DE3127599C2 - Umlenk-Klassierer, insbesondere Naßklassierer - Google Patents
Umlenk-Klassierer, insbesondere NaßklassiererInfo
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Abstract
Mit der Vorrichtung können körnige Haufwerke nach ihrer Korngröße, Kornform oder Dichte getrennt werden. Diese Trennung vollzieht sich in einem rotierenden Kanalsystem bei der Umlenkung des in einer Flüssigkeit suspendierten Haufwerks um eine Zunge (siehe Abbildung). Naßklassierer werden vor allem bei der Aufbereitung mineralischer Rohstoffe (z.B. in Mahlkreisläufen) und in der chemischen Industrie eingesetzt.
Description
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Naßklassieren oder -sortieren von
körnigen Haufwerken. Die im nachfolgenden auf das Klassieren bezogenen Ausführungen gelten analog
auch für das Sortieren.
Es ist bekannt, daß man körnige Haufwerke dadurch in einzelne Korngrößenklassen zerlegen kann, daß man
sie gleichzeitig Strömungs- sowie Massenkräften aussetzt, die in unterschiedliche Richtungen wirken. Da bei
Claims (12)
1. Verfahren zum Klassieren oder Sortieren disperser fester oder flüssiger Stoffe in flüssigen Medien,
dadurch gekennzeichnet, daß das disperse System um eine Kante geleitet und dort umgelenkt
wird, und daß das dabei entstehende Sortenspektrum in unterschiedlichen Richtungen ausgetragen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennung durch eine Rotation des Systems unterstützt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der
Strömungskräfte eine Zusatzflüssigkeit eingeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit in einem rotierenden
Kanal auf einen höheren Druck als der Druck der zu trennenden Dispersion (Suspension) gebracht wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Austragsmenge des Grob- bzw. Schwerguts gedrosselt wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch
einen Strömungskanal (4), dessen eine Wand durch eine Zunge (5) gebildet ist, welche in eine Urnströmungskante
(6) ausmündet, wobei der Grobgutaustrag (12) etwa in der ursprünglichen Strömungsrichtung,
und der Feingutaustrag (9) in der Richtung der umgelenkten Strömung angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kanalsystem um eine
vorzugsweise senkrechte Achse rotierbar ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Grobgutaustrags
(12) eine Düse (15) für die Zuführung einer Zusatzflüssigkeit (14) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Feingutaustrag (9) als
vertikaler Kanal in einen Auffangbehälter (10) mündet.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Grobgutaustrag (12)
drosselbar ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das rotierende System von einem feststehenden Gehäuse umgeben ist, welches
als Grobgutaustrag dient.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grobgutauslaß (12) in einen schwanenhalsartig ausgebildeten Kanal
mündet, der in Richtung zur Rotationsachse verläuft.
den feineren Partikeln die Strömungskräfte einen größeren Einfluß nehmen als bei den gröberen, folgen die
feineren Partikel eher dem strömenden Medium, während die gröberen mehr in die Richtung der wirkenden
Massenkraft bewegt werden.
Im vorliegenden Fall wird die Auftrennung in verschiedene Kornklassen dadurch erreicht, daß das in einer
Flüssigkeit suspendierte körnige Aufgabegut an einer Kante umgelenkt wird. Die feineren Körner bewegen
sich dabei mehr in Richtung der umgelenkten Flüssigkeit, während die gröberen Körner mehr ihre ursprüngliche
Richtung beibehalten. Diese Wirkungen können durch die Zufuhr einer Zusatzflüssigkeit einerseits
sowie andererseits durch eine Rotation des Systems verstärkt werden. Hierdurch wird die Möglichkeit
geschaffen, durch Variation dieser Maßnahmen den Trennschnitt in weiten Grenzen zu verändern.
Das Verfahren geiräß der Erfindung wird anhand eines
in F i g. 1 und F i g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels für den Fall der Klassierung näher erläutert
Das in einer Flüssigkeit suspendierte körnige Aufgabegut (1) wird dem zentralen Aufgaberaum (3) des Rotors
(2) zugeführt, der mit einer geeigneten konstanten Drehzahl in der angegebenen Richtung angetrieben
wird. Von hier wird es mit Hilfe der Fliehkraft im etwa radial verlaufenden Kanal (4) entlang der Zunge (5) zur
Kante (6) gefördert und hier umgelenkt Es wird dabei entsprechend der Sinkgeschwindigkeit der einzelnen
Partikel in ein Korngrößenspektrum aufgefächert Das Feingut (7) wird mit einem Teil der Flüssigkeit über den
Feingutkanal (8) und den Feingutaustrag (9) in den Feingutauffangbehälter (10) ausgetragen, während das
Grobgut (11) mit einem entsprechenden Flüssigkeitsanteil durch den Grobgutaustrag (12) austritt und im
Grobgutauffangbehälter (13) gesammelt wird. Durch das Einführen einer Zusatzflüssigkeit (14) über die Düse
(15) läßt sich die Trennschärfe wesentlich erhöhen. Die Düse (15) für die Zusatzflüssigkeit kann sowohl an der
voreilenden Kanalwand, wie in F i g. 2 dargestellt, als auch in eiiier besonders günstigen Ausführung an der
nacheilenden Kanalwand angeordnet sein. Die Zusatzflüssigkeit (14) wird dem Rotor zentral zugeführt und im
Pumpkanai (16) durch die Rotordrehung auf den erforderlichen Druck gebracht.
Bei einer Ausführung eins Umlenkklassierers mit einem Rotordruckmesser von 150 mm konnte durch Variation
der Drehzahl in den Grenzen von 800 U/min und der Flüssigkeitsgeschwindigkeit im Feingutkanal (8) in
den Grenzen von 0,07 m/s bis 0,7 m/s bei unveränderter Rotorgeometrie mit dem System gemahlener
Kalkstein/Wasser die Trenngrenze im Bereich 3,2 μπι
bis 300 μΐη verstellt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3127599A DE3127599C2 (de) | 1981-07-13 | 1981-07-13 | Umlenk-Klassierer, insbesondere Naßklassierer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3127599A DE3127599C2 (de) | 1981-07-13 | 1981-07-13 | Umlenk-Klassierer, insbesondere Naßklassierer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3127599A1 DE3127599A1 (de) | 1983-07-21 |
| DE3127599C2 true DE3127599C2 (de) | 1986-01-30 |
Family
ID=6136774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3127599A Expired DE3127599C2 (de) | 1981-07-13 | 1981-07-13 | Umlenk-Klassierer, insbesondere Naßklassierer |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE3127599C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0672455A1 (de) * | 1994-03-15 | 1995-09-20 | FRYMA-Maschinen AG | Vorrichtung zum Nassklassieren |
| DE19804809C1 (de) * | 1998-02-06 | 1999-08-12 | Netzsch Erich Holding | Gegenstrom-Naßklassiervorrichtung und Verfahren zum Naßklassieren |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10106638A1 (de) * | 2001-02-12 | 2002-09-05 | Tuhh Tech Gmbh | Zentrifuge zur kontinuierlichen Naßklassierung |
| RU2470712C1 (ru) * | 2011-07-14 | 2012-12-27 | Нано Полс Текнологиа, С.Л. | Способ размерной классификации полидисперсных материалов и устройство для его осуществления |
-
1981
- 1981-07-13 DE DE3127599A patent/DE3127599C2/de not_active Expired
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| EP0672455A1 (de) * | 1994-03-15 | 1995-09-20 | FRYMA-Maschinen AG | Vorrichtung zum Nassklassieren |
| DE19804809C1 (de) * | 1998-02-06 | 1999-08-12 | Netzsch Erich Holding | Gegenstrom-Naßklassiervorrichtung und Verfahren zum Naßklassieren |
Also Published As
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| DE3127599A1 (de) | 1983-07-21 |
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