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DE3240725A1 - Verfahren zur aufarbeitung von gebrauchter aufschlussfluessigkeit sowie anlagen zur durchfuehrung dieses verfahrens - Google Patents

Verfahren zur aufarbeitung von gebrauchter aufschlussfluessigkeit sowie anlagen zur durchfuehrung dieses verfahrens

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Publication number
DE3240725A1
DE3240725A1 DE19823240725 DE3240725A DE3240725A1 DE 3240725 A1 DE3240725 A1 DE 3240725A1 DE 19823240725 DE19823240725 DE 19823240725 DE 3240725 A DE3240725 A DE 3240725A DE 3240725 A1 DE3240725 A1 DE 3240725A1
Authority
DE
Germany
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digestion liquid
evaporator
heating medium
line
rectifying column
Prior art date
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Application number
DE19823240725
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English (en)
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DE3240725C2 (de
Inventor
Hans Prof. Dipl.-Ing. DDr. Krässig
Jürgen Dr. 4863 Seewalchen Lenz
Walter Dip.-Ing. Dr.techn. 4860 Lenzing Peter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SAELZLE, ERICH, DR., 8000 MUENCHEN, DE
Original Assignee
Chemiefaser Lenzing AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Chemiefaser Lenzing AG filed Critical Chemiefaser Lenzing AG
Publication of DE3240725A1 publication Critical patent/DE3240725A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3240725C2 publication Critical patent/DE3240725C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/22Evaporating by bringing a thin layer of the liquid into contact with a heated surface
    • B01D1/222In rotating vessels; vessels with movable parts
    • B01D1/223In rotating vessels; vessels with movable parts containing a rotor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/06Flash distillation
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters
    • D21C11/10Concentrating spent liquor by evaporation
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/20Pulping cellulose-containing materials with organic solvents or in solvent environment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Compounds Of Unknown Constitution (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von gebrauchter Aufschluß
  • flüssigkeit sowie Anlagen zur Durchführung dieses Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung von gebrauchter Aufschlußflüssigkeit, welche aus Aufschlüssen von cellulosehaltigem pflanzlichem Material mittels organischer Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck stammt, wobei die Aufschlußflüssigkeit einer Entspannungsverdampfung unterworfen wird, sowie Anlagen zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt, welche sich mit dem Aufschluß cellulosehaltigen pflanzlichen Materials mittels organischer Lösungsmittel beschäftigen.
  • Nach der US-PS 3,585,104 und der DE-PS 26 44 155 wird Pflanzenfasermaterial im Gegenstrom mit einer Mischung aus Wasser und einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise Äthanol, bei Temperaturen von etwa 150 bis 2000C unter erhöhtem Druck behandelt. Die Aufarbeitung der gebrauchten Aufschlußflüssigkeit erfolgt durch mehrstufige Entspannungsverdampfung, wobei die flüchtige, organische Komponente abgetrennt wird. Die zurückbleibende Flüssigkeit, die alle gelösten Anteile enthält, trennt sich in eine wässerige Phase, welche die monomeren Zucker, Oligosaccharide, organischen Säuren etc.
  • enthält, sowie in eine dunkelbraune, "quasi-geschmo-lzene" Masse aus plastifizierten Ligninsubstanzen.
  • In der CA-PS 238 294 ist die Durchführung dieses sogenannten Organosolv-Verfahrens in einer Batterie von Druckgefäßen in satzweisem Betrieb beschrieben. Zur Lösungsmittelrückgewinnung wird die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit einer Abstreifbehandlung unter Vakuum unterzogen, nachdem sie zuvor in einer Gleichgewichts-Flashverdampfung entspannt wurde. Hierbei entstehen ebenfalls zwei Phasen, ähnlich den zuvor beschriebenen.
  • Nach der EP-A 0 012 960 wird ebenfalls Pflanzenfasermaterial unter hoher Temperatur und hohem Druck mit organischen Lösungsmitteln in einem kontinuierlich arbeitenden Reaktor extrahiert. Anschließend wird die mit Extrakt angereicherte Aufschlußflüssigkeit über einen Kühler einem Ablaugenentspannungsgefäß zugeführt. Dabei fällt ebenfalls das Lignin als schwere zweite Phase aus und muß abgetrennt werden, In der DE-OS 29 20 731 wird ein Aufschluß mittels orga-0 nischer Lösungsmittel bei 190 bis 200 C unter Zusatz geeigneter Katalysatoren, u.a. Mineralsalze, vorgeschlagen.
  • Die Aufarbeitung der Chemikalien erfolgt wieder durch Abtrennen der Ligninphase aus der wässerigen Lösung nach Entspannungsverdampfung der Aufschlußlösung Bei allen diesen Verfahren treten bei der Aufarbeitung der gebrauchten Aufschlußflüssigkeit bzw. der Lösungsmittelrückgewinnung einige gravierende Schwierigkeiten auf: Beim Entspannen und der damit verbundenen Ab kuh lunq der gebrauchten Aufschlußflüssigkeit bilden die Ligninabbauprodukte die eingangs erwähnte plastische Phase.
  • Diese stellt jedoch ein äußerst klebriges, zähes, teerartiges Produkt dar, das einem Transport durch Rohrleitungen, Armaturen und Pumpen erheblichen Widerstand entgegensetzt.
  • Darüber hinaus schließen diese zähflüssigen Abscheidungen wesentliche Mengen Lösungsmittel ein, welche sich auch durch Erhitzen der Ligninphase auf Siedetemperatur des eingeschlossenen Lösungsmittels nicht mehr entfernen lassen. Daraus resultiert ein schlechter und unwirtschaftlicher Rückgewinnungsgrad des Aufschlußmittels.
  • Die Weiterverarbeitung der plastischen Phase wirft Probleme auf.
  • Die bei allen erwähnten Verfahren anfallende wässerige Phase enthält eine große Menge weiterer Inhaltsstoffe, die ein direktes Einleiten dieser wässerigen Lösung in den Vorfluter nicht erlauben. So mußte bisher auch die wässerige Phase in einer zusätzlichen Verfahrensstufe weiter aufgearbeitet werden.
  • Der Wärmeinhalt der Aufschlußflüssigkeit deckt die zur Verdampfung der gesamten flüchtigen Bestandteile nötige Energie nur zu etwa einem Fünftel bis zu einem Viertel, je nach Zusammensetzung der Aufschlußflüssigkeit.
  • Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die geschilderten Schwierigkeiten und Nachteile bei der Aufarbeitung gebrauchter Aufschlußflüssigkeit zu überwinden und ein Verfahren sowie Anlagen zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, wodurch die Aufarbeitung störungsfrei mit optimalem Rückgewinnungsgrad der eingesetzten Lösungsmittel erfolgt und gleichzeitig auch die Energiebilanz verbessert wird.
  • Die gestellte Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs definierten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die verdampfbaren Bestandteile der Aufschlußflüssigkeit durch eine einstufige Entspannungsverdampfun#g unter Wärmezufuhr vollständig entfernt und destillativ aufgetrennt werden und nicht verdampfbarer Rückstand in fester Form gewonnen wird.
  • Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß in einer einzigen Stufe die Lösungsmittel praktisch vollständig zurückgewonnen werden und die Ligninabbauprodukte in gut handhabbarer fester Form anfallen.
  • Die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit wird bis zum Zeitpunkt der Entspannungsverdampfung unter Aufschlußbedingungen, d.h. auf Temperaturen zwischen 150 und 2100C, gehalten, um Phasentrennungen, die zu Ablagerungen und Verstopfungen von Leitungen, Armaturen und Pumpen führen, zu vermeiden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist zur Aufarbeitung von Aufschlußflüssigkeiten aus allen Cellulosegewinnungsanlagen, welche auf Basis der Extraktion mit organischen Lösungsmitteln arbeiten, geeignet.
  • Die Zellstoffgewinnungsanlagen können dabei für kontinuierliche oder diskontinuierliche bzw. satzweise Verfahren ausgelegt sein.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Wärmezufuhr mittels Heizflächen, welche auf eine Temperatur über dem Erweichungspunkt des nicht verdampfbaren Rückstandes, u.
  • 0 zw. auf eine Temperatur von über 130 C, vorzugsweise von 1500C bis 1600C aufgeheizt werden. Auf diese Weise werden Lösungsmitteleinschlüsse im nicht verdampfbaren Rückstand, welcher im wesentlichen aus Ligninabbauprodukten besteht, sicher vermieden.
  • Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Wärmezufuhr mittels eines gasförmigen Heizmediums einer Temperatur von 200 bis 2700C, wobei als Heizmedium vorzugsweise überhitzte Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit eingesetzt werden.
  • Eine zweckentsprechende Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren enthält einen Dünnschichtverdampfer und eine Rektifizierkolonne und ist erfindungs#emäß gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: - daß im Kopf des Dünnschichtverdampfers eine Entspannungsdüse für den Eintritt der gebrauchten Aufschlußflüssigkeit vorgesehen ist, - daß der obere Teil des Verdampfers einen Heizmantel und der untere Teil einen Kühlmantel aufweist, - daß vom Kopf des Verdampfers eine Brüdenleitung - gegebenenfalls über einen Tropfenabscheider - zur Rektifizierkolonne geführt ist, - daP, aneaxial durch den R=drpferurlaufffl i SheSxLenXierende Welle im oberen Teil des Verdampfers Wischerelemente und im unteren Teil Schabelemente trägt und - daß am unteren Ende des Verdampfers eine Austrageinrichtung für Feststoffe vorgesehen ist.
  • Eine weitere geeignete Anlage mit einem Sprühtrockner und einer Rektifizierkolonne ist gekennzeichnet# durch die Merkmale, - daß (eine) Zerstäubungsdüse(n) in den unteren Teil der Trocknungskammer des Trockners nach aufwärts gerichtet eingebaut ist (sind), - daß eine Zufuhrleitung für das gasförmige Heizmedium tangential in den oberen Teil des Trockners mündet und - daß der Innenraum der Trocknungskammer über eine von deren unterem Teil wegführende Dämpfeleitung, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Zyklons, mit der Rektifizierkolonne in Verbindung steht.
  • Vorzugsweise ist die Dämpfeleitung an einen Zyklon angeschlossen, von dessen oberem Teil die von Feststoffen befreiten Dämpfe mittels eines Brüdenventilators einer Brüdenleitung zugeführt werden, welche über Regelventile einerseits mit der Rektifizierkolonne und andererseits über einen Wärmeaustauscher mit der Zufuhrleitung für das gasförmige Heizmedium verbunden ist.
  • Die Zeichnung dient zur Veranschaulichung der Erfindung.
  • In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Anlage mit einem Dünnschichtverdampfer und einer Rektifizierkolonne dargestellt, Fig. 2 zeigt eine Anlage, bei der überhitzte Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit einem Sprühtrockner als Heizmedium zugeführt werden und ein anderer Teilstrom der Brüden in eine Rektifizierkolonne geleitet wird.
  • Mit 1 ist in Fig. 1 allgemein ein Dünnschichtverdampfer bezeichnet, in dessen Kopf eine Entspannungsdüse 2 für den Zutritt verbrauchter Aufschlußflüssigkeit eingebaut ist. Der obere Teil des zylindrischen Verdampfers ist mit einem Heizmantel 3 mit Anschlüssen 4, 5 für die Zu-und Abfuhr eines Heizmediums umgeben.
  • Die axial durch den Verdampfer verlaufende rotierende Welle 6 ist über die Anschlußstutzen 7, 8 beheizbar.
  • Der untere Verdampferteil ist von einem Kühlmantel 9 mit Anschlüssen 10, 11 für die Zu- und Abfuhr eines Kühlmediums umgeben. Die rotierende Welle ist in den Lagern 12, 12' gelagert, der Antrieb erfolgt in der dargestellten Ausführungsform über Kegelrad 13 und Tellerrad 14. Im bereich des vom Heizmantel 3 umgebenen oberen Verdampferteiles trägt die rotierende Welle Wischerelemente 15 zur Verteilung bzw. Ausbreitung des herabrieselnden Flüssigkeitsfilms, und im Bereich des vom Kühlmantel 9 umgebenen unteren Verdampferteiles Schabelemente 16 zur Entfernung des nicht verdampfbaren festen Rückstandes von den Verdampferwänden. Der Rückstand wird über eine Zellenradschleuse 17 aus dem untersten Teil des Verdampfers auf ein schematisch dargestelltes Förderband 18 ausgetragen.
  • Vom Verdampferkopf führt weiters eine Brüdenleitung 19 über einen Tropfenabscheider 20 zu einer allgemein mit 21 bezeichneten Rektifizierkolonne, deren Sumpf mittels eines Wärmeaustauschers 22 beheizbar ist. Die Sumpfprodukte - im wesentlichen Wasser - werden durch den Sumpf-Uberlauf 23 abgezogen. Die im Kolonnenkopf anfallenden Dämpfe der organischen Lösungsmittel werden mittels eines Wärmeaustauschers 24 gekühlt und kondensiert. Das gewünschte Rücklaufverhältnis wird mittels eines 3-Weg-Magnetventiles 25 eingestellt, die Kopfprodukte werden aus der Leitung 26 abgenommen.
  • Die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit wird von den Extraktoren bzw. Reaktoren direkt zur Entspannungsdüse 2 geführt und wird im dargestellten Verdampfer 1 beispielsweise auf Atmosphärendruck entspannen gelassen. Die über die Wände des Verdampfers herabrieselnde Flüssigkeit wird im oberen Teil mittels des Heizmantels 3 auf einer Temperatur über dem Erweichungspunkt des nicht verdampfbaren Rückstandes (der Ligninabbauprodukte), d.h. auf einer Temperatur von über 1300C, gehalten, wobei alle anderen Komponenten der Flüssigkeit restlos verdampfen und die Ligninbestandteile schließlich in geschmolzenem Zustand in den unteren, vom Kühlmantel 9 umgebenen Teil des Verdampfers gelangen, wo sie beim Abkühlen fest werden und verspröden. Die Rückstände werden mittels der Schabelemente 16 von den Wänden entfernt und über die Zellenradschleuse 17 ausgetragen.
  • Die Brüden, welche organische Lösungsmittel, Wasser, organische Säuren, Furfurol etc. enthalten, werden in der Rektifizierkolonne 21 in ihre Bestandteile aufgetrennt.
  • Wurde Äthanol als organisches Lösungsmittel verwendet, ergab sich überraschenderweise eine rückgewinnbare Menge von 100,5 bis 102 % der eingesetzten Menge an Äthanol.
  • Zur Aufklärung dieses überraschenden Ergebnisses wurden versuchsweise Buchenholzhackschnitzel in einem Gemisch von 45 % Methanol und 55 % Wasser 4 Stunden lang bei 180ob unter Druck aufgeschlossen. Anschließend wurde die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit in einen zweiten Autoklaven abgelassen und auf Zimmertemperatur abgekühlt.
  • Auf gaschromatographischem Weg konnten 0,3 % Äthanol gefunden werden. Der beobachtete Rückgewinnungsgrad an Äthanol von über 100 8 ist somit durch die Bildung von Äthanol im Verlauf der Extraktion erklärbar.
  • Der gewonnene feste Rückstand kann zur Energiegewinnung direkt verbrannt werden oder nach seinen Inhaltsstoffen weiter aufgearbeitet werden.
  • In der Anlage gemäß Fig. 2 ist die Trocknungskammer des Sprühtrockners mit 27 bezeichnet. In den unteren Teil der Kammer ist eine Zerstäuberdüse 28 eingebaut, durch welche die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit unter Entspannung in senkrechter Richtung in den oberen Teil des Trockners gesprüht wird, wo die Flüssigkeitströpfchen auf das durch die Zufuhrleitung 29 tangential eingeblasene gasförmige Heizmedium treffen, wobei die flüchtigen Bestandteile verdampfen Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden als Heizmedium überhitzte Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit verwendet. Die Dämpfe gelangen zunächst über eine vom unteren Teil der Trocknungskammer 27 wegführende Dämpfe leitung 30 in einen Zyklon 31, in welchem die staub- förmigen Anteile des festen Rückstandes abgetrennt und über die Zellenradschleuse 32 ausgetragen werden. Vom oberen Teil des Zyklons 31 werden die Dämpfe mittels eines Brüdenventilators 33 einer Brüdenleitung 34 zugeführt, aus welcher ein Teil der Dämpfe über ein Regelventil 35 wieder durch die Zufuhrleitung 29 als Heizmedium in die Trocknungskammer 27 rückgeleitet wird. Bevor die Dämpfe in die Leitung 29 gelangen, werden sie mittels eines Wärmeaustauschers 36 auf eine Temperatur von etwa 200 bis 2700C erhitzt.
  • Ein anderer Teil der Dämpfe aus der Brüdenleitung 34 wird über ein Regelventil 37 in eine allgemein mit 21 bezeichnete Rektifizierkolonne eingespeist. Die einzelnen Teile der Rektifizierkolonne sind wie in Fig. 1 bezeichnet.
  • Der nicht verdajn;pfbare Rückstand, welcher in der Trocknungskammer 27 des Sprühtrockners in fester Form anfällt, wird über die Zellenradschleuse 38 ausgetragen und gelangt gemeinsam mit den Staubanteilen aus der Schleuse 32 auf ein schematisch dargestelltes Förderband 39.
  • Auch bei der in Fig. 2 dargestellten Anlage gelangt die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit von den (nicht eingezeichneten) Extraktoren bzw. Reaktoren ohne Vorentspannung oder Abkühlung direkt zur Zerstäuberdüse 28, aus der sie in die beispielsweise unter annähernd Atmosphärendruck stehende Trocknungskammer 27 versprüht wird.
  • Anstelle der rückgeführten und überhitzten Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit kann auch z.B. überhitzter Wasserdampf als Heizmedium eingeblasen werden. Energiezufuhr in Form von Heißluft ist nicht geeignet, da sich dabei Schwierigkeiten beim Explosionsschutz sowie bei der direkten Rektifikation der Dämpfe ergeben.
  • Die Erfindung wird durch folgende Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1: Buchenholzhackschnitzel wurden in einem Gemisch aus 55 8 0 Äthanol und 45 % Wasser 4,5 h lang bei 195 C in einem Druckreaktor aufgeschlossen und extrahiert. Anschließend wurde die Aufschlußflüssigkeit in einen zweiten, beheizten Autoklaven abgelassen und mehrmals durch frisches Alkohol-Wasser-Gemisch ersetzt, wodurch der Zellstoff von anhaftenden Ligninresten befreit wurde. Die Waschflüssigkeiten wurden bei der nächstfolgenden Kochung als Aufschlußflüssigkeit verwendet.
  • Die gebrauchte Aufschlußflüssigkeit wurde der Entspannungsdüse 2 des Dünnschichtverdampfers einer erfindungsgemäßen Anlage gemäß Fig. 1 zugeführt. Der Dünnschichtverdampfer 1 wurde unter Normaldruck betrieben.
  • Der Heizmantel 3 und die rotierende Welle 6 wurden mittels Thermoöl auf 1550C erhitzt.
  • Der Wärmeinhalt der gebrauchten Aufschlußflüssigkeit (bei Wasser-Äthanol 45 : 55 beträgt er bei Abkühlung von 1950C auf 1050C etwa 290 J/g) kann die nötige Verdampfungsenergie (ca. 1470 J/g) zu etwa einem Fünftel decken.
  • Der nicht verdampfbare Rückstand wies einen Erweichungspunkt von 1300C auf und floß an der Wandung des oberen Verdampferteiles ab. Im unteren, gekühlten Teil des Verdampfes, dessen Kühlmantel mittels dlthermostat auf einer Temperatur von 500C gehalten wurde, wurde der Rückstand fest und konnte mit den Schabelementen 16 abge- schabt und über die Zellenradschleuse 17 auf ein Förderband 18 ausgetragen werden. Die Brüden wurden kondensiert und analysiert.
  • Die Rückgewinnungsrate an Äthanol lag bei fünf Parallelversuchen zwischen 100,5 und 102 %.
  • Der feste Rückstand enthielt nur mehr 0,02 % Äthanol.
  • Der Äthanolgehalt wurde gaschromatographisch bestimmt.
  • Der Rückstand wurde nach Auflösen in Dioxan analysiert.
  • Beispiel 2: Die bei einem analog zu Beispiel 1 durchgeführten Aufschluß erhaltene, gebrauchte Aufschlußflüssigkeit wurde mit 1950C und 25 bar der Zerstäuberdüse 28 des Sprühtrockners einer erfindungsgemäßen Anlage gemäß Fig. 2 zugeführt.
  • Die zur vollständigen Verdampfung notwendige Energiezufuhr erfolgte mittels überhitzter Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit einer Temperatur von 2550C. Das Verhältnis rückgeführter Dämpfe zu eingebrachter Lösung betrug 5,5 1 (theoretisch 4,6 : 1), um eine Brüdenaustrittstempera-0 tur von etwa 105 C zu erreichen. Das Verhältnis zwischen rückgeführten und zur Rektifikation gelangenden Dämpfen wurde mittels der Regelventile 35 und 37 eingestellt.
  • Der nicht verdampfbare Rückstand wies lediglich#0,1 % Restäthanolgehalt auf, was etwa 0,025 % der eingesetzten Gesamtäthanolmenge entspricht. Es ergibt sich somit eine Äthanol-Rückgewinnungsrate von 101 %.
  • Vergleichsbeispiel: Die beim Aufschluß gemäß Beispiel 1 erhaltene gebrauchte Aufschlußflüssigkeit wurde mit 1950C aus dem Druckgefäß abgelassen und analog der Flash-Verdampfung in einen ge- schlossenen Behälter mit Druckausgleich eingedüst Der Wärmeinhalt von 300 J/g konnte die für den Äthanolanteil notwendige Verdampfungsenergie von 455 J/g Aufschlußflüssigkeit (für das Äthanol-Wasser-Azeotrop beträgt die Verdampfungsenergie 504 J/g Aufschlußflüssigkeit bei deren Zusammensetzung von 55 % Äthanol und 45 % Wasser) nur unvollständig decken.
  • In der an Äthanol verarmten Lösung fielen ligninhaltige, teerartig klebrige Ablagerungen aus.
  • Durch externe Wärmezufuhr wurde das noch in der Lösung befindliche Äthanol abdestilliert.
  • Es zeigte sich, daß die Ligninausscheidungen wesentliche Mengen Äthanol einschlossen, welche auch durch fortgesetztes Erhitzen des Zweiphasengemisches nicht entfernt werden konnten. Nach Auflösen der Ausscheidungen in Dioxan wurde gaschromatographisch ein Restgehalt von 8 bis 11 % Äthanol ermittelt.
  • Die wässerige Lösung enthielt große Mengen Inhaltsstoffe, wie Hexosen, Pentosen, Oligosaccharide, organische Säuren, Furfural, phenolhaltige Verbindungen etc.). Diese machen auf alle Fälle weitere Verfahrensschritte wie Eindampfen und Verbrennen des Rückstandes erforderlich.
  • Der Verschmutzungsgrad der Anlage durch die teerartigen Ausscheidungen machte bereits nach einem Versuch umfangreiche Reinigungsarbeiten notwendig.
  • Zum Unterschied von den erfindungsgemäß nach Beispiel 1 oder 2 gewonnenen, spröden Rückständen stellen die auf diese Weise erhaltenen Ablagerungen, welche noch Lösungsmittel einschließen, auch in der Kälte klebrige, zähflüssige Produkte dar, welche eine technische Aufarbeitung der beiden Phasen erschweren, wenn nicht unmöglich machen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1J Verfahren zur Aufarbeitung von gebrauchter Aufschluß flüssigkeit, welche aus Aufschlüssen von cellulosehaltigem pflanzlichem Material mittels organischer Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck stammt, wobei die Aufschlußflüssigkeit einer Entspannungsverdampfung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die verdampfbaren Bestandteile der Aufschlußflüssigkeit durch eine einstufige Entspannungsverdampfung unter Wärmezufuhr vollständig entfernt und destillativ aufgetrennt werden und nicht verdampfbarer Rückstand in fester Form gewonnen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr mittels Heizflächen erfolgt, welche auf eine Temperatur über dem Erweichungspunkt des nicht verdampfbaren Rückstandes, #.zw. auf eine Temperatur von über 1300C, vorzugsweise von 1500C bis 0 160 C, aufgeheizt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmezufuhr mittels eines gasförmigen Heizmediums einer Temperatur von 200 bis 2700C erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizmedium überhitzte Dämpfe der Aufschlußflüssigkeit eingesetzt werden.
  5. 5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 mit einem Dünnschichtverdampfer (1) und einer Rektifizierkolonne (21), gekennzeichnet durch die Merkmale, - daß im Kopf des Dünnschichtverdampfers (1) eine Entspannungsdüse (2) für den Eintritt der gebrauch- ten Aufschlußflüssigkeit vorgesehen ist, - daß der obere Teil des Verdampfers einen Heizmantel (3) und der untere Teil einen Kühlmantel (9) aufweist, - daß vom Kopf des #Verdampfers eine Brüdenleitung (19) - gegebenenfalls über einen Tropfenabscheider (20) -zur Rektifizierkolonne (21) geführt ist, - daß eine axial durch den Ver#r### vedaufende beheizbare rotierende Welle (6) im oberen Teil des Verdampfers Wischerelemente (15) und im unteren Teil Schabelemente (16) trägt und - daß am unteren Ende des Verdampfers eine Austrageinrichtung (17) für Feststoffe vorgesehen ist.
  6. 6. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 3 mit einem Sprühtrockner und einer Rektifizierkolonne (21), gekennzeichnet durch die Merkmale, - daß (eine) Zerstäubungsdüse(n) (28) in den unteren Teil der Trocknungskammer (27) des Trockners nach aufwärts gerichtet eingebaut ist (sind), - daß einezufuhrleitung (29) für das gasförmige Heizmedium tangential in den oberen Teil des Trockners mündet und - daß der Innenraum der Trocknungskammer (27) über eine von deren unterem Teil wegführende Dämpfeleitung (30), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Zyklons (31), mit der Rektifizierkolonne (21) in Verbindung steht.
  7. 7. Anlage nach Anspruch 6 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfeleitung (30) an einen Zyklon (31) angeschlossen ist, von dessen oberem Teil die von Feststoffen befreiten Dämpfe mittels eines Brüdenventilators (33) einer Brüdenleitung (34) zugeführt werden, welche über Regelventile (35, 37) einerseits mit der Rektifizierkolonne (21) und andererseits über einen Wärmeaustauscher (36) mit der Zufuhrleitung (29) für das gasförmige Heizmedium verbunden ist.
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