DE3128156C2 - Siebpartie einer Papiermaschine - Google Patents
Siebpartie einer PapiermaschineInfo
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- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F1/00—Wet end of machines for making continuous webs of paper
- D21F1/02—Head boxes of Fourdrinier machines
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Abstract
Eine Siebpartie umfaßt einen düsenartigen Stoffauflauf (15), der zwei Stromführungswände (18, 19) und eine Aus laß öffnung (21) aufweist, durch die ein Stoffstrom einem endlosen umlaufenden Siebband (10) zugeführt wird. Die eine Stromführungswand (19) weist eine sich über die Auslaßöffnung (21) hinaus erstreckende und konvex gekrümmte Fortsetzung in Form eines Gleitschuhes (22) auf. Im Bereich der Auslaßöffnung (21) hat der Gleitschuh (22) einen sehr großen Krümmungsradius (K); in Strömungsrichtung danach ist dieser in der Regel kleiner (Radien r, R). An der Auslaßöffnung (21) ist eine innerhalb der Siebbandschlaufe (10) angeordnete Leiste (23) mit einer konvex gekrümmten Siebstützfläche (24) vorgesehen zum Einführen des Siebbandes (10) in eine Bahnbildungszone (25). Der Krümmungsradius (k) der Leiste (23) ist kleiner als der mittlere Krümmungsradius des Gleitschuhes (22). Vorzugsweise sind der Gleitschuh (22) und die Siebstützleiste (23) quer zur Strömungsrichtung verstellbar.
Description
dadurch gekennzeichnet,
e) daß die genannte Fortsetzung (22) der einen Stromführungswand (19) im Bereich zwischen
dem Endec'er anderen Stromführungswand (18)
und dem Beginn (8) der Bahnbildungszone (25) im wesentlichen ohne Richtungsänderung verläuft;
f) daß die genannte Stützeinric.-tung (23) innerhalb
der Schlaufe des endlosen Siebbandes (10) angeordnet ist
2. Siebpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebstützeinrichtung (23), über welche
das Siebband (10) der Entwässerungszone (25) zugeführt wird, eine feststehende massive Leiste ist,
worin der Krümmungs-Radius k der Siebstützfläche (24) kleiner als 200 mm, vorzugsweise kleiner als
100 mm ist.
3. Siebpartie nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der Siebstütz-Leiste
(23), daß die Ablauflinie (9) des Siebbandes (10) von der Leiste (23) in Sieblaufrichtung vor der Linie
(8) des Auftreffens des Stoffstromes auf das Siebband (10) liegt.
4. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitschuh (22)
quer zum Stoffstrom verstellbar ist, vorzugsweise entlang einer Dichtfläche (48), die sich zwischen der
unbeweglichen Stromführungswand (19) und dem verstellbaren Gleitschuh (22) befindet.
5. Siebpartie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtfläche (48) in Strömungsrichtung
vor der Auslaßöffnung (21) angeordnet ist.
6. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungs-Radius
(r. R) des Gleitschuhes (22) im Bereich der Bahnbildungszone (25) in Strömungsrichtung größer
wird.
7. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin der Gleitschuh eine Ablaufkante aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Siebband (10) durch (' Ablaufkante (50) eine geringfügige Umlenkung
erfährt (Winkel a).
8. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichiung
hinter dem Gleitschuh (22) eine mit Luft gespeiste
maschinenbreite Überdruckkammer (34) angeordnet ist, weiche durch einen oder mehrere Drosselspalte
(Leisten 35) berührungsfrei gegen die auf dem Siebband gebildete Faserstoffbahn abgedichtet ÜL
9. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 8. worin dem Siebband wenigstens ein zusätzlicher
Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die in Strömungsrichtung gemessene Bogenlänge der
Gleitschuhe (22a, 21b) in Laufrichtung von Stoff auflauf (15a;zu Stoffauflauf (156) größer wird.
10. Siebpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
worin dem Siebband wenigstens ein zusätzlicher Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 10. zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere
Krümmungs-Radius der Gleitschuhe (22a, 22b) von Stoffauflauf (15a; zu Stoffauflauf (156; kleiner
wird.
11. Siebpartie nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die einem zusätzlichen Stoffauflauf (15", 15'") zugeordnete und innerhalb der
Siebband-Schlaufe befindliche feststehende Leiste (23", 23'") am Ablauf-Ende eines Saugkastens (29',
29") angeordnet ist.
Die Erfindung geht aus von der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Siebpartie. Eine solche An-Ordnung
ist bekannt aus der DE-AS 29 08 791. Bevor dort das Siebband zusammen mit der sich bildenden
Faserstoffbahn über die gekrümmte Fortsetzung der einen Stromführungswand des StoffauPaufes läuft, wird
es über die Außenseite der anderen Siromführungswand des Stoffauflaufes geführt. Da« heißt die andere
Stromführungswand bildet eine Siebstützeinrichtung mit einer konvex gekrümmten Siebstützfläche. Ein
Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß der von den beiden Stromführungswänden begrenzte Kanal im
« Bereich der Auslaßöffnung eine verhältnismäßig scharfe
Umlenkung aufweisen muß. Oder mit anderen Worten:
Der mittlere Stromfaden der Stoffströmung hat im
Bereich der Auslaßörfnung einen kleineren Krüm-Kiungs-Radius
als in der Bahnbildungszone. Hierdurch besteht die Gefahr, daß bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten
in der Bahnbildungszone — im Längsschnitt gesehen — quer zur Hauptströmungsrichtung verlaufende
Sekundärströmungen entstehen. Diese können zu einer inhomogenen Faserverteilung führen. Außerdem muß
im Extremfall mit Kavitationserscheinungen gerechnet werden.
Ein weiterer Nachteil: Falls dem Siebband zum Erzeugen eines mehrlagigen Produktes mehrere, hintereinander
geschaltete Stoffaufläufe zugeordnet werden.
ist es erforderlich, nach dem Bilden der ersten Faserband-Lage diese auf einen Filz zu überführen. Danach
muß das Sieb dem zweiten Stoffauflauf zugeführt werden, wonach die hier gebildete Faserbahn-Lage wiederum
auf den Filz übertragen werden muß. Gegebenenfalls wiederholt sich dies mehrmals. Dabei müssen die
Stoffaufläufe zwischen dem Siebband einerseits und dem Filzband andererseits in sehr engen Zwischenräumen
untergebracht werden. Man ist somit in der Regel
gezwungen, von der bewährten düsenartigen Stoffauflauf-Bauweise
abzuweichen und einen »gefalteten« Strömungskanal vorzusehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte
Anordnung dahingehend weiter zu entwickeln, daß auch bei extrem hohen Sieblaufgeschwindigkeiten
eine Faserstoffbahn hoher Qualität, d. h. mit homogener
Faserverteilurg hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Merkmalskombination gelöst Danach wird die
zum Einführen des Siebbandes in die Bahnbildungszone dienende konvex gekrümmte Siebstützfläche nicht
mehr außerhalb, sondern innerhalb der Siebband-Schlaufe angeordnet Hierdurch wird ein doppelter
Effekt erzielt:
a) Man gewinnt im Bereich der Auslaßöffnung des Stoffauflaufes genügend Platz für eine stabile Bauweise
der Stromführungswände, ohne daß der von diesen begrenzte Kanal nennenswert gekrümmt
werden muß. Vorzugsweise kann der Stoffstrom sogar ohne Krümmung, also im wesentlichen gradlinig
geführt werden. Dadurch gelingt es, die Gefahr des Entstehens von Querströmungen, welche
die Homogenität der sich bildenden Faserbahn stören würden, zu beseitigen.
b) Es ist nunmehr möglich, das Siebband zusammen mit einer darauf schon gebildeten Faserstoffbahn in
die Bahnbildungszone eines zusätzlichen Stoffauflaufes einzuführen. Dadurch kann — wie an sich bei
anderen Mehrlagen-Papiermaschinen bekanm (DE-OS 25 52 485, Fig. 4) - eine zweite Faserbahnlage
unmittelbar auf der schon vorhandenen gebildet werden. Bekanntlich dient hierbei die
schon vorhandene Faserbahnlage als Filterhilfsschicht bei der Entwässerung der zusätzlichen Lage,
so daß hierbei weniger Fein- und Füllstoffe mit dem Siebwasser abgeführt werden. Hinzu kommt,
daß n.an bei der Anordnung der Stoff auflaufe nicht mehr durch einen Filz beengt ist Man kann also
z. B. die bewährten Düsen-Stoffaufläufe verwenden.
Aus Fig. 2 der DE-AS 19 31 686 ist es bekannt, im Bereich (kr Auslaßöffnung eines Sipffauflaufes einen im
Inneren einer Siebschlaufe liegenden Entwässerungskasten mit einer konvex gekrümmten Siebführungsfläche
vorzusehen. Der Entwässerungskasten kann quer zur Sicblaufrichtung verstellt werden; er hat mehrere sich
quer zur Sieblaufrichtung erstreckende Stege, zwischen denen sich Entwässerungsschlitze befinden. Ein solcher
Entwässerungskasten hat aber, insbesondere bei der Anordnung unmittelbar im Anfang der Bahnbildungszone,
den Nachteil, daß er eine ungleichmäßige Faserverteilung in der Papierbahn und einen hohen Verlust an
Fein- und Füllstoffen verursacht. Im übrigen handelt es
sich dort um eine Zweisieb-Papiermaschine. Papiermaschinen dieser Gattung erfordern einen hohen Bauaufwand
für die beiden Siebe. Auch muß mit einem weitaus höheren Energiebedarf für den Antrieb und mit höherem
Aufwand für die Reinigung der beiden Siebe gerechnet werden. Bei vielen Zweisieb-Papiermaschinen
ist außerdem die Blattbildung gestört zufolge eines langen freien Stoffstrahles zwischen der Auslaßöffnung des
Stoffauflaufes und der Bahnbildungszone. Will man die sen Nachteil vermeuSjn, so müssen gemäß DE-AS
19 31 686 nachgiebige Stromführungswände vorgesehen werden, die an den Siebbändern anliegen. Bei der
erfindungsgemäßen Bauweise ist dieser Nachteil von vornherein dadurch beseitigt, daß der Sioffstrahl jedenfalls
auf der einen Seite ohne Unterbrechung durch die verlängerte Stromführungswand (Gleitschuh) geführt
ist
Auf der anderen Seite des Stoffstrahles kann das freie Stück dadurch besonders kurz gehalten werden, daß
man die in der Siebband-Schlaufe angeordnete Siebstützeinrichtung gemäß Anspruch 2 ausführt Danach
ίο wird eine einfache massive Siebstützleiste vorgesehen,
die keine Entwässerungsschlitze hat und deren Krümmungs-Radius somit besonders klein gewählt werden
kann. Im Vergleich zu einer rotierenden Walze hat diese Bauweise den Vorteil, daß die Rücksichtnahme auf kritisehe
Drehzahlen entfällt Man kann also ganz unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit gestalten.
Der Anspruch 3 beruht auf der Erkenntnis, daß das Siebband beim Einlaufen in die Bahnbildungszone evtl.
in den Stoffstrom Luft bineintransportiert, die den Bahnbildungsvorgang stört Dieser v/efahr wird gemäß
Anspruch 3 dadurch begegnet, daß die in den Siebmaschen befindliche Luft hinter der Ablauflinie des Siebbandes
von der Siebstützleiste beim Auftreffrn des Stoffstrahles aus den Maschen in das Innere der Siebbands^hlaufe
entweichen kann.
Aus der FR-OS 24 57 340 ist eine Siebpartie bekannt,
bei der ein Siebband in der Bahnbildungszone über einen Saugkasten geführt ist der nur am Einlauf- und am
Auslaufende je eine Siebstützleiste aufweist Dadurch verursacht der Unterdruck im Saugkasten eine starke
Durchbiegung des Siebbandes. Der Stoffstrom ist in der Bahnbildungszone durch eine flexible Lippe abgedeckt,
die an der oberen Stromführungswand des Stoffauflaufes befestigt ist Diese Lippe krümmt sich entsprechend
der Durchbiegung des Siebbandes. Ein Nachteil dieser bekannten Bauweise besteht — neben hohem Energiebedarf
für das Erzeugen des Unterdruekes — darin, daß die flexible Lippe in Schwingungen geraten kann. Dies
hat im allgemeinen starke Schwankungen im Flächengewicht des erzeugten Papiers zur Folge; außerdem besteht
Bruchgefahr. Ferner kann der Verlauf der Krümmung der Bahnbildungszone höchstens durch Verändern
der Siebspannung oder des Unterdrucks beeinflußt werden. Die Erfindung ermöglicht es Jagegen, daß an
dem festen Gleitschuh ein bestimmter Verlauf der Krümmung präzise vorgegeben wird, und zwar nicht
nur in der Laufrichtung des Siebbandes, sondern auch quer dazu.
Der gekrümmte Gleitschuh kann als eine starre Verlängerung der zugeordneten Stromführungswand ausgebildet
sein. Vorzugsweise wird man jedoch den Gleitschuh quer zum Stroffstrom verstellbar ausbilden (Anspruch
4). Hierdurch kann man bei Bedarf den Gleitschuh ein wenig in den Stoffkanal hineinragen lassen
und hierdurch die Größe der Auslaßöffnung verstellen zwecks Änderung des austretenden Mengenstromes. Es
kann vorgesehen werden, daß der Verschiebeweg über die MaschinenO iite verschieden groß einstellbar ist.
Hierdurch kann der Stoffstrom über die Maschinenbreite vergleichmäßigt werden. Die im Anspruch 5 angegebene
Maßnahme kann zur Stabilisierung dis Stoffstromes in der Auslaßöffnung beitragen.
Durch eine in der Bahnbildungszone in Strömungsrichtung abnehmende Krümmung des Gleitschuhes
(Anspruch 6) kann der Tatsache Rechnung getragen werden, daß die Entwässerung am Anfang der BahnbildungsEone
schneller vonstatten geht als am Ende. Dabei hat also das Siebband in der Entwässerungszone eine
annähernd gleichbleibende Krümmung. Es kann aber auch zweckmäßig sein, insbesondere bei hohen Ansprüchen
an die Homogenität der zu bildenden Bahn, die Krümmung des Gleitschuhes in Strömungsrichtung derart
stark abnehmen zu lassen, daß in der Strömungsrichtung eine die Reibung am Gleitschuh kompensierende
Druckabnahme erreicht wird. Der mittlere Krümmungs-Radius des Gleitschuhes wird im allgemeinen
zwischen 100 und 800 mm liegen, vorzugsweise zwischen 150 und 300 mm.
Um das Ende der Entwässerungszone genau zu definieren,
soll das Siebband zweckmäßig durch eine am Ende des Gleitschuhes vorgesehene Ablaufkante geringfügig,
höchstens um 5° umgelenkt werden (Anspruch 7).
Zur weiteren Entwässerung der gebildeten Faserstoffbahn kann eine gemäß Anspruch 8 ausgebildete
UbsrdrüCkkammer vorgesehen werden. Der Luftdruck
in dieser Kammer soll im allgemeinen zwischen 500 und tO 000 Pascal betragen, vorzugsweise zwischen 2000
und 7000 Pascal.
Wenn eine mehrlagige Faserstoffbahn hergestellt werden soll, können vorteilhaft die Merkmale der Ansprüche
9 und/oder 10 angewandt werden. Hierbei wird davon ausgegangen, daß an einem und demselben Siebband
hintereinander mehrere, z. B. zwei, Stoffaufläufe angeordnet sind, so daß auf einer ersten Faserbahnlage
wenigstens eine zweite gebildet wird. Wie oben schon erwähnt, dient hierbei die erste Faserbahnlage als Filterhilfsschicht
bei der Entwässerung der zweiten Faserbahnlage. Bei diesem Vorgang erzielt man somit eine
höhere Retention von Fein- und Füllstoffen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
F i g. 1 einen überwiegend schematischen Längsschnitt durch eine Siebpartie mit einem Stoffauflauf;
F i g. 2 einen Ausschnitt aus F i g. 1 in vergrößertem Maßstab;
F i g. 3 einen schematischen Längsschnitt durch eine Siebpartie mit zwei Stoffaufläufen und mit den dazugehörenden
Siebwasserkreisläufen;
F i g. 4 einen schematischen Längsschnitt durch eine Siebpartie mit drei Stoffaufläufen.
Die in F i g. 1 dargestellte Siebpartie hat ein endloses Siebband 10, das über Leitwalzen 11 bis 14 läuft Eine
der Leitwalzen ist eine Regulierwalze 13 und eine andere eine Spannwalze 14. Ein Stoffauflauf ist ingesamt mit
15 bezeichnet. Zu ihm gehören in bekannter Weise ein Querverteilrohr 16, ein Rohrbündel 17 und ein von zwei
Stromführungswän<i?n 18 und 19 begrenzter Auslaufkanal 20 mit einer Auslaßöffnung 21.
Die mit 19 bezeichnete Stromführungswand hat eine Fortsetzung, die sich in Strömungsrichtung über die
Auslaßöffnung 21 hinaus erstreckt, und zwar in Form eines konvex gekrümmten Gleitschuhes 22. Der Gleitschuh
22 erstreckt sich wie die übrigen Teile des Stoffauflaufes über die gesamte Breite des Siebbandes 10.
Dieses läuft über den Gleitschuh 22 hinweg. Im Bereich der Auslaßöffnung 21 ist das Siebband 10 über eine im
Inneren der Siebband-Schlaufe angeordnete feststehende Leiste 23 geführt, die eine konvex gekrümmte Siebstützfläche
24 aufweist (siehe F i g. 2).
Der aus der Auslaßöffnung 21 austretende Stoffstrahl gelangt in eine entsprechend dem Gleitschuh 22 gekrümmte
und sich verjüngende Bahnbildungszone 25. Hierbei findet eine intensive Entwässerung in das Innere
der Siebband-Schlaufe statt
Die Leiste 23 ist an einem Querträger 26 befestigt, der
an seinen beiden Enden auf je einem Abstützbock 27 ruht und dort quer zur Strömungsrichtung in der Bahnbildungszone
25 verschiebbar ist. Eine Wanne zum Auffangen des Siebwassers ist mit 28 bezeichnet. Zur weiteren
Entwässerung der gebildeten Papierbahn kann ein Saugkasten 29 vorgesehen werden.
Eine den Gleitschuh 22 tragende Versieifungswand 30 des S'offauflaufs 15 bildet zusammen mit der Stromführungswand
19 einen Hohlraum 31. Diesem wird über einen Anschluß 32 Druckluft zugeführt, die über mehrere
öffnungen 33 in eine hinter dem Gleitschuh 22 befindliche Uberdruckkammer 34 gelangt. Diese ist nach
außen durch ein aus drei Leisten 35 gebildetes Labyrinth begrenzt. Diese Leisten 35 befinden sich an einem
Leistenträger 36, der an der Versteifungswand 30 befestigt ist.
Ein Filzband 37 läuft über eine Abnahmesaugwiilze 38. nimmt die gebildete Papierbahn vom Siebband 10 ab
und führt sie weiteren Entwässerungs- und Trocknungseinrichtungen zu, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind.
In Fig.2 erkenn; man einige weitere Details: Die
feststehende Siebstütz-Leiste 23, die z. B. aus Keramik hergestellt sein kann, ist mit Hilfe einer Klemmleiste 23a
an einem Leistenhalter 23b befestigt. Dieser ist mit Hilfe
von mehreren, über die Länge der Leiste verteilten Schrauben *1 (von denen nur eine sichtbar ist) mit dem
Querträger 26 verbunden. Zusätzlich sind am Querträger mehrere über dessen Länge verteilte Gewindespin-
dein 42 mit je zwei Muttern 43 vorgesehen. Jede der Gewindespindeln 42 erstreckt sich durch ein Auge 44,
das am Leistenhalter 23b angeformt ist. Nach Lösen einer der Schrauben 41 kann durch Drehen der Muttern
43 der Leistenhalter 236 mit der Leiste 23 örtlich mehr oder weniger an die Stromführungswand 18 angestellt
werden als im Bereich der übrigen Spindeln 42. Hierdurch können eventuelle Fertigungs-ungenäuigkeiien
ausgeglichen werden.
Nach dem Verlassen der Auslaßöffnung 21 ist der Stoffstrahl auf der dem Siebband 10 zugewandten Seite ein kurzes Stück frei (gestrichelte Linie 7 in F i g. 2). Der Stoffstrahl trifft bei 8 auf das Siebband 10 auf, das zuvor bei 9 von der Leiste 23 abläuft.
Nach dem Verlassen der Auslaßöffnung 21 ist der Stoffstrahl auf der dem Siebband 10 zugewandten Seite ein kurzes Stück frei (gestrichelte Linie 7 in F i g. 2). Der Stoffstrahl trifft bei 8 auf das Siebband 10 auf, das zuvor bei 9 von der Leiste 23 abläuft.
Im allgemeinen wird man den Abstand zwischen der
Leiste 23 und dem Ende der Stromführungswand 18 so klein wie nur irgend möglich einstellen, damit die Länge
des freien Stoffstrahles, also die Entfernung von der Auslaßöffnung 21 bis zum Auftreffen des Stoff-Strahles
auf das Siebband 10, möglichst klein ist. Der Krümmungs-Radius
Arder Leiste 23 ist in der Regel kleiner ~ls 100 mm, was ebenfalls zur Verkürzung des freien Stoffstrahles
beiträgt
Der Gleitschuh 22 ist an mehreren über dessen Länge verteilt angeordneten Versteilstanger. 45 befestigt Nur
eine dieser Stangen 45 ist in der Zeichnung sichtbar. Sie ruhen in Bohrungen 46 der Versteifungswand 30 und
sind in diesen axial verschiebbar, d.h. quer zur Strömungsrichtung
in der Auslaßöffnung 21. Auf jeder Stellstange 45 ist eine Stellmutter 47 drehbar gelagert, die
mit einem Außengewinde in eine Gewindebohrung des Dichtleistenträgers 36 eingreift Die Stellmuttern 47
sind einzeln verdrehbar. Hierdurch kann der Verschiebeweg des Gleitschuhs 22 über der Maschinenbreite
verschieden groß eingestellt werden.
Der bewegliche Gleitschuh α berührt das Ende der
Stromführungswand 19 an einer Dichtfläche 48. Diese liegt, in Strömungsrichtung gesehen vor dem Ende der
Stromführungswand 18, also vor der Auslaßöffnung 21.
Somit kann durch das Verstellen des Gleitschuhes 22 die
lichte Weite der Auslaßöffnung 21 und damit der austretende Mengenstrom verändert werden.
Die vom Sloffstrom berührte gekrümmte Oberfläche des Gleitschuhes 22 kann vorteilhaft wie folgt gestaltet
sein: Im Bereich der Auslaßöffnung 21 ist sie eben oder nur fr-iwach gekrümmt mit einem sehr großen Krümmungsftadius
K. Daran anschließend folgt ein Bereich mit verhältnismäßig starker Krümmung (Krümmungs-Radius
r) und schließlich ein Bereich r.iit wiederum
schwächerer Krümmung (Krümmungs-Radius R).
In F i g. 2 ist am Gleitschuh 22 noch eine scharfe Ablaufkantc
mit 50 bezeichnet, ferner eine dort an die gekrümmte Fläche gelegte Tangente mit t. Das Siebband
10 wird vorzugsweise derart geführt, daß es mit der Tangente l einen Winkel a von etwa 0,5 bis 5° einschließt;
gemessen bei stehender Maschine mit ge- ·__ c;_uk~-j in
In Fig. 1 ist der Stoffauflauf 15 vertikal angeordnet
mit unten liegender Auslaßöffnung 21. Statt dessen sind jedoch auch beliebige andere Stellungen möglich. Die
F i g. 3 zeigt eine Siebpartie mit zwei Stoffaufläufen. Der erste Stoffauflauf 15a ist horizontal angeordnet und der
zweite Stoff auf lauf 156 wie in Fig. 1 vertikal. Die beiden
Stoffaufläufe 15a und 156 unterscheiden sich durch unterschiedliche Gleitschuhe 22a bzw. 226. Beim ersten
Stoffauflauf 15a ist die gekrümmte Fläche des Gleitschuhes 22a verhältnismäßig kurz und nur schwach gekrümmt.
Dementsprechend wird der Stoffstrom in der Bah-ibildungszonenur um etwa 45° umgelenkt. Demgegenüber
weist der Gleitschuh 226 des zweiten Stoffauflaufs 156 eine längere gekrümmte Fläche mit stärkerer
Krümmung auf. Durch diese Maßnahme wird der höhere Entwässerungswiderstand ausgeglichen, der durch
die im ersten Stoffauflauf 15a gebildete Faserbahnlage verursacht wird. Im ersten Stoffauflauf 15a will man
durch den verhältnismäßig großen mittleren Krümmungs-Radius bei der Bahnbildung der ersten Faserschicht
eine möglichst geringe Entwässerungsgeschwindigkeit erreichen. Dadurch werden die Fasern weniger
stark in die Siebmaschen hineingeschwemmt, so daß am Ende der Siebpartie die Faserbahn leichter vom Siebband
abgenommen werden kann. Außerdem werden weniger Fein- und Füllstoffe durch das Siebband hindurchgeschwemmt.
In F i g. 3 ist jedem Stoffauflauf 15a, 156 eine separate
Siebwasserwanne 28a bzw. 286 zugeordnet Von jeder dieser Wannen führt eine Siebwasserleitung 51a bzw.
51 b in einen Siebwasserbehälter 52a bzw. 526. Wie oben
schon erläutert worden ist, werden im weiteren Verlauf die Siebwässer der beiden Stoffaufläufe miteinander
vertauscht. Das heißt die zum ersten Stoffauflai/F 45a
(über die Leitung 54a) fördernde Umwälzpumpe 53a ist saugseitig an den Siebwasserbehälter 526 angeschlossen
und dementsprechend die andere Umwälzpumpe 536 (mit Druckleitung 54b) an den Siebwasserbehälter
52a. Zwischen den beiden Siebwasserbehältern besteht bei 55 eine Verbindung. Dadurch kann ein Teil des im
Behälter 52a anfallenden Siebwassers, der von der Pumpe 536 nicht benötigt wird, in den Behälter 526 überlaufen.
Ein anderes Ausführungsbeispiel einer Siebpartie mit zwei Stoffaufläufen und vertauschten Siebwässern ist in
F: g. 5 dargestellt und weiter unten beschrieben.
Die F i g. 4 zeigt eine Siebpartie zum Herstellen einer dreilagigen Faserstoffbahn. Die drei Stoffaufläufe 15',
15" und 15'" sind wiederum unter sich gleich bis auf die unterschiedlich geformten Gleitschuhe 22', 22", 22'".
Nicht dargestellt worden sind in F i g. 4 (wie auch in F i g. 3) die an den Stoffaufläufen befindlichen Dichtungsträger
36 mit den Dichtleisten 35 (siehe F i g. 1 und 2). Es versteht sich, daß die Dichtungsträger an die unterschiedlichen
Neigungen des Siebbandes angepaßt werden müssen. Die feststehenden Siebführungsleisten
23, die den Stoffaufläufen 15" und 15'" zugeordnet sind, sind nicht an einem eigenen Querträger, sondern am
Ablaufende eines Saugkastens 29' bzw. 29" befestigt. Hierdurch wird der Bauaufwand vermindert.
In Fig.3 und 4 kann vorgesehen werden, die einzelnen
Stoffaufläufe schwenkbar zu machen, so daß sie leicht vom Siebband abgehoben werden können und
daß man bei Bedarf z. B. mit einem Stoffauflauf weniger fahren kann, ohne daß dessen Gleitschuh das Siebband
berührt.
Bei allen Ausführungsbeispielen kann die Abnahme der Papierbahn vom Sicbbanri — anstelle mit der Saugwalze
38 (Fig. 1) — mittels einer Leiste oder glatten
Walze (»lick-up«) oder eines Saugkastens erfolgen, oder schließlich mittels eines Blaskastens. Der Antrieb des
Siebbandes erfolgt über eine oder mehrere der Siebleitwalzen 11 bis 14(Fi g. 1). Die Siebspannung soll im üblichen
Bereich zwischen 3 und 10 kN/m liegen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Siebpartie einer Papiermaschini, mit den folgenden
Merkmalen:
a) ein Stoff auflauf (15) weist, im Längsschnitt gesehen,
einen von zwei Stromführungswänden (18, 19) begrenzten Kanal (20) mit einer Auslaßöffnung
(21) auf, durch die ein Stoffstrom einem endlosen umlaufenden Siebband (10) zugeführt
wird;
b) eine der beiden Stromführungswände (19) weist eine sich über die Auslaßöffnung (21) hinaus
erstreckende und konvex gekrümmte Fortsetzung (Gleitschuh 22) auf;
c) der Stoffstrom ist im Bereich einer Bahnbildungszone (25) einerseits durch den Gleitschuh
(22) und .andererseits durch das Siebband (10) begrenzt;
d) zum Einführen des Siebbandes (10) in die Bahnbildungszone (25) ist eine Siebstützeinrichtung
(23) mit einer konvex gekrümmten Siebstützfläche (24) vorgesehen;
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3128156A DE3128156C2 (de) | 1981-07-16 | 1981-07-16 | Siebpartie einer Papiermaschine |
| DE19813153100 DE3153100C2 (de) | 1981-07-16 | 1981-07-16 | Siebpartie einer Papiermaschine mit Siebwasser-Rückführsystem |
| BR8203666A BR8203666A (pt) | 1981-07-16 | 1982-06-18 | Seccao de tela de uma maquina de papel |
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