DE3241897A1 - Widerstandspunktschweissverfahren und widerstandspunktschweissgeraet zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Widerstandspunktschweissverfahren und widerstandspunktschweissgeraet zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
AKTIENGESELLSCHAFT
3180 Wolfsburg
K 33Wl702pt-hu-sa
Widerstandspunkt;.chweißverfahren und Widerstandspunktschweißgerät
zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Widerstandspunktschweißverfahren gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie ein Widerstandspunktschweißgerät zu seiner
Durchführung.
Widerstandspunktschweißen ist ein Verfahren, mit welchem fluchtende Oberflächen
von Werkstücken in einem oder mehreren Punkten unter Ausnutzung des elektrischen
Widerstands der Werkstücke, die unter Kraft durch Elektroden zusammengehalten werden, zur Wärmeerzeugung zusammengefügt werden. Die sich berührenden Oberflächen in dem Bereich der Stromkonzentration werden durch einen Kurzzeitimpuls
von niedriggespanntem Strom hoher Stärke erwärmt, um eine geschmolzene Linse des Schweißmetaiis zu bilden. Wenn der Stromfluß aufhört, wird die
Elektrodenkraft beibehalten, während sich die Schweiße rasch abkühlt und erstarrt.
Nach jeder Schweißung werden die Elektroden zurückgezogen, was gewöhnlich in einem Bruchteil einer Sekunde ausgeführt ist.
Die Anwendung der Widerstandsschweißungen hat seit 1933 stark zugenommen.
Die Bekanntheit der Widerstandspunktschweißung ist auf die Tatsache zurückzuführen,
daß dieses Verfahren rasche Schweißungen ergibt und sich selbst für die
Automation und Einbeziehung in Großserienproduktions-Montagestraßen mit anderen
BAD ORIGINAL
Vorsitzender Vorstand: t)r rer pol. '.arl H ηίπιι, vor,.!. · jer - Horst Müfti/ier .!o ■-,. /ors uenaer · *1.3us 8f-'a«vard ■· Ki'i-Hemz 5r em
des Aufsichtsrats: PnI. Dr lechp. Brnst Fielfl Or. |ur Peter Frt · Or. ;ur. Woilqany R. h.ipdöi · Gunter Hartwch · 3· -er pol. We:-ier P. Sena:
Km: Guslaf RdI)^n Or. rer. pol Roll Selowskv λιΙζ der Geiellschalt: Wollsburg Amtsgericht Wolfsburg HRB
Fertigungsoperationen anbietet. Diesen Vorteilen steht eine schwerwiegende Unzulänglichkeit der Punktschweißung, nämlich die Unfähigkeit, den Prozeß zufriedenstellend zu steuern, um gleichmäßig gute Schweißungen zu erzielen, entgegen. Der
Grund dafür liegt darin, daß es viele Variablen gibt, die kontrolliert werden müssen
oder die von Schweißung zu Schweißung variieren, wie Spannung, Strom, Druck,
Wärmeverlust, Nebenschlußbildung, Elektrodenverschleiß und Dicke sowie Zusammensetzung
des Werkstückwerkstoffs. Einige dieser Variablen sind schwierig oder
praktisch unmöglich zu beherrschen.
Jahrelang sind Versuche unternommen worden, um Widerstandspunktschweißverfahren
durch Regeln der elektrischen Energie und demzufolge der resultierenden
Wärme automatisch zu steuern. Stromsensoren sind eingesetzt worden, um eine
Rückkopplung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Schweißstroms zu schaffen. Spannungsregler sind hinzugenommen worden, um Netzspannungsschwankungen oder
Impedanzänderungen zu kompensieren. Alle diese Rückkopplungssysteme jedoch beruhen
auf der Überwachung von Prozeßbedingungen entsprechend gesetzten Bezugswerten, die bestenfalls empirisch ermittelt worden sind. Es gibt keine Rückkopplung
von dem tatsächlichen Schweißprozeß selbst, die zur Kontrolle der Variablen
benutzt werden könnte, um eine gute Schweißung zu erzielen»
Die Mehrzahl der Punktschweißmaschinen wird durch Zeitgeber geregelt, die vier
Grundschritte steuern:
1. Elektroden schließen und Kraft aufbringen (Preßzeit).
2. Strom einschalten und halten (Schweißzeit).
3. Schweißstrom abschalten und Elektrodenkraft halten,
bis die Schweißlinse erstarrt (Haltezeit).
4. Elektroden öffnen (Aus-Zeit).
BAD ORIGiNAL
Die für diese Schritte benötigten Zeiten werden empirisch für optimale Leistung
eingestellt und bleiben während der gesamten nachfolgenden Punktschweißoperationen
konstant. Es wird allgemein angenommen, daß die Schweißzeit genügend lang ist, um das Metall in den Schmelzzustand zu bringen. Dies ist nicht immer
der Fall. Mit zunehmendem Elektrodenverschleiß nimmt die Zeit, die zum Herbeiführen
des Schmelzzustandes benötigt wird, zu und kann mitunter langer sein
als die voreingestellte "Schweißzeit". Die Eindrückung erreicht in diesem Fall nicht den erforderlichen Prozentwert, und das Ergebnis ist eine schlechte Schweißung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Gerät zu seiner Durchführung zu schaffen, bei dem eine Anpassung an die jeweils vorliegenden Verhältnisse erfolgt.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht in den kennzeichnenden Merkmaien des Anspruchs
1, vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen Beschreiben die Unteransprüche.
Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß es in der Tat eine notwendige Bedingung
zur Erzeugung einer Schweißung gibt: das Metall muß einen geschmolzenen Zustand erreichen. Wenn die zu schweißenden Metalle nicht die für das Schmelzen
benötigte Temperatur erreichen, ist das Ergebnis eine unzureichende Schweißung oder überhaupt keine Schweißung. Die Erfassung der Schmelzphase, die von dem
Schweißprozeß und nicht von festgelegten Parametern abhängig ist, wird bei der Erfindung benutzt, um die Schweißvariablen zu kontrollieren. Messungen haben ergeben,
daß, sobald der Schmelzzustand erreicht ist, die Elektroden, die gegen das Werkstück gepreßt werden, beginnen, sich in das Metall hinein und aufeinander
zuzubewegen. Diese Elektrodenbewegung (Eindringtiefe) ist, obwohl sie nur einige
Prozent der Blechdicke beträgt, somit ein Anzeichen für die Schmelzphase.
Die Diagramme in Fig. 1 der Zeichnungen sind aus dem RWMA Resistance Welding
Manual, 3. Auflage, Band 1, S. 122, entnommen. Sie zeigen die Beziehung zwischen
Elektrodeneindringtiefe e, Bruchbelastung (Zugscherfestigkeit) b der Schweißver-
BÄD
bindung und Durchmesser d der Schweißlinse für bei verschiedenen Schweißströnten
i durchgeführten Schweißungen. Gemäß diesem Literaturhinweis wurden die Schweißungen an geglühtem Stahl von 0,074 cm (0,029 Zoll) Dicke mit niedrigem
Kohlenstoffgehalt durchgeführt, wobei eine Elektrode vom Typ A (zugespitzt)
mit einem Spitzendurchmesser von 0,635 cm (1/4 Zoll), ein Elektrodendruck von
1.055 kp/cm2 (15.000 psi) entsprechend einer Kraft von etwa 333,4 kp (735 lbs)
und eine Schweißzeit von 6 Zyklen benutzt wurden. Die Diagramme zeigen, daß
bei dem optimalen Stromwert (13.500 Ampere) der Durchmesser der Schweißlinse
fast der gleiche war wie der der Elektrodenspitze. Eine Erhöhung des Stromes über 13o500 Ampere brachte keine signifikante Vergrößerung des LinsendurchmesserSj,
sondern verursachte eine ausgeprägte Zunahme der Elektrodeneindringtiefe«
Die Zugscherbruchbelastung nahm rasch zu, bis der optimale Strom erreicht war,
nahm aber leicht ab, als der Strom auf etwas über 14.000 Ampere erhöht wurde. Die Eindringtiefe nahm von etwa 2 % der Blechdicke bei einem Schweißstrom
von 13.500 Ampere auf etwa 10 % bei einem Schweißstrom von leicht über 14.000
Ampere zu. .
Aus den Diagrammen in Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Erfassung der Aufschmelzung
und der nachfolgenden Bewegung der Elektrode (ihres Eindringens) ein potentiell guter Weg für die Ermittlung des Zustandes der Schweißung ist. Versuche,
die in der Vergangenheit durchgeführt wurden, um die Erfassung der Elektrodenbewegung
zur Steuerung des Schweißprozesses zu benutzen, sind jedoch nicht erfolgreich gewesen» Der Grund dafür ist die Schwierigkeit der genauen und widerholbaren
Messung der kleinen Wege der Punktschweißelektroden, die in der Größenordnung von 0,00254 cm (0,001 Zoll) liegen. :
Die Erfindung erfaßt den Elektrodenweg indirekt durch Ausnutzung der Tatsache,
daß die mechanische Kraft (Druck), die auf die Elektroden ausgeübt wird, zu einer
Änderung gebracht werden kann, wenn die Schweiße in dem Schmelzzustand ist. Eine resultierende Beanspruchung in den Elektroden wird durch die Preß kraft
und eine entgegengesetzte und gleiche vom Blech ausgeübte Reaktionskraft verursacht,
die die Preßkraft im Gleichgewicht halt. Die Elektroden werden somit
BAD ORIGINAL
« ** ψ 4
ψ U. *
zwischen der Druckquelle und dem Blechmetall unbeweglich gehalten» Ein wichtiges
Merkmal der Erfindung ist, daß die Preßkraft nicht (wie in anderen Systemen) konstant gehalten wird, sondern die Möglichkeit hat, ihre Größe als Funk-.
tion des Zustandes des Metalls im Punktschweißbereich (fest oder geschmolzen)
zu ändern.
Sobald das Metall in den Schmelzzustand übergeht, beginnen die Elektroden, sich
aufeinander zuzubewegen, wodurch die Beanspruchung in den Elektroden abnimmt.
Diese Änderung der Beanspruchungshöhe läßt sich ohne weiteres mit Hilfe von elektrischen Dehnungsmessern oder anderen Druckübertragern messen. Darüber
hinaus liegt eine typische Änderung der Eiektrodenkraft in der Größenordnung von
etwa ^O Newton, wodurch ein ausgezeichnetes Signal-Rausch-Verhältnis erzeugt
wird. Die Erfindung sorgt für die erforderliche Änderung der Beanspruchungshöhe durch Verwendung von Preßkraftsystemen, die die Differentialgleichung zweiter
Ordnung
m(d2x/dt2) = -Kx
erfüllen.
Ein· Kraftsystem, das federbelastete Elektroden benutzt, ist ein gutes Beispiel
für ein derartiges System. Die durch die Feder ausgeübte Kraft ist eine Funktion
der Federsteifigkeit K und der statischen Durchfederung χ der Feder. Jede Änderung
der statischen Durchfederung (erzeugt durch den Schmelzbeginn) erzeugt eine Änderung der Kraft, der die. Elektrode ausgesetzt ist. Ein auf die resultierende
Kraftänderung in den Elektroden hinweisendes Signal wird dann elektronisch verarbeitet
und das verarbeitete Signal wird zur Steuerung oder Überwachung des
Schweißprozesses ausgenutzt, so daß mögliche fehlerhafte Schweißungen erfaßt und alle erforderlichen Einstellungen im Schweißprozeß vorgenommen werden können,
um Fehler in nachfolgenden Schweißungen auszuschließen.
Für ein weiteres Verständnis der Erfindung kann auf die folgende Beschreibung
einer beispielhaften Ausführung Bezug genommen werden, die in Verbindung rrit
":- :- v -.· 324T897
der Zeichnung betrachtet wird. In dieser zeigen:
Fig. 1 (vorstehend beschrieben) eine Reihe von Dia
grammen, die die Beziehungen zwischen Schweißlinsendurchmesser, Bruchfestigkeit der Schweiße
und Elektrodeneindringtiefe für einen Bereich
von Schweißströmen zeigen; und
Fig» 2Ä u„ 2B zusammen schematisch eine Ausführung der Erfindung.
Beschreibung der Ausgestaltung:
Die Schweißmaschine (Fig. 2A) selbst ist mit einer wichtigen Ausnahme, die nachstehend dargelegt wird, herkömmlich« Sie umfaßt den Elektrodenhalter 10, der den
festen unteren Arm 12. und den beweglichen oberen Arm 14 hat. Der Schweißstrom
wird über die Arme an die Elektroden von der Sekundärwicklung 16 des Transformators 18 angelegt, dessen Primärwicklungen 20 über die Leitungen 22 und 1% mit
60 Hz Wechselstrom gespeist werden, wenn der durch einen Zeitgeber gesteuerte
Schalter 26 geschlossen ist. Der Zeitgeber 28 steuert alle Vorgänge des Schweißzyklus, nämlich Aufbringung einer Preßkraft (hydraulisch oder mechanisch), um
den beweglichen Arm in Richtung auf den festen Arm zu bewegen, das Schließen des Schalters 26, um zu bewirken, daß Schweißstrom zwischen den Elektroden E
durch die Werkstücke W geleitet wird, das Öffnen des- Schalters 26, um den Schweißstrom
abzuschalten und die Wegnahme der Preßkraft nach einer Haltezeit, in der
die Schweiße erstarrt.
Die tatsächlich auf die Werkstücke ausgeübte P'reßkraft F- geht zurück auf die
eine Kraft F., die etwas größer als die Kraft F- ist und von einer geeigneten
mechanischen oder hydraulischen Vorrichtung zur Verfugung gestellt wird. Das
Glied 30, das die Kraft F. abgibt, berührt den festen Anschlag 32. Die Übertragungsvorrichtung
für die Aufbringung der Preßkraft F ist die Feder 3Ψ, die eine
Kraft abgibt, die abnimmt, wenn die Feder länger wird. Die zwischen dem Glied
und der Feder 34 angeordnete elektrische Dehnungsmeßstreifen-Kraftmeßdose 36 erfaßt die Kraft F- der Feder und somit die auf die Werkstücke ausgeübte Preßkraft.
Diese Kraft ist ein Maß für das Eindringen der Elektroden in die Werkstükke, das erfolgt, wenn die Schweißstelle schmilzt, da ja die Feder sich längt und
die Kraft F_ dementsprechend abnimmt, wenn die bewegliche Elektrode sich beim
Eindringen auf die feste Elektrode zubewegt.
Die Kraftmeßdose 36 ist von dem Typ, der vier zu einer Brückenschaltung (siehe
Fig. 2B) zusammengeschaltete Dehnungsmeßstreifen enthält. Durch diese Schaltung wird die Empfindlichkeit erhöht und eine ausgezeichnete Temperaturkompensation
erreicht. Da die Dehnungsmeßstreifen während der Schweißzykien auch einem
extrem starken elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind, ist eine Schaltung vorgesehen,
die jede störende Beeinflussung durch den Schweißstrom während der Schweißzyklen vollständig beseitigt. Der Stromsensor 38 (Fig. 2A) erfaßt den
Schweißwechselstrom in der Sekundärwicklung des Transformators 18 und ist über
die Leitungen 40 und 41 mit zwei Operationsverstärkern 42 und 44 (zJ3. National
LM 741) verbunden, die den Punkt feststellen, an dem der Schweißstrom sein Minimum
hat (Nulldurchgang). Diese Information wird zwei monostabilen Multivibratoren 46 und 48 (z.B. National LM 555) zugeleitet, die mit Hilfe.von Potentiometern
R , R , R und R eingestellt werden können, um den Transistor Q (z.B. Fairchild
2N3716) für jede erforderliche Dauer während eines sinusförmigen Zyklus
mit Basisstrom zu versorgen. Die Einstellung ist möglich zwischen 5 % und 100 %
des sinusförmigen Zyklus. Der Transistor Q. liefert somit Erregungsgleichstrom
von der Quelle B+ zu der Kraftmeßdose 36 über die Leitung 50 nur für eine Dauer,
während welcher die störende Beeinflussung durch das Magnetfeld mimimal ist.
Das durch die Kraft F- erzeugte Belastungssignai wird in dem Meßverstärker 52
(z.B. National LF152) verstärkt und durch das 60 Hz-Filter 54 geleitet. Als Reaktion
auf ein Signal über die Leitung 56 vom Zeitgeber, das gegeben wird, nachdem die Anfangspreßkraft voll auf die Werkstücke ausgeübt wird und unmittelbar vor
oder gleichzeitig mit dem Schließen des Schalters 26 und dem Beginn des Schweißens,
wird das Belastungssignal vom Filter 54 in dem Abtast- und Halteglied 58 (z.B.
National LF 198) eingefangen. Die eingefangene Ausgangsgröße des Abtast- und
HaltegliedSj die das Analogon der Preßkraft ist, bevor die tatsächliche Schweißung
stattfindet, wird an einen Eingang des Komparators 60 (z.B. National LFlIl)
angelegt» Diese Analogspannung ist eine Referenzspannung, die sich während des nachfolgenden Schweißvorganges nicht ändert, da ihr Wert von dem Abtast- und
Halteverstärker eingefroren wird. Der zweite Eingang des Komparators empfängt
über die Leitung 62 das verstärkte und gefilterte Dehnungsmeßstreifensignäls das
weiterhin eine Funktion weiterer Änderungen der Elektrodenbeanspruchung bleibt, und dieses Signal wird während der folgenden Schweißstromzyklen mit dem Referenzsignal
verglichen.
Durch die Vorspannungsanordnung RB wird der Komparator 58 gezwungen, eine
negative Ausgangspolarität zur Verfugung zu stellen, wann immer das veränderliche
Beanspruchungssignal größer ist als das eingefangene Referenzsignal«. An einem gewissen Punkt während der Schweißphase beginnt das Metall zu schmelzen, wodurch
sich die Kraft F verringert. Diese Kraftverringerung bewirkts daß das veränderliche
Beanspruchungssignal abnimmt und in der Amplitude unter das Referenzsignal abfällt. Der Komparator 60 schaltet nun auf eine positive Ausgangspolarität
um. Die logischen Ausgangspegel des Komparators werden als eine Eingangsgröße des "AND"-Gatters 64 (z.B. Fairchild 10104) benutzt, wobei die andere Eingangsgröße
ein Signal über die Leitung 66 vom Häuptschweißzeitgeber 28 ist.
Wenn der Zeitgeber die Schweißung durch Schließen des Schalters 26, um Strom
an die Werkstücke anzulegen, einleitet, wird ein Signal positiver Spannung an das
lrAND"-Gatter gesendet, wodurch das "AND"-Gatter zur Änderung seiner Ausgangsspannung
vorbereitet wird, wenn das zweite notwendige positive Signal vom Komparator
60 ankommt. Die Schweißstromdauer wird durch den Zeitgeber (Start) und die positive Ausgangsgröße des "AND"-Gatters (Stop) reguliert. Der Zeitgeber
schaltet außerdem den Schweißstrom ab, wenn eine vorbestimmte Überzeit verstrichen
ist. Um dem Zeitgeber ein reines Stoppsignal zur Verfügung zu stellen,
triggert das "AND"-Gatter das Flip-Flop 68 (z.B. ein Fairchild 54/7470), das bei
BAD
Empfang eines positiven Impulses sich verriegelt und in diesem Zustand verbleibt,
bis es durch den Schweißzeitgeber zurückgestellt wird, und das das Stoppsignäi
über die Leitung 70 dem Zeitgeber zuführt.
Das beschriebene geschlossene Regelsystem wird somit zum Kontrollieren der
Länge des Schweißzyklus nach dem Zustand der Werkstücke und nicht nach einigen willkürlich gewählten Parametern benutzt.
Wenn jedoch gewünscht wird, eher den Sehweißvorgang zu überwachen als ihn
zu regeln, koppelt der Wählschalter 72 die Rückführschleife zum Zeitgeber aus,
wenn er auf die Betriebsart Überwachen gestellt wird. In der Betriebsart Überwachen
arbeitet der Schweißzeitgeber in herkömmlicher Weise, indem er den Schweißzyklus nach festen voreingestellten Zeitgebern steuert. Das Anzeigegerät
7Ψ löst einen sensorischen Alarm aus, wenn während des Schweißzyklus die
plastische (geschmolzene) Phase nicht erreicht worden ist, wodurch eine schlechte
oder nicht erfolgte Schweißung angezeigt wird.
Bei einer alternativen Methode der Überwachung des Schweißzyklus wird, beruhend
auf dem Gedanken der Erfindung -nämlich Eindrückungsinformation als Kriterium für eine gute Schweißung-, das Referenzsignal auf ein zeitlich definiertes
Befehlssignal hin über die Leitung 80 von dem Zeitgeber 26, nachdem die Anfangspreßkraft
auf die Werkstücke aufgebracht ist, über die Leitung 76 zu dem Abtast- und Halteglied 78 geleitet. Das Referenzsignal und das Beanspruchungssignal
werden dem Verstärker 82 zugeführt. Das resultierende verstärkte Ausgangssignal stellt die Beanspruchung während des Schweißzyklus, beginnend ab dem
Augenblick, an dem der Schweißstrom an das Werkstück angelegt ist, dar. Die vollständige Wellenform der Beanspruchung in den Elektroden während des Schweißzyklus
wird über den A-D-Wandler 84· (z.B. Xycom 1855) in den Mikrocomputer
(zJ3. Xycom 1868) eingegeben. In den Computer ist eine zuvor aufgezeichnete
"Soll"-Wellenform einer perfekten Schweißung einprogrammiert. Am Ende des
Schweißzyklus führt der Computer folgendes durch:
a. Digitale Filterung der Wellenform, um eine glatte Aufzeichnung zu erhalten.
BAD
b. Die erfaßte Wellenform während der Schweißung mit der Soll-Wellenform vergleichen.
c. Wenn die erfaßte Wellenform innerhalb einer vorgeschriebenen programmierten Toleranz der
Soll-Wellenform liegt: ein "OK"-Signal ausgeben.
d„ Wenn die erfaßte Wellenform nicht den Spezifikationen entspricht; die Schweißung verwerfen.
Die Wellenform kann auch auf die Änderungsgeschwindigkeit des Beanspruchungssignals hin analysiert werden, welche ein zusätzlicher Hinweis für den Beginn der
Schmelzphase der Werkstücke ist und sich damit hervorragend zur Überwachung des Schweißvorgangs eignet.
Leerseite
Claims (1)
- VOLK S WAG EN WE R KAKTIENGESELLSCHAFT3180 Wolfsburg
K 33*6/1702pt-hu-sa . k10. NOV. 1982PATENTANSPRÜCHE/l.) Widerstandspunktschweißverfahren, bc;i dem Werkstücke zwischen einem Paar Elektroden zusammengepreßt werden und ein elektrischer Strom zwischen den Elektroden durch die Werkstücke geleitet wird, um eine Schweißung zu bilden,, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Elektroden (E) eine Preßkraft (F2) auf die Werkstücke (W) aufgebracht wird, die als Funktion der Eindringtiefe (e) beim Aufschmelzen der Werkstücke durch die Elektroden (E) variiert, daß ferner die Preßkraft (F_) während des Schweißens erfaßt sowie ein Schweißsignal als Maß für sie erzeugt wird, und daß das Schweißsignal zur Erzeugung eines Signals für Änderungen der auf die Werkstücke (W) ausgeübten Preßkraft (F9) verarbeitet wird.2. Widerstandspunktschweiß verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißsignalverarbeitung die Schritte Abtasten und Halten eines Referenzsignals, hinweisend auf die auf die Werkstücke (W) vor dem Schmelzen der Schweißung ausgeübte Preßkraft, Vergleichen des Referenzsignals mit dem Schweißsignai und Erzeugung eines Ausgangssignals dafür enthält, wann und ob eine vorgegebene Änderung der Preßkraft (F-) während der Bildung der Schweißung erfolgt.Vorsitzender Vorstand: Dr. rer. pol. Can H. Hann, Vorsitzenav · Ηοΐ'Λ Muiizner, stellv..Vorsitzender · Claus Borgward "· Kail-Heinz Snom3. Widerstandspunktschweißverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung von Strom durch die Werkstücke (W) beendet wird bei Auftreten eines Ausgangssignals, das eine vorgegebene Änderung der Preßkraft (F_) anzeigt, die bei Eindringen der Elektroden (E) in die Werkstücke (W) am Beginn des Schmelzens der Schweißung auftritt.Ψ. Widerstandspunktschweiß verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal überwacht und sensorisch angezeigt wird, ob eine Änderung der Preßkraft (F-), die auf den Beginn des Schmelzens der Schweißung hinweist, erfolgt oder nicht.5. Widerstandspunktschweißver fahren nach einem der Ansprüche 1 bis Ψ, dadurch gekennzeichnet, daß das Schweißsignal ein elektrisches Signal von einer elektrischen Dehnungsmeßstreifen-Kraftmeßdose (36) ist und an diese Gleichstromimpulse in Phase mit ausgewählten und entsprechenden Teilen nahe Null der Zyklen des Schweißstroms übertragen werden.6. Widerstandspunktschweißver fahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitung die Schritte Abtasten und Halten eines Referenzsignals für eine anfänglich auf die Werkstücke (W) ausgeübte Preßkraft, Vergleichen des Referenzsignals mit dem Schweißsignal, Erzeugung einer digitalen Ausgangswellenform der Preßkraft während des Schweißens und Vergleichen der Ausgangsweüenform mit einer Soll-Wellenform eines idealen Schweiß Vorgangs einschließt,7. Widerstandspunktschweißgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem Paar Elektroden zur Aufnahme von Werkstücken zwischen sich, Mitteln zur Bewegung einer der Elektroden in Richtung auf die andere, um eine Preßkraft auf die Werkstücke aufzubringen, Mitteln zur Erzeugung eines elektrischen Stromflusses von einer der Elektroden zu der anderen durch die Werkstücke, um eine Schweißung zu bilden, und Mitteln zur Kontrolle der Dauer des Stromflusses durch die Werkstücke,dadurch gekennzeichnet, daß in die Mittel zur Aufbringung einer Preßkraft Kraftübertragungsmittel (34) zur Ausübung einer Kraft (F _) auf die bewegliche Elektrode integriert sind, die sich als Funktion der Eindringtiefe (e) der Elektroden (E) in die Werkstücke (W) ändert, wenn der Strom sie aufschmilzt, und daß Übertragermittei (36), die die durch die Kraftübertragungs» mittei (34) ausgeübte Kraft (F-) erfassen und ein darauf hinweisendes Schweißsignal erzeugen, sowie Signalverarbeitungsmittel (54,58,60) vorgesehen sind, die an die Übertragermittel (36) angeschlossen sind und ein Signal für Änderungen an der auf die Werkstücke ausgeübten Preßkraft erzeugen,8. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungsmittel eine Feder (34) enthalten.9. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragermittei eine elektrische Dehnungsmeßstreifen-Kraftmeßdose (36) enthalten.10. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungsmittel Einrichtungen (58) zum Abtasten und Halten eines Referenzsignals, das ein Maß für die auf die Werkstücke (W) vor dem Schmelzen der Schweißung ausgeübte Preßkraft ist, und Einrichtungen (60) zum Vergleichen des Referenzsignals mit den durch die Übertragermittei (36) während der Bildung der Schweißung erzeugten Signalen sowie zur Erzeugung eines Ausgangssignals bei Auftreten einer vorgegebenen Änderung der Preßkraft während der Bildung der Schweißung enthalten.IL Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (68) zur Weiterleitung des Ausgangssignals an die Stromkontrollmittel (28), die die Anlegung des Stromes an die Werkstücke als Reaktion auf das Ausgangssignal beenden, vorhanden sind.BAD ORIGINAL:. .:. ·..-.... 32A 112. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (7*) zur Überwachung des Ausgangssignals und zur Anzeige, ob die vorgegebene Änderung der Preßkraft erfolgt oder nicht, vorhanden sind.13. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 9 oder nach Anspruch 9 und Anspruch 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (Q.) für die Übertragung von Gleichstromimpulsen zur Kraftmeßdose in Phase mit ausgewählten und entsprechenden Teilen der Zyklen des Schweißstromes vorhanden sind.14. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel für die Übertragung von Strom zur Kraftmeßdose (36) eine Stromsensorschaltung (38) zur Erfassung des Schweißstromes in der Sekundärwicklung (16) des Schweißtransformators, ein Paar Operationsverstärker (42, 44), betrieben mit dem Strom in der Sensorschaltung (38), zum Feststellen der Punkte, an denen der Schweißstrom sein Minimum hat und zur Lieferung von Ausgangssignalen als Hinweis dafür, ein Paar monostabile Multivibratoren (46,48), die die jeweiligen Ausgangssignale der Verstärker (42,44) empfangen und Basisströme einem Transistor (Q.) zuleiten, und eine Gleichstromquelle (B+) enthalten, wobei der Transistor (Q.) im Zuge einer Leitung (50) angeordnet ist, die den Gleichstrom der Kraftmeßdose (36) zuleitet, und wobei ferner der Strom der Kraftmeßdose (36) nur dann zugeleitet wird, wenn der Schweißstrom nahe bei Null ist und die störende Beeinflussung durch das Magnetfeld des Schweißstromes demzufolge minimal ist.15. Widerstandspunktschweißgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungsmittel Einrichtungen (78) zum Abtasten und Hüiten eines Referenzsignals, das ein Maß für die auf die Werkstücke ausge-' übte Anfangspreßkraft (F_) ist, Einrichtungen zum Vergleichen des Referenzsignais mit durch die Übertragermittel während des Schweißvorgangs erzeugten Signalen und zur Erzeugung einer digitalen Ausgangs wellen form, hinweisend auf Änderungen der Preßkraft, Rechnermittel (78) zum SpeichernBAD ORIGINAL ?ieiner Soll-Wellenform eines idealen digitalen Signals, hinweisend auf die während eines optimalen Schweißvorgangs erfolgenden Änderungen der Preßkraft, sowie Einrichtungen (86) zum Empfang der digitalen Ausgangswellenform des überwachten Schweißvorgangs und zum Vergleichen der Soll-Wellenform mit der digitalen Ausgangswellenform enthalten.BAD ORIGINAL
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