-
Vorrichtung zur Halterung des Gabelbaumes für Wind-
-
surfbrette r.
-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung des Gabelbaumes
für Windmlrfbretter, bei welcher die Vorrichtung aus einem die Vorderenden der beiden,
den Gabelbaum bildenden BKume verbindenden Bugbeschlag besteht, wobei deren Hinterenden
durch einen Heckbeschlag miteinander verbunden sind und wobei das Segel mit dem
Vorliek am Mast und mit seinem Schothorn an dem Heckbeschlag über eine Trimmschot
verbunden ist.
-
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird der Bugbeschlag mittels
eines kurzen Rampen oder Bändsels am Mast befestigt, wobei das Bändsel mittels eines
Stoppersteks oder Webeleinsteks an der vorbestimmten Stelle des Mastes des Windsurfbrettes
angeschlagen wird.
-
Derartige bekannte Befestigungsvorrichtungen haben jedoch den Nachteil,
daß sie umständlich zu handhaben sind und den Gabelbaumbeschlag nicht verrutschsicher
am Mast des-Segelbrettes festlegen. Ein Verrutschen des Gabelbaumbeschlages am Mast
führt jedoch zwangsläufig zu einem Vertrimmen des Segels und damit zu einem Verlust
an Geschwindigkeit und Höhe. Erschwerend kommt hinzu, daß ein nach gerutschter Gabelbaumbeschlag
während der Fahrt nicht wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht werden
kann. Insbesondere ist aufgrund der Tatsache,
daß der gesamte Winddruck
im Segel nach vorne vom Nest weg aiif den kurzen Kampen wirkt, ein Lockern des Gabelbaumbeschlages
nahezu nicht zu vermeiden.
-
Es sind weiterhin auch andersartige Gabelbaumbeschläge für Segelbretter
bekannt geworden, bei denen der kurze Kampen durch mechanische Kl emmeinrichtungen
oder Zapfenaufhängungen ersetzt wurde (vgl. beispielsweise DE-Ghm 78 01 hZ4 und
DE-Gbm 78 00 590). Derartige bekannte Vorrichtungen sind einerseits mechanisch vergleichsweise
kompliziert aufgebaut. Darüber hinaus weisen sie einen Nachteil hinsichtlich des
zusätzlichen Gewichtes auf, das man allgemein bestrebt ist, so gering als möglich
zu halten. Sämtlichen bekannten Konstruktionen ist gemeinsam, daß die Befestigung
auf der bezüglich Fahrtrichtung und Segel vorderen Seite des Mastes liegt, d.h.
die gesamten Kräfte durch die Befestigung selbst aufgenommen werden müssen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine möglichst einfache
Vorriohtung der oben genannten Art zu schaffen, bei welcher sämtliche Kräfte sicher
als Druckkräfte und nicht als Zugkräfte auf den Mast übertragen werden.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst,
daß die Vorrichtung Flächen aufweist, welche durch die im Segel über die Trimmschot
erzeugten Zugkräfte gegen die dem Vorliek des Segels zugewendete Seite des Mastes
gedrückt werden, derart, daß der Gabelbaum ohne weitere Verbindung durch den Segeldruck
am Mast festgehalten wird.
-
Es ist offensichtlich, daß hierdurch eine sichere Verbindung zwischen
Mast und Gabelbaum geschaffen wird, welche aufgrund der besonderen Anordnung so
groß flächig wie notwendig ausgestaltet werden kann und darüber hinaus bei zunehmenden
Kräften
nur noch sicherer und fester wirkt und sich nicht lockern
kann.
-
Bei der einfachsten Ausfiihrungsform nach vorliegender ErfindlmF ist
es nicht erforderlich, irgendwelche Schnüre oder Spannvorrichtungen zu betstigen,
sondern die Spannung im Segel hält den Gabelbaum selbsttätig fest. Da ferner keine
besonderen Verbindungselemente verwendet werden, kann der Gabelbaum leicht ohne
Aufwand hinsichtlich seiner Höhe am Mast verstellt werden, was insbesondere beispielsweise
für Familien, bei denen mehrere Personen ein derartiges Windsurfgerät benutzen,
von Vorteil ist, da mit einem Minimum an Aufwand die Gabelbaumhöhe an die ;ieweilige
Körpergrße angepaßt werden kann.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung nach der Erfindung kann dadurch geschaffen
werden, daß die Flächen derart geteilt oder teilbar sind, daß der Gabelbaum über
den Mast und das Segel aufschiebbar ist.
-
Hierdurch wird das Auf tafeln eines Riggs mit der Vorrichtung nach
der vorliegenden Erfindung wesentlich erleichtert, indem das Segel, welches üblicherweise
eine Masttasche aufweist, zunächst über den Mast geschoben wird und dann der Gabelbaum
ebenfalls an die gewiinschte Stelle aufgeschoben wird, wobei das Segel zwischen
den geteilten oder teilbaren Flächen während dieses Vorgangs verläuft. Anschließend
wird lediglich die Trimmschot angezogen und der Vorgang des Aufriggens ist beendet.
-
Im einzelnen kann die Erfindung dadurch weitergebildet werden, daß
die Flächen im wesentlichen V-förmig beidseitig am Mast anliegend ausgebildet sind.
Bei dieser Ausführungsform sind keinerlei beweglichen mechanischen Teile erforderlich.
Darüber hinaus kann herdurch die Segelherstellung wesentlich vereinfacht werden,
indem die Masttasche durchgehend, d.h. ohne besondere Öffnung für die Verbindung
des Gabelbaumes am Nast, ausgebildet
werden kann.
-
Alternativ ist es auch möglich, die Flächen halbkreisförmig alaszubilden,
so daß ein gewisser Formschluß zum Mast hergestellt wird.
-
Bei einer abgewandelten Ausführungsform nach der Erfindung sind die
Flächen an einem besonderen Beschlag l-orgesehen, welcher quer zum Segel verlaufend
hinter dem Mast anAem Gabelbaum einrastbar ist und durch eine Öffnung im Segel verläuft.
-
Eine bevorzugte Ausführungsform nach der Erfindung kann dadurch geschaffen
werden, daß die Flächen an ineinander klemmenden fingerförmigen Zinken vorgesehen
sind, welche von beiden Seiten her den Mast auf der Hinterseite umgreifen. Die Zinken
können hierbei an einander auf der Hinterseite des Mastes gezenüberliegenden auf-
und abwnrtis schwenkbaren Klinken angeordnet sein.
-
Eine alternative Ausführungsform ist hierbei dadurch möglich, daß
der Bugbeschlag vor dem Mast eine Trennfuge aufweist und aus zwei Hälften besteht
und daß je ein Satz der Zinken fest mit je einer der Hälften verbunden ist.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform kann dadurch
geschaffen werden, daß der Bugbeschlag vor dem Mast eine die Hälften verbindende
Kupplungseinrichtung aufweist.
-
Die Kupplungseinrichtung kann nach Art einer Skistiefelschnalle ausgebildet
sein.
-
Bei einer bevorzugten Ausfiihrungsform nach der Erfindung ist an dem
Mast im Bereich der Flächen ein reibungserhöhender Belag vorgesehen. Dies stellt
sicher, daß, selbst bei vergleichsweise
geringen Kräften im Segel,
die Lage des Gabelbaumes fixiert bleibt.
-
Zu diesem Zweck können bei einer alternativen Ausführungsform nach
der Erfindung am Mast ringförmige Verstärkungen vorgesehen sein, deren Abstand der
Höhenerstreckung der Flachen entspricht.
-
Derartige ringförmige Verstärkungen lassen sich einfach her stellen,
da iiblicherweise derartige Masten aus gewickelten glasfaser-verstärkten Kunststoffbahnen
hergestellt werden. Rotationssyrnmetrische Verstärkungen sind daher besondere bevorzugt.
-
Im folgenden wird die Erfindung anhand von in den Zeichnungen beispielhaft
veranschaulichten Ausfiihrungsformen näher erläutert. Es zeigt: Figur 1 eine perspektivische
seitliche Teilansicht einer Ausfiihrungsform nach der Erfindung; Figur 2 eine schematische
Draufsicht zur Erläuterung des Grundprinzips nach vorliegender Erfindung; Figur
3 eine Einzelheit der Ausführungsform gemäß Figur 2; Figur 4 eine Draufsicht einer
abgewandelten Ausführungsform; Figur 5 eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform
gemäß Figur 4 Figur 6 Einzelheiten einer weiteren Ausführungsform nach der Erfindung;
Figur 7 eine schematische Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform nach der
Erfindung;
Figur 8 eine Draufsicht einer weiteren Abwandlung der
Ausführungsform gemäß Figur 4 und Figur 9 eine seitliche Schnittansicht der zusätzlichen
Verstärkungen einer bevorzugten Form des zu verwendenden Mastes.
-
Bei der in den Figuren 1 bis 3 veranschaulichten Ausführungsform weist
der nach Art einer Spreizgaffel ausgebildete Gabelbaum 1 zwei Bäume 2 und 3 auf,
die je auf einer Seite des Segels 4 angeordnet sind. Die Bäume 2 und 3 sind an ihrem
Hinterende mittels eines Heckbeschlages 5 sind an ihrem Vorderende mittels eines
Bugbeschlages 6 verbunden. Der Bugbeschlag 6 bildet gleichzeitig die Vorrichtung
zum Verbinden des Gabelbaumes mi einem Mast 7.
-
Das Segel 4 ist mit seinem Vorliek 12 am Mast 7 angeschlagen, und
an seinem Schothorn 8 mittels einer am Gabelbaum 1 belegten Trimmschot 9 zwischen
den Bäumen 2 und 3 frei gespannt gehalten. Das Vorliek 12 des Segels 4 ist,wie bei
kleinen Jollen und Windsurfern üblich, durch eine Masttasche 25 gebildet, wie che
von oben über den Mast 7 gestülpt wird.
-
Wie in den Figuren 1 bis 3 veranschaulicht, besteht die Vorrichtung
nach vorliegender Erfindung in einer ersten Ausfiihrungsform aus zwei starr und
einstückig mit dem üblicherweise aus Kunststoff bestehendem Bugbeschlag 6 ausgebildeten
Flachen 10 und 11,die bei eingesetztem Gabelbaum auf der dem Vorliek 12 zugewanden
Seite des Mastes beidseitig an diesem anliegen.
-
Diese Flächen 10 und 11 werden durch die in dem Segel 4 iiber die
Trimmschot 9 erzeugten Zugkräfte fest beidseitig gegen den Mast gedrückt, so daß
eine sichere Verbindung zwischen Mast und Gabelbaum hergestellt ist.
-
Um, nachdem das Segel 4 bzw. die Masttasche 25 ijber den Mast geschoben
wurde, den Gabelbaum 1 in die gewünschte Lage bringen zu können, ist bei der in
den Figuren 1 bis 3 veranschaulichten Ausführungsform zwischen den Flachen 10 und
11 ein Spalt 26 freigelassen, welcher beim Aufschieben des Gabelbaums auf Mast und
Segel das Segel 4 aufnimmt.
-
Wie aus Figur 1 ersichtlich, kann das Segel 4 in dem Bereich, in welchem
der Gabelbaum 1 in seiner Höhe verstellbar sein soll, deniiblichen Ausschnitt 15
in der Masttasche aufweisen.
-
Alternativ ist es jedoch auch möglich, das Segel vollständig mit geschlossener
Masttasche auszubilden, da es zumindest bei dieser ersten Ausführungsform nach der
Erfindung nicht erforderlich ist, daß irgendwelche Befestigungsorgane hunter dem
Mast 7 hindurchgeführt werden. Die Flächen 10, 11 lassen sich entsprechend großflächig
oder zusätzlich mit Schaumkunststoff kaschiert gestalten, so daß sie direkt von
außen auf der Masttasche 25 anliegen können.
-
Es ist offensichtlich, daß durch die beschriebene Ausführungsform
eine sichere und feste Verbindung zwischen Mast und Gabelbaiim in einfachster Weise
erzielt wird, ohne daß irzendwelche mechanischen Verschbjsse od. dgl. eforderlich
sind. Ferner ist offensichtlich, daß sich eine derartige Befestigung leicht in der
Höhe verstellen laßt, indem lediglich die Trimmschot 9 etwas locker gelassen wird.
-
Abweichend von der in den Figuren 1 bis 3 veranschaulichten Ausführungsform,
bei der die F]achen 10 und 11 im wesentlichen V-förmig gerichtet sind, können diese
auch halbkreisförmig ausgebildet sein.
-
Bei der Ausführungsform gemaß Figur 4 und 5 sind die Flächen
10
und 11 an ineinander kämmenden fingerförmigen Zinken 16 und 17 vorgesehen. Diese
Ausführungsform bedingt einen Ausschnitt 15 in der Masttasche 25, durch welchen
diese Zinken hindurchgreifen können.
-
Wie aus Figur 5 ersichtlich, sind hierbei die fingerförmigen Zinken
16 und 17 derart angeordnet, daß sie nach dem Auftakeln nach Art zweier verschränkter
Hhnde ineinnnder eingreifen. Dies kann beispielsweise dadurch bewerkste] 1 igt werden,
daß beidseitig an dem Bugbeschlag 6 ange]angta Klinken 18 vorgesehen sind, welche
die fingerförmigen Zinken 16, 17 tragen. Eine mögliche Ausführungsform einer derartigen
Klinke ist schematisch in Figur 7 gezeigt, wobei jedoch hier die Flächen 10 und
11 wiederum lediglich V-förmig gerichtet sind.
-
Bevorzugt ist jedoch hierbei eine Ausführungsform, wie sie Figur 4
zeigt. Bei dieser Ausführungsform ist der Bugbeschlag 6 an einer Fuge 19 vor dem
Mast 7 geteilt ausebildet, so daß zwei Hälften 20 und 21 des Bugbeschlages 6 entstehen.
Jede Hälfte tragt einstückig und starr verbunden einen Satz der entsprechenden fingerförmigen
Zinken. Wegen der erheblichen Länge der Baume 2 nnd 3 laßt sich daher der gesamte
Gabelbaum 1 aufgrund der Trennfuge 19 ohne weiteres federnd auseinander biegen.
In diesem Zustand werden die fingerförmigen Zinken 16 und 17 den Ausschnitt 15 der
Masttasche 25 überdeckend angeordnet und hinter dem Mast miteinander versehrankt.
Anschliessend wird wiederum die Trimmschot 9 angezogen, so daß der Mast 7 fest in
die V-förmige Vertiefung der fingerförmigen Zinken 16 und 17 gepreßt wird. Hierdurch
wird einerseits erreicht, daß der Gabelbaum 1 fest mit dem Mast 7 verbunden wird
und andererseits wird aufgrund der beidseitig wirksamen V-Form der Zinken 16 und
17 die Trennfuge 19 geschlossen.
-
Sollte es aus Sicherheitsgründen bevorzugt sein, das Schliessen der
Trennfuge 19 zusätzlich sicherzustellen, kann noch eine Kupplungseinrichtung 22
vor dem Mast 7 vorsehen sein, wie sie schematisch in Figur 8 veranschaulicht ist.
Eine derartige Kupplungseinrichtung kann beispielsweise aus einer einfachen Kipphebelschnalie
bestehen, wie sie bei Kunststoffskistiefeln gebräuchlich ist.
-
Figur 6 zeigt noch in einigen Details eine weitere abgewandelte Ausführungsform
nach der Erfindung, bei welcher die Flächen 10 und 11 an einem gesonderten Beschlag
14 vorgesehen sind. Wie gezeigt, besteht der Beschlag 14 aus einem entsprechend
geformten Querträger, welcher auer zum Segel 4 hinter dem Mast mit dem Gabelbaum
1 verbindbar und einrastbar ist. Dieser Querträger oder Beschlag 14 wird nach Anordnung
des Gabeibaumes 1 in der entsprechenden Höhe lediglich durch den Ausschnitt 15 in
der Masttasche 25 hindurchgeschoben und an Zapfen oder dgl.
-
(nicht dargestellt) am Gabelbaum verankert Auch bei dieser Ausfiihrlmgsform
werden samtliche Krifte als Druckkräfte auf den Mast 7 iibertragen.
-
Wie ferner beispielhaft in den Zeichnungen gezeigt, weist der Mast
7 bevorzugt in dem Bereich, in welchem der Gabelbaum 1 höhenverstellbar sein soll,
einen reibungserhöhenden Belag 23 aus Gummi od. dgl. auf. Hieriureh wird eine zusätzliche
Sicherung des Gabelbaumes 1 gegen Verrutschen bei geringer Spannung im Segel 4 gewährleistet.
-
Als A]ternative hierzu kann, wie in Figur q schematisch angedeutet,
der Nast 7 in diesem Bereich mit ringförmigen Verstärkungen 24 versehen sein, deren
Höhenabstände derart bemessen sind, daß sie der Höhenerstreckung der Flächen 10
und 11 entsprechen.
Derartige ringförmige Verstärkungen können
entweder besonders einfach rotationssymmetrisch bei der Herstellung der üblicherweise
aus Kunststoff bestehenden Masten mitgeformt werden oder nachträglich kraftschlüssig
am Mast befestigt werden.
-
Durch diese Ausführungsform wird hinsichtlich der Höhe, in welcher
der Gabeibaum 1 festgelegt wird, Pine formschlüssige einfache Verbindung geschaffen.
-
Obenstehend wird die Erfindung anhand von einigen Ausführungsbeispielen
erläutert. Es ist offensichtlich, daß viele Änderungen und Abwandlungen dpr Erfindung:
möglich sind, ohne von deren Grundgedanken abzuweichen, welcher darin gesehen wird,
im wesentlichen ohne eine direkte mechanische Verbindung eine form-oder kraftschlüssige
Verbindung zwischen Mast und Gabelbaum dadurch herzustellen, daß die in dem Segel
4 wirksamen Kräfte als Druckkräfte auf den Mast 7 übertragen werden Sämtliche aus
der Beschreibung, den Ansprüchen und Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und Vorteile
der Erfindung, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen,
können sowohl fiir sich als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
-
Leerseite