DE3115600C2 - Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Analysieren chemischer Substanzen in flüssigen Proben - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Analysieren chemischer Substanzen in flüssigen ProbenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Durchführung eines automatischen Analysierverfahrens, um quantitativ verschiedene Substanzen in einer Anzahl von Flüssigproben zu bestimmen, umfaßt eine Reagenz-Zuteilungseinheit, in der mehrere Reagenzflaschen angeordnet sind, welche unterschiedliche Reagenzien enthalten, die zum Messen der verschiedenen Substanzen benötigt werden, sowie einen Injektionszuteiler für die Abgabe gegebener Mengen Reagenzien in leere Reaktionsgefäße, die sich in einer Kassette befinden. Die Vorrichtung umfaßt weiter eine Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit, in der Kassetten gehalten werden und aus der nacheinander die Reaktionsgefäße nachgeschoben werden, in die zuvor gegebene Reagenzien eindosiert worden sind, je nach den vorgegebenen Einzeltests, die durchgeführt werden sollen. Als drittes umfaßt die Vorrichtung eine Analysier-Einheit, welche nacheinander die Reaktionsgefäße aus der Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit aufnimmt; und die eine Probenzuteilungspumpe (Injektionszuteiler), mit der gegebene Mengen von Flüssigproben in die Reaktionsgefäße abgegeben werden, sowie einen Colorimeter zur colorimetrischen Bestimmung von Testflüssigkeiten in den Reaktionsgefäßen umfaßt. Vorgesehen ist weiterhin eine erste Steuereinheit zum Steuern des Betriebs der Reagenz-Zuteilungseinheit, sowie eine zweite Steuereinheit zur Steuerung des Betriebs der Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit entsprechen einem Programm. In der Reagenz-Zuteilungseinheit werden die Reagenzien in die Reaktionsgefäße nach ....
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automati schen Analysieren chemischer Substanzen in flüssigen
Proben, bei dem jeweils eine Probe und ein Reagenz in eine Vielzahl von Reaktionsgefäßen eingegeben werden,
die in Gruppen in Kassetten zusammengefaßt sind, wobei in alle Reaktionsgefäße derselben Kassette dasselbe
Reagenz eingefüllt wird, und die Probe und Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäße nach einer zur Bildung
einer Testflüssigkeit führenden Reaktionszeit einer Meßstation zugeführt werden, in der die betreffende
Substanz quantitativ bestimmt wird.
Ein derartiges Verfahren ist bereits bekannt (DE-GM 78 !3 990). Das Verfahren erlaubt eine quantitative Bestimmung
von chemischen Substanzen, die in Flüssigproben wie Blut, Urin usw. enthalten sein können, wozu
die Testflüssigkeit kolorimetrisch analysiert wird. Beim bekannten Verfahren werden nur leere Reaktionsgefäße
bereitgehalten, von denen mehrere jeweils zu einem Streifen bzw. einer Kassette einstückig miteinander verbunden
sind. Diese Reaktionsgefäße werden nacheinander mit den zu untersuchenden Proben gefüllt, worauf in
die einzelnen Reaktionsgefäße ebenfalls nacheinander ein Reagenz zugegeben wird. Dabei wird mit einem
einzigen Reagenz gearbeitet, das in alle Reaktionsgefäße eingefüllt wird. Danach erfolgt die Analyse mittels
eines Photometers.
Da beim bekannten Verfahren nur ein einziges Reagenz zugeführt wird, ist die entsprechende Anlage nur
für die Bestimmung einer bestimmten chemischen Substanz geeignet. Das Verfahren ist zeitaufwendig, weil in
zeitlicher Folge nach dem Einfüllen der Probe noch das Reagenz zudosiert werden muß. Da die Zeitspanne zur
Vornahme dieser Zudosierung begrenzt ist durch den Arbeitsgang des Analysiergerätes, kann die Genauigkeit
der Reagenzzudosierung abnehmen. Würde man die Möglichkeit der Zudosierung zweier oder mehrerer
verschiedener Reagenzien vorsehen, so würde das eine wesentliche Kompilierung der Vorrichtung bedeuten.
Wird in einem solchen Falle mit einer den verschiedenen Reagenzien zugeordneten einzigen Einfüllvorrichtung
gearbeitet, so ergibt sich das Problem, daß wegen der begrenzten Zudosierzeit ein ordnungsgemäßes Waschen
der Einfüllsonde zwischen der Zudosierung verschiedener Reagenzien nicht gewährleistet ist so daß
die Gefahr der Verunreinigung der Reagenzien besteht Außerdem führt ein häufiger Wechsel der Reagenzien,
deren jeweilige Verwendung durch die Reihenfolge bestimmt ist n'.t der die zu untersuchenden Proben anfallen,
in Verbindung mit den durchzuführenden Waschvorgängen zu einem erhöhten Reagenzverbrauch.
Es ist auch ein Analvsierverfahren bekannt bei dem in einen Beutel Päckchen mit verschiedenen in Betracht
kommenden Reagenzien sowie die zu untersuchende Flüssigkeitsprobe gegeben werden, wobei das Päckchen
mit dem im Einzelfall anzuwendenden Reagenz unter Druckanwendung geöffnet wird (US-PS 37 70 382). Bei
diesem Beutelsystem kann jedoch nur ein^· kleine Anzahl von Reagenzpäckchen vorgesehen werden, so daß
nur eine begrenzte Anwendung von verschiedenen Reagenzien und Substaiizanalysen möglich ist. Außerdem
wird üblicherweise nur ein einziges Reagenz zudosiert, wobei die anderen im Beutel enthaltenen Reagenzien
unverbraucht beseitigt werden. Dadurch steigen die Kosten stark an. Im übrigen bedeutet die weitere Behandlung
der verbrauchten Beutel eine Komplizierung des Verfahrens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren so durchzuführen bzw. die zugehörige Vorrichtung
so auszubilden, daß mehrere verschiedene Untersuchungen in der gerade anfallenden Folge problemlos
sowie schnell und ohne hohen Reagenzverbrauch automatisch durchgeführt werden können, wobei gegebenenfalls
auch Untersuchungen eingeschoben werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ausgehend vom eingangs genannten Verfahren die
Reagenzeinfüllung vor der Probeneinfüllung vorgenommen wird, daß mehrere unterschiedliche Reagenzien,
die der Analyse verschiedener Substanzen dienen, in die Reaktionsgefäße verschiedener Kassetten eingefüllt
werden, daß die Reagenzeinfüllung unabhängig von der Zuführung und der Reihenfolge der zur Analyse
anstehenden Proben und ihrer den Reagenzien zuzuordnenden, zu analysierenden Substanzen erfolgt, daß
die Kassetten mit den ein Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäßen in einer Vorratsstation bereitgehalten
werden und daß entsprechend der Reihenfolge der bezüglich der zu analysierenden Substanzen ungeordnet
einer die Meßstation enthaltenden Änaiysierstation zugeführten
Proben jeweils die hinsichtlich des eingefüllten Reagenz zugehörige Kassette aus der Vorratsstation
ausgewählt, eines ihrer Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäße der Kassette entnommen und der Analysierstation
zugeführt wird, bevor dort die Probe zugegeben wird.
Die zugehörige automatische Analysier-Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit einer Vielzahl
von Reaktionsgefäßen, die in Gruppen in Kassetten zusammengefaßt sind, einer Einheit zum Eingeben jeweils
einer Probe in ein Reaktionsgefäß, einer Reagenzeinfülleinheii zum Einfüllen eines einer Reagenzflasche
entnommenen Reagenz in Reaktionsgefäße, einer Bereitstellungseinheit zum Bereitstellen von Reaktionsgefäßen
in Kassetten und einer Meßvorrichtung für die in den Reaktionsgefäßen gebildeten Testflüssigkeiten ist
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit
mehrere Reagenzflaschen fur unterschiedliche Reagenzien aufweist die mittels der Reagenzeinfülleinheit
in alle Reaktionsgefäße der den einzelnen Reagenzien zugeordneten Kassetten einfüllbar
sind, daß die Bereitstellungseinheit zur Aufnahme der Kassetten mit den bereits das Reagenz enthaltenen Reaktionsgefäßen,
zur dem jeweils benötigten Reagenz entsprechenden Auswahl der Kassetten imd zur Weiterleitung
der den Kassetten entnommenen Reaktionsgefäße an die Analysiereinheit vorgesehen ist welche die
Probeneingebeeinheit und die Meßvorrichtung enthält und daß eine Steuereinheit zur vom Betrieb der Analysiereinheit
unabhängigen Steuerung der Reagenzeinfülleinheit vorhanden ist.
Somit ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß von der Probenzuführung unabhängig und auf Vorrat Reagenz
in Gefäße eingefüllt wird, daß kassettenweise mit verschiedenen Reagenzien gefüllte Reaktionsgefäße bereitgestellt
werden und daß je nach Anfall der gerade zu untersuchenden Probe ein Reaktionsgefäß mit dem betreffenden
Reagenz entnommen und nach Zugabe der zu untersuchenden Probe der Analysierstation zugeführt
wird.
Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise eine Vielzahl verschiedener Reagenzien bereitgehalten werden können, wobei die Reagenzeinfüllung mittels einer gemeinsamen Einfüllvorrichtung ohne wesentlichen Mehrverbrauch an Reagenz erfolgen kann, weil Waschvorgänge erst nach dem vollständigen Beschicken aller Gefäße einer oder mehrerer Kassetten erforderlich ist. Dabei kann die Spülung gründlich durchgeführt werden und dementsprechend die Gefahr einer Verunreinigung von Reagenzien ausgeschlossen werden, ohne daß dadurch die Leistung des Verfahrens bzw. der Vorrichtung beeinträchtigt wird. Im übrigen wirkt es sich leistungsfördernd aus, daß wegen der Bereithaltung von mit Reagenz gefüllten Reaktionsgefäßen für die einzelne Analyse kein Zeitbedarf für das Zudosieren des Reagenz anfällt.
Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise eine Vielzahl verschiedener Reagenzien bereitgehalten werden können, wobei die Reagenzeinfüllung mittels einer gemeinsamen Einfüllvorrichtung ohne wesentlichen Mehrverbrauch an Reagenz erfolgen kann, weil Waschvorgänge erst nach dem vollständigen Beschicken aller Gefäße einer oder mehrerer Kassetten erforderlich ist. Dabei kann die Spülung gründlich durchgeführt werden und dementsprechend die Gefahr einer Verunreinigung von Reagenzien ausgeschlossen werden, ohne daß dadurch die Leistung des Verfahrens bzw. der Vorrichtung beeinträchtigt wird. Im übrigen wirkt es sich leistungsfördernd aus, daß wegen der Bereithaltung von mit Reagenz gefüllten Reaktionsgefäßen für die einzelne Analyse kein Zeitbedarf für das Zudosieren des Reagenz anfällt.
Zweckmäßigerweise wird so gearbeitet, daß die Reagenzeinfüllung durch ein Programm gesteuert wird, das
in Übereinstimmung mit den statistisch an einem Tag vorgenommenen substanzverschiedenen Analysen vorbestimmt
worden ist. Dabei ist dieses Reagenzeinfüllprogramm verschieden und unabhängig von einem Programm,
mit dem die Auswahl und Zulieferung der Reaktionsgefäße, die Zugabe der zu untersuchenden Proben
und die Messung der entstehenden Testflüssigkeit gesteuert werden. Außerdem kann eine Nachlieferung von
mit Reagenz gefüllten Reaktionsgefäßen zur Vorratsstation vorgesehen sein, die während einer vorübergehenden
Unterbrechung der Reaktionsgefäßzuführung und der Probeneinfüllung erfolgt, um auf diese Weise
sicherzustellen, daß ohne übergroße Bereitstellung von Reaktionsgefäßen mit verschiedenen Reagenzien alle
anfallenden Untersuchungen durchgeführt werden können, auch wenn bestimmte Untersuchungen in einem
nicht üblichen Obermaß anfallen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der erfindungsgemä-Ben Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der erfindungsgemä-Ben Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand einer Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
F ι g. 1 ein schematisches Diagramm einer Ausführungsform
der automatischen Analysier-Vorrichtung und
Fig. 2 ein schematisches Diagramm einer anderen Ausführungsform der automatischen Analysier-Vor-
richtung.
Das Analysiergerät (Analysier-Vorrichtung) nach Fig. 1 umfaßt eine Reagenz-Zuteilungseinheit (Reagenzeinfülleinheit)
A, eine Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit (Bereitstellungseinheit) ß, die mit Bezug auf die
Reagenz-Zuteilungseinheit A in dieser Ausführungsform abnehmbar angeordnet ist, sowie eine Analysiereinheit
C, die mechanisch mit der Reaktiongsgefäß-Zuliefereinheit B gekoppelt ist.
In der Reagenz-Zuteilungseinheit A sind sechs Reagenzflaschen
1-1,1-2,... 1-6 vorgesehen, die verschiedene Reagenzien enthalten. Diese Reagenzflaschen 1-1 bis
1-6 sind üblicherweise über entsprechende Ventile 2-1 bis 2-6 mit einer Pumpe 3 in Art einer Injektionsspritze
verbunden, die ihrerseits über ein Ventil 4 mit einer Sonde bzw. Abgabeteil 5 verbunden ist, deren eines
Austritssende in einer bestimmten Reagenz-Zuteilposition Pangeordnet ist. In der Reagenz-Zuteilungseinheit
A können sechs Kassetten 6-1 bis 6-6 vorgesehen sein, die auf einer Unterlage nach oben und unten bewegbar
angeordnet sind, wie durch den Doppelpfeil Q angegeben. Außerdem kann auf der Höhe der Reagenz-Zuteilungsstellung
Pjede Kassette nach links und nach rechts bewegt werden, wie durch den Doppelpfeil R gezeigt. In
jeder Kassette 6-1 bis 6-6 sind herausnehmbar mehrere Reaktionsgefäße oder Küvetten 7 angeordnet, in der
vorliegenden Ausführungsform jeweils sechs Reaktionsgefäße bzw. Küvetten. In der Reagenz-Zuteilungseinheit
A wird eine gegebene Menge des ersten Reagenz, welches in der ersten Flasche 1-1 enthalten ist,
jedem der sechs Reaktionsgefäße 7 in der ersten Kassette 6-1 zugeteilt; eine gegebene Menge des zweiten Reagenz
aus der zweiten Flasche 1-2 wird in die sechs Reaktionsgefäße 7 der zweiten Kassette 6-2 eindosiert usw.
Beim Eindosieren einer gegebenen Menge des fünften Reagenz, das in der fünften Reagenzflasche 1-5 enthalten
ist, in sechs Reaktionsgefäße 7, die in der fünften Kassette 6-5 angeordnet sind, wird die fünfte Kassette
6-5 ausgewählt und in die Reagenz-Zuteilungsposition P
unter der Sonde bzw. dem Abgabeteil 5 gebracht; nachdem das Ventil 2-5 geöffnet und Ventil 4 geschlossen ist,
wird die Pumpe 3 angetrieben um die gegebene Menge des fünften Reagenz anzusaugen. Darauf wird das Ventil
2-5 geschlossen und das Ventil 4 geöffnet und ein Kolben der Pumpe 3 wird durch einen gegebenen Schub
in einen Zylinder geschoben, um über die Sonde 5 die gegebene Menge des fünften Reagenz in ein erstes Reaktionsgefäß
7 in der fünften Kassette 6-5 abzugeben bzw. einzudosieren. Diese Maßnahme wird wiederholt,
während die Kassette 6-5 horizontal, wie durch den Pfeil R angegeben, bewegt wird und zwar intermittierend
durch einen gegebenen Abstand entsprechend dem Abstand der Reaktionsgefäße, die in der Kassette 6-5 angeordnet
sind. Auf diese Weise kann die vorgegebene Menge des fünften Reagenz allen sechs Reaktionsgefäßen
7 in der fünften Kassette 6-5 zugeteilt werden. Es sei
darauf hingewiesen, daß während dieser Zuteilung oder Eindosierung des fünften Reagenz die Ventile 2-1 bis 2-4
und 2-6 geschlossen bleiben. In gleicher Weise können die anderen Reagenzien selektiv in die Reaktionsgefäße
in den verschiedenen Kassetten 6-1 bis 6-5 abgegeben werden. Der beschriebene Arbeitsgang der Reagenz-Zuteilungseinheit
A wird durch Instruktionen gesteuert, die von einer Reagenz-Zuteil-Steuereinheit 8 ausgehen,
in weiche Analysedaten wie einzelne Tests und die Anzahl der Proben vorher eingegeben worden sind.
Die Reaktionsgefäß-Zuiiefereinheit B nimmt die Kassetten
6-1 bis 6-6 auf. welche die Reaktionsgefäße enthalten, in die die Reagenzien eindosiert worden sind. In
dieser Einheit B können die Kassetten 6-1 bis 6-6 nach oben und nach unten bewegt werden, wie durch den
Doppelpfeil Sangegeben. Je nach dem in der Analysiereinheit
C vorgesehenen Analysierprogramm wird die entsprechende Kassette ausgewählt und auf die Höhe
der Zuliefer- oder Nachschubstellung T gebracht und mindestens ein Reaktionsgefäß 7, welches in der betreffenden
Kassette enthalten ist, kann dann in die Analysiereinheit C geschoben oder geführt werden. Da die
Zulieferung der Reaktionsgefäße 7 in die Analysiereinheit C in Übereinstimmung mit dem Analysierprogramm
in der Analysiereinheit Cgcsteuen wird, werden in einem Fall die Reaktionsgefäße 7 der gleichen Kassette
nacheinander in die Einheit C abgegeben und in einem anderen Falle werden Reaktionsgefäßc 7, die in
verschiedenen Kassetten enthalten sind, nacheinander der Einheit Czugeführt.
Die Analysiereinheit Cumfaßt einen Reaktionsgefäß-Nachschubmechanismus
11, um die Reaktionsgefäße 7, die von der Reaktionsgefäß-Zulieferungseinheit Babgegeben
werden, entlang eines gegebenen Weges zu transportieren, in einer Richtung, die durch den Pfeil U
angegeben ist. Die Einheit C umfaßt weiter einen Probenehmer 13, der eine Anzahl von Probenbechern 12
hält, welche Flüssigproben enthalten, beispielsweise Blut, das den Patienten abgenommen worden ist, und
der drehbar jeden Probenbecher in eine Probe-Entnahmestellung Vbringen kann, in der eine gegebene Menge
der Flüssigprobe durch einen Probe-Zuteilungsmechanismus 14 entnommen wird. Die entnommene Flüssigprobe
wird dann in einer Zuteilungsstellung W in ein Reaktionsgefäß 7 auf dem Nachschubweg abgegeben.
Während das Gefäß 7 mit Hilfe des Nachschubmechanismus 11 transportiert wird, wird die Flüssigprobe in
dem Gefäß mit dem vorgegebenen Reagenz, das zuvor in das Gefäß eindosiert worden war, gemischt. Die Mischung
wird dann auf eine gegebene Temperatur während einer vorgegebenen Zeitspanne erhitzt, um eine
Reaktion zu bewirken. Darauf bildet sich eine Testflüssägkeit im Gefäß 7. Diese Testflüssigkeit wird dann kolorimetrisch
in einem fotoelektrischen Kolorimeter gemessen; der Kolorimeter umfaßt eine Lichtquelle 15,
einen Interferenzfilter 16 und einen Lichtdetektor 17.
Bei dieser Ausführungsform wird eine sogenannte direkte Messung ausgeführt und die Testflüssigkeit wird
gemessen, während sie im Gefäß 7 verbleibt Nach der Messung wird das Reaktionsgefäß 7 mit Hilfe eines geeigneten,
nicht gezeigten Mechanismus von dem Nachschub- oder Transportband abgenommen. Der oben beschriebene
Betrieb der Analysiereinheit C wird durch Steuerbefehle gesteuert, die von der Steuereinheit 18
ausgehen, j? nach dem Anglysierprogramm; das 7.11 vnr in
die Steuereinheit 18 eingegeben worden ist. Die Steuereinheit 18 nimmt weiterhin ein Abgabesignal aus dem
Lichtdetektor 17 des Kolorimeter auf und verarbeitet dieses Signal entsprechend, um analytische Resultate zu
erzeugen, die in der Anzeigevorrichtung 19 angezeigt oder von einem nicht gezeigten Drucker ausgedruckt
werden.
Wie oben erläutert, ist bei dem Analysiergerät dieser
Ausführungsform vorgesehen, daß die Reagenz-Zuteilungseinheit A und die Analysiereinheit C mechanisch
trennbar voneinander angeordnet sind und diese Einheiten A und C werden unabhängig voneinander mit Hilfe
der Steuereinheiten S und 18 gesteuert Infolgedessen kann die für die Zuteilung der Reagenzien benötigte
Zeit nicht durch das Analysierprogramm der Analysier-
einheit C begrenzt werden, so daß der Reagenzzuteilmechanismus
in vernünftiger Weise ausgestaltet und die Genauigkeit und Verschleißfestigkeit verbessert werden
können. Außerdem können die Reagenz-Zuteilungseinheit A und die Analysiereinheit Cgetrennt voneinander
aufgestellt werden, so daß große Freizügigkeit hinsichtlich der Anordnung besteht. Außerdem kann, da
die Analysiereinheit C nicht den Reagenz-Zuteilungsmechanismus umfaßt, diese Einheit C einfach konstruiert
und klein ausgelegt werden. Weiterhin kann die Analysiereinheit C durch Reagenzien praktisch nicht
verunreinigt und die Analysiergeschwindigkeit erheblich gesteigert werden. Weiterhin können die einzelnen
Testposten einfach ausgetauscht oder ausgewechselt werden und eine Notfall-Analyse leicht in eine Routine-Analyse
eingeschoben werden. Infolgedessen können gegebenenfalls zahlreiche unterschiedliche Arten von
Einzeltests für einen einzelnen Testkörper bzw. Gesamttestablauf ausgewählt und die gleichen Einzeltests
für aufeinanderfolgende Testabläufe oder Testkörper ausgewählt werden. Es ist sehr zweckmäßig, daß entsprechende
Testprogramme oder Testabläufe für eine Anzahl von Einzeltests anders als mit Hilfe der Routineanalyse behandelt werden können. Außerdem sind die
Reagenzien, welche verwendet werden, nicht auf exklusive Reagenzien beschränkt, die von einem bestimmten
Reagenz-Hersteller angegeben werden, sondern es können beliebige andere Reagenzien von unterschiedlichen
Herstellern in gleicher Weise Verwendung finden. Je nach Bedarf können die von den Benutzern hergestellten
Reagenzien verwendet und jedes beliebige Analysierverfahren angenommen werden.
In F i g. 2 werden für gleiche Teile oder Elemente wie in F i g. 1 die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Das Analysiergerät der Ausführungsform nach F i g. 2 unterscheidet sich von der vorausgehenden Ausführungsform
dahingehend, daß eine Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit B mechanisch sowohl mit der Reagenz-Zuteilungseinheit
A als auch mit der Analysiereinheit C gekoppelt ist und daß Kassetten 6-1 bis 6-6, die in der
Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit B angeordnet sind, in die Reagenz-Zuteilungseinheit A abgegeben werden
können und daß eine gegebene Menge irgendeines der Reagenzien in ein Reaktionsgefäß 7 eindosiert werden
kann, und daß eine Steuerbefehlseinheit 20 vorgesehen ist, die insgesamt die Reagenz-Zuteilungssteuereinheit 8
und die Analysier-Steuereinheit 18 steuert. In die Steuerbefehlseinheit 20 können vorgegebene Steuerbefehle
eingegeben werden. In der vorliegenden Ausführungsform wird — wenn die Reaktionsgefäße 7, deren Anzahl
experimentell vorbestimmt worden ist in Übereinstimmung
mil der Anzahl der Einzeltests und der Testprogramme, insgesamt verbraucht worden sind — der Analysiervorgang
zeitweilig unterbrochen durch die von der Steuerbefehlseinheit 20 an die Steuereinheiten 8 und 18
abgegebenen Befehle; dann werden die benötigten Reagenzien in leere Reaktionsgefäße 7 in den zuvor angeordneten
Kassetten oder in Gefäße einer neu eingesetzten Kassette eingefüllt. Auf diese Weise wird der Nachschub
von beliebig benötigten Reaktionsgefäßen, die ω vorgegebene Reagenzien enthalten, in einfacher Weise
ermöglicht, ohne daß Handarbeit hierzu notwendig ist In der vorliegenden Ausführungsform, bei welcher die
Reagenz Zuteilungseinheit A, die Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit B und die Analysiereinheit C mechanisch
miteinander verbunden sind, müssen die Einheiten insgesamt an einem Platz aufgebaut werden; infolgedessen
ist hier nicht die Freizügigkeit der Anordnung gegeben.
Jedoch bleiben alle weiteren Vorteile der oben beschriebenen anderen Ausführungsform erhalten.
Es sind noch weitere Ausführungsformen möglich. Beispielsweise ist die Zahl der Kassetten in der Reaktionsgefäß-Zuliefereinheit
B, die Zahl der Reaktionsgefäße in einer einzelnen Kassette und die Anzahl der
unterschiedlichen Reagenzien nicht auf sechs beschränkt, sondern kann eine beliebige andere Zahl sein.
Als Analysiereinheit C kann ein beliebiges der bekannten Analysiergeräte eingesetzt werden. Beispielsweise
können mehrere Interferenzfilter 16 vorgesehen sein und jedes dieser Filter kann selektiv in einen optischen
Weg eingepaßt sein oder es werden mehr als zwei Filter für jede Testflüssigkeit verwendet, um eine colorimetrische
Messung bei mehreren Wellenlängen durchzuführen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum automatischen Analysieren chemischer Substanzen in flüssigen Proben,
bei dem jeweils eine Probe und ein Reagenz in eine Vielzahl von Reaktionsgefäßen eingegeben werden,
die in Gruppen in Kassetten zusammengefaßt sind, wobei in alle Reaktionsgefäße derselben Kassette
dasselbe Reagenz eingefüllt wird, und
die Probe und Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäße nach einer zur Bildung einer Testflüssigkeit führenden Reaktionszeit einer Meßstation zugeführt
werden, in der die betreffende Substanz quantitativ bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reagenzeinfüllung vor der Probeneinfüllung vorgenommen wird,
daß mehrere unterschiedliche Reagenzien, die der Analyse verschiedener Substanzen dienen, in die Reaktionsgefäße verschiedener Kassetten eingefüllt
werden,
daß die Reagenzeinfüllung unabhängig von der Zuführung und der Reihenfolge der zur Analyse anstehenden Proben und ihrer den Reagenzien zuzuordnenden, zu analysierenden Substanzen erfolgt,
daß die Kassetten mit den ein Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäßen in einer Vorratsstation bereitgehalten werden und
daß entsprechend der Reihenfolge der bezüglich der
zu analysierenden Substanzen ungeordnet einer die Meßstation enthaltenden Analysierstation zugeführten Proben jeweils die hinsichtlich des eingefüllten
Reagenz zugehörige Kassette aus der Vorratsstation ausgewählt, eines ihrer Reagenz enthaltenden
Reaktionsgefäße der Kassette entnommen und der Analysierstation zugeführt wird, bevor dort die Probe zugegeben wird.
2. Automatische Analysier-Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach A nspruch 1, mit
einer Vielzahl von Reaktionsgefäßen, die in Gruppen in Kassetten zusammengefaßt sind,
einer Einheit zum Eingeben jeweils einer Probe in ein Reaktionsgefäß,
einer Reagenzeinfülleinheit zum Einfüllen eines ei
ner Reagenzflasche entnommenen Reagenz in Reaktionsgefäße,
einer Bereistellungseinheit zum Bereitstellen von Reaktionsgefäßen in Kassetten und
einer Meßvorrichtung für die in den Reaktionsgefä ßen gebildeten Testflüssigkeiten, dadurch gekenn zeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit (A) mehrere Reagenzflaschen (1-1 bis 1-6) für unterschiedliche Reagenzien aufweist, die mittels der Reagenzeinfülleinheit (A) in alle Reaktionsgefäße (7) der den einzelnen Reagenzien zugeordneten Kassetten (6-1 bis 6-6) einfüllbar sind, daß die Bereitstellungseinheit (B) zur Aufnahme der Kassetten (6-1 bis 6-6) mit den bereits das Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäßen (7) , zur dem jeweils benötigten Reagenz entsprechenden Auswahl der Kassetten und zur Weiterleitung der den Kassetten (6-1 bis 6-6) entnommenen Reaktionsgefäße (7) an die Analysiereinheit (C) vorgesehen ist, welche die Probeneingebeeinheit (13, 14) und die Meßvorrichtung (15 bis 17) enthält, und daß eine Steuereinheit (8) zur vom Betrieb der Analysiereinheit (C) unabhängigen Steuerung der Reagenzeinfülleinheit (A) vorhanden ist.
einer Meßvorrichtung für die in den Reaktionsgefä ßen gebildeten Testflüssigkeiten, dadurch gekenn zeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit (A) mehrere Reagenzflaschen (1-1 bis 1-6) für unterschiedliche Reagenzien aufweist, die mittels der Reagenzeinfülleinheit (A) in alle Reaktionsgefäße (7) der den einzelnen Reagenzien zugeordneten Kassetten (6-1 bis 6-6) einfüllbar sind, daß die Bereitstellungseinheit (B) zur Aufnahme der Kassetten (6-1 bis 6-6) mit den bereits das Reagenz enthaltenden Reaktionsgefäßen (7) , zur dem jeweils benötigten Reagenz entsprechenden Auswahl der Kassetten und zur Weiterleitung der den Kassetten (6-1 bis 6-6) entnommenen Reaktionsgefäße (7) an die Analysiereinheit (C) vorgesehen ist, welche die Probeneingebeeinheit (13, 14) und die Meßvorrichtung (15 bis 17) enthält, und daß eine Steuereinheit (8) zur vom Betrieb der Analysiereinheit (C) unabhängigen Steuerung der Reagenzeinfülleinheit (A) vorhanden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit (A) von der
Bereitstellungseinheit (B) getrennt ist und daß die Analysiereinheit (C) mit der Bereitstellungseinheit
(BJ gekoppelt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit (A) einen Mechanismus umfaßt, mit dem die
Kassetten (6-1 bis 6-6) so verlagerbar sind, daß ihre Reaktionsgefäße (7) nacheinander in eine Stellung
für das Einfüllen des Reagenz kommen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereitstellungseinheit (B) in der
Reagenzeinfülleinheit (A) angeordnet ist und einen Mechanismus für die Zulieferung von leeren Reaktionsgefäßen (7) aus den Kassetten (6-1 bis 6-6) in
eine Position für das Einfüllen von Reagenzien aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reagenzeinfülleinheit (A) einen gemeinsamen Zuteiler (3), der mit den
Reagenzflaschen ( 1-1 bis 1-6) über entsprechende Ventile (2-1 bis 2-b) verbunden ist, sowie eine Sonde
(5) aufweist, die mit dem Zuteiler (3) über ein Ventil (4) verbunden ist, wobei ein Ausgang der Sonde sich
in einer Position für das Einfüllen von Reagenz in ein Rtaktionsgefäß (7) befindet.
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