DE3121C - Aenderungen an der Besaitung von Zithern, verbunden mit einer besonderen Spiel-Mechanik - Google Patents
Aenderungen an der Besaitung von Zithern, verbunden mit einer besonderen Spiel-MechanikInfo
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Description
1878.
Klasse 51.
JOHANN HASLWANTER in MÜNCHEN. Aenderungen an der Besaitung von Zithern, verbunden mit einer besonderen Spiel-Mechanik.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1878 ab.
Die Neuheit dieser Besaitungsart besteht darin, dafs nicht alle Saiten, wie bei den bisherigen Zithern,
neben einander, sondern die Begleitungs-, d. h.
die aufserhalb des Griffbrettes befindlichen Saiten, in zwei Reihen über einander zu liegen kommen,
und dafs die der unteren Reihe mittelst kleiner Tasten angespielt werden, welche aus
einem eigenen, in den Zitherdeckel eingelassenen Spiel werke hervorragen.
Zur Anbringung dieses Spielwerks, welches für 10, 12 oder mehr Saiten eingerichtet werden
kann, an die Zither dient dessen horizontale Platte A, Fig. 1 bis 4, welche zugleich den
Spieltasten α Führung giebt. An den Seiten der beiden senkrechten Platten B ist die Spielmechanik
angebracht, in ebenso vielen gleichen Vorrichtungen bestehend, als die Zahl der untergelegten
Saiten beträgt und für jede dieser Saiten vollständig gesondert, wie aus Fig. 1 und 3 der
Zeichnung zu ersehen ist.
Die Spieltaste α hat die Bestimmung, den Streichdaumen c vermittelst des Quertheils b zu
heben und dadurch das Anspielen der Saiten zu erzielen. Der Quertheil b verbindet beweglich
die Spieltaste α mit dem Streichdaumen c mittelst einer an der ersteren angebrachten
Kopfschraube und eines am letzteren befindlichen Zapfens /.
Das Vor- und Rückwärtsgehen des Streichdaumens c wird durch Andrücken der Spieltaste
a, wodurch der elliptische Zapfen d über den halbelliptischen Zapfen d, steigt, und durch
den Druck der beiden Federn / und /,, und zwar der ersteren auf den Streichdaumen und
der letzteren auf die Spieltaste, hervorgerufen.
Der Streichdaumen c besitzt eine Führungsgabel, welche sich um das Zäpfchen g bewegt,
um die jeweilige Stellung des Streichdaumens zu sichern. Das Zäpfchen h hindert das Weiterdrücken
der Spieltaste α durch den Druck der Feder /,. Die Feder f, im Schlitze des Zäpfchens
e sich führend, bezweckt den regelmäfsigen Rückgang des Streichdaumens. Zur Befestigung
der Federn / und /i dient das Messingstück nt,
in welches dieselben eingelöthet und womit sie an die Platte B angeschraubt sind.
Fig. ι und 2 giebt die Vorder- und Seiten-Ansicht
der Mechanik in deren Ruhestellung.
Fig. 3 veranschaulicht die Bewegung der Mechanik.
Fig. 4 zeigt die in der Platte B befindlichen Schraubenlöcher.
Fig. 5 zeigt Sie Art der Befestigung des Spielwerks und die Saitenlage. Die horizontale
Platte A ist auf dem Deckel der Zither so angeschraubt, dafs die beiden verticalen Platten B,
die zur Befestigung der Spielmechanik dienen, sich in der Höhlung der Zither befinden. Jene
Saiten, welche durch die Spielmechanik angespielt werden, befinden sich zwischen dem Zitherdeckel
und der oberen, gewöhnlichen Besaitung, werden durch den durchbohrten Steg der letzteren
geführt und dann auf dieselbe Weise, wie diese, befestigt.
Fig. 6 zeigt die ganze, in der beschriebenen Art besaitete Zither mit der oberen Ansicht des
Spielwerks für die untergelegten Saiten.
Claims (2)
1. Die Anwendung untergelegter Saiten bei Zithern, und
2. das zum Anspielen derselben dienende Spielwerk, insbesondere die Mechanik desselben,
wie beschrieben und dargestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3121C true DE3121C (de) |
Family
ID=282215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3121D Active DE3121C (de) | Aenderungen an der Besaitung von Zithern, verbunden mit einer besonderen Spiel-Mechanik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3121C (de) |
-
0
- DE DENDAT3121D patent/DE3121C/de active Active
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