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DE3242982A1 - Hydraulische brems- und lenkbremsanlage - Google Patents

Hydraulische brems- und lenkbremsanlage

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Publication number
DE3242982A1
DE3242982A1 DE19823242982 DE3242982A DE3242982A1 DE 3242982 A1 DE3242982 A1 DE 3242982A1 DE 19823242982 DE19823242982 DE 19823242982 DE 3242982 A DE3242982 A DE 3242982A DE 3242982 A1 DE3242982 A1 DE 3242982A1
Authority
DE
Germany
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brake
master cylinder
pedal
steering
hydraulic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19823242982
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English (en)
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DE3242982C2 (de
Inventor
Alfred 6238 Hofheim Bender
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Alfred Teves GmbH filed Critical Alfred Teves GmbH
Priority to DE19823242982 priority Critical patent/DE3242982A1/de
Publication of DE3242982A1 publication Critical patent/DE3242982A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3242982C2 publication Critical patent/DE3242982C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T11/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant
    • B60T11/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator without power assistance or drive or where such assistance or drive is irrelevant transmitting by fluid means, e.g. hydraulic
    • B60T11/16Master control, e.g. master cylinders
    • B60T11/20Tandem, side-by-side, or other multiple master cylinder units
    • B60T11/21Tandem, side-by-side, or other multiple master cylinder units with two pedals operating on respective circuits, pressures therein being equalised when both pedals are operated together, e.g. for steering
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D11/00Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like
    • B62D11/02Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides
    • B62D11/06Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source
    • B62D11/08Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using brakes or clutches as main steering-effecting means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage
  • Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Brems- und Lenkbremsanlage für Kraftfahrzeuge mit zwei einzeln oder gemeinsam pedalbetätigbaren Hauptzylindern, bei der jeweils eine Arbeitskammer der Hauptzylinder in hydraulischer Verbindung mit einer Radbremse einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht, bei der die Arbeitskammer der Hauptzylinder mit Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse verbunden sind und bei der in der Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeitskammern und den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse ein Ausgleich-/Zuschaltventil angeordnet ist, das einerseits im Normalbremsbetrieb Druckgleichheit in den Bremskreisen herstellt und andererseits im Lenkhremsbetrieb die Druckzufuhr zur nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse unterbricht, wobei das Ausgleich-/Zuschaltventil zwei Kolben aufweist und eine hydraulische Verbindung zu einer Anhängerbremsanlage hat.
  • Der Anmelderin ist eine hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage der vorstehenden genannten Gattung bekannt, bei der zwei Tandemhauptzylinder nebeneinander angeordnet sind und einzeln oder gemeinsam betätigbar sind.
  • Jeder Tandemhauptzylinder verfügt über eine pedalnahe und eine pedalferne Arbeitskammer, wobei jeweils eine hydraulische Verbindung zwischen einer pedalfernen Arbeitskammer und einer Radbremse an einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse besteht. Die beiden Hauptzylinderkolben jedes Tandemhauptzylinders sind in an sich bekannter Weise hydraulisch miteinander gekoppelt. Die pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder führen zu einem Ausgleich-/Zuschaltventil, von wo aus eine Verbindung zu Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf. zu einem Anhängerbremsventil zur Steuerung einer Anhängerbremsanlage abzweigt.
  • Das Ausgleich-/Zuschaltventil besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse mit zwei parallel zueinander liegenden Stufenbohrungen, wobei jede Stufenbohrung einen Stufenkolben aufnimmt. Eine kleinere Wirkfläche der Stufenkolben steht jeweils mit einer pedalnahen Arbeitskammer eines Tandemhauptzylinders in Verbindung. Der Ubergang von der Kolbenstufe geringeren Durchmessers zu der Kolbenstufe größeren Durchmessers ist als Ventilschließglied ausgebildet, das in der Ruhestellung durch die Kraft einer Druckfeder gegen einen Sitz gedrückt wird, der an der Stufe der Stufenbohrung ausgebildet ist. Bei einer derartigen Anlage des Schließkörpers am Sitz ergibt sich zwischen dem Schließkörper und der Kolbenstufe geringeren Durchmessers jeweils ein Ringraum, wobei der durch den ersten Stufenkolben gebildete Ringraum eine hydraulische Verbindung zur Druckbeaufschlagungsfläche des zweiten Stufenkolbens hat und der durch den zweiten Stufenkolben gebildete Ringraum hydraulisch mit der Druckbeaufschlagungsfläche des ersten Stufenkolbens verbunden ist, die ferner eine Verbindung zur pedalnahen Arbeitskammer des ersten Tandemhauptzylinders hat.
  • Die größeren Kolbenstufen sind jeweils begrenzt in Arbeitsräume eintauchbar, wobei zwischen den wirksamen Flächen der Kolbenstufe größeren Durchmessers jeweils ständig über Axialkanäle am Außenumfang des Stufenkolbens ein Druckausgleich hergestellt ist. Die Arbeitsraume, in die die größeren Kolbenstufen der Stufenkolben eintauchbar sind, sind einerseits hydraulisch miteinander verbunden und führen andererseits zu Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf. zu einem Anhängerbremsventil , das eine Anhängerbremsanlage steuert.
  • Im Ruhezustand der beschriebenen Brems- und Lenkbremsanlage werden die an den Stufenkolben angeformten Schließglieder durch die Wirkung der in den Arbeitsräumen befindlichen Druckfedern gegen ihre zugehörigen Ventilsitze gedrückt, so daß die Bremsanlage im Abschnitt der Radbremsen an der nicht lenkbremsbaren Achse ein geschlossenes hydraulisches System bildet. Dabei ist es als nachteilig anzusehen, daß sich in dem Abschnitt der Bremsanlage zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse ohne weiteres in Folge Temperaturänderung ein Druck bzw. Unterdruck aufbauen kann, der nachteilige Folgen nach sich ziehen kann. Beispielsweise kann bei Temperaturerhöhung in dem Abschnitt der Bremsanlage zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse ein Druck aufgebaut wird, der unter gewissen Voraussetzungen so groß werden kann, daß auch die Radbremsen an der nicht lenkbremsbaren Achse sich in einer Betätigungsstellung befinden, obwohl ein Bremsvorgang über die Bremspedale nicht eingeleitet worden ist.
  • Wenn bei der beschriebenen Brems- und Lenkbremsanlage alle Radbremsen des Kraftfahrzeuges einschließlich des Anhängers gebremst werden sollen, so sind beide Bremspedale zu betätigen. Dabei überfahren die in den Tandemhaupt zylindern angeordneten Hauptzyklinderkolben zunächst sogenannte Schnüffelbohrungen, während sich bei einer weiteren Axialverschiebung der Hauptzylinderkolben in Betätigungsrichtung hydraulische Drücke in den Arbeitskammern der Hauptzylinder aufbauen. Dies hat zur Folge, daß beide Radbremsen an der lenkbremsbaren Achse des Kraftfahrzeuges mit einem hydraulischen Druck beaufschlagt werden, wobei die Drücke in diesen Radbremsen infolge der schwimmenden Lagerung der pedal fernen Hauptzylinderkolben einander gleich sind. Der Druck einer pedalnahen Arbeitskammer des Tandemhauptzylinders wird jeweils der kleineren Druckbeaufschlagungsfläche eines Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils zugeführt, so daß sich die Stufenkolben durch die Druckkraft in Betätigungsrichtung verschieben, wobei die Schließkörper der Stufenkolben von den ihnen zugeordneten Ventilsitzen abheben, so daß von der pedalnahen Arbeitskammer des ersten Hauptzylinders eine hydraulische Verbindung über den geöffneten Ventildurchgang des zweiten Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse und ggf. einem Anhängerbremsventil hergestellt ist. Der hydraulische Druck der pedalnahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders gelangt ebenfalls über den geöffneten Ventildurchgang des ersten Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils zu den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse. Der den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse zugeführte Druck herrscht nun auch beiderseits der wirksamen Flächen der größeren Kolbenstufen der Stufenkolben des Ausgleich-/Zu;chaltventils, wobei diese Räume hydraulisch miteinander gekoppelt sind. Auf diese Wiese wird erreicht, daß die Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Achse mit dem gleichen hydraulischen Druck beaufschlagt werden, so daß sich eine entsprechend gleichmäßige Bremswirkung auch an dieser Fahrzeugachse einstellt.
  • Wird zwecks Durchführung einer Lenkbremsung nur einer der Tandemhauptzylinder über ein Bremspedal betätigt, so baut sich in den Arbeitskammern des betätigten Hauptzylinders nach Uberfahren der Schnüffellöcher durch die Hauptzylinderkolben ein hydraulischer Druck auf, wobei der hydraulische Druck der pedalfernen Arbeitskammern zu einer Radbremse an einer lenkbremsbaren Achse gelangt.
  • Die andere Radbremse der lenkbremsbaren Fahrzeugachse bleibt über das geöffnete Schnüffelloch zur pedalfernen Arbeitskammer des zweiten Hauptzylinders drucklos. Der hydrauliche Druck in der pedalnahen Arbeitskammer des ersten Tandemhauptzylinders beaufschlagt die kleinere Wirkfläche des ersten Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils , wodurch sich der erste Stufenkolben in der Stufenbohrung in Betätigungsrichtung verschiebt und den Ventildurchgang zwischen dem am ersten Stufenkolben angeformten Schließglied und dem zugehörigen Ventilsitz öffnet. Die kleinere Druckbeaufschlagungsfläche des zweiten Stufenkolbens bleibt drucklos, da der zweite Tandemhauptzylinder sich nicht aus der Ruhestellung bewegt und die pedalnahe Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders eine Verbindung zu einem drucklosen Rücklaufbehälter hat. Uber den geöffneten Ventildurchgang des ersten Stufenkolbens des Ausgleich-/Zuschaltventils ist somit eine hydraulische Verbindung zwischen den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und der pedalnahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders hergestellt, so daß bei einer derartigen Bremsbetätigung die Radbremsen an der nicht lenkbremsbaren Achse des Kraftfahrzeuges wirkungslos bleiben.
  • Bei der beschriebenen Bremsanlage können durch Leitungsbrüche an verschiedenen Stellen im wesentlichen drei Störfälle eintreten, die nachfolgend näher erläutert sind: Zunächst sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in der Verbindung zwischen dem Ausgleich-/Zuschaltventil und den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf. dem Anhängerbremsventil vorliegt. Beim Ausfall dieser Leitungsverbindung werden die beiden Stufenkolben des Ausgleich-/Zuschaltventils bei Bremsbetätigung durch den Druck in den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder in ihre Endlagen verschoben, wodurch eine Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder und dem defekten Bremskreis hergestellt ist. Die in den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder eingeschlossene Druckflüssigkeit wird zur Leckstelle gefördert, bis die pedalnahen Hauptzylinderkolben der beiden Hauptzylinder an den ihnen zugeordneten schwimmenden Hauptzylinderkolben mechanisch zur Anlage kommen. Bei fortgesetzter Bremsbetätigung werden nun die pedal fernen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder nach einem entsprechenden Leerweg mechanisch unter Druck gesetzt, so daß ein entsprechender Druckaufbau in den Radbremsen der lenkbremsbaren Fahrzeugachse einsetzt.
  • Im folgenden sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in einer der Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder und dem Ausgleich-/Zuschaltventil vorliegt. Bei einem derartigen Defekt kann der entsprechende Stufenkolben nicht mehr hydraulisch bewegt werden, während sich hingegen der zweite Stufenkolben infolge eines hydraulischen Druckes in der pedalnahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders in der oben beschriebenen Weise verschiebt. Dadurch wird eine hydraulische Verbindung zwischen einer der pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder und der Leckstelle hergestellt, während die Flüssigkeit der zweiten pedalnahen Arbeitskammer eingeschlossen bleibt.
  • Dadurch ist der zweite Tandemhauptzylinder in gewohnter Weise betätigbar, wobei sich schließlich durch das hydraulische.Polster in der pedalnahen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders auch der pedalferne Hauptzylinderkolben des zweiten Hauptzylinders in Betätigungsrichtung verschiebt und einen entsprechenden Druck in der pedalfernen Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinder aufbaut. Dies hat zur Folge, daß eine der Radbremsen an der lenkbremsbaren Achse des Kraftfahrzeuges gebremst wird, während alle anderen Radbremsen drucklos bleiben. Unter Umständen kann ein derartiges Verhalten der Bremsanlage zu einem Unfall führen.
  • Im folgenden sei angenommen, daß ein Leitungsbruch in einer der Verbindungen zwischenden pedalfernen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder und den Radbremsen an der lenkbremsbaren Fahrzeugachse vorliegt. Bei gemeinsamer Bremsbetätigung der beiden Tandemhauptzylinder werden die pedalfernen Hauptzylinderkolben der Ta.ndemhauptzylinder zunächst soweit verschoben, bis die ungestört arbeitende Radbremse der lenkbremsbaren Fahr zeugachse angelegt ist. In den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhautzylinder baut sich ebenfalls ein hydraulischer Druck auf, der dazu führt, daß sich die Stufenkolben des Ausgleich-/Zuschaltventils verschieben, so daß die pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder hydraulisch miteinander verbunden sind. Der die Leckstelle begrenzende, pedal ferne Hauptzylinderkolben legt dabei einen Verschiebeweg zurück, bis er mechanisch am Boden des Tandemhauptzylinders anschlägt. Dabei ist kein Druckaufbau in der das Leck begrenzenden Arbeitskammer des jeweiligen Hauptzylinders möglich. Da der pedalferne Hauptzylinderkolben der nicht defekten Bremse infolge eines entsprechenden Druckaufbaus in einer Radbremse der lenkbremsbaren Fahrzeugachse nicht weiter verschoben werden kann, wird das Druckflüssigkeitsvolumen aus der pedalnahen Arbeitskammer des ersten Tandemhauptzylinders in die pedalnahe Arbeitskammer des zweiten Tandemhauptzylinders verschoben, so daß der pedalferne Kolben des zweiten Tandemhauptzylinders einen Weg bis zum mechanischen Anschlag zurücklegen muß. Infolgedessen ist in den pedalnahen Arbeitskammern der Tandemhauptzylinder sowie in der pedalfernen Kammer des ersten Tandemhauptzylinders, die in ungestörter hydraulischer Verbindung mit einer Radbremse der lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht, ermöglicht. Somit ergibt sich bei einem Bremsvorgang unter Annahme der geschilderten Randbedingungen, daß ein gleichmäßiger Druckaufbau an den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse und ggf.
  • einem daran angeschlossenen Anhängerbremsventil ein setzt, während asuschließlich eines der Hinterräder bremst. Auch dies kann unter gewissen Umständen zu nachteiligen Folgen führen.
  • Die vorliegende Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gemacht eine hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage der eingangs genannten Gattung mit baulich einfachen Maßnahmen derart weiterzubilden, daß die Betriebssicherheit in Störsituationen insgesamt erhöht ist.
  • Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jeder Kolben des Ausgleich-/Zuschaltventils mechanisch.
  • mit einem Bremspedal verbunden st und daß mindestens einer der Kolben in einen Arbeitsraum eintauchbar ist, der mit der Anhängerbremsanlage ein geschlossenes hydraulisches System bildet. Bei einer derartigen Ausgestaltung ergibt sich vorteilhafterweise, daß die Betätigung der Stufenkolben des Ausgleich-/Zuschaltventils durch eine mechanische Betatigung der Stufenkolben relativ sicherer ist und daß zur Ansteuerung der Kolben des Ausgleich-/Zuschaltventils keinerlei Volumen benötigt wird. Dadurch, daß mindestens einer der Kolben in einen Arbeitsraum eintauchbar ist, der mit der Anhängerbremsanlage ein geschlossenes hydraulisches System bildet, sind die Radbremsen des Anhängerfahrzeuges auch dann unter Druck setzbar, wenn die gesamte Bremsanlage des Zugfahrzeuges ausgefallen ist. Zu einer vorteilhaften Weiterbildung des Anmeldungsgegenstandes gelangt man, wenn jeder Kolben einen Kolbenfortsatz kleineren Durchmessers trägt, von denen durch den einen Kolbenfortsatz die Anhängerbremsanlage unter Druck setzbar ist und der andere Kolbenfortsatz unter Abdichtung aus dem Gehäuse des Ausgleich-/Zuschaltventils ragt. Vorteilhaft ist es ferner, wenn jeder Hauptzylinder nur eine Arbeitskammer aufweist, wobei jeweils eine Arbeitskammer eines Hauptzylinders einerseits in hydraulischer Verbindung mit einer Radbremse einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht und andererseits am mechanisch betätigbaren Ausgleich-/Zuschaltventil angeschlossen ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung kommen herkömmliche Einfach-Hauptzylinder zum Einsatz, so daß man zu einer ingesamt kostengünstigem Brems- und Lenkbremsanlage unter Wahrung der beschriebenen Vorteile gelangt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand von Fig.l und Fig. 2 der Zeichnung näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine Brems- und Lenkbremsanlage mit Tandemhauptzylindern im Schnitt und Fig. 2 eine Bremsanlage im Schnitt, die durch Einfach-Hauptzylinder betätigbar ist.
  • Einander entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In Fig. 1 sind mit 1 zwei gleichartig aufgebaute Tandemhauptzylinder bezeichnet, die durch Bremspedale 3,4 einzeln oder gemeinsam betätigbar sind. Der Tandemhauptzylinder 1 weist einen pedalnahen Hauptzylinderkolben 5 auf, der über eine Druckstange 6 mit dem Bremspedal 3 in Verbindung steht. Der Hauptzylinderkolben 5 ist in einer Zylinderbohrung 7 des Tandemhauptzylinders 1 geführt und befindet sich in der Bremslösestellung an einem Gehäuseanschlag 8, der die Bremslösebewegung des Hauptzylinderkolbens 5 begrenzt. Der Hauptzylinderkolben 5 ist ferner durch eine Druckfeder 9 belastet, die sich andererseits über einen Federtopf 10 an einem pedalfernen Hauptzylinderkolben 11 des Tandemhauptzylinders 1 abstützt.
  • An der in der Darstellung linken Stirnfläche des Hauptzylinderkolbens 5 ist eine Verbindungsstange 12 angeformt, die mit einem im Durchmesser vergrößerten Kopf 13 in den Federtopf 10 eingreift.
  • Zwischen den Hauptzylinderkolben 5,11 des Tandemhauptzylinders 1 ist eine Arbeitskammer 14 gebildet, in die in Betätigungsrichtung vor dem Hauptzylinderkolben 5 eine Schnüffelbohrung 15 mündet, die mit einem drucklosen Nachlaufbehälter 16 in hydraulischer Verbindung steht. Ferner geht von der Arbeitskammer 14 zwischen den Hauptzylinderkolben 5,11 ein Gehäuseanschluß 17 aus.
  • Der Hauptzylinderkolben 11 begrenzt mit seiner pedalfernen Stirnfläche eine Arbeitskammer 18, in der eine Druckfeder 19 zur Rückstellung des Hauptzylinderkolbens 11 angeordnet ist. In die Arbeitskammer 18 mündet in Betätigungsrichtung vor dem pedalfernen Hauptzylinderkolben 11 ein weiteres Schnüffelloch 20, das ebenfalls mit dem drucklosen Nachlaufbehälter in hydraulischer Verbidnung steht. Der Tandemhauptzylinder 1 weist ferner einen Gehäuseanschluß 21 auf, der in die pedalferne Arbeitskammer 18 mündet und über eine Druckleitung 22 mit einer Radbremse 23 an einer lenkbremsbaren Achse eines Kraftfahrzeuges verbunden ist. Die Bremlösebewegung des Hauptzylinderkolbens 11 wird durch einen weiteren Gehäuseanschlag 24 begrenzt.
  • Der in der Darstellung untere Tandemhauptzylinder 2 ist wie der Tandemhauptzylinder 1 aufgebaut und verfügt über zwei Hauptzylinderkolben 25,26, die in einer Zylinderbohrung 27 geführt sind, wobei die Bremslösebewegung der Hauptzylinderkolben 25,26 durch Gehäuseanschläge 28,29 begrenzt ist. Der Hauptzylinderkolben 26 ist ebenfalls durch eine Druckstange 30 durch das Bremspedal 4 betätigbar und begrenzt mit dem Hauptzylinderkolben 25 eine pedalnahe Arbeitskammer 31, in der eine Druckfeder 32 untergebracht ist, die sich einerseits am Hauptzylinderkolben 26 und andererseits über einen Federtopf 33 am Hauptzylinderkolben 25 abstützt. Auch der Hauptzylinderkolben 26 steht über eine Verbindungsstange 34 mit einem vergrößerten Kopf 35 mit dem Federtopf 33 in Verbindung. In die Arbeitskammer 31 des Tandemhauptzylinders 2 mündet sowohl eine Schnüffelbohrung 36 als auch ein Gehäuseanschluß 37.
  • Die in der Darstellung linke Stirnfläche des Hauptzylinderkolbens 25 begrenzt eine Arbeitskammer 38, die über eine Schnüffelbohrung 39 mit dem druck losen Nachlaufbehälter 16 in Verbindung steht und von der ein Gehäuseanschluß 40 abzweigt, an dem über eine Druckleitung 41 eine Radbremse 42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse angeschlossen ist. In der pedalfernen Arbeitskammer 38 des Tandemhauptzylinders 2 ist gleichfalls eine Druckfeder 43 angeordnet, die die Bremslösebewegung des Hauptzylinderkolbens 25 unterstützt.
  • Im linken Bereich der Fig. 1 ist mit 44 ein Ausgleich-/Zuschaltventil bezeich.net, das im wesentlichen aus zwei nebeneinander in einem Gehäuse 45 angeordneten Stufenbohrungen 46,47 besteht. In jeder der Stufenbohrungen 46,47 ist ein Stufenkolben 48,49 geführt. Jeder Stufenkolben 48,49 weist einen Kolbenkopf 50,51 geringeren Durchmessers auf, der in einen Bohrungsabschnitt geringeren Durchmessers der Stufenbohrungen 46,47 ragt und jeweiLs mit einer Ringdichtung 52,53 versehen ist. Die Stufen der Bohrungen 46,47 sind als Ventilsitze 54,55 ausgebildet, die im Zusammenwirken mit an den Stufenkolben 48,49 angeformten Schließkegeln 56,57 Ventildurchgänge bilden. Zwischen den Schließkegeln 56,57 und den in der Darstellung linken Begrenzungsflächen der Kolbenköpfe 50,51 sind Ringräume 58,59 gebildet, in die Gehäuseanschlüsse 60,61 einmünden.
  • Die Kolbenstufen mit größerem Durchmesser weisen an ihren Mantelflächen Axialkanäle 62,63 auf, die permanent eine hydraulische Verbindung zwischen den Stirnflächen der Kolbenstufen mit größerem Durchmesser herstellen.
  • Die in der Darstellung linken Stirnflächen der Stufenkolben 48,49 begrenzen Arbeitsräume 64,65, in denen Druckfedern 66,67 angeordnet sind, die die Stufenkolben 48,49 gegen die Ventilsitze 54,55 vorspannen. Die Arbeitsräume 64,65 sind durch einen Gehäusekanal 68 hydraulisch miteinander verbunden, wobei von dieser Verbindung 68 ein gemeinsamer Gehäuseanschluß 69 abzweigt.
  • Der Stufenkolben 49 ragt mit einem Fortsatz 70 unter Abdichtung aus dem Gehäuse 45 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 hinaus, während durch einen Kolbenfortsatz 71 am Stufenkolben 48 eine Arbeitskammer 72 unter Druck setzbar ist, die eine Verbindung zu einem Gehäuseanschluß 73 hat. In die Arbeitskammer 72 mündet eine Schnüffelbohrung 74, die mit dem drucklosen Nachlaufbehälter 16 Verbindung hat, solange der Stufenkolben 48 sich in der unbetätigten Stellung befindet.
  • Die Stufenkolben 48,49 sind durch Druckstangen 75,76 mechnisch betätigbar, die ihrerseits wiederum mechanisch mit den Bremspedalen 3,4 gekoppelt sind, wie es durch die unterbrochenen Linien 77,78 angedeutet ist. Vom Gehäuseanschluß 69 führt eine Druckleitung 79 zu Radbremsen 80,81 einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse.
  • Ferner steht der Gehäuseanschluß 69 mit einem Anhängerbremsventil 82 in Verbindung, das die Bremsbetätigungsorgane an einem Ahängerfahrzeug steuert. Uber eine weitere Druckleitung 83 besteht eine zusätzliche hydraulische Verbindung zwischen dem Anhängerbremsventil 82 und dem Gehäuseanschluß 73, der seinerseits mit der Arbeitskammer 72 verbunden ist, die durch den Kolbenfortsatz 71 bei entsprechender Verschiebung des Stufenkolbens 48 unter Druck setzbar ist. Wie durch die unterbrochene Linie 84 angedeutet ist, sind die Bremspedale 3,4 sowohl einzeln als auch gemeinsam betätigbar.
  • Nachfolgend ist die Wirkungsweise der beschriebenen Bremsanlage näher erläutert, wobei zunächst angenommen ist, daß die Bremspedale 3,4 miteinander gekoppelt sind und keine Störung infolge eines Leitungsbruchs vorliegt.
  • In der unbetätigten Stellung nehmen alle beweglichen Teile die in Fig. 1 dargestellte Position ein. Wird eine Betätigungskraft auf die Brempedale 3,4 ausgeübt, so verschieben sich einerseits die Hauptzylinderkolben 5,26 in Betätigungsrichtung, während gleichzeitig die Stufenkolben 48,49 mechanisch in Betätigungsrichtung verschoben werden, so daß die Schließglieder 56,57 von den ihnen zugeordneten Ventilsitzen 54,55 abheben. Nachdem die Schnüffelbohrungen 15,36 der Tandemhauptzylinder 1,2 nach entsprechender Verschiebung der Hauptzylinderkolben 5,26 überfahren sind, baut sich in den Arbeitskammern 14,31 der Tandenhauptzylinder 1,2 ein hydraulischer Druck auf, der zunächst über Druckleitungen 85,86 zu den Gehäuseanschlüssen 60,61 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 gelangt, dort in den Ringräumen 58,59 wirksam wird und über die geöffneten Ventildurchgänge 54,55,56,57, den Gehäusekanal 68, den Gehäuseanschluß 69 und die Druckleitung 79 zu den Radbremsen 80,81 der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse gelangt. Ferner wird das Anhängerbremsventil 82 druckbeaufschlagt, so daß die Bremsanlage innerhalb des Anhängerfahrzeuges unter Druck gesetzt wird.
  • Der Druck in den Arbeitskammern 14,31 der Tandemhauptzylinder 1,2 führt ferner dazu, daß sich die Hauptzylinderkolben 11,25 in den Zylinderbohrungen 7,27 verschieben, so daß die Arbeitskammern 18,38 ebenfalls unter Druck gesetzt werden. Der hydraulische Druck in den Arbeitskammern 18,38 der Tandemahuptzylinder 1,2 gelangt über die Druckleitungen 22,41 zu den Radbremsen 23,42 an der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse, so daß mit Hilfe der Radbremsen 23,42,80,81 eine gleichmäßige Bremswirkung erzielt wird.
  • Im folgenden sei angenommen, daß mit Hilfe der Radbremse 23 eine Lenkbremsung durchgeführt werden soll, bei der ausschließlich das Bremspedal 3 mit einer Betätigungskraft zu beaufschlagen ist. Bei einer derartigen Betätigungskraft auf das Bremspedal 3 verschiebt sich wiederum zunächst der Hauptzylinderkolben 5 innerhalb der Zylinderbohrung 7 in Betätigungsrichtung 7, wobei die Bewegung des Bremspedals 3 außerdem auf den Stufenkolben 48 übertragen wird, der sich daraufhin innnerhalb der Stufenbohrung 46 in Betätigungsrichtung verschiebt und den Ventilsitz 54,57 öffnet. In der Arbeitskammer 14 des Tandemhauptzylinders 1 wird infolgedessen ein hydraulischer Druck erzeugt, der über die Druckleitung 86 zum Ausgleich-/Zuschaltventil 44 gelangt. Dieser dem Ausgleich-Zuschaltventil 44 zugeführte Druck wird im Ringraum 59 wirksam, der jedoch infolge der Ruhestellung des Stufenkolben 49 keine Verbindung zum Gehäusekanal 68 bzw. zu den Radbremsen 80,81 der nicht lenkbremsbaren Achse hat. Somit ist zunächst sichergestellt, daß die Radbremsen 80,81 bei einer derartigen Lenkbremsung mit dem Tandemhauptzylinder 1 nicht druckbeaufschlagt werden und damit wirkungslos bleiben. Nachdem der hydraulische Druck in der Arbeitskammer 14 des Tandemhauptzylinders 1 ein gewisses Niveau erreicht hat, verschiebt sich auch der Hauptzylinderkolben 11 innerhalb der Zylinderbohrung 7, so daß nach Uberfahren der Schnüffelbohrung 20 auch in der Arbeitskammer 18 des Tandemhauptzylinders 1 ein hydraulischer Druck aufgebaut wird, der über den Gehäuseanschluß 21 und die Druck leitung 22 zur Radbremse 23 gelangt. Da der Tandemhauptzylinder 2 bei einer derartigen Bremsbetätigung in Ruhe bleibt, ist zwischen der Radbremse 42 und dem drucklosen Nachlaufbehälter 16 über die Schnüffelbohrung 39, die Arbeitskammer 38 des Tandemhauptzylinders 2, den Gehäuseanschluß 14 und die Druckleitung 41 eine Verbindung hergestellt, so daß auch die Radbremse 42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse wirkungslos bleibt, wodurch beide geschilderten Bremsvorgang ausschließlich die Radbremse 23 betätigt und eine Lenkbremsung mit Hilfe der Radbremse 23 durchgeführt wird.
  • Die vorstehend beschriebenen Funktionsabläufe sind entsprechend, wenn auschließlich der Tandemhauptzylinder 2 zur @@@@chführung einer@enkh@@@@@@@ über das @@@@@@ pedal 4 kraEtbeaUEschlaaJi wird.
  • Falls bei der beschriebenen Bremsanlage eine Leckstelle in der Leitungsverbindung 79 zwischen dem Gehäuseanschluß 69 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 und den Radbremsen 80,81 der nicht lenkbremsen Fahrzeugachse auftritt, werden die Radbremsen 23,42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse trotzdem unter Druck gesetzt, nachdem die Hauptzylinderkolben 5,26 einen entsprechenden Leerweg ausgeführt haben und mechanisch an den Hauptzylinderkolben 11 ,25 zur Anlage gebracht sind.
  • Nachfolgend sei angenommen, daß in der Druckleitung 86 ein Leck entstanden ist und eine Bremsung durchgeführt wird. Werden in einem derartigen Störfall die Bremspedale 3,4 betätigt, so werden gleichfalls die Stufenkolben 48,49 in Betätigungsrichtung verschoben, wodurch die Ventildurchgänge 54,57 und 55,56 in die Offenstellung gelangen. Auf diese Weise bleiben durch eine Verbindung der beiden Tandemhauptzylinder 1,2 die Radbremsen 80,81 der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse drucklos, während die Radbremsen 23,42 der lenkbremsbaren Fahrzeugachse wie gewöhnlich unter Druck gesetzt werden. Es ist aus dem vorstehenden Sachverhalt ersichtlich, daß die Problematik, daß nur eine Radbremse 23,42 an der lenkbremsbaren Fahrzeugachse unter Druck setzbar ist, nicht auftreten kann. Der vorstehende Punktionsablauf ergibt sich in entsprechender Weise, wenn eln Leitungsbruch in der Verbindung zwichen dem @@@@@@@auptzylinder 2 und dem ausgleich-Zuschaltventil 44 auftritt.
  • Die beschriebene Bremsalage bietet den großen Vorteil, daß beim Ausfall der gesamten Bremsanlage des Zugfahrzeuges, in dem keine der Radbremsen- 23,42,80,81 unter Druck setzbar ist, bei einer Bremsung dennoch der Stufenkoben 48 mechanisch in die Arbeitskammer 72 hineinbewegt wird und dort einen Druck aufbaut. Der in der Arbeitskammer 72 aufgebaute Druck gelangt über den Gehauseanschluß 73 und die Druckleitung 83 zum Anhängerbremsventil 82 und sorgt dafUr, daß die Anhängerbremsanlage unter Druck gesetzt wird. Dies bietet den großen Vorteil, daß ein aus einem Zugfahrzeug und einem Anhängerfahrzeug bestehendes Gespann auch bei Auftreten einer derartigen extremen Störung gestreckt bleibt.
  • In Fig. 2 der Zeichnung ist eine hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage mit zwei Einfach-Hauptzylindern 87,88 dargestellt, deren Arbeitskammern 89,90 einerseits mit einem Ausgleich-/Zuschaltventil 44 gemäß Fig. 1 und andererseits jeweils mit einer Radbremse 23,42 einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse verbunden sind. Es ergibt sich dadurch eine Brems- und Lenkbremsanlage, die einkreisig arbeitet, wobei vier Radbremsen 23,42,80,81 betätigbar sind. Unter Bezugnahme auf die Funktionsheschreibung zu der in Fig. 1 dargestellten Brems- und Lenkbremsanlage ergibt sich, daß die gesamte Bremsanlage ausfällt, wenn einer der zu den Radbremsen 80,81 der nicht lenkbrems- baren Fahrzeugachse führenden Bremskreise ausfällt. Fällt hingegen ein Leitungszug zu einer der Radbremsen 23,42 an der lenkbremsbaren Fahrzeugachse aus, so wird gleichfalls die gesamte Bremsanlage außer Funktion gesetzt. Infolge des mit dem Stufenkolben 48 verschiebbar gekoppelten Kolbenfortsatzes 71 wird jedoch in einem derartigen Störfall durch Druckaufbau in der Arbeitskammer 72 des Ausgleich-/Zuschaltventils 44 ein hydraulischer Druck aufgebaut, der über die Druckleitung 79 zum Anhängerbremsventil 82 gelangt, so daß die Bremsorgane des Anhängerfahrzeuges dennoch mechanisch unter Druck gesetzt werden und eine entsprechende Bremswirkung eintritt.
  • Leerseite

Claims (4)

  1. Patentansprüche Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage für Kraftfahrzeuge mit zwei einzeln oder gemeinsam pedalbetätigbaren Hauptzylindern, bei der jeweils eine Arbeitskammer der Haupt zylinder in hydraulicher Verbindung mit einer Radbremse einer lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht, bei der die andere Arbeitskammer der Hauptzylinder mit Radbremsen einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse verbunden sind und bei der in der Verbindung zwischen den pedalnahen Arbeitskammern und den Radbremsen der nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse ein Ausgleich-/Zuschaltventil angeordnet ist, das einerseits im Normalbremsbetrieb Druckgleichheit in den Bremskreisen herstellt und andererseits im Lenkbremsbetrieb die Druckzufuhr zur nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse unterbricht, wobei das Ausgleich-/Zuschaltventil zwei Kolben aufweist und eine hydraulische Verbindung zu einer Anhängerbremsanlage hat, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß jeder Kolben (48,49) des Ausgleich-/Zuschaltventils (44) mechanisch mit einem Bremspedal (3,4) verbunden ist und daß mindestens einer der Kolben (48,49) in einen Arbeitsraum (72) eintauchbar ist, der mit der Anhängerbremsanlage (82) ein geschlossenes hydraulisches System bildet.
  2. 2. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß ein Kolben (48,49) einen Kolbenfortsatz (71) trägt, wobei durch den einen Kolbenfortsatz (71) die Anhängerbremsanlage (82) ansteuerbar.
  3. 3. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß jeder Hauptzylinder (87,88) nur eine Arbeitskammer (89,90) aufweist, wobei jeweils eine Arbeitskammern (89,90) eines Hauptzylinders (87,88) einerseits in hydraulischer Verbindung mit einer Radbremse (23,42) einer nicht lenkbremsbaren Fahrzeugachse steht und andererseits am mechanisch betätigbaren Ausgleich-/Zuschaltventil (44) angeschlossen ist.
  4. 4. Hydraulische Brems- und Lenkbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß als Hauptzylinder (87,88) Tandemhauptzylinder eingesetzt sind.
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