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Anlage zur Erzeugung von Druckluft
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Erzeugung von Druckluft
aus der Bewegung der Wasserwellen.
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Es ist bekannt, daß Oberflächenwellen des Meerwassers erhebliche Kräfte
erzeugen, die sich technisch nutzen lassen. Es werden Wellenkraftwerke gebaut, die
die anlaufenden Wellen in Kammern auffangen und diese eingefangenen Wassermassen
Wasserturbinen zuführen, mit denen Generatoren angetrieben werden.
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Auch sind bereits Bojen entwickelt worden, die im Rythmus der Wellenbewegungen
mitschwingen und auch hier mit Hilfe von geeigneten Wasserturbinen die im Wasser
enthaltene kinetische Energie in elektrischen Strom umwandeln.
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Diese bekannten Verfahren können jedoch die großen Schwankungen im
Energieangebot durch ständig wechselnde
Wellenintensität nicht
berücksichtigen. Da elektrischer Strom sich nicht speichern läßt, kann die gewonnene
Energie nicht optimal genutzt werden. Außerdem funktioniert das erstgenannte System
bei niedrigen Wellen und bei Wellen über 4 m Höhe nicht.
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Die das Festland umfassenden Weltmeere bilden einen riesigen Energiespeicher.
Die ständig vorhandenen Winde erzeugen auf Tausenden von Quadratkilometern der Meeresoberfläche
Wellenbewegungen verschiedener Richtungen und Intensität. Auch die Nordsee ist ein
großer Energiespeicher, weil hier Luftbewegung und damit auch Wellen besonders intensiv
und häufig vorhanden sind. Wellen verschiedener Höhe können nur entsprechende kraftintensive
Reaktionen auslösen.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Wellenenergie
zur Erzeugung von Druckluft technisch zu nutzen und eine Anlage zu schaffen, die
die Energie einer kleinen wie auch einer großen Welle ausnutzt.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch eine schwimmende Insel, an der mindestens
ein Schwingschwimmer über einer Wasserauflauffläche auf- und abschwenkbar gelagert
ist, durch mindestens einen Stütz zylinder, dessen eines Ende mit dem Schwingschwimmer
verbunden ist und dessen anderes Ende an einen oszillierend beweglichen Schwenkkörper
angreift, dessen Schwenkbewegungen direkt oder indirekt auf Hochdruckkompressionszylinder
übertragen werden, und durch Leitungen, die die Arbeitsräume der Hochdruckkompressionszylinder
an Hochdruckspeicher und Niederdruckspeicher auf der Insel anschließen.
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Eine in dieser Weise ausgebildete Anlage kann sich gleichzeitig auf
die aus unterschiedlichen Richtungen
anlaufenden Wellen automatisch
einstellen und berücksichtigt, daß Wellen ihre Energie nur impulsmäßig abgeben können.
Der -in der Höhe schwenkbar gehaltene Schwingschwlmmer führt bei Wellengang eine
oszillierende Bewegung aus, und diese schwingende Bewegung ist die ideale Vorausetzung,
um in den Arbeitsräumen der Hochdruckkompressionszylinder Luft zu komprimieren.
Die Druckluft ist in dem Hochdruckspeicher auf der Insel gut speicherfähig. Im Gegensatz
zur Speicherung von Dampf spielen Wärmeverluste nur eine untergeordnete Rolle. Anders
als bei elektrischem Strom kann Druckluft in entsprechenden Rohrleitungen überweite
Entfernungen verlustarm an ihren Verwendungsort transportiert werden. Dabei können
groß dimensionierte Rohrleitungen als Speicher wirken.
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Als Antriebsmittel für Turbinen ist Druckluft nicht besonders geeignet,
da diese dann nur einstufig ausgebildet werden können. Bei Kolbenmaschinen würde
dagegen ein ähnlicher Effekt wie bei einer Dampfmaschine erreicht werden. Es ist
daher vorteilhaft, große, langsamlaufende Druckmotoren über eine große Schwungmasse
zum Antrieb von Generatoren zur Stromerzeugung einzusetzen. Ein wesentlicher Vorteil
ist die Möglichkeit, Druckluft jederzeit einer Stromerzeugungsanlage zuführen aber
auch sofort wieder verlustfrei abstellen zu können.
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In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
enthalten. Zusätzlich zu den Hochdruckkompressionszylindern, die Druckluft an Hochdruckspeicher
abgeben, sind Niederdruckzylinder vorhanden, die Druckluft Niederdruckspeichern
zuführen. Die Luftmassen von geringem Druck lassen sich mit Luftmassen von hohem
Druck zu einem Luftgemisch mittleren Druckes vereinen.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Anlage schematisch veranschaulicht. Es zeigt: Figur 1 einen Längsschnitt durch den
die Insel bildenden Komplex mit Druckluft erzeugenden Arbeitsteilen, Figur 2 einen
Schnitt längs der Linie II-II in Figur 1 Figur 3 einen Schnitt längs der Linie III-III
in Figur 1, Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Figur 1, Figur 5 einen
Schnitt längs der Linie V-V in Figur 1, Figur 6 einen Querschnitt durch die Ecken
von sechs mit einem Sechskant-Verbindungsblock verbundenen Dreikantkörpern der Insel,
Figur 7 eine Ansicht eines Sechskant-Verbindungsblockes gemäß Figur 6, Figur 8 einen
Schnitt längs der Linie VIII-VIII in Figur 1, Figur 9 einen Schnitt längs der Linie
IX-IX in Figur 1, Figur 10 einen Schnitt längs der Linie X-X in Figur 1,
Figur
11 einen Schnitt eines Hochdruckkompressionszylinders in vergrößertem Maßstab, Figur
11a einen Querschnitt längs der Linie XIa-XIa in Figur 11, Figur 11b einen Querschnitt
längs der Linie XIb-XIb in Figur 11, Figur 11c einen Querschnitt längs der Linie
XIc-XIc in Figur 11, Figur 1 1d einen Querschnitt längs der Linie XId-XId in Figur
11, Figur 12 eine schematische Seitenansicht der mit einer Ankerplatte verbundenen
Gesamtanlage in verkleinertem Maßstab, Figur 13 eine Draufsicht der Gesamtanlage
nach Figur 12 ohneWaagebalken, Figur 14 einen Längsschnitt durch eine Ankerplatte,
Figur 15 einen Schnitt längs der Linie XV-XV in Figur 14, Figur 16 einen Schwimmkolben
eines Hochdruckkompressionszylinders bzw. Niederdruckzylinders in vergrößertem Naß
stab im Schnitt, Figur 17 ein Detail des Schwimmkolbens nach Figur 16 in stark vergrößertem
Maßstab,
Figur 18 einen wellenförmigen Dichtungsring des Schwimmkolbens
nach Figuren 16,17 im Schnitt, Figur 19 einen Schnitt eines Hochdruckkompressionszylinders
längs der Linie XIX-XIX in Figur 11 mit unkomprimierten Luftpolsterkörpern, Figur
20 einen Schnitt entsprechend Figur 19 mit komprimierten Luftpolsterkörpern, Figur
21 einen Schnitt längs der Linie XXI-XXI in Figur 1 mit in Tiefststellung befindlichen
Schwimmkolben, Figur 22 einen Schnitt entsprechend Figur 21 mit in Höchststellung
befindlichen Schwimmkolben, Figur 23 einen Längsschnitt eines Niederdruckzylinders
des Schwingschwimmers in vergrößertem Maßstab mit in Tiefststellung befindlichem
Schwimmkolben, Figur 24 den Niederdruckzylinder nach Figur 23 mit in Höchststellung
befindlichem Schwimmkolben, Figur 25 einen Längsschnitt einer Radarantenne, Figur
25a einen Querschnitt längs der Linie XXVa-XXVa in Figur- 25, Figur 26 eine Vorderansicht
der Radarantenne nach Figur 25, Figur 27 eine schematische Seitenansicht der Anlage
zur Veranschaulichung der Funktion der Radarantenne,
Figur 28 eine
schematische Seitenansicht der Anlage zur Veranschaulichung der Funktion des Schwingschwimmers,
Figuren 29 - 32 Funktionsschemen der gesamten Anlage.
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Figur 33 eine abgewandelte Ausführungsform des Schwenkkörpers in
Grundstellung, Figur 34 den aus der Grundstellung nach Figur 33 nach rechts gedrehten
Schwenkkörper, Figur 35 den aus der Grundstellung nach Figur 33 nach links gedrehten
Schwenkkörper, Figur 36 einen Schnitt längs der Linie II-II in Figur 33 in vergrößertem
Maßstab, Figur 37 einen Schnitt längs der Linie III-III in Figur 34, Figur 38 einen
Schnitt längs der Linie IV-IV in Figur 3 7, Figur 39 einen Schnitt längs der Linie
V-V in Figur 36 Figur 40 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Figur 41, und
Figur
41 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in Figur 40.
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Die Anlage ist eine Insel 23 aus einzelnen, vertikal im Wasser schwimmenden,
schlanken, röhrenförmigen Grundkörpern 1 aus Stahlbeton (Fig. 1,2,12,13). Der obere
Bereich ist als gleichseitiger Dreikantkörper 2 ausgebildet. Die Grundkörper 1 sind
mit ihren Dreikantflächen so aneinandergeschwommen, daß eine schmale, lange, schwimmende
Insel 23 entsteht. An ihren gebrochenen Ecken 3 sind diese Dreikantkörper durch
Sechskantverbindungsblöcke 4 aus Stahl mit vertikal angeordneten Schwalbenschwanzverbindungen
5 aneinander befestigt (Fig.6,7). Damit in vertikaler Richtung gegeneinander keine
Verschiebungen auftreten können, sind in den Stirnflächen der Ecken Durchgangslöcher
6 angeordnet, durch die Scherbolzen 7 hindurchgesteckt sind, die in entsprechende
Sacklöcher 8 im Verbindungsblock 4 eingreifen. Durch die starre Verbindung von vielen
Grundkörpern 1 zu einer Insel 23 wird eine große Massenträgheit gegenüber der Wellenbewegung
erreicht.
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Im unteren Drittel jedes Grundkörpers 1 ist ein Zwischenboden 9 angeordnet.
Er trennt den zylindrischen Teil in zwei Kammern 10,11. Die untere Kammer 10 ist
unten offen und wird durch Einpressen von Luft oder durch Füllen mit Wasser als
Flutkammer verwendet Hierdurch kann die Insel 23 mehr oder weniger aus dem Wasser
gehoben werden. Die darüberstehende zylindrische Kammer 11 ist von dem oberen Dreikantraum
21 ebenfalls durch
einen Zwischenboden 12 getrennt. Diese Kammer
11 dient als Schwimmkörper und als Niederdruckspeicher für Druckluft aus dem Niederdruckteil.
In dem Dreikantraum 21 sind große Hochdruckspeicher 13 zur Speicherung der Druckluft
aus dem Hochdruckteil untergebracht. Die Grundkörper 1 schwimmen so tief im Wasser,daß
eine stabile Schwimmlage auch bei sehr hohen Wellen erreicht wird.
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Die Insel 23 ist über mehrere Trossen 22 mit einer Ankerplatte 14
auf dem Meeresboden verbunden (Fig.12,13, 14,15). Hierzu sind die Trossen 22 so
angeordnet, daß die Insel 23 mit ihrer Breitseite senkrecht zur Ankerplatte 14 gehalten
wird. Demnach drücken die anlaufenden Wellen die Insel 23 von der Ankerplatte 14
weg. Die Insel 23 schwimmt bei Richtungsänderung der Wellen in einer Kreisbahn um
die Ankerplatte 14.
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Die Enden der Trossen 22 sind an einem zentralen Ring 129 befestigt,
der um die Ankerplatte 14 drehbar angeordnet ist.
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Die Ankerplatte 14 ist gemäß Figuren 14, 15 ein großer zylindrischer,
oben geschlossener Stahlbetonkörper, auf dem ein zentraler Betonaufsatz 24 (Poller)
angeordnet ist, der einen drehbaren Ring 129 für die Trossen 22 hält. Die glockenförmige
Ankerplatte 14 wird durch Fluten ihres Hohlraumes 25 auf den Meeresboden abgesenkt
und setzt mit der Stirnfläche seiner zylindrischen Wandung 27 auf. Unter der Stirnfläche
ist ein umlaufendes liegendes I-Profil 26 aus Stahl angebracht, das sich mit seinen
Flanschen in den Meeresboden eindrückt. An eine in die zylindrische Wandung 27 eingegossene
horizontale Ringleitung 28 sind Absaugstutzen 29 in kurzen Abständen voneinander
in den Steg des I-Profils 26 eingelassen. Mit vertikalen Falleitungen 30, die über
Saugleitungen 131 bis hinauf
zu einem Montageschiff reichen, wird
der sandige Untergrund abgesaugt und die Ankerplatte 14 sinkt durch ihr Eigengewicht
und den Druck der über ihr stehenden Wassersäule in den Untergrund, bis die Deckplatte
59 satt auf dem Meeresboden aufliegt. Hierbei wird die Luft aus dem Hohlraum der
Glocke durch eine Leitung 31 abgesaugt und ein Unterdruck in der Glocke erzeugt.
Nach Abschrauben der flexiblen Saugleitungen 131 werden in die Falleitungen 30 der
Wandung 27 Stahlrohre 32 oder I-Träger in den Meeresboden eingetrieben, um der Ankerplatte
14 einen zusätzlichen Halt zu geben.
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An der Außenseite der der Ankerplatte 14 zugewandten Grundkörper 1
sind Arbeitskörper 15 angesetzt (Fig. 1, 3-5, 8-10). Diese sind im unteren Bereich
wie die Grundkörper 1 mit einer Flutkammer 10 und einem Niederdruckspeicher 11 ausgestattet.
Uber dem Niederdruckspeicher 11 ist ein Wellenfangraum 16 angeordnet Dieser Wellenfangraum
16 hat eine rechteckige Grundform und wird gebildet von einer nach außen flach geneigten
Wasserauflauffläche 17, die an beiden Seiten von senkrechten, nach hinten dicker
werdenden Seitenwänden 18 und einer starken Rückwand 19 begrenzt wird, in die senkrecht
stehende Niederdruckzylinder 20 zur Luftkomprimierung durch die einlaufenden Wellen
eingebaut sind. Zwischen der Wasserauflauffläche 17 und dem Niederdruckspeicher
11 ist eine Kammer 33 ausgebildet, die eine hohle Wellentrennase 34 trägt. Hierdurch
wird die Wasserauflauffläche 17 wesentlich verlängert. Die in der Rückwand 19 eingebauten
Niederdruckzylinder 20 beginnen kurz über dem Ubergang von der Wasserauflauffläche
17 zur Rückwand 19. Der Übergang von der Wasserauflauffläche 17 zur Rückwand 19
ist stark ausgerundet und ermöglicht so ein gutes Ansteigen der Wassersäule in den
Niederdruckzylindern 20. Auf den Seitenwänden 18
sind jeweils Pylone
35 (Fig. 1,5) angeordnet, die zwischen ihren oberen Enden mittels eingebauter Lager
37 einen hohlen Waagebalken 36 lagern, der als Schwenkkörper dient, und mit dessen
beiden Armen mindestens je ein Hochdruckkompresssionszylinder 38 verbunden- ist.
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Im oberen Bereich ist ein Querbalken 39 zwischen beiden Pylonen zur
gegenseitigen Aussteifung und in halber Pylonhöhe ein weiterer Querbalken 40 zur
Aufnahme von Steuerzylindern 41 für die in der Rückwand 19 des Wellenfangraumes
16 eingebauten Niederdruckzylinder 20 vorgesehen. Am Pylonfuß kragt längs der Rückwand
19 an beiden Seiten der Pylone 35 je ein Verbindungsbalken 42 aus, der Standlager
130 für die Hochdruckkompressionszylinder 38 trägt.
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Am unteren Ende der Rückwand 19 sind in ganzer Breite des Wellenfangraumes
16 kräftige Lager 44 angesetzt.
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In diesen Lagern 44 wird ein Schwingschwimmer 45 gehalten (Fig. 1,3-5,9,10).
Er ist ein flacher und hohler Stahlkörper, der seine größte Dicke im Bereich der
Wellentrennase 34 aufweiset. Hier baucht eine wellenförmig geschwungene Bodenplatte
46 erheblich aus und vereinigt sich in einer schräg nach oben gerichteten Spitze
47 mit einer Deckplatte 48. Die Länge vom Lager 44 bis zum Mittelpunkt der Ausbauchung
an der Bodenplatte 46 entspricht der halben mittleren Wellenlänge einer ausgereiften
Welle bei Windstärke 6. Im Bereich der Ausbauchung sind Schotts 49 eingebaut, deren
Zwischenräume mit Wasser gefüllt werden können und so die Funktion von Ballasttanks
übernehmen. Kräftige Längsrippen 50 geben dem Schwingschwimmer 45 die ausreichende
Stabilität, um den anlaufenden Wellen widerstehen zu können. Im Tiefpunkt der Ausbauchung
in der Bodenplatte 46 sind senkrecht darüber auf dem Schwingschwimmer 45 Lager 51
für Stütz zylinder 52 aufgesetzt.
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Der Waagebaien 36 ist ein flacher, langer, der Breite zwischen den
Pylonen 35 angepaßter Hohlkörper, der mittig von den an den Pylonen 35 am oberen
Ende angeordneten Lagern 37 gehalten wird (Fig. 1,3,8-10). Mehrere Längsrippen 43
unterteilen den Waagebalken 36 in Kammern, die - maximal halb mit Wasser gefüllt
- je nach Stellung des Waagebalken 36 als druckerzeugendes Ballastgewicht 132 arbeiten.
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Die Stützzylinder 52 haben die Aufgabe, die kraftschlüssige- Verbindung
zwischen dem Schwingschwimmer 45 und dem Waagebalken 36 herzustellen (Fig. 1,3,5,10).
Sie bestehen aus einem kräftigen Rohr 53, das am unteren Ende über ein Gelenk 51
mit dem Schwingschwimmer 45 verbunden ist und im oberen Bereich, der von einer Zwischenwand
54 abgetrennt ist, als Zylinderraum 55 für einen Stellkolben 56 ausgebildet ist.
Dieser Stellkolben 56 ist mit einer starr angesetzten Kolbenstange 57 versehen,
die am oberen Ende an der Stirnseite 133 des Waagebalkens 36 gelenkig gehalten ist.
Ein kräftiges Gleitlagerstück 58 schließt die obere Öffnung des Zylinderraumes 55
ab und sichert die axiale Führung der Kolbenstange 57. An den unteren und dem oberen
Zylinderraum 55 ist eine nicht gezeichnete Öldruckleitung angeschlossen. Durch Zuführung
von Drucköl in den. unteren oder oberen Zylinderraum und bei gleichzeitiger Ableitung
des Öles aus jeweils dem anderen Zylinderraum wird die Stellung des Stellkolbens
56 entsprechend der Öl zufuhr verändert. Damit läßt sich der Waagebalken 36 in Abhängigkeit
von der Schwinghöhe des Schwingschwimmers 45 auf eine mittlere waagerechte Höhe
einstellen.
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In der Rückwand 19 des Wellenfangraumes 16 sind mehrere stehende Niederdruckzylinder
20 angeordnet, in denen auf dem Wasser schwimmende Kolben 75 im Rythmus der anlaufenden
Wellen mehr oder weniger-hochgedrückt werden (Fig. 1,4,8). Das obere Ende des jeweiligen
Niederdruckzylinders 20 wird von einer Doppelkolbenstange 60 geschlossen, wobei
der-untere Niederdruckverdjchterrn kolben 61 in den Niederdruckzylinder 20 reicht
und der obere Stellkolben 62 in einem Stellzylinder 41 sitzt. Dieser Stellkolben
62 wird doppelseitig mit Öldruck beaufschlagt. Durch wechselndes Ölvolumen in den
vcm Stellkolben 62 gebildeten oberen und unteren Zylinderräumen wird der Niederdruckverdichterkolben
61 im Niederdruckzylinder 20 gehoben oder gesenkt.
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Während der Stellkolben 62 ein einfacher, mit Dichtungsringen versehener
Kolben ist, sind im Niederdruckverdichterkolben 61 nicht gezeichnete Rückschlagventile
als Einlaß-und Auslaßventile eingebaut. Während das Einlaßventil keine Schlauchanschlüsse
benötigt, ist an jedes Auslaßventil ein Druckluftschlauch 6-3 angeschlossen, der
in den Niederdruckspeicher 11 eines Grundkörpers 1 einmündet.
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Zwischen dem Waage balken 36 und dem auskragenden Verbindungsbalken
42 der Pylone 35 sind in Doppereihe mehrere Hochdruckkompressionszylinder 38 durch
Gelenke 130 im Fußpunkt drehbar zur Längsachse des Waagebalkens 36 gehalten (Fig.1,
5,9,11).Jeder Hochdruckkompressionszylinder 38 weist einen Zylinderkörper 64 auf,der
durch ein Kopf- 65 und einBodenstück 66 geschlossen ist.DasBodenstück66istan dem
auf dem Verbindungsbalken 42 angeordneten Gelenk 130 befestigt.
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Dz Kopfstück 65 führt die an dem Waagebalken 36 gelenkig gehaltene
Kolbenstange 67 eines Hochdruckkolbens 68.
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In den Hochdruckkolben 68 ist jeweils mindestens ein Einlaßventil
69 für den Lufteinlaß und ein Auslaßventil 71 für den Luftaustritt eingebaut. Mit
dem Auslaßventil 71 steht eine druckfeste Rohr- bzw. Schlauchleitng 70 in Verbindung,
welche die Druckluft in die Hochdruckspeicher 13 der Dreikanträume 21 in den Grundkörpern
1 weiterleitet. Eine Leitung 146 verbindet das Einlaßventil 69 mit dem Niederdruckspeicher
11. Diese Leitungen 146,70 sind so an der Kolbenstange 67 angeordnet, daß die Führung
der Kolbenstange 67 durch das Zylinderkopfstück 65 nicht beeinträchtigt wird. Der
Hochdruckkolben 68 dichtet durch Kolbenringe 72 einen oberen Arbeitsraum 73 ab.
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Im unteren Bereich des Hochdruckkompressionszylinders 38 befinden
sich Luftpolsterkörper 74 und ein auf einem ölbad 76 schwimmender abdichtender Schwimmkolben
75 (Fig. 11,16,17) Die Schwimmhöhe des Schwimmkolbens 75 ist abhängig vom Volumen
des Ölbades 76, das durch eine Leitung 77 im Bodenstück 66 verändert werden kann.
Die variable Schwimmhöhe des Schwimmkolbens 75 dient zur Erzielung eines optimalen
Luftdruckes im oberen Arbeitsraum 73. Je nach Höhe der Meereswellen ist der obere
Arbeitsraum 73 durch Heben oder Senken des Schwimmkolbens 75 zu vergrößern oder
zu verkleinern.
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Der Schwimmkolben 75 sol-l verhindern, daß Öl in den oberen Arbeitsraum
73 gelangt. Er hat aber auch die Aufgabe, den Flüssigkeitsspiegel parallel zu dem
Hochdruckkolben 68 auszurichten. Hierzu darf der Schwimmkolben 75 nur maximal bis
zu einem Dichtungsring 97 in das Öl eintauchen. Der Schwimmkolben 75 ist mit einer
Auftriebskammer 128 versehen, die ihn auf dem
Ölbad 76 schwimmen
läßt. Er besteht gemäß Fig. 16,17 aus einem topfartigen Hauptkörper 78, auf dem
eine Deckplatte 79 mit Stehbolzen 80 aufgeschraubt ist.
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Die Stehbolzen 80 halten die Deckplatte 79 in solch einem Abstand
von dem Hauptkörper 78, daß die elastische Wirkung einer Dichtungsscheibe 81 erhalten
bleibt.
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Die Deckplatte 79 greift in einen Absatz 82 des Hauptkörpers 78 ein.
Ein umlaufender Bund 83 der Deckplatte 79 und eine umlaufende, erhöhte Stirnfläche
84des Hauptkörpers 78 bilden eine Ringnut zur Aufnahme mindestens eines Dichtungsringes
97 aus Federstahl,der in elastisches Material 98 eingesetzt ist.Die Höhe dieser
Ringnut ist entsprechend der Elastizität der Dichtungsscheibe 81 variabel.Am unteren
Ende des Hauptkörpers 78 ist umlaufend ein-Führungsring 85 angesetzt,dr jedoch nicht
flüssigkeitssperrend ausgebildet ist.
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Bei Konstruktion des Schwimmkolbens 75 ist unbedingt zu gewährleisten,daß
kein Öl in den oberen Arbeitsraum 73 des Hochdruckkompressionszylinders 38 eindringen
kann.Deswegen darf der Dichtungsring 97 nicht geteilt sein und bei Abwärtsbewegung
des Schwimmkolbens 75 nicht mit zu großer Kraft gegen die Wand des Zylinderkörpers
64 drücken, damit der Schwimmkolben 75 durch sein Eigengewicht ungehindert an der
Zylinderwand hinabgleiten kann. Der Dichtungsring 97 ist ein flacher, geschlossener,
federnder Metallring, der wellenförmig gebogen ist (Fig. 18). Wenn Druck auf die
"Wellenberge" 86 ausgeübt wird, vergrößert sich der Ringumfang und der Dichtungsring
97 drückt gegen die Wand des Zylinderkörpers 64.Der Dichtungsdruck erhöht sich also
mit steigendem Druck im oberen Arbeitsraum 73 und baut sich ab bei Nachlassen des
Druckes. Bei Absenken des Spiegels des Ölbades 76, d.h. bei Vergrößern
des
oberen Arbeitsraumes 73,fällt dann bei Normaldruck der Schwimmkolben 75 durch sein
Eigengewicht nach unten. Es können außerdem auftretende Wärmedehnungen mit diesem
wellenförmig gebogenen Dichtungsring 97 aufgefangen werden. Um auch bei größer werdendem
Innendurchmesser des Dichtungsringes 97 den Arbeitsraum 73 abzudichten, ist die
Ringnut mit dem elastischen Material 98, z.B. Hartgummi ausgefüllt.
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Die Luftpolsterkörper 74 im unteren Bereich des Hochdruckkompressionszylinders
38 sind in den Figuren 19 und 20 vergrößert dargestellt. Sie sollen die Inkompressibilität
des Öles 76 im Zylinderkörper 64 teilweise aufheben. Zu diesem Zweck sind mehrere
Luftpolsterkörper 74 übereinander eingesetzt. Jeder Luftpolsterkörper 74 besteht
aus einem Ringkörper 87, dessen Flanken 88 abgerundet zu einer Spitze am Innenumfang
auslaufen. Auf jede Seite des Ringkörpers 87 ist eine gummielastische Membranscheibe
90 aufgelegt, die von einer in der Mitte mehrmals gelochten Andrückplatte 91 gehalten
wird, die auf diesen Ringkörper 87 mittels Gewindebolzen 92 aufgeschraubt ist.Mehrere
radiale Luftkanäle 93, die in dem Ringkörper 87 angeordnet sind und am Innenumfang
münden, haben über eine zentrale Druckluftleitung 94 mit eingebautem Rückschlagventil
95 Verbindung zu den Hochdruckspeichern 13. In dem von den Membranscheiben 90 und
dem Ringkörper 87 gebildeten Innenraum 89 herrscht der gleiche Luftdruck wie im
Hochdruckspeicher 13. Die Andrückplatten 91 verhindern das Ausbeulen der Membranscheiben
90. Erst wenn im oberen Arbeitsraum 73 des Zylinderkörpers 64 der Luftdruck größer
wird als der Innendruck des Luftpolsterkörpers 74
drückt das Öl
durch Löcher 96 der Andrückplatte 91 hindurch auf die Membranscheiben 90 und der
Luftdruck steigt in dem Innenraum 89, da bei größer werdendem Innendruck das Rückschlagventil
95 den Rückstrom der Druckluft verhindert. Dieser größere Luftdruck wirkt elastisch
im Ölbad 76 und der Schwimmkolben 75 wird federnd gegen den Hochdruckkolben 68 im
Hochdruckkompressionszylinder 38 gedrückt.
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Die anlaufenden Wellen treffen zuerst auf den Schwingschwimmer 45
und drücken gegen seine Bodenplatte 46.
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Um diesen Wellendruck für die Drucklufterzeugung nutzen zu können,
sind in den Schwingschwimmer 45 kurz hinter den Schotts 49 schräg nach hinten gerichtete
Kompressionszylinder 99 eingebaut (Fig. 1,21-24,28). Ein oben geschlossener Zylinderkörper
100 j-edes Kompressionszylinders 99 ist mit seiner Öffnung 101 auf dem Rand einer
entsprechenden Öffnung 102 in der Bodenplatte 46 aufqesetztund steht in einem von
der Bodenplatte 46 bis zur Deckplatte 48 reichenden, sich nach oben erweiterenden
Trichter 103 des Schwingschwimmers 45.
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Axial angeordnete Querrippen 104 geben dem Zylinder körper 100 die
nötige Führung. Der untere Rand 105 des Zylinderkörpers 100 ist T-förmig ausgebildet.
Der äußere Kragen 406 greift in entsprechende Ausnehmungen 107 der Querrippen 104.
Die Höhe dieser Ausnehmungen 107 bestimmen die Höhe der möglichen axialen Verschiebung
des Zylinderkörpers 100. Jeder Zylinderkörper 100 enthält einen Schwimmkolben 175,und
eininnererKragen 108 verhindert das Herausfallen des Schwimmkolbens 175 aus dem
Zylinderkörper. Der Schwimmkolben 175 entspricht dem Schwimmkolben 75 inden Hochdruckkompressionszylindern
38 gem. Fig.11,19,20.
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In einen Zylinderdeckel 110 des Zylinderkörpers 100'sind ein Einlaßventil
111 für die Luftzuführung und ein Auslaßventil 112
für die Druckluftableitung
eingelassen.(Fig.23,24).An jedes Auslaßventil 112 steine Druckleitung 113 zum Niederdruckspeicher
11 im Grundkörper 1 angeschlossen. über den in Reihe stehenden Zylinderkörpern 100
ist quer zur Längsachse des Schwingãchwimmers 45 eine Nockenwelle 11 4 mit Nocken
115 angeordnet. Die Nocken 115 drücken auf die Zylinderdeckel 110 und verhindern
die Aufwärtsbewegung der Zylinderkörper 100 bei ansteigendem Wasser.An beiden Enden
der Nockenwelle 114 ist je ein Winkelhebel 116-aufgekeilt,mitdem die Nocken 115
von den Zylinderdeckeln 110 weggeschwenkt werden, wenn der Schwingschwimmer 45 seine
höchste Stellung erreicht hat. Dann werden die Winkelhebel 116 von Anschlägen 118
nach unten gedrückt, die sich an seitlichen Anschlägen 117 befinden, die an den
Seitenwänden 18 des Wellenfangraumes 16 in Schräglage angeordnet sind.
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Die Nocken 115 auf den Zylindeideckeln 110 werden seitlich weggeschwenkt
und geben den Weg für eine Aufwärtsbewegung der Zylinderkörper 100 frei. Durch das
Hochdrücken der Zylinderkörper 100 wird im unteren Bereich ein ringförmiger Einlaufspalt
119 gebildet, der den Weg für das anströmende Wasser längs den Querrippen 104 in
den Trichter 103 freigibt und so bei sehr hohen Wellen den Druck gegen die Bodenplatte
46 des Schwingschwimmers 45 mildert.
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Jede anlaufende Welle kann eine unterschiedliche Höhe erreichen. Daher
ist es erforderlich, ihre Höhe schon vor dem Auftreffen im Wellenfangraum 16 zu
ermitteln, um denÖlstand bereits vorher im Stützzylinder 52, im Stell-zylinder .41
für den Niederdruckzylinder 20 und in dem Hochdruckkompr.essionszylinder 38 optimal
einstellen zu können. Hierzu ist zwischen zwei Schwingschwimmern 45 an einer Seitenwand
18 des Wellenfangraumes 16 eine senkrecht stehende, wasserdichte Stahlröhre 120
angebracht (Fig. 25,25a,26). In dieser Röhre 120
ist an der Deckfläche
121 eine lotrechte Meßleiste 122 bei 125 kardanmäßig aufgehängt. An ihr sind in
gleichen Abständen parallel ausgerichtete Radarantennen 123 angebracht, die ihre
Meßstrahlen durch entsprechende plexiglasgeschützte Fenster 124 in der Stahlröhre
120 aussenden und auch nach Reflexion an den Wellen wieder auffangen. Die Impulse
jeder Radarantenne 123 werden der Reihe nach, z.B. von oben nach unten abgegeben.
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Aus der Zeitdifferenz der zurückgestrahlten Passivimpulse wird die
dem Wellenfangraum 16 nächste Welle ermittelt.
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Gleichzeitig wird durch die Parallellage der Meßstrahlen die Höhe
dieser Welle ermittelt. Den Höhenbez-ugs--punkt bildet z.B. die unterste Antenne.
Voraussetzung für diese Meßmethode ist eine unbedingt lotrechte Stellung der Meßleiste
122 im Augenblick der Impulsabgabe. Da die Insel 23 trotz ihrer Größe noch Schwankungen
ausführen kann, ist die Meßleiste 122 -wie ein Lot ausgebildet. Durch ihr Eigengewicht
und ihre gelenkige Aufhängung 125 an der Deckfläche 121 nimmt die Meßleiste 122
selbsttätig eine stabile tage ein. Um eventuell noch auftretende Meßfehler durch
Schwankungen auszuschalten, ist in eine Kammer 109 am Fuße der Meßleiste 122 ein
Lot 126 eingesetzt, das senkrecht über einer Metalleiste 127 mit Dreieckprofil hängt.
Immer, wenn die Spitzen der beiden Leisten 122 und 127 übereinander stehen, ist
gewährleistet, daß die Meßleiste 122 eine senkrechte Stellung eingenommen hat.
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Die Hochdruckspeicher 13 in den Grundkörpern 1 sind gruppenweise miteinander
verbunden. Jede Speichergruppe kann einen unterschiedlichen Luftdruck aufweisen.
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Durch Mischen dieser Einzeldrücke läßt sich ein mittlerer Betriebsdruck
einstellen, der die Druckluft in einer Hauptdruckleitung 128 zu stationären Großspeichern
auf dem Festland abführt (Fig. 12).Die flexible,
schwimmende Hauptdruckleitung
128 hängt an Schwimmkörpern 136 und ist so tief unter dem Wasserspiegel gehalten,
daß Arbeitsschiffe ungehindert darüber hinwegfahren können.Die Hauptdruckleitung
128 führt bis zu einem senkrecht über der Ankerplatte 14 verankerten bojenartigen
Zwischenspeicher 135. Ein dreh- und kippbarer Schlauchanschluß 138 nimmt eine Falleitung
137 auf und leitet sie in einem eingegossenen Leitungsschacht 139 bis zu einer am
Umfang der Ankerplatte 14 sitzenden Ausnehmung 140 weiter. Hier schließt an einen
gelenkig gehaltenen Anschlußstutzen 141 eine zum Festland führende, eingespülte
Rohrleitung 142 an (Fig. 14).
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Anschließend wird die Funktion der Anlage zur Erzeugung von Druckluft
aus Wellen näher erläutert.
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Die Anlage ist geeignet für Küstengewässer, in denen ihr gefährliche
Wellen nicht vorkommen. Hierfür bietet die Nordsee ideale Voraussetzungen. Die große
Windhäufigkeit und die insgesamt niedrigeren Wellenhöhen gegenüber dem Atlantik
bieten ein Energieangebot, das von der Anlage voll genutzt werden kann.
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Die Anlage ragt so hoch aus dem Meer, daß auch höchste Wellen die
Insel 23 nicht überspülen können. Die höhenmäßige Ausrichtung wird von den unteren
Flutkammern 10 der Grundkörper 1 vorgenommen. Die Insel 23 dreht sich entsprechend
der Wellenrichtung planetenartig um die Ankerplatte 14. Sie soll gegenüber den Wellen
konkav geformt sein. Damit wird einmal erreicht, daß die in breiter Front anlaufenden
Wellen die Insel 23 senkrecht zur Drehachse stellen und zum anderen werden die einzelnen
Schwingschwimmer 45 gestaffelt in Bewegung
gesetzt. Weil die Schwingschwimmer
45 aus dem Wellenfangraum 16 hervorragen, können auch schräg von vorn anlaufende
Wellen den Schwingschwimmer 45 voll auslasten. Ebenso erzeugen diese Wellen im Wellenfangraum
16 einen noch ausreichenden Staudruck.
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Der Arbeitskörper 15 wird von der Flutkammer 10 so weit abgesenkt,
daß das Schwingschwimmerlager 44 höhenmäßig kurz unterhalb des zu erwartenden tiefsten
Wellentales steht.
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Die Arbeitsfolge wird unter Bezug auf Figur 27 geschildert.
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Die anlaufenden Wellen treffen zuerst auf die Wellentrennase 34. Es
werden kleinere Wellen von der flach ansteigenden Wasserauflauffläche 17 in ganzer
Höhe bis an die Rückwand 19 des Wellenfangraumes 16 geleitet. Hierbei wird die Welle
teilweise aus dem Wasser gehoben und drückt verstärkt gegen die Bodenplatte 46 des
Schwingschwimmers 45. Gleichzeitig steigt ein Teil der Wellenmasse in den Niederdruckzylindern
20 empor.
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Durch das Anrollen der Wellen auf einen relativ elastischen Körper,
d.h. den Schwingschwimmer 45 wird ein großer Teil der kinetischen Energie der Meereswellen
von der Anlage genutzt.
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Hohe Wellen werden von dem unteren Teil der Wellentrennase 34 abgeschnitten.
Da im oberen Bereich der Wellen die Teilchenbewegungen der Wassermoleküle am größten
sind, wird der wirksamste Teil der Welle in den Wellenfangraum 16 geleitet. Weil
jetzt die Orbitalbahn der Wasserteilchen unterbrochen-ist, fällt die Welle in sich
zusammen und staut sich im Wellenfangraum 16. Der untere Teil bricht sich an den
zylindrischen
Wänden der Arbeitskörper 15 und der Grundkörper 1.
Diese Grundkörper 1 sind auf Lücke stehend neben- und hintereinander angeordnet
und bieten daher keine starre Angriffsfläche. In den Lücken kann die Restwelle gebremst
hindurchlaufen.
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Der Wasserstaudruck drückt die Schwimmkolben 75 in denNiederdruckzylindern
20 in der Rückwand 19 des Wellenfangraumes 16 sowie die Schwimmkolben 175 der Kompressionszylinder
99 im Schwingschwimmer 45 nach oben. In den darüber befindlichen Zylinderräumen
wird die Luft komprimiert. Über Rückschlagventile und daran angeschlossene Schlauch
und Rohrleitungen wird die Druckluft in die Niederdruckspeicher 11 abgeleitet. Die
in die Niederdruckerzeuger 20,99 hineingedrückte Wassermenge ist gegenüber der gesamten
gestauten Wassermenge im Wellenfangraum so minimal, daß der Staudruck gegen die
Bodenplatte 46 des Schwingschwimmers 45 nur geringfügig gemindert wird.
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Mi-t Ansteigen des Wasserspiegels um den Schwingschwimmer 45 herum
vergrößert sich seine Wasserverdrängung.
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Gleichzeitig steigt der Druck gegen die Bodenplatte 46. Diese zwei.Komponenten
vereinigen sich zur Auftriebsresultierenden RA Diese Auftriebskraft RA wirkt über
den Stützzylinder 52 auf den bis maximal zur Hälfte mit Wasser gefüllten Waagebalken
36. Der Waagebalken 36 wird im Rythmus des oszillierenden Schwingschwimmers 45 um
seine Querachse gedreht. Wird z.B. das Vorderteil des Waage--balkens 36 durch den
Stützzylinder 52 gehoben, strömt das in dem Waagebalken eingeschlossene Wasser auf
die andere Seite dem neuen Tiefpunkt zu. So wechselt
der Schwerpunkt
des Wassers ständig von einer Seite zur anderen und unterstützt jeweils die Auftriebskraft
RA bzw. die abwärts gerichtete Kraft des Eigengewichts des Schwingschwimmers 45.
Um den Schwingschwimmer 45 immer wieder in seine Tiefstellung zu bringen, muß das
Moment Eigengewicht GE mal Länge zwischen Lager 44 und Schwerpunkt des Schwingschwimmers
L5 -größer sein als das Moment Wassergewicht im Waagebalken GW mal Länge zwischen
dem Schwerpunkt des Wassers und der Achse des Waagebalkens LW GE x Ls GW x W Die
an den Waagebalken 36 angreifenden Kräfte werden durch hier angelenkte Kolbenstangen
67 auf entsprechende Hochdruckkompressionszylinder 38 übertragen. Durch die Anordnung
der Hochdruckkompressionszylinder 38 auf beiden Seiten der Querachse des Waagebalkens
36 werden sowohl die Aufwärtsbewegungen als auch die Abwärtsbewegungen des Schwingschwimmers
45 zur Druck lufterzeugung genutzt. Die erzeugte Druckluft wird über druckfeste
Leitungen in die Hochdruckspeicher 13 der Grundkörper 1 geleitet.
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Die Hochdruckkompressionszylinder 38 werden nach jedem Arbeitshub
über eine Zuleitung mit Druckluft aus dem Niederdruckteil 11 gefüllt. Demnach ist
als Anfangsdruck nicht der atmosphärische Luftdruck, sondern ein mittlerer Luftdruck
P aus dem Niederdruckspeicher m 11 vorhanden. Hierdurch wird die Leistungsfähigkeit
der Hochdruckkompressionszylinder 38 erheblich gesteigert.
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Mit den Radarantennen 123 wird die Höhe und die Geschwindigkeit jeder
anlaufenden Welle gemessen.
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Die ermittelten Werte werden einer elektrischen 5 10 15 20 25 30
Rechenanlage
143 zugeführt. Hier wird die voraussichtliche Auslenkung des Schwingschwimmers 45,
der Staudruck und die Stauhöhe in den Niederdruckzylindern 20 vorausermittelt. Von
diesen Werten abhängig ist 1. die höhenmäßige Ausrichtung des Waagebalkens 36 durch
Zu- oder Ableitung von Drucköl im Stützzylinder 52; 2. die höhenmäßige Einstellung
des Niederdruckverdichterkolbens 61 im Niederdruckzylnder 20 und 3. die Zu- bzw.
Abführung der erforderlichen Wassermengen für die Ballasttanks zwischen den Schotts
49 im Schwingschwimmer 45 und für denWaagebalken 36 (hierzu wird der Mittelwert
mehrerer Wellen eines bestimmten Zeitraumes ausgewertet).
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Die Auswertungen dieser Meßergebnisse werden einer Impulsgeberanlage
144 zugeführt, die über entsprechende Stellmotore 145, Schieber und Ventile die
Drucköl-bzw. Druckwasserregulierung steuern.
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Der Druckluft-Kreislauf wird unter Bezug auf Figuren 29, 30, 31 und
32 nachfolgend erläutert.
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Phase 1 Wellental (steigende Tendenz) Figur 29 Der Schwingschwimmer
45 befindet sich in der Tiefststellung. Die Schwimmkolben 75,175 sind in ihren Tiefpunkt
hinabgefallen. In den Niederdruckzylindern 20 in der Rückwand 19 und den Kompressionszylindern
99 im Schwingschwimmer 45 ist der atmosphärische Luftdruck vorhanden. Der linke
Hochdruckkompressions-
zylinder 38 hat seine komprimierte Luft
in die Leitungen 70 des Hochdruckspeichers 13 abgegeben und sich über die Leitung
176 mit Druckluft aus dem Niederdruckspeicher 11 gefüllt. Dabei wirkt der Druck
auf den Hochdruckkolben 68 im Sinne der Auftriebskraft des Schwingschwimmers 45.
Im rechten Hochdruckkompressionszylinder 38 bewegt sich der Hochdruckkolben 68 langsam
seinem unteren Totpunkt entgegen und verdichtet die vorkomprimierte Luft aus dem
Niederdruckspeicher 11. Sie wird über das Auslaßventil 71 in die Leitung 70 des
Hochdruckspeichers 13 abgegeben. Der Druck auf den Hochdruckkolben 68 wirkt entgegen
der Auftriebskraft.
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Phase 2 Wellenberg (steigende Tendenz) Figur 30 Der Schwingschwimmer
45 befindet sich in der Höchststellung. Die Schwimmkolben 75,175 haben ihren Höchstpunkt
erreicht und die Druckluft über Rückschlagventile in den Niederdruckspeicher 11
abgegeben. Der linke Hochdruckkompressionszylinder 38 ist vollständig mit Mischluft
aus dem Niederdruckspeicher 11 gefüllt. Der Hochdruckkolben 68 wirkt im Sinne der
Auftriebskraft.
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Der Hochdruckkolben 68 des rechten Hochdruckkompressionszylinders
38 hat seinen unteren Totpunkt erreicht und der Maximaldruck wird über die Leitung
70 an den Hochdruckspeicher 13 abgegeben.
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Der Hochdruckkolben 68 wirkt entgegen der Auftriebskraft.
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Phase 3 Wellenberg (fallende Tendenz) Figur 31 Der Schwingschwimmer
45 befindet sich in der Höchststellung. Die Welle hat ihre Energie abgegeben und
bricht in sich zusammen. Die Auftriebskraft wird = O. Die Schwimmkolben 75,175 fallen
in ihre Tieflage zurück. Gleichzeitig strömt über Rückschlagventile atmosphärische
Luft in die Arbeitszylinder der Niederdruckzylinder 20,99.
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Im linken Hochdruckkompressionszylinder 38 bewegt sich der Hochdruckkolben
68 wieder seinem unteren Tiefstpunkt entgegen und verdichtet die vorkomprimierte
Luft aus dem Niederdruckspeicher 11. Die Druckluft wirkt entgegen der Abtriebskraft.
In den rechten Hochdruckkompressionszylinder 38 strömt durch die Leitung 146 vorkomprimierte
Luft aus dem Niederdruckspeicher 11. Ihr Druck unterstützt die Abtriebskraft des
Schwingschwimmers 45.
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Phase 4 Wellental (fallende Tendenz) Figur 32 Der Schwingschwimmer
45 befindet sich in der Tiefststellung. Die Schwimmkolben 75,175 sind in die Tiefstlage
gefallen. Im linken Hochdruckkompressionszylinder 38 hat der Hochdruckkolben 68
den Maximaldruck erzeugt. Die Druckluft wird über die Leitung 70 an den Hochdruckspeicher
13 abgegeben.
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Der Luftdruck wirkt entgegen der Abtriebskraft des Schwingschwimmers
45. Der rechte Hochdruckkompressionszylinder 38 hat sich mit Mischluft aus dem Niederdruckspeicher
11 gefüllt und unterstützt die Abtriebskraft des Schwingschwimmers 45.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 33 bis 41 ist der Waagebalken
durch einen hohlen trommelartigen Druckkörper 202 mit kreisförmigem Querschnitt
ersetzt worden, der um seine Achse 212 oszillierend beweglich ist. Ein in dieser
Weise ausgebildeter Schwenkkörper gestattet eine gedrungene Bauweise der Arbeitsteile
der Anlage, so daß sie in einem Gehäusekasten 221 gegen Witterungs- und Seewassereinflüsse
geschützt untergebracht werden können und außerdem eine gesteigerte Kippsicherheit
der Anlage bei hohen Windstärken erreicht wird.
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Der Druckkörper 202 besteht aus einem Stahlzylinder, der aus zwei
Halbzylinderschalen 204 zusammengesetzt und durch Seitenteile 203 abgeschlossen
ist. Die beiden Hälften 204 des Stahl zylinders werden durch Schraubverbindungen
217 zusammengehalten. In der oberen Hälfte 204 des Stahlzylinders ist eine V-förmige
Trennplatte 206 mit großem Öffnungswinkel fest eingebaut, so daß in der oberen Hälfte
204 symmetrisch ein kreissektorförmiger Raum 205 abgeteilt wird. Unterhalb der Trennplatte
206 entsteht ein Verdichtungsraum 207, der durch radial eingesetzte Schottwände
209 in mehrere Verdichtungskammern 208 aufgeteilt wird. Bei dem gezeichneten Beispiel
sind drei Verdichtungskammern 208 vorgesehen (Figuren 36,37).
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Die Verdichtungskammern 208 werden über nicht gezeichnete Zu- und
Abführleitungen teilweise oder ganz mit einem flüssigen Medium wie Wasser oder Öl
gefüllt. In die Verdichtungskammern 208 münden Leitungen 210 aus dem Niederdruckspeicher
11 und Leitungen 211 führen
aus den Verdichtungskammern 208 zu
den Hochdruckspeichern 13 in den Grundkörpern 1 (Figuren 37, 38). Kurz hinter dem
Durchgang der Leitungen 210 und 211 durch die Trennplatte 206 ist in jede Leitung
210 ein Einlaßventil 222 und in jede Leitung 211 ein Auslaßventil 223 als Rückschlagventil
wirkend eingebaut (Figur 38). Diese Leitungen 210 und 211 sind in dem kreissektorförmigen
Raum 205 axial bis zum Austritt aus dem Seitenteil 203 des Druckkörpers 202 geführt.
Nach Austritt aus dem Druckkörper 202 werden die Einlaß- und Auslaßleitungen 210
und 211 für die Druckluft sowie die nicht gezeichneten Zu- und Abführleitungen für
das Füllmedium an entsprechende der Drehbewegung des Druckkörpers 202 folgende bewegliche
Leitungen angeschlossen (nicht gezeigt).
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In jeder Verdichtungskammer 208 befindet sich eine Flügelplatte 219,
deren Höhe und Breite der Verdichtungskammer jeweils angepaßt ist und die mit einer
Welle 212 drehfest verbunden ist. Der Druckkörper 202 ist durch gasdicht ausgebildete
Achslager 220, die in die Seitenteile 203 und die Schottwände 209 eingesetzt sind,
drehbar auf der Welle 212 gehalten. (Figuren 36,37) . Die an beiden Seiten des Druckkörpers
202 herausragenden Wellenzapfen 213 sind in Standlagern 214 drehbar gelagert. Auf
jeden Wellenzapfen 213 ist zwischen zwei Standlagern 214 ein zweiarmiger Hebel 215
drehfest in waagerechter Stellung, das heißt rechtwinklig zu den Flügelplatten 219
befestigt.
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Am Ende jedes Armes des Hebels 215 ist an einer Anlenkstelle 218 die
Kolbenstange 67 eines stehenden Hochdruckkompressionszylinders 38 angebracht.
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Figuren 36 und 39 zeigen, daß in dem Gehäusekasten 221 aus Stahlbeton
in einer Extrakammer auch die, Steuerzylinder 41 untergebracht sind, deren Kolbenstangen
60 in die Niederdruckzylinder 20 hineinragen.
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Auf der Außenfläche des Druckkörpers 202 ist ein nach außen gerichteter
Kragarm 201 befestigt, an den die Kolbenstange 57 des Stütz zylinders 52 angelenkt
ist (Figur 38). Die senkrechte Bewegung des Schwingschwimmers 45 wird über den oder
die Stütz zylinder 52 und den Kragarm 201 auf den Druckkörper 202 übertragen und
versetzt ihn in schaukelnde Drehbewegung.
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Bei jeder anlaufenden Welle-wird der Druckkörper 202 in eine Rechtsdrehung
versetzt (steigende Amplitude) und bei jeder ablaufenden Welle erfährt er eine Linksdrehung
(fallende Amplitude). Bei jedem Wellendurchgang entspricht der Wellennullpunkt (Sinuskurve)
der Nullstellung des Druckkörpers 202 und ist die senkrechte Stellung der zu der
Teilungsebene zwischen den beiden Hälften 204 des Druckkörpers 202 rechtwinklig
verlaufenden Symmetrieachse (Figur 32). Entsprechend der Wellenbewegung wird der
Druckkörper 202 gedreht und mit ihm wird die Trennplatte 206 aus der senkrechten
Symmetrieachse gekippt. Bei Rechtsdrehung des Druckkörpers 202 nähert sich die rechte
Seite der Trennplatte 206 der rechte Seite des Flüssigkeitsspiegels in dem Verdichtungsraum
207
(Figur 35) und bei Linksdrehung des Druckkörpers 202 nähert
sich die linke Seite der Trennplatte 206 dem linken Flüssigkeitsspiegel (Figur34
i.
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Zur Luftdruckerzeugung in dem Druckkörper 202 wird in den Verdichtungsraum
207 über nicht gezeichnete Leitungen eine Flüssigkeit wie Wasser oder Öl hineingedrückt.
Die Höhe des Flüssigkeitsspiegels in dem Verdichtungsraum 207 bestimmt das mögliche
zu verdichtende Luftvolumen. Nähert zum Beispiel die rechte Seite der Trennplatte
206 sich dem rechten Flüssigkeitsspiegel, so wird der zwischen dem Flüssigkeitsspiegel
und der Trennplatte vorhandene Kompressionsraum 225 immer kleiner. Gleichzeitig
steigt die Gegenseite der Trennplatte 206 an und der auf dieser linken Seite zwischen
dem Flüssigkeitsspiegel und der Trennplatte 206 vorhandene Kompressionsraum 224
wird größer. Die Volumenabnahme im Kompressionsraum 225 entspricht der Volumenzunahme
im Kompressionsraum 224. Das Einlaßventil 222 in der Leitung 210 öffnet und Druckluft
aus dem Niederdruckspeicher 11 strömt in den Kompressionsraum 224 bis Druckausgleich
einsetzt und das Einlaßventil 222 wieder schließt. Aus dem Kompressionsraum 225
wird die verdichtete Luft über die Leitung 211 und das Auslaßventil 223 in den Hochdruckspeicher
13 abgeführt.
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Bei dem Verdichtungsvorgang kann der auf die Flüssigkeitsoberfläche
wirkende Druck so groß werden, daß die Flüssigkeitssäule nach unten weggedrückt
wird.
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Es setzt in der Flüssigkeit eine strömende Bewegung
ein
und die Flüssigkeit steigt in dem jeweils entgegengesetzten Kompressionsraum 224
oder 225 empor.
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Die in das Flüssigkeitsbad eingetauchten .Flügelplatten 19 werden
von der auf sie wirkenden Flüssigkeitsströmung ausgelenkt (Figuren 34,35). Der Auslenkungswinkel
der Flügelplatten 219 wird auf den Hebel 215 übertragen und dieser betätigt durch
Auf- und Abbewegung die an seinen Armen befestigten Kolbenstangen 67 der Hochdruckkompressionszylinder
38.
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Die Flügelplatten 219 wirken wegen der nachgeschalteten Hochdruckkompressionszylinder
38 verzögernd auf die Strömung der Flüssigkeit und erhöhen somit den Luftdruck in
den Kompressionsräumen 224 und 225.
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Die Wellen liefern ein ständig wechselndes Energieangebot. Damit unter
diesen Umständen ein optimaler Druck erzeugt werden kann, muß bei gegebener Kraft
P (Wellenkraft) die Größe der Druckfläche F variabel sein. Aus diesem Grunde ist
der Verdichtungsraum-207 in mehrere Verdichtungskammern 208 unterteilt. Wird zum
Beispiel nur eine Verdichtungskammer 208 mit Flüssigkeit gefüllt, so kann in den
anderen-Verdichtungskammern 208 kein Luftdruck erzeugt werden, weil die Gegendruckfläche
F des Flüssigkeitsspiegels P fehlt. Das Verhältnis F wird entsprechend größer und
es kann mit einer relativ geringen Kraft ein noch verhältnismäßig hoher Druck erzeugt
werden.
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Die Druckverhältnisse in der Verdichtungskammer 208 sind geringer
wie in den Hochdruckkompressionszylindern 38, weil hier eine wesentlich größere
Kompressionsfläche
vorhanden ist.
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Will man die gesamte Wsllenkraft für die Hochdruckerzeugung in den
Hochdruckkompressionszylindern 38 ausnutzen, so werden die Verdichtungskammern 208
vollständig mit Flüssigkeit gefüllt. Dann überträgt sich die Drehbewegung des Druckkörpers
202 direkt auf die Flügelplatten 219 und damit auf die Hochdruckkompressionszylinder
38.
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