DE3242389C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spritzgießen, insbe
sondere von Präzisionsgußteilen ohne Anguß, umfassend: zwei
Formteile, die zwischeneinander einen Hohlraum bilden; einen
Hauptkanal, der über einen Steg in dem einen Formteil mit dem
Hohlraum in Verbindung steht; eine Heizvorrichtung zur im we
sentlichen kontinuierlichen Beheizung von in den Hauptkanal ein
geleitetem Kunstharz; und von einem Kühlmittel durchflossene
Kühlkanäle in den Formteilen.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 22 07 001 bekannt.
Die Heizvorrichtung, die in dem Hauptkanal angeordnet ist und
bis in den Steg zwischen dem Hauptkanal und dem Hohlraum hin
einreicht, wird intermittierend betrieben. Einerseits wird das
Kunstharz während des Heizvorganges in dem Steg durch die inter
mittierende Heizvorrichtung geschmolzen und in den Hohlraum ge
spritzt. Andererseits wird das geschmolzene Kunstharz nach Been
digung des Heizvorganges in dem Steg gekühlt und verfestigt, so
daß das in dem Hohlraum befindliche, geschmolzene Kunstharz
daran gehindert wird, in den Hauptkanal zurückzuströmen. Auf
diese Weise können zwar Präzisionsgußteile ohne Anguß herge
stellt werden, wobei ein verschwenderischer Materialverbrauch
vermieden wird. Allerdings ergeben sich relativ lange Formge
bungszeiten aufgrund der unvermeidlichen Verzögerung nach dem
Abschalten der intermittierenden Heizvorrichtung.
Aus der US-PS 29 11 680 ist eine Vorrichtung zum Spritzgießen
von Kunstharz bekannt, die eine Heizvorrichtung aufweist, welche
zwischen zwei Zuführungskanälen beabstandet angeordnet ist und
sehr nahe an den Steg heranreicht. Damit soll erreicht werden,
daß das Kunstharz in den Zuführungskanälen sowie in dem Steg un
ter Aufrechterhaltung einer gewählten hohen Temperatur in fließ
fähigem Zustand gehalten wird und nicht bereits vor Erreichen
des Hohlraumes auskühlt und sich womöglich verfestigt. Weiterhin
sind in den beiden Formteilen von einem Kühlmittel durchflossene
Kühlkanäle vorgesehen, mit denen eine rasche Auskühlung und Ver
festigung des in den Hohlraum eingebrachten Kunstharzes erreicht
werden soll. Mit Wärmeleitsperren, die zwischen der Heizvorrich
tung, den Zuführungskanälen und dem Steg einerseits sowie den
Kühlpassagen des Formteils andererseits angeordnet sind, soll
ein Wärmeübergang vom Bereich hoher Temperatur zum Bereich nied
riger Temperatur und umgekehrt verhindert werden.
Bei dieser herkömmlichen Vorrichtung gemäß der US-PS 29 11 680
hat sich als nachteilig herausgestellt, daß das Kunstharz in dem
Steg, also in dem Übergang zwischen den beheizten Zuführungska
nälen und dem gekühlten Hohlraum, nicht schnell genug auskühlen
und sich dadurch verfestigen kann. Infolgedessen tritt bei der
Rückzugsbewegung des Spritzgießkolbens und dem damit verbundenen
Abfall des Innendrucks im Hohlraum ein Rückfließen des Kunsthar
zes auf, das sich in dem Steg und in dem hieran unmittelbar an
grenzenden Teil des Hohlraumes befindet. Dies führt zu erhebli
chen Ungenauigkeiten der damit hergestellten Spritzgußformteile.
Ein solches Rückfließen des Kunstharzes kann zwar im Prinzip da
durch verhindert werden, daß der Innendruck des Hohlraumes so
lange aufrechterhalten bleibt, bis das fließfähige Kunstharz
sich in dem Hohlraum abgekühlt und ausreichend verfestigt hat,
jedoch bringt dies sehr lange Formgebungszeiten und eine geringe
Taktgeschwindigkeit mit sich.
Schließlich ist aus der DE OS 14 54 929 eine Vorrichtung zum
Vulkanisieren bzw. Vernetzen von Kunst- und Naturstoffen be
kannt, beispielsweise zur Verarbeitung von Gummi oder Kautschuk.
Bei dieser bekannten Vorrichtung sind dem Zuführungsbereich zum
Hohlraum, also den Angußkanälen sowie dem Hauptkanal, Kühlein
richtungen zugeordnet, mit denen die Vernetzungsreaktion des
darin geführten Materials verhindert, zumindest aber verzögert
werden soll. Zur ständigen Beaufschlagung des Verarbeitungsmate
rials mit einer gleichbleibend niedrigen Temperatur sind einer
seits Kühlkanäle in den Formteilen um die Angußkanäle herum und
andererseits ein geschoßförmiger Kühlzylinder unmittelbar in dem
Hauptkanal vorgesehen. Der Kühlzylinder reicht dabei mit seiner
Spitze in den Bereich des Steges hinein, um die in dem gesamten
Zuführungsbereich bis zum Bereich der Anspritzstelle befindliche
Masse durch Kühlung in flüssigem Zustand halten zu können. Damit
das Aushärten des in den Hohlraum einzuführenden Materials wirk
sam unterbunden werden kann, wird das Material im gesamten Zu
führungsbereich, also auch bis in den Steg hinein, ständig mit
einer gleichbleibend niedrigen Temperatur beaufschlagt. Das Aus
härten und Verfestigen des in den Hohlraum eingebrachten Materi
als erfolgt hingegen durch sprunghaftes Anheben der Temperatur
in dem Hohlraum auf eine geeignet hohe Temperatur, die sich bis
in den Steg hinein auswirkt. Ein derartiger Temperatursprung
wird durch die Heizvorrichtungen erzeugt, die unmittelbar um den
Hohlraum angeordnet sind. Zwischen diesen Teilen wird durch
Wärmeleitsperren ein Temperaturausgleich wirksam verhindert.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Art liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfache
sowie nicht störanfällige Vorrichtung zum Spritzgießen von
Kunstharz anzugeben, mit der sich Präzisionsgußteile, vorzugs
weise ohne Anguß, bei gleichzeitiger Verkürzung des Formgebungs
taktes herstellen lassen.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Vorrichtung der
gattungsgemäßen Art so auszubilden, daß sich in den inneren Be
reich des Steges ein im Hauptkanal angeordneter Kühlzylinder er
streckt, der über einen innerhalb des Kühlzylinders angeordneten
Kühlkanal in seinem Vorderende sowie nach außen führende Verbin
dungskanäle an eine intermittierend arbeitende Kühlung ange
schlossen ist und eine lokal begrenzte, im inneren Bereich des
Steges wirksame Zwangskühleinrichtung im Bereich der Spitze des
Kühlzylinders bildet; und daß die Heizvorrichtung in der den
Hauptkanal umgebenden Wand längs dem äußeren Umfang des Hauptka
nals verlaufend angeordnet oder von dem innerhalb des im Haupt
kanal angeordnet Kühlzylinder etwa parallel zu den Verbin
dungskanälen verlaufend aufgenommen ist.
Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor
richtung ist die Heizvorrichtung in dem Kühlzylinder um die Ver
bindungskanäle der Zwangskühleinrichtung herum angeordnet.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgese
hen, daß zwischen der Heizvorrichtung und den Verbindungskanälen
innerhalb des Kühlzylinders außerhalb des Bereiches der Spitze
des Kühlzylinders wärmeisolierendes Material eingebracht ist.
Bei einer anderen speziellen Ausführungsform gemäß der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Heizvorrichtung
in dem Kühlzylinder radial innerhalb von den Verbindungskanälen
der Zwangskühleinrichtung angeordnet ist.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgese
hen, daß die Heizvorrichtung während der Betätigung der Zwangs
kühleinrichtung ausschaltbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die Aufgabe in zu
friedenstellender Weise gelöst. Durch die intervallartig betrie
bene Zwangskühleinrichtung, die im Hauptkanal angeordnet ist und
sich in den inneren Bereich des Steges bis unmittelbar zum Hohl
raum hinein erstreckt, wird eine rasche, sichere sowie vollstän
dige Auskühlung und damit Verfestigung des im Steg verbleibenden
Kunstharzes nach dem Einspritzen erreicht. Ein Rückfließen des
bereits in den Hohlraum eingespritzten Kunstharzes in den Haupt
kanal ist damit ausgeschlossen. Dadurch kann das Kunstharz, das
in den Hohlraum eingefüllt worden ist, beim Rückziehen der Kol
beneinrichtungen nicht in den Hauptkanal zurückfließen, so daß
die jeweiligen Formkörper sehr präzise sind und eine gleichmä
ßige Form aufweisen. Außerdem ist es dadurch möglich, die Form
gebungszeit abzukürzen. Weiterhin wird beim Beenden des wirksa
men Kühlens das verfestigte Kunstharz in dem Steg mittels einer
Heizvorrichtung, die entweder außerhalb oder innerhalb des
Hauptkanals angeordnet ist, erwärmt und wieder geschmolzen.
Da es nicht erforderlich ist, Einrichtungen zur Änderung der
Spannung einer Energiequelle für diese Vorrichtung zum Spritz
gießen von Kunstharz anzubringen, ist es möglich, einerseits die
Vorrichtung kompakt auszugestalten und andererseits bei ausge
sprochen niedrigen Kosten zu produzieren.
Weiterhin ist es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich,
den Innendurchmesser des Steges wahlfrei zu regulieren, so daß
verschiedene Formkörper mit unterschiedlichen Größen hergestellt
werden können.
Außerdem ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Spritzgießen
außerordentlich störunanfällig, da durch die besondere Ausbil
dung und Anordnung der Heizvorrichtung eine mechanische Beschä
digung durch äußere Einwirkung praktisch ausgeschlossen ist.
Schließlich wird eine gleichmäßige Beanspruchung der Heizvor
richtung insgesamt durch eine im wesentlichen kontinuierliche
Betriebsweise sichergestellt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Aus
führungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 stellt eine senkrechte Querschnittsansicht eines Haupt
teils der Vorrichtung zum Spritzgießen für synthetisches Harz
dar;
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht längs der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine senkrechte Querschnittsansicht einer weiteren
Ausführungsform der Vorrichtung zum Spritzgießen;
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5a zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt eines Zy
linders, der in einen Hauptkanal der Vorrichtung zum Spritzgie
ßen eingeführt wird;
Fig. 5b zeigt einen Längsschnitt durch den Zylinder gemäß
Fig. 5a;
Fig. 5c zeigt einen Querschnitt durch den Zylinder gemäß
Fig. 5a;
Fig. 6a ist eine senkrechte Querschnittsansicht eines
anderen Zylinders, der in einen Hauptkanal
der Vorrichtung zum Spritzgießen eingeführt
wird;
Fig. 6b ist ein vergrößerter Querschnitt eines spitzigen
Teils des Zylinders der Fig. 6a;
Fig. 6c ist ein Aufriß des Zylinders der
Fig. 6a;
Fig. 7 ist eine senkrechte Querschnittsansicht eines
Hauptteils gemäß einem weiteren Bei
spiel.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und
2 ein bevorzugtes Beispiel der Erfindung beschrieben.
Dieses Beispiel stellt eine Vorrichtung zum Spritzgießen vom
Typ ohne Anguß-Hauptkanal dar, bei dem jeder Formkörper
keinen Anguß-Hauptkanal als Abfallmaterial aufweist.
Die Ziffer 1 bezeichnet einen Hauptkanal, der in einem
äußeren Formteil 2 ausgebildet ist. Die Ziffer 3
bezeichnet eine Heizvorrichtung, die in dem äußeren
Formteil 2 oder längs dem äußeren Umfang des
Hauptkanals 1 angeordnet ist.
Die Ziffer 6 bezeichnet einen hervorstehenden oder ge
schoßförmigen Kühlzylinder,
der in Längsrichtung innerhalb des Haupt
kanals 1 angeordnet ist. Ein Vorderende
6a des Kühlzylinders 6 ist spitz ausge
bildet und erstreckt sich in den Steg 5. Auf diese
Weise wird eine wirksame Kühleinrichtung A gebildet.
Der Kühlzylinder 6 ist in seinem Inneren mit
einem Kühlkanal 7 ausgerüstet. Auf diese Weise wird die
Kühlfunktion der wirksamen Kühleinrichtung A in wirksa
mer Weise durch ein Vorderende des Kühlkanals 7 oder
das Vorderende 6a des Kühlzylinders 6 bewirkt.
Vorzugsweise wird das Vorderende 6a wirksam gekühlt,
der übrige Teil des Kühlzylinders 6 wird jedoch bevor
zugt mit einer wärmeisolierenden Ausrüstung versehen.
Der Kühlkanal 7 besteht aus einem das Kühlmedium in
Vorwärtsrichtung führenden Verbindungskanal 71 und einem das Kühlmedium
zurückführenden Verbindungskanal 72 längs der zentralen
Achse des Kühlzylinders 6. Die Bezifferung 7a
bezeichnet einen gekrümmten Teil des Kühlkanals 7, der im Inneren des
Vorderendes 6a ausgebildet ist. Der vorwärtsführende
Verbindungskanal 71 kann mit dem rückführenden Verbindungskanal 72 mittels einer
(nicht dargestellten) Rohrleitung verbunden sein.
Im folgenden wird der Betrieb der
Vorrichtung beschrieben.
Eine bestimmte Menge geschmolzenen synthetischen Harzes
bzw. Kunststoffs wird in den Hohlraum 4 durch den
Hauptkanal 1 und den Steg 5 mittels einer (nicht dargestellten)
Spritzformeinrichtung eingespritzt.
Die Heizvorrichtung 3 erwärmt und schmilzt konstant
das synthetische Harz in dem Hauptkanal 1 sowie in dem
Steg 5, wodurch das Spritzgießen durchführbar ist. Wenn
das geschmolzene Harz in den Hohlraum 4 durch Beendigung
des Spritzgießvorgangs gefüllt ist, wird die wirksame
Kühleinrichtung A in Betrieb gesetzt. Anschließend
wird, wenn ein bevorzugtes Kühlmedium, wie z. B. Wasser,
Luft oder ein anderes Fluid, in den Kühlkanal 7 des
Kühlzylinders, der innerhalb des Hauptkanals 1
angeordnet ist, mittels einer Druckpumpe, eines Kolbens
und anderer Betriebseinrichtungen beschickt ist, das
Vorderende 6a, das sich in den Steg 5 erstreckt, gekühlt,
so daß das geschmolzene Harz in dem Steg 5 rasch gekühlt
ist, Wärme daraus abgeführt wird und rasch verfestigt
wird. Dementsprechend wird der Steg 5 geschlossen. Darüber
hinaus ist es, während der wirksamen Zufuhr des Kühl
fluids, selbstverständlich möglich, den Betrieb der Heiz
vorrichtung 3 zu beenden.
Auf diese Weise ist es möglich, da das verfestigte Harz
in den Hohlraum 4 unmittelbar durch einen Formöffnungs
arbeitsgang entnommen werden kann und der Spritzgieß
betrieb in seine Ausgangssituation zurückgeführt wird, die
Formungszeit zu verkürzen.
Darüberhinaus wird das synthetische Harz am Steg 5 zum
Zeitpunkt der Öffnung der Form lokal durch den wirksa
men Kühlungsvorgang verfestigt, und der Steg 5 ist ge
schlossen, so daß jegliches geschmolzene Harz daran
gehindert wird, in den Hohlraum 4 zu fließen.
Anschließend beendet die Kühleinrichtung A ihre Kühl
funktion, wenn die Verfestigung der Form eingeleitet
wird, wodurch das Harz in dem Steg 5 keiner Kühlung
mehr unterliegt. Tatsächlich wird es sofort durch
die Heizvorrichtung 3 und das geschmolzene Harz in dem
Hauptkanal 1 erwärmt und geschmolzen, wodurch der Steg 5
geöffnet wird.
Dementsprechend wird durch den vorstehenden Spritzgieß
vorgang das geschmolzene Harz in den Hohlraum 4 über den
Hauptkanal 1 und den Steg 5 eingefüllt und der Spritz
gießvorgang wird abgeschlossen.
So kann bei erneutem Betrieb der wirksamen Kühlein
richtung A das geschmolzene Harz im Steg 5 wirksam ver
festigt werden und die Form kann geöffnet werden, um
den Formkörper zu entnehmen.
Durch Wiederholen des vorstehenden Arbeitsgangs kann
eine bevorzugte Spritzgießformung erzielt werden.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4
ein weiteres Beispiel der Erfindung beschrieben.
Die Bezifferung 8 bezeichnet einen Zylinder,
der sowohl die Heizfunktion als auch die Kühlfunktion
durchführt.
Der Zylinder 8 ist in seinem Inneren mit der
Heizvorrichtung 3 versehen, die über einen elektri
schen Draht 9 mit Energie versorgt wird, wodurch das
Harz in dem Hauptkanal 1 und dem Steg 5 geschmolzen
wird, wodurch es injizierbar wird. Im Gegensatz zum
ersten Beispiel ist die Heizvorrichtung 3 innerhalb
des Hauptkanals 1 angeordnet.
Die wirksame Kühlvorrichtung A ist in dem
Zylinder 8 in gleicher Weise wie im ersten Beispiel
beschrieben angeordnet.
In gleicher Weise wird das geschmolzene Harz in dem
Steg 5 durch den gekrümmten Teil 7a des Kühlkanals 7
lokal gekühlt. Da die Kühlfunktion der wirksamen Kühl
einrichtung A vorstehend beschrieben wurde, ist
hier keine weitere Erläuterung notwendig.
Das in dem Steg 5 und dem Hauptkanal 1 gelagerte Harz
wird konstant durch die Heizvorrichtung 3, die
sich in dem Zylinder 8 befindet, erwärmt und
geschmolzen. Dementsprechend kann in gleicher Weise wie
im ersten Beispiel durch Inbetriebsetzen der wirksamen
Kühleinrichtung A nur das geschmolzene Harz im Steg 5
gekühlt und lokal verfestigt werden, wodurch der Steg 5
geschlossen wird. Durch Wiederholen des vorstehenden
Arbeitsgangs kann das Spritzgießen durchgeführt werden.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 5a, 5b,
5c und 6a, 6b, 6c ein weiteres Beispiel gemäß der Er
findung beschrieben.
Die Bezifferungen 10 bzw. 11 bezeichnen einen
Zylinder, der ebenfalls sowohl die Kühl- als auch die
Heizfunktionen durchführt.
Bezogen auf die Fig. 5a, 5b und 5c ist die Heizvor
richtung 3 auf einer zentralen Achse des
Zylinders 10 angeordnet. Längs der Heizvorrich
tung 3 sind parallel der in Vorwärtsrichtung führende
Verbindungskanal für das Kühlmedium und der rückführende Verbindungskanal 72
für das Kühlmedium angeordnet, die beide miteinander
über den gekrümmten Teil 7a in Verbindung stehen. Die
Ziffer 12 bezeichnet einen Temperaturfühler, der an
einer bevorzugten Stelle des Zylinders 10
angeordnet ist, um die Temperaturbedingungen konstant
zuhalten.
Die Ziffer 13 bezeichnet einen Durchtritt für ge
schmolzenes Harz, der mit dem Hauptkanal 1 in Verbin
dung steht. Die Ziffer 14 bezeichnet ein wärmeisolie
rendes Material.
In den Fig. 6a, 6b und 6c besteht ein Kühlkanal 7′ aus
einem das Kühlmedium in Vorwärtsrichtung führende Verbindungskanal
7′1, der an einer zentralen Achse des Zylinders
11 ausgebildet ist, und einem das Kühlmedium zurückführenden
Verbindungskanal 7′2, der längs dem äußeren Umfang des
in Vorwärtsrichtung führenden Verbindungskanal 7′1 angeordnet ist.
Der vorwärtsführende Verbindungskanal 7′1 und der rückführende Verbindungskanal 7′2
sind miteinander über eine Öffnung 7′a verbunden,
die in der Nähe eines Vorderendes 11a des
Zylinders 11 ausgebildet ist. In gleicher Weise wie im
vorstehenden Beispiel sind der Temperaturfühler 12 und
das wärmeisolierende Material 14 in dem
Zylinder 11 angeordnet. Dementsprechend wird das geschmolzene
Harz in dem Steg 5 durch den Kühlkanal 7′,
der im Vorderende 11a des Zylinders 11 ausgebildet
ist, gekühlt und verfestigt, wodurch der Steg 5
geschlossen wird.
Ein weiteres erfindungsgemäßes Beispiel wird unter Be
zugnahme auf die Fig. 7 beschrieben. Dieses Beispiel
verwendet mehrere Zylinder 10, die in den
Fig. 5a, 5b und 5c gezeigt sind, wobei eine große An
zahl an Formkörpern mittels eines einzigen Spritzgieß
gangs hergestellt werden kann.
Die Ziffer 15 bezeichnet ein Formteil, in dem eine ge
wünschte Anzahl von Hohlräumen 4 ausgebildet sind und
über den Steg 5 und den Hauptkanal 1 in Verbindung
stehen.
Jeder der Zylinder 10, 11, in denen der
Kühlkanal 7 für die wirksame Kühleinrichtung A und
die Heizvorrichtung 3 usw. ausgebildet sind, kann un
abhängig von dem Formkörper 15 hergestellt und auf
einer Zentralachse des Hauptkanals 1 angeordnet sein.
Jeder Flansch 16 der Zylinder 10 wird von einer Träger
platte 17 gestützt und ist an dieser durch Schrauben 18
befestigt.
In den vorstehenden Beispielen wird keine Rohrleitung
für das Kühlmedium zum Durchtritt durch den Kühlkanal 7
dargestellt, sie kann jedoch mit jeglicher wirksamen
Kühleinrichtung A des Zylinders 10 über ein
schaltendes elektromagnetisches Ventil mittels einer
Druck- bzw. Kompressionspumpe oder dgl. verbunden sein.
Ein Ende der Rohrleitung ist mittels eines variablen
Drosselventils an eine Endöffnung 19a einer Kühlmedium
einström-Passage 19 verbunden, während eine andere
Rohrleitung mit einer Endöffnung 20a einer Kühlmedium
ausström-Passage 20 zur Entleerung des Kühlmediums ver
bunden ist.
Das variable Drosselventil kann in einer Position der
Rohrleitung für die Ausströmpassage befestigt sein,
jedoch nicht in einer Lage in der Rohrleitung für die
Einströmpassage. Das elektromagnetische Schaltventil,
das in der Rohrleitung für das Kühlmedium befestigt
ist, wird mittels eines Zeitschalters geöffnet oder
geschlossen, der in Verbindung mit jedem Spritzgießzyklus
steht.
Die Trägerplatte 17 ist mit einer Anguß
büchse 22 mit einer Kontaktfläche 21 zur Aufnahme einer
Spritzzylinderdüse versehen. Die Angußbüchse 22 ist in
der besten Lage der Trägerplatte 17 angeordnet, derart,
daß das geschmolzene Harz gleichmäßig in jeden Hohlraum
4 beschickt werden kann. Ein Anguß 23 wird durch die
Angußbüchse 22 gebildet und steht in Verbindung mit
dem Hauptkanal 1 und jedem Steg 5.
Im folgenden wird der Betrieb dieses Beispiels veran
schaulicht.
Bei der Durchführung des Spritzgießens durch Verbinden
der Zylinderöffnung bzw. Zylinderdüse einer
Vorrichtung zum Spritzgießen (die nicht dargestellt ist) mit der
Angußbüchse 22, wird geschmolzenes Harz in jeden der
mehreren Hohlräume 4 durch den Hauptkanal 1 und die
Stege 5 gespritzt.
In diesem Falle wird das Harz in dem Hauptkanal 1 und
den Stegen 5 konstant durch die Heizvorrichtung 3 er
wärmt und geschmolzen, wodurch das Spritzgießen vorberei
tet wird.
Wenn das geschmolzene Harz in jeden Hohlraum 4 durch
den Spritzgießarbeitsgang eingefüllt ist, wird das
elektromagnetische Ventil der Rohrleitung für das Kühl
medium geöffnet und eine gewünschte Menge an Kühlmedium
wird in den Kühlkanal 7 jedes Zylinders 10 beschickt.
Anschließend wird das geschmolzene Harz in jedem Steg 5
rasch gekühlt, es wird ihm Wärme entzogen, und es wird
rasch verfestigt, wodurch jeder Steg 5 geschlossen wird.
Auf diese Weise kann verfestigtes Harz in jedem Hohl
raum 4 als Formkörper durch Öffnung der Form entnommen
werden. Anschließend wird die Ausgangssituation des
Spritzgießarbeitsgangs wieder hergestellt. Da mehrere
Hohlräume 4 befestigt sind, werden bei jedem Spritzen
mehrere Formkörper hergestellt. Dies ist für die
Massenproduktion geeignet. Wenn dann die Formverfestigung
durchgeführt wird, wird das elektromagnetische Ventil
geschlossen und die wirksame Kühleinrichtung A beendet
ihren Betrieb. Anschließend wird das Harz in dem Steg 5
erneut rasch durch die Heizvorrichtung 3 und das ge
schmolzene Harz in dem Hauptgang 1 erwärmt, wodurch der
Steg 5 geöffnet wird. Auf diese Weise wird der
Spritzgießvorgang wiederholt.
Wie vorstehend beschrieben, erstreckt sich das Vorder
ende 10a des Zylinders 10 in den Steg 5, wobei
das gekrümmte Teil 7a des Kühlkanals 7 in dem
Zylinder 10 in der Nähe des vorderen Endes 10a an
geordnet ist. Dementsprechend wird, jedesmal wenn der Spritz
gießvorgang durchgeführt wird, das geschmolzene Harz in
dem Steg 5 durch ein spitzes Ende des
Zylinders 10 lokal gekühlt und verfestigt, wodurch
der Steg 5 geschlossen werden kann.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Spritzgießen, insbesondere von Präzisions
gußteilen ohne Anguß, umfassend:
- - zwei Formteile, die zwischeneinander einen Hohlraum (4) bilden,
- - einen Hauptkanal (1), der über einen Steg (5) in dem einen Formteil (2) mit dem Hohlraum (4) in Verbindung steht,
- - eine Heizvorrichtung (3) zur im wesentlichen kontinuierli chen Beheizung von in den Hauptkanal (1) eingeleitetem Kunstharz, und
- - von einem Kühlmittel durchflossene Kühlkanäle in den Form teilen,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich in den inneren Bereich des Steges (5) ein im Haupt kanal (1) angeordneter Kühlzylinder (6) erstreckt, der über einen innerhalb des Kühlzylinders (6) angeordneten Kühlkanal (7a; 7′a) in seinem Vorderende (6a) sowie nach außen führende Verbindungskanäle (71, 72; 7′1, 7′2) an eine intermittierend arbeitende Kühlung angeschlossen ist und eine lokal begrenzte, im inneren Bereich des Steges (5) wirksame Zwangs kühleinrichtung (A) im Bereich der Spitze des Kühlzylinders (6) bildet,
und daß die Heizvorrichtung (3) in der den Hauptkanal (1) umgebenden Wand längs dem äußeren Umfang des Hauptkanals (1) verlaufend angeordnet
oder von dem innerhalb des im Hauptkanal (1) angeordneten Kühlzylinder (6) etwa parallel zu den Verbindungskanälen (71, 72; 7′1, 7′2) verlaufend aufgenommen ist.
daß sich in den inneren Bereich des Steges (5) ein im Haupt kanal (1) angeordneter Kühlzylinder (6) erstreckt, der über einen innerhalb des Kühlzylinders (6) angeordneten Kühlkanal (7a; 7′a) in seinem Vorderende (6a) sowie nach außen führende Verbindungskanäle (71, 72; 7′1, 7′2) an eine intermittierend arbeitende Kühlung angeschlossen ist und eine lokal begrenzte, im inneren Bereich des Steges (5) wirksame Zwangs kühleinrichtung (A) im Bereich der Spitze des Kühlzylinders (6) bildet,
und daß die Heizvorrichtung (3) in der den Hauptkanal (1) umgebenden Wand längs dem äußeren Umfang des Hauptkanals (1) verlaufend angeordnet
oder von dem innerhalb des im Hauptkanal (1) angeordneten Kühlzylinder (6) etwa parallel zu den Verbindungskanälen (71, 72; 7′1, 7′2) verlaufend aufgenommen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) in dem Kühlzylinder (6) um die
Verbindungskanäle (71, 72; 7′1, 7′2) der Zwangskühleinrich
tung (A) herum angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Heizvorrichtung (3) und den Verbindungskanä
len (71, 72; 7′1, 7′2) innerhalb des Kühlzylinders (6) außer
halb des Bereiches der Spitze des Kühlzylinders (6) wärmeiso
lierendes Material (14) eingebracht ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) in dem Kühlzylinder (6) radial
innerhalb von den Verbindungskanälen (71, 72) der Zwangskühl
einrichtung (A) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) während der Betätigung der
Zwangskühleinrichtung (A) ausschaltbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP56185450A JPS597575B2 (ja) | 1981-11-20 | 1981-11-20 | 合成樹脂射出成形方法およびその装置 |
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|---|---|
| DE3242389A1 DE3242389A1 (de) | 1983-05-26 |
| DE3242389C2 true DE3242389C2 (de) | 1992-05-21 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823242389 Granted DE3242389A1 (de) | 1981-11-20 | 1982-11-16 | Verfahren und vorrichtung fuer den spritzguss synthetischer harze |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
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| JP (1) | JPS597575B2 (de) |
| AU (1) | AU553264B2 (de) |
| DE (1) | DE3242389A1 (de) |
| FR (1) | FR2516858A1 (de) |
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