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DE3125045A1 - Vorrichtung zur portionenweisen dosierung eines fluidisierbaren schuettgutes und verfahren zu deren betrieb - Google Patents

Vorrichtung zur portionenweisen dosierung eines fluidisierbaren schuettgutes und verfahren zu deren betrieb

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Publication number
DE3125045A1
DE3125045A1 DE19813125045 DE3125045A DE3125045A1 DE 3125045 A1 DE3125045 A1 DE 3125045A1 DE 19813125045 DE19813125045 DE 19813125045 DE 3125045 A DE3125045 A DE 3125045A DE 3125045 A1 DE3125045 A1 DE 3125045A1
Authority
DE
Germany
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pipe
opening
outlet opening
silo
bulk material
Prior art date
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Application number
DE19813125045
Other languages
English (en)
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DE3125045C2 (de
Inventor
Klaus 7888 Rheinfelden Löchner
Theo 4313 Möhlin Müller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rio Tinto Switzerland AG
Original Assignee
Alusuisse Holdings AG
Schweizerische Aluminium AG
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Publication date
Application filed by Alusuisse Holdings AG, Schweizerische Aluminium AG filed Critical Alusuisse Holdings AG
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Publication of DE3125045A1 publication Critical patent/DE3125045A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3125045C2 publication Critical patent/DE3125045C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/14Devices for feeding or crust breaking

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur portionenweisen Dosierung eines fluidisier-
  • baren Schüttgutes und Verfahren zu deren Betrieb Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum portionenweisen Zuführen eines fluidisierbaren Schüttgutes aus einem mit wenigstens einer Austrittsöffnung versehenen Silo zu einem Reaktionsgefäss, insbesondere von Tonerde aus einem Tagessilo zu einem Krustendurchbruch einer Schmelzflusselektrolysezelle zur Herstellung von Aluminium, und ein Verfahren zu deren Betrieb.
  • Für die Gewinnung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid wird dieses in einer Fluoridschmelze gelöst, die zum grössten Teil aus Kryolith besteht. Das kathodisch abgeschiedene Aluminium sammelt sich unter der Fluoridschmelze auf dem Kohleboden der Zelle, wobei die Oberfläche des flüssigen Aluminiums die Kathode bildet. In die Schmelze tauchen von oben Anoden ein, die bei konventionellen Verfahren aus amorphem Kohlenstoff bestehen. An den Kohleanoden entsteht durch die elektrolytische Zersetzung des Aluminiumoxids Sauerstoff, der sich mit dem Kohlenstoff der Anoden zu CO2 und CO verbindet. Die. Elektrolyse findet in einem Temperaturbereich von etwa 940-970oC statt.
  • Im Laufe der Elektrolyse verarmt der Elektrolyt an Aluminiumoxid. Bei einer unteren Konzentration von 1 bis 2 Gew.-% Aluminiumoxid im Elektrolyten kommt es zum Anodeneffekt, der sich in einer Erhöhung der Spannung von beispielsweise 4 bis 5 V auf 30 V und darüber auswirkt. Spätestens dann muss die Kruste aus festem Elektrolytmaterial eingeschlagen und die Aluminiumoxidkonzentration durch Zugabe von neuer Tonerde angehoben werden.
  • Die Zelle wird im normalen Betrieb üblicherweise periodisch bedient, auch wenn kein Anodeneffekt auftritt. Ausserdem muss bei jedem Anodeneffekt die Kruste eingeschlagen und die Tonerdekonzentration durch Zugabe von neuem Aluminium oxid angehoben werden, was einer Zellenbedienung entspricht.
  • Zur Zellenbedienung ist über lange Jahre die Kruste zwischen den Anoden und dem Seitenbord der Elektrolysezelle eingeschlagen und anschliessend neues Aluminiumoxid zugegeben worden. Diese Praxis stösst auf zunehmende Kritik, wegen Verschmutzung der Luft in der Elektrolysehalle und der äusseren Atmosphäre. Bei gekapselten Elektrolysezellen kann eine maximale Zurückhaltung der Prozessgase jedoch nur gewährleistet werden, wenn die Bedienung automatisch erfolgt.
  • Nach dem Einschlagen der Kruste wird die Tonerde entweder lokal und kontinuierlich nach dem "Point-Feeder"-Prinzip oder nicht kontinuierlich über die ganze Zellenlängs- bzw.
  • Zellenquerachse zugeführt.
  • Die bekannten, auf den Elektrolysezellen angeordneten Vorratsbunker bzw. Tonerdesilos sind im allgemeinen in Form von Trichtern oder Behältern mit einem trichterförmigen bzw.
  • konisch auslaufenden Unterteil ausgebildet. Der Inhalt der auf der Zelle angeordneten Silos deckt im allgemeinen einen ein- bis zweifachen Tagesbedarf, sie werden daher auch Tagessilos genannt.
  • Die Tonerde zufuhr vom Silo zu einem Durchbruch in der den schmelzflüssigen Elektrolyten überdeckenden Kruste erfolgt bei bekannten Vorrichtungen durch Oeffnen einer Klappe, die zwecks Chargierung geschwenkt wird, oder nach anderen Systemen mit Dosierschnecken, -Dosierzylindern oder dergleichen.
  • Diese bekannten Dosiervorrichtungen haben den Nachteil, dass mechanisch bewegbare Teile in der Elektrolysezelle eingebaut sein müssen. Dadurch sind sie den Einwirkungen der Ofenatmosphäre mit ihrer Hitze- und Staubbelastung unterworfen, was einen mehr oder weniger umfangreichen Unterhalt erfordert.
  • Die Erfinder haben sich deshalb die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zur portionenweisen Dosierung eines fluidisierbaren Schüttgutes zu schaffen, die keine mechanisch bewegbaren Elemente aufweist, wobei deren einfacher Aufbau eine kostengünstige Herstellung und eine weitgehende Wartungsfreiheit gewährleisten soll. Weiter soll ein Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung geschaffen werden.
  • In bezug auf die Vorrichtung wird die Aufgabe erfindungsgemäss gelöst durch ein unterhalb einer Siloaustrittsöffnung in ungefähr horizontaler Lage angeflanschtes, von der Längsachse des Reaktionsgefässes nach aussen verlaufendes Förderrohr mit - einer der Siloaustrittsöffnung ungefähr entsprechenden Einlassöffnung, welche unmittelbar neben einer das Förderrohr innen verschliessenden Düse ausgespart ist, - einem zur äusseren Düsenöffnung führenden Verbindungsrohr zur Druckleitung mit einem mittels eines Zeitrelais gesteuerten Ventil, und - einem vertikal oder stark schräg nach unten weisenden Abflussrohr, welches im Bereich der verschlossenen, äusseren Stirnwand des Förderrohres angeordnet ist und die Auslassöffnung umgibt.
  • Das aus dem Silo ausfliessende Schüttgut bildet in Ruhestellung einen Schüttkegel mit einem von den Fliesseigenschaften des Gutes abhängenden Schüttwinkel. Die Siloöffnung kann mit einem Verschliessorgan versehen sein, das jedoch in normaler Ruhestellung nicht betätigt wird; der Silo kann jedoch beim Entfernen des Förderrohres verschlossen werden.
  • Die minimale Länge des Förderrohres bzw. der minimale Abstand des Eintritts von der Austrittsöffnung im Förderrohr muss so gewählt sein, dass der Schüttkegel des aus dem Silo ausfliessenden Gutes ohne äussere Einwirkung die Austrittsöffnung des Förderrohres nicht erreicht.
  • Die maximale Länge des ungefähr horizontal angeordneten Förderrohres wird einerseits durch die Schubkraft des Druckgases und andererseits durch die Verdichtung des Schüttgutes im Rohr begrenzt. Generell kann gesagt werden, dass der Längenbereich des Förderrohres verhältnismässig weit variiert werden kann. So ist es im Falle der Aluminiumelektrolyse möglich, die Tonerde von einem im Bereich der Zellenlängsachse angeordneten Silo zu zwischen Anoden und Seitenbord der Zelle liegenden Einschlaglöchern in der Elektrolytkruste zu führen.
  • Je nach der Länge des Förderrohres bzw. des Abstandes von dessen Eintritts- und Austrittsöffnung kann das Förderrohr von der horizontalen Lage abweichen. Insbesondere bei extrem kurzen Rohren, bei welchen der Abstand von der Eintrittszur Austrittsöffnung kleiner als der dreifache Rohrdurchmesser ist, kann das Förderrohr in Richtung des zu transportierenden Schüttgutes leicht ansteigend angeordnet sein.
  • Lange Förderrohre - mit einem Abstand zwischen Eintritts-und Austrittsöffnung, der grösser als der fünffache Rohrdurchmesser ist - dagegen sind bevorzugt in Förderrichtung eher leicht sinkend angeordnet, damit die Schubkraft des Druckgases besser ausgenutzt werden kann. Die Neigung des Förderrohres gegenüber der Horizontalen muss jedoch klein, vorzugsweise unter 10°, sein, damit das Schüttgut keinesfalls blockiert oder von selbst gleitet.
  • Je nach der konstruktiven Gestaltung des Aufbaus über einem Reaktionsgefäss kann zwischen Silo und Förderrohr, anstelle einer direkten Anflanschung, auch ein Fallrohr oder dgl. angeordnet werden. Dieses Fallrohr ist zweckmässig vertikal angeordnet oder soll nur wenig von der Vertikalen abweichen, damit das Schüttgut auf jeden Fall noch gut gleiten kann.
  • Das selbe gilt für das am Ende des Förderrohres angeordnete Abflussrohr. Es muss steiler sein als der Schüttwinkel des am schlechtesten fliessenden Materials. In der Praxis heisst dies, dass der Winkel zur Vertikalen normalerweise kleiner als 450 sein muss.
  • In bezug auf das Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung wird die Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass mittels einstellbarer, kurzzeitiger Oeffnung des Impulsventils in regelmässigen Zeitabständen Druckluft in das Förderrohr gepresst wird.
  • Zur Erreichung eines reproduzierbaren, wirtschaftlich arbeitenden Verfahrens müssen folgende Parameter optimalisiert werden: - Pulsfrequenz - Pulsdauer - Druck des eingeblasenen Mediums - Düsenöffnung Die Oeffnung der in das Förderrohr auswechselbar eingesetzten Düse beträgt vorzugsweise 10 - 25 mm, insbesondere 20 mm.
  • Die Impulsdauer wird nach unten durch die Trägheit des verwendeten Ventils begrenzt, sie kann jedoch auf einige Millisekunden gesenkt werden. Eine lange Impulsdauer grenzt an die bekannte kontinuierliche Förderung: In diesem erfindungs- gemäss nicht angestrebten Fall fliesst dauernd Tonerde aus dem Silo und wird gleich durch das Förderrohr in das Abflussrohr und damit zur Reaktionszelle geblasen. Die Genauigkeit bei derartigem kontinuierlichem Fördern ist nicht ausreichend. Von wesentlicher Bedeutung ist die genaue Reproduzierbarkeit der Impulsdauer. Praktische Versuche haben ergeben, dass bei der Dosierung von Aluminiumoxid eine Impulsdauer von 10 - 100 Millisekunden optimale Resultate erlaubt.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen wird bevorzugt Druckluft in das Förderrohr eingeblasen. Diese kann zweckmässig aus einem normalen Druckluftnetz abgezweigt und mit 4 - 6 bar in das Förderrohr eingeblasen werden. Die untere Grenze des Druckes wird sowohl von der Länge und Neigung des Förderrohres als auch von der zu erreichenden Fördergenauigkeit bestimmt. Auf der andern Seite darf der Luftdruck nicht so hoch sein, dass das Schüttgut explosionsartig aus dem Förderrohr gefegt wird.
  • Während der eingestellten Pulsdauer muss das im Rohr befindliche Schüttgut vielmehr um einen bestimmten reproduzierbaren Betrag - normalerweise einige Zentimeter - vorwärts geschoben werden.
  • Die Pulsfrequenz wird gegen oben, wie die Pulsdauer gegen unten, durch die Trägheit des verwendeten Ventils bestimmt.
  • Sehr hohe Frequenzen führen zum oben erwähnten Grenzfall einer kontinuierlichen Förderung. Weiter muss das Schüttgut vor dem nächsten Puls ruhig sein, sonst wird die Fördergenauigkeit nachteilig beeinflusst. Pulsfrequenzen zwischen 5 und 20 pro Minute haben zu guten Ergebnissen geführt.
  • Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die teilweise aufgeschnittene Ansicht zeigt schematisch die in Blickrichtung obere rechte Hälfte einer Schmelzflusselektrolsysezelle zur IIerstelluny von Aluminium.
  • Der kathodische Teil der Zelle besteht aus einer von einem Kasten 10 umgebenen Stahlwanne 11 mit einem eingebetteten Kohleblock 12. Die zwischen Stahlwanne und Kohlekathode befindliche thermische Isolation ist einfachheitshalber nicht eingezeichnet.
  • An der Traverse 14 sind über Anodenstangen 16 die Kohleanoden 18 aufgehängt.
  • Das während des Elektroylseprozesses abgeschiedene Aluminium sammelt sich auf dem Boden der Kohlestoffauskleidung 12. Nach dem periodischen Schöpfen des flüssigen Metalls muss die Traverse 14 um den entsprechenden Betrag abgesenkt werden.
  • Ein hochgestelltes, U-förmiges oberes Auflageprofil 20 stützt den in der Zellenlängsachse angeordneten Silo 22, welcher die Tonerde 24 enthält. Das untere Ende des Silos 22 ist konisch ausgebildet und mit einer Austrittsöffnung 26 versehen. Der an dieser Austrittsöffnung ausgebildete Stutzen wird von einem nahezu vertikal angeordneten Fallrohr 28 umschlossen. Das Fallrohr mündet seinerseits über eine Eintrittsöffnung 30 in ein Förderrohr 32, welches im vorliegenden Fall exakt horizontal angeordnet ist und einen Durchmesser von etwa 10 cm hat.
  • Die Tonerde bildet im Förderrohr einen Schüttkegel 34, der in Ruheposition das Fallrohr 28 verschliesst und den Austritt weiterer Tonerde verhindert. Bis zur 40 cm von der Eintrittsöffnung 30 entfernten Austrittsöffnung 36 des Förderrohres, welche in das Abf lussrohr 40 übergeht, sind einige Zentimeter lange, raupenförmige Tonerdewülste 43 ausgebildet.
  • Das Förderrohr ist rechts dicht verschlossen. Der im Ausführungsbeispiel dargestellte blinde Stutzen auf der rechten Seite des Förderrohres kann auch weggelassen werden, indem dieses unmittelbar nach der Austrittsöffnung 36 verschlossen wird.
  • Auf der linken Seite, unmittelbar neben der Eintrittsöffnung 30, ist eine Düse 42 angeordnet. Die 20 mm-Bohrung der Düse ist über ein Verbindungsstück 48 an eine Druckluftleitung 44 angeschlossen. Ein elektromagnetisch steuerbares Impulsventil 46 kann das Verbindungsstück 48 öffnen und schliessen.
  • Das Impulsventil 46 wird von einem unteren Auflageprofil 50 getragen.
  • Ueber eine Aufhängung 52 ist ein Druckzylinder 54 am Siio 22 befestigt. Der mittels dieses Druckzylinders pneumatisch oder hydraulisch betätigbare Meissel 56 kann die Kruste aus erstarrtem Elektrolytmaterial einschlagen.
  • Sowohl das Impulsventil 46 als auch die den Druckzylinder 54 betätigende Hydraulik bzw. Pneumatik sind zentral gesteuert, was einen koordinierten Einsatz erlaubt.
  • Im Zuge des Umweltschutzes ist die Elektrolysezelle mit einer aufgehängten, an ein Winkelprofil 58 angelenkte Seitenabdeckung 60 und einer Horizontalabdeckung 62 versehen.
  • Vor der Inbetriebnahme der Elektrolysezelle wird Tonerde 24 in den Silo 22 eingefüllt, von wo sie über das Fallrohr 28 in das Förderrohr 32 gelangt und dort einen Schüttkegel 34 bildet. Durch kurzzeitiges Oeffnen des Ventils 46 wird Druckluft in das Förderrohr gepresst und aus dem Schüttkegel in Ruhelage ein seitlich verschobener raupenförmiger Wulst 43 gebildet. Nach mehrmaligem Oeffnen des Impulsventils 46 wird eine entsprechende Anzahl Wülste 43 gebildet, bis der vorderste die Austrittsöffnung 36 erreicht hat. Nun ist die Dosiervorrichtung einsatzbereit.
  • Während des Betriebs der Elektrolysezelle wird das Impulsventil 46 in regelmässigen Zeitabständen kurzzeitig geöffnet, so dass Druckluft in das Förderrohr gepresst wird. Gleichzei- tig mit oder unmittelbar nach dem Oeffnen des Impulsventils 46 wird der Druckzylinder 54 betätigt, wobei der Meissel 56 die Elektrolytkruste durchstösst. Das auf diese Oeffnung gerichtete Abflussrohr 40 führt der Durchstossöffnung eine Portion Tonerde zu, welche volumenmässig einem raupenförmigen Wulst 43 im Förderrohr 32 entspricht.
  • Sofort nach dem Schliessen des mit einem Zeitrelais gesteuerten Impulsventils 46 kann aus dem Fallrohr 28 Tonerde nachfliessen, bis der sich bildende Schüttkegel 34 die Eintrittöffnung 30 aufs neue verschliesst.
  • Wenn beispielsweise zwei Kilogramm Tonerde pro Minute zugeführt werden müssen, können 10 Druckluftimpulse von 50 msec Dauer bei einem Druck von 5 bar-erzeugt werden. Damit werden pro Schub 200 g Tonerde gefördert. Die in diesem Beispiel gemessenen Abweichungen der bei einem Impuls geförderten Tonerdemengenliegen unter 1%. Auch mit anderen erfindungsgemässen Anordnungen kann diese ausserordentlich hohe Dosiergenauigkeit erreicht werden.
  • Leerseite

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Vorrichtung zum portionenweisen Zuführen eines fluidisierbaren Schüttgutes aus einem mit wenigstens einer Austrittsöffnung versehenen Silo zu einem Reaktionsge- fäss, insbesondere von Tonerde aus einem Tagessilo zu einem Krustendurchbruch einer Schmelzflusselektrolysezelle zur Herstellunq von Aluminium, gekennzeichnet durch, ein unterhalb einer Siloaustrittsöffnung (26) in ungefähr horizontaler Lage angeflanschtes, von der Längsachse des Reaktionsgefässes (10,11,12) nach aussen verlaufendes Förderrohr (32) mit - einer der Siloaustrittsöffnung (26) ungefähr entsprechenden Einlassöffnung (30), welche unmittelbar neben einer das Förderrohr (32) innen verschliessenden Düse (42) ausgespart ist, - einem zur äusseren Düsenöffnung führenden Verbindungsrohr (48) zur Druckleitung (44) mit einem mittels eines Zeitrelais gesteuerten Ventil (46), und - einem vertikal oder stark schräg nach unten weisenden Abflussrohr (40), welches im Bereich der verschlossenen, äussseren Stirnwand des Förderrohres (32) angeordnet ist und die Auslassöffnung (36) umgibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderrohr (32) um höchstens 10° von der Horizontalen abweicht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Förderrohr (32) mit einem Abstand zwischen Eintritts- (30) und Austrittsöffnung (36), der kleiner als der dreifache Rohrdurchmesser ist, in Förderrichtung nach oben geneigt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Förderrohr (32) mit einem Abstand zwischen Eintritts- (30) und Austrittsöffnung (36), der grösser als der fünffache Rohrdurchmesser ist, in Förderrichtung nach unten geneigt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Austrittsöffnung (26) des Silos (22) und der Eintrittsöffnung (30) des Förderrohres (32) ein Fallrohr (28) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Düse (42) 10 - 25 mm beträgt.
  7. 7. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass mittels gesteuerter, kurzzeitiger Oeffnung des Impulsventils (46) in ei-nstellbaren Zeitabständen Druckluft in das Förderrohr (32) gepresst wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulsdauer 10 - 100 msec beträgt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulsfrequenz 5 - 20 pro Minute beträgt.
  10. 10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluft mit 4 - 6 bar eingeblasen wird.
DE19813125045 1981-06-26 1981-06-26 Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen von fluidisierbarem Schüttgut und Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung Expired DE3125045C2 (de)

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DE3125045C2 DE3125045C2 (de) 1985-10-17

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