DE3138029C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3138029C2 DE3138029C2 DE19813138029 DE3138029A DE3138029C2 DE 3138029 C2 DE3138029 C2 DE 3138029C2 DE 19813138029 DE19813138029 DE 19813138029 DE 3138029 A DE3138029 A DE 3138029A DE 3138029 C2 DE3138029 C2 DE 3138029C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- signal
- food
- weight
- microprocessor
- oven
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/64—Heating using microwaves
- H05B6/72—Radiators or antennas
- H05B6/725—Rotatable antennas
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/64—Heating using microwaves
- H05B6/6447—Method of operation or details of the microwave heating apparatus related to the use of detectors or sensors
- H05B6/645—Method of operation or details of the microwave heating apparatus related to the use of detectors or sensors using temperature sensors
- H05B6/6452—Method of operation or details of the microwave heating apparatus related to the use of detectors or sensors using temperature sensors the sensors being in contact with the heated product
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/64—Heating using microwaves
- H05B6/6447—Method of operation or details of the microwave heating apparatus related to the use of detectors or sensors
- H05B6/6464—Method of operation or details of the microwave heating apparatus related to the use of detectors or sensors using weight sensors
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B6/00—Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
- H05B6/64—Heating using microwaves
- H05B6/72—Radiators or antennas
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Electric Ovens (AREA)
- Control Of High-Frequency Heating Circuits (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum
Betrieb eines Mikrowellenofens mit den Merkmalen des Oberbegriffes
von Patentanspruch 1 bzw. Patentanspruch 3. Verfahren
bzw. Vorrichtungen solcher Art sind aus der FR-OS 24 50 024
bekannt.
Das Kochen mit herkömmlichen Gas- oder Elektroöfen ist relativ
unkompliziert, wenn man es mit dem Kochvorgang in einem Mikrowellenofen
vergleicht. Im allgemeinen müssen nur die Temperatur
und Zeit als Parameter berücksichtigt werden. Der Ofen
wird normalerweise auf eine bestimmte Temperatur vorgeheizt.
Anschließend wird das Kochgut während einer bestimmten Zeitspanne
in den Ofen verbracht, wobei die Zeitspanne eine Funktion
des Gewichts des Kochgutes sein kann. Ein Truthahn wird
beispielsweise bei einer Temperatur von etwa 180°C gekocht,
wobei die Kochzeit etwa 20 Minuten pro Pfund beträgt. Die
Wärme wandert in einem herkömmlichen Brat- oder Backofen von
der Oberfläche des Kochgutes allmählich durch Wärmeleitung
nach innen, wodurch die Innentemperatur ansteigt und die
physikalischen Änderungen hervorgerufen werden, die Bestandteil
des Kochprozesses sind. Es ist ein typisches Merkmal eines
solchen Kochvorgangs, daß die Kochzeit um so länger ist, je
größer das Kochgut ist und je mehr es wiegt. Ein Blick in die
meisten Koch- und Rezeptbücher zeigt, daß die Kochzeit eine
von dem Gewicht des Kochgutes linear abhängige Funktion ist.
Bekanntlich arbeiten Mikrowellenöfen nach einem anderen
Prinzip. Das in dem Ofenraum wirksame Mikrowellenfeld, das
keine Erhöhung der Lufttemperatur erwirkt, wird von dielektrischen
Materialien absorbiert und bewirkt eine innere Erwärmung
dieser Materialien. Aufgrund des für Mikrowellenöfen
geltenden anderen Kochprinzips ist die Betimmung der Kochzeit
als eine von dem Gewicht linear abhängige Funktion nicht
praktikabel.
Bei einer aus der FR-OS 24 50 024 bekannten Vorrichtung zur
Steuerung eines Magnetrons für einen Mikrowellenofen befindet
sich in diesem eine Waage, welche eine Steuereinrichtung zur
Bestimmung der Einschaltzeit des Magnetrons in lineare Abhängigkeit
von dem Gewicht des Kochgutes beeinflußt.
Aus der DE-AS 26 22 308 und der DE-AS 27 06 367 ist es ferner
bekannt, die Energiezufuhr zum Ofenraum eines Mikrowellenofens
in Abhängigkeit von einem bestimmten augenblicklichen
Behandlungszustand des Gargutes oder Kochgutes zu steuern.
Bestimmte Behandlungs- und Erwärmungsaufgaben, etwa das Erwärmen
von Suppe, lassen sich mit diesen Vorrichtungen nicht bewältigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw.
eine Vorrichtung zum Betrieb eines Mikrowellenofens mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 bzw. des Patentanspruches 3
so auszugestalten, daß trotz einer Vereinfachung der Bedienung
und der Steuerung für die Mikrowellenquelle reproduzierbare
Kochergebnisse erzielt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren bzw.
eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 bzw.
Patentanspruch 3 gelöst. Eine vorteilhafte Weiterbildung des
Verfahrens nach der Erfindung ist in Anspruch 2 gekennzeichnet,
vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Einrichtung
bilden Gegenstand der Ansprüche 4 bis 6.
Im folgenden seien Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Frontansicht eines Mikrowellenofens in
teilweise geschnittener Darstellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Mikrowellenofens entsprechend
der Linie 2-2 von Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht des Mikrowellenofens entsprechend
der Linie 3-3 von Fig. 1,
Fig. 4 eine Einzelheit der in den Mikrowellenofen inkorporierten
Waage, nämlich das Federglied, die Lichtquelle
und den optischen Empfänger, in einer von der
Ausführung gemäß Fig. 1, 2 und 3 abweichenden Ausführungsform,
Fig. 5 ein Blockschaltbild eines Mikrowellenofens,
Fig. 6 eine Darstellung des Bedienungsfeldes des Mikrowellenofens
in einer gegenüber Fig. 1 vergrößerten
Darstellung.
Fig. 7 ein Flußdiagramm des Programms für den Mikrowellenofen,
Fig. 8 ein Operationsdiagramm des Mikrowellenofens
unter Verwendung des Flußdiagramms von Fig. 7,
Fig. 9 das in Verbindung mit dem Flußdiagramm von
Fig. 7 verwendete Interruptschema,
Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel des in Fig. 5
verwendeten Mikroprozessors und der zugeordneten
Hardware,
Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht der Waage bei einem
Mikrowellenofen mit bodenseitiger Energieeinspeisung,
Fig. 12 zeigt eine der Linie 12-12 von Fig. 11 entsprechende
Draufsicht des Mikrowellenofens gemäß Fig. 11.
Der in Fig. 1 in teilweise geschnittener Darstellung
gezeigte Mikrowellenofen besitzt einen Ofenraum 10, in
dem sich ein mit 12 bezeichnetes Kochgut befindet. Der
Ofenraum 10 besitzt eine Zugangsöffnung, die mittels
einer nicht dargestellten Tür verschließar ist. Im Rahmen
der vorliegenden Beschreibung sollen bekannte
Komponenten wie beispielsweise die Dichtungskonstruktion
der Tür nicht näher erläutert werden. Die Mikrowellenenergie,
die vorzugsweise eine Frequenz von
2450 MHz hat, wird von einem üblichen Magnetton 14
erzeugt, das über einen Wellenleiter 15 an einen rotierbaren
Primärstrahler 16 angekoppelt ist. Dieser erzeugt
ein Strahlungsmuster, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß ein wesentlicher Teil der abgestrahlten Energie von
dem Kochgut 12 absorbiert wird, bevor sie von den
Wänden des Ofenraumes reflektiert wird. Der Primärstrahler
16 besitzt Antennenelemente 16a, die in zwei
Doppelfeldern angeordnet sind. Die einzelnen Antennenelemente
16a werden an einem Ende eingespeist und
bilden jeweils einen Halbwellenresonator. Sie sind jeweils
an einem als Trägerteil dienenden Leitungsstück
16b angebracht, das senkrecht zu ihrer Längsausdehnung
und zur oberen Wandung des Ofenraums 10 verläuft.
Parallel zueinander verlaufende Flache Mikrostreifenleiter
16c verbinden die einzelnen Leiterstücke 16b
mit einem zentralen Punkt 16d, der sich auf der Rotationsachse
befindet. An diesem Verbindungspunkt 16d
ist eine zylindrische Antennensonde 9 an die Strahlerstruktur
16 ausgeschlossen. Die Antennensonde 9 besitzt
eine kapazitive Kappe 7 und ist in einem in dem Wellenleiter
15 gelegenen Kunststofflager 17 gelagert. In diesem
Lager 17 sind die Antennensonde 9 und damit der
Strahler 16 drehbar gelagert, wobei die Rotationsachse
der Achse der Antennensonde 9 entspricht. Die durch
die Ausgangssonde 13 des Magnetrons 14 in den Wellenleiter
15 eingespeiste Mikrowellenenergie regt die
Antennensonde 9 an. Über Letztere gelangt die Mikrowellenenergie
durch eine Öffnung 19 in der oberen
Wandung des Ofenraums, wobei die Antennensonde 9
als Koaxialleiter wirkt. Die obere Wandung des Ofenraums
10 ist in der Weise ausgeformt, daß sie eine Art
Gewölbe 27 mit flachem konischem Querschnitt bildet,
das sich von der Hauptebene der oberen Wandung nach
außen wölbt und somit eine zumindest annähernd kreisförmige
Vertiefung bildet, die den rotierenden Strahler
zumindest teilweise umgibt und eine möglichst gleichförmige
Energieverteilung in dem zu erhitzenden Kochgut
12 bewirkt. Das genannte Gewölbe strahlt die von
dem Kochgut reflektierte Mikrowellenenergie in einen
kreisförmigen Bereich in der Mitte des Ofenraums zurück.
Ein von einem zur Kühlung des Magnetrons 14
dienenden (nicht dargestellten) Gebläse erzeugter Luftstrom
wird vorzugsweise so gelenkt, daß er durch den
Ofenraum 10 zirkuliert, um Kochdünste abzuführen.
Dieser Luftstrom wird in den Wellenleiter 15 gelenkt,
tritt durch Öffnungen 21 in der Wandung des Gewölbes
aus und bewirkt die Drehbewegung des Strahlers 16. Zu
diesem Zweck sind an dem Strahler 16 Flügel 23 angebracht,
die eine Angriffsfläche für den Luftstrom bilden,
so daß der Strahler 16 nach Art eines Windrades rotiert.
Die Flügel 23 sind aus verlustarmen Kuntstoffmaterial
hergestellt. Es können auch andere Wege zur Lenkung
des Luftstroms auf die Flügel 23 vorgesehen sein. Außerdem
kann anstelle des Luftantriebs ein (nicht dargestellter)
Elektromotor für die Drehbewegung des Strahlers
16 vorgesehen sein. Ein für Mikrowellenenergie
durchlässiger Fettschirm 25 dient als Spritzschutz, der
den Mikrowellenstrahler von dem übrigen Ofenraum
trennt.
Ein in Fig. 6 näher dargestelltes Bedienungsfeld 13
besitzt ein Tastenfeld zur Eingabe von Eingabegrößen
für einen Mikroprozessor 32 (Fig. 5) sowie Anzeigeelemente,
über welche der Mikroprozessor den jeweiligen
Betriebszustand anzeigt. Als Tastenschalter und Anzeigeelemente
eignen sich herkömmliche Bauteile. Als Tastenschalter
werden vorzugsweise kapazitive Berührungsschalter
verwendet. Als Anzeigeelemente werden
vorzugsweise digitale Displays verwendet, die die Parameter,
wie beispielsweise die Zeit, sowie die über die
Tastenschalter eingewählten Werte in digitaler Form
anzeigen. Die spezifischen Funktionen des Bedienungsfeldes
30 werden weiter unten im einzelnen beschrieben.
Unter dem Boden 18 des Ofenraums 10 befindet sich
eine Waage 20. Diese besitzt vier vertikale Tragstifte 22,
die durch in dem Boden des Ofenraums 10 im Bereich
der Ecken angebrachten Öffnungen 24 hindurchragen.
Die Tragstifte 22 tragen eine Platte 26, die in den Ecken
des Ofenraums 10 etwa 2,5 cm über dem Boden 18 liegt.
Die Platte 26 ist vorzugsweise aus einem für Mikrowellen
durchlässigen Pyrexglas hergestellt. Die Mikrowellen
dringen durch das Glas, treffen auf den Boden des
Ofenraums auf und werden von unten in das Kochgut 12
reflektiert. Dadurch kann die Mikrowellenenergie von
allen Seiten in das Kochgut eindringen. Die Platte 26
bietet außerdem einen Schutz für das Magnetron, wenn
der Mikrowellenofen versehentlich eingeschaltet wird,
ohne daß sich in dem Ofenraum ein Kochgut befindet.
Die Platte 26 läßt sich zu Reinigungszwecken zwar aus
dem Ofenraum herausnehmen, sie sollte sich jedoch
während des Betriebs immer in den Ofenraum befinden.
Das Gewicht der Platte 26, des Kochgutes 12 und
gegebenenfalls in dem Ofenraum vorhandener Teller
oder Behälter wird über die Tragstifte 22 auf die Waage
20 übertragen.
Es soll möglichst wenig Mikrowellenenergie durch
die vier Öffnungen 24 in die unter dem Ofenraum liegende
Kammer 28 dringen, in der sich die Waage 20
befindet. Deshalb ist der Umfang der vorzugsweise
krisförmigen Öffnungen 24 kleiner als eine halbe Wellenlänge.
Die Öffnungen 24 sind nur wenig größer als
die Stifte 22, die z. B. einen Durchmesser von etwa 5 mm
besitzen. Im Interesse einer möglichst genauen Wägung
ist es geboten, daß die Reibung, die ein Stift bei der Auf-
und Abwärtsbewegung in der zugeordneten Öffnung 24
erfährt, so gering wie möglich ist. Zu diesem Zweck
sollen die Toleranzen so gewählt sein, daß die Stifte
genau konzentrisch in den zugeordneten Öffnungen positioniert
sind. Außerdem soll Material mit niedrigem
Reibungskoeffizienten verwendet werden. Die Stifte
sollen vorzugsweise aus einem für Mikrowellen durchlässigen
Material, beispielsweise aus einem keramischen
Werkstoff bestehen, so daß die Öffnungen eine Mikrowellendrossel
bilden. Wenn die Stifte aus Metall bestünden,
besäße die Konstruktion die Eigenschaften einer
Koaxialleitung, wobei die Oberfläche der Öffnung den
Außenleiter und der Stift den Innenleiter bilden. Auf
diese Weise würde Mikrowellenenergie durch die Öffnung
geleitet, obwohl die Größe des Außenleiters geringer
ist als der Grenzlängenwelle entspricht.
Die Waage umfaßt vier starre Hebelarme 36. An einem
Ende jedes dieser Hebelarme befindet sich ein Bügel
37 in Form eines umgekehrten V, mit dem der Hebelarm
in einem Schneidenlager 40 gelagert ist. An dem
anderen Ende ist jeder Hebelarm über einen halbkreisförmigen
Lagerzapfen 41 an einem zweiten Arm befestigt,
so daß an dem Verbindungspunkt der beiden Arme
eine Vertikalbewegung zwischen den an den entgegengesetzten
Enden liegenden Lagerstellen möglich ist. Die
paarweise vorgesehenen Hebelarme 36 liegen zueinander
parallel, so daß jedem Hebelarm eines Paares ein
Arm in dem anderen Paar entspricht. Die einander entsprechenden
Hebelarme sind durch eine senkrecht zu
ihnen verlaufende Querstange 43 mit V-förmigem Profil
starr miteinander verbunden. In dem bevorzguten Ausführungsbeispiel
beträgt die Länge der Hebelarme 36
etwa 18 cm, während die Querstangen 43 eine Länge
von etwa 36 cm besitzen und im Abstand von etwa
2,5 cm von den Lagerstellen an den Hebelarmen 36 befestigt
sind. Diese Abmessungen sind so gewählt, daß
sich die Waage 20 in der Kammer 28 unterbringen läßt
und die Tragstifte 22 durch die Öffnungen 24 an geeigneten
Stellen in den Ofenraum 10 hineinragen. Im Bereich
eines der die Hebelarme miteinander verbindenden
Lagerzapfens 41 befindet sich ein elastisches Glied
44, das der Abwärtsbewegung der Hebelarme entgegenwirkt.
Es besteht aus einem flexiblen Metallstreifen,
das freitragend an einem Block 46 befestigt ist. An einem
der Hebelarme ist in der Nähe der Lagerzapfenverbindung
ein senkrcht zu seiner Längsrichtung verlaufender
Stab 48 starr befestigt. Am Ende dieses Stabes
befindet sich eine Scheibe 50, die auf dem elastischen
Glied 44 ruhrt.
Das Gewicht der Platte 56 und der auf ihr liegenden
Gegenstände wird über die Tragstifte 22 die durch die
in dem Boden 18 angebrachten Öffnungen 24 in den
Ofenraum ragen, auf die Waage 20 übertragen. Die Stifte
22 sind an rechteckigen Bügeln 52 befestigt, die die
Aufwärtsbewegung der Stifte in den Öffnungen 24 begrenzen.
Die rechteckigen Bügel 52 sind im Nachbarbereich
der betreffenden Hebelarme 36 an inneren Bodenpunkten
der V-förmigen Querstangen 43 starr befestigt.
Die nach unten wirkende Kraft wird unabhängig von
ihrer Verteilung auf die vier Tragstifte 52 in etwa gleichem
Verhältnis über die Querstangen und die Hebelarme
auf das elastische Glied 44 der Waage 20 übertragen.
Die Stange 48 kuppelt die Kraft von den Hebelarmen
über die Scheibe 50 auf das elastische Glied 44. Wenn
das Gewicht und die entsprechende nach unten gerichtete
Kraft anwachsen, wird das elastische Glied 44 stärker
gebogen. Das elastische Glied 44 entspricht einer
Feder. Die vertikale Position seines freien Endes ist daher
eine Funktion des auf die Tragstifte 22 wirkenden
Gewichts. Das freie Ende des elastischen Gliedes 44 ist
nach unten abgewinkelt und bildet ein Abschattungselement
57, das den Querschnitt des Lichtstrahls, der auf
eine lichtempfindliche Einrichtung 56 gerichtet ist, steuernd
beeinflußt. Wenn das auf der Platte 26 befindliche
Gewicht größer wird und das freie Ende des elastischen
Gliedes 44 dementsprechend weiter nach unten gebogen
wird, wird ein größerer Teil des Lichtstrahles abgeschattet,
so daß die durchschnittliche Helligkeit auf der
wirksamen Oberfläche der lichtempfindlichen Einrichtung
56 geringer wird. Die lichtempfindliche Einrichtung
56 besteht vorzugsweise aus einem Fototransistor,
der eine analoge Spannung liefert, die eine Funktion des
einfallenden Lichtes ist. Die Quelle 58 des Lichtstrahles
54 kann entweder eine Glühbirne sein, oder - wie in
der Fig. 4 dargestellten Ausführungsvarianten - eine
Leuchtdiode. Zwischen der Lichtquelle und der lichtempfindlichen
Einrichtung kann eine Linse angeordnet
sein, mittels derer der der Lichtstrahl auf einen vergleichsweise
kleinen Bereich fokussiert wird. Dementsprechend
ändert sich weniger die Größe der Fläche, auf
welche das Licht auftritt, als vielmehr die Intensität innerhalb
des Bereiches.
In Fig. 4 ist eine variante des elastischen Gliedes 44
und der zugeordneten Bauteile dargestellt. Die vorzugsweise
von einer Leuchtdiode gebildete Lichtquelle 58 ist
an dem freien Ende des elastischen Gliedes 44 angebracht,
das selbst freitragend an dem Block 56 befestigt
ist. Der von der Lichtquelle 58 abgegebene Lichtstrahl
54 ist auf die wirksame Oberfläche der lichtempfindlichen
Einrichtung 56 gerichtet. Zwischen der Lichtquelle
58 und der lichtempfindlichen Einrichtung 56 befindet
sich ein Abschattungselement 57a. Wenn der Stab 48
über die Scheibe 50 eine nach unten gerichtete Kraft auf
das elastische Element 44 ausübt, wird ein wachsender
Teil des Lichtstrahls 54 von dem Element 57a abgeschattet.
Dementsprechend verringert sich die am Ausgang
der lichtempfindlichen Einrichtung 56 auftretende
analoge Spannung, wenn das auf die Tragstifte 22 wirkende
Gewicht größer wird. Es kann auch ein Abschattungselement
verwendet werden, das den oberen Teil
des auf die lichtempfindliche Einrichtung gerichteten
Lichtstrahls abschattet. In diesem Fall wird der Lichtstrahl
um so weiter nach unten gerichtet, je größer das
auf der Waage lastende Gewicht ist. Dementsprechend
vergrößert sich bei wachsendem Gewicht die auf die
lichtempfindliche Einrichtung auftreffende Lichtmenge,
da der Strahl zunehmend aus dem Abschattungsbereich
des Abschattungselements heraustritt. Das hat zur Folge,
daß die Ausgangsspannung der lichtempfindlichen
Einrichtung größer wird, wenn das auf der Waage lastende
Gewicht größer wird.
Die Waage 20 bildet eine Einrichtung zur Erzeugung
einer Eingangsgröße für den Mikroprozessor 32, die für
das Gewicht der in dem Ofenraum 10 vorhandenen Gegenstände
kennzeichnend ist. Ein wesentlicher Vorteil
der vorangehend beschriebenen Waage 20 besteht darin,
daß sie sich ohne wesentliche Änderungen in käuflichen
Mikrowellenöfen installieren läßt. Bei dem speziellen
Mikrowellenofen, in welchem die Waage eingebaut
wurde, besaß die Kammer 28 im mittleren Bereich eine
Höhe von etwa 1 cm und im Bereich der Ecken und
Kanten eine Höhe von etwa 4 cm. Fig. 1 und 2 sind
insoweit nicht maßstabgerecht gezeichnet. Die Ecken
und Kanten des Bodens 18 des Ofenraums 10 sind immer
erhöht angeordnet, so daß ein auf der Platte 26
liegendes Kochgut gegenüber der leitenden Oberfläche
des Bodens angehoben ist und die dielektrischen Verluste
sehr gering sind. Die Waage, deren Höhe etwa
2,5 cm beträgt, besitzt eine im wesentlichen rechteckförmige
Struktur, wobei sich im mittleren Bereich keine
Bauteile befinden, so daß sie im wesentlichen den Randbereich
der Kammer 28 ausfüllt, dessen Höhe etwa 4 cm
beträgt; da sich im mittleren Bereich der Waage keine
Konstruktionsteile befinden, kann sie auch bei solchen
Mikrowellenöfen verwendet werden, bei denen die Mikrowellenenergie
am Boden des Ofenraums eingespeist
wird. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel wird weiter
unten in Verbindung mit Fig. 11 und 12 näher beschrieben.
Fig. 5 zeigt das Blockschaltbild für einen Mikrowellenofen
gemäß der Erfindung. Die Waage 20 liefert an
den Mikroprozessor 32 ein Eingangssignal, das für das
Gewicht des in dem Ofenraum befindlichen Kochguts
kennzeichnend ist. Unter Verwendung der Gewichtsangabe
des Kochguts erarbeitet der Mikroprozessor zusammen
mit anderen Eingangsparametern das "Zeitprofil"
der Leistung des Magnetrons und steuert seinen Betrieb.
Die von der lichtempfindlichen Einrichtung der Waage
20 abgegebene analoge Spannung wird einem Multiplexer
60 zugeführt, der unter dem Steuereinfluß des
Mikroprozessors 32 steht. Der Multiplexer 60 stellt für
den Mikroprozessor 32 eine Wähleinrichtung dar, mit
deren Hilfe jeweils eine aus einer Mehrzahl von analogen
Eingangsgrößen ausgewählt wird, die einem Analog-
Digitalwandler 62 zuzuführen ist. In Letzterem wird
die Eingangsgröße in ein von dem Mikroprozessor 32
verarbeitbares digitales Signal umgewandelt. Ein Beispiel
für eine andere analoge Eingangsgröße ist das von
einem herkömmlichen Mikrowellen-Temperaturfühler
gelieferte Temperatursignal.
Ein Taktgenerator 64 liefert den Bezugstakt für den
Mikroprozessor 32. Der Taktgenerator 64 beinhaltet ein
Filter, das mit dem Wechselstromnetz verbunden ist,
sowie einen Nulldurchgangsdetektor, dessen Ausgangssignal
dem Mikroprozessor zugeführt wird.
Ferner sind ein Tastenfeld 63 sowie Anzeigevorrichtungen
65 vorgesehen.
Fig. 6 zeigt das Bedienungsfeld 30 von Fig. 1 in vergrößerter
Darstellung. Dieses Bedienungsfeld beinhaltet
Tasten und Anzeigeelemente. Die Tasten sind - wie
bereits erwähnt - vorzugsweise als kapazitive Berührungsschalter
bekannter Art ausgebildet. Zwischen dem
Tastenfeld und dem Mikroprozessor befindet sich eine
Schnittdarstellung üblicher Art, die im folgenden auch
als Interface bezeichnet wird. Derartige Interface-
Schaltungen sind durch handelsübliche Mikrowellenöfen
bekannt. Es ist ferner ein Interface vorgesehen, das
den Mikroprozessor 32 an die Anzeigevorrichtungen
des Bedienungsfeldes 30 anpaßt. Das Tastenfeld umfaßt
Berührungsschalter 69, die mit Zahlen 0 bis 9 beschriftet
sind, sowie weitere Tastschalter, die mit Bezeichnungen
versehen sind, welche ihre Funktion kennzeichnen:
UHR, ZEITVORWAHL, BEHÄLTERGEWICHT,
AUFTAUEN, WÄRMEN, ERHITZEN, KOCHPROGRAMM,
WENDEZEIT, TEILLEISTUNG, ZEITGEBER.
Ferner sind Tastenschalter 67 vorgesehen, die mit
den Bezeichnungen START, STOP/RÜCKSTELLEN
und LICHT versehen sind. Die Anzeigevorrichtung beinhaltet
Digitalanzeigen 66, Betriebsanzeigelampen 68,
die den entsprechend beschrifteten Berührungsschaltern
zugeordnet sind, sowie eine Digitalanzeige 70, die
dem Tastenschalter mit der Funktion KOCHPROGRAMM
zugeordnet ist.
Die mit den Ziffern 0 bis 9 versehenen Berührungstasten
können in herkömmlicher Weise zur Eingabe von
Daten in den Mikroprozessor verwendet werden. Wenn
der Mikrowellenofen beispielsweise nicht in Gebrauch
ist, zeigt die Digitalanzeige 66 die Tageszeit an. Zur
Änderung der Zeitanzeige betätigt de Benutzer die
Nummertasten entsprechend der gewünschten Zeit.
Diese Zeit wird in der Digitalanzeige 66 angezeigt.
Wenn der Benutzer anschließend die Taste UHR betätigt,
wird die angezeigte Zeit in den Mikroprozessor
eingegeben und damit zur neuen Grundlage für die angezeigte
Tageszeit. Ein anderes Beispiel für die Verwendung
der Nummerntasten ist die Anzeige der Kochzeit.
Bei der Betätigung der Taste START zählt die angezeigte
Zeit rückwärts bis zum Ausschalten des Ofens. Durch
Betätigen der der Funktion AUFTAUEN zugeordneten
Taste steuert der Mikroprozessor das Magnetron in der
Weise, daß tiefgefrorene Lebensmittel von etwa minus
18°C auf beispielsweise 4°C erwärmt und damit aufgetaut
werden. Durch Betätigen der Taste mit der Funktion
WÄRMEN steuert der Mikroprozessor das Magnetron
in der Weise, daß Lebensmittel von beispielsweise
4°C auf beispielsweise 18°C erwärmt werden.
Der Tastenschalter mit der Funktion ERHITZEN aktiviert
den Mikroprozessor in der Weise, daß das Magnetron
eine im Mikrowellenofen befindliche Speise
von beispielsweise 18°C erhitzt. Bei Betätigung des Tastenschalters
für die Funktion KOCHPROGRAMM
steuert der Mikroprozessor das Magnetron in der Weise,
daß das im Ofenraum befindliche Kochgut während
des Kochprozesses die gewünschte Temperatur von
beispielsweise 70°C beibehält oder auch auf eine höhere
Temperatur erhitzt wird. Mit anderen Worten die den
Funktionen ABTAUEN, WÄRMEN, ERHITZEN und
KOCHPROGRAMM entsprechenden Eingangsgrößen
sind für die Anfangstemperatur der Speisen kennzeichnend.
Vor Kochbeginn kann ein für die spezielle Speise
geeignetes Kochprogramm gewählt werden, indem eine
Nummerntaste mit der entsprechenden Zahl gedrückt
und sodann die Taste KOCHPROGRAMM betätigt
wird. Das ausgewählte Programm wird in der Digitalanzeige
70 angezeigt. Bei der weiter unten beschriebenen
Betriebsart "gewichtsabhängiges Kochen" kann die Taste
mit der Funktion TEILLEISTUNG gedrückt werden,
wobei die Funktion "Temperatur halten" aktiviert
wird, bei der der Leistungszyklus des Magnetstroms
verringert wird. Die Anzeigen"1/2", "1/4" und "1/8" werden
durch wiederholte Betätigung der Taste TEILLEISTUNG
während des herkömmlichen Zeitkochbetriebs
aktiviert. Die Taste ZEITVORWAHL dient dazu, den
Mikrowellenofen für eine spätere Zeit zu programmieren.
Die Funktion WENDEZEIT liefert ein akustisches
Signal und schaltet den Ofen aus, wenn das Kochgut
gewendet werden muß oder ein anderweitiger Eingriff
im Ofen vorzunehmen ist. Die Funktion ZEITGEBER
dient als rückwärtslaufende Uhr und veranlaßt Signalgabe
am Ende der vorgewählten Zeit. Der Tastknopf
mit der Bezeichnung START veranlaßt die Ausführung
eines besonderen ausgewählten Unterprogramms,
durch welches das Magnetron eingeschaltet wird. Der
Knopf mit der Bezeichnung STOP/RÜCKSTELLEN
schaltet das Magnetron aus. Durch Betätigung des
Knopfes mit der Bezeichnung LICHT wird eine (nicht
dargestellte) Lampe zur Erleuchtung des Ofenraums
ein- und ausgeschaltet.
Die Verwendung von Mikroprozessoren zur Steuerung
von Mikrowellenöfen hat sich im vergangenen
Jahrzehnt durchgesetzt. Alle führenden Herstellerfirmen
bieten mikroprozessorgesteuerte Mikrowellenöfen
an. Der Mikroprozessor erhält seine Eingangsinformationen
von einem Tastenfeld sowie von Sensoren
und liefert Ausgangssignale zur Steuerung des Magnetrons
und der Anzeigevorrichtung. Bei dem in Fig. 5 dargestellten
Blockschaltbild ist als neuer Sensor eine Waage
hinzugefügt, mittels derer das Gewicht der in den
Ofenraum eingebrachten Gegenstände abgewogen
wird. Die Auswahl eines geeigneten Mikroprozessors
und seine Programmierung zur Asuführung entsprechender
Funktionen ist dem einschlägigen Fachmann
ohne weiteres möglich.
Die ersten mikroprozessorgesteuerten Öfen benutzen
handelsübliche Standardprozessoren in integrierter
Schaltung. Das Anwendungsprogramm war in einem
Lesespeicher niedergelegt. Diese Systeme benötigten
im allgemeinen zahlreiche Eingabe-/Ausgabekomponenten,
die die Schnittstellen zwischen dem Mikroprozessor
und dem übrigen System bildeten. Diese Schnittstellenkomponenten
sind dem einschlägigen Fachmann
vertraut.
In der jüngeren Vergangenheit ist bei den Herstellern
von Mikrowellenöfen zunehmend der Trend zur Verwendung
von kundenorientierten integrierten Schaltungen
zur Steuerung der Mikrowellenöfen zu beachten.
Das große Liefervolumen dieser spezialisierten integrierten
Schaltungen versetzt die Bauelementehersteller
in die Lage, die bei der Umwandlung der Benutzerforderungen
in konkrete Schaltungen auftretenden Entwicklungskosten
auf eine große Zahl von integrierten
Schaltungen zu verteilen und damit die Kosten der einzelnen
Einheiten zu verringern. Außerdem besteht ein
zunehmender Trend zur Integration von immer mehr
Funktionen in einer einzigen integrierten Schaltung auf
Siliziumbasis, so daß immer mehr diskrete Bauelemente
und Interface-Schaltungen, wie z. B. Treiberschaltungen
für die Segmente der Ziffernanzeigen, Analog-Digitalwandler,
Multiplexer, Nulldurchgangsdetektoren, Filter
und Tastenfeld-Schnittstellenschaltungen, entfallen.
Auf dem Hintergrund der vorangehenden Ausführungen
sei noch einmal Fig. 5 betrachtet. Der Mikroprozessor
32 ist bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine
kundenspezifische integrierte Schaltung, wie sie von
einer Vielzahl von Herstellern elektronischer Bauelemente
entwickelt und in den Handel gebracht wurde.
Die integrierte Schaltung besitzt integrierte Interface-
Funktionen. Auch der Multiplexer 60 und der Analog-
Digitalwandler 62 können in die integrierte Schaltung
des Mikroprozessors einbezogen sein, so daß Analogsignale
unmittelbar dem betreffenden Halbleiterelement
zugeführt werden können. Ein abweichendes Ausführungsbeispiel
des Mikroprozessors 32 wird weiter unten
beschrieben.
Bei der Schaltung gemäß Fig. 5 empfängt der Mikroprozessor
32 Eingangssignal von der Waage 20 und der
Tastatur 63 des Bedienungsfeldes 30. Zusätzlich zu den
herkömmlichen Funktionen wie beispielsweise Kochen
während einer voreingestellten Zeit, Kochen mit vorgewählter
Leistung, Überwachung der Temperatur, Überwachung
und Anzeige der Zeit für einen notwendigen
Eingriff, führt der Mikroprozessor 32 eine neue Funktion
aus, die die Bedienung weiter erleichtert. Diese
neue Funktion besteht darin, daß der Mikroprozessor
das Gewicht des in den Kochraum eingebrachten Kochguts
mit der Anfangstemperatur des Kochguts verknüpft
und daraus die Kochzeit bestimmt.
In Fig. 7, 8 und 9 sind Flußdiagramme für eine entsprechende
Programmierung des Mikroprozessors 32
dargestellt. Viele der herkömmlichen Funktionen, wie
beispielsweise Überwachung eines notwendigen Eingriffs,
sind in die folgenden Betrachtungen nicht einbezogen.
Ihre Berücksichtigung in dem Flußdiagramm und
die Programmierung von Mikroprozessoren aus Flußdiagrammen
allgemein ist jedoch dem einschlägigen
Fachmann bekannt. Zunächst sei Fig. 7 betrachtet:
Nach dem EINSCHALTEN der Stromversorgung findet
ein RÜCKSTELLEN des Mikroprozessors in einem
definierten Anfangszustand statt. Hierzu gehören verschiedene
Löschprozeduren wie beispielsweise eine
Vorbereitung der Ausgangskanäle. Zum BERECHNEN
der Erhitzungszeiten dient folgende Gleichung:
Darin bedeuten HUS die Zahl der Wärmeeinheiten,
FW das Gewicht des Kochguts, DW das Gewicht des
Tellers oder Behälters, SHD die spezifische Wärme des
Tellers oder Behälters, OPL den Leistungspegel des
Ofens, PLS die Wahl des Leistungspegels und CF einen
Kopplungsfaktor.
Der erste Ausdruck in der Gleichung für die Erhitzungszeit,
nämlich die Vorwahl der Wärmeeinheiten, ist
beispielsweise in Joule pro kg des Kochguts ausgedrückt.
Es hat sich herausgestellt, daß die pro Gewichtseinheit
des Kochguts erforderliche Anzahl von Wärmeeinheiten
teilweise eine Funktion des Temperatrurbereichs
ist, über den das Kochgut erhitzt werden soll und
in welchem chemische und/oder physikalische Änderungen
in dem Kochgut stattfinden. Dieser Ausdruck der
Gleichung wird durch eine stark vereinfachte Eingabe
des Benutzers über das Tastenfeld bestimmt. Hierzu sei
noch einmal auf Fig. 6 Bezug genommen: Der Benutzer
gibt die Anfangstemperatur ein, indem er eine der folgenden
Tasten betätigt: Die Taste AUFTAUEN für tiefgekühlte
Lebensmittel mit einer Temperatur von beispielsweise
minus 18°C, die Taste WÄRMEN für Lebensmittel
mit einer Temperatur von etwa 4°C, die im
Innenraum eines normalen Kühlschranks herrscht, die
Taste ERHITZEN für Lebensmittel mit Raumtemperatur
(18°C). Durch Betätigen von mehr als einer dieser
Tasten wird für jede Funktion ein getrennter Zyklus in
Gang gesetzt und es findet eine getrennte Berechnung
nach der oben angegebenen Erhitzungszeitgleichung
für jeden Zyklus statt. Für den Zyklus AUFTAUEN
werden beispielsweise 50 Kcal/kg in die Gleichung eingegeben,
für den Zyklus WÄRMEN 15 Kcal/kg, für den
Zyklus ERHITZEN 50 Kcal/kg und für den Zyklus KOCHEN
in Abhängigkeit von dem durch die Tastenschalter
vorgewählten und in dem Tastenschalter KOCHPROGRAMM
angezeigten Programm 12 bis 125 Kcal/kg.
Obwohl die für KOCHEN in die Gleichung eingegebene
Zahl der Wärmeeinheiten die Erhitzungszeit für
maximalen Leistungspegel bestimmt, vergrößert sich
diese Zeit um einen spezifischen Faktor, wenn eine
TEILLEISTUNG gewählt wird. Mit anderen Worten, es
wird die gleiche Anzahl von Wärmeeinheiten für die
jeweilige Kochaufgabe geliefert, diese jedoch über eine
größere Zeitspanne verteilt, um ein zarteres Kochen
oder Sieden zu erzielen.
Der zweite Ausdruck in der Gleichung für die Erhitzungszeit
ist die Summe aus dem Gewicht des Kochguts
und dem Gewicht des Tellers oder Behälters, wobei
letzteres mit seinem spezifischen Wärmewert multipliziert
ist. Die Berücksichtigung des Gewichts des Kochguts
in der Gleichung versteht sich von selbst; die Multiplikation
der Gewichtseinheiten (kg) mit den gewählten
Wärmeeinheiten (Kcal/kg) liefert im Zähler der Gleichung
die Anzahl der Wärmeeinheiten, die nach Division
durch die Einheiten (z. B. Kcal/min) des Zählers
einen Quotient liefert, dessen Einheit und die gewünschte
Zeiteinheit, z. B. Minute ist. Die Einbeziehung des
Gewichts und der spezifischen Wärme des Tellers oder
Behälters dient zur Kompensierung eines gewissen
Wärmeanteils, der durch Wärmeleitung von dem Kochgut
auf den Teller oder Behälter übertragen wird. Dem
Kochgut muß mit anderen Worten mehr Wärme mitgeteilt
werden, als für sein eigenes Garen erforderlich wäre,
da ein Teil der Wärme durch Wärmeleitung an den
Teller oder Behälter verlorengeht. Zur Vereinfachung
für den Benutzer ist bei der Berechnung der Gleichung
für die Erhitzungszeit angenommen, daß die spezifische
Wärme des Tellers oder Behälters für die Zyklen WÄRMEN
und ERHITZEN, bei denen die Temperatur des
Tellers oder Behälters wegen der Wärmeleitung ansteigt,
wenn sich die Temperatur des Kochguts erhöht,
den Wert 0,2 habe. Für die Zyklen AUFTAUEN und
KOCHEN ist die spezifische Wärme des Tellers oder
Behälters zu Null angenommen, so daß das Produkt
(DW) (SHD) in der Gleichung verschwindet. Bei dem
Zyklus AUFTAUEN sind die Wärmeeinheiten, die für
die Temperaturerhöhung des Tellers oder Behälters
aufgewendet werden gegenüber den für das Auftauen
erforderlichen Wärmeeinheiten vernachlässigbar. Bei
dem Zyklus KOCHEN, der bei etwa 70°C beginnt, findet
keine merkliche Temperaturerhöhung statt. Obwohl
ein exakterer Ausdruck für den Wärmeverlust des
Kochguts (und dementsprechend für die dazu erforderliche
zusätzlich aufzubringende Wärme) auch die spezifische
Wärme des Kochguts und die Temperatur der
Gase in dem Ofenraum berücksichtigen sollte, haben
Versuche ergeben, daß die Annahmen bei der Benutzung
der Gleichung für die Erhitzungszeit für einwandfreien
Betrieb des Ofens ausreichen. Wenn die Leuchtanzeige
auf dem Tastenkopf für das TELLERGEWICHT
während des Betriebs eingeschaltet ist, ist dies
ein Zeichen dafür, daß das Tellergewicht in dem Mikroprozessor
gespeichert ist. Daher wird bei Beginn eines
neuen Kochprozesses mit einem neuen Teller oder Behälter
der Tastenknopf TELLERGEWICHT betätigt, so
daß die Leuchtanzeige erlischt. Dadurch wird das vorher
eingegebene Tellergewicht in dem Speicher des Mikroprozessors
gelöscht und die Waage auf den Wert
Null kalibriert. Das Tellergewicht kann anschließend
wieder in dem Mikroprozessor eingegeben werden, indem
entweder die entsprechenden Zahlentasten gedrückt
werden, (falls das Gewicht bekannt ist), oder indem
der Teller oder Behälter ohne Kochgut in den Ofen
eingeführt wird, wo er auf die Waage einwirkt. Durch
eine zweite Betätigung der Taste TELLERGEWICHT
wird die darauf befindliche Leuchtanzeige eingeschaltet
und zeigt an, daß das neue Tellergewicht in den Mikroprozessor
eingegeben ist.
Zwischen dem auf die Waage 20 einwirkenden Gewicht
und der Analogspannung am Ausgang der lichtempfindlichen
Einrichtung 56 besteht vorzugsweise ein
linearer Zusammenhang. In diesem Fall kann ein linearer
Analog-Digitalwandler mit geeigneter "Skaleneinteilung"
verwendet werden, so daß der Mikroprozessor
die Gewichtsinformation unmittelbar z. B. in Kilogramm
erhält. Falls die Analogspannung nicht linear mit
dem Gewicht zusammenhängt, beispielsweise wie bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 dem Gewicht
umgekehrt proportional ist, kann dies in dem Mikroprozessor
auf irgendeine bekannte Weise, beispielsweise
durch Nachschlagetabellen kompensiert werden. Für eine
möglichst genaue Wägung kann es angebracht sein,
daß der Mikroprozessor während einer Wägezeitspanne
eine Mehrzahl von Signalproben aufnimmt, die hohen
und niedrigen Werte ausscheidet und einen Mittelwert
der verbleibenden Gewichtswerte bildet. Das Gewicht
des Kochguts wird von dem Mikroprozessor errechnet,
indem er von dem unmittelbar von der Betätigung
des Tastenknopfes START ermittelten Gewicht
das Gewicht des Tellers oder Behälters nach Nullabgleich
abzieht.
Der erste Ausdruck im Nenner der Gleichung für die
Erhitzungszeit ist der Leistungspegel des Ofens. In der
Berechnung des Mikroprozessors ist angenommen, daß
dieser Wert eine Konstante von 725 W oder 10,4 Kcal/min
ist. Für den tatsächlichen Betrieb liegt im allgemeinen
ein Fehler in dieser Annahme. Sogar bei Öfen des
gleichen Modells und Herstellers ändert sich dieser
Wert über einen Bereich von etwa 100 W von Exemplar
zu Exemplar. Es ist diese Ungleichmäßigkeit der Ausgangsleistung,
die die Hersteller von Fertiggerichten
veranlaßt hat, in den auf den Verpackungen angegebenen
Kochanweisungen für Mikrowellenöfen darauf hinzuweisen,
daß die Bearbeitungszeiten sich ändern können.
Dies stimmt auch dann, wenn die Eigenschaften der
Lebensmittelprodukte wohldefiniert sind und empirisch
leicht bestimmt werden können. Außerdem kann sich
die Ausgangsleistung in Abhängigkeit von der Versorgungsspannung
ändern. Der Fehler bei der Annahme
von 725 W als Ausgangsleistung kann durch die Bemühungen,
die Öfen auf diesen Wert zu normalisieren, verringert
werden.
Der zweite Ausdruck in dem Nenner der Gleichung
für die Erhitzungszeit ist der Wert des Leistungspegels.
Wenn der Tastenknopf für TEILLEISTUNG bei der
Wahl TEMPERATURHALTEN nicht betätigt wurde,
wird für den Ausdruck PLS in der Gleichung für die
Erhitzungszeit der Wert 1 verwendet. Wenn bei der
Wahl TEMPERATURHALTEN der Knopf für TEILLEISTUNG
betätigt wurde, wird in die Gleichung der
Wert 0,3 zuzüglich 0,04 pro Pfund des Kochguts eingegeben.
Wenn das Kochgut beispielsweise 1 Pfund wiegt,
arbeitet das Magnetstrom mit 34% seiner vollen Leistung.
Wenn das Kochgut ein Gewicht von 2 Pfund hat, beträgt
die Ausgangsleistung 38% der vollen Leistung.
Dies wird durch Absenken des Lastzyklus des Magnetrons
erreicht. In der Vergangenheit hat man im allgemeinen
angenommen, daß so, wie gewisse Speisen konventionell
besser bei niedrigen als bei hohen Temperaturen
gekocht werden, so auch beim Garen mit Mikrowellen
gewissen Speisen besser mit niedrigerem Mikrowellenenergiepegel
gegart werden. Dementsprechend
bieten die meisten Mikrowellenöfen viele Wahlstellungen
für den Leistungspegel. Als Teil der Entwicklung
des gewichtsabhängigen Kochprozesses wurde herausgefunden,
daß es außerordentlich wichtig ist, die Gesamtzahl
der für ein bestimmtes Kochgut erforderlichen
Wärmeeinheiten zu bestimmen und sie ihm dann
zuzuführen. Die Geschwindigkeit, mit der die Mikrowellenenergie
an das Kochgut abgegeben wird, ist nicht so
kritisch. Der Merkmal TEMPERATURHALTEN sieht
tatsächlich nur eine Einstellung mit reduziertem Leistungspegel
vor und dieser ist eine Funktion des Kochgutgewichts.
Im allgemeinen wird die reduzierte Leistung
der Einstellung TEMPERATURHALTEN vorteilhaft
bei Teilen verwendet, die ein großes Volumen
besitzen und bei denen das Eindringen der Mikrowellenenergie
bis zur Mitte des Teils dementsprechend behindert
ist. Dabei kann eine zusätzliche Kochzeit erwünscht
sein, die es erlaubt, daß die Wärme im äußeren
Bereich des Teils zur Mitte geleitet wird und damit ein
gleichmäßigeres Erhitzen und Garen bewirkt. Es wurde
herausgefunden, daß die am besten geeignete Teilleistungseinstellung
diejenige ist, die das Kochen auf einer
Temperatur hält, die bei Teilen geringen Gewichts
etwa 30% der vollen Leistung entspricht. Die zusätzlichen
4% pro Pfund in der obengenannten PLS-Formel
dient zur Kompensation bei größeren Kochgutteilen,
die eine größere Oberfläche und damit größere Wärmeverluste
haben, die zur Aufrechterhaltung der Temperatur
ausgeglichen werden müssen. Die Annahme, daß die
Oberfläche und die Größe eines Kochguts allgemein mit
dem Gewicht in Beziehung stehen, wurde empirisch
nachgeprüft.
Der letzte Ausdruck in der Gleichung für die Erhitzungszeit
ist der Kopplungsfaktor. Nicht alle Mikrowellenenergie,
die von dem Magnetron ausgeht, gelangt in
das Kochgut. Ein Teil der Energie geht in dem System,
beispielsweise in den Wandungen, dem Wellenleiter und
der Platte der Waage verloren. Der Prozentteil der Gesamtleistung
(von beispielsweise 725 W), der in dem
Kochgut in Wärme verwandelt wird, ist teilweise eine
Funktion der Oberflächengröße des Kochguts und der
Absorptionsfähigkeit. Wenn beispielsweise eine Kartoffel
eine Kochzeit von 4 Minuten hat, ist die Kochzeit
von zwei Kartoffeln im allgemeinen weniger als das
Doppelte, z. B. 8 Minuten. Dies liegt daran, daß ein um
so größerer Prozentsatz der Gesamtleistung von dem
Kochgut absorbiert wird, je größer die in den Ofenraum
eingebrachte Beladung ist. Es wurde herausgefunden,
daß die Energieverteilung in dem Kochgut unter Berücksichtigung
der Verluste näherungsweise durch folgende
Formel ausgedrückt werden kann:
Die Konstante K kann als der in Gewicht ausgedrückte
Ofenverlust betrachtet werden. Es wurde ihr der
Wert 0,1 Pfund zugeteilt. Wenn ein Kochgut also 0,1
Pfund wiegt, hat der Kopplungsfaktor die Größe 0,5,
d. h. daß die Erhitzungszeit um den Faktor 2 verlängert
werden muß. Wenn das Kochgut hingegen 10 Pfund
wiegt, wird die Erhitzungszeit nur um den Faktor 1,1
verlängert. In Fig. 5 ist in dem Blocksymbol 32 für den
Mikroprozessor ein Diagramm eingetragen, aus dem
hervorgeht, daß die Erhitzungszeit pro Gewichtseinheit
mit zunehmendem Gewicht abnimmt, weil die Mikrowellenenergie
in die größere Masse besser eingekoppelt
wird.
Die vorangehende Diskussion der Formel für die Erhitzungszeit
ist von der Annahme ausgegangen, daß
dem Mikroprozessor bestimmte über das Tastenfeld
eingegebene Werte, beispielsweise über die Anfangstemperatur
des Kochgutes, sowie von den Sensoren
stammende Eingaben, beispielsweise das Gewicht des
Kochgutes, zur Verfügung stehen. Die erforderliche Information,
die vor dem Beginn der Berechnung benötigt
und anschließend periodisch aktualisiert wird, wird in
der in Fig. 9 dargestellten Weise durch Programmunterbrechungen
(Interrupts) gewonnen. Bei den Durchgängen
der 50-Hz-Versorgungsspannung und in den in der
Mitte zwischen zwei Nulldurchgängen liegenden Zeitpunkten,
die durch eine Zeitverzögerung von 10,0 µs
angedeutet sind, wird das Programm des Mikroprozessors
jeweils unterbrochen. In diesen Zeitpunkten veranlaßt
der Mikroprozessor die Anzeige der Parameter, die
Aktivierung der Leuchtanzeigen, die Abfrage des Tastenfeldes
und die Auswahl des Analog-Digitalkanals.
Ferner werden in diesen Zeitpunkten die vorhandenen
Tastenfelddaten und die von der Waage erzeugten Daten
in dem Speicher des Mikroprozessors aktualisiert.
Es sei nochmals das in Fig. 7 dargestellten Flußdiagramm
betrachtet: Nach der Berechnung der Gleichung
für die Erhitzungszeit für die spezifischen Betriebsparameter
findet eine mit AKTIVZUSTAND bezeichnete
Programmverzweigung statt. Der Aktivzustand ist in
Fig. 8 definiert, die die Beziehung zwischen den Ofenzuständen
darstellt. Nach dem Einschalten der Stromversorgung
geht der Mikroprozessor automatisch in einen
RESET-Zustand, der weiter oben anhand von Fig. 7 beschrieben
wurde. Anschließend geht der Mikroprozessor
automatisch in den Ruhezustand, in welchem die
Gleichung für die Erhitzungszeit kontinuierlich berechnet
wird. Der Mikroprozessor verbleibt in diesem Zustand,
bis auf dem Bedienungsfeld 30 der Knopf START
gedrückt wird. Daraufhin geht der Mikroprozessor in
einen Aktivzustand über, in welchem er solange verbleibt,
bis entweder der Knopf STOP gedrückt wird
oder die Kochfunktion beendet ist. Falls der Knopf
STOP gedrückt wird, geht der Mikroprozessor in einen
Haltezustand, aus welchem er durch Betätigung des
Knopfes START in den Aktivzustand zurückgeführt
wird oder er kehrt in den RESET-Zustand zurück, wenn
der Knopf STOP zum zweiten Mal betätigt wird. Falls
der AKTIVZUSTAND nicht gegeben ist, wird die Berechnung
der Erhitzungszeit fortgesetzt. Falls hingegen
der AKTIVZUSTAND gegeben ist, wird zur nächsten
Programmverzweigung GEWICHTSABHÄNGIGE
KOCHFUNKTIOEN? übergegangen. Diese Funktionen,
die bei der Beschreibung des Bedienungsfeldes 30
erläutert wurden, sind AUFTAUEN, WÄRMEN, ERHITZEN
und KOCHEN. Falls keine dieser Funktionen
gewählt wurde, der Prozessor aber noch aktiv ist, ist
dies ein Kennzeichen dafür, daß die Funktion ZEITABHÄNGIGES
KOCHEN ausgeführt werden soll. Wenn
eine oder mehrere der "gewichtsabhängigen" Funktionen
gewählt wurden, prüft das Programm zunächst, ob
die Funktion AUFTAUEN? markiert ist. Ist dies der
Fall, steuert der Mikroprozessor das Magnetron in der
Weise, daß es zyklisch ein- und ausgeschaltet wird, wobei
die Zykluslastzeit eine Funktion des Kochgutgewichts
ist. Wie weiter oben beschrieben wurde, erfordert
die Funktion AUFTAUEN eine Einschaltzeit des
Magnetrons derart, daß 50 Kcal des Kochguts geliefert
werden. Der Leistungspegel beträgt immer 100%. Falls
das Kochgut weniger als 1,5 kg wiegt, werden 50 Kcal
pro kg geliefert, wobei vor der nächstfolgenden Funktion
eine äquivalente Ausschaltzeit eingeschoben ist.
Falls das Kochgut mehr als 1,5 jedoch weniger als 5 kg
wiegt, werden wiederum 50 Kcal pro kg geliefert, wobei
jedoch jeweils eine Vergrößerung um 12 Kcal pro kg
stattfindet und die zwischenliegenden Zeitintervalle der
Zeit entsprechen, die für die Erzeugung von 25 Kcal pro
kg erforderlich sind. Falls das Kochgut 5 kg oder mehr
wiegt, wird in gleicher Weise verfahren, wobei jedoch
die Ausschaltzeitintervalle der Zeit entsprechen, die zur
Erzeugung von etwa 38 Kcal pro kg erforderlich sind.
Außerdem ist die Leuchtanzeige für die Funktion AUFTAUEN
auf dem Bedienungsfeld 30 eingeschaltet. Wie
anhand von Fig. 9 erläutert wurde, finden die jeweiligen
Programmunterbrechungen (Interrupts) bei den 50 Hz
Nulldurchgängen und den in der Mitte zwischen ihnen
liegenden Zeitpunkten statt. Die Auftauzeit wird rückwärts
gezählt. Am Ende des Auftauzyklus oder falls der
Auftauzyklus nicht gewählt war, findet die nächste Programmverzweigung
WÄRMEN MARKIERT? statt.
Wenn dies der Fall ist, schaltet der Mikroprozessor das
Magnetron ein, läßt die betreffende Leuchtanzeige aufleuchten
und zählt bis zum Ende des Erwärmungszyklus
rückwärts. Am Ende des Erwärmungszyklus oder falls
der Erwärmungszyklus nicht markiert wurde, fragt der
Mikroprozessor ab, ob die Funktion ERHITZEN markiert
ist. Wenn dies der Fall ist, schaltet er das Magnetron
und die Leuchtanzeige für den Erhitzungszyklus ein
und zählt rückwärts bis zum Ende des Erhitzungszyklus.
Am Ende des Erhitzungszyklus oder falls dieser nicht
gewählt wurde, erfragt der Mikroprozessor, ob die
Funktion KOCHEN markiert ist. Wenn dies der Fall ist,
schaltet der Mikroprozessor das Magnetron sowie die
Leuchtanzeige für den Kochzyklus ein und zählt bis zum
Ende des Kochzyklus rückwärts. Nach Beendigung des
Kochzyklus oder falls der Kochzyklus nicht eingestellt
ist, kehrt das Programm zu dem Rückstell-Unterprogramm
zurück.
Wie aus Fig. 5 erkennbar ist, steuert der Mikroprozessor
die Stromversorgung 71 für das Magnetron 14.
Nach Beendigung der Kochzeit steuert der Mikroprozessor
die Stromversorgung 71 in der Weise, daß das
Magnetron 14 ausgeschaltet wird. Falls der Kochvorgang
mit reduzierter Leistung stattfindet, regelt der Mikroprozessor
den Lastzyklus des Magnetrons. Gleichzeitig
liefert er auf dem Display 65 eine visuelle Anzeige
der Einschaltzeit des Magnetrons und der gewählten
Funktionen.
Die Erfindung stellt einen beträchtlichen Fortschritt
für das Kochen mit Mikrowellenenergie dar, da sie einen
bedeutenden Schritt in Richtung auf eine vereinfachte
"Einknopfbedienung" bildet. Viele Probleme, die
mit der Bestimmung der Kochparameter durch den Benutzer
zusammenhängen, sind damit aus dem Weg geräumt.
Das Gewicht des Kochguts, das durch die in dem
Ofen vorhandene Waage automatisch bestimmt wird,
wird dem Mikroprozessor zugeführt, der so programmiert
ist,. daß er die geeignete Kochzeit errechnet, das
Magnetron entsprechend steuert und dem Benutzer den
Betriebszustand durch entsprechende Anzeigen zur
Kenntnis bringt.
In Fig. 10 ist ein von der Schaltung gemäß Fig. 5 abweichendes
Ausführungsbeispiel dargestellt. Wie bereits
früher beschrieben wurde, ist es für kommerzielle
Anwendungen wünschenswert, die Mikroprozessorsteuerung
durch eine kundenspezifische integrierte
Schaltung zu realisieren, die einen Großteil der erforderlichen
Schnittstellenfunktionen beinhaltet. Das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 10 zeigt einen für allgemeine
Zwecke bestimmten Mikroprozessor 100 mit Hilfsschaltmitteln
und Schnittstelleneinrichtungen, über die
er mit dem Bedienungsfeld des Mikrowellenofens, Sensoren
und der Magnetronsteuerung verbunden ist. Wie
aus Fig. 10 hervorgeht, ist der Mikroprozessor 100 mit
einem Datenbus 102 verbunden, der acht Leitungen umfaßt,
die mit den Pins verbunden sind. Der Mikroprozessor
100 ist außerdem mit einem Adressenbus 104 verbunden,
der 16 Leitungen umfaßt, die mit den Pins des
Mikroprozessors 100 verbunden sind. Eine herkömmliche,
mit INIT bezeichnete Startschaltung 106, die mit
den Eingangs-Pins des Mikroprozessors 100 verbunden
ist, wird lediglich beim Einschalten der Stromversorgung
verwendet. Ein mit einem Quarz versehener Taktgenerator
108 ist an die Pins 37 und 39 des Mikroprozessors
angeschlossen. Die Leitung 110 dient zur Übertragung
des Generatortakts an die peripheren Schnittstelleneinrichtungen
112 und 114, den Programmspeicher
116 und den Datenspeicher 118. Der Mikroprozessor
100 führt die gleichen Funktionen aus wie der in Verbindung
mit Fig. 5 beschriebene Mikroprozessor. Der Programmspeicher
116, der vorzugsweise als Lesespeicher
ausgebildet ist, speichert das Betriebsprogramm. Der
Mikroprozessor 100 liefert Adressen an den Adressenbus
104 um aus dem Programmspeicher 116 und aus
dem als Schreib/Lese-Speicher ausgebildeten Datenspeicher
118 Daten abzurufen. Der Mikroprozessor 100
liefert über einen Steuerbus 120 Schreibfreigabe- und
andere Steuerimpulse an den Datenspeicher 118 bzw.
die peripheren Schnittstelleneinrichtungen 112 und 114.
Die peripheren Schnittstelleneinrichtungen 112 und
114 erlauben es dem Mikroprozessor 100, die Daten aus
dem Tastenfeld 63 auszulesen, den Zustand der Sensoren
und Schalter zu testen, die Ergebnisse interner Operationen
anzuzeigen und das Magnetron zu steuern. Die
peripheren Schnittstelleneinrichtungen 112 und 114 sind
mit der Steuerleitung, der Taktleitung, der Interruptleitung,
dem Datenbus bzw. dem Adressenbus verbunden.
Die periphere Schnittstellenschaltung 112 bildet die
Schnittstelle zu dem Bedienungsfeld 30 mit dem Tastenfeld
63 und den Anzeigeeinrichtungen 65. Die für den
Mikroprozessor bestimmten Eingabegrößen des Tastenfeldes
63 werden mit Hilfe einer herkömmlichen
Matrix-Abtasttechnik abgetastet. Zu diesem Zweck besitzt
das Tastenfeld 63 eine Matrix von Schaltern, die als
Kontakte oder kapazitive Berührungsschalter ausgebildet
sind. Für das in Fig. 6 dargestellte Bedienungsfeld 30
genügt beispielsweise eine 4×6-Matrix. Es wird jedoch
eine größere Matrix beschrieben werden, wobei angenommen
wird, daß sie zusätzliche Funktionen enthält,
die hier nicht näher diskutiert sind. Die Ausgabesignale
werden sequentiell den Spalten der Matrix zugeführt,
die Zeilen werden abgetastet und dekodiert. Die Pins 10
bis 17 der Schnittstelleneinrichtung 12 sind mit acht Leitungen
124 verbunden, die zu einer Hochstrom-Ausgabepufferschaltung
126 und Segment-Ausgabeports 128
führen.
An den Ausgang der Hochstrom-Ausgabepufferschaltung
126 sind acht Leitungen 130 und 138 angeschlossen,
die über acht Verstärker 139 zu dem Tastenfeld
63 führen. Über die Leitungen 130 bis 138 werden
die aufeinanderfolgenden Spaltenabtastimpulse geliefert.
Die Zeilen der Schaltermatrix des Tastenfeldes
werden über Leitungen 140 abgetastet, die mit den Pins
der peripheren Schnittstellenschaltung 112 verbunden
sind. Durch Dekodierung der abgetasteten Daten ermittelt
der Mikroprozessor, welche Schalter der Matrix des
Tastenfeldes 63 geschlossen sind.
Die digitale Anzeigevorrichtung 75 wird mit Hilfe einer
Einrichtung in der Weise abgetastet, daß jede Ziffer
für eine kurze Zeitspanne, beispielsweise zwei Millisekunden,
sequentiell angesteuert wird. Die gesamte Anzeigevorrichtung
wird mit einer solchen Geschwindigkeit
abgetastet, daß das Auge keine störenden Flimmererscheinungen
wahrnimmt. In die Leitungen 130 bis 138
sind Treiberschaltungen eingefügt, von denen in Fig. 10
zwei Exemplare stellvertretend dargestellt sind. Diese
Treiberschaltungen bestehen aus einem Transistor Q,
Widerständen R1 und R2 von beispielsweise 1,5 Kiloohm
bzw. 1,0 Kiloohm, und sind an eine Versorgungsspannung
Vcc von beispielsweise +5 V angeschlossen.
Diese aufeinanderfolgend wirksam werdenden Treiberschaltungen
bestimmen, welche Ziffer der digitalen Anzeige
65 aktiviert wird. Die Segment-Ausgabetorschaltung
128 bestimmt, welche Segmente einer speziellen
Ziffer eingeschaltet werden. Die Torschaltung 128 ist
über Leitungen 142 bis 150, in die Widerstände R3 eingefügt
sind, mit der Anzeigevorrichtung 65 verbunden.
Als Segment-Ausgabetorschaltung 128 kann beispielsweise
eine integrierte Schaltung verwendet werden. Die
periphere Schnittstelleneinrichtung 114 liefert an ihren
Pins über (nicht dargestellte) Leitungen Daten und Abtastimpulsen
für den time-sharing-Betrieb der Leitungen
124 und die Freigabesteuerung der Torschaltung
128 und der Pufferschaltung 126.
Der Mikroprozessor 100 steuert die Ausgangsleistung
des Magnetron 73 über die periphere Schnittstelleneinrichtung
114. Diese liefert über die Leitung 160
Ausgangssignale zu einer Hochstrom-Ausgangspufferschaltung
162. Zwei Ausgänge der Pufferschaltung 162
sind mit Optokopplern 164 bzw. 166 verbunden. In einer
logischen 0 entsprechendes Signal mit niedrigem Spannungspegel
am Eingang eines Optokopplers bewirkt,
daß der Innenwiderstand an seinem Ausgang einem
Kurzschluß entspricht. Der Ausgang des Optokopplers
164 ist mit einem Triac 169 verbunden. Dieses wird
durch ein Steuersignal des Optokopplers 164 gezündet
und schaltet einen Heiztransformator 173 für das Magnetron
73 ein.
Ein weiterer Triac 169 ist an den Ausgang des Optokopplers
166 angeschlossen und wird durch ein von diesem
erzeugten Steuersignal gezündet. Dabei schaltet es
eine Hochspannungs-Stromversorgungseinrichtung 171
ein. Letztere enthält vorzugsweise einen Regeltransformator.
Der Heiztransformator 173 speist den Heizfaden
des Magnetrons 73 während die Hochspannungs-
Stromversorgungseinrichtung 171 eine Spannung von
etwa 4000 V an die Anode des Magnetrons 73 anlegt.
Eine Vielzahl üblicher Schaltungsmerkmale wie beispielsweise
Gebläse, Sicherungen und Unterbrecher
sind in Fig. 10 nicht dargestellt. Die Leuchtdiode 117, die
Bestandteil der Waage 20 ist, richtet ihren Lichtstrahl
auf einen Fotodetektor 182. Die analoge Ausgangsspannung
des Fotodetektors 182 ist vorzugsweise dem Gewicht
des in den Ofenraum angebrachten Kochgutes
direkt proportional. Die Analogspannung wird über eine
Leitung 184 einen Analog-Digitalwandler 186 zugeführt,
der über die periphere Schnittstelleneinrichtung
114 und die Leitung 188 von dem Mikroprozessor 100
derart gesteuert wird, daß er einen Ausgangsimpuls abgibt,
dessen Dauer durch die analoge Eingangsspannung
bestimmt ist. Die aus diesem Impuls abgeleitete Information
wird über die periphere Schnittstelleneinrichtung
114 auf dem Datenbus 102 dem Mikroprozessor
100 zugeführt. Durch Abzählung der Impulsdauer bestimmt
der Mikroprozessor 100 das auf der Waage lastende
Gewicht.
Fig. 11 und 12 zeigen in Seitenansicht bzw. in Draufsicht
die in einen Mikrowellenofen mit bodenseitiger
Einspeisung der Mikrowellenenergie eingebaute Waage
20. Der Ofen besitzt ein elektrisches Heizelement
200, das im Bodenbereich des Ofenraums 202 angeordnet
ist. Die Mikrowellenenergie wird von einem Magnetron
204 geliefert, dessen Ausgangssonde 206 unmittelbar
in einen Bodenschacht 208 des Ofenraums hineinragt.
Die Mikrowellenenergie wird von der Ausgangssonde
206 über einen Richtstrahler 210 mit drei Antennenelementen
212 in den Ofenraum gekoppelt. Sie breitet
sich durch eine für Mikrowellen durchlässige Abdeckung
214 aus. Eine Drosselkonstruktion 216 verhindert,
daß Mikrowellenenergie durch den Spalt zwischen den
Seitenwänden des Bodenschachts 208 und dem Boden
des Hohlraums austritt. Ein Gebläse 218 richtet einen
Luftstrom auf die Kühlrippen des Magnetrons 204, der
anschließend über die Leitung 220 durch Öffnungen 222
in den Bodenschacht 208 eintritt. Der durch die Öffnungen
222 hindurchtretende Luftstrom greift an Flügeln
224 des Strahlers 210 an und versetzt diesen in Drehbewegung.
Die Waage 20 ist in derselben Weise ausgebildet
wie die in Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Waage. Sie ruht
auf Bügeln 230, die sich von dem Boden des Ofenraums
nach unten erstrecken. Da die Waage 20 im wesentlichen
rechteckförmig ausgebildet ist und im mittleren
Bereich keine Konstruktionsteile aufweist, kann die Mikrowellenquelle
in der Mitte des Bodens angeordnet
sein. Stifte 22 ragen durch in dem Boden angebrachte
Öffnungen und tragen die Platte 26. Die Stifte 22 sind
bei diesem Ausführungsbeispiel länger als bei dem eingangs
geschilderten Ausführungsbeispiel, so daß sie das
elektrische Heizelement 200 überragen. Die Stifte 22
können auch mit Tragelementen für Gitterroste versehen
sein, so daß die Waage 20 eine Gewichtsanzeige von
auf diesen Gittern liegenden Speisen liefert.
Claims (8)
1. Verfahren zum Betrieb eines Mikrowellenofens,
- - dessen Ofen Raumwandungen aus elektrisch leitfähigem Material bestehen und
- - der mit Mikrowellenenergie einer an den Ofenraum angekoppelten Mikrowellenquelle, insbesondere eines Magnetrons, beaufschlagbar ist,
- - wobei das in dem Ofenraum (10) befindliche Kochgut (12) mittels einer Einrichtung (20) zur Erzeugung eines dem Gewicht des Kochgutes entsprechenden Signales gewogen und dieses Signal zur Steuerung der Mikrowellenquelle (14) mittels einer Steuervorrichtung (32) verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß mittels der genannten Einrichtung (20) ein dem Anfangsgewicht (FW) des Kochgutes (20) im Ofenraum entsprechenden erstes Signal gebildet wird,
- - daß mittels eines Bedienungssteuerfeldes (30) ein für Anfangstemperaturbereiche (HUS) des Kochgutes (12) kennzeichnendes zweites Signal erzeugt wird,
- - daß aus dem ersten und dem zweiten Signal in einem Mikroprozessor ein die Wirkungsdauer der Mikrowellenenergiequelle bestimmendes, der Steuervorrichtung (32) zugeleitetes drittes Signal gebildet wird,
- - das als Quotient in der Weise errechnet wird, daß die Signalwerte entsprechend dem ersten und dem zweiten Signal als Faktoren (HUS, FW) im Zähler und die Ofenleistung (OPL), eine gewählte Leistungsstufe (PLS) und ein Ofenraum-Kopplungsfaktor (CF) als Faktoren im Nenner stehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Berechnung des dritten Signals mittels des Mikroprozessors
ein dem Anfangsgewicht (FW) des Kochgutes (12) entsprechendes
erstes Signal verwendet wird, das um einen Signalwert
(DW · SHD) entsprechend dem Gewicht und der spezifischen
Wärme eines mit dem Kochgut (12) in den Ofenraum (10)
eingebrachten Tellers oder Behälters ergänzt ist.
3. Vorrichtung zur Steuerung eines Magnetrons (14) für einen
Mikrowellenofen
- - mit einem Ofenraum (10) aus elektrisch leitfähigen Ofenraumwandungen, in welchen das Magnetron (14) Mikrowellenenergie einspeist, ferner
- - mit einer Einrichtung (20) zur Erzeugung eines dem Gewicht des Kochgutes entsprechenden Signales und
- - mit einer Steuervorrichtung (32) zur Steuerung der Einschaltzeit des Magnetrons (14) in Abhängigkeit von dem Gewicht des im Ofenraum befindlichen Kochgutes (12),
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Einrichtung (20) zur Erzeugung eines dem Gewicht des Kochgutes entsprechenden Signales dieses als erstes Signal entsprechend dem Anfangsgewicht (FW) des Kochgutes (12) im Ofenraum (10) bildet,
- - daß ein Bedienungssteuerfeld (30) zur Erzeugung eines für Anfangstemperaturbereiche (HUS) des Kochgutes (12) kennzeichnenden zweiten Signales ausgebildet ist,
- - daß ein Mikroprozessor aus dem ersten und dem zweiten Signal ein der Steuervorrichtung (32) zugeleitetes drittes Signal erzeugt, das als Quotient mit den Signalwerten entsprechend dem ersten und dem zweiten Signal als Faktoren (HUS, FW) im Zähler und mit der Ofenleistung (OPL), einer gewählten Leistungsstufe (PLS) und einem Ofenraum-Kopplungsfaktor (CF) als Faktoren im Nenner vom Mikroprozessor errechnet wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Mikroprozessor ein dem Anfangsgewicht (FW) des Kochgutes entsprechendes
modifiziertes erstes Signal zugeführt ist, das um
einen Signalwert (DW · SHD) entsprechend dem Gewicht und der
spezifischen Wärme eines mit dem Kochgut (12) in den Ofenraum
(10) eingebrachten Tellers oder Behälters ergänzt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die zur Ergänzung des ersten Signales dienenden Signalwerte
(DW, SHD) entsprechend dem Gewicht und der spezifischen Wärme
eines mit dem Kochgut (12) in den Ofenraum (10) eingebrachten
Tellers oder Behälters durch Eingabe am Bedienungssteuerfeld
(30) erzeugt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß am Bedienungssteuerfeld (30) Bedienungshandhaben
zur Eingabe einer Tiefkühltemperatur (z. B. -18°C),
einer Kühlschranktemperatur (z. B. +4°C), einer Raumtemperatur
(z. B. +18°C) und einer Kochtemperatur (z. B.
+70°C) als Anfangstemperaturbereiche (HUS) vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US19013580A | 1980-09-24 | 1980-09-24 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3138029A1 DE3138029A1 (de) | 1982-05-19 |
| DE3138029C2 true DE3138029C2 (de) | 1993-01-28 |
Family
ID=22700148
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813138029 Granted DE3138029A1 (de) | 1980-09-24 | 1981-09-24 | Mikrowellenofen und verfahren zu seinem betrieb |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5784589A (de) |
| CA (1) | CA1173915A (de) |
| DE (1) | DE3138029A1 (de) |
| GB (1) | GB2083923B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4447004A1 (de) * | 1993-12-30 | 1995-07-06 | Gold Star Co | Auftau-Regelgerät und -Regelmethode für einen Mikrowellenherd |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0148124A3 (de) * | 1983-12-21 | 1986-04-02 | S.C.A.I.M.E. | Wiegeapparat für Mikrowellenofen |
| JPS60258895A (ja) * | 1984-06-04 | 1985-12-20 | 松下電器産業株式会社 | 高周波加熱装置 |
| JPH04320046A (ja) * | 1991-04-18 | 1992-11-10 | Fujitsu Ltd | 半導体チップのピックアップ装置 |
| FR2677853A1 (fr) * | 1991-06-20 | 1992-12-24 | Bongrain Sa | Procede et dispositif de decongelation. |
| JP2777613B2 (ja) * | 1992-08-28 | 1998-07-23 | レオン自動機株式会社 | パン類の短時間焼成方法 |
| KR960007113B1 (ko) * | 1993-09-28 | 1996-05-27 | 엘지전자주식회사 | 전자레인지의 자동해동 방법 |
| JP2010112634A (ja) * | 2008-11-07 | 2010-05-20 | Hitachi Appliances Inc | 加熱調理器 |
| CN109864605A (zh) * | 2019-02-25 | 2019-06-11 | 华帝股份有限公司 | 一种具有称重功能的烹饪设备 |
| CN112842092B (zh) * | 2019-11-27 | 2024-03-26 | 青岛海尔智能技术研发有限公司 | 烤箱 |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3259056A (en) * | 1963-03-26 | 1966-07-05 | Gen Motors Corp | Automatic oven heat control by weight and type of roast |
| JPS4857235A (de) * | 1971-11-19 | 1973-08-11 | ||
| CH586021A5 (de) * | 1974-06-21 | 1977-03-31 | Firmenich & Cie | |
| US4097707A (en) * | 1975-05-20 | 1978-06-27 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. | Apparatus for controlling heating time utilizing humidity sensing |
| AU498357B2 (en) * | 1976-02-17 | 1979-03-08 | Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. | Heating control apparatus |
| JPS54156246A (en) * | 1978-05-29 | 1979-12-10 | Sanyo Electric Co Ltd | Microwave oven |
| FR2450024A1 (fr) * | 1979-02-23 | 1980-09-19 | Pruines Iseco De | Four a micro-ondes a systeme de pesee incorpore |
-
1981
- 1981-07-20 CA CA000382075A patent/CA1173915A/en not_active Expired
- 1981-08-24 GB GB8125744A patent/GB2083923B/en not_active Expired
- 1981-09-16 JP JP14605181A patent/JPS5784589A/ja active Granted
- 1981-09-24 DE DE19813138029 patent/DE3138029A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4447004A1 (de) * | 1993-12-30 | 1995-07-06 | Gold Star Co | Auftau-Regelgerät und -Regelmethode für einen Mikrowellenherd |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2083923A (en) | 1982-03-31 |
| JPS5784589A (en) | 1982-05-26 |
| CA1173915A (en) | 1984-09-04 |
| JPH027155B2 (de) | 1990-02-15 |
| DE3138029A1 (de) | 1982-05-19 |
| GB2083923B (en) | 1984-07-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3535532C2 (de) | Wärmebehandlungsgerät mit verstellbarem Strahlungsheizelement | |
| DE69627513T2 (de) | Kochgerät und dessen betriebsverfahren | |
| DE3519230C2 (de) | ||
| DE4006290C2 (de) | ||
| DE3837096A1 (de) | Leistungssteueranordnung und -verfahren fuer ein glaskeramikkochfeld | |
| DE3138029C2 (de) | ||
| DE19832757A1 (de) | Verfahren zum Steuern eines Gargerätes, einer Waschmaschine oder einer Geschirrspülmaschine und Gargerät, Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine mit grafischer Anzeigeeinrichtung | |
| DE4318206A1 (de) | Erhitzungsvorrichtung | |
| DE19918290C1 (de) | Kochgerät mit einfach handhabbarer Bedieneinrichtung | |
| DE69026553T2 (de) | Temperaturmessvorrichtung für Induktionskochgerät und Gerät mit einer solchen Vorrichtung | |
| DE3506082A1 (de) | Kochgeraet | |
| DE3101103A1 (de) | Hochfrequenz- bzw. mikrowellenherd | |
| EP0990855B1 (de) | Kochfeld mit integrierter Zeitsteuerung | |
| DE69525990T2 (de) | Verfahren zur Regelung eines Mikrowellenofens, Mikrowellenofen und seine Anwendung für Kochen oder Wärmung von Essen gemäss dem Verfahren | |
| DE3138026C2 (de) | ||
| DE3737263A1 (de) | Mikrowellenofen | |
| DE2757059A1 (de) | Backofen | |
| DE3879971T2 (de) | Kochgerät. | |
| CH632627A5 (de) | Mikrowellenofen. | |
| DE3229406A1 (de) | Kochmulde, insbesondere glaskeramik-kochmulde mit bedienorganen | |
| DE69701538T2 (de) | Backwaren Kochgerät | |
| DE10211047B4 (de) | Anordnung zur Steuerung eines Kochfeldes | |
| DE151894T1 (de) | Tragbares back- und bratgeraet mit backraum und bratplatte. | |
| DE19857932A1 (de) | Kombination, umfassend ein Kochgerät und eine Dunstabzugshaube, sowie Kochgerät und Dunstabzugshaube, sowie Kochgerät und Dunstabzugshaube und Verfahren zum Betreiben einer Kombination, umfassend ein Kochgerät und eine Dunstabzugshaube | |
| DE3014458A1 (de) | Hochfrequenzheizgeraet in form eines herdes mit backwagen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: H05B 6/68 |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |