DE3242015C2 - - Google Patents
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- Y10T428/31681—Next to polyester, polyamide or polyimide [e.g., alkyd, glue, or nylon, etc.]
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- Manufacturing Of Magnetic Record Carriers (AREA)
- Magnetic Record Carriers (AREA)
- Thin Magnetic Films (AREA)
- Physical Vapour Deposition (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein magnetisches Aufzeichnungsmedium,
umfassend ein Substrat und eine darauf ausgebildete dünne,
magnetische Metallschicht.
Ein derartiges magnetisches Aufzeichnungsmedium ist beispiels
weise aus der DE-OS 27 18 739 bekannt. Bei diesem Typ eines
magnetischen Aufzeichnungsmediums ist anstelle der herkömm
lichen magnetischen Beschichtung mit einer magnetischen Masse,
welche ein Bindemittel und ein Magnetpulver enthält, eine dünne
magnetische Metallschicht vorgesehen, welche durch Plat
tierung, Dampfabscheidung oder Sputtern ohne Verwendung
eines Bindemittels ausgebildet ist. Die
Grenze der Magnetaufzeichnungsdichte wird in großem Aus
maß beeinflußt durch das Verhältnis von Entmagnetisie
rungsfeld zu Koerzitivkraft der dünnen Schicht. Die Stär
ke des Entmagnetisierungsfeldes steht in Beziehung zu
der Sättigungsmagnetflußdichte und der Dicke der dünnen
Schicht. Es ist ferner notwendig, daß das S/N-Verhältnis
zumindest einen zulässigen Pegel aufweist. Verglichen mit
den herkömmlichen magnetischen Aufzeichnungsmedien vom
Beschichtungstyp weisen die dünnen, magnetischen Metall
schichten eine größere Sättigungsmagnetflußdichte auf,
wodurch ein höherer Ausgang erreichbar ist und ein größe
res S/N-Verhältnis erzielt werden kann. Darüber hinaus
weist die Schicht eine geringe Dicke auf, und es ist eine
relativ hohe Koerzitivkraft erreichbar, was es möglich
macht, die Entmagnetisierung der Magnetaufzeichnung we
sentlich zu reduzieren.
Als Hauptmaterial für die dünnen, magnetischen Metall
schichten werden herkömmlicherweise Kobaltlegierungen,
wie Co-Si, Co-Fe-Ni und Co-Cr, verwendet. Bei diesen Ma
terialien bestehen jedoch gewisse Probleme im Hinblick
auf ihre Kosten sowie die Unsicherheit einer ständigen
Versorgung mit Rohmaterialien in der Zukunft. Diese
Schwierigkeiten stellen ein Hindernis für die Massenher
stellung dar.
Unter Berücksichtigung des jüngsten Trends zur Energie-
und Rohstoffeinsparung wurden verschiedene Untersuchun
gen der Nicht-Co magnetischen Materialien durchgeführt,
d. h. Materialien, bei denen kein Co verwendet wird. So
wurde beispielsweise auf dem Gebiet der Permanentmagneten
festgestellt, daß ein Magnet aus einer Mn-Al-C-Legierung
überlegene Eigenschaften aufweist (JA-AS 31 448/79).
Auch auf dem Gebiet der dünnen Schichten ist berichtet
worden, daß dünne Mn-Al- und Mn-Al-Cu-Schichten, die durch
Dampfabscheidung gebildet wurden, eine maximale Sättigungs
magnetflußdichte von 0,1 T (1000 G) und eine maximale Koerzitiv
kraft von 99 472 A/m (1250 Oe) ermöglichen und somit ausgezeichnete Eigen
schaften als magnetische Aufzeichnungsmedien aufweisen
(z. B. in Journal of Applied Magnetic Science Association,
Band 5, Nr. 2, 1981).
Die durch ein Dampfabscheidungs-Verfahren ausgebildeten
Mn-Al- und Mn-Al-Cu-Dünnschichten weisen jedoch die fol
genden Nachteile auf. Es ist bei dem Dampfabscheidungs-
Verfahren erforderlich, das Substrat während der Zeit der
Dampfabscheidung bei einer so hohen Temperatur wie 300 bis
400°C zu halten. Daher kann bei diesem Verfahren ein Poly
merisatfilm nicht als Substrat verwendet werden, und das
Verfahren kann nicht angewendet werden, um ein Magnetband
oder eine flexible Scheibe herzustellen. Ein weiterer, we
sentlicher Nachteil besteht darin, daß die Sättigungsmagnet
flußdichte, die auf diese Weise erzielbar ist, um etwa
eine Größenordnung von Zehnern kleiner ist als die, welche
mittels eines Co-Dünnfilms erzielbar ist.
Man kann erwarten, daß die Sättigungsmagnetflußdichte ge
steigert wird, indem man der Mn-Al-Legierung Kupfer in
einer Menge innerhalb eines bestimmten Bereichs einver
leibt, wenn auch dadurch die Koerzitivkraft zu einem ge
wissen Ausmaß verringert werden kann. Von den Erfindern
wurden umfangreiche Untersuchungen der Filmbildungstech
nik mit dem Ziel durchgeführt, eine dünne, magnetische
Metallschicht für ein magnetisches Aufzeichnungsmedium
aus einer Mn-Al-Cu-Legierung herzustellen, ohne daß da
bei die mit dem obenerwähnten Dampfabscheidungs-Verfah
ren verbundenen Nachteile auftreten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines
magnetischen Aufzeichnungsmediums, bei dem ein Polymerisatfilm
als Substrat verwendet werden kann und eine dünne, magnetische
Metallschicht mit hoher Sättigungsmagnetflußdichte und hoher
Koerzitivkraft ausgebildet werden kann, so daß das Aufzeich
nungsmedium für Aufnahmen mit hoher Signaldichte brauchbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein magnetisches
Aufzeichnungsmedium gemäß Anspruch 1, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß die magnetische Metallschicht mittels eines Sputterver
fahrens ausgewählt ist, eine Dicke von 0,1 bis 1,0 µm aufweist
und zusammengesetzt ist aus 5 bis 20 Gew.-% Cu und einem Rest,
bei dem es sich um Mn und Al handelt, wobei das Gewichtsver
hältnis von Mn zu Al innerhalb eines Bereichs von 65 zu 35 bis
75 zu 25 liegt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine graphische Darstellung, in der die Ände
rungen der magnetischen Eigenschaften einer dünnen Mn-
Al-Cu-Schicht in Abhängigkeit von der Änderung des Kupfer
anteils dargestellt sind.
Das Sputterverfahren ist ein Verfahren, bei dem bei Durch
führung einer Glühentladung in einer vakuumbeaufschlag
ten Inertgasatmosphäre die Gasionen angetrieben werden, um
mit der Kathode (d. h. dem Target) zu kollidieren und dabei
das Kathodenmaterial in Form von Atomen oder Gruppen von
Atomen zu verdampfen. Die auf diese Weise gesputterten
(verdampften) Metallatome werden auf einem Substrat ab
geschieden, das nahe der Anode angeordnet ist, wobei
sich auf dem Substrat die dünne Metallschicht ausbildet.
Um den Temperaturanstieg des Substrats zu verhindern, hat
sich eine Sputtervorrichtung vom Magnetron-Typ als beson
ders effektiv erwiesen, bei der ein Magnet hinter der
Kathode (d. h. dem Target) in der Weise angeordnet ist,
daß ein magnetisches Feld senkrecht zu dem elektrischen
Feld in dem Entladungsraum orientiert wird. Diese Sput
tervorrichtung vom Magnetron-Typ ist so gebaut, daß die
durch die Entladung erzeugten Elektronen durch das ma
gnetische Feld gedreht werden und ihnen eine Abdrift ge
stattet wird. Auf diese Weise wird verhindert, daß die
Elektronen zum Substrat strömen, welches der Kathode ge
genüberliegend angeordnet ist, wodurch wiederum der Tem
peraturanstieg des Substrats unterdrückt wird. Ein wei
terer Vorteil besteht darin, daß die Sputtervorrichtung
vom Magnetron-Typ ein Sputtern mit hoher Geschwindig
keit ermöglicht.
Unerwarteterweise wurde festgestellt, daß bei der Anwen
dung eines derartigen Sputterverfahrens es nicht nur
möglich ist, den Anstieg der Substrattemperatur zu ver
hindern, sondern daß es auch möglich ist, die Sättigungs
magnetflußdichte zu steigern, und zwar um ein Mehrfaches
des Wertes der Mn-Al-Cu-Schicht, die durch das Dampfab
scheidungs-Verfahren erhältlich ist. Es wird angenommen,
daß dies der Tatsache zuzuschreiben ist, daß die Energie
der Atome, die bei dem Sputterverfahren in das Substrat
einschlagen, viel größer ist als bei dem Dampfabschei
dungsverfahren.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird
das Kupfer in einer Menge von 5 bis 20 Gew.-% ein
verleibt, wobei der Rest zusam
mengesetzt ist aus Mn und Al mit einer vorbestimmten Pro
portion sowie unvermeidbaren Verunreinigungen. Das Ver
hältnis von Mn zu Al liegt innerhalb eines Bereiches von
65 : 35 bis 75 : 25 (nach Gewicht). Das optimalste Verhält
nis beträgt 71 : 29 (nach Gewicht). Falls das Verhältnis
von dem optimalen Verhältnis abweicht, fallen die magne
tischen Eigenschaften scharf ab, und falls das Verhältnis
von dem obengenannten Bereich abweicht, geht die ferro
magnetische Eigenschaft verloren.
Die Dicke der Schicht liegt innerhalb eines
Bereichs von 0,1 bis 1,0 µm. Falls die Dicke geringer als
0,1 µm ist, neigt das S/N-Verhältnis (Signal/Rausch-Ver
hältnis) dazu, schlechter zu werden. Falls andererseits
die Dicke 1,0 µm übersteigt, wird es unmöglich, eine hohe
Signaldichte bei der Aufzeichnung zu erzielen.
Das Substrat kann aus jedem Material bestehen, das her
kömmlicherweise für magnetische Aufzeichnungsmedien ver
wendet wird. Bevorzugte Materialien für das Substrat um
fassen Polymerisate, wie Polyester, Polyimid und Polyamid.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels
näher erläutert.
Eine dünne Mn-Al-Cu-Schicht wird mittels einer Hochfre
quenz-Magnetron-Sputtervorrichtung ausgebildet. Die Schicht
ist zusammengesetzt aus 7 Gew.-% Cu und zum Rest aus
93 Gew.-% Mn und Al in einem Gewichtsverhältnis von Mn zu
Al von 71 : 29. Folgende Bedingungen wurden bei dem Sputter
verfahren angewendet: der Hintergrundgasdruck betrug 6,66×10-5 Pa
(5,0×10-7 Torr) (in der Kammer); die Ar-Gasströmungsrate
(ausgedrückt durch den Druck in der Kammer, wenn Ar in
einem Gleichgewichtszustand zugeführt wurde) war 5,33×10-1 Pa (4,0×
10-3 Torr); der Ar-Gasdruck war 5,33×10-1 Pa (4,0×10-3 Torr) (d. h. die
direkte Strömung); die hochfrequente elektrische Leistung
war 1,6 kW und die Substrattemperatur betrug 230°C. Bei
dem Substrat handelte es sich um eine Polyimidfolie (Film)
und die Sputterzeit betrug 5 min.
Die magnetischen Eigenschaften der auf diese Weise gebil
deten Schicht wurden bestimmt. Die Koerzitivkraft betrug
41 380 A/m (520 Oe), die Sättigungsmagnetflußdichte betrug 0,427 T (4270 G) und
das Winkelverhältnis betrug 0,57. Diese magnetischen Ei
genschaften sind für ein magnetisches Aufzeichnungsmedium
geeignet. Insbesondere die Sättigungsmagnetflußdichte war
um ein Mehrfaches höher als die einer ähnlichen Schicht,
welche durch das Dampfabscheidungsverfahren erhalten wur
de. Anschließend wurde das Sputtern unter Anwendung der
gleichen, obengenannten Bedingungen durchgeführt, wobei
jedoch der Kupferanteil variiert wurde. Die magnetischen
Eigenschaften der dabei gebildeten Schichten wurden be
stimmt. Das den Rest der Zusammensetzung, mit Ausnahme
des Kupfers, ausmachende Mn und Al wurde jeweils bei ei
nem konstanten Gewichtsverhältnis von 71 : 29 gehalten.
Die auf diese Weise erhaltenen Ergebnisse sind in der
graphischen Darstellung der Fig. 1 gezeigt.
Aus der graphischen Darstellung geht hervor, daß der
zweckentsprechende Anteil des Kupfers höchstens 25 Gew.-%
beträgt. Man sieht, daß innerhalb des Bereichs, in dem
der Anteil des Kupfers 5 bis 20 Gew.-% beträgt, es mög
lich ist, Materialien zu erhalten, welche eine hohe Sät
tigungsmagnetflußdichte aufweisen, ohne daß es zu einer
wesentlichen Verringerung der Koerzitivkraft kommt.
Wie vorstehend beschrieben, wird erfindungsgemäß eine
dünne, magnetische Mn-Al-Cu-Metallschicht, die für ein ma
gnetisches Aufzeichnungsmedium geeignete magnetische Ei
genschaften aufweist, erfolgreich auf einem Polymersub
strat ausgebildet, und zwar mittels eines Sputterverfah
rens, insbesondere eines Magnetron-Sputterverfahrens, ohne
daß es zu einem thermischen Abbau oder einer Beschädigung
des Substrats kommt. Mit der vorliegenden Erfindung ist
es möglich, eine dünne, magnetische Metallschicht herzu
stellen, die ausschließlich aus leicht verfügbaren Mate
rialien zusammengesetzt ist und für ein Aufzeichnungs
medium mit hoher Signaldichte brauchbar ist, von dem an
genommen wird, daß es in der Zukunft in gesteigertem Maße
gefordert wird. Die vorliegende Erfindung leistet somit
auf diesem technischen Gebiet einen wesentlichen Beitrag.
Claims (4)
1. Magnetisches Aufzeichnungsmedium, umfassend ein Substrat und
eine darauf ausgebildete dünne, magnetische Metallschicht, da
durch gekennzeichnet, daß die magnetische Metallschicht mittels
eines Sputterverfahrens ausgebildet ist, eine Dicke von 0,1 bis
1,0 µm aufweist und zusammengesetzt ist aus 5 bis 20 Gew.-% Cu
und einem Rest, bei dem es sich um Mn und Al handelt, wobei das
Gewichtsverhältnis von Mn zu Al innerhalb eines Bereichs von 65
zu 35 bis 75 zu 25 liegt.
2. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die dünne, magnetische Metallschicht mittels
eines Magnetron-Sputterverfahren ausgebildet ist.
3. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Mn zu Al etwa 71
zu 29 beträgt.
4. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat aus einem
Polymerisat, ausgewählt unter Polyester, Polyimid und Polyamid,
besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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- 1981-11-16 JP JP56182252A patent/JPS5884411A/ja active Granted
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- 1982-09-17 US US06/419,474 patent/US4533603A/en not_active Expired - Fee Related
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: TDK CORPORATION, TOKYO, JP |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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