DE3127169A1 - Messverfahren fuer elektrolyten in einem automatischen biochemischen analysiergeraet mit flammenphotometer - Google Patents
Messverfahren fuer elektrolyten in einem automatischen biochemischen analysiergeraet mit flammenphotometerInfo
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Description
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS (j dipl^chem. dr. e.frfiherr von pechmann
1A-5.4 qyfr D-8000 MÜNCHEN 90
Olympus Otical Company Ltd., SCHWEIGERSTRASSE 1
Tokyo, Japan telefon:(089)662051
TELEGRAMM: PROTECTPATENT TELEX: 524070
Meßverfahren für Elektrolyten in einem automatischen biochemischen Analysiergerät mit Flammen-
photometer
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen eines Elektrolyten
in einem selbsttätigen biochemischen Analysiergerät, welches mit einem Flammenphotometer versehen und zur
Wahl der zu untersuchenden Probe geeignet ist.
Birher ist es beim Messen eines Elektrolyten unter Yerwendur<5
eines Flammenphotometers nicht nötig, die Wahl der Probe
zu berücksichtigen, wenn von Hand bedienbare Vorrichtungen oder selbsttätige Geräte benutzt werden. Das liegt daran,
daß die Messung der Elektrolyten im allgemeinen mit einer Vorrichtung durchgeführt wird, die nur ein einziges zu analysierendes
Objekt enthält. Mit der neuerlichen Verbesserung und Entwicklung automatischer biochemischer Analysiergeräte
ist jedoch die Messung von Elektrolyten in einem viele Kanäle aufweisend€;n automatischen Analysiergerät vorgesehen. Wenn
die Messung dor Elektrolyten mit der Messung mehrerer Posten kombiniert wird und die Messungen gleichzeitig durchgeführt
werden, kann «ine Probe, die keiner Messung unterzogen werden soll, gemeinsam mit einer zu messenden Probe vorhanden sein,
so daß es nötig ist, die Probe auszuwählen. Wenn bei einem Plammenphotometer keine Flüssigkeit angesaugt wird, steigt
z.B. die Temperatur der zugehörigen Verbrennungskammer, wäh-
?t'.6
rend "beim Ansaugen von Flüssigkeit die Temperatur in der
Verbrennungskammer sinkt und Zeit nötig ir.t, um den Flammenphotometer
wieder zu stabilisieren. \!enn .-:1sο ein Flammenphotometer
in einem automatischen biochemischen Analysiergerät mit Mehrfacbkanalen vorgesehen ist und ein Elektrolyt
gemessen werden soll, besteht bei bekannten Analysiergeräten bei der Wahl der Probe die Gefahr, daß die Daten unstabil
werden, so daß alle Proben gemessen werden müssen, selbst wenn an sich keine Messung erwünscht ist«
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Messen von Elektrolyten zu schaffen, bei dem die genannten lachteile
vermieden werden können und der Flamraenphotometer in stabilem
Zustand gehalten werden kann, obwohl in einem automatischen biochemischen Analysiergerät, welches den Flammenphotometer
enthält, eine Probenwahl möglich ist.
Zur Lösung dieses Problems sieht die Erfindung bei dem eingangs
genannten Verfahren zum Messen von Elektrolyten unter Verwendung eines automatischen biochemischen Analysiergeräts
mit einem Flammenphotometer und mit einem Probenpipettier-
und -abgabeglied, welches eine Probenflüssigkeit pipettiert und abgibt, einem Reagenzabgabeglied, welches eine Reagenzflüssigkeit
zur Verdünnung der Probe entnimmt und abgibt, einem Reaktionsgefäß, welches die vom Probenpipettier- und
-abgabeglied abgegebene Probe und die vom Reagenzabgabeglied abgegebene Reagenzflüssigkeit enthält, bei dem der Plammenphotometer
den Elektrolyten in der mit der Reagenzflüssigkeit verdünnten Probe im Reäktionsgefäß mißt, vor, daß an einer
Probe, hinsichtlich der die Messung eines Elektrolyten befohlen wird, das Probenpipettier- und -abgabeglied und das Reagenzabgabeglied
betätigt wird und die Probe und die Reaktionsflüssigkeit mittels der entsprechenden Abgabeglieder in ein
Reaktionsgefäß abgegeben werden und der Elektrolyt in der mit der Reagenzflüssigkeit verdünnten Probe im Reaktionsgefäß
mittels des Flammenphotometers gemessen wird, und daß an ei-
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ner Probe, hinsichtlich der die Messung des Elektrolyten
nicht befohlen wird, das Probenpipettier- und -abgabeglied nicht betätigt wird und eine vom Reagenzabgabeglied in ein
Reaktionsgefäß abgegebene Flüssigkeit dem Flammenphotometer
zugeführt und selbsttätig gemessen wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
&emäß der Erfindung erfolgt die Eichung des Flammenphotometers selbsttätig und kanr. folglich innerhalb kurzer Zeit
durchgeführt werden, so daß auch die Zeit zum Behandeln mehrfacher Proben stark verkürzt werden kann. Auch wenn ein
biochemisches Analysiergerät weitere Einrichtungen außer dem Flammenphotometer enthält, kann die gegenseitige Eichung berücksichtigt
werden, so daß das Abweichen bzw. Abdriften zwischen einzelnen Eichungen korrigiert und die Exaktheit bei
der Analyse verbessert werden kann. Außerdem wird zum Eichen eine Lösung benutzt, die durch Verdünnen einer Standardlösung
von bekannter Konzentration mit der internen Standardlösung erhalten wird, so daß die Schwankung der Meßwerte aufgrund
von Fehlern und TJngleichmäßigkeiten bei der Probenentnahme zur Eichung und die Schwankung der Meßwerte aufgrund
der Verdampfung von Serum zur Eichung vermieden werden kann und eine stabilisierte Eichung durchgeführt werden kann, bei
der die Schwankungen innerhalb eines Tages oder von Tag zu Tag gering sind.
Diejenigen Proben, hinsichtlich der eine Messung befohlen wird, werden mit der Reagenzflüssigkeit verdünnt und dann
dem Flammenphotometer zugeführt. Für diejenigen Proben, für die keine Messung befohlen wird oder für Gefäße, die zur
Eichung dienen, wird nur die Standardproben-Reagenzflüssigkeit dem Flammenphotometer zugeführt, so daß nie ein Fall
eintritt, in welchem die Temperatur in der Verbrennungskammer des Flammenphotometers übermäßig stark ansteigt, sondern
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eine gleichbleibende Temperatur eingehalten werden kann.
Selbst wenn kontinuierlich Proben ankommen, für die keine Messung befohlen ist, können die Meßwerte der nachfolgenden
Proben korrigiert werden, so daß die Messung des Elektrolyten exakt unter stabilen Bedingungen erfolgen kann.
Die Genauigkeit des automatischen biochemischen Analysiergeräts mit Flammenphotometer wird also verbessert, und
gleichzeitig können die Proben rasch behandelt werden.
Zwei,Ausführungsformen der Erfindung werden mit ihren Ausgestaltungen
im folgenden anhand von schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fige 1 ein Fließschema zur Erläuterung des Betriebs eines
automatischen biochemischen Analysxergeräts gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figo 2 ein Fließschema zur Erläuterung des Betriebs eines
automatischen biochemischen Analysxergeräts gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung«,
In Figo 1 ist ein erstes Beispiel der Erfindung gezeigt, welches
einen Reagenzvorratsbehälter 1 aufweist, aus dem darin enthaltene Reagenzflüssigkeit, z.B. eine interne Standardlösung Lithium mittels eines Reagenzabgabegliedes 2 in ein an
eine entsprechende Stelle längs einer Reaktionsreihe 3 bewegtes Reaktionsgefäß 4 abgegeben wird. Eine zu messende Probe
wird mittels eines Probenpipettier- und -abgabegliedes 5 in
das Reaktionsgefäß abgegeben. Die Reaktionsreihe 3 wird in Richtung des Pfeiles mit gegebener Geschwindigkeit gemeinsam
mit einer Probenreihe 6 bewegt» Wenn das in der Reaktionsreihe
3 enthaltene Reaktionsgefäß 4 die Probenabgabestelle erreicht hat, wird eine zu messende Probe aus einem in der Probenreihe
6 enthaltenen Probengefäß 7 pipettiert und in das dem Probengefäß entsprechende Reaktionsgefäß 4 abgegeben» Das Probenpipettier-
und -abgabeglied 5 ist so konstruiert, daß es dann
-: 54 9GG
"betätigt wird, wenn eine probe, hinsichtlich der die Messung
des Elektrolyten "befohlen wird, diejenige Stelle erreicht, an der die Probe abgegeben wird, daß es aber hinsichtlich
einer Probe, für die die Messung nicht befohlen ist, nicht betätigt wird. Wenn das Reaktionsgefäß 4 der Reaktionsreihe
5 zu einer Rühr stelle bewegt worden ist, wird die im Reaktionsgefäß 4 enthaltene Lösung mittels eines Rührgeräts 8 gerührt
und dann zu einer Meßstelle weiterbewegt. An der Meßstelle
wird die im 'leaktionsgefäß enthaltene Flüssigkeit einem
plammenphotomet::r 9 zugeführt und der Elektrolyt gemessen.
Die Übergabe der Probenlösung aus dem Reaktionsgefäß 4 in den Flammenphotometer erfolgt durch Unterdruck eines im
Flammenphotometer enthaltenen Zerstäubers oder mittels einer
anderen Einrichtung, z.B. einer Pumpe.
Wenn hinsichtlich einer Probe die Messung angeordnet ist, wird die mit der Reagenzflüssigkeit verdünnte Probe in dem
erwähnten nachfolgenden Arbeitsschritt dem Plammenphotometer
zugeführt. Einem Reaktionsgefäß 4 hingegen, welches einem Probengefäß 7 mit einer probe entspricht, hinsichtlich
der keine Messung angeordnet ist, wird nur die Reagenzflüssigkeit mit Hilfe des Reagenzabgabegliedes 2 zugeführt, und
die Reagenzflüssigkeit gelangt an den Plammenphotometer 9· Polglich erhält der Flammenphotometer stets Reagenzflüssigkeit,
so daß seine Verbrennungskammer auf gegebener Temperatur gehalten wird, ohne daß die Temperatur übermäßig stark
ansteigt. Selbst wenn fortgesetzt Proben zugeführt werden, für die keine Messung bestimmt ist, kann in einer Probe, die
gemessen werden soll, wenn sie anschließend dem Flammenphotometer
zugeführt wird, der Elektrolyt stabil und exakt gemessen werden.
Pig. 2 zeigt ein Fließschema, welches den Betrieb eines automatischen
biochemischen Analysiergeräts gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Bei dieser Ausführungsform
sind anders als beim, ersten Ausführungsbeispiel zwei Reagenzvorratsbehälter 1 und 1 ' und zwei Reagenzabgabe-
glieder 2 und 2' vorgesehen. Der Reagenzvorratsbehälter 11
enthalt eine andere Reagenzflüssigkeit als der Reagenzvorratsbehälter
1, ZoB. mit einer Lithiumkon;;entration von
0—100mÄq/Z , Hatriumkonzentration 0-200 mÄq/ £>
, Kaliumkonzentration 0-20 m&q/ JL , und für diese Reagenzflüssigkeit
ist ein eigenes Abgabeglied 2» vorgesehen, in ein Reaktionsgefäß
4j welches einem Probengefäß 7 entspricht, das eine Probe enthält, die gemessen werden soll, wird die im Reagenzvorratsbehälter
1 enthaltene Reagenzflüssigkeit mittels des Reagenzabgabegliedes 2 in der Reaktionsreihe 3 an der
Reagenzflüssigkeitsabgabestelle eingefüllt. In ein Reaktionsgefäß 4, welches dem Probengefäß 7 entspricht, das eine Probe
enthält, die nicht gemessen werden soll, wird eine andere Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1' abgegeben»
wenn dieses Reaktionsgefäß die Reagenzflüssigkeitsabgabestelle längs der Reaktionsreihe 3 erreicht. Der Aufbau ist
also so getroffen, daß die in das Reaktionsgefäß abzugebende Reagenzflüssigkeit danach ausgewählt wird, ob für die Probe
eine Messung vorgesehen ist oder nicht« Beim ersten Ausführungsbeispiel wird die gleiche Reagenzflüssigkeit unabhängig
vom Meßbefehl zugeführt. TJm jedoch den Zustand des Flammenphotometers, mit dem sich die Erfindung befaßt, gleichbleibend
zu halten,, ist es nicht immer nötig, die gleiche Reagenzflüssigkeit
zu benutzen.
Beim oben beschriebenen Meßverfahren gemäß der Erfindung wird
dem piammenphotometer ständig Reagenzflüssigkeit zugeführt-,
gleichgültig ob an der Probe eine Messung befohlen ist oder
nicht j so daß die Temperatur in der Brennkammer des Flammen«= photometers nicht übermäßig stark ansteigt sondern stabil gehalten
werden kann. Es kann also selbst mit einem automatischen biochemischen Analysiergerät mit Flammenphotometer unter
Wahl der Probe ein Elektrolyt gemessen werden« Dadurch läßt sich die Genauigkeit des automatischen biochemischen Analysiergeräts
verbessern und die Probe rasch behandeln»
-γ-
Wenn die Messung eines Elektrolyten in einer Probe mittels eines piammenphotometers durchgeführt wird, ist die Drift
des Piammenphotometers groß, und wenn die Temperatur in der Verbrennungskammer schwankt, ist Zeit nötig, um die Temperatur
wieder zu stabilisieren, so daß ziemlich häufig eine Eichung (Nulleinsteilung, Skalenüberprüfung, Skaleneichung
und dgl.) durchgeführt werden muß. Wenn also ein mehrfache Posten untersuchendes automatisches biochemisches Analysiergerät
mit einem Plammenphotometer verbunden ist, muß das Bedienungspersonal bisher eine Eichung nach Wahl und von Hand
oder für jede Messung der jeweiligen Probe von Hand durchführen. Das macht den Betrieb umständlich, und es erfordert
viel Zeit für die Behandlung mehrfacher Proben.. Wenn ein automatisches Analysiergerät zum Behandeln mehrfacher Proben
benutzt wird, erfolgt die Eichung außerdem gleichzeitig für die colorimetrische Analyse von Posten sowie für den Elektrolyten,
so daß bei der Messung des Elektrolyten die Drift nicht zufriedenstellend korrigiert -werden kann, die in diesem
Fall größer ist als bei der colorimetrischen Analyse.
Bei dem in Pig· 2 gezeigten Ausführungsbeispiel kann die Eichung des Piammenphotometers automatisch durchgeführt werden.
Dazu wird mittels des Reagenzabgabegliedes 21 Reagenzflüssigkeit
aus dem Reagenzvorratsbehälter 1· in ein Reaktionsgefäß
4 längs der Reaktionsreihe 3 abgegeben, welches einem Probengefäß 7 für die Eichung längs der Probenreihe 6 entspricht.
Diese Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1'
ist eine genormte Probenreagenzflüssigkeit für Eichzwecke, die durch Verdünnen -von. Natrium- und Kalium-Standardlösung,
bei der es sich um eine elektrolytische Standardlösung handelt, die eine bekannte Konzentration hat, z.B. Natrium 145 mÄq//6 ,
Kalium 5 mÄq/,6, mit einer Reagenzflüssigkeit, der internen
Standardlösung aus dem Reagenzvorratsbehälter 1,zubereitet
wird. Das Verdünnungsverhältnis der Reagenzflüssigkeit ist das gleiche wie das des Serums der probe. Wenn Z0B. 20 ul
Serum mit 2,0 m/ Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter
1 verdünnt wird, ist das Verhältnis des verdünnten Serums 1:101. Die Reagenzflüssigkeit im Reagenzvorratsbehälter
1· ist die Standardproben-Reagenzflüssigkeit, die durch
Verdünnen einea Volumens IJa-, K-- Standardlösung mit 100 Volumen
der Reagenzi'lüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1 zubereitet wird. Anschließend wird das Reaktionsgefäß, welches
die aus dem Reagenzvorratsbehälter 1' zugeführte Reagenzflüssigkeit
enthält, an eine Stelle weiterbewegt, an der eine Probe abgegeben wird. Wenn ein Gefäß für die Eichung bestimmt
ist9 gibt das Probenpipettier- und -abgabeglied 5 keine Probe
ab ο Folglich wird ein Reaktionsgefäß, welches einem für die Eichung bestimmten Gefäß entspricht, der Meßstelle in
einem Zustand zugeführt, in dem es nur die Standardproben-Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1' enthält,
und die Standardproben-Reagenzflüssigkeit wird dem Flammenphotometer
9 übergeben und die Konzentration der Reaktionsflüssigkeit gemessen, in diesem Pail kann die Konzentration
der Reagenzflüssigkeit aufgrund der Drift des Plammenphotometers als ein Y/ert gemessen werden^ der sich von der ursprünglichen
Konzentration unterscheidet. Dann wird ein Eichfaktor wie folgt selbsttätig errechnet;
ursprüngliche Konsentration der
Elektrolyt-Standardlösung
Eichfaktor =
Konzentration der vom flammenphotometer gemessenen Standardproben-Reagenzflüssigkeit
Der Meßwert der mittels des Flammenphotometers gemessenen
Probe wird mit diesem Eichfaktor multipliziert, um den wahren Meßwert zu erhalten. Die oben erwähnte Konzentration von
la trimm und Kalium in der Ha-, K-Standardlösung war zj«,
145 ffiÄq/Z bzw«, 5 mSq/£·. Aber wenn die vom Flammenphotometer
gemessene Konzentratioi an Natrium und Kalium 148 mÄq/£
bz\fo 594 mjiq/z, ist, sind die Eichfaktoren für Natrium und
Kalium 145/148 ^ 0,9797 bzw. 5sO/5s4 = O99259ο Bei der an-
schließenden Messung der Proben werden die "beim Messen im
Plammenphotometer erhaltenen Werte mit diesem Faktor multipliziert,
um die wahren Meßwerte zu erhalten.
Reagenzflüssigkeit aus de.. Reagenzvorratsbehälter 1 wird
mittels des Reagenzabgabogliedes 2 in Reaktionsgefäße 4 abgegeben,
die Probengefäßen 7 längs der Probenreihe 6 entsprechen, in denen die Proben bestimmt werden sollen. Das
die Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1 enthaltende Reaktionsgefäß 4- wird dann an eine Stelle weitertransportiert,
an der die Probe mittels eines Probenpipettier- und -abgabegliedes 5 aus einem Gefäß eingefüllt wird,
welches die zu messende Probe enthält. Die verdünnte Probe wird dann mittels einer Rührvorrichtung 8 gerührt. Dieses
Reaktionsgefäß wird der Meßstelle zugeführt, und die verdünnte Serumlösung, die beispielsweise im Reaktionsgefäß enthalten
ist, wird dem KLammenphotometer übergeben um die Konzentration
der Lösung zu messen. Der Meßwert wird mit dem oben beschriebenen Eichfaktor multipliziert, um den wirklichen
Wert der Konzentration zu erhalten.
In ein Reaktionsgefäß 4, welches einem Probengefäß entspricht,
das mit einer Probe gefüllt ist, die nicht gemessen werden soll, wird die Standardproben-Reagenzflüssigkeit
aus dem Reagenzvorratsbehälter 1f mittels des Reagenzabgabegliedes
2' eingefüllt. Wenn aber dies Reaktionsgefäß der Probenabgabestelle zugeführt wird, wird das Probenpipettier-
und -abgabeglied 5 nicht betätigt. Anschließend wird das Reaktionsgefäß an die Meßstelle weitergegeben und nur die
Standardproben-Reagenzflüssigkeit aus dem Reagenzvorratsbehälter 1 ' dem Flammenphotometer zugeführt und gemessen. Anhand
dieses Meßwertes wird der'Eichfaktor wie oben beschrieben
errechnet, und die Werte der anschließend zu bestimmenden, mittels des Plammenphotometers gemessenen Proben werden unter
Anwendung des Eichfaktors korrigiert.
Bei einem anderen Beispiel wird der anhand des Meßwertes
des Flammenphotometers wie oben "beschrieben errechnete Eichfaktor
nicht unmittelbar für die anschließende Korrektur herangezogen, sondern die Konzentration der Standardproben-Reagenzflüssigkeit,
die durch Messen mittels des Plammenphotometers erhalten wurde oder der anhand dieses Meßwertes
erhaltene Eichfaktor wird mit dem bei der vorhergehenden Messung erhaltenen Wert oder dem daraus abgeleiteten Eichfaktor
verglichen. Wenn die Differenz kleiner ist als ein gegebenes Verhältnis oder ein gegebener Wert, wird der anhand
des letzten Meßwerts errechnete Eiehfaktor benutzt» Ist
hingegen die Differenz größer, wird zur Korrektur der Meßwerte
nachfolgender Proben der Eichwert benutzt, der anhand des zuvor bestimmten Wertes errechnet wurde. Dies wird für alle
Proben durchgeführt, für die keine Messung vorgesehen ist«,
Wenn eine Vielzahl von Proben, für die keine Messung befohlen ist, aufeinanderfolgt, wird ein Durchschnittswert der
Vielzahl von Meßwerten mit dem bis dahin benutzten Meßwert oder einem Durchschnittswert der Meßwerte verglichen. Wenn
die Differenz zwischen beiden Werten groß ist, wird der anhand des Durchschnittswertes der Meßwerte errechnete9 bis dahin
benutzte Eiehfaktor für die anschließende Messung der proben
benutzte, Ist die Differenz gering," so wird der Eiehfaktor
benutzt, der anhand des letzten Meßwertes oder eines Durch= schnittswertes der Meßwerte errechnet wurde„ Ein biochemisches
Analysiergerät, welches weitere Einrichtungen zusätzlich zum Plammenphotometer aufweist,, ist ao konstruiert, daß die
Eichung des Plammenphotometers und die der weiteren Einrichtungen gleichzeitig erfolgen kann, wobei die Drift zwischen
den Eichungen korrigiert wirdo
Leerseite
Claims (5)
1./Verfahren zum Messen eines Elektrolyten in einem automatischen
biochemischen Analysiergerät mit einem Flammenphotometer
und mit einem Probenpipettier- und -abgabeglied, welches
eine Probe pipettiert und in aufeinanderfolgende Gefäße
abgibt, einem Reagenzflüssigkeitsabgabeglied, welches eine der Probe hinzuzufügende Reagenzflüssigkeit entnimmt und abgibt,
sowie mit aufeinanderfolgenden Reaktionsgefäßen, die
die mittels des Probenpipettier- und -abgabegliedes abgegebene probe und die mittels des Reagenzflüssigkeitsabgabegliedes
abgegebene Reagenzflüssigkeit aufnehmen, bei dem der Flammenphotometer
zum Messen des Elektrolyten benutzt wird, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß bei einem Probengefäß s für das die Messung des Elektrolyten angeordnet wird,
das Probenpipettier- und -abgabeglied und das Reagenzabgabeglied betätigt wird, und die Probe bzw. die Reagenzflüssigkeit
an ein Reaktionsgefäß abgibt, und ein Elektrolyt der verdünnten Probe im Reaktionsgefäß mittels des Plammenphotome
ters gemessen wird, und daß bei einem Probengefäß, für das die Messung des Elektrolyten nicht angeordnet wird, das Probenpipettier-
und -abgabeglied nicht betätigt wird und in ein dem Probengefäß entsprechendes Reaktionsgefäß Flüssigkeit von
einem Flüssigkeitsabgabeglied abgegeben wird«, und daß diese Flüssigkeit dem Flammenphotometer zugeführt und selbsttätig
gemessen wird,,
2. Verfahr en nach .Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die in das Reaktionsgefäß abgegebene Flüssigkeit, hinsichtlich der die
Messung des Elektrolyten angeordnet wird, die Reagenzflüssigkeit ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die in das Reaktionsgefäß abgegebene Flüssigkeit, hinsichtlich der die
Messung des Elektrolyten nicht angeordnet wird, eine von der Reagenzflüssigkeit unterschiedliche Flüssigkeit ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch, gekennze ichnet, daß die sich, von der
Reagenzflüssigkeit unterscheidende Flüssigkeit eine Standardproben-Reagenzflüssigkeit
ist, die durch Verdünnen einer elektrolytischen Standardlösung von bekannter Konzentration
mit einer internen Standardlösung zubereitet wird, um die Probe im gleichen Verdünnungsverhältnis zu verdünnen, wie
das Verdünnungsverhältnis beim Verdünnen der Probe mit der internen Standardlösung, daß die Standardproben-Reagenzflüssigkeit
mittels des Flammenphotometers zur Bestimmung der Konzentration der Standaidproben-Reagenzflüssigkeit gemessen
wird, daß aus der in der beschriebenen Weise bestimmten Konzentration und der Konzentration der genannten elektrolytischen
Standardlösung ein Eichfaktor gemäß der Gleichung
ursprüngliche Konzentration der Eichfaktor = Elektrolyt-Standardlösung
Konzentration der vom Flammenphotometer gemessenen Standardproben-Reagenzflüs
sigkeit
bestimmt wird, und daß ein beim Messen der Probe erhaltener Wert zur selbsttätigen Eichung mit dem Eichfaktor multipliziert
wird.
54 9'όβ
5. Verfahren nach Anspruch 4»
dadurch gekennzei chnet, daß die mittels des Flammenphotometers gemessene Konzentration der Standardproben-Reagenzflüssigkeit
oder der anhand dieses Meßwerteβ
errechnete Eichfaktor mit dem Wert verglichen wird, der bei
der vorhergehenden Messung erzielt wurde, oder mit dem vorhergehenden Eichfaktor, und daß, wenn die Differenz innerhalb
eines gegebenen Bereichs liegt, der anhand der vorhergehenden Messung abgeleitete bestimmte Eichfaktor zu dem
neu bestimmten Eichfaktor geändert wird«,
6e Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennze i ohne t, daß bei fortgesetzter Messung der Standardproben-Reagenzflüssigkeit ein Durchschnittswert
einer gegebenen Vielzahl kontinuierlich gemessener Werte errechnet wird, und daß der Eichfaktor unter Verwendung
des Durchschnittswerts errechnet wird.
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Also Published As
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| US4493897A (en) | 1985-01-15 |
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