[go: up one dir, main page]

DE3128056C2 - Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen - Google Patents

Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen

Info

Publication number
DE3128056C2
DE3128056C2 DE19813128056 DE3128056A DE3128056C2 DE 3128056 C2 DE3128056 C2 DE 3128056C2 DE 19813128056 DE19813128056 DE 19813128056 DE 3128056 A DE3128056 A DE 3128056A DE 3128056 C2 DE3128056 C2 DE 3128056C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melts
nucleation
melt
particular steel
cavitation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19813128056
Other languages
English (en)
Other versions
DE3128056A1 (de
Inventor
Achim 4133 Neukirchen-Vluyn Kubon
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vodafone GmbH
Original Assignee
Mannesmann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mannesmann AG filed Critical Mannesmann AG
Priority to DE19813128056 priority Critical patent/DE3128056C2/de
Publication of DE3128056A1 publication Critical patent/DE3128056A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3128056C2 publication Critical patent/DE3128056C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/02Use of electric or magnetic effects
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/10Supplying or treating molten metal
    • B22D11/11Treating the molten metal
    • B22D11/114Treating the molten metal by using agitating or vibrating means
    • B22D11/115Treating the molten metal by using agitating or vibrating means by using magnetic fields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen, über Kavitation,
Es ist bekannt, in einem flüssigen Metall, z. B. in einer Stahlstranggußkokille, eine Rührbewegung zu erzeugen. Der Rühreffekt soll einigen Verbesserungen dienen. Insbesondere sollen folgende Wirkungen erzielt werden:
— ein feinkörniges (globulares) Erstarrungsgefüge,
— geringe Steigerungen, jo
— Verwirbeln bzw. weitergehendes des Abscheiden von Einschlüssen,
— Verhindern von Lunkern bzw. Verbesserung des Speisevermögens durch Globulargefüge und
— insgesamt allgemeine Verbesserungen der Gießtechnik, z. B. auf dem Stranggußsektor zur Steigerung von Gußqualität und Erzeugungsleistung.
Es ist außerdem bekannt, das Rühren in Metallschmelzen aufgrund der Wirkungen elektromagnet!- scher Felder vorzunehmen. So wird in einem flüssigen Metall durch die Wirkung eines elektromagnetischen Dreh- oder Wanderfeldes die Rührbewegung erzeugt. Als wichtigstes Ergebnis elektrisch bewegten Flüssigmetalls gilt das Abbrechen der Dendritenspitzen, welche anschließend als Keime wirksam werden sollen, um Globulargefüge zu erzeugen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei derartigen Rührverfahren ein wesentlicher Nachteil auftritt, der unter dem Begriff »weiße Streifen« bekannt ist und eine starke Steigerung vor allem von Kohlenstoff und Schwefel an der »Rührstelle« im Grenzbereich flüssig/fest darstellt. Allerdings sind hinsichtlich der »weißen Streifen« und anderer Vorgänge bzw. Erscheinungen gewisse Zusammenhänge nicht ausreichend geklärt. So stehen zur Zeit immer noch folgende Fragen zur Aufklärung an:
— Entstehung des »weißen Streifens«.
— Anreicherung von Keimen (Globulargefüge) im Zentrum, wobei angenommen wird, daß die Keime eigentlich durch die Rührbewegung und durch das höhere spezifische Gewicht nach außen getragen werden müssen,
— die Koagulation von Einschlüssen und deren Abscheidung/Erstarrung in den äußeren Zonen — trotz geringeren spezifischen Teilchengewichten,
— das Abbrechen von Dendritenspitzen, obwohl an der Übergangsslelle fest/flüssig durch hohe Schmelzenviskosität die Rührgeschwindigkeit gegen Null geht. Diese Erscheinung ist deshalb besonders auffällig, weil bei geringer Überhitzung der Schmelze kaum Wirkungen der elektromagnetischen Felder auftreten, dennoch aber entsprechend viele Dendritenspitzen zur Verfugung stehen,
— der Keimbildungseffekt ist bei höherer Überhitzung (z. B. in der Stranggießkokille) größer, obwohl nur ein geringes Angebot an Dendriten vorhanden ist,
— die Rührgeschwindigkeit, je nach Ortsverhältnissen im Rührbereich wird unterschiedlich bestimmt bzw. berechnet, mit entsprechend unterschiedlichen Ergebnissen,
— mit steigender Stärke des elektrischen Stromes wird der »weiße Streifen« stärker und die Globularzone größer; es steht aber nur eine normale in etwa gleichbleibende Dendri.enspitzenmenge zur Verfugung,
— mit unterschiedlichem Kohlenstoff-Gehalt der Stahlschmelze, aber gleicher Stärke des Magnetfeldes ändert sich die Stärke des »weißen .Streifens«.
Die genannten Erscheinungen beim Rühren im flüssigen Metall unter der Wirkung von elektromagnetischen Feldern lassen sich demnach nicht mit der herkömmlichen Metallkunde in Einklang bringen. Es kann nur vermutet werden, daß durch die Verfahrenstechnik der elektromagnetischen Felder Vorgänge ablaufen, die noch nicht ausreichend erforscht sind.
Andererseits ist es bekannt, daß Schwingungen im Ultraschallbereich bei Metallen durch Kavitation in der Schmelze Keime und damit Feinkorngefüge entstehen lassen. Dieses Verfahren bedarf jedoch der Ultraschallanwendung, ein Verfahren, das nicht immer erwünscht ist.
Der vorliegenden Erfindung ist demzufolge die Aufgabe zugrunde gelegi, ein Verfahren unter Ausschaltung der Ultraschallanwendung zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen, über Kavitation vorzuschlagen.
Die gestellte Aufgabe, d. h. die Kavitalionsbildung in metallischen Schmelzen, wird gelöst durch die Anwendung elektromagnetischer Dreh-, Wander- oder Wechselfelder bei einer Erzeugungsfrequenz von 15 bis 30 kHz. Bei der Anwendung derartiger elektromagnetischer Dreh-, Wander- oder Wechselfelder werden Kräfte für die Kavitationsbildung und damit Keime erzeugt.
In Ausgestaltung des erfindunsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen, daß das elektromagnetische Feld in Abhängigkeit der Viskosität der Schmelze eingestellt wird. Hierfür kommen Stromstärken zwischen etwa 50 bis 500 A in Betracht. Die zugehörige Spannung liegt je nach gewählter Leistung in der Größenordnung von bis zu 500 V. Die Einwirkzeit bestimmt sich jeweils nach dem Abkühlverhaltcn des betreffenden Metalls. Dabei ist bei geringer Keimbildung eine höhere Überhitzung anzustreben. Eine weitere Erhöhung der Keimbildung kann aber auch durch Impfung mit geeigneten Stoffen erfolgen. Die Viskosität bestimmt sich im Grunde nach der jeweiligen Zusammensetzung der Metallschmelze und liegt deshalb je nach Art der Metallschmelze fest. Hierbei ist selbstverständlich der Überhitzungsgrad ebenfalls zu berücksichtigen.
Ferner ist vorgesehen, daß gleichzeitig Inertgas der
Schmelze in Bläschenform zugeführt wird. Auch diese Maßnahme unterstützt die Kavitationsbildung und damit die Vorausst^ung für die Förderung der Keimbildung.
Als wesentlichste Vorteile der erfindungsgemäß elektromagnetisch-kavitativen Keimerzeugung sollen herausgestellt werden:
— weitgehende globulare Erstarrung,
— höhere Gußdichte,
— keine negativen Steigerungen (»weiße Streifen«) bzw. verminderte Steigerungen,
— bessere Abscheidung von inneren Schlacken bzw. gleichmäßigere Verteilung,
— gleichmäßige Schmelzenviskosität, demzufolge auch bessere Formfüllungs- und Laufeigenschaften des Flüssigmetalls,
— Keimerzeugung bei entsprechend höheren Temperaturen sind schon vor dem Abgießen möglich, wodurch sich Auswirkungen auf das Einbringen des Schmelzmetalls, z. B. in eine Stranggießkokille ergeben, wobei ferner unmittelbar nach der Stahlerzeugung bereits mit der Keimerzeugung begonnen werden kann,
— Kombination mit der Inertgasanwendung als "> Unterstützung für die Kavitation durch Gasbläschen,
— Verfahrensverbesserungen, wie z. B. längere zur Verfugung stehende Gießzeiten, höhere Gießgeschwindigkeiten,
i" — geringere Anfälligkeiten für Gußfehler — duruh Verbesserung des Erstarrungstypes und damit höhere Produktivität und höheres Ausbringen.
Der Erfindung liegt daher der Gedanke zugrunde, daß ein elektromagnetisches Dreh-, Wander- oder Wechselfeld bsi entsprechend erzeugter Frequenz in flüssigen Metallen ebenfalls Kavitation erzeugt Aufgrund dieser Kavitation und der verbesserten Keimbildung ist es möglich, eine gesteuerte Erstarrung im Metallguß, tvie -'" z. B. im Strangguß, vorzunehmen.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    I. Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen,fiber Kavitation, ge kenn?.eichnet durch die Anwendung elektromagnetischer Dreh-, Wander- oder Wechselfelder bei einer Erzeugungsfrequenz von 15 bis 30 kHz.
    Z Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Feld in Abhängigkeit der Viskosität der Schmelze eingestellt wird
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig Inertgas der Schmelze in Bläschenform zugeführt wird.
DE19813128056 1981-07-16 1981-07-16 Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen Expired DE3128056C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813128056 DE3128056C2 (de) 1981-07-16 1981-07-16 Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19813128056 DE3128056C2 (de) 1981-07-16 1981-07-16 Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3128056A1 DE3128056A1 (de) 1983-02-03
DE3128056C2 true DE3128056C2 (de) 1983-05-26

Family

ID=6137020

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813128056 Expired DE3128056C2 (de) 1981-07-16 1981-07-16 Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3128056C2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005021891A1 (de) * 2005-05-04 2006-11-16 Sterling, Evgenij, Dr.-Ing. Verfahren zum Herstellen von Masseln und Masseln

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2556251B1 (fr) * 1983-12-12 1988-05-13 Vives Charles Procede de production de convections forcees, destine a l'affinage du grain des metaux et alliages moules
DE3730300A1 (de) * 1987-09-10 1989-03-23 Aeg Elotherm Gmbh Verfahren und vorrichtung zum elektromagnetischen ruehren von metallschmelzen in einer stranggiesskokille
FR2758101B1 (fr) * 1997-01-09 1999-03-26 Charles Vives Procede d'affinage par effet de cavitation electromagnetique de la microstructure des metaux et alliages coules en charge par la technique "hot top"
FR2761624B1 (fr) * 1997-04-07 1999-06-25 Charles Vives Procede magnetomecanique d'affinage par effet de cavitation de la structure cristalline des metaux et alliages coules en charge par la technique "hot-top"
DE19738821A1 (de) * 1997-09-05 1999-03-11 Aeg Elotherm Gmbh Vorrichtung zum elektromagnetischen Rühren einer Metallschmelze
RU2344900C2 (ru) * 2006-12-21 2009-01-27 Общество с ограниченной ответственностью "Литейные технологии" Способ обработки расплавов сплавов

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
NICHTS-ERMITTELT

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005021891A1 (de) * 2005-05-04 2006-11-16 Sterling, Evgenij, Dr.-Ing. Verfahren zum Herstellen von Masseln und Masseln
DE102005021891B4 (de) * 2005-05-04 2011-12-22 Evgenij Sterling Verfahren zum Herstellen von Masseln und Massel

Also Published As

Publication number Publication date
DE3128056A1 (de) 1983-02-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102007037340B4 (de) Verfahren und Einrichtung zum elektromagnetischen Rühren von elektrisch leitenden Flüssigkeiten
DE2853202A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung thixotroper aufschlaemmungen
EP0040383B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Umrührung in einem Giessstrang
DE19654021C2 (de) Verfahren zum Umschmelzen von Metallen zu einem Strang sowie Vorrichtung dafür
DE69530567T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen giessen von metallschmelze
AT396758B (de) Verfahren zum stranggiessen
DE102007038281A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum elektromagnetischen Rühren von elektrisch leitenden Flüssigkeiten
DE3006618A1 (de) Vorrichtung zur bildung eines halbfesten thixotropen legierungsbreis
DE3128056C2 (de) Verfahren zur Förderung der Keimbildung beim Abkühlen metallischer Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen
DE2229453C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer zu vergießenden Flüssig-Fest-Metallphase
DE69704200T2 (de) Weiterverarbeitung durch elektroschlackeumschmelzen gereinigter metalle
DE3211861A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hochreinen keramikfreien metallpulvern
EP0008376B1 (de) Verfahren zum Stranggiessen von Metall in eine Kokille und Einwirkung eines elektromagnetischen Feldes
CH635529A5 (de) Verfahren zum umruehren von nicht erstarrten bereichen in einem aus einer stranggiessmaschine kommenden giessstrang.
DE2804487C2 (de) Vorrichtung zum Auffüllen von Blockköpfen abgegossener Metallblöcke nach dem Elektroschlackenumschmelzverfahren
DE3873698T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur behandlung der nicht erstarrten bereiche eines giessstranges.
EP0009803B1 (de) Verfahren zum Stranggiessen von Stahl
DE2503140A1 (de) Verfahren zur kornverfeinerung von gusstuecken
DE3143563A1 (de) Verfahren zum giessen von geschmolzenem metall
AT374712B (de) Verfahren zur herstellung von gussstuecken mit feinkornstruktur
EP0280766A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Elektroschlacke-Stranggiessen von Stählen und Legierungen
DE2731239A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen vergiessen insbesondere von stahl unter einwirkung eines magnetischen wanderfeldes
DE2807844C2 (de) Verfahren zum Elektroschlackegießen von Metallblöcken
EP1060048A1 (de) Verfahren zum vergiessen einer metallschmelze unter einwirkung eines magnetfeldes
DE2536599C3 (de) Verfahren zur Elektroschlacke-Raffination von Metallen und Legierungen

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee