DE3131619C1 - Hydrostatische Lenkeinrichtung - Google Patents
Hydrostatische LenkeinrichtungInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D5/00—Power-assisted or power-driven steering
- B62D5/06—Power-assisted or power-driven steering fluid, i.e. using a pressurised fluid for most or all the force required for steering a vehicle
- B62D5/09—Power-assisted or power-driven steering fluid, i.e. using a pressurised fluid for most or all the force required for steering a vehicle characterised by means for actuating valves
- B62D5/093—Telemotor driven by steering wheel movement
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydrostatische Lenkeinrichtung mit einem einen Differentialkolben
aufweisenden Stellmotor, mit einem mit Lenkorgan und Meßvorrichtung für die Arbeisflüssigkeit versehenen
Steuergerät, und mit zwei vom Steuergerät zum Stellmotor führenden Motorleitungen, die je über ein
Ansaug-Rückschlagventil mit einer zum Behälter führenden Leitung verbunden sind.
Bei einer bekannten hydrostatischen Lenkeinrichtung dieser Art (DE-PS 23 18 962) sind die Motorleitungen im
Steuergerät in dessen Neutralstellung abgesperrt. Wenn äußere Kräfte auf den Stellmotor wirken, wird
hierdurch die Meßvorrichtung und das Lenkhandrad nicht beeinflußt. Ein eventuell entstehender Überdruck
wird über antiparallel zu den Ansaug-Rückschlagventilen geschaltete, federbelastete Überdruckventile abgebaut.
Es sind ferner Steuergeräte bekannt (US 39 71 214, ältere Anmeldung P 30 18 792 und Danfoss-Lenkeinheit
OSPB OR), bei denen die Motorleitungen in der Neutralstellung des Steuergeräts über die Meßvorrichtung
miteinander verbunden sind. Wenn äußere Kräfte auf den Stellmotor wirken, ergibt sich eine Verstellung
der Meßvorrichtung, die als Drehbewegung auf das Lenkorgan übertragen wird, so daß die Bedienungsperson
gegensteuern kann. Ein solches Steuergerät wird auch als »reaction-Typ« bezeichnet. Wenn ein solches
Steuergerät in Verbindung mit einem Stellmotor verwendet wird, der einen Differentialkolben aufweist,
treten in der Neutralstellung des Steuergeräts zeitweilig unkontrollierbare Bewegungen des Stellmotors auf,
auch wenn keine äußeren Kräfte auf ihn wirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrostatische Lenkeinrichtung der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei der ein Stellmotor mit Differentialkolben und ein Steuergerät vom »reaction-Typ« zusammenwirken, ohne daß unkontrollierte ίο Bewegungen des Stellmotors auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrostatische Lenkeinrichtung der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei der ein Stellmotor mit Differentialkolben und ein Steuergerät vom »reaction-Typ« zusammenwirken, ohne daß unkontrollierte ίο Bewegungen des Stellmotors auftreten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in an sich bekannter Weise in der Neutralstellung
des Steuergeräts die beiden Motoranschlüsse über die Meßvorrichtung miteinander verbunden sind, und daß in
dem zwischen Stellmotor und Anschluß des Ansaug-Rückschlagventils befindlichen Abschnitt der der
kleineren Druckfläche des Differentialkolbens zugeordneten Motorleitung, antiparallel geschaltete Hauptstrom-Rückschlagventile
angeordnet sind, von denen das zum Steuergerät hin öffnende Hauptstrom-Rückschlagventil
derart belastet ist, daß es erst bei Überschreiten eines Grenzwerts der an ihm anliegenden
Druckdifferenz öffnet.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß der Anschlußpunkt der Ansaug-Rückschlagventile an die
zum Behälter führende Leitung nicht immer Atmosphärendruck hat, sondern häufig etwas darüber liegt. Dies
gilt insbesondere bei einem Steuergerät, bei dem in der Neutralstellung der Pumpenanschluß mit dem Behälteranschluß
verbunden ist, also ein Steuergerät vom »open-center-Typ« verwendet wird, weil dann die
Druckabfälle in der zum Behälter führenden Leitung nicht vernachlässigbar sind. Der Druck an der
Anschlußstelle wirkt aber über die Ansaug-Rückschlagventile auf die beiden Motorleitungen. Da beim
Differentialkolben die eine Druckfläche größer ist als die andere, erhält der Kolben eine unkontrollierte
Antriebsbewegung.
Diese Bewegung wird durch die Verwendung des zum Steuergerät hin öffnenden Hauptstrom-Rückschlagventils
verhindert. Denn dieses Ventil öffnet erst, wenn eine bestimmte Druckdifferenz an ihm anliegt. Da die
Drücke in der zum Behälter führenden Leitung keine hohen Werte erreichen, genügen verhältnismäßig
geringe Grenzwerte der Druckdifferenz, beispielsweise etwa 3 bar. Diese Druckdifferenz spielt für den
Normalbetrieb keine wesentliche Rolle.
Im einfachsten Fall ist das Verschlußstück des zum Steuergerät hin öffnenden Hauptstrom-Rückschlagventils
durch eine vorgespannte Feder belastet.
Das andere Hauptstrom-Rückschlagventil erlaubt im
Normalbetrieb den Zufluß von Druckflüssigkeit zu dem der kleineren Druckfläche des Differentialkolbens
zugeordneten Druckraum. Dieses Ventil braucht höchstens geringfügig belastet zu sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand einer in der Zeichnung schematisch
dargestellten erfindungsgemäßen Lenkeinrichtung näher erläutert.
Eine Pumpe 1 fördert aus einem Behälter 2 Druckflüssigkeit zu einem Pumpenanschluß 3 eines
Steuergeräts 4. Ein Tankanschluß 5 ist über eine Leitung 6 mit dem Behälter 2 verbunden. Ein Motoranschluß 7
steht über eine Motorleitung 8 mit einem Druckraum 9 eines Stellmotors 10 in Verbindung, ein Motoranschluß
11 über eine Motorleitung 12 mit dem anderen Druckraum 13 des Servomotors. Dieser weist einen
Differentialkolben 14 auf, welcher über seine Kolben-
stange 15 ein zu lenkendes Element, z. B. die Räder eines Fahrzeugs verstellt. Die beiden Motorleitungen 8 und 12
sind über je ein Ansaug-Rückschlagventil 16a bzw. 166 und einen Leitungsabschnitt 18 mit einem Punkt 19 in
der zum Behälter 2 führenden Leitung 6 verbunden. Antiparallel zu diesen Ansaug-Rückschlagventilen sind
Überdruckventile 17a und 176 geschaltet.
Das Steuergerät 4 weist ein Lenkorgan 20 auf, beispielsweise ein Lenkhandrad. Ferner ist eine
Meßvorrichtung 21 vorgesehen, beispielsweise ein Meßmotor. Lenkorgan und Meßmotor wirken auf eine
Ventilanordnung, die beispielsweise zwei Drehschieberhülsen aufweist, von denen die eine vom Lenkorgan 20
verstellt wird und die andere von der Meßvorrichtung 21 nachgeführt wird. Außerdem sind Lenkorgan 20 und
Meßvorrichtung 21 unter Zwischenschaltung einer Feder und — nach einem vorgegebenen Totweg — über
einen mechanischen Anschlag miteinander verbunden. Die Ventilanordnung bewirkt, daß bei einer Verstellung
nach der einen Seite Druckflüssigkeit von der Pumpe 1 über die Meßvorrichtung 21 zur Motorleitung 8 fließt,
während Niederdruckflüssigkeit über die Motorleitung 12 zum Behälter 2 abgeleitet wird. Bei Drehrichtungswechsel
gelangt Druckflüssigkeit von der Pumpe 1 über die Meßvorrichtung 21 zur Motorleitung 12, während
Niederdruckflüssigkeit über die Motorleitung 8 zum Behälter 2 abgeführt wird. In der veranschaulichten
Neutralstellung der Ventilanordnung sind Pumpenanschluß 3 und Behälteranschluß 5 über einen Kurzschlußpfad
22 miteinander verbunden, was einen sogenannten »open-center«-Betrieb ermöglicht, bei dem der Pumpendruck
vergleichsweise niedrig gehalten wird. Die beiden Motoranschlüsse 7 und 11 sind über eine
Verbindungsleitung 23, die über die Meßvorrichtung 21 führt, miteinander verbunden, so daß äußere Kräfte P,
die auf den Kolben 14 wirken, Druckflüssigkeit von dem einen Druckraum 19 in den anderen Druckraum 13
übertragen, wobei diese Druckflüssigkeit über die Meßvorrichtung 21 läuft und dabei ein Moment auf das
Lenkorgan 20 ausübt. Überschüssige Flüssigkeit wird über das Überdruckventil 17a zum Behälter abgeführt.
Für äußere Kräfte in entgegengesetzter Richtung gilt dasselbe, wobei jedoch zur Auffüllung des Druckraums
9 Druckflüssigkeit über das Ansaug-Rückschlagventil 16a angesaugt wird.
In der Motorleitung 12 sind ferner in dem Abschnitt zwischen dem Stellmotor 10 und dem Anschlußpunkt 24
der Ansaug-Rückschlagventile 16a und 166 zwei antiparallel geschaltete Hauptstrom-Rückschlagventile
25 und 26 vorgesehen. Das zum Steuergerät 4 hin öffnende Hauptstrom-Rückschlagventil 25 ist derart
durch eine Feder 27 belastet, daß es erst bei Überschreiten eines Grenzwertes der an ihm anliegenden
Druckdifferenz von etwa 3 bar öffnet. Das andere Hauptstrom-Rückschlagventil 26 ist überhaupt nicht
belastet.
Die Funktion dieser Hauptstrom-Rückschlagventile 25 und 26 ist die folgende: Wenn am Punkt 19 ein Druck
herrscht, der etwas über dem Atmosphärendruck liegt, wirkt dieser Druck über das Rückschlagventil 16a auf
den Druckraum 9 und über die Rückschlagventile 166 und 26 auf den Druckraum 13. Wegen der unterschiedlichen
Flächen des Differenzkolbens entsteht eine Kraft, die den Kolben 14 nach rechts zu schieben versucht.
Diese Verschiebung ist jedoch nicht möglich, solange der Grenzwert des Differenzdrucks am Hauptstrom-Rückschlagventil
25 nicht überschritten wird. Da der Druck am Punkt 19 keine hohe Werte annehmen kann,
genügen verhältnismäßig schwache Belastungsfedern 27. Somit behält der Stellmotor 10 in der Neutralstellung
des Steuergeräts 4 seine Lage bei. Im Normalbetrieb ist der Zufluß zum Druckraum 9 über die Motorleitung 8
unbehindert. Die Strömung in der Motorleitung 12 zum Stellmotor 14 hin ist ebenfalls unbehindert, da das
Rückschlagventil 26 unbelastet ist. Die Strömung in entgegengesetzter Richtung erfordert zwar die Überwindung
der Belastungsfeder 27. Da diese aber schwach ausgelegt sein kann, ist ebenfalls keine merkliche
Behinderung festzustellen.
Für alle schematisch dargestellten Teile können handelsübliche Vorrichtungen verwendet werden. Günstig
ist es insbesondere, mehrere Ventile in einem Block zusammenzufassen, speziell die Ventile 25 und 26 in
einem Block mit den Ventilen 16a, 166,17a und 176. Alle diese Ventile können im Gehäuse des Steuergeräts 4
angeordnet sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
- Leerseite -
- Leerseite -
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Claims (4)
1. Hydrostatische Lenkeinrichtung mit einem einen Differentialkolben aufweisenden Stellmotor,
mit einem mit Lenkorgan und Meßvorrichtung für die Arbeitsflüssigkeit versehenen Steuergerät, und
mit zwei vom Steuergerät zum Stellmotor führenden Motorleitungen, die je über ein Ansaug-Rückschlagventil
mit einer zum Behälter führenden Leitung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß in an sich bekannter Weise in der Neutralstellung des Steuergeräts (4) die beiden Motoranschlüsse
(7,11) über die Meßvorrichtung (21) miteinander verbunden sind, und daß in dem zwischen Stellmotor
(10) und Anschluß (24) des Ansaug-Rückschlagventils (i6b) befindlichen Abschnitt der der kleineren
Druckfläche des Differentialkolbens (14) zugeordneten Motorleitung (12), antiparallel geschaltete
Hauptstrom-Rückschlagventile (25, 26) angeordnet sind, von denen das zum Steuergerät hin öffnende
Hauptstrom-Rückschlagventil (25) derart belastet ist, daß es erst bei Überschreiten eines Grenzwerts
der an ihm anliegenden Druckdifferenz öffnet
2. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzwert etwa 3 bar
beträgt.
3. Lenkeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück
des zum Steuergerät (4) hin öffnenden Hauptstrom-Rückschlagventils (25) durch eine vorgespannte
Feder (27) belastet ist.
4. Lenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das andere
Hauptstrom-Rückschlagventil (26) höchstens geringfügig belastet ist.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813131619 DE3131619C1 (de) | 1981-08-10 | 1981-08-10 | Hydrostatische Lenkeinrichtung |
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| IT8253616U IT8253616V0 (it) | 1981-08-10 | 1982-08-09 | Dispositivo di guida idrostatico particolarmente per autoveicoli |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE (1) | DE3131619C1 (de) |
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- 1982-08-10 JP JP13807682A patent/JPS5873471A/ja active Granted
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| Ältere in Betracht gezogene Anmeldung: DE-OS 30 18 792 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| JPH0133386B2 (de) | 1989-07-13 |
| JPS5873471A (ja) | 1983-05-02 |
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