DE3241267C2 - Streckfilm-Verpackungsvorrichtung - Google Patents
Streckfilm-VerpackungsvorrichtungInfo
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Abstract
Eine Streckfilm-Verpackungsanlage weist zusätzliche Leit- und Führungselemente auf, die es gestatten, um das Packgut vor dessen Umhüllung mit der Schrumpffolie einen Kartonzuschnitt manschettenartig herumzulegen und in dieser Position festzuhalten, bis er in dieser Position von der Schrumpffolie fixiert wird. Die damit erzeugte Kombinationsverpackung aus Karton- und Kunststoffmaterial weist beträchtliche Vorteile hinsichtlich der Palettierung und des Transports auf. Die erforderlichen Bauteile sind ohne Schwierigkeiten an einer Streckfilm-Verpackungsanlage anzubringen. Bei der vorgeschlagenen Lösung erübrigt es sich insbesondere, den Kartonzuschnitt zu verleimen, so daß ein kompakter Maschinenaufbau durch den Verzicht auf eine Leimstation erreicht wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Streckfilm-Verpackungsvorrichtung,
bei der eine Seite des durch einen herumgefalteten unverklebten Kartonzuschnitt gestützten
Packgutes mittels Transportvorrichtungen gegen einen zwischen zwei Vorratsrollen gespannten Folienvorhang
bewegt wird; von diesem mehrseitig umschlossen wird, letzterer verschweißt wird und das Packgut dann durch
einen Schrumpftunnel läuft, wo gegebenenfalls überstehende Folienteile auf die Seitenteile des Packgutes aufschrumpfen,
und wobei zum Herumfalten des von einem Magazin aus zugeführten Kartonzuschnittes Leit- und
Führungselemente vorgesehen sind, deren Führungsflächen im wesentlichen senkrecht zur Eingangsebene liegen,
um die Seitenflächen des Kartonzuschnittes zu falten.
Derartige Streckfilm-Verpackungsanlagen sind aus der DE-OS 23 50 307 bekannt, sie dienen insbesondere
zur Folienumhüllung von mehreren Verpackungseinheiten, beispielsweise Flaschen oder Beuteln. Diese durch
die Folie zusammengefaßten und durch den Kartonzuschnitt gestützten Verpackungen gelangen nach der Abpackung
dann zu den Verkaufsstellen, beispielsweise Verbrauchermärkten.
Für den Vertriebsweg der einzelnen Waren hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, größere Packungseinheiten in Form von Gebinden zu bilden, um eine
Palettierung und Stapelung größerer Warenmengen aus gleichartigen Artikeln zu erreichen. Hierbei ist es insbesondere
von Bedeutung, dieser größeren Verpackungseinheit eine ausreichende mechanische Stabilität zu verleihen,
um den beispielsweise beim Stapeln auftretenden Gewichten bzw. Drücken standzuhalten.
Als besonders vorteilhaft für diese Zwecke hat sich auch eine bekannte Kombinationspackung herausgestellt,
bei der nur die vertikalen Seitenwände des Gebindes von einem Kartonstreifen in Manschettenform umschlossen
sind und über die verbleibenden freien Oberflächen die Kunststoff-Folie geschrumpft wird.
Bei dieser Kombination erfüllt die Kartonmanschette die erwähnte Stützfunktion für die Palettierung und
Lagerhaltung, dient aber auch zur Wärmeisolierung beim Aufschrumpfen der Kunststoff-Folie gegenüber
dem Verpackungsgut, das in den meisten Fällen ebenfalls bereits mit Kunststoff-Folie umhüllt ist Ein Verkleben
wird dadurch verhindert
Insgesamt erreicht man bei einer derartigen Kombinationsverpackung
mit minimalem Materialaufwand eine Verpackung hoher Stabilität, die zudem nach außen
abgeschlossen ist
So wünschenswert und praktisch einerseits eine derartige Kombinationsverpackung ist, so hat sie bisher jedoch nur begrenzt Verbreitung gefunden, da ihre Herstellung mehrere Arbeitsgänge umfaßte, die eine Verwendung von mehreren Maschinen erforderlich machte. So sind separate Maschinenkomponenten zur Zuführung des Kartonzuschnittes erforderlich, zur Verleimung des Kartonzuschnittes und schließlich zum Umhüllen und Aufschrumpfen der Kunststoff-Folie.
So wünschenswert und praktisch einerseits eine derartige Kombinationsverpackung ist, so hat sie bisher jedoch nur begrenzt Verbreitung gefunden, da ihre Herstellung mehrere Arbeitsgänge umfaßte, die eine Verwendung von mehreren Maschinen erforderlich machte. So sind separate Maschinenkomponenten zur Zuführung des Kartonzuschnittes erforderlich, zur Verleimung des Kartonzuschnittes und schließlich zum Umhüllen und Aufschrumpfen der Kunststoff-Folie.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Streckfilm-Verpackungsvorrichtung
so auszubilden, daß die Herstellung der oben beschriebenen bekannten Kombinationsverpackung
beim Durchlaufen der Streckfilm-Verpackungsvorrichtung ohne zusätzliche Leimstation erfolgen
kann.
Dies löst die Erfindung dadurch, daß Leit- und Führungselemente zur horizontalen Transportachse hin verschiebbare Walzen beinhalten, die die rückwärtigen Flügel des manschettenartigen Kartonzuschnittes zur vollständigen Umschließung des Packgutes beaufschlagen, daß ferner ein im wesentlichen ebenes, in der Ebene der ausgefahrenen Walzen und oberhalb von diesen sich erstreckendes Führungsblech vorgesehen ist, das zusammen mit einer vertikalen Anschlagfläche den Führungsschacht einer vertikalen Transportachse bildet, längs der ein Hubtisch verfahrbar ist, mittels dem das Packgut mit dem manschettenartig herumgeschlagenen Kartonzuschnitt gegen den horizontal verlaufenden Folienvorhang schiebbar ist, wobei die Walzen und der Führungsschacht den Kartonzuschnitt relativ zum Packgut festhalten, bis der Folienvorhang die Nahtstelle des Kartonzuschnittes ergreift und festhält.
Dies löst die Erfindung dadurch, daß Leit- und Führungselemente zur horizontalen Transportachse hin verschiebbare Walzen beinhalten, die die rückwärtigen Flügel des manschettenartigen Kartonzuschnittes zur vollständigen Umschließung des Packgutes beaufschlagen, daß ferner ein im wesentlichen ebenes, in der Ebene der ausgefahrenen Walzen und oberhalb von diesen sich erstreckendes Führungsblech vorgesehen ist, das zusammen mit einer vertikalen Anschlagfläche den Führungsschacht einer vertikalen Transportachse bildet, längs der ein Hubtisch verfahrbar ist, mittels dem das Packgut mit dem manschettenartig herumgeschlagenen Kartonzuschnitt gegen den horizontal verlaufenden Folienvorhang schiebbar ist, wobei die Walzen und der Führungsschacht den Kartonzuschnitt relativ zum Packgut festhalten, bis der Folienvorhang die Nahtstelle des Kartonzuschnittes ergreift und festhält.
Mit dieser Lösung ist die erfindungsgemäß ausgestattete Streckfilm-Verpackungsvorrichtung in der Lage,
durch einfache Zusatzbauteile, die in der Verpackungstechnik üblich sind, die Einfügung des gewünschten
«η Kartonzuschnitt« 711 gf?statt?ü, ohne daß dadurch wesentlich
längere Taktzeiten erforderlich wären.
Wie bei der bekannten Vorrichtung entfällt das Verleimen des Kartonzuschnittes an der Nahtstelle, wodurch
die erzeugte Verpackung leicht zu öffnen ist.
Nach dem Aufreißen der Schrumpffolie öffnet sich auch die Kartonmanschette.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Streckfilm-Verpackungsvorrichtung wird nun anhand
von Figuren näher erläutert Es zeigen
Fig. 1—3 Aufsichten und Vertikalschnitte durch die
wesentlichen Bauteile der Streckfilm-Verpackungsvorrichtung in verschiedenen Arbeitspositionen.
Die wesentlichen Bauteile der Streckfilm-Verpakkungsanlage (F i g. 1 —3) sind eine Eingangstransportebene 10, ein daran anschließender Hubtisch 12 und ein
Ausgangstransportband 11. Dabei ist das Ausgangstransportband 11 gegenüber der Eingangsebene 10 in
der Höhe sersetzt Zur Bewältigung des Höhenunterschiedes, der gleichzeitig zur Umhüllung des Packgutes
50 ausgenutzt wird, ist der Hubtisch 12 zwischen diesen beiden Ebenen vertikal verschiebbar.
Zwei Vorratsroilen 20 und 21 stellen zwei Folienbahnen zur Verfugung, die bei der jeweils vorhergehenden
Schweißung an einer Nahtstelle miteinander verbunden sind und die einen Folienvorhang 13 bilden, der sich im
wesentlichen in der Ebene des oberen Transportbandes 11 befindet
Ebenfalls in dieser Ebene befindet sich ein unterer Schweißbacken 15 mit einem Heizdraht 151, der die
Trennschwei Bungen durchführt und somit die Nahtstellen N auf der Rückseite des umhüllten Packgutes und in
der Verbindungsstelle der Folienbahnen erzeugt
Oberhalb des Folienvorhanges 13 befindet sich ein oberer Schweißbacken 14, der zwischen zwei Extrempositionen
horizontal verschiebbar ist In der in den Zeichnungen dargestellten Endstellung definiert er denjenigen
Teil des Folienvorhanges 13, der für die Oberseite des Packgutes 50 zur Verfügung steht In seiner
zweiten, nicht dargestellten Endstellung liegt er über dem unteren Schweißbacken 15 und wirkt als Gegenbacke
für die Schweißung, die durch die Aufwärtsbewegung des unteren Schweißbackens gegen den oberen
Schweißbacken 14 erzeugt wird, wobei dann der aufgeheizte Heizdraht 151 die Schweißung und Trennung
durchführt.
Zur Erzeugung einer definierten Position des Packgutes 50 auf dem Hubtisch 12 grenzt dieser an eine Anschlagfläche
17 an, die sich vertikal von der Eingangsebene 10 bis zur Ebene des Ausgangstransportbandes
11 erstreckt.
In der Transportebene 10 quer zur Transportrichtung ist ein Zuführschlitz 46 für einen Kartonzuschnitt 45
vorgesehen, der vor das Packgut 50 geschoben wird und dann die in F i g. 1 strichpunktierte Position einnimmt.
Beidseitig der Ebene 10 sind etwa viertelkreisförmig gebogene Leitflächen 40,41 angeordnet, deren Abstand
sich in Förderrichtung bis auf etwa die Breite des Packgutes verringert. An diese Leitflächen 40, 41 schließen
vertikal stehende Walzen 42,43 an, die durch geeignete hydraulische oder pneumatische Antriebsvorrichtungen
in Richtung zur Mittelachse x-x und in Transportrichtung verschiebbar sind.
In ihrer ausgefahrenen Position fluchten sie etwa mit der durch die Vorderkante des Hubtisches 12 gebildeten
Ebene.
Vertikal über dieser vorgeschobenen Position der Walzen 42, 43 befindet sich ein Führungsblech 44, das
sich im wesentlichen von dem oberen Ende der Walzen 42,43 bis in die Nähe des Schweißbalkens 14 erstreckt.
Durch das Führungsblech 44 und die Anschlagfläche 17 wird somit ein Führungsschacht gebildet in dem das
Packgut vom Hubtisch 12 aufwärts unter den Folienvorhang 13 geschoben wird.
Die beschriebene Streckfilm-Verpackungsvorrichtung arbeitet wie folgt (F i g. 1 —3):
In der ersten Arbeitsposition (in Fig. 1 gestrichelt dargestellt) befindet sich ein Kartonzuschnitt 45 vor der
Frontseite des nächsten Packgutes 50. Beim Vorschub des Packgutes 50 bewirken die bogenförmigen Leitbleche
40,41, daß die Seitenteile der. Kartonzuschnittes 45 an die beiden Seiten des Packgutes 50 herangeführt
werden.
Wenn das Packgut sich auf dem Hubtisch befindet (F i g. 2), treten die beiden Walzen 42,43 in Aktion und
schlagen die beiden überstehenden Seitenteile des Kartonzuschnittes 45 nach innen ein, indem der betreffende
Hydraulikzylinder oder Pneumatikzylinder beaufschlagt wird.
Nach Erreichen der vollständigen Umschließung des Packgutes mit dem Kartonzuschnitt 45 (F i g. 3) wird der
Hubtisch 12 mit dem Packgut 50 nach oben verfahren, die beiden eingeklappten Flügel des Kartonzuschnittes
gelangen dabei vom Einwirkungsbereich der Walzen 42, 43 in den Einwirkungsbereich des Führungsbleches 44,
so daß die Kraftbeaufschlagung der zwischen den Endteilen gebildeten Nahtstelle beim Transportweg nicht
unterbrochen wird.
Auf seinem Weg nach oben wird das Packgut schließlich
vom Folienvorhang 13 erfaßt, der die beiden rückwärtigen Flügel des Kartonzuschnittes mit wachsender
Kraft an die Rückseite des Packgutes 50 andrückt, so daß nach Verlassen des Führungsbleches 44 wiederum
gewährleistet ist, daß der Kartonzuschnitt 45 das Pakkungsgut 50 weiterhin auf allen Seiten voll umschließt.
Die weitere Verarbeitung erfolgt dann in an sich bekannter Weise und braucht hier nicht näher erläutert zu
werden.
Aus dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist für den Fachmann leicht zu entnehmen, daß die verwendeten
Leit- und Führungselemente 40—44 auf die Besonderheiten und die Dimensionen des jeweiligen Packgutes
anpaßbar sein müssen. Entscheidend ist jedenfalls, daß das Umlegen des Kartonzuschnittes 45 um das
Packgut 50 möglichst nahe vor dem Eindringen des Packgutes in den Folienvorhang 13 erfolgt. Dadurch
erreicht man einerseits eine sehr kompakte Bauweise der Streckfilm-Verpackungsvorrichtung, andererseits
reduziert man den Aufwand für das »Zuhalten« des um das Packgut 50 gelegten Kartonzuschnittes 45 bis zur
Umschlingung durch den Folienvorhang 13.
Zur Zuführung des Kartonzuschnittes 45 lassen sich bekannte Systeme einsetzen, beispielsweise werden die
Kartonzuschnitte aus einem Magazin vereinzelt und durch Transportwalzen in den Zuführschlitz 46 taktweise
eingeschoben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Streckfilm-Verpackungsvorrichtung, bei der eins Seite des durch einen herumgefalteten unverklebten
Kartonzuschnitt gestützten Packgutes mittels Transportvorrichtungen gegen einen zwischen
zwei Vorratsrollen gespannten Folienvorhang bewegt wird; von diesem mehrseitig umschlossen wird,
letzterer verschweißt wird und das Packgut dann durch einen Schrumpftunnel läuft, wo gegebenenfalls
überstehende Folienteile auf die Seitenteile des Packgutes aufschrumpfen, und wobei zum Herumfalten
des von einem Magazin aus zugeführten Kartonzuschnittes Leit- und Führungselemente vorgesehen
sind, deren Führungsflächen im wesentlichen senkrec-hl zur Eingangsebene liegen, um die Seitenflächen
des Kartonzuschnittes zu falten, dadurch gekennzeichnet, daß die Leit- und Führungselemente
zur horizontalen Transportachse hin verschiebbare Walzen (42,43) beinhalten, die die rückwärtigen
Flügel des manschettenartigen Kartonzuschnittes (45) zur vollständigen Umschließung des
Packgutes beaufschlagen, daß ferner ein im wesentlichen ebenes, in der Ebene der ausgefahrenen Walzen
(42,43) und oberhalb von diesen sich erstreckendes Führungsblech (44) vorgesehen ist, das zusammen
mit einer vertikalen Anschlagfläche (17) den Führungsschacht einer vertikalen Transportachse
bildet, längs der ein Hubtisch (12) verfahrbar ist, mittels dem das Packgut mit dem manschettenartig herumgeschlagenen
Kartonzuschnitt (45) gegen den horizontal verlaufenden Folienvorhang (13) schiebbar
ist, wobei die Walzen (42, 43) und der Führungsschacht den Kartonzuschnitt (45) relativ zum Packgut
festhalten, bis der Folienvorhang (13) die Nahtstelle des Kartonzuschnittes (45) ergreift und festhält.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823241267 DE3241267C2 (de) | 1982-11-09 | 1982-11-09 | Streckfilm-Verpackungsvorrichtung |
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| DE19823241267 DE3241267C2 (de) | 1982-11-09 | 1982-11-09 | Streckfilm-Verpackungsvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004055007A1 (de) * | 2004-11-15 | 2006-05-18 | Alpma Alpenland Maschinenbau Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Stückgut |
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1982
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| DE102004055007B4 (de) * | 2004-11-15 | 2008-08-28 | Alpma Alpenland Maschinenbau Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Stückgut |
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