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Die Erfindung bezieht sich auf eine Stanzvorrichtung zum
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Stanzen von auf dem Umfang von Rohrabschnitten regelmäßig verteilt
anzuordnenden Schlitzen, insbesondere an Rohrab schnitten für Messersterne von Teigteilmaschinen,
mit einem Rahmen, einer daran gelagerten Matrize und einem Stempel tragenden, gegenüber
der Matrize beweglichen Stanzkopf.
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Derartige Rohrabschnitte werden als Teil eines Messersterns benötigt,
wie er an Teigteilmaschinen zum Aufteilen einer größeren Teigmenge in eine Vielzahl
gleichgroßer Teilmengen erforderlich ist. Dabei sind insbesondere Ausführungen mit
zwei Rohrabschnitten verschiedenen Durchmessers für einen Messerstern mit 30 Teilmengen
erforderlich. Bei einer anderen Ausführungsform, dessen Messerstern für 36 Teilmengen
bestimmt ist, finden drei Ringe Verwendung. Die Ringe müssen auf dem Umfang verteilt
meist in zwei verschiedenen Teilungen die Schlitze mit sehr großer Exaktheit ihrer
Lage enthalten, damit diese Rohrabschnitte in Verbindung mit geradlinig begrenzten
Messerstücken zu einem Messerstern zusammensetzbar sind.
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Bisher wurden derartige Rohrabschnitte für Messersterne in der Weise
hergestellt; indem zunächst die eine oder beide Teilungen auf dem Umfang des Rohrabschnittes
angerissen wurden. Dort, wo später rechteckig begrenzte Schlitze zum Angriff gerader
Messerstücke erforderlich sind, wurden auf einer Bohrmaschine meist mehrere Bohrungen
nebeneinander niedergebracht, um das Material des Rohrabschnittes an dieser Stelle
schon teilweise zu durchbrechen und damit die Stanzvorrichtung zu entlasten. Als
Stanzvorrichtung wurde dann eine übliche Vorrichtung mit einem Rahmen und einem
Stanzkopf benutzt, wobei der Stanzkopf Stempel entsprechend dem rechteckigen Querschnitt
der Schlitze trug. Der jeweils zu
stanzende Rohrabschnitt mit den
gebohrten Löchern wurde dann so auf der Matrize der Stanzvorrichtung gehalten bzw.
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fixiert, daß die Stanzung über die Löcher hinweg möglichst genau an
der erforderlichen Stelle des Umfanges erfolgte. Die rechteckige Schlitzausbildung
ist erforderlich, weil die#geraden Messerteile der Messersterne entsprechend der
verwendeten Materialdicke rechteckig begrenzte Ansatznocken besitzen, mit denen
sie in die Schlitze der Rohrabschnitte eingreifen und dort verankert werden. Da
eine Vielzahl von gegenseitgen Passungen bei der Herstellung eines Messersterns
eingehalten werden muß, war bisher jede Messersternherstellung eine aufwendige Handarbeit,
bei der Nacharbeitungen der Schlitze unumgänglich waren, um letztlich den Messerstern
montieren zu können. Beim Gebrauch der Teigteil- und Wirkmaschine kommt es in der
Regel vor, daß nur einzelne Teile des Messersterns brechen oder sonstwie defekt
werden. Bisher war es nicht möglich, die Rohrabschnitte austauschbar herzustellen,
weil jeder Messerstern eine in sich abgeschlossene Handarbeit ist.
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Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, deren Aufgabe darin besteht,
eine Stanzvorrichtung der eingangs beschriebenen Art aufzuzeigen, mit der es möglich
ist, auf dem Umfang von Rhrabschnitten in regelmäßiger Verteilung Schlitze mit hoher
Genauigkeit ihrer gegenseitigen Lage anzuordnen. Dabei soll diese Genauigkeit derart
gesteigert werden, daß die Rohrabschnitte an den Messersternen auswechselbar werden.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein stirnseitig an
dem Rohrabschnitt angreifendes Aufnahmeteil vorgesehen ist, das einen zentrisch
angeordneten Achsstummel aufweist, der mit der Achse eines Teilapparates, einer
Teilscheibe od. dgl. verbunden ist, der am Rahmen vorgesehen ist. Durch eine solche
Ausbildung der Stanzvorrichtung ergibt sich ein überraschend
einfacher
Arbeitsablauf unter Wegfall verschiedener, bisher erforderlicher; sehr aufwendiger
Arbeitsschritte. Es entfällt zunächst das Anreißen des Rohrabschnittes. Statt dessen
wird dieser in den Aufnahmeteil aufgenommen und fixiert. Durch die Verwendung eines
Teilapparates, einer Teilscheibe od. dgl. kann nun der Rohrabschnitt gegenüber dem
Stempel tragenden beweglichen Stanzkopf und der Matrize so über die Matrize gedreht
werden, daß jeweils genau die erforderliche Stanzpositon erreicht wird Es entfällt
überraschenderweise die Notwendigkeit des Vorbohrens im Bereich der Stanzlöcher.
Durch die Verwendung des Teilapparates der Teilscheibe od. dgl. wird die Genauigkeit
derart gesteigert, daß eine austauschbare Fertigung möglich wird. Der aus den Rohrabschnitten
und den geraden Messer teilen zusammensetzbare Messerstern wird damit ein industriell
herstellbares Erzeugnis, dem der Charakter der Handarbeit nicht mehr anhaftet. Müssen
Rohrabschnitte an fertigen Messersternen ausgetauscht werden, so ist dies nunmehr
möglich.
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Zweckmäßig ist der Aufnahmeteil fest, aber lösbar mit dem Rohrabschnitt
verbunden. Die feste Verbindung zwischen Aufnahmeteil und Rohrabschnitt ist für
die Genauigkeitsanforderungen erforderlich; damit bei den verschiedenen Stanzvorgängen
nicht eine Relativverschiebung zwischen Rohrabschnitt und Aufnahmeteil stattfindet.
Die Anzahl der Stanzvorgänge ist nämlich beträchtlich. Der äußere Rohrabschnitt
eines Messersterns, der für 30 Teilmengen bzw. Brötchen, bestimmt ist, muß einerseits
32 gestanzte Schlitze in einer ersten Teilung und weiterhin 20 gestanzte Schlitze
in einer zweiten Teilung aufweisen.
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Der Aufnahmeteil kann einen das stirnseitige Ende des Rohrabschnittes
übergreifenden Rand aufweisen, in welchem den Rohrabschnitt durchsetzende Schrauben
angeordnet sind. Durch diese
Schraubbefestigung des Rohrabschnittes
am Aufnahmeteil entstehen zwar Löcher in dem Rohrabschnitt. Diese Löcher sind aber
in der Nähe der einen Stirnseite des Rohrabschnittes angeordnet, wirken sich also
keineswegs störend an einem Messerstern aus, obwohl sie dort dann keine Funktion
mehr haben. Falls es gewünscht wird, können diese Löcher später auch beseitigt werden.
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Am Rahmen ist ein Anschlagring für die dem Aufnahmeteil abgekehrte
Stirnfläche des Rohrabschnittes vorgesehen. Mit diesem Anschlagring wird erreicht,
daß der Rohrabschnitt, der über die Matrize gedreht wird, sich stirnseitig abstützen
kann, so daß die Achse des Rohrabschnittes immer rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung
des Stanzkopfes bzw. der Stempel steht.
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Der Teilapparat, die Teilscheibe od. dgl. ist in Richtung seiner Achse
und/oder in Richtung der Bewegung des Stanzkopfes verschiebbar bzw. einstellbar
am Rahmen gelagert. Diese Beweglichkeit ist erforderlich, um in einfacher Weise
den Rohrabschnitt mit dem Aufnahmeteil verbinden zu können und andererseits den
Teilapparat bzw. die Teilscheibe so positionieren zu können, daß Rhrabschnitte mit
unterschiedlichen Durchmesser bearbeitet werden können. Dabei ist es jeweils erforderlich,
daß die Achse des Teilapparates mit der Rohrachse fluchtend angeordnet wird.
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Für die Lagerung des Teilapparates, der Teilscheibe od. dgl.
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kann am Rahmen derßtanzvorrichtung eine Konsole vorgesehen sein.
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Der Aufnahmeteil kann sternförmig ausgebildet sein und mehrere radial
abstehende Arme aufweisen. Auf diese Weise wird eine gute Sichtbarkeit auf den zu
bearbeitenden Rohrabschnitt ermöglicht, auch in den Innenraum des Rohrabschnittes
hinein.
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Eine Ausführungsform der Stanzvorrichtung wird anhand der Zeichnungen
verdeutlicht und im folgenden beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine
Ansicht wesentlicher Teile der Stanzvorrichtung Fig. 2 eine Seitenansicht der Stanzvorrichtung
gemäß Fig. 1, teilweise geschnitten, Fig. 3 eine Einzeldarstellung der Seitenansicht
der Vorrichtung im Bereich der Matrize, Fig. 4 eine Draufsicht auf die Matrize gemäß
Fig. 3 und Fig. 5 die Ansicht eines Messersterns.
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Die Stanzvorrichtung besitzt einen Rahmen 1, der im wesentlichen aus
zwei senkrecht angeordneten, ortsfesten Träger besteht, die an ihrem unteren Ende
in zwei konsolenartige Vorsprünge 2 übergehen. Auf den konsolenartigen Vorsprüngen
2 wird eine Matrize 3 ortsfest verankert, die, wie in den Fig. 3 und 4 im einzelnen
dargestellt, entsprechend ausgebildet sein kann.
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Die Matrize 3 besitzt einen Grundkörper 4, der über in den Fig.
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1 und 2 nicht dargestellte Verbindungsmittel mit den konsolenartigen
Vorsprüngen 2 verbunden ist. Ansonsten besitzt der Grundkörper g auswechselbare
Gegenhalter 5, die in Verbindung mit Stempeln 6 die zu stanzenden rechteckig begrenzten
Schlitze 7 definieren. Die Schlitze 7 werden auf dem Umfang eines Rohrabschnittes
8 in der oder den erforderlichen Teilungen paßgenau angeordnet. Am Rahmen 1 ist
ein Anschlagring 9 mit Hilfe der Schrauben 10 ortsfest verankert, der als Anschlag
für die eine Stirnfläche 11 des Rohrabschnittes 8 dient. Damit ist sichergestellt,
daß die Achse 12 des Rohrabschnittes senkrecht auf dem Anschlagring 9 gehalten wird.
Die Stempel 6 sind in einem Stanzkopf 13 auswechselbar verankert, der entsprechend
dem Pfeil 14 gegenüber der Matrize 3 auf- und abbewegbar ist, so daß damit der c##anzvorgang
aus(3efUIll l wi r(J.
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Es ist ein Aufnahmeteil 15 zur festen aber lösbaren Aufnahme des Rohrabschnittes
8 vorgesehen, wobei jedem Durchmesser verschiedener Rohrabschnitte 8 jeweils ein
gesondertes Aufnahmeteil 15 zugeordnet ist. Das Aufnahmeteil 15 besitzt einen Achsstummel
16, von dem drei radiale Arme 17 abstehen und in einem den Rohrabschnitt 8 übergreifenden
Rand 18 enden, in welchem Befestigungsschrauben 19 angeordnet sind, die in entsprechende
Löcher 20 in dem Rohrabschnitt 8 eingreifen, die mit Gewinde versehen sind. Auf
diese Art und Weise wird eine genaue fluchtende Aufnahme des Rohrabschnittes 8 in
dem Aufnahmeteil 15 erreicht. Die Festhaltung des Rohrabschnittes 8 ist derart exakt,
daß auch die Kräfte und Schwingungen der Stanzvorrichtungsich nicht in einer Relativbewegung
zwischen dem Rohrabschnitt 8 und dem Aufnahmeteil 15 bemerkbar machen können.
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Es ist ein Teilapparat, eine Teilscheibe od. dgl. 21 vorgesehen, die
in üblicher Weise ausgebildet ist, also ein drehbares Handrad 22 und eine Achse
23 aufweist Die Achse 23 wird paßgerecht über nur angedeutete Verbindungsmittel
24 mit dem Achsstummel 16 des Aufnahmeteils 15 verbunden. Damit ist die feste Verbindung
zwischen dem Teilapparat, der Teilscheibe od. dgl. 21 und dem Rohrabschnitt 8 gesichert.
Es versteht sich, daß die Achse 23 fluchtend mit der Achse 12 des Rohrabschnittes
8 anzuordnen ist. Hierzu dient eine Konsole 25, die mit Hilfe einer Schrauben aufweisenden
Ver- und Feststelleinrichtung 26 am Rahmen 1 vorgesehen ist. Der Teilapparat, die
Teilscheibe od. dgl. 21 kann darüber hinaus auf der Konsole 25 über Führungselemente
27 in Richtung des Pfeiles 28 hin- und herverschoben werden, bis eine korrekte ordnungsgemäße
Anlage der Stirnfläche 11 des Rohrabschnittes 8 an dem Anschlagring 9 erreicht ist.
Die der Stirnfläche 11 gegenüberliegende Stirnfläche 29 des Anschlagringes 9 liegt
gegen das Aufnahmeteil 15 an. Auf diese Art und ist werden reproduzierbare
Verhältnisse
geschaffen, mit denen es möglich ist, Rohrabschnitte 8 gleichen Durchmessers mit
hoher Genauigkeit auf dem Umfang mit Schlitzen 7 zu stanzen, deren relative Lage
gegeneinander eine hohe Genauigkeit aufweist.
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Im allgemeinen ist bei der Herstellung wn Messersternen die Verwirklichung
von zwei verschiedenen Teilungen an einem Rohrabschnitt 8 erforderlich, da gerade
Nesserstücke von dem Rohrabschnitt 8 ausgehend einmal nach außen und einmal nach
innen angeschlossen werden.
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In den Fig. 3 und 4 ist die Ausbildung der Matrize 3 im einzelnen
noch verdeutlicht. Der Grundkörper 4 kann zweiteilig ausgebildet und durch Schrauben
30 zusammengehalten bzw. zusammengeklemmt sein. Auch die Gegenhalter 5 sind mehrteilig
ausgebildet, so daß sie als Werkzeug in dem Grundker 4 auswechselbar untergebracht
sind. Die Befestigungslöcher 31 dienen der ortsfesten Verankerung der Matrize 3
auf den konsolenartigen Vorsprüngen 2 des Rahmens 1.
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Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf einen 30-teiligen Messerstern, mit
dem also eine Teigmenge in 30 gleiche Teilmengen zerteilbar ist. Man sieht deutlich
die zwei Rohrabschnitte 8 verschiedenen Durchmessers, die hier Verwendung finden
sowie die übrigen gerade ausgebildeten Nesserteile 32. Es versteht sich, daß die
geraden Messerteile 32 rechteckige Nocken besitzen, mit denen sie jeweils in die
beiden oder in vier Schlitze 7 eingefügt werden müssen, wenn der Messerstern montiert
wird. Die Vielzahl der gegenseitigen Passung ist aus dieser Darstellung entnehmbar,
so daß vorstellbar wird, daß die Genauigkeit, mit der mit Hilfe des Teilapparates
21 gestanzt werden kann, notwendig ist.
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BEZUGSZEICHENLISTE 1 = Rahmen 2 = Vorsprünge 3 = Matrize 4 = Grundkörper
5 = Gegenhalter 6 = Stempel 7 = Schlitze 8 = Rohrabschnitt 9 = Anschlagring 10 =
Schrauben 11 = Stirnfläche 12 = Achse 13 = Stanzkopf 14 = Pfeil 15 = Aufnahmeteil
16 = Achsstummel 17 = radialer Arm 18 = Rand 19 = Befestigungsschrauben 20 = Löcher
21 = Teilapparat, Teilscheibe od. dgl.
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22 = Handrad 23 = Achse 24 = Verbindungsmittel 25 = Konsole 26 = Ver-
und Feststelleinrichtung 27 = Führungselemente 28 = Pfeil 29 = Stirnfläche 30 =
Schrauben 31 = Befestigungslöcher 32 = gerades Messerteil
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