DE3138839A1 - Abdichtung fuer eine rohrmuehle - Google Patents
Abdichtung fuer eine rohrmuehleInfo
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- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C17/00—Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
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Description
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Abdichtung für eine Rohrmühle
Die Erfindung betrifft eine Abdichtung für eine mit Überdruck im Mahlraum betriebene, aus einer Trommel
mit seitlichen, hohlen Zapfen bestehenden Rohrmühle unter Verwendung von Gleitdichtungen.
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Derartige Rohrmühlen können für die Vermahlung von Kohle eingesetzt werden. Solange diese Rohrmühlen mit
Unterdruck betrieben wurden, reichte eine Gleitdichtung oder eine Stopfbuchse als Abdichtung zwischen dem drehenden
und dem feststehenden Teil der Rohrmühle aus. Diese Abdichtung versagt jedoch, wenn im Mahlraum ein Überdruck
herrscht, da das staubbeladene Gas aus dem Mühleninneren durch die Gleitdichtungen nach außen dringen
würde. Diese Schwierigkeiten bei der Abdichtung werden
dann noch verstärkt, wenn das Rohgut während der Zerkleinerung durch heiße Gase getrocknet wird. Bei einer
solchen Rohrmühle dehnen sich die mit den heißen Gasen in Berührung kommenden Teile der Mühle gegenüber den
kälteren insbesondere bei großen Trommellängen um beträchtliche Beträge aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Abdichtung für eine mit Überdruck betriebene
Rohrmühle zu schaffen, wobei von der Abdichtung größere Wärmedehnungsbeträge aufgenommen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
auf dem feststehenden Teil der Rohrmühle eine Sperrluftkammer angeordnet ist, die über die Gleitdichtungen
gegenüber dem drehenden Teil der Rohrmühle abgedichtet ist und die über einen zwischen dem feststehenden und
dem drehenden Teil der Rohrmühle verlaufenden Sperr luft=-
O j.3138833
kanal mit dem Mahlraum in Verbindung steht und daß der
Sperrluftkanal einen Abschnitt aufweist, der unter einem spitzen Winkel zur Längsachse der Rohrmühle verläuft.
Bei dieser Einrichtung wird durch die Sperrluft das staubbeladene Gas daran gehindert, aus dem Mahlraum
nach außen zu dringen. Diese Wirkung der Sperrluft setzt
einen engen Sperrluftkanal voraus. Andererseits ist die Kanalbreite durch die Wärmedehnung zwischen dem heißen,
drehenden und dem kälteren, feststehenden Teil der Rohrmühle begrenzt. Im Bereich des schräg verlaufenden Abschnittes
können nun große Dehnungsbeträge bei geringer Kanalbreite aufgefangen werden, wobei gleichzeitig eine
Labyrinthwirkung erzielt wird.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in ider Zeich
nung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine nur teilweise dargestellte
Rohrmühle und
Fig. 2 und 3 die Einzelheit Z nach Fig. 1.
Die Rohrmühle besteht aus einer Trommel .1, die mit Mahlplatten ausgekleidet und mit Mahlkugeln gefüllt ist.
An die Trommel 1 schließen sich zu beiden Seiten zwei gleichartig ausgebildete hohle Zapfen 2 an. Die Trommel 1
ist an ihren beiden Enden mit je einem Laufring 3 versehen. Sie wird über einen, die Trommel 1 umgebenden Zahnkranz,
in den ein durch ein Motor angetriebenes Ritzel eingreift/ angetrieben. Dieser Antrieb ist bei Rohrmühlen
allgemein bekannt und nicht näher dargestellt.
Innerhalb des Zapfens 2 ist ein Führungsrohr 4 angeordnet,
durch das erwärmte Luft als Trocknungsmedium und Trägergas in den Mahlraum innerhalb der Trommel 1 mit
einem Druck eingeblasen wird, der oberhalb des atmosphärischen Druckes liegt. Das Führungsrohr 4 ist von einer
Spirale 5 umgeben, die auf ihren äußeren Umfang durch ein Schleißrohr 6 begrenzt ist.
An den feststehenden Teil des Zapfens 2 sind eine Steigleitung 7 und eine Falleitung 8 angeschlossen, die zu
einem nicht dargestellten Sichter führen. Das gemahlene Gut wird zusammen mit dem Trägergas durch den Ringraum
zwischen dem Führungsrohr 4 und dem Schleißrohr 6 in die Steigleitung 7 gefördert. Das Rohgut gelangt durch das
Fallrohr 8 in den genannten Ringraum und wird durch die Spirale 5 in den Mahlraum der Trommel 1 gefördert.
Die Abdichtung der Rohrmühle erfolgt durch Sperrluft von höherem Druck als der Druck im Mahlraum der Trommel 1.
Die Sperr luft wird einer Sperr luftkammer 9 zugeführt,,
die den Zapfen 2 ringförmig umgibt und auf dem feststehenden Teil des Zapfens 2 angeordnet ist. Die Sperrluftkammer
9 wird von einer Seitenwand 10, einer ringförmigen Bodeneinheit 11 und der gewinkelten Verlängerung
zweier Ringsegmente 12 begrenzt. Die Seitenwand 10 und die Bodeneinheit 11 sind fest miteinander und lösbar
mit den Ringsegmenten 12 über eine Scheibe 21 verbunden. Die Ringsegmente 12 sind in axialer Richtung geteilt
und miteinander fest verschraubt.
In die Sperrluftkammer 9 ragt konzentrisch zum Schleißrohr 6 eine Ringplatte 13 hinein, die mit einem Flansch
14 verbunden ist, der zusammen mit einem Gegenflansch auf den drehenden Teil des Zapfens 2 befestigt ist.
Der Flansch 14 und der Gegenflansch 20 sind mittels Schrauben lösbar verbunden. Dabei greift der Plansch
14 mit einem Vorsprung in eine Ausnehmung des Gegenflansches 20 ein.
5
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An den Berührungsstellen zwischen der sich mit der
Trommel 1 und dem Zapfen 2 drehenden Ringplatte 13 einerseits und den feststehenden Ringsegmenten 12 und der
Bodeneinheit 11 andererseits sind Gleitringdichtungen 15 vorgesehen. Die Gleitringdichtungen 15 können aus.
vollen Ringen oder aus ringförmigen Segmenten bestehen. Die Ausbildung aus ringförmigen Segmenten bringt den
Vorteil einer leichteten Montage mit sich und läßt ein Nachstellen der Gleitringdichtung bei Verschleiß zu.
Eine Kontrolle und ein Nacharbeiten der Gleitringdichtungen
15 ist möglich, da die Ringsegmente 12 nach Lösen der Verschraubung entfernt werden können und so die
Gleitringdichtungen 15 von außen zugänglich werden.
Zusätzlich zu den Gleitringdichtungen 15 ist zwischen
der Ringplatte 13 und den Ringsegmenten 12 eine Stopfbuchse 16 vorgesehen. Diese Stopfbuchse 16 wird durch
eine Stopfbuchsbrille 17 angedrückt.
ι*
Die Sperrluftkammer 9 ist über einen Sperrluftkanal mit
dem Inneren des Zapfens 2 und damit mit dem Mahlraum verbunden. Der Sperrluftkanal besteht aus zwei geraden,
konzentrisch zum Zapfen 2 verlaufenden Abschnitte 18, die durch einen schräg verlaufenden Abschnitt 19 verbunden
sind, der unter einem spitzen Winkel zur Längsachse der Rohrmühle angeordnet ist. Die Länge des geraden
Teiles des Sperrluftkanales ist um ein Mehrfaches größer als die Länge des schräg verlaufenden Abschnittes 19.
Die Breite des geraden Abschnittes 18 kann in einfacher Weise auf die notwendige Breite eingestellt werden, um
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eine erwünschte Labyrinthwirkung zu erzielen» Die Breite
des geraden Abschnittes 18 ist daher geringer als die Breite des schräg verlaufenden Abschnittes 19, In dem
schräg verlaufenden Abschnitt 19 macht sich die thermisch bedingte Längenänderung zwischen den warmen,, drehenden
Teil und dem feststehenden Teil der Rohrmühle bemerkbar. Durch die Neigung des schräg verlaufenden Abschnittes
19 können größere Längenänderungen bei geringer Kanalbreite ohne Zwang aufgenommen werden, In der Fig„ 2
ist die Längenänderung mit a und die Kanalbreite des schräg verlaufenden Abschnittes 19 mit b bezeichnet.
Wie sich erkennen läßt, ist die zugelassene Längenänderung um einen etwa 6-fachen Wert größer als die Kanalbreite.
Durch den schräg verlaufenden Abschnitt 19 wird ebenfalls eine Labyrinthwirkung erzielt.
Bei der in der Fig. 3 gezeigten Ausfürhung ist das Schleißrohr 6 im Bereich der Abdichtung geteilt, wobei ein Teil
des Schleißrohres 6 mit der Ringplatte 13 verbunden ist, In diesem Fall ist der freitragende Teil des Schleißrohres 6 verkürzt, so daß sich diese Ausführung für lange
Schleißrohre 6 empfiehlt.
Der Winkel <x , unter dem der schräg verlaufende Abschnitt
19 des Sperrluftkanales angestellt ist, richtet sich bei einer vorgegebenen Temperatur nach der zu erwartenden
Längendehnung im Tromme!bereich.
Andererseits ist man bestrebt, aus Platzgründen den
Winkel nicht zu klein zu wählen. Bei langen Trommeln und hohen Temperaturen wird ein kleinerer, und bei
kurzen Trommeln -und niedrigen Temperaturen wird ein größerer Wert für den Winkel eingesetzt.
Zur Anpassung an die Breite des schräg verlaufenden Abschnittes 19 ist die Seitenwand 10 der Sperrluftkammer 9
zusammen mit der Bodeneinheit 11 verschiebbar gegenüber
der fest mit dem feststehenden Teil des Zapfens 2 verbundenen
Scheibe 21 angeordnet. Mehrere Andrückschrauben 22 sind durch die Scheibe 21 geführt und in der
Seitenwand 10 und der Scheibe 21 gehalten. Durch ein Verstellen der Andrückschrauben 22 läßt sich die Breite
des schräg verlaufenden Abschnittes 19 auf einen solchen Wert einstellen, der gerade ausreicht, um die zu erwartenden
Längenänderungen aufzufangen. Das Verstellen kann außer mit Hilfe der beschriebenen Andrückschrauben auch
auf hydraulische Weise erfolgen.
Claims (6)
1. Abdichtung für eine mit überdruck im Mahlraum betriebene,
aus einer Trommel (1) mit seitlichen hohlen Zapfen (2) bestehenden Rohrmühle unter Verwendung
von Gleitdichtungen, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß auf dem feststehenden Teil der Rohrmühle eine Sperrluftkammer (9) angeordnet
ist, die unter einem höheren Druck als der Mahlraum steht, die über die Gleitdichtungen (15) gegenüber
dem drehenden Teil der Rohrmühle abgedichtet ist und die über einen zwischen dem feststehenden und dem
drehenden Teil der Rohrmühle verlaufenden Sperrluftkanal
mit dem Mahlraum in Verbindung steht und daß der Sperrluftkanal einen Abschnitt (19) umfaßt,
der unter einem spitzen Winkel zur Längsachse der Rohrmühle verläuft.
2. Abdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des schräg verlaufenden
Abschnittes (19) des Sperrluftkanales mechanisch
oder hydraulisch verstellbar ist. ·
3. Abdichtung nach Anspruch 1 oder 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Sperrluftkanal
einen in Richtung der Längsachse der Rohrmühle verlaufenden geraden Abschnitt (18) aufweist, dessen
Länge ein Mehrfaches der Länge des schräg verlaufenden
Abschnittes (19) beträgt.
4. Abdichtung nach Anspruch 3, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die Breite des geraden Abschnittes (18) des Sperrluftkanales geringer ist
als die Breite des schräg verlaufenden Abschnittes (19).
5. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4/ dadurch gekennzeichnet,
daß der die Gleitdichtungen (15) umschließende, feststehende Teil der Sperrluftkammer (9) axial
geteilt ist und aus lösbar miteinander verbundenen Ringsegmenten (12) besteht.
6. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennze ichnet ,
daß jeder der beiden Zapfen (2) der Rohrmühle von einer Sperrluftkammer (9) ringförmig umgeben ist«
Priority Applications (9)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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