DE3125449C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur steuerbaren Abbildung
eines Lichtstrahles auf eine Bildebene mit zwei beweglichen
Spiegeln, deren Antriebseinrichtungen mit Steuerspannungen
gesteuert werden. Die Erfindung betrifft weiterhin
eine Anordnung zur steuerbaren Abbildung eines
Lichtstrahles auf eine Bildebene, mit zwei beweglichen
Spiegeln und einer Steuerschaltung, die den Antriebseinrichtungen
Spiegelsteuerspannungen bereitstellt.
Verfahren und Anordnungen der genannten Art sind beispielsweise
in Zusammenhang mit Einrichtungen zur Bestückung von
Schaltungen oder Leiterplatten, sogenannten Bestückungstischen
aus der DE-PS 27 51 651 bekannt. Ein Lichtstrahl, vorzugsweise ein Laserstrahl,
wird bei einem solchen Bestückungstisch unter Steuerung
von zwei beweglichen Spiegeln, auch Schwingspiegel
genannt, auf einen bestimmten Punkt in einer Bildebene gerichtet,
um der Person, die die Bestückung vornimmt, die
Stelle in der Schaltungsanordnung bzw. auf der Leiterplatte
zu bezeichnen, an der ein Bauelement als nächstes eingesetzt
oder eine sonstie Maßnahme getroffen werden soll.
Bei dem bekannten Verfahren und Anordnungen dieser Art wird
eine als Prototyp vorliegende Schaltungsanordnung oder Leiterplatte
verwendet, die in der Bildebene an einer definierten
Stelle angeordnet ist. Nach Ablenken des Lichtstrahles
auf die gewünschten Stellen in der Schaltung oder auf der
Leiterplatte in der gewünschten Reihenfolge werden die Winkel
bzw. Koordinatenwerte oder sonstige Daten gespeichert,
um diese dann für die Steuern der Antriebseinrichtungen
der Schwingspiegel bei der Bestückung der nachfolgenden
Leiterplatten zu verwenden.
Bei diesem bekannten Verfahren bzw. bei dieser bekannten
Anordnung muß die zu bestückende Schaltungsanordnung oder
Leiterplatte genau an der Stelle in der Bildebene liegen,
in der auch die als Prototyp dienende Schaltungsanordnung
oder Leiterplatte bei der Ermittlung der Ablenkwinkel bzw.
Ablenkdaten für die Schwingspiegel gelegen hat. Es ist insbesondere
nicht möglich, für einen Prototyp die Ablenkdaten
für die Schwingspiegel zu ermitteln und davon dann
weitere Daten und Ablenkwinkel zu erhalten, um mehrere
nebeneinanderliegende Schaltungsanordnungen oder Leiterplatten
unter Verwendung der entsprechenden Lichtstrahlkennzeichnung
gleichzeitig zu bestücken. Ein sehr wesentlicher
Nachteil der bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtungen
besteht insbesondere auch darin, daß immer ein Prototyp
für die Eingabe der Ablenkwinkel oder entsprechender
Daten vorliegen muß; es ist nicht möglich, lediglich
Koordinatenwerte der Steuerschaltung einzugeben, aus denen
dann die dazu erforderlichen Ablenkwinkel bzw. Steuerspannungen
für die Lichtstrahlabbildung auf die Bildebene ermittelt
werden.
Aus der DE-OS 28 28 145 ist weiterhin ein Verfahren oder eine
Vorrichtung zur steuerbaren Abbildung von Lichtstrahlen auf
eine Bildebene mit Hilfe von zwei beweglichen Spiegeln
bekannt. Die Antriebseinrichtungen für die beiden beweglichen
Spiegel werden jedoch nicht mit Steuerspannungen gesteuert.
Ausgehend von der eingangs genannten Anordnung liegt der
vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Anordnung zur steuerbaren Abbildung eines
Lichtstrahls auf eine Bildebene mit zwei beweglichen Spiegeln
zu schaffen, das oder die eine fehlerfreie Abbildung eines
Lichtstrahls ermöglicht, wenn die Steuerschaltung für die
beweglichen Spiegel lediglich Daten zum Beispiel Koordinatenwerte
oder Ablenkwinkel eingegeben werden.
Diese Aufgabe wird in bezug auf das Verfahren mit den
Maßnahmen nach Anspruch 1 gelöst.
Durch die gleichzeitige Berücksichtigung bzw. Korrektur
geometrischer Abbildungsfehler bei der Strahlablenkung über
zwei Spiegel und der Eliminierung einer asymetrischen
Schwingspiegelauslenkung bei gleichem Absolutwert aber unterschiedlichem
Vorzeichen, d. h. durch Korrektur der Rechts-/
Links- und Oben-/Unten-Asymmetrie unter gleichzeitiger
Berücksichtigung von Temperatureinflüssen im Schwingspiegelsystem
und/oder in der Verstärkung der Steuerspannungen
wird eine fehlerfreie Abbildung eines Lichtstrahls mittels
zweier Spiegel bei Vorliegen rein numerischer Ablenkdaten
ermöglicht, die beispielsweise in Form von Koordinaten-
und/oder Winkelwerten der Steuerschaltung eingegeben werden.
Die vorliegende Erfindung befreit den Benutzer von
der Notwendigkeit, die Ablenkdaten empirisch für die
jeweilige Anordnung, beispielsweise anhand von Prototypen zu
ermitteln.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt auch
in der Tatsache, daß die Ablenkung des Lichtstrahls reproduzierbar
ist und nicht von Anordnung zu Anordnung Unterschiede
aufweist. Die Ablenkdaten können also schnell und
mit geringem Aufwand geändert werden, ohne daß Vorlagen wie
bei den bekannten Einrichtungen vorhanden sein und ausgemessen
oder abgetastet werden müssen.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Anordnung können auf verschiedenen Gebieten eingesetzt werden.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Zusammenhang mit den bereits erwähnten Bestückungstischen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung, die eine stabile, symmetrische
und bildfehlerfreie Ablenkung bzw. Darstellung in der Bildebene
ermöglicht, ist die gleichzeitige Bestückung von mehreren
nebeneinander in der Bildebene liegenden Leiterplatten
oder Schaltungsanordnungen möglich. Denn lediglich
durch Eingabe der Koordinaten- und/oder Ablenkungswinkelwerte
von zu bezeichnenden Stellen auf den zu bestückenden
Leiterplatten läßt sich die Kennzeichnung der einzelnen
Stellen oder Bereiche auf den verschiedenen nebeneinander
liegenden Leiterplatten in der gewünschten Reihenfolge durchführen,
ohne daß zuvor dieselbe Anzahl von Leiterplatten
oder deren zu kennzeichnenden Punkte oder Bereiche
in der Bildebene abgetastet und die Ablenkwerte empirisch
bestimmt werden müssen. Bei Kenntnis der Koordinatenwerte
von zu kennzeichnenden Stellen einer Leiterplatte lassen
sich rein rechnerisch die Koordinaten- oder Ablenkungswerte
für die anderen daneben liegenden Leiterplatten ohne
empirische Abtastung ermitteln, wenn die einzelnen Leiterplatten
zueinander in einer vorgegebenen Weise ausgerichtet
oder angeordnet sind. Die gleichzeitige Bestückung von mehreren
Schaltungsanordnungen oder Leiterplatten in einem Arbeitsgang
ist insbesondere deshalb so vorteilhaft, weil die
die Bestückung vornehmende Person für mehrere Leiterplatten
gleichzeitig jeweils gleiche Bauteile verarbeiten kann. Dadurch
ergibt sich ein höherer Wirkungsgrad und eine schnellere
Bestückung, als wenn die die Bestückung vornehmende
Person - wie bei den herkömmlichen Anordnungen - nur eine
Leiterplatte vor sich liegen hat, in der hintereinander
unterschiedlichste Bauteile eingesetzt werden müssen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht im
Zusammenhang mit Bestückungstischen auch darin, daß die
einmal bekannten Koordinaten- oder Abbildungswerte einer
bestimmten Art von Leiterplatte mehreren Bestückungstischen
eingegeben werden kann, ohne daß vorher an jedem Bestückungstisch
die zeitraubende empirische Abtastung zur
Ermittlung der Ablenkwerte vorgenommen werden muß. Darüber
hinaus ist es auch auf sehr einfache Weise, nämlich lediglich
durch Ändern der numerischen Koordinaten- oder Abbildungswerte
möglich, auf eine andere Bestückung schnell umzustellen,
da Vorlagen, Muster oder Prototypen bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren oder bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im Gegensatz zu den herkömmlichen Verfahren
und Einrichtungen zur Ermittlung der Ablenkdaten nicht
erforderlich sind.
In der vorausgegangenen und nachfolgenden Beschreibung wurde
und wird lediglich von einem Lichtstrahl und von Lichtpunkten
oder Abbildungspunkten gesprochen. Selbstverständlich
ist es auch möglich, beliebige Symbole, die beispielsweise
aus Lichtpunkten und Strichen zusammengesetzt sein
können, im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung zu
verwenden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt die Eliminierung geometrischer
Abbildungsfehler durch Korrektur der Steuerspannungen nach
den in Anspruch 2 angegebenen Gleichungen. Es ergibt sich
dabei eine bildfehlerfreie Darstellung in der Bildebene.
Vorzugsweise wird zur Korrektur der Steuerspannung im Hinblick
auf geometrische Abbildungsfehler ein Mikroprozessor
eingesetzt.
Die Kompensation von Temperatureinflüssen erfolgt vorzugsweise
durch Konstantregeln des Schwingspiegelsystems, wobei
gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform das
Schwingspiegelsystem in einem wärmeisolierenden Gehäuse
untergebracht ist, um von vornherein eine gewisse Temperaturkonstanz
zu erreichen.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist es jedoch zur
Temperaturkompensation auch möglich, die Temperatur des
Schwingspiegelsystems ständig zu messen und in Abhängigkeit
von der gemessenen Temperatur oder Temperaturänderung
die Spiegelsteuerschaltungen zu ändern. Dabei können den
einzelnen Temperaturen zugeordnete Daten in einem Speicher
gespeichert sein, die bei Auftreten des entsprechenden
Temperaturwerts zur Korrektur oder Änderung der
Schwingspiegelsteuerspannungen herangezogen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung weist die Umschaltstufe zwei Widerstände auf,
die mit einem Schalter wahlweise an einen Eingang eines
Verstärkers angeschaltet werden. Der Verstärker kann beispielsweise
ein Operationsverstärker oder ein Differenzverstärker
sein. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn einstellbare
Widerstände hierfür verwendet werden, um einen
Abgleich oder eine Anpassung vornehmen zu können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Bestückungstisches
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielsweise
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Anordnung eines Bestückungstisches
mit einem Laser und einem Schwingspiegelsystem,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer geometrischen
Bildverzerrung,
Fig. 3 geometrische Darstellungen zur Erläuterung geometrischer
Bildfehler bei der Abbildung mittels zweier
Spiegel,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Steuerschaltung
für die Antriebseinrichtung eines Schwingspiegels,
Fig. 5 eine ins einzelne gehende Darstellung der in Fig. 4
dargestellten Schaltungsanordnung und
Fig. 6 ein Blockdiagramm für die Ansteuerung beider
Schwingspiegel unter Verwendung eines
Mikroprozessors.
Fig. 1 zeigt die Anordnung eines bekannten Bestückungstisches,
bei dem ein von einem Laser 3 abgegebener
Strahl auf einen ersten Schwingspiegel 1 für die y-Ablenkung
und danach auf einen zweiten Schwingspiegel 2 für
die x-Ablenkung fällt, so daß der zweimal abgelenkte Strahl
dann entsprechend der Ablenkwinkel bzw. der Schwingwinkel
der beiden Schwingspiegel auf einen Punkt in der Bildebene
4 fällt. Der Strahlenweg zwischen dem Laser 3 und dem y-
Schwingspiegel 1 und der Strahlenweg zwischen dem y-
Schwingspiegel 1 und dem x-Schwingspiegel 2 liegt in einer zur
Bildebene 4 parallelen Ebene.
In Fig. 2 ist in der Bildebene eine Bildverzerrung schematisch
dargestellt, die bei Abbildung eines Lichtstrahls
über zwei Schwingspiegel hervorgerufen wird, wenn keine
Bildfehlerkorrektur in der nachfolgend angegebenen Weise
vorgenommen wird. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, ergibt
sich als Bildverzerrung eine kissenförmige Verzeichnung
in der y-Richtung, d. h. eine Durchbiegung der Parallelen
zur x-Achse in Richtung der x-Achse hin, wobei diese Durchbiegung
mit größer werdenden y-Koordinatenwerten anwächst.
Für diese Bildverzerrung ist insbesondere ein nichtlinearer
Zusammenhang der Ablenkwinkel der Schwingspiegel und der
resultierenden Koordinaten in der Bildebene
verantwortlich.
Der Zusammenhang zwischen den x- oder y-Koordinatenwerten
und den Ablenkwinkeln α x oder α y geht aus den schematischen
Darstellungen von Fig. 3 hervor. Die Beziehungen lauten:
Hierbei ist oder sind
H der Abstand des x-Schwingspiegels 2 zur Bildebene 4,
D der Abstand des y-Schwingspiegels 1 zum x-Schwingspiegel 2,
α x , α y die Ablenkwinkel für den x- bzw. y-Schwingspiegel 2 oder 1,
x, y die Koordinaten in der Bildebene.
D der Abstand des y-Schwingspiegels 1 zum x-Schwingspiegel 2,
α x , α y die Ablenkwinkel für den x- bzw. y-Schwingspiegel 2 oder 1,
x, y die Koordinaten in der Bildebene.
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform
für die Ansteuerung von einem der Schwingspiegel 1
bzw. 2, wobei diese Ausführungsform in Fig. 5 noch genauer
dargestellt wird.
Der Absolutwert eines beispielsweise von einem Mikroprozessor
bereitgestellten digitalen Sollwerts gelangt über
ein Ausgangstor 41 zu einem Digital-/Analog-Wandler 42, der
ein dazu entsprechendes Ausgangssignal einem Verstärker
bereitstellt. Über einen weiteren Ausgang des Ausgangstors
41 gelangt ein Vorzeichensignal über die Verbindung 44 ebenfalls
an den Verstärker 43, der der in der Figur nicht
dargestellten Antriebseinrichtung für den Schwingspiegel
1 oder 2 ein Steuersignal entsprechend dem analogen Signal
für den absoluten Sollwert und dem Vorzeichensignal bereitstellt.
Ein kapazitiver Positionsgeber 55 stellt die
Lage, im wesentlichen die Winkellage des Schwingspiegels
1 oder 2 fest und gibt an den Verstärker 43 ein Rückkoppelsignal
ab. Die nicht dargestellte Antriebseinrichtung,
der Schwingspiegel 1 bzw. 2 und der kapazitiven Positionsgeber
45 stellen im wesentlichen das Schwingspiegelsystem
dar.
Fig. 5 zeigt eine ins einzelne gehende Darstellung insbesondere
des Verstärkers 43, bei dem eine Umschaltstufe 51
gemäß einem Merkmal der Erfindung zur Korrektur einer
Asymmetrie der Schwingspiegelauslenkung bei gleichem Betrag
der Steuerspannung entsprechend dem Vorzeichen
vorgesehen ist.
In Abhängigkeit des Vorzeichensignals auf der Leitung 44
legt die Umschaltstufe 51 einen der beiden Widerstände
52 oder 53 wahlweise an Masse. Mit dem dem Masseanschluß
abgewandten Ende sind die Widerstände 52 und 53 jeweils
mit dem Minus-Eingang eines Operations- oder Differenzverstärkers
54 verbunden, dessen Plus-Eingang das in einem
Meßverstärker 55 verstärkte Ausgangssignal des kapazitiven
Positionsgebers 45 über einen Widerstand 56 zugeleitet
wird. Das Ausgangssignal des ersten Operations-
bzw. Differenzverstärkers 54 gelangt über einen Widerstand
57 an den Minus-Eingang des Verstärkers 54, sowie über einen
weiteren Widerstand 58 an den Plus-Eingang eines zweiten
Operations- oder Differenzverstärkers 59, dessen
Minus-Anschluß an Masse liegt. Ein Rückkoppelzweig zwischen
dem Ausgang und dem Plus-Eingang des zweiten Verstärkers
59 umfaßt einen Widerstand 60. Der vom Digital-/Analog-
Wandler bereitgestellte analoge Absolutwertbetrag des
Sollwerts gelangt über einen Widerstand 61 an den Plus-
Eingang des zweiten Operations- oder Differenzverstärkers
59, der ein entsprechend verstärktes Ausgangssignal in
Abhängigkeit vom Absolutbetrag des analogen Sollwertsignals
und in Abhängigkeit vom Vorzeichen des Sollwertsignals an
den Schwingspiegel 1, 2 oder dessen Antriebseinrichtung
liefert.
In Abhängigkeit davon, ob das dem steuerbaren Schalter 51
über die Leitung 44 bereitgestellten Vorzeichensignal einem
Plus- oder Minus-Vorzeichen entspricht, wird einer der
beiden, unterschiedliche Widerstandswerte aufweisenden
Widerstände 52, 53 für den ersten Operations- oder Differenzverstärker
54 wirksam gemacht, so daß die Verstärkung
dieses Verstärkers 54 vom Vorzeichen des digitalen Sollwerts
abhängt. Dadurch erhält man je nach Vorzeichen des
Sollwerts oder der Steuerspannung unterschiedliche Einstellwinkel,
wodurch die Rechts-/Links- und Oben-/Unten-
Asymmetrie bei der Schwingspiegelauslenkung mit gleichen
Betrag der Steuerspannung kompensiert wird, die durch den
Aufbau des Schwingspiegels mit der kapazitiven Positionsrückmeldung
bedingt ist. Die Widerstände 52, 53 zur Einstellung
des Verstärkungsgrades des ersten Verstärkers 54
sind vorzugsweise veränderliche Widerstände, um entsprechende
Anpassungen und Abgleichungen vornehmen zu können.
Fig. 6 zeigt eine einen Mikroprozessor und entsprechende
Speicher verwendende Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung. Schaltungsteile, die bereits anhand der vorausgegangenen
Figuren beschrieben wurden, sind mit den selben
Bezugszeichen versehen und werden nicht nochmals erläutert.
Über einen Datenübertragungsweg 63 stehen ein Mikroprozessor
64, zwei Random-Access-Speicher 65, 66, sowie ein weiterer
Speicher 67 für die Ablaufsteuerung in datenmäßigem
Austausch. Gemäß einer bereits früher erläuterten Ausführungsform
zur Kompensation von Temperatureinflüssen können zu
messenden Temperaturwerten zugeordnete Korrekturdaten in
den Speichern 65, 66 oder einem zusätzlichen Speicher tabellenmäßig
gespeichert werden, die dann je nach den gemessenen
Temperaturwerten zur Korrektur der Steuerspannung
verwendet werden. Die Steuerspannungen gelangen über
den Übertragungsweg 63 als digitale Sollwerte an das
Ausgangstor 41.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Anordnung wurden lediglich beispielsweise anhand eines
Bestückungstisches mit Schwingspiegeln beschrieben. Die
vorliegende Erfindung läßt sich jedoch auch in Zusammenhang
mit anderen Anwendungen einsetzen, bei denen optische
Elemente zur Strahlablenkung in ihrer Lage verändert
werden.
Claims (12)
1. Verfahren zur steuerbaren Abbildung eines Lichtstrahls
auf eine Bildebene mit zwei beweglichen Spiegeln, deren
Antriebseinrichtungen mit Steuerspannungen gesteuert werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerspannungen zur Eliminierung geometrischer Abbildungsfehler korrigiert werden, die bei der Strahlablenkung über zwei Spiegel auftreten,
daß der Verstärkungsgrad eines Verstärkers für die Steuerspannungen in Abhängigkeit von einem Wechsel des Vorzeichens wenigstens einer Spiegelsteuerspannung geändert wird und
daß durch Temperatureinflüsse hervorgerufene Nullpunktsverschiebungen und Auslenkungsabweichungen bei der Strahlabbildung kompensiert werden.
daß die Steuerspannungen zur Eliminierung geometrischer Abbildungsfehler korrigiert werden, die bei der Strahlablenkung über zwei Spiegel auftreten,
daß der Verstärkungsgrad eines Verstärkers für die Steuerspannungen in Abhängigkeit von einem Wechsel des Vorzeichens wenigstens einer Spiegelsteuerspannung geändert wird und
daß durch Temperatureinflüsse hervorgerufene Nullpunktsverschiebungen und Auslenkungsabweichungen bei der Strahlabbildung kompensiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerspannungen durch Anwendung der Gleichungen
von geometrischen Abbildungsfehlern korrigiert werden,
wobei
H der Abstand eines x-Schwingspiegels zur Bildebene,
D der Abstand eines y-Schwingspiegels zum x-Schwingspiegel,
α x , α y der Ablenkwinkel für den x- oder y-Schwingspiegel und
x, y die Koordinaten in der Bildebene
ist oder sind.
H der Abstand eines x-Schwingspiegels zur Bildebene,
D der Abstand eines y-Schwingspiegels zum x-Schwingspiegel,
α x , α y der Ablenkwinkel für den x- oder y-Schwingspiegel und
x, y die Koordinaten in der Bildebene
ist oder sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwingspiegelsystem auf eine konstante Temperatur
geregelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperatur des Schwingspiegelsystems
ständig gemessen und die Spiegelsteuerspannungen in Abhängigkeit
von Temperaturänderungen geändert werden.
5. Anordnung zur steuerbaren Abbildung eines Lichtstrahls
auf eine Bildebene, mit zwei beweglichen Spiegeln und einer
Steuerschaltung, die den Antriebseinrichtungen
Spiegelsteuerspannungen bereitstellt,
gekennzeichnet durch
einen Korrektur-Schaltungsteil zur Korrektur der Spiegelsteuerspannungen von geometrischen, bei der Strahlablenkung über zwei Spiegel (1, 2) auftretenden Abbildungsfehlern,
eine Umschaltstufe (51), der den Verstärkungsgrad eines Verstärkers in Abhängigkeit von einem Wechsel des Vorzeichens wenigstens einer Spiegelsteuerspannung ändert, und
eine Temperaturkompensationsschaltung, die eine durch Temperaturänderungen hervorgerufene Verschiebung eines Nullpunktes und Abweichungen der Strahlauslenkung kompensiert.
einen Korrektur-Schaltungsteil zur Korrektur der Spiegelsteuerspannungen von geometrischen, bei der Strahlablenkung über zwei Spiegel (1, 2) auftretenden Abbildungsfehlern,
eine Umschaltstufe (51), der den Verstärkungsgrad eines Verstärkers in Abhängigkeit von einem Wechsel des Vorzeichens wenigstens einer Spiegelsteuerspannung ändert, und
eine Temperaturkompensationsschaltung, die eine durch Temperaturänderungen hervorgerufene Verschiebung eines Nullpunktes und Abweichungen der Strahlauslenkung kompensiert.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Korrektur-Schaltungsteil die Spiegelsteuerspannungen
unter Ausnutzung der Gleichungen
korrigiert, wobei
H der Abstand eines x-Schwingspiegels zur Bildebene,
D der Abstand eines y-Schwingspiegels zum x-Schwingspiegel,
α x , α y der Ablenkwinkel für den x- oder y-Schwingspiegel und
x, y die Koordinaten in der Bildebene
ist oder sind.
H der Abstand eines x-Schwingspiegels zur Bildebene,
D der Abstand eines y-Schwingspiegels zum x-Schwingspiegel,
α x , α y der Ablenkwinkel für den x- oder y-Schwingspiegel und
x, y die Koordinaten in der Bildebene
ist oder sind.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Korrektur-Schaltungsteil einen Mikroprozessor
(64) umfaßt.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umschaltstufe (51) zwei Widerstände
(52, 53) wahlweise an einem Eingang (-) eines
Differenzverstärkers (54) wirksam macht.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Widerstände (52, 53) einstellbar
sind.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperaturkompensationsschaltung eine
Temperaturregelschaltung zur Regelung der Temperatur des
Schwingspiegelsystems auf einen konstanten Wert umfaßt.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwingspiegelsystem in einem
Wärme isolierenden Gehäuse untergebracht ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9 und 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperaturkompensationsschaltung
einen Temperaturfühler, einen Mikroprozessor (64) und
einen Speicher (65, 66, 67) umfaßt, in dem die Daten gespeichert
sind, mit denen die Spiegelsteuerspannungen für die jeweiligen
gemessenen Temperaturen des Schwingspiegelsystems
korrigiert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813125449 DE3125449A1 (de) | 1981-06-27 | 1981-06-27 | "verfahren und vorrichtung zur steuerbaren abbildung eines lichtstrahls mit zwei beweglichen spiegeln" |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813125449 DE3125449A1 (de) | 1981-06-27 | 1981-06-27 | "verfahren und vorrichtung zur steuerbaren abbildung eines lichtstrahls mit zwei beweglichen spiegeln" |
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Family
ID=6135588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813125449 Granted DE3125449A1 (de) | 1981-06-27 | 1981-06-27 | "verfahren und vorrichtung zur steuerbaren abbildung eines lichtstrahls mit zwei beweglichen spiegeln" |
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| DE102005047218B4 (de) | 2005-10-01 | 2021-10-07 | Carl Zeiss Microscopy Gmbh | Verfahren zur Steuerung eines optischen Scanners, optischer Scanner und Laser-Scanning-Mikroskop |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3125449A1 (de) | 1983-02-03 |
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