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"Restbetonauswaschanlage"
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Die Neuerung betrifft Verbesserungen einer Auswaschanlage in Trogform,
bei welcher eine im Wassergegenstrom arbeitende Transportförderschnecke arbeitet,
die --- ststoffe über Schöpfbecher austrägt, während der Zement-und Feinststö -
- - -mm oben auf der Zuförderseite abfließt.
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Es ist eine Auswaschanlage bekannt (Fortunia)? bei welcher auf der
einen Seite der gewAsserte Beton in eine Siebtrommel-zugeführt wird. Von hier wird
das nich- durchgehende Korn mittels Schöpfbecherreihe und einer Rutsche ausgetragen.
Das durch das Sieb durchlaufende Gut wird in einem Wasserbecken durch eine Förderspirale
zur Gegenseite des Troges transportiert. Auf diesem Wege sollen Zement und Feinstoffe
vom groberen Feststoff getrennt und mit dem Wasserstrom abgefördert werden, während
die groberen Feststa)ffe über ein weiteres Becher-Schöpfrad ausgetragen werden.
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Das Spülwasseri-bzw. Schlammabförderwasser wird etwa in der Trogmitte
zugeführt.
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Die Spiralen haben einen Abstand vom Trogmantel der größer als das
zu waschende Größtkorn ist. Der Schlamm wird in einen Sammeltrog mit Kratzerkettenaustrag
überührt. Der Wasserstand reicht bis annähernd zum Fuß der Wellenlagerung.
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Diese Waschanlage ist aufwendig im Aufbau. Die Siebtrommel kann ohne
entsprechende-- Wartung bei diesem zu bearbeitenden Gut nicht freigehalten werden.
Auch die untere Trogwandung ist nicht freizuhalten, d.h. der Trog betoniert zu bis
zum Spiral-Außen-. Dann aber steigt die Antriebsleistung steil an.
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Eine andere Auswaschanlage benutzt dasselbe, aus der Kies-Klassiertechnik
bekannte Prinzip der sog. Trogwaschmaschinen. Zusätzlich werden auf die Förderspiralen
einzelne, versetzt angeordnete Schaufeln vorgesehen, die den Trogboden freihalten,
DOS 29 29 857.5. Gleichzeitig wird das Wasser, das Schlamm- und Feinststoffe abfördert,
auf der der Zugabeseite entgegengesetzten Trogseite-, und zwar in das Wasservolumen
hinein zugeführt. Auch hier reicht der Wasserspiegel bis etwa Fußunterkante des
Stehlagers der Spiral-Förderwelle.
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Die Schöpfbecher sind aus Siebblech gefertigt, jedoch setzen sich
die Löcher mit Beton zu und das Wasser läuft deshalb nicht schnellgenug ab.
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Da die Wassermenge ein Kriterium für die Leistung der Anlage ist,
wird die Länge des Troges durch den Wasserstand bestimmt und umgekehrt.
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Das Wellen-Biegemoment ist umgekehrt proportional zum Lagerabstand;
je geringer dieser, desto leichter die Welle. Ein weiterer Nachteil dieser Auswaschanlage
ist der, daß die Abgabehöhe durch die relativ steil stehende Rutsche, die dem Böschungswinkel
von feuchtem Sand entspricht, reduziert wird. Außerdem schöpfen die Förderbecher
eine bestimmte Wassermenge mit aus und diese Wassermenge, die pro Becher ca. 1 1
entspricht, wird mit den Feinstoffen über die Rutsche ausgetragen, was Bandabtransport
unmöglich macht.
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Die Neuerung vermeidet nun die Nachteile der letztgenannten Auswaschanlagen
dadurch, daß 1. das Spül- und Austragsystem der Feststoffe verbessert wird, indem
die Schöpfbecher zwischen Abwurfstellung und Wiedereintauchen in den Wasserspiegel
durch die Zugabe bzw. Schlammabtransportwassermenge ausgespritzt werden.
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2. die Austragrutsche als Vlbrationsrutsche ausgebildet wird, die
in horiontaler Richtung in der Becherbewegungsebene verschiebbar angeordnet ist
und 3. daß diese= Austragrutsche örtlich mit einem Entwässerungssieb versehen ist,
das es ermöglicht, daß das Wasser durch das Becken hindurchläuft und nicht mit den
Feststoffen ausgetragen wird.
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4. der Wasserspiegel über Wellenmitte angehoben wird, wodurch die
Welle bzw. das Gesamtaggregat entsprechend verkürzt werden kann.
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Die Schöpfbecher der Schöpfbecherreihen beschreiben in bekannter Weise
über dem Wasserspiegel noch einen Winkel von ca. 150 - 200°, wobei sie erst Wasser
bei einem Winkel von 20 - 400 zur Horizontalen, dann Feststoffe auf die Austragschurre
abgeben. Das klebende Abfördergut wird dabei nicht eKst-los entleert, sondern es
fällt in den Trog zurück umsomehr, als es~te den Bechern klebt. Werden die Becher
nach jedem Schöpfvorgang gereinigt, dann ist die Klebeneigung geringer. Es wird
dabei nicht mehr Wasser verbraucht als dem Trog bisher schon zugeführt wurde und
das nötig ist, um Zementleim- und Feinststoffe abzuführen. Das Wasser wird erfindungsgemäß
über Düsen, die die Schöpfbecher ausspritzen, zugeführt Um mit hohen Wasserdrücken
das Sprühwasser in-die Schopfbecher sprühen zu können, bei geringstmöglichem Wasserverlust,
durch Wassernebel und Verspritzen, ist der Spritzbereich (etwa 90°-Bereich) abgeschottet
bzw. die Schöpfbecherdurchlaufen ein wenigstens 3-seitig geschlossenes Spritzgehäuse.
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Erfindungsgemäß ist nun die in bekannter Weise vibrierend ausgeführte
Rutsche einseitig mit einem Entwässerungssieb ausgestattet. Gleichzeitig ist die
Rutsche horizontal einstell- oder verschiebbar auf dem Trog befestigt. Damit. kann
der Abwurf des Wasser-Feinststoffes je nach Klebrigkeit auf die Austragschurre optimal
so eingestellt werden, daß eine größtmögliche Wassermenge durch das Entwässerungsteil
hindurch in den Trog zurückfließt.
Eine vollständige Entwässerung
des ausgetragenen Gutes ist aber Voraussetzung etwa für einen Weitertransport mittels
Förderband.
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Die Zufuhr der Feststoffe bzw. des Betons erfolgt über den oder die
Aufgabetrichter, die das Gut flach über dem Wasserspiegel W1/W2 zuführen, und zwar
hinter der Beruhigungswand.
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Die Feststoffzufuhr kann aber auch beidseitig der Lagerung und des
Antriebes zwischen Trogunterkante und Wellenmitte erfolgen (nicht dargestellt).
Damit kann der Aufgabetrichter bei vergrößertem Inhalt niedriger gehalten werden.
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Bei der Raumausnutzung eines zylinderschalenförmigen Troges ist eine
Erhöhung des Wasserspiegels über Achsenmitte sehr wirkungsvoll. Das Problem ist
jedoch die Dichtung im Zusammenhang mit der Lagerung. Wird hier eine sichere Dichtung
gegen das zementleim- und feinststoffhaltige Wasser gefunden, dann kann beispielsweise
der Wasserspiegel ca. 300 mm angehoben werden, was bei 2,5 m Breite und 4 m Länge
3 m3 entspricht oder eine ca. 50 %ige Vergrößerung des Wasserinhaltes bzw. eine
entsprechende Trogverkürzung. Da jede Radialdichtung gegen dieses schmirgelnde Medium
auf der Welle einläuft, sieht die Erfindung mehrlippige Radialdichtringe vor, die
auf einer auswechselbaren und verdrehbaren Laufbuchse laufen und mit einer Fettschmierung
versehen sind derart, daß das Fett gegen das Schlammwasser einen Fettkragen bildet.
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Die folgenden Figuren veranschaulichenden Erfindungsgegenstand: Fig.
1 stellt die gesamte Auswaschanlage entsprechend der Neuerung dar.
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Fig. 2 zeigt eine Lager- und Stirnwandausbildung bei Wasserspiegel
unter Rührwerkswelle W1 und darüber W2.
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Fig. 3/4 stellen die Anordnung der Reinigungseinrichtung der Schöpfbecher
in 2 Ansichten dar.
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Fig. 5 zeigt -die Ausbildung der Austragschurre mit dem Entwässerungs-Siebteil
und der Einstellmöglichkeit in Draufsicht.
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Fig. 6/7 zeigen beispielhaft, wi.e bei höherem Wasserspiegel die Montageöffnungen
der Welle in die Trogstirn-Trenn- und Schlammauslaufwand geschlossen und gedichtet
werden.
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Die Antriebs-Hohlwelle 7 trägt die Transportspirale 8 mit den Reinigungsschaufeln
9 . Die Lagerung 10 der Antriebs-Hohlwelle 7 erfolgt beidseitig außerhalb der Trogwand
2/3 . Mit 11 ist das Antriebszahnrad bezeichnet, mit 12 der Antriebsgetnebemotor.
Wird der Wasserspiegel niedrig gehalten (W1) Lösung A, dann sind keine besonderen
Dichtungen zwischen Trogstirnwänden und Lager erforderlich. Es genügt ein Spritzring
36.
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Der Feststoff wird auf einen Aufgabetrichter bzw. über Rutschen 35
hinter eine Beruhigungswand 37 zugeführt. Diese Wand verhindert, daß Feinstoffe
durch die Wasserbewegung über den Schlammwasserauslauf 6 sofort durchfließen.
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Wird der Wasserspiegel jedoch angehoben, Lösung B, um die Auswaschanlage
zu verkürzen, dann sind die Trogstirnwände 2/3 sowie die Trennwand 4 mit besonderen
Dichtungen zu versehen. Unter Umständen ist eine derartige Dichtung auch einfüllseitig
erforderlich in einer Trennwand, welche mit der Trogstirnwand 2 und -einem Bodenblech
eine quergestellte Schlammwasserauslaufrinne bildet, die Trennwand also von der
Rührwelle 7 durchdrungen wird. -Diese D.ichtung kann dort aber entfallen, wenn die
Schlammwasserabförderrinne über der Rührwelle angeordnet wird.
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Bei erhöhtem Wasserspiegel W2 ist jeweils der Wellendurchtritt 7 durch
die Trogwände 2 und 3 mit Fettdichtung versehen. Ober den Schmiernippel 29 wird
Fett zugeführt, so daß die Dichtlippen der Dichtung 27 angehoben werden und zwischen
Trogwand und Welle ein Fettkragen 30 entsteht.
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Die Hohlwelle ist im Dichtungsbereich mit einer verschleißfesten und
geschliffenen austauschbaren und wendbaren Verschleiß-Buchse 34 versehen.
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Andere Dichtungen, etwa der Einsatz einer Gleitringdichtung, sind
unmöglich. Auch dann ist die Dichtung getrennt von der Lagerung an der Trogstirnwand
montiert und die schleißenden Dichtteile auf der Welle sind austauschbar. Die Schmierung
wirkt von außen nach innen.
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Der Bereich zwischen Troglängs-Mitte und Trogmantel der nach unten
laufenden Schöpfbecher 13/14 einerseits, der Trogstirnwand 3 und dem Förderspiralbereich
andererseits wird durch ein Spritzschutzblech 21 abgedeckt.
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Die Wasserzufuhr erfolgt von der Trogstirnwand 3 aus über eine, vorzugsweise
verstellbare, Sprühdüse 20 , die in die Becher sprüht. Die Länge des Spritzschutzes
21 in Trogachsrichtung richtet sich nach der Art der Sprühdüse, dem Einstellwinkel
usw. und sie kann bis etwa zur Mitte der Troglänge reichen.
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Die Austragschurre 16 überdeckt die Wellenlagerung 10; sie ist mit
Vibrator 17 versehen und auf Schwingmetallelementen gelagert, wobei Fußstützen so
ausgeführt sind, daß eine horizontale Verschiebung E um ca. 1/10 bis 1/5 des Trogdurchmessers
ermöglicht wird.
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In der Wirkungsebene der Schöpfbecher 15 ist die Austragschurre mit
einem Fenster 19 oder mit einem Sieb versehen, das abgeschüttetes Wasser durchtreten
läßt. Diese Uffnung bzw. dieser Siebdurchgang ist vorzugsweise in der Breite veränderlich
ausgeführt, indem Bleche verschiedener Breite einsteckbar sind.
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Nachdem der Wasserspiegel W2 über die Rührwelle 7 angehoben werden
kann, ist es eforderlich, die Montageöffnung 24 zu schließen. Das erfolgt erfindungsgemäß
dadurch, daß Dichtungshalterungen 25 auf der Welle 7 montiert unter Zwischenlage
einer Dichtung 27 gegen die Trogstirnwände 2/3 bzw. die Trennwand 4 undSchlammwasserüberlaufwand
t gezogen werden. Damit bildet die Trennwand 4 eine über die Trogbreite durchgehende
überlaufkante. Auch die Schlammwasser-Oberlaufwand 6 bildet dadurch eine durchgehend
gleich hohe überlaufkante.
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Die Oberlaufkante der Trennwand 4 ist ca. 2 - 5 cm höher als die über
laufkante der Schlammwasser-Oberlaufwand 23.
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Die Strömungsgeschwindigkeit Ov über die durchgehende Trennwand 4
und die Schlammwasserabförderrinne 6 stellt sich ein entsprechend der Zulaufwassermenge
Q durch die Sprühdüse.
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Durch die Förderspirale 8 und die schräggestellten Reinigungsschaufeln
9 erfolgt der Feststofftransport durch den Trog hindurch zu den Schöpfbechern, siehe
Pfeilrichtung F, während die in Schwebe gehaltenen Feinstoffe in entgegengesetzter
Richtung, siehe Pfeilrichtung Fs, vermittels des zugeführten Frischwassers in die
Schlammwasserabförderrinne 6 übergeführt werden.
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Positionsübersicht 1 Waschtrog 2 Stirnwand antriebsseitig 3 Stirnwand
auslaufseitig (Feststoffe) 4 Trennwand zur Nachwäsche 5 Wandverstärkung 6 Schlammwasserabförderrinne
7 Rührwelle 8 Transportspirale 9 Reinigungsschaufeln 10 Wellenlager 11 Antriebsstirnrad
12 Getriebemotor m. Antriebsk.
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13 Schöpfbecherreihe 1 14 Obergaberutsche 15 Schöpfbecherreihe 2 16
Austragschurre 17 Vibrator 18 Auflagepunkte 19 Fenster für Wasserdurchtritt 20 Sprühdiise
21 Spritzschutzblech 22 Überlaufkante Nachwaschtrogteil 23 Oberlaufkante Trog 24
Montageöffnung in allen Wandteilen 25 Dichtungshalterungen 26 Dichtring 27 Dichtung
28 29 Schmierung 30 Fett kragen 31 Verstärkungsprofil Trogstirnwände 32 Verstärkungsprofil
Trennwand Pos. 4 33 Wellenzapfen 34 Verschleißbuchse 35 Aufgabetrichter 36 Spritzring
37 Beruhingungswand E = Verschiebemaß CLI = Wasserabfluß = = Festoffabflußd3 = Sprüh-
u. Reinigungsbereich W1 = Wasserspiegel im Nachwaschtrogteil W2 = Wasserspiegel
im Hauptwaschtr Q = Zulaufwassermenge Üv = Oberlaufgeschwindigkeit F = Förderrichtung
Feststoffe F5 = Förderrichtung Schlammwasser