DE3121753C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine nichtflüchtige Halbleiterspeicherzelle
nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Derartige Speicher werden normalerweise mit der Abkürzung
EAROM (Electrically Alterable Read Only Memory), d. h. elektrisch
veränderbare Festwertspeicher, bezeichnet und verwenden
als Element zum Speichern von Daten eine Vorrichtung, die im
wesentlichen wie ein Feldeffekttransistor mit isoliertem Gate
(IGFET = Insulated Gate Field Effect Transistor) funktioniert.
Es sind derartige Vorrichtungen bekannt, die hergestellt werden
mit dem Verfahren für MOS mit Silizium-Gate, und die eine
doppelte Schicht aus polykristallinem Silizium aufweisen und als
zugängliche Elektroden eine Source, ein Drain und wenigstens ein
Gate haben und zusätzlich eine nicht zugängliche Elektrode, die
in das das Gate vom Halbleitersubstrat trennende Oxid eingetaucht
ist und gewöhnlich als Floating-Gate, d. h. potentialmäßig
schwimmendes oder freischwebendes Gate, bezeichnet wird. Wenn
eine geeignete Spannung an die zugänglichen Elektroden der
Vorrichtung angelegt wird, können ständig Elektronen in das
Floating-Gate geladen (Einschreiben) oder aus diesem herausgenommen
(Löschen) werden, so daß sich das Speicherelement in einem von
zwei unterschiedlichen elektrischen Zuständen befinden kann,
die zwei unterschiedlichen Pegeln des Leitungsschwellenwertes
des IGFET entsprechen, denen die beiden Pegel einer binären
Information zugeordnet werden können. Diese Veränderungen sind
möglich aufgrund des Phänomens des Übergangs von Ladungen durch
das Oxid, das das Floating-Gate umgibt. Im einzelnen erfolgt
das Einschreiben dadurch, daß im Kanal des IGFET Elektronen
hoher Energie erzeugt werden und daß eine Spannung an das
zugängliche Gate bzw. die zugänglichen Gates angelegt wird.
Über dem Oxid, das das Floating-Gate vom Kanal trennt, baut
sich auf diese Weise ein elektrisches Feld auf, das ausreichend
stark ist, um die Elektronen hoher Energie zu veranlassen,
das Oxid zu durchqueren, bis sie das Floating-Gate
erreichen, in dem sie eingefangen bleiben. Die Löschung wird
dadurch erreicht, daß ein starkes elektrisches Feld zwischen
dem Floating-Gate und einem der zugänglichen Gates gebildet
wird. Schließlich wird das Lesen dadurch ausgeführt, daß geprüft
wird, ob der Transistor leitet oder nicht, wenn an das
zugängliche Gate oder an die zugänglichen Gates eine Spannung
angelegt wird, deren Größe zwischen den beiden Schwellenwerten
liegt, die durch das Floating-Gate in seinen beiden möglichen
Ladungszuständen definiert sind.
Man hat festgestellt, daß sowohl die Einschreibezeit als insbesondere
auch die Löschungszeit in dem Maße erhöht werden
müssen, in dem die Zahl der Programmierzyklen anwächst. Dieses
Erfordernis erscheint dadurch verursacht zu sein, daß die
Leitung durch das Oxid schrittweise geringer wird, weil
Elektronen in diesem Oxid eingefangen werden. Die Nutzungsdauer
des Speichers ist daher begrenzt durch die maximale
Löschungszeit, die im besonderen Anwendungsfall des Speichers
erreicht werden kann.
Theoretisch wäre es möglich, anstelle einer Erhöhung der Programmierzeiten
die Spannung zu erhöhen, die an den Elektroden
der Zellen anliegt. Diese Erhöhung ist in der Praxis jedoch
auf eher niedrige Werte begrenzt durch die physikalischen Eigenschaften
der Zellen und würde in jedem Fall ein rascheres
Altern der Zellen aufgrund der größeren Stromdichten durch
das Oxid herbeiführen.
Eine Speicherzelle der eingangs genannten Art ist beispielsweise
in der US-PS 41 22 544 oder im IEEE Trans. Electron Devices, Vol ED-24
No. 5, Mai 1977, S. 606-610 beschrieben.
Diese Zelle besitzt in einer einzigen
Struktur einen Speichertransistor und einen Selektionstransistor,
von denen jede nur ein zugängliches Gate
hat, so daß ihre Abmessungen stark verringert sind. Dieser
Speicher erfordert jedoch für seinen Betrieb verhältnismäßig
hohe Spannungen, insbesondere zum Löschen (25-30 Volt), die
außer dem Nachteil der ungünstigen Beeinflussung der Nutzungsdauer
des Speichers nicht den Einsatz in solchen Vorrichtungen
und Geräten erlauben, die sich durch niedrige Speisespannungen
auszeichnen (15-20 Volt).
Bei der bekannten Halbleiterspeicherzelle ist das Floating-
Gate auf einen Teil der Länge der Kanalzone zwischen Source
und Drain begrenzt. Sowohl beim Einschreiben als auch beim
Löschen findet der Ladungsträgertransport zum oder vom
Floating-Gate durch Elektronenstrom mit negativ hoher Stromdichte
durch die dem Floating-Gate benachbarten Oxidschichten
statt. Da die Anzahl der im Oxid eingefangenen und dort dauerhaft
festgehaltenen und das Alterungsphänomen hervorrufenden
Elektronen von der Stromdichte abhängt, führen die hohen
Stromdichten zu einer raschen Alterung und mithin zu einer
nur relativ geringen Anzahl der möglichen Einschreib- und
Lösch-Zyklen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine nichtflüchtige
Halbleiterspeicherzelle (EAROM-Speicherzelle) der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Art derart weiterzubilden,
daß sie weniger anfällig gegenüber Alterungsphänomenen des
Oxids ist, sowohl bei relativ niedrigen Einschreibspannungen
als auch bei relativ niedrigen Löschspannungen betrieben
werden kann, mit guter Reproduzierbarkeit der elektrischen
Eigenschaften und hoher Integrationsdichte herstellbar ist
und mit den üblichen Silizium-Gate-Integrationsverfahren
kompatibel ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichnungsteil des Anspruchs
1 angegeben. Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1a und 1b eine Schnittdarstellung bzw. eine Draufsicht
einer bekannten Zelle, wie sie z. B. in Fig. B
der US-PS 41 22 544 gezeigt ist,
Fig. 2a und 2b eine Schnittdarstellung und eine Draufsicht
einer Zelle gemäß der Erfindung und
Fig. 3 das den Zellen der Fig. 1 und 2 entsprechende
Ersatzschaltbild.
Die in den Fig. 1a und 1b dargestellte bekannte Zelle hat ein Substrat 2
aus monokristallinem Silizium, das mit zu P-Leitfähigkeit führenden
Fremdstoffen dotiert ist, und in dem zwei Zonen 4 und 6
mit N-Leitfähigkeit gebildet sind, die in dem Substrat 2 eine
Zone 8 mit einer Breite L von etwa 9 µm begrenzen. Eine Elektrode
10 aus polykristallinem Silizium mit N-Leitfähigkeit erstreckt
sich über den größten Teil der Zone 8 und ist gegenüber
dieser durch eine Schicht 12 aus Siliziumdioxid mit einer Dicke
von etwa 1000 Å isoliert. Eine weitere, mit 14 bezeichnete Elektrode
aus polykristallinem Silizium mit N-Leitfähigkeit, die einen
Anschluß der Zelle bildet, deckt die gesamte Elektrode 10 ab,
gegenüber der sie durch eine zweite Schicht 16 aus Siliziumdioxid
mit ebenfalls einer Stärke von etwa 1000 Å isoliert ist, und erstreckt
sich über den mit 9 bezeichneten Teil, der Zone 8, der
nicht von der Elektrode 10 überdeckt ist. Zwei metallische Elektroden
18 und 20 sind in ohmschem Kontakt mit den Zonen 4 bzw.
6 und bilden zwei weitere Anschlüsse der Zelle. Diese Struktur
arbeitet wie ein MOS-Transistor mit N-Kanal und hat als Source-
und Drain-Elektroden die Anschlüsse 18 bzw. 20 und als Gate-
Elektroden die Elektrode 10 (Floating-Gate) und die Elektrode
14, die als Steuergate bezeichnet werden soll. Das Potential
der beiden Gate-Elektroden beeinflußt den spezifischen Oberflächen-
Widerstand der Zone 8 und damit die Bildung eines Inversionskanals
zwischen der Source-Zone 18 und Drain-Zone 20.
Eine derartige Zelle, bei der jedoch die Source- und Drain-
Anschlüsse vertauscht sind, wird in dem Speicher gemäß der
US-PS 41 22 544 verwendet.
Das Einschreiben erfolgt dadurch, daß der Drain-Anschluß 20 und
das Steuergate 14 auf eine Spannung gebracht werden, die verhältnismäßig
hoch (25 Volt) ist bezüglich des Source-Anschlusses
18 und des Substrates 2, das normalerweise auf demselben
Potential wie die Source 18 mittels geeigneter Verbindungen gehalten
wird, die in der Figur nicht gezeigt sind. Unter diesen
Bedingungen kommt das Floating-Gate 10 aufgrund der kapazitiven
Kopplung mit dem Steuer-Gate 14 auf ein positives Potential,
das ausreicht, um den Inversionskanal in der Zone 8 zu bilden.
Da sich auch unter dem Teil des Steuer-Gates, das unmittelbar
über der Zone 8 liegt, ein Inversionskanal bildet, fließt ein
Elektronenstrom zwischen den Source- und Drain-Elektroden. Die
geometrischen und physikalischen Eigenschaften der Struktur sind
derart, daß die Stärke dieses Stromes so hoch ist, daß die Elektronen
eine ausreichende Energie erreichen, um die Potentialbarriere
der Grenzfläche zwischen Silizium und Siliziumdioxid an der Oberfläche
der Zone 8 zu überwinden und daß das elektrische Feld E W ,
das sich zwischen dem Floating-Gate 10 und der Kanalzone 8 aufbaut,
eine Übergabe von Elektronen in das Floating-Gate 10 erlaubt,
das auf ein negatives Potential kommt, wenn es zu Beginn
des Einschreibens elektrisch neutral war.
Um die Zelle zu löschen, wird das Steuer-Gate 14 auf eine Spannung
gebracht, die wenigstens gleich der Einschreibspannung ist,
während der Drain auf demselben Potential wie die Source gehalten
wird, nämlich auf Null. Über der Oxidschicht 16, die das
Steuergate 14 von dem Floating-Gate 10 trennt, baut sich auf
diese Weise ein elektrisches Feld auf, das ausreichend stark
ist, um Elektronen zum Floating-Gate abzuziehen, bis dieses
auf das Potential Null gebracht ist.
In den Fig. 2a und 2b, in denen die Speicherzelle gemäß der
Erfindung dargestellt ist, sind die Elemente, die mit denen der
Fig. 1a und 1b übereinstimmen, mit denselben Bezugsziffern
versehen. Im Unterschied zur bekannten Zelle, in der sich das
Floating-Gate 10 vollständig über der Zone 8 befindet, hat
die Zelle gemäß der Erfindung ein Floating-Gate 10, das mit
einem beträchtlichen Teil seiner Oberfläche über die Drain-
Zone 6 ragt. Außerdem hat das Steuer-Gate 14 zwei mit der Drain-
Zone 6 bzw. der Source-Zone 4 fluchtende Seiten, so daß es nur
teilweise über dem Floating-Gate liegt, und, wie die bekannte
Zelle, einen Teil, der sich über der Kanalzone 8 befindet und
von dieser durch eine Oxidschicht 11 getrennt ist, die vorzugsweise
stärker ist als die Oxidschicht 12. Die Dicken der Isolierschichten
12 und 16 sind gleich wie bei der bekannten Zelle,
und die Breite L der Zone 8 beträgt etwa 5 µm.
Um die Betriebsweise der in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Zellen zu untersuchen, soll nun das äquivalente Schaltschema
der Fig. 3 betrachtet werden, in der zwei in Kaskadenschaltung
miteinander verbundene MOS-Transistoren dargestellt sind.
Einer von diesen, der im folgenden als Speichertransistor T M
bezeichnet wird, hat als Gate das Floating-Gate 10 und als Drain
den Anschluß 20, während der andere, der als Selektionstransistor
T S bezeichnet wird, als Gate das Steuer-Gate 14 und als
Source den Anschluß 18 hat. In dem Schaltschema sind die mit
dem Floating-Gate 10 verbundenen Kondensatoren dargestellt, nämlich
der mit dem Drain 20 verbundene Kondensator C D , der mit dem
Steuer-Gate 14 verbundene Kondensator C G und der mit dem Substrat
verbundene Kondensator C B .
Wie bereits in der Beschreibungseinleitung erwähnt wurde, kann
sich der Speichertransistor T M in Abhängigkeit von der elektrostatischen
Ladung des Floating-Gate 10 in einem von zwei unterschiedlichen
elektrischen Zuständen befinden. Im folgenden wird die Zelle als
beschrieben betrachtet, wenn der Leitschwellenwert des Transistors
T M auf einem ersten, vorbestimmten Pegel liegt, und als
nicht beschrieben oder gelöscht, wenn sich der Schwellenwert
von T M auf einem zweiten, vorbestimmten Pegel befindet, der
kleiner ist als der erste.
Bei einer gegebenen Zelle mit bestimmten geometrischen und
physikalischen Eigenschaften und bei festgelegten Pegeln
und Zeiten für das Anlegen der Betriebsspannungen verhält
sich der Transistor T M wie ein MOS-Transistor, der im N-
Kanal-Anreicherungsbetrieb mit einer Leitungsschwelle arbeitet,
die in Abhängigkeit von der im Floating-Gate gespeicherten
Ladung zwischen zwei Leitungspegeln variabel
ist. Der Zustand der Zelle kann dadurch abgelesen werden,
daß an das Steuer-Gate 14 eine bezüglich dem Source-Anschluß
18 positive Spannung angelegt wird, die ausreicht, um den
Selektionstransistor T S in jedem Fall und den Speichertransistor
T M nur dann in den leitenden Zustand zu versetzen, wenn
letzterer sich im Zustand mit kleinerem Schwellenwert befindet
(nicht beschriebene Zelle). Die Fähigkeit, Strom zwischen
dem Source-Anschluß 18 und dem Drain-Anschluß 20 zu leiten
oder nicht, die durch eine geeignete und nicht dargestellte
Schaltung abgelesen werden kann, gibt an, ob die Zelle gelöscht
oder beschrieben ist.
Beim Schreiben bestimmen die an den Anschlüssen der Zelle anliegenden
Spannungen die Bildung eines elektrischen Feldes zwischen
dem Floating-Gate 10 und der Kanalzone 8, deren Stärke
sich aus der Beziehung E w = (V F - V CH ) / d₁ ergibt, wobei V F
das Potential des Floating-Gate, V CH das Potential entlang dem
Kanal und d₁ die Dicke der Oxidschicht 12 sind. Das Potential
V CH hängt von der Spannung zwischen Drain und Source und von
dem spezifischen Oberflächenwiderstand der Zone 8 ab und verändert
sich entlang dem Kanal, wobei das Maximum an der Grenze
mit der Drain-Zone liegt. Das Potential V F hängt von der augenblicklichen
Ladung Q F des Floating-Gate und von der Spannung
zwischen den Anschlüssen der Zelle nach der folgenden Beziehung
ab:
wobei C T = C G + C D + C B die Kapazität des Floating-Gate in
Bezug auf alle Elektroden sowie V G und V D die auf die Source
18 bezogenen Spannungen des Steuer-Gate 14 bzw. des Drain 20
bei mit der Source 18 verbundenem Substrat 20 sind. Wenn
die Drain-Spannung V D ausreichend groß ist, werden in einer
Zone des Kanals Elektronen mit einer Energie erzeugt, die ausreicht,
um die Barriere der Grenzfläche zwischen Silizium und Siliziumdioxid
zu überwinden. Die Überführung von Elektronen in das Floating-
Gate geht aus von den Punkten der Emissionszone, für die das
elektrische Feld E w positiv ist, d. h., wo V F <V CH . Der geometrische
Ort dieser Punkte soll als Nutzzone für das Einschreiben
bezeichnet werden. Die Wirksamkeit dieser Überführung
ist um so größer, je größer V F und je kleiner V CH ist. Aus der
Beziehung (1) erkennt man, daß das Potential V F des Floating-
Gate in der bekannten und in den Fig. 1a und 1b dargestellten
Zelle im wesentlichen induziert wird von der Spannung V G des
Steuer-Gates, über den Kondensator C G , da die Kapazität von C D
viel kleiner ist, während in der in den Fig. 2a und 2b dargestellten
Zelle gemäß der Erfindung das Potential V F stark
beeinflußt wird durch die Drain-Spannung V D′ über den Kondensator
C D . Gemäß der Erfindung erhält man damit ein hohes Potential
am Floating-Gate durch Verwendung der Drain-Spannung, die
beim Einschreiben jedenfalls ziemlich groß sein muß, um Elektronen
hoher Energie zu erzeugen. Das erlaubt es praktisch, das Einschreiben
unabhängig von den Dimensionen und der Spannung des
Steuer-Gates zu machen. Das Steuer-Gate kann daher so dimensioniert
werden, daß die günstigsten Bedingungen zum Löschen erreicht
werden.
Um einen Maßstab für den Unterschied zwischen der bekannten
Zelle und derjenigen der Erfindung zu haben, sei angegeben,
daß das Verhältnis C D /C T für die bekannte Zelle zwischen 0,1
und 0,2 und für die Zelle gemäß der Erfindung zwischen 0,45
und 0,55 liegt.
Um das Einschreiben zu erleichtern, das in gewissem Maß erschwert
wird durch die schwache kapazitive Kopplung C G zwischen
dem Steuer-Gate und dem Floating-Gate, ist
der spezifische Widerstand der Zone
8 kleiner als der entsprechende bei der bekannten Zelle. Diese
Maßnahme erlaubt einerseits, die Zahl der Elektronen zu
erhöhen, die von der Nutzzone für das Einschreiben abgegeben
werden, was ein Fachmann leicht erkennen wird, und läßt andererseits
das elektrische Feld E w stärker werden, so daß das
Einschreiben am Ende mindestens genauso effizient ist wie mit
der Zelle nach dem Stand der Technik. Es ist jedoch zu beachten,
daß der spezifische Widerstand nicht zu klein sein darf,
weil sonst der Schwellenwert für das Leiten des Selektionstransistors
T S für ein Einlesen der Zelle bei üblichen Spannungen
(5 bis 6 Volt) zu groß wird.
Der niedrige spezifische Widerstand der Zone 8 hat auch die
Wirkung, daß er die Schwellenspannung des Speichertransistors
T M erhöht. Im Unterschied zu der bekannten Zelle, bei der der
Zustand, in dem das Floating-Gate elektrisch neutral ist, einem
minimalen Schwellenwert entspricht (dem im allgemeinen der
logische Zustand "0" oder die nicht beschriebene Zelle zugeordnet
wird), ist bei der Zelle nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung der entsprechende Schwellenwert ein
Maximum (dem der logische Zustand "1" oder die beschriebene
Zelle zugeordnet wird), wenn das Floating-Gate neutral ist. Der
niedrigste Schwellenpegel der nicht beschriebenen Zelle oder
der gelöschten Zelle wird beim Löschen erreicht, wenn in gewöhnlicher
Weise Elektronen zum Floating-Gate abgezogen werden,
so daß in diesem Zustand das Floating-Gate positiv geladen
ist.
Das Löschen der Zelle erfolgt durch ein elektrisches Feld zwischen
dem Steuer-Gate 14 und dem Floating-Gate 10, dessen Stärke
sich aus E c = (V G - V F )/d₂ ergibt, wobei d₂ die Dicke der Oxidschicht
16 ist. Durch Einsetzen der Gleichung (1) für V D =0 erhält
man
woraus man sieht, daß das
elektrische Feld E c bei gleichbleibenden anderen Parametern um
so größer ist, je kleiner C G ist. Der
Kondensator C G kann sehr klein gemacht werden, weil die Abmessungen
des Steuer-Gates, worauf bereits hingewiesen wurde, die Einschreibeigenschaften
der Zelle nicht beeinflussen.
Zum Lesen einer Zelle werden gleichzeitig eine Spannung am Drain
und eine Spannung am Steuer-Gate angelegt. Die beiden Spannungen
des Steuer-Gates, die die beiden Grenzen darstellen, zwischen
denen ein sicheres Lesen des Zustandes der Zelle durchgeführt
werden kann, können nicht zu nahe beieinander sein. Der Minimalabstand
zwischen diesen beiden Spannungen ist durch die Veränderbarkeit
der konstruktiven Parameter der Zelle und der Leseschaltungen
bestimmt, die in derselben integrierten Schaltung
enthalten sind, welche auch den Speicher enthält; dieser Abstand
darf in der Praxis nicht kleiner als 4 bis 5 Volt sein. Um daher ein
Lesen aller Zellen des Speichers unabhängig von den physikalischen
und konstruktiven Unterschieden der Zellen zu garantieren,
welche von den Fabrikationstoleranzen und der unterschiedlichen
"Geschichte" der einzelnen Zelle abhängen, muß
die Differenz Δ V T zwischen dem Schwellenwert der beschriebenen
Zelle und dem Schwellenwert der nicht beschriebenen
Zelle einen bestimmten Wert haben, der größer ist als der
Unterschied zwischen den Spannungen "Beschrieben" und
"nicht Beschrieben" des Steuer-Gate. Das Δ V T = Q F /C G ist,
wird klar, daß man mit einer erfindungsgemäßen Zelle aufgrund
des niedrigen Wertes von C G einen bestimmten Schwellenwertsprung
mit einer kleineren Ladung Q F des Floating-Gate als
bei einer Zelle des Standes der Technik erhält.
Diese Fähigkeit der Zelle gemäß der Erfindung, mit geringeren
Ladungsänderungen zu funktionieren, wirkt sich am Ende in
einer Erhöhung der Nutzdauer der Zelle und damit des gesamten
Speichers aus, weil sowohl beim Einschreiben als auch beim
Löschen die Stromdichte durch die dem Floating-Gate benachbarten
Oxidschichten verringert ist, so daß die Verschlechterung
des Oxids aufgrund des Einfangens von Elektronen langsamer ist
und die Zahl der Nutzzyklen zum Einschreiben und zum Löschen
größer ist als bei der bekannten Zelle.
Die Zelle gemäß der Erfindung eignet sich sehr gut zur Verwendung
als Grundelement eines Speichers, der für Wörter löschbar
ist, und kann mit einem Verfahren hergestellt werden, das
vollständig kompatibel mit den üblichen Herstellungstechniken
für integrierte N-Kanal-MOS-Schaltungen mit zwei polykristallinen
Siliziumschichten ist. Man kann nämlich leicht zeigen, daß der
größte Teil der für den Speicher erforderlichen Herstellungsphasen
gleich ist mit den für andere integrierte Schaltungen in
demselben Siliziumsubstrat erforderlichen Herstellungsphasen,
und daß die wenigen verschiedenen Herstellungsphasen nicht kritisch
sind. Eine von diesen ist beispielsweise diejenige, welche
die Ausrichtung des Steuer-Gate 14 mit der Drain-Zone 6 erlaubt
und aus einer Implantation von zu N-Leitfähigkeit führenden
Dotierungsionen durch die Oxidschicht 16, das Floating-Gate 10
und die Oxidschicht 12 hindurch besteht, wobei als Maske das
Steuer-Gate 14 verwendet wird. Man erreicht auf diese Weise, daß
der in Fig. 2a mit 6′ bezeichnete Teil der Drain-Zone 6, die
zuvor durch Niederschlagen und Diffusion gebildet wurde, wobei
das Floating-Gate 10 als Maske verwendet wurde, sich unter das
Floating-Gate 10 erstreckt. Auf diese Weise können die Dimensionsverhältnisse
zwischen dem Steuer-Gate 14, dem Floating-
Gate 10 und der Drain-Zone 6 leicht innerhalb enger Toleranzen
gehalten werden.
Selbstverständlich sind neben der beschriebenen und dargestellten
Ausführungsform der Erfindung zahlreiche Varianten und Abänderungen
möglich.
So können beispielsweise an Stelle von Siliziumdioxid-
Schichten als Dielektrikum Schichten aus anderen Materialien
und anderen Stärken verwendet werden, sofern die Kapazitätsverhältnisse
zwischen den Elektroden nicht wesentlich verändert
werden. Es ist selbstverständlich, daß in diesem Fall auch die
Abmessungen und gegenseitigen Lagen der Elektroden in gewisser
Weise variieren können.
Claims (3)
1. Nichtflüchtige Halbleiterspeicherzelle, deren Speicherzustand
auf elektrische Weise veränderbar ist und die eine
Feldeffektvorrichtung aufweist mit einer Sourcezone (4),
einer Drainzone (6) und einer Kanalzone (8) sowie mit einem
Floating-Gate (10) aus elektrisch leitendem Material, das
sich über einen Teil der Kanalzone (8) und bis über die
Drainzone (6) erstreckt, mit einem Steuergate (14), das
sich sowohl oberhalb des nicht vom Floating-Gate (10) verdeckten
Teils der Kanalzone (8) als auch oberhalb des
Floating-Gates (10) erstreckt, und mit Isolierschichten (11,
12, 16), mittels welchen das Floating-Gate (10) und das
Steuergate (14) sowohl von der Halbleiteroberfläche der
Feldeffektvorrichtung als auch voneinander elektrisch isoliert
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Floating-Gate (10) mit einem beträchtlichen
Teil seiner Oberfläche über die Drainzone (6) erstreckt und
die Fläche dieses Teils sowie die Dicken und Arten der Isolierschichten
(11, 12, 16) derart gewählt sind, daß die
elektrische Kapazität zwischen dem Floating-Gate (10) und der
Drainzone (6) etwa halb so groß ist wie die Summe der
elektrischen Kapazitäten zwischen dem Floating-Gate (10)
und der Drainzone (6), dem Substrat (2) und dem Steuergate (14),
und daß das Steuergate (14) in Sourcezonen-Drainzonen-Verbindungsrichtung
nur einen Teil des Floating-Gate (10)
überdeckt, indem zwei seiner Seiten
im wesentlichen mit den Grenzen zwischen der
Kanalzone (8) und der Sourcezone (4) sowie der Drainzone (6)
fluchten.
2. Speicherzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanalzone (8) einen solchen spezifischen
Oberflächenwiderstand aufweist, daß die Leitfähigkeitsschwelle der Feldeffektvorrichtung
ihren Maximalwert hat, wenn das Floating-
Gate (10) elektrisch neutral ist.
3. Speicherzelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Substrat (2) aus monokristallinem
Silizium besteht, daß das Floating-Gate (10) und das Steuer-Gate (14)
aus polykristallinem Silizium bestehen und daß die Isolierschichten
(11, 12, 16) aus Siliziumdioxid sind und eine Dicke
zwischen 600 Å und 2000 Å haben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT8022538A IT1209227B (it) | 1980-06-04 | 1980-06-04 | Cella di memoria non volatile a 'gate' flottante elettricamente alterabile. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3121753A1 DE3121753A1 (de) | 1982-06-03 |
| DE3121753C2 true DE3121753C2 (de) | 1988-10-20 |
Family
ID=11197578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (6)
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|---|---|
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| JP (1) | JPS5752171A (de) |
| DE (1) | DE3121753A1 (de) |
| FR (1) | FR2484124A1 (de) |
| GB (1) | GB2077492B (de) |
| IT (1) | IT1209227B (de) |
Families Citing this family (42)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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