 33 in
Verbindung. In die Arbeitskammer 31 des Tandemhaupt
zylinders 2 mündet sowohl eine Schnüffelbohrung 36 als
auch ein Gehäuseanschlag 27.
Die in der Darstellung linke Stirnfläche des Haupt
zylinderkolbens 25 begrenzt eine Arbeitskammer 38, die
über eine Schnüffelbohrung 39 mit dem drucklosen Nach
laufbehälter 16 in Verbindung steht und von der ein Ge
häuseanschluß 40 abzweigt, an dem über eine Druckleitung
41 eine Radbremse 42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse
angeschlossen ist. In der pedalfernen Arbeitskammer 38
des Tandemhauptzylinders 2 ist gleichfalls eine Druck
feder 43 angeordnet, die die Bremslösebewegung des
Hauptzylinderkolbens 25 unterstützt.
Im linken Bereich der Fig. 1 ist ein mit 44 bezeichnetes
Ausgleich-/Zuschaltventil dargestellt, das im wesent
lichen aus zwei nebeneinander in einem Gehäuse 45 ange
ordneten Stufenbohrungen 46 und 47 besteht. In jeder der
Stufenbohrungen 46 und 47 ist ein Stufenkolben 48 bzw. 49 ge
führt. Jeder Stufenkolben 48 bzw. 49 weist einen Kolbenkopf
50 bzw. 51 geringeren Durchmessers auf, der in einen
Bohrungsabschnitt geringeren Durchmessers der Stufen
bohrung 46 bzw. 47 ragt und jeweils mit einer Ringdichtung
52 bzw. 53 versehen ist. Die Stufen der Bohrungen 46 bzw. 47 sind
als Ventilsitze 54 bzw. 55 ausgebildet, die im Zusammenwirken
mit an den Stufenkolben 48 bzw. 49 angeformten Schließkegeln
56 bzw. 57 Ventildurchgänge bilden. Zwischen den Schließ
kegeln 56 bzw. 57 und den in der Darstellung linken Be
grenzungsflächen der Kolbenköpfe 50 und 51 sind Ringräume
58 und 59 gebildet, in die Gehäuseanschlüsse 60 bzw. 61 einmünden.
Die Kolbenstufen mit größerem Durchmesser weisen an
ihren Mantelflächen Axialkanäle 62 bzw. 63 auf, die permanent
eine hydraulische Verbindung zwischen den Stirnflächen
der Kolbenstufen mit größerem Durchmesser herstellen.
Die in der Darstellung linken Stirnflächen der Stufen
kolben 48 bzw. 49 begrenzen Arbeitsräume 64 und 65, in denen
Druckfedern 66 bzw. 67 angeordnet sind, die die Stufenkolben
48 bzw. 49 gegen die Ventilsitze 54 bzw. 55 vorspannen. Die
Arbeitsräume 64 und 65 sind durch einen Gehäusekanal 68
hydraulisch miteinander verbunden, wobei von dieser Ver
bindung 68 ein gemeinsamer Gehäuseanschluß 69 abzweigt.
Der Stufenkolben 49 ragt mit einem abgedichteten Fortsatz 70
aus dem Gehäuse 45 des Ausgleich-/Zuschalt
ventils 44, während durch einen ebenfalls abgedichteten Kolbenfortsatz 71
am Stufenkolben 48 eine Arbeitskammer 72 unter Druck
setzbar ist, die eine Verbindung zu einem Gehäusean
schluß 73 hat. In die Arbeitskammer 72 mündet eine
Schnüffelbohrung 74, die mit dem drucklosen Nachlaufbe
hälter 16 Verbindung hat, solange der Stufenkolben 48
sich in der unbetätigten Stellung befindet.
Die Stufenkolben 48 und 49 sind durch Druckstangen 75 bzw. 76
mechanisch betätigbar, die ihrerseits wiederum mechanisch
mit den Bremspedalen 3 und 4 gekoppelt sind, wie es durch
die unterbrochenen Linien 77 und 78 angedeutet ist. Vom Ge
häuseanschluß 69 führt eine Druckleitung 79 zu Rad
bremsen 80 und 81 einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse.
Ferner steht der Gehäuseanschluß 69 mit einem Anhänger
bremsventil 82 in Verbindung, das die Bremsbetätigungs
organe an einem Anhängerfahrzeug steuert. Über eine
weitere Druckleitung 83 besteht eine zusätzliche
hydraulische Verbindung zwischen dem Anhängerbremsventil
82 und dem Gehäuseanschluß 73, der seinerseits mit der
Arbeitskammer 72 verbunden ist, die durch den Kolben
fortsatz 71 bei entsprechender Verschiebung des Stufen
kolbens 48 unter Druck setzbar ist. Wie durch die unter
brochene Linie 84 angedeutet ist, sind die Bremspedale
3 und 4 sowohl einzeln als auch gemeinsam betätigbar.
Nachfolgend ist die Wirkungsweise der beschriebenen
Bremsanlage näher erläutert, wobei zunächst angenommen
ist, daß die Bremspedale 3 und 4 miteinander gekoppelt sind
und keine Störung infolge eines Leitungsbruchs vorliegt.
In der unbetätigten Stellung nehmen alle beweglichen
Teile die in Fig. 1 dargestellte Position ein. Wird eine
Betätigungskraft auf die Bremspedale 3 und 4 ausgeübt, so
verschieben sich einerseits die Hauptzylinderkolben 5 und 26
in Betätigungsrichtung, während gleichzeitig die Stufen
kolben 48 und 49 mechanisch in Betätigungsrichtung ver
schoben werden, so daß die Schließglieder 56 und 57 von den
ihnen zugeordneten Ventilsitzen 54 und 55 abheben. Nachdem
die Schnüffelbohrungen 15 und 36 der Tandemhauptzylinder 1 und 2
nach entsprechender Verschiebung der Hauptzylinderkolben
5 und 26 überfahren sind, baut sich in den Arbeitskammern
14 und 31 der Tandemhauptzylinder 1 und 2 ein hydraulischer
Druck auf, der zunächst über Druckleitungen 85 und 86 zu den
Gehäuseanschlüssen 60 und 61 des Ausgleich-/Zuschaltventils
44 gelangt, dort in den Ringräumen 58 und 59 wirksam wird
und über die geöffneten Ventildurchgänge 54, 57 bzw. 55, 56,
den Gehäusekanal 68, den Gehäuseanschluß 69 und die
Druckleitung 79 zu den Radbremsen 80 und 81 der nicht
lenkbremsbaren Fahrzeugachse gelangt. Ferner wird das
Anhängerbremsventil 82 druckbeaufschlagt, so daß die
Bremsanlage innerhalb des Anhängerfahrzeuges unter Druck
gesetzt wird.
Der Druck in den Arbeitskammern 14 und 31 der Tandemhaupt
zylinder 1 und 2 führt ferner dazu, daß sich die Haupt
zylinderkolben 11 und 25 in den Zylinderbohrungen 7 und 27 ver
schieben, so daß die Arbeitskammern 18 und 38 ebenfalls
unter Druck gesetzt werden. Der hydraulische Druck in
den Arbeitskammern 18 und 38 der Trandemhauptzylinder 1 und 2 ge
langt über die Druckleitungen 22 und 41 zu den Radbremsen
23 und 42 an der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse, so daß
mit Hilfe der Radbremsen 23, 42, 80 und 81 eine gleichmäßige
Bremswirkung erzielt wird.
Im folgenden sei angenommen, daß mit Hilfe der Radbremse
23 eine Lenkbremsung durchgeführt werden soll, bei der
ausschließlich das Bremspedal 3 mit einer Betätigungs
kraft zu beaufschlagen ist. Bei einer derartigen Be
tätigungskraft auf das Bremspedal 3 verschiebt sich
wiederum zunächst der Hauptzylinderkolben 5 innerhalb
der Zylinderbohrung 7 in Betätigungsrichtung 7, wobei
die Bewegung des Bremspedals 3 außerdem auf den
Stufenkolben 48 übertragen wird, der sich daraufhin
innerhalb der Stufenbohrung 46 in Betätigungsrichtung
verschiebt und den Ventilsitz 54, 57 öffnet. In der
Arbeitskammer 14 des Tandemhauptzylinders 1 wird gleichzeitig
ein hydraulischer Druck erzeugt, der über
die Druckleitung 86 zum Ausgleich-/Zuschaltventils 44
gelangt. Dieser dem
Ausgleich-/Zuschaltventil 44 zugeführte Druck wird im
Ringraum 59 wirksam, der jedoch infolge der Ruhestellung
des Stufenkolbens 49 keine Verbindung zum Gehäusekanal 68
bzw. zu den Radbremsen 80 und 81 der nicht lenkbremsbaren
Achse hat. Somit ist zunächst sichergestellt, daß die
Radbremsen 80 und 81 bei einer derartigen Lenkbremsung mit
dem Tandemhauptzylinder 1 nicht druckbeaufschlagt werden
und damit wirkungslos bleiben. Nachdem der hydraulische
Druck in der Arbeitskammer 14 des Tandemhauptzylinders 1
ein gewisses Niveau erreicht hat, verschiebt sich auch
der Hauptzylinderkolben 11 innerhalb der Zylinderbohrung
7, so daß nach Überfahren der Schnüffelbohrung 20 auch
in der Arbeitskammer 18 des Tandemhauptzylinders 1 ein
hydraulischer Druck aufgebaut wird, der über den Ge
häuseanschluß 21 und die Druckleitung 22 zur Randbremse
23 gelangt. Da der Tandemhauptzylinder 2 bei einer der
artigen Bremsbetätigung in Ruhe bleibt, ist zwischen der
Radbremse 42 und dem drucklosen Nachlaufbehälter 16
über die Schnüffelbohrung 39, die Arbeitskammer 38 des
Tendemhauptzylinders 2, den Gehäuseanschluß 14 und die
Druckleitung 41 eine Verbindung hergestellt, so daß auch
die Radbremse 42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse
wirkungslos bleibt, wodurch bei dem geschilderten Brems
vorgang ausschließlich die Radbremse 23 betätigt und damit
eine Lenkbremsung
durchgeführt wird.
Die vorstehend beschriebenen Funktionsabläufe sind
entsprechend, wenn ausschließlich der Tandemhauptzylinder
2 zur Durchführung einer Lenkbremsung über das Brems
pedal 4 kraftbeaufschlagt wird.
Falls bei der beschriebenen Bremsanlage eine Leckstelle
in der Leitungsverbindung 79 zwischen dem Gehäusean
schluß 69 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 und den Rad
bremsen 80 und 81 der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse auf
tritt, werden die Radbremsen 23 und 42 der lenkbremsbaren
Fahrzeugachse trotzdem unter Druck gesetzt, nachdem die
Hauptzylinderkolben 5 und 26 einen entsprechenden Leerweg
ausgeführt haben und mechanisch an denHauptzylinder
kolben 11 bzw. 25 zur Anlage gebracht sind.
Nachfolgend sei angenommen, daß in der Druckleitung 86
ein Leck entstanden ist und eine Bremsung durchgeführt
wird. Werden in einem derartigen Störfall die Brems
pedale 3 und 4 betätigt, so werden gleichfalls die Stufen
kolben 48 und 49 in Betätigungsrichtung verschoben, wodurch
die Ventildurchgänge 54, 57 und 55, 56 in die Offen
stellung gelangen. Auf diese Weise bleiben durch eine
Verbindung der beiden Tandemhauptzylinder 1 und 2 die Rad
bremsen 80 und 81 der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
drucklos, während die Radbremsen 23 und 42 der lenkbrems
baren Fahrzeugachse wie gewöhnlich unter Druck gesetzt
werden. Es ist aus dem vorstehenden Sachverhalt er
sichtlich, daß der Fall, daß bei einer normalen Vollbremsung nur eine Radbremse
23 oder 42 an der lenkbremsbaren Fahrzeugachse beaufschlagt wird,
nicht auftreten kann. Der vorstehende
Funktionsablauf ergibt sich in entsprechender Weise,
wenn ein Leitungsbruch in der Verbindung zwischen dem
Tandemhauptzylinder 2 und dem Ausgleich-/Zuschaltventil
44 auftritt.
Die beschriebene Bremsanlage bietet den großen Vorteil,
daß beim Ausfall der gesamten Bremsanlage des Zugfahr
zeuges, in dem keine der Radbremsen 23, 42, 80 und 81 unter
Druck setzbar ist, bei einer Bremsung dennoch der
Stufenkolben 48 mechanisch in die Arbeitskammer 72 hin
einbewegt wird und dort einen Druck aufbaut. Der in der
Arbeitskammer 72 aufgebaute Druck gelangt über den Ge
häuseanschluß 73 und die Druckleitung 83 zum Anhänger
bremsventil 82 und sorgt dafür, daß die Anhängerbrems
anlage unter Druck gesetzt wird. Dies bietet den großen
Vorteil, daß ein aus einem Zugfahrzeug und einem An
hängerfahrzeug bestehendes Gespann auch bei Auftreten
einer derartigen extremen Störung gestreckt bleibt.
In Fig. 2 der Zeichnung ist eine hydraulische Brems- und
Lenkbremsanlage mit zwei Einfach-Hauptzylindern 87 und 88
dargestellt, deren Arbeitskammern 89 und 90 einerseits mit
einem Ausgleich-/Zuschaltventil 44 gemäß Fig. 1 und
andererseits jeweils mit einer Radbremse 23 und 42 einer
lenkbremsbaren Fahrzeugachse verbunden sind. Es ergibt
sich dadurch eine Brems- und Lenkbremsanlage, die
einkreisig arbeitet, wobei vier Radbremsen 23, 42, 80 und 81
betätigbar sind. Unter Bezugnahme auf die
Funktionsbeschreibung zu der in Fig. 1 dargestellten
Brems- und Lenkbremsanlage ergibt sich, daß die gesamte
Bremsanlage ausfällt, wenn einer der zu den Radbremsen
80 und 81 der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse führenden
Bremskreise oder ein Leitungszug zu
einer der Radbremsen 23 bzw. 42 an der lenkbremsbaren
Fahrzeugachse ausfällt.
Infolge der mechanischen Betätigung des mit dem Stufenkolben 48 verschiebbar
gekoppelten Kolbenfortsatzes 71 wird jedoch in einem
derartigen Störfall durch Druckaufbau in der Arbeits
kammer 72 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 ein
hydraulischer Druck aufgebaut, der über die Druckleitung
79 zum Anhängerbremsventil 82 gelangt, so daß die
Bremsorgane des Anhängerfahrzeuges dennoch
unter Druck gesetzt werden und eine entsprechende Brems
wirkung zumindest am Anhängerfahrzeug eintritt.
Claims (4)
1. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage für
Kraftfahrzeuge mit zwei einzeln oder gemeinsam
pedalbetätigbaren Zweikreis-Hauptzylindern, mit je zwei
Arbeitskammern, wobei die eine Arbeitskammer jedes
Hauptzylinders in hydraulischer Verbindung mit einer der
Radbremsen einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht,
während die andere Arbeitskammer jedes Hauptzylinders
mit Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
verbunden ist, wobei in der Verbindung zwischen den
pedalnahen Arbeitskammern der beiden Hauptzylinder und
den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse
ein Ausgleich-/Zuschaltventil angeordnet ist, das
einerseits im Normalbremsbetrieb Druckgleichheit in den
Bremskreisen herstellt und andererseits im
Lenkbremsbetrieb die Druckzufuhr zur nicht
lenkbremsbaren Fahrzeugachse unterbricht, wobei das
Ausgleich-/Zuschaltventil zwei Kolben aufweist und eine
hydraulische Verbindung zu einer Anhängerbremsanlage
hat, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Kolben (48 bzw. 49) des Ausgleich-/Zuschaltventils (44)
mechanisch mit einem Bremspedal (3 bzw. 4) verbunden ist
und daß mindestens einer der Kolben (48 bzw. 49) in
einen Arbeitsraum (72) eintauchbar ist, der mit der
Anhängerbremsanlage (82) ein geschlossenes hydraulisches
System bildet.
2. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage für
Kraftfahrzeuge mit zwei einzeln oder gemeinsam
pedalbetätigbaren Hauptzylindern, mit je einer
Arbeitskammer, wobei die Arbeitskammer jedes
Hauptzylinders in hydraulischer Verbindung mit einer der
Radbremsen einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht und
wobei in der Verbindung zwischen den Arbeitskammern der
beiden Hauptzylinder und den Radbremsen der nicht
lenkbremsbaren Fahrzeugachse ein
Ausgleich-/Zuschaltventil angeordnet ist, das einerseits
im Normalbremsbetrieb Druckgleichheit in den
Bremskreisen herstellt und andererseits im
Lenkbremsbetrieb die Druckzufuhr zur nicht
lenkbremsbaren Fahrzeugachse unterbricht, wobei das
Ausgleich-/Zuschaltventil zwei Kolben aufweist und eine
hydraulische Verbindung zu einer Anhängerbremsanlage
hat, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Kolben (48 bzw. 49) des Ausgleich-/Zuschaltventils (44)
mechanisch mit einem Bremspedal (3 bzw. 4) verbunden ist
und daß mindestens einer der Kolben (48) in einen
Arbeitsraum (72) eintauchbar ist, der mit der
Anhängerbremsanlage (82) ein geschlossenes,
hydraulisches System bildet.
3. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als
Hauptzylinder (87 und 88) Tandemhauptzylinder eingesetzt
sind.
4. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer
der Kolben (48 bzw. 49) einen Kolbenfortsatz (71) trägt,
durch den die Anhängerbremsanlage (82) ansteuerbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823242982 DE3242982A1 (de) | 1982-11-20 | 1982-11-20 | Hydraulische brems- und lenkbremsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823242982 DE3242982A1 (de) | 1982-11-20 | 1982-11-20 | Hydraulische brems- und lenkbremsanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3242982A1 DE3242982A1 (de) | 1984-05-24 |
| DE3242982C2 true DE3242982C2 (de) | 1990-04-26 |
Family
ID=6178597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823242982 Granted DE3242982A1 (de) | 1982-11-20 | 1982-11-20 | Hydraulische brems- und lenkbremsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3242982A1 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| IT1406552B1 (it) * | 2010-09-16 | 2014-02-28 | Vhit Spa | Dispositivo idraulico di comando della frenatura in veicoli con doppio pedale di frenatura |
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Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2354458C3 (de) * | 1973-10-31 | 1980-09-04 | Wabco Fahrzeugbremsen Gmbh, 3000 Hannover | Lenkbremseinrichtung für hydraulisch bremsbare Kraftfahrzeuge mit Anhänger, insbesondere Schlepper mit Anhänger |
| FR2499010A1 (fr) * | 1981-01-30 | 1982-08-06 | Dba | Systeme de freinage pour vehicule automobile forme d'un tracteur et d'une remorque |
-
1982
- 1982-11-20 DE DE19823242982 patent/DE3242982A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3242982A1 (de) | 1984-05-24 |
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