DE3241897C2 - Widerstandspunktschweißgerät - Google Patents
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Abstract
Die Güte einer elektrischen Widerstandspunktschweißung ist bestimmt durch die Überwachung der durch die Elektroden (E) auf die Werkstücke (W) ausgeübten Preßkraft mittels einer Kraftübertragungsvorrichtung (34), die eine Preßkraft ausübt (F ↓2), die sich ändert, wenn ein Eindringen der Elektroden (E) in die Werkstücke (W) erfolgt.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Widerstandspunktschweißgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Widerstandspunktschweißen ist ein Verfahren, mit welchem fluchtende Oberflächen von Werkstücken in einem oder mehreren Punkten unter Ausnutzung des elektrischen Widerstands der Werkstücke, die unter Kraft durch Elektroden zusammengehalten werden, zur Wärmeerzeugung zusammengefügt werden. Die sich berührenden Oberflächen in dem Bereich der Stromkonzentration werden durch einen Kurzzeitimpuls von niedriggespanntem Strom hoher Stärke erwärmt, um eine geschmolzene Linse des Schweißmetalls zu bilden. Wenn der Stromfluß aufhört, wird die Elektrodenkraft beibehalten, während sich die Schweiße rasch abkühlt und erstarrt. Nach jeder Schweißung werden die Elektroden zurückgezogen, was gewöhnlich in einem Bruchteil einer Sekunde ausgeführt ist.
- Die Anwendung der Widerstandsschweißungen hat seit 1933 stark zugenommen. Die Bekanntheit der Widerstandspunktschweißung ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß dieses Verfahren rasche Schweißungen ergibt und sich selbst für die Automation und Einbeziehung in Großserienproduktions-Montagestraßen mit anderen Fertigungsoperationen anbietet. Einwandfreie Schweißungen sind aber nur bei gezielter Steuerung bzw. Regelung des Schweißprozesses zu erhalten. Beim Schweißvorgang gibt es viele Variablen, die kontrolliert werden müssen oder die von Schweißung zu Schweißung variieren, wie Spannung, Strom, Druck, Wärmeverlust, Nebenschlußbildung, Elektrodenverschleiß und Dicke sowie Zusammensetzung des Werkstückwerkstoffs. Einige dieser Variablen sind schwierig oder praktisch unmöglich zu beherrschen.
- Die Mehrzahl der Punktschweißmaschinen wird durch Zeitgeber geregelt, die vier Grundschritte steuern:
- 1. Elektroden schließen und Kraft aufbringen (Preßzeit).
- 2. Strom einschalten und halten (Schweißzeit).
- 3. Schweißstrom abschalten und Elektrodenkraft halten, bis die Schweißlinse erstarrt (Haltezeit).
- 4. Elektroden öffnen (Aus-Zeit).
- In dem Gerät nach der US-PS 35 53 420, das die Merkmalskombination des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 enthält, wird die durch die thermische Ausdehnung des Materials beim Schweißen hervorgerufene Elektrodenbewegung zwecks Erzeugung eines Abschaltsignals für den Schweißstrom über die durch die Elektrodenbewegung hervorgerufene Änderung des hydraulischen Drucks in einer Kolben-Zylinder-Anordnung erfaßt, die zum Antrieb der beweglichen Elektrode dient. Bei hydraulischen Systemen ist es insbesondere in der Nähe von Wärmeerzeugern (Schweißelektroden) jedoch schwierig, zwischen auf Elektrodenbewegungen beruhenden Druckänderungen und Druckschwankungen zu unterscheiden, die beispielsweise auf Umgebungseinflüsse zurückzuführen sind und die Meßgenauigkeit verringern.
- Es gibt eine notwendige Bedingung zur Erzeugung einer Schweißung: das Metall muß einen geschmolzenen Zustand erreichen. Wenn die zu schweißenden Metalle nicht die für das Schmelzen benötigte Temperatur erreichen, ist das Ergebnis eine unzureichende Schweißung oder überhaupt keine Schweißung. Messungen haben ergeben, daß, sobald der Schmelzzustand erreicht ist, die Elektroden, die gegen das Werkstück gepreßt werden, beginnen, sich in das Metall hinein und aufeinander zuzubewegen. Diese Elektrodenbewegung (Eindringtiefe) ist, obwohl sie nur einige Prozent der Blechdicke beträgt, somit ein Anzeichen für die Schmelzphase, die vom Schweißprozeß und nicht von festgelegten Parametern abhängig ist.
- Die Diagramme in Fig. 1 der Zeichnungen sind aus dem RWMA Resistance Welding Manual, 3. Auflage, Band 1, S. 122, entnommen. Sie zeigen die Beziehung zwischen Elektrodeneindringtiefe e, Bruchbelastung (Zugscherfestigkeit) b der Schweißverbindung und Durchmesser d der Schweißlinse für bei verschiedenen Schweißströmen i durchgeführte Schweißungen. Gemäß diesem Literaturhinweis wurden die Schweißungen an geglühtem Stahl von 0,074 cm (0,029 Zoll) Dicke mit niedrigem Kohlenstoffgehalt durchgeführt, wobei eine Elektrode vom Typ A (zugespitzt) mit einem Spitzendurchmesser von 0,635 cm (1/4 Zoll), ein Elektrodendruck von 1.055 kp/cm2 (15 000 psi) entsprechend einer Kraft von etwa 333,4 kp (735 lbs) und eine Schweißzeit von 6 Zyklen benutzt wurden. Die Diagramme zeigen, daß bei dem optimalen Stromwert (13 500 Ampere) der Durchmesser der Schweißlinse fast der gleiche war wie der der Elektrodenspitze. Eine Erhöhung des Stromes über 13 500 Ampere brachte keine signifikante Vergrößerung des Linsendurchmessers, sondern verursachte eine ausgeprägte Zunahme der Elektrodeneindringtiefe. Die Zugscherbruchbelastung nahm rasch zu, bis der optimale Strom erreicht war, nahm aber leicht ab, als der Strom auf etwas über 14 000 Ampere erhöht wurde. Die Eindringtiefe nahm von etwa 2% der Blechdicke bei einem Schweißstrom von 13 500 Ampere auf etwa 10% bei einem Schweißstrom von leicht über 14 000 Ampere zu.
- Aus den Diagrammen in Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Erfassung der Aufschmelzung und der nachfolgenden Bewegung der Elektrode (ihres Eindringens) ein potentiell guter Weg für die Ermittlung des Zustandes der Schweißung ist. Entsprechende, beispielsweise aus der DE-AS 10 50 468 bekannte Einrichtungen zur Erfassung der Elektrodenbewegung zwecks Steuerung des Schweißprozesses sind jedoch aufwendig und bieten Schwierigkeiten bei der genauen und wiederholbaren Messung der kleinen Wege der Punktschweißelektroden, die in der Größenordnung von 0,00254 cm (0,001 Zoll) liegen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Punktschweißgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, das mit minimalem Aufwand eine exakte Messung der durch die Schweißlinsenbildung hervorgerufenen Elektrodenbewegung gestattet.
- Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1, vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen beschreiben die Unteransprüche.
- Die Erfindung erfaßt den Elektrodenweg also indirekt durch Ausnutzung der Tatsache, daß die mechanische Kraft (Druck), die auf die Elektroden ausgeübt wird, zu einer Änderung gebracht werden kann, wenn die Schweiße in dem Schmelzzustand ist. Eine resultierende Beanspruchung in den Elektroden wird durch die Preßkraft und eine entgegengesetzte und gleiche vom Blech ausgeübte Reaktionskraft verursacht, die die Preßkraft im Gleichgewicht hält. Die Elektroden werden somit zwischen der Druckquelle und dem Blechmetall gehalten. Die Preßkraft wird nicht konstant gehalten, sondern hat die Möglichkeit, ihre Größe als Funktion des Aggregatzustandes des Metalls im Punktschweißbereich (fest oder geschmolzen) zu ändern.
- Sobald das Metall in den Schmelzzustand übergeht, beginnen die Elektroden, sich aufeinander zuzubewegen, wodurch die Beanspruchung in den Elektroden abnimmt. Die Änderungen der Beanspruchungshöhe läßt sich ohne weiteres mit Hilfe von elektrischen Dehnungsmessern oder anderen Druckübertragern messen. Darüber hinaus liegt eine typische Änderung der Elektrodenkraft in der Größenordnung von etwa 40 Newton, wodurch ein ausgezeichnetes Signal-Rausch-Verhältnis erzeugt wird. Die Erfindung sorgt für die erforderliche Änderung der Beanspruchungshöhe durch Verwendung von Preßkraftsystemen, die die Differentialgleichung zweiter Ordnung
m(d 2 x/dt 2) = - Kx
erfüllen. - Ein Kraftsystem, das federbelastete Elektroden benutzt, ist ein gutes Beispiel für ein derartiges System. Die durch die Feder ausgeübte Kraft ist eine Funktion der Federsteifigkeit K und der statischen Durchfederung x der Feder. Jede Änderung der statischen Durchfederung (erzeugt durch den Schmelzbeginn) erzeugt eine Änderung der Kraft, der die Elektrode ausgesetzt ist. Ein auf die resultierende Kraftänderung in den Elektroden hinweisendes Signal wird dann elektronisch verarbeitet und das verarbeitete Signal wird zur Steuerung oder Überwachung des Schweißprozesses ausgenutzt, so daß mögliche fehlerhafte Schweißungen erfaßt und alle erforderlichen Einstellungen im Schweißprozeß vorgenommen werden können, um Fehler in nachfolgenden Schweißungen auszuschließen.
- Für ein weiteres Verständnis der Erfindung kann auf die folgende Beschreibung einer beispielhaften Ausführung Bezug genommen werden, die in Verbindung mit der Zeichnung betrachtet wird. In dieser zeigt
- Fig. 1 (vorstehend beschrieben) eine Reihe von Diagrammen, die die Beziehungen zwischen Schweißlinsendurchmesser, Bruchfestigkeit der Schweiße und Elektrodeneindringtiefe für einen Bereich von Schweißströmen zeigen; und
- Fig. 2A u. 2B zusammen schematisch eine Ausführung der Erfindung.
- Die Schweißmaschine (Fig. 2A) selbst ist mit einer wichtigen Ausnahme, die nachstehend dargelegt wird, herkömmlich. Sie umfaßt den Elektrodenhalter 10, der den festen unteren Arm 12 und den beweglichen oberen Arm 14 hat. Der Schweißstrom wird über die Arme an die Elektroden von der Sekundärwicklung 16 des Transformators 18 angelegt, dessen Primärwicklungen 20 über die Leitungen 22 und 24 mit 60 Hz Wechselstrom gespeist werden, wenn der durch einen Zeitgeber gesteuerte Schalter 26 geschlossen ist. Der Zeitgeber 28 steuert alle Vorgänge des Schweißzyklus, nämlich Aufbringung einer Preßkraft (hydraulisch oder mechanisch), um den beweglichen Arm in Richtung auf den festen Arm zu bewegen, das Schließen des Schalters 26, um zu bewirken, daß Schweißstrom zwischen den Elektroden E durch die Werkstücke W geleitet wird, das Öffnen des Schalters 26, um den Schweißstrom abzuschalten und die Wegnahme der Preßkraft nach einer Haltezeit, in der die Schweiße erstarrt.
- Die tatsächlich auf die Werkstücke ausgeübte Preßkraft F 2 geht zurück auf die eine Kraft F 1, die etwas größer als die Kraft F 2 ist und von einer geeigneten mechanischen oder hydraulischen Vorrichtung zur Verfügung gestellt wird. Das Glied 30, das die Kraft F 1 abgibt, berührt den festen Anschlag 32. Die Übertragungsvorrichtung für die Aufbringung der Preßkraft F 2 ist die Feder 34, die eine Kraft abgibt, die abnimmt, wenn die Feder länger wird. Die zwischen dem Glied 30 und der Feder 34 angeordnete elektrische Dehnungsmeßstreifen-Kraftmeßdose 36 erfaßt die Kraft F 2 der Feder und somit die auf die Werkstücke ausgeübte Preßkraft. Diese Kraft ist ein Maß für das Eindringen der Elektroden in die Werkstücke, das erfolgt, wenn die Schweißstelle schmilzt, da ja die Feder sich längt und die Kraft F 2 dementsprechend abnimmt, wenn die bewegliche Elektrode sich beim Eindringen auf die feste Elektrode zubewegt.
- Die Kraftmeßdose 36 ist von dem Typ, der vier zu einer Brückenschaltung (siehe Fig. 2B) zusammengeschaltete Dehnungsmeßstreifen enthält. Durch diese Schaltung wird die Empfindlichkeit erhöht und eine ausgezeichnete Temperaturkompensation erreicht. Da die Dehnungsmeßstreifen während der Schweißzyklen auch einem extrem starken elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind, ist eine Schaltung vorgesehen, die jede störende Beeinflussung durch den Schweißstrom während der Schweißzyklen vollständig beseitigt. Der Stromsensor 38 (Fig. 2A) erfaßt den Schweißwechselstrom in der Sekundärwicklung des Transformators 18 und ist über die Leitungen 40 und 41 mit zwei Operationsverstärkern 42 und 44 verbunden, die den Punkt feststellen, an dem der Schweißstrom sein Minimum hat (Nulldurchgang). Diese Information wird zwei monostabilen Multivibratoren 46 und 48 zugeleitet, die mit Hilfe von Potentiometern R 1, R 2, R 3 und R 4 eingestellt werden können, um den Transistor Q 1 für jede erforderliche Dauer während eines sinusförmigen Zyklus mit Basisstrom zu versorgen. Die Einstellung ist möglich zwischen 5% und 100% des sinusförmigen Zyklus. Der Transistor Q 1 liefert somit Erregungsgleichstrom von der Quelle B + zu der Kraftmeßdose 36 über die Leitung 50 nur für eine Dauer, während welcher die störende Beeinflussung durch das Magnetfeld minimal ist.
- Das durch die Kraft F 2 erzeugte Belastungssignal wird in dem Meßverstärker 52 verstärkt und durch das 60-Hz-Filter 54 geleitet. Als Reaktion auf ein Signal über die Leitung 56 vom Zeitgeber, das gegeben wird, nachdem die Anfangspreßkraft voll auf die Werkstücke ausgeübt wird und unmittelbar vor oder gleichzeitig mit dem Schließen des Schalters 26 und dem Beginn des Schweißens, wird das Belastungssignal vom Filter 54 in dem Abtast- und Halteglied 58 eingefangen. Die eingefangene Ausgangsgröße des Abtast- und Halteglieds, die das Analogon der Preßkraft ist, bevor die tatsächliche Schweißung stattfindet, wird an einen Eingang des Komparators 60 angelegt. Diese Analogspannung ist eine Referenzspannung, die sich während des nachfolgenden Schweißvorganges nicht ändert, da ihr Wert von dem Abtast- und Halteverstärker eingefroren wird. Der zweite Eingang des Komparators empfängt über die Leitung 62 das verstärkte und gefilterte Dehnungsmeßstreifensignal, das weiterhin eine Funktion weiterer Änderungen der Elektrodenbeanspruchung bleibt, und dieses Signal wird während der folgenden Schweißstromzyklen mit dem Referenzsignal verglichen.
- Durch die Vorspannungsanordnung RB wird der Komparator 58 gezwungen, eine negative Ausgangspolarität zur Verfügung zu stellen, wann immer das veränderliche Beanspruchungssignal größer ist als das eingefangene Referenzsignal. An einem gewissen Punkt während der Schweißphase beginnt das Metall zu schmelzen, wodurch sich die Kraft F 2 verringert. Diese Kraftverringerung bewirkt, daß das veränderliche Beanspruchungssignal abnimmt und in der Amplitude unter das Referenzsignal abfällt. Der Komparator 60 schaltet nun auf eine positive Ausgangspolarität um. Die logischen Ausgangspegel des Komparators werden als eine Eingangsgröße des "AND"-Gatters 64 benutzt, wobei die andere Eingangsgröße ein Signal über die Leitung 66 vom Hauptschweißzeitgeber 28 ist.
- Wenn der Zeitgeber die Schweißung durch Schließen des Schalters 26, um Strom an die Werkstücke anzulegen, einleitet, wird ein Signal positiver Spannung an das "AND"-Gatter gesendet, wodurch das "AND"-Gatter zur Änderung seiner Ausgangsspannung vorbereitet wird, wenn das zweite notwendige positive Signal vom Komparator 60 ankommt. Die Schweißstromdauer wird durch den Zeitgeber (Start) und die positive Ausgangsgröße des "AND"-Gatters (Stop) reguliert. Der Zeitgeber schaltet außerdem den Schweißstrom ab, wenn eine vorbestimmte Überzeit verstrichen ist. Um dem Zeitgeber ein reines Stoppsignal zur Verfügung zu stellen, triggert das "AND"-Gatter das Flip-Flop 68, das bei Empfang eines positiven Impulses sich verriegelt und in diesem Zustand verbleibt, bis es durch den Schweißzeitgeber zurückgestellt wird, und das das Stoppsignal über die Leitung 70 dem Zeitgeber zuführt.
- Das beschriebene geschlossene Regelsystem wird somit zum Kontrollieren der Länge des Schweißzyklus nach dem Zustand der Werkstücke und nicht nach einigen willkürlich gewählten Parametern benutzt.
- Wenn jedoch gewünscht wird, eher den Schweißvorgang zu überwachen als ihn zu regeln, koppelt der Wählschalter 72 die Rückführschleife zum Zeitgeber aus, wenn er auf die Betriebsart Überwachen gestellt wird. In der Betriebsart Überwachen arbeitet der Schweißzeitgeber in herkömmlicher Weise, indem er den Schweißzyklus nach festen voreingestellten Zeitgebern steuert. Das Anzeigegerät 74 löst einen sensorischen Alarm aus, wenn während des Schweißzyklus die plastische (geschmolzene) Phase nicht erreicht worden ist, wodurch eine schlechte oder nicht erfolgte Schweißung angezeigt wird.
- Bei einer alternativen Methode der Überwachung des Schweißzyklus wird, beruhend auf dem Gedanken der Erfindung - nämlich Eindrückungsinformation als Kriterium für eine gute Schweißung -, das Referenzsignal auf ein zeitlich definiertes Befehlssignal hin über die Leitung 80 von dem Zeitgeber 26, nachdem die Anfangspreßkraft auf die Werkstücke aufgebracht ist, über die Leitung 76 zu dem Abtast- und Halteglied 78 geleitet. Das Referenzsignal und das Beanspruchungssignal werden dem Verstärker 82 zugeführt. Das resultierende verstärkte Ausgangssignal stellt die Beanspruchung während des Schweißzyklus, beginnend ab dem Augenblick, an dem der Schweißstrom an das Werkstück angelegt ist, dar. Die vollständige Wellenform der Beanspruchung in den Elektroden während des Schweißzyklus wird über den A-D-Wandler 84 in den Mikrocomputer 86 eingegeben. In den Computer ist eine zuvor aufgezeichnete "Soll"-Wellenform einer perfekten Schweißung einprogrammiert. Am Ende des Schweißzyklus führt der Computer folgendes durch:
- a. Digitale Filterung der Wellenform, um eine glatte Aufzeichnung zu erhalten.
- b. Die erfaßte Wellenform während der Schweißung mit der Soll-Wellenform vergleichen.
- c. Wenn die erfaßte Wellenform innerhalb einer vorgeschriebenen programmierten Toleranz der Soll-Wellenform liegt: ein "OK"-Signal ausgeben.
- d. Wenn die erfaßte Wellenform nicht den Spezifikationen entspricht: die Schweißung verwerfen.
- Die Wellenform kann auch auf die Änderungsgeschwindigkeit des Beanspruchungssignals hin analysiert werden, welche ein zusätzlicher Hinweis für den Beginn der Schmelzphase der Werkstücke ist und sich damit hervorragend zur Überwachung des Schweißvorgangs eignet.
Claims (8)
1. Widerstandspunktschweißgerät mit einem Paar Elektroden zur Aufnahme von Werkstücken zwischen sich, Mitteln zur Bewegung einer der Elektroden in Richtung auf die andere, um eine Preßkraft auf die Werkstücke aufzubringen, Mitteln zur Erzeugung eines elektrischen Stromflusses von einer der Elektroden zu der anderen durch die Werkstücke, um eine Schweißung zu bilden, einer Meßeinrichtung zur Erfassung der vom Schweißvorgang abhängigen jeweiligen Preßkraft und Mitteln zur Kontrolle der Dauer des Stromflusses durch die Werkstücke, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Aufbringung einer Preßkraft zur Erzeugung einer größeren Kraft (F 1) als der Maximalwert der Preßkraft (F 2) ausgelegt sind und ein durch einen Anschlag (32) abgestütztes kraftabgebendes Glied (30) enthalten, das über eine Feder (34) als Kraftübertragungsmittel mit der beweglichen Elektrode in Verbindung steht, und daß in der Verbindung zwischen kraftabgebendem Glied (30) und beweglicher Elektrode Übertragermittel (36) angeordnet sind, die die durch die Feder (34) ausgeübte Kraft (F 2) erfassen und ein darauf hinweisendes Schweißsignal an Signalverarbeitungsmittel (54, 58, 60) zur Erzeugung eines Signals für solche Änderungen an der auf die Werkstücke ausgeübten Preßkraft (F 2) abgeben, die bei Eindringen der Elektroden (E) in die Werkstücke (W) infolge Schmelzens der Schweißung auftreten.
2. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragermittel eine elektrische Dehnungsmeßstreifen-Kraftmeßdose (36) enthalten.
3. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungsmittel Einrichtungen (58) zum Abtasten und Halten eines Referenzsignals, das ein Maß für die auf die Werkstücke (W) vor dem Schmelzen der Schweißung ausgeübte Preßkraft ist, und Einrichtungen (60) zum Vergleichen eines Referenzsignals mit den durch die Übertragermittel (36) während der Bildung der Schweißung erzeugten Signalen sowie zur Erzeugung eines Ausgangssignals bei Auftreten einer vorgegebenen Änderung der Preßkraft während der Bildung der Schweißung enthalten.
4. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (68) zur Weiterleitung des Ausgangssignals an die Stromkontrollmittel (28), die die Anlegung des Stromes an die Werkstücke als Reaktion auf das Ausgangssignal beenden, vorhanden sind.
5. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (74) zur Überwachung des Ausgangssignals und zur Anzeige, ob die vorgegebene Änderung der Preßkraft erfolgt oder nicht, vorhanden sind.
6. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 2 und Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (Q 1) für die Übertragung von Gleichstromimpulsen zur Kraftmeßdose (36) in Phase mit ausgewählten und entsprechenden Teilen der Zyklen des Schweißstromes vorhanden sind.
7. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel für die Übertragung von Strom zur Kraftmeßdose (36) eine Stromsensorschaltung (38) zur Erfassung des Schweißstromes in der Sekundärwicklung (16) des Schweißtransformators, ein Paar Operationsverstärker (42, 44), betrieben mit dem Strom in der Sensorschaltung (38), zum Feststellen der Punkte, an denen der Schweißstrom sein Minimum hat und zur Lieferung von Ausgangssignalen als Hinweis dafür, ein Paar monostabile Multivibratoren (46, 48), die die jeweiligen Ausgangssignale der Verstärker (42, 44) empfangen und Basisströme einem Transistor (Q 1) zuleiten, und eine Gleichstromquelle (B +) enthalten, wobei der Transistor (Q 1) im Zuge einer Leitung (50) angeordnet ist, die den Gleichstrom der Kraftmeßdose (36) zuleitet, und wobei ferner der Strom der Kraftmeßdose (36) nur dann zugeleitet wird, wenn der Schweißstrom nahe bei Null ist und die störende Beeinflussung durch das Magnetfeld des Schweißstromes demzufolge minimal ist.
8. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungsmittel Einrichtungen (78) zum Abtasten und Halten eines Referenzsignals, das ein Maß für die auf die Werkstücke ausgeübte Anfangspreßkraft (F 2) ist, Einrichtungen zum Vergleichen des Referenzsignals mit durch die Übertragermittel während des Schweißvorgangs erzeugten Signalen und zur Erzeugung einer digitalen Ausgangswellenform, hinweisend auf Änderungen der Preßkraft, Rechnermittel (78) zum Speichern einer Soll-Wellenform eines idealen digitalen Signals, hinweisend auf die während eines optimalen Schweißvorgangs erfolgenden Änderungen der Preßkraft, sowie Einrichtungen (86) zum Empfang der digitalen Ausgangswellenform des überwachten Schweißvorgangs und zum Vergleichen der Soll-Wellenform mit der digitalen Ausgangswellenform enthalten.
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