DE3132179A1 - "verfahren und vorrichtung zur funktionspruefung einer vorrichtung zum auswuchten von rotationskoerpern" - Google Patents
"verfahren und vorrichtung zur funktionspruefung einer vorrichtung zum auswuchten von rotationskoerpern"Info
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Description
E 1085 rs
Gebr. Hofmann GmbH & Co. KG, Maschinenfabrik, Darmstadt
"Verfahren und Vorrichtung zur Funktionsprüfung einer Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 3.
Vorrichtungen zum Auswuchten von Unwuchtkörpern sind in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt geworden, wozu z. B. nur auf die DE-AS 2732738
und die DE-AS 2701876 verwiesen werden soll.
Durch diese Vorrichtungen sind Einrichtungen zum Auswuchten von Rotoren,
insbesondere von Kraftfahrzeugrädern in zwei Ausgleichsebenen bekannt geworden, bei denen der Rotor auf einer Auf spann welle angeordnet ist und bei
denen die Aufspannwelle direkt oder über ein Zwischengehäuse mittels Meßwertaufnehmern
gegenüber dem Maschinengehäuse abgestützt sind. Des weiteren weisen die bekannten Vorrichtungen Unwuchtmeßeinrichtungen zur
Ermittlung der Anzeige der Unwucht nach Größe und Richtung auf.
Zur Justage der bekannten Auswuchtmaschinen wird ein vollständig ausgewuchteter
Rotor auf die Auf spann welle aufgespannt und eine künstliche Unwucht durch Hinzufügen einer Masse bekannter Größe erzeugt. Die eingesetzte
Unwucht wird nun in einem Meßlauf mittels der Unwuchtmeßeinrichtung nach Größe und Phasenlage gemessen und die Anzeigeinstrumente der Auswuchtmaschine
entsprechend einjustiert.
Vor dem eigentlichen Prüfmeßlauf muß der Rahmenrechner entsprechend den
geometrischen Abmessungen des Rotors in bekannter Weise eingestellt werden. Hierzu wird der Rotor manuell oder automatisch mit entsprechenden
/5
Einrichtungen abgetastet und die ermittelten Werte der Auswerteinrichtung
eingegeben. Dieser Abtast- und Einstellvorgang nimmt erhebliche Zeit in
Anspruch und birgt auch die Gefahr von Fehleinstellungen in sich.
Des weiteren muß zunächst ein vollständig ausgewuchteter Rotor izur Verfügung
stehen, dessen Herstellung ebenfalls umständlich und zeitraubend ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Justage von Vorrichtungen zum Auswuchten von Rotationskörpern vorzuschlagen,
das eine einfache und kostengünstige Justierung ermöglicht und Fehleinstellungen fast völlig ausschließt.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren durch die kenn- zeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 und bei der eingangs genannten Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 3 gelöst.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
·
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden beim Herausnehmen des Gewichtes
aus der Bohrung in dem Maschinengehäuse automatisch die Werte dem Rahmenrechner eingegeben, die den geometrischen Abmessungen des
in der Aufspannwelle eingesetzten Gewichtes entsprechen. Gleichzeitig wird durch das Gewicht, vorzugsweise im Aufspannflansch der Aufspannwelle
vermieden, daß ein auszuwuchtender Rotor auf der Aufspannwelle angeordnet
werden kann, so daß Fehlmessungen vermieden werden.
Durch die Abdeckung der Bohrung durch das Gewicht wird auch verhindert,
daß die in der Bohrung vorgesehenen Einsteller für die Beeinflussung der Unwuchtgröße, der vom Meßwertaufnehmer abgegebenen Spannung zur einwandfreien
Ebenentrennung und der Unwuchtwinkellage in unbeabsichtigter Weise verstellt werden.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung
mit den Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1: Eine Vorrichtung zum Auswuchten von Rotoren mit eingesetztem
Gewicht
Fig. 2: Einen Ausschnitt einer Bedienungstafel mit einer Bohrung und
Fig. 2: Einen Ausschnitt einer Bedienungstafel mit einer Bohrung und
entsprechenden Einstellern.
Fig. 3: Eine Seitenansicht eines Gewichtes
Fig. 3: Eine Seitenansicht eines Gewichtes
Fig.: 4: Eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
An einem Maschinengehäuse 1 einer an sich bekannten Auswuchtmaschine
kann eine Bedienungstafel 2 vorgesehen sein. Auf der Bedienungstafel 2 können die Größenanzeigeinstrumente 3, 4 und Winkelanzeigeinstrumente 5, 6 für
die rechte und linke Ausgleichsebene angeordnet sein. Es können aber auch zwei Instrumente für die Größenanzeige und Winkellage und ein entsprechender
Umschalter für die rechte auf die linke Ausgleichsebene vorgesehen sein. Die
Ir
-2 -
Anzeige kann analog oder digital erfolgen. Mittels der Einsteller 7 und 8
und 9 können die geometrischen Abmessungen des auszuwuchtenden Rotors eingegeben werden. Mit dem Einsteller 7* z. B. der Abstand von einem
Fixpunkt des Maschinengehäuses 1 zur linken Ausgleichsebene, mit dem
Einsteller 8 der Ebenenabstand zwischen der linken und rechten Ebene und mit dem Einsteller 9 der entsprechende Ausgleichsdurchmesser. Es kann
aber auch ein Eingabefeld mit entsprechenden Tasten zur digitalen Eingabe der geometrischen Abmessungen in eine Meßelektronik mit Mikroprozesser
zur Anwendung kommen. Die Auswuchtmaschine weist weiterhin eine Aufspannwelle 20 auf, die mittels nicht näher dargestellten Meßwertaüfnehmern
gegenüber dem Maschinengehäuse 1 abgestützt ist. Der Antrieb der Aufspannwelle 20 erfolgt über einen Antriebsmotor. Des weiteren ist eine an sich
bekannte Meßelektronik zur Ermittlung der Unwucht nach Größe und Richtung
in dem Maschinengehäuse 1 angeordnet.
In der Bedienungstafel 2, oder an einer anderen geeigneten Stelle des Maschinengehäuses
1, kann eine Bohrung 10 vorgesehen sein, die mittels eines Gewichtes 11 abgedeckt werden kann. Die Bohrung 10 kann, z. B. ein Innengewinde
aufweisen, das mit dem Außengewinde 12 des Gewichtes 11 übereinstimmt.
Es kann aber auch eine andere Befestigungsart gewählt werden.
In Fig. 2 ist ein Ausschnitt der Bedienungstafel 2 mit einer Bohrung 10 dargestellt.
Innerhalb der Bohrung 10 kann ein Einsteller 13 zur Beeinflussung der von den Meßwertaufnehmern abgegebenen Spannung vorgesehen sein.
Hierdurch ist es möglich eine einwandfreie Ebenentrennung der beiden Aus-
^γ:; 3 Ί 32 179
gleichsebenen einzustellen, so daß keine gegenseitige Beeinflussung auftritt.
Des weiteren kann ein Einsteller 14 zur Beeinflussung der Anzeige der Unwuchtgröße
vorgesehen sein, wobei gleichzeitig noch eine Skalierung 15, z. B-. von 0 - 10 eingraviert sein kann. Der Einsteller 16 kann zur Beeinflussung
der Anzeige der Unwuchtwinkellage vorgesehen sein und, z. B. in Form eines Phasenschiebers ausgeführt sein.
Das in Fig. 3 dargestellte Gewicht 11 weist einen Ansatz 17 auf, so daß
dieses in eine Bohrung 18 der Aufspanneinrichtung 19 eingeschraubt werden kann. Das Gewicht 11 verhindert somit gleichzeitig ein Aufspannen eines
auszuwuchtenden Rotationskörpers, insbesondere eines Kraftfahrzeugrades, so daß Fehlmessungen vermieden werden.
Beim Herausschrauben des Gewichtes 11 aus der Bohrung 6 wird vorzugsweise
ein Schalter 21 gemäß der Fig. 4 betätigt, so daß die Einsteller 7, 8
und 9 abgeschaltet und die Festwiderstände 22 - 27 eingeschaltet werden. Diese
Festwiderstände 22 - 27 sind insbesondere so dimensioniert, daß sie den geometrischen
Abmessungen der Lage des in der Aufspanneinrichtung 19 eingesetzten Gewichtes 11 entsprechen. Die Widerstände 26 und 27 entsprechen
dem Lochkreisdurchmesserder Befestigungsbohrung 18 und die Widerstände 24, 25 dem Ebenenabstand zwischen der rechten und linken Ebene und die .
Widerstände 22 und 23 dem Abstand zwischen einem Fixpunkt am Maschinengehäuse 1 und dem Schwerpunkt des Gewichtes 11. Die Widerstände 22 - 25
können aber auch so dimensioniert sein, als ob das Gewicht 11 in der rechten Ausgleichsebene angeordnet ist, wobei jeweils ein mittlerer Ebenenabstnnd
/9
gewählt wurde. Es können aber auch nicht dargestellte Speicher vorhanden
sein, in denen, den geometrischen Abmessungen der Lage, des in der Aufspanneinrichtung
19 entsprechende Zahlen- bzw. Widerstandswerte gespeichert sind, die
dann durch eine Schalteinrichtung (21) in die Meßelektronik eingegeben werden. Diese Speicher können insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn eine bekannte Meßelektronik mit Mikroprozessor zur Anwendung kommt.
dann durch eine Schalteinrichtung (21) in die Meßelektronik eingegeben werden. Diese Speicher können insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn eine bekannte Meßelektronik mit Mikroprozessor zur Anwendung kommt.
Die Einsteller 7-9 bzw. die Widerstände 22 - 27 stehen mit einem an sich
bekannten Rahmenrechner 28 in Verbindung, dem die mittels der Meßwertaufnehmer 29 und 30 aufgenommenen, unwuchtproportionalen Spannungen
zugeleitet werden. Es können zwei oder auch mehr Meßwertaufnehmer zur Anwendung kommen. Die im Rahmenrechner 28 verarbeiteten Meßspannungen
werden einer nachgeschalteten Meßelektronik 31 weitergeleitet. Die Meßelektronik
31 kann auch mit einem Phasengeber 32 zur Ermittlung der Unwuchtwinkellage in Verbindung stehen. Die Meßelektronik 31 ermittelt in
bekannter Weise die Unwucht nach Größe und Richtung und leitet die entsprechenden
Werte Anzeigegeräten 3-6 weiter.
Bei einem Meßlauf mit dem in der Aufspanneinrichtung 19 eingesetzten Gewicht
11 muß nun an den Anzeigegeräten 3-6 die vorgegebenen Größen angezeigt werden. Bei Abweichungen erfolgt eine Justage mittels der Einsteller 13 und
14 bzw. 16, ohne daß vorher die geometrischen Abmessungen der Lage des eingesetzten Gewichtes 11 ermittelt werden mußte, so daß Fehleinstellungen
mit Sicherheit vermieden wurden.
-AA -Leerseite
Claims (9)
- Ansprüche:Verfahren zur Funktionsprüfung einer Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern, insbesondere von Kraftfahrzeugrädern in zwei Ausgleichsebenen, wobei der Rotationskörper auf einer Auf spann welle aufgespannt ist, die mittels Meßwertaufnehmern gegenüber einem Maschinengehäuse abgestützt ist und mit einer Unwuchtmeßeinrichtung zur Ermittlung und Anzeige der Unwucht nach Größe und Richtung und mit Einrichtungen zur Justage des Meßsystems, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gewicht (11) bekannter Größe als ein aus dem Maschinengehäuse (1) herausnehmbares Teil ausgebildet ist und an der Aufspannwelle (19, 2O) an einem axial·und radial vorbestimmten Ort angebracht werden kann und, daß beim Herausnehmen des Gewichtes (11) aus dem Maschinengehäuse (1) automatisch die geometrischen Abmessungen der Lage des Gewichtes (11) in den Rahmenrechner (28) eingegeben werden.
- 2. Verfahren zur Funktionsprüfung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Speicher vorgesehen sind, die den geometrischen Abmessungen der Lage des an der Aufspannwelle (19, 2O) angeordneten Gewichtes (11) entsprechende Zahlen- bzw. Widerstandswerte beinhalten..
- 3. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern, insbesondere von Kraftfahrzeugrädern in zwei Ausgleichsebenen, wobei derRotationskörper auf einer Aufspannwelle aufgespannt ist, die mittels Meßwertaufnehmern gegenüber einem Maschinengehäuse abgestützt ist und mit einer Unwuchtmeßeinrichtung zur Ermittlung und Anzeige der Unwucht nach Größe und Richtung und mit einer Einrichtung zur Justage des Meßsystems zur Durchführung eines Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Maschinengehäuse eine Bohrung (10) mit einem als Gewicht (ll) ausgebildeten Verschluß vorgesehen ist und, daß in der Bohrung (10) eine Schalteinrichtung (21) angeordnet ist, die beim Herausnehmen des Verschlusses (11) betätigt wird und, daß Widerstände (22 - 27) des Rahmenrechners (28) eingeschaltet werden, die den geometrischen Abmessungen der Lage des an der Aufspannwelle (19, 20) angeordneten Gewichtes (11) entsprechen.
- 4. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspannwelle (19, 20) eine Bohrung (18) aufweist, in die ein Gewicht (11) eingesetzt werden kann.
- 5. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Bohrung (10) ein Einsteller (13) zur Beeinflussung der von den Meßwertaufnehmern abgegebenen Spannungen vorgesehen ist.
- 6. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Bohrung (10) ein Einsteller (14) zur Beeinflussung der Anzeige der Unwuchtgröße vorgesehen ist.
- 7. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern-nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Bohrung (10) ein Einsteller (16) zur Beeinflussung der Anzeige der Unwucht winkellage vorgesehen ist.
- 8. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern nach einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (11) ein Außengewinde (12) aufweist, das mit einem Innengewinde der Bohrung (10) übereinstimmt.
- 9. Vorrichtung zum Auswuchten von Rotationskörpern nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (10) in der Bedienungstafel (2) des Maschinengehäuses (1) angeordnet ist./4
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US06/215,703 US4348885A (en) | 1980-12-12 | 1980-12-12 | Method and system for operational testing of a device for balancing bodies of rotation |
Publications (1)
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| DE3132179A1 true DE3132179A1 (de) | 1982-07-29 |
Family
ID=22804031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813132179 Withdrawn DE3132179A1 (de) | 1980-12-12 | 1981-08-14 | "verfahren und vorrichtung zur funktionspruefung einer vorrichtung zum auswuchten von rotationskoerpern" |
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- 1980-12-12 US US06/215,703 patent/US4348885A/en not_active Expired - Fee Related
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