DE3121208A1 - Mittel zum schutz gegen verschmutzungen - Google Patents
Mittel zum schutz gegen verschmutzungenInfo
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Description
•dr. berg
DIPL.-ING. SCHWABE
PATENTANWÄLTE Postfach 860245 · 8000 München 86
Anwaltsakte 31
27. Mai 1981
PCUK PRODUITS CHIMIQUES UGINE KUHLMANN
Tour Manhattan - La Defense 2
5 & 6, Place de I1Iris
92400 Courbevoie, Frankreich
Mittel zum Schutz gegen Verschmutzungen
2598.C.
«(089)988272
988273 988274 983310
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ο IZ IZUo
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Mittel und ein Verfahren zum Schutz von Materialien, insbesondere Mauern, Fassaden,
Denkmälern oder Skulpturen aus Zement, Ziegelstein, Beton, Naturstein oder Kunststein, Bedachungselementen und Bauelementen
aus Holz, Kunststoff oder mit metallischer Oberfläche gegen schädliche Verschmutzungen.
Die Schädigung der genannten Materialien kann auf natürlichem Wege (Abscheidungen von Luftverschmutzungen oder
Staub mit eventueller Entwicklung von pflanzlichen Moosen, Schlammspritzer, die gegebenenfalls mit fetten Verschmutzungen
auf der Grundlage von Erdöl vermischt sind, Vogelkot und dergleichen) oder künstlich erfolgt sein ( beispielsweise
durch "verbotenes" Bekleben, durch Beschmieren oder durch Besprühen mit gefärbten Flüssigkeiten).
Es ist bekannt, daß fluorierte Harze auf der Grundlage von Acrylaten oder Methacrylaten fluorierter Alkohole in
erheblicher Weise die Haftungseigenschaften von polaren oder nichtpolaren Flüssigkeiten beeinflussen. Wenn man
sie in organischer Lösung auf die oben genannten Materialien aufträgt, so verleihen sie diesen einen gewissen
Schutz gegen natürliche oder künstliche Verschmutzungen, der jedoch nicht ausreicht. Gleiches trifft auf die hit-
2598.C.
zehärtbaren oder thermoplastischen Harze und die Wachse zu.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Mittel zu schaffen, das nach dem Auftragen'auf die
genannten Materialien ihnen ohne Veränderung ihres anfänglichen Aussehens einen vollständigen Schutz gegen Verschmutzungen
verleiht oder wenigstens in starkem Ausmaß ihre Reinigung erleichtert, indem die Wiederherstellungsdauern
beträchtlich verkürzt werden können.
Diese Aufgabe wird nun gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Mittels gemäß Hauptanspruch und das Verfahren
gemäß Anspruch 12. Die Unteransprüche betreffen besonders bevorzugte Ausführungsformen dieses Erfindungsgegenstandes
.
Die oben angesprochene Aufgabe kann erfindungsgemäß nun
dadurch gelöst werden, daß man auf die zu schützenden Materialien ein flüssiges Mittel aufträgt, welches
A) 0,1 bis 1 Gew.-% mindestens eines fluorierten oder fluorhaltigen Harzes auf der Grundlage eines Esters
der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit einem Sulfonamidoalkohol, welcher Ester gegebenenfalls von
nichtfluorierten Monomeren begleitet sein kann, wobei der fluorierte Sulfonamidoalkohol der nachstehenden
allgemeinen Formel I
2598.C.
Rf-A- SO- - N - B - OH (I)
entspricht, in der
Rf eine Perfluoralkylgruppe,
A eine direkte Bindung oder eine Alkylenbrücke, B eine Alkylenbrücke und
R ein Wasserstoffatom, eine Alky!gruppe, eine Cycloalkylgruppe,
eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Arylgruppe
bedeuten,
bedeuten,
B) 0,4 bis 10 Gew.-% mindestens eines Hilfsstoffs, der aus
der Aminoplastharze auf der Grundlage von Melamin, thermoplastische Harze und Wachse umfassenden Gruppe
ausgewählt ist, und
C) 89 bis 99,5 Gew.-% mindestens eines organischen Lösungsmittels umfaßt.
In der oben angegebenen allgemeinen Formel I kann die Perfluoralkylgruppe
geradkettig oder verzweigt sein und 1 bis 20 (vorzugsweise 4 bis 16) Kohlenstoffatome enthalten. Die
Alkylenbrücke A enthält vorzugsweise 2 oder 4 Kohlenstoff'-atome, während die Alkylenbrücke B vorzugsweise 2 bis 4
Kohlenstoffatome aufweist. Die Alkylgruppe enthält vorzugsweise
1 bis 10 Kohlenstoffatome, die Cycloalkylgruppe 5 bis 12 Kohlenstoffatome und die Hydroxyalkylgruppe 2
bis 4 Kohlenstoffatome, während die Arylgruppe (beispielsweise
die Phenylgruppe) durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 6
2598.C.
Kohlenstoffatomen substituiert sein kann.
Als fluorierte Harze A verwendet man vorzugsweise jene, die man durch Polymerisation eines oder mehrerer Ester
der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit einem fluorierten Alkohol, welche Monomere gegebenenfalls von einem geringen
Anteil anderer nichtfluorierter Monomerer begleitet werden, in Gegenwart eines Homopolymers oder Copolymers
eines nichtfluorierten Alkylacrylats oder Alkylmethacrylats erhält, oder jene, die man durch Polymerisation eines
oder mehrerer nichtfluorierter Alkylacrylate oder Alky!methacrylate,
die gegebenenfalls von einem geringeren Anteil anderer nichtfluorierter Monomerer begleitet werden,
in Gegenwart eines Homopolymers oder Copolymers auf der Grundlage eines Esters der Acrylsäure oder der Methacrylsäure
mit einem fluorierten Alkohol erhält. Von diesen Harzen, die in den französischen Patentschriften 2 155
und 2 319 668 beschrieben sind, haben sich jene als besonders interessant erwiesen, die man dadurch erhält, daß man
einerseits ein nichtfluoriertes Alkylacrylat oder Alkylmethacrylat,
das 1 bis 20 Kohlenstoffatome in dem Alkylrest
aufweist, und andererseits einen Ester der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit einem oder mehreren fluorierten
Alkoholen der allgemeinen Formel II
Rf - CH2CH2 - SO2 - N - CH2CH2OH (II)
2598.C.
worin Rf und R die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, verwendet. Diese fluorierten Harze erhält man im allgemeinen
in Form von Lösungen in einem inerten organischen Lö- ' sungsmittel. Diese Lösungen können direkt zur Bildung des
erfindungsgemäßen Mittels verwendet werden; so genügt es, sie mit den erforderlichen Mengen des Hilfsstoffs B) und
gegebenenfalls eines organischen Lösungsmittels C) zu versetzen, wobei das gegebenenfalls zugesetzte organische Lösungsmittel
mit dem der Grundlösung identisch oder davon verschieden sein kann.
Als Aminoplastharze aqf der Grundlage von Melamin kann man
insbesondere Methyläther oder Butyläther von Hexamethylolmelamin und vorzugsweise den Hexamethyläther des Hexamethylolmelamins
nennen. Als besonders vorteilhaft haben sich jene erfindungsgemäßen Mittel erwiesen, die 5 bis 10
Gew.-% des Aminoplastharzes enthalten, wobei ihr Anteil um so größer ist, je größer die Porosität des zu behandelnden
Materials ist. Zur Begünstigung der Polymerisation dieser Harze kann das erfindungsgemäße Mittel einen mit dem organischen
Medium mischbaren oder darin dispergierbaren Katalysator, vorzugsweise Milchsäure, in einer Menge von 2 bis
10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Aminoplastharzes,
enthalten.
Die thermoplastischen Harze und die Wachse, die vorzugsweise in Mengen von 0,4 bis 5 Gew.-% verwendet werden,
2598.C.
können einzeln oder mit Vorteil in Mischung mit einem Aminoplastharz
zur Behandlung von Materialien mit erhöhter Porosität verwendet werden.
Als thermoplastische Harze kann man Polyvinylharze, insbesondere
jene auf der Grundlage von Polyvinylchlorid, Epoxidharze, insbesondere die von Bisphenol und Epichlorhydrin
abgeleiteten, gegebenenfalls modifizierte Polyesterharze, Styrolharze oder andere Alkyd-Copolymere, Polymethylstyrole
und Acrylnitril/Styrol-Copolymere, Acrylharze (Polyacrylate oder Polymethacrylate, insbesondere PoIymethylmethacrylat,
Polyäthylmethacrylat, Polybutylmethacry lat oder Polycyclohexylmethacrylat), Alkyd-Urethan-Harze
sowie mit dem organischen Medium mischbare oder darin dispergierbare Phenolharze nennen. Wenn man ein vernetzbares
thermoplastisches Harz, beispielsweise ein Epoxidharz oder ein Acrylharz, verwendet, kann das erfindungsgemäße
Mittel gegebenenfalls zusätzlich einen Katalysator enthalten, der normalerweise dazu verwendet wird,
die Vernetzung beim Trocknen des Materials zu begünstigen.
Als Wachse kann man insbesondere die Paraffine, die paraffinischen
öle und die Stearine nennen. Man verwendet mit Vorteil mindestens eines dieser Produkte, wenn das erfindungsgemäße
Mittel zum Schutz von Materialien verwendet werden soll, die eine erhöhte Porosität aufweisen (Beton,
Naturstein, Kunststein, gebrannter Ton). Andererseits ist
2598.C.
ihre Verwendung in gewissen Fällen zu vermeiden, wenn das erfindungsgemäße Mittel zum Schutz von gegebenenfalls angestrichenen
Metalloberflächen dient, da sie Korrosions- ! Phänomene verursachen können. Die Paraffine können in
Form von "Streckmitteln" eingesetzt werden, beispielsweise in Form von Mischungen aus Paraffinen und mit Aluminiumisopropylat
kondensierten Phosphaten des Stearylalkohols (FR-PS 1 447 178) oder Mischungen aus Paraffinen und AIuminiumoxid-Stearaten
in Gegenwart von Methylcyclohexanol.
Die Auswahl des oder der in den erfindungsgemäßen Mitteln
zu verwendenden organischen Lösungsmitteln hängt von einer Reihe von Faktoren ab, insbesondere von der Art des zu
schützenden Materials (glatt oder porös), seinem Zustand im Augenblick der Anwendung (trocken oder feucht), von
dem Aussehen der Oberfläche und dem angestrebten Eindringvermögen, sowie von der Auftragungsart und der angestrebten
Trocknungsgeschwindigkeit. Man kann chlorierte Lösungsmittel, wie Trichloräthylen, Perchloräthylen und insbesondere
wegen seiner geringeren Toxizität 1,1,1-Trichloräthan
und insbesondere aufgrund ihrer .großen Verdampfungsgeschwindigkeit
und ihrer extrem geringen Toxizität chlorfluorierte Lösungsmittel, wie Trichlormonofluormethan, Difluortetrachloräthane
oder Trifluortrichloräthane, vorzugsweise 1,2,2-Trifluor-1,1,2-trichloräthan verwenden.
Wenn man das Eindringen der erfindungsgemäßen Mittel in bestimmte Materialien (Hartholz, Kunststoff und bestimmte
2598.C.
pa α
- 13 -
Steinmaterialien) verbessern will, kann man mit Vorteil Ketone, insbesondere Methyläthylketon, welches auch die
Rolle des Hauptlösungsmittels übernehmen kann, oder Ester, wie Äthylacetat, Butylacetat oder Amylacetat verwenden.
Aufgrund des Interesses, das sie wegen ihrer geringen Verdampfungsgeschwindigkeit
bei bestimmten Auftragsmethoden durch Besprühen oder durch ihre Wirkung als Hauptlösungsmittel
besitzen, kann man auch aliphatische oderaromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzin, Testbenzin, Toluol, Benzol
und Xylol einsetzen, die man vorzugsweise in Mengen von 5 bis 5o % oder auch mehr, bezogen auf das Gesamtvolumen
der eingesetzten Lösungsmittel, verwendet.
Wenn man den Schutz der Materialien gegen Pilze und Bakterien erhöhen will, kann man ohne Nachteil fungizide bzw.
gegen Pilzerkrankurigen wirksame oder bakterizide Wirkstoffe
in die erfindungsgemäßen Mittel einarbeiten.
Die erfindungsgemäßen Mittel können in Form von einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Schichten mit Hilfe
eines Pinsels, einer Bürste, einer Auftragswalze oder von Sprüheinrichtungen auf die zu schützenden Materialien aufgebracht
werden. Die in freier Luft erreichte Trocknungsgeschwindigkeit hängt insbesondere von der Verdampfungsgeschwindigkeit
des oder der eingesetzten Lösungsmittel ab. Um einen zufriedenstellenden Schutz zu erreichen, gen,ügt
es im allgemeinen, 100bis 500 ml (1 ml = 10 m )
2598.C.
des erfindungsgemäßen Mittels pro m2 der zu schützenden
Oberfläche aufzutragen, vorzugsweise 120 bis 350 ml/m2,
so daß man zwischen 0,5 bis 3 g/m2 des fluorierten Harzes A) und 0,5 bis 30 g/m2 des Hilfsstöffs B) aufbringt.
5
Diese geringe Abscheidung auf der Oberfläche ermöglicht eine bessere Atmung der behandelten Materialien (ein Adsorptions-Desorptions-Phänomen),
eine geringe Haftung der natürlichen oder künstlichen Verschmutzungen (da sich kein Klebeeffekt ergibt) und eine gute Witterungsbeständigkeit
des haftungsmindernden Effekts. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Mittel ist darin zu sehen, daß
sie zu keinerlei Verfärbung Anlaß geben, so daß sie, wenn man sie nur auf einen Teil eines zu schützenden Materials
aufträgt (beispielsweise auf den unteren Bereich einer Mauer), man keine Grenzschicht zwischen dem behandelten
Abschnitt und dem unbehandelten Abschnitt feststellen kann.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Man beschickt ein Reaktionsgefäß mit 76 Gew.-Teilen
1,1,1-Trichloräthan, 18 Gew.-Teilen Stearylmethacrylat,
2 Gew.-Teilen Hydroxyäthylmethacrylat und 0,2 Gew.-Tei-
2598.C.
ft Φ Λ » *
len Lauroylperoxid , das man in 4 Gew.-Teilen 1,1,1-Trichloräthan
gelöst hat. Nachdem man in dem Reaktionsgefäß eine Stickstoffatmosphäre ausgebildet hat, erhitzt
man unter Rühren während 3 Stunden auf 740C.
5
In die Lösung des in dieser Weise gebildeten nichtfluorierten
Acrylharzes bringt man eine Mischung aus 2o Gew.-Teilen einer 80 gew.-%igen Lösung eines fLuorierten
Acrylats der nachstehenden Formel III 10
C6F13 - CH2CH2 - SO2 - N - CH2CH2 - OCOCH = CH2 (III)
CH3
in Aceton, 4 Gew.-Teilen Stearylmethacrylat und 76 Gew.-Teilen 1,1,1-Trichloräthan und dann eine Lösung von 0,2
Gew.-Teilen Lauroylperoxid in 4 Gew.-Teilen 1,1,1-Trichloräthan
ein und erhitzt unter Rühren während 4 Stunden auf 740C. Nach dem Verdünnen mit 176 Gew.-Teilen
1,1,1-Trichloräthan erhält man eine etwa 10,5 gew.-%-ige
Lösung des fluorierten Harzes in 1,1,1-Trichlor- äthan
(nachfolgend als "Lösung RF1" bezeichnet).
b) Erfindungsgemäßesjtfittel
Man beschickt eine Mischeinrichtung nach und nach unter schwachem Rühren entweder bei Raumtemperatur oder
vorzugsweise bei 35 bis 400C mit den folgenden Bestandteilen:
2598.C.
1,1,1-Trichloräthan 130 Gew.-Teile
Milchsäure (d = 1,21) 1
Hexamethylolmelaminhexamethyläther (Wirkstoffgehalt 99 + 1 Gew.-%) "12
Lösung RF1 4 "
Nach der vollständigen Verdünnung dieser Bestandteile erhält man ein erfindungsgemäßes Mittel in Form einer
klaren homogenen Flüssigkeit mit einer Dichte von etwa 1/4, die etwa 0,3 Gew.-% des fluorierten Harzes, 8,1
Gew.-% Hexamethylolmelaminhexamethyläther, 90,9 Gew.-%
1,1,1-Trichloräthan und 0,7 Gew.-% Milchsäure enthält.
Dieses Mittel kann mit der Bürste, mit dem Pinsel oder durch Aufsprühen in einer Menge von 250.bis 300 ml/m2
auf Materialien, wie Ziegelsteine, Steine und Beton, aufgebracht werden, wobei das Trocknen und die Polymerisation
in der Umgebungsluft erfolgt.
Man erhält ähnliche Mittel, wenn man die Lösung RF.
durch die in den Beispielen 1 bis 11 der FR-PS 2 319 beschriebenen Zubereitungen oder durch eine Lösung eines
der in den Beispielen 1 bis 5 der FR-PS 2 155 133 beschriebenen Produkte unter Anwendung der gleichen
Mengenverhältnisse der Wirkstoffe ersetzt.
2598.C.
α a
Beispiel 2
Man bereitet getrennt zwei Mischungen der folgenden Zusammensetzung:
Mischung A
1,1,1-Trichloräthan 13o Gew.-Teile
Mischung A
1,1,1-Trichloräthan 13o Gew.-Teile
Hexamethylolmelaminhexamethylather
(Wirkstoffgehalt 99 +_ 1 Gew.-%) 12
Mischung B
Milchsäure (d = 1,21) 1 Gew.-Teil
Lösung RF1 4
Diese Mischungen können mehrere Tage vor der Verwendung aufbewahrt werden. Im Augenblick ihrer Verwendung trägt
man die Mischung B unter Rühren in die Mischung A ein und erhält ein erfindungsgemäßes Mittel, das man nach
der in Beispiel 1 angegebenen Methode aufträgt.
Man arbeitet nach der Verfahrensweise von Beispiel 1 oder 2, ersetzt jedoch die Lösung RF1 durch eine gleich große
Menge einer Lösung, die man in gleicher Weise gebildet hat, jedoch unter Ersatz des Monomers der Formel I durch eine
Mischung fluorierter Monomerer der nachstehenden Formel IV:
CnF0 J.1- - CH0CH0 - SO9 - N - CH0CH0 - OCOCH = CH0 (IV)
η 2η+Ι 2 2^,22 2.
CH3
2598.C.
worin η den Wert 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16 aufweist, wobei
diese Bestandteile in durchschnittlichen Gewichtsmengen von 1:50:31:10:3: 1:1 vorhanden sind. ;
Das in dieser Weise erhaltene erfindungsgemäße Mittel besitzt
analoge Eigenschaften wie jenes von Beispiel 1 und kann in gleicher Weise aufgetragen werden.
Man verfährt nach der Methode von Beispiel 1, verwendet
jedoch als fluoriertes Harz ein Copolymer auf der Grundlage eines fluorierten Monomers der Formel V (57 bis 60 Gew,-%),
Octadecylmethacrylat (27 %) Hexadecylmethacrylat (8,5 %) und anderer Methacrylate von nichtfluorierten Alkoholen
mit 14, 16 bzw. 20 Kohlenstoffatomen ( 3 bis 6 %).
- SO2 - N - CH2CH2 - OCOC = CH2 (V)
CH3 CH3
Man beschickt eine Mischeinrichtung nacheinander unter schwachem Rühren und bei 35 bis 40 0C mit den folgenden
Bastandteilen:
1,1,1-Trichloräthan 115 Gew.-Teile
1,1,1-Trichloräthan 115 Gew.-Teile
Testbenzin (Gehalt an aromatischen Verbindungen mindestens 5 Gew.-%) 15 "
2598.C.
3 ö
- 19 -
Katalysator aus 70 % Äthanol, 15 %
Äthylenglykol und 15 % Chlorwasserstoff säure (d = 1,18) 1 Gew.-Teil
Äthylenglykol und 15 % Chlorwasserstoff säure (d = 1,18) 1 Gew.-Teil
Hexamethylolmelaminhexamethylather
(Wirkstoffgehalt 99+1 Gew.-%) 9
(Wirkstoffgehalt 99+1 Gew.-%) 9
Lösung RF. 6 "
Nach dem vollständigen Verdünnen dieser Bestandteile erhält
man ein erfindungsgemäßes Mittel in Form einer klaren homogenen Flüssigkeit, die etwa 0,4 Gew.-% des
fluorierten Harzes, 6,2 Gew.-% Hexamethylolmelaminhexamethyläther,
82,5 Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan und 10,2
Gew.-% Testbenzin enthält.
Man kann dieses Mittel in einer Menge von 250 bis 300 ml/m2
auf die unterschiedlichsten Materialien aufbringen, insbesondere auf Kork und Kunstholz bzw. Spanplatten.
Man beschickt eine Mischeinrichtung nach und nach mit den
folgenden Bestandteilen:
Perchloräthylen 170 Gew.-Teile
Perchloräthylen 170 Gew.-Teile
40 gew.-%ige Polystyrollösung in Perchloräthylen 2 "
Lösung RF1 7 "
Nach der vollständigen Verdünnung erhält man ein erfindurigsgemäßes
Mittel in Form einer lagerungsbeständxgen
2598.C.
Flüssigkeit, die etwa 0,4 Gew.-% fluoriertes Harz, 0,45 Gew.-% Polystyrol, 95 ,65 Gew.-% Perchloräthylen und 3,5
Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan enthält.
Dieses Mittel, das insbesondere zum Schutz von Bauteilen auf der Grundlage von Naturstein oder Kunststein (Brunnenschalen,
Blumenständer, Blumenkasten, Statuen) geeignet ist, kann auf diese Materialien mit Hilfe der Bürste
in einer oder zwei Lagen in einer Menge von 150 bis 300 ml/m2 in Abhängigkeit von dem angestrebten Schutz aufgebracht
werden.
Die in dieser Weise geschützten Gegenstände besitzen aufgrund ihrer geringeren Feuchtigkeitsabsorption ein besseres
Verhalten in der Frostperiode. Die natürlichen Verschmutzungen verkrusten weniger leicht und können durch
einfaches Abbürsten mit kaltem Wasser entfernt werden. Die Anwesenheit von. Polystyrol in dem Mittel verleiht dem
überzug ein besseres Haften und eine ausgezeichnete Stabilität.
Beispiel 7
Man beschickt eine Mischeinrichtung nacheinander bei Raumtemperatur
unter Rühren mit den folgenden Bestandteilen: 1,1,1-Trichloräthan 90 Gew.-Teile
Benzol oder Toluol 50 "
35 gew.-%ige Lösung von Polyvinylchlorid
in Cyclohexanon 5 "
2598.C.
Lösung RF1 10 Gew.-Teile
Nach der vollständigen Verdünnung erhält man ein erfindungsgemäßes
Mittel, das etwa 0,7 Gew.-% fluoriertes Harz, 1,1 Gew.-% Polyvinylchlorid, 63,8 Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan,
32,3 Gew.-% Benzol und 2,1 Gew.-% Cyclohexanon enthält und besonders geeignet ist zum Schutz von der
Witterung ausgesetzten Materialien und die beispielsweise zum Dachdecken verwendet werden, wie Bitumenschindeln,
Schindeln oder Tonziegel. Der Auftrag erfolgt mit Hilfe einer Auftragswalze oder durch Besprühen in einer Menge
von 250 bis 300 ml/m2.
Im Vergleich zu dem Auftrag lediglich des fluorierten Harzes
beobachtet man eine Verstärkung des Abperleffekts und
eine Verringerung des Eindringens und damit eine Steigerung des Oberflächenschutzes. Das Anhaften von atmosphärischen
Stäuben ist geringer und die Entwicklung von pflanzlichen Moosen ist stark vermindert, selbst auf nach
Norden gerichteten Platten.
Man arbeitet wie in den, vorhergehenden Beispielen, geht
jedoch von den folgenden Bestandteilen aus: Methyläthylketon 15 Gew.-Teile
50 %-ige Lösung von Polymethylmeth-
acrylat in Methyläthylketon 10 "
2598.C.
1,1,1-Trichloräthan 120 Gew.-Teile
HexamethyIolmelaminhexamethylather
(Wirkstoffgehalt 99 +; 1 Gew.-%) 10 "
Lösung RF1 15
Das in dieser Weise erhaltene erfindungsgemäße Mittel enthält
etwa 0,9 Gew.-% fluoriertes Harz, 2,9 Gew.-% PoIymethylmethacrylat,
5,9 Gew.-% Hexamethylolmelaminhexamethyläther, 11,8 Gew.-% Methyläthylketon und 78,5 Gew.-%
1,1,1-Trichloräthan und liegt in Form einer homogenen
Flüssigkeit vor, die man in einer Menge von 170 bis 250 ml/m2 auf die zu schützenden Materialien aufbringt.
Man arbeitet nach der in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Weise ausgehend von den folgenden Bestandteilen:
Testbenzin (Gehalt an aromatischen Verbindungen mindestens 5 Gew.-%) 80 Gew.-Teile
75 gew.-%ige Lösung eines Alkydharzes
(68 % Tallölfettsäuren) in Testbenzin 5
Lösung RF. 5 "
Das in dieser Weise erhaltene erfindungsgemäße Mittel enthält
etwa 0,6 Gew.-% fluoriertes Harz, 4,1 Gew.-% Alkydharz, 90,3 Gew.-% Testbenzin und 5 Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan
und wird in einer Menge von 120 bis 200 ml/m2 auf die zu schützenden Materialien aufgetragen.
2598.C.
Unter schwachem Rühren vermischt man nacheinander die folgenden Bestandteile:
Xylol 90 Gew.-Teile
Xylol 90 Gew.-Teile
33 gew.-%ige Lösung eines ungesättigten Polyesterharzes, hergestellt aus einer
Polyester/Styrol-Mischung (60/40) in einer 50/50-Mischung aus Xylol und
Xthylacetat) 8
Xthylacetat) 8
Lösung RP1 5 "
Man erhält ein erfindungsgemäßes Mittel, das etwa 0,5
Gew.-% fluoriertes Harz, 2,5 Gew.-% Polyester, 90 Gew.-% Xylol, 2,6 Gew.-% Äthylacetat und 4,4 Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan
enthält.
Beispiel 11
Unter mäßigem Rühren und bei Raumtemperatur oder vorzugsweise bei 35 bis 400C vermischt man nacheinander die folgenden
Bestandteile:
1,1,1-Trichloräthan
Rohparaffin (Schmelzpunkt: 350C)
1,1,1-Trichloräthan
Rohparaffin (Schmelzpunkt: 350C)
Hexamethylolmelaminhexamethyläther (Wirkstoffgehalt 99 _+ 1 Gew.-%)
25 Lösung RF
Trichlormonofluormethan
| 120 | Gew.-Teile |
| 8 | Il |
| 10 | Il |
| 4 | Il |
| 40 | Il |
2598.C,
"-' 24 -
Man erhält ein erfindungsgemäßes Mittel, das etwa 0,2 Gew.-% fluoriertes Harz, 4,4 Gew.-% Paraffin,5,5 Gew.-% Hexamethylolmelaminhexamethyläther,
67,9 Gew.-% 1,1,1-Trichloräthan
und 22 Gew.-% Trichlormonofluormethan enthält, in Form einer homogenen Flüssigkeit, die man in einer Menge
von 200 bis 300 ml/m2 zum Schutz von Beton, Steinen oder
Ziegelsteinen verwendet.
12
. Man trägt die erfindungsgemäßen Mittel der Beispiele 1, 2
bzw. 11 (nachfolgend Mittel 1, 2 bzw. 11 bezeichnet) im
Vergleich zu den Mitteln A, B, C und D, die nicht der Erfindung entsprechen und die in gleicher Weise ausgehend
von den in der nachstehenden Tabelle angegebenen Bestandteilen hergestellt worden sind, auf eine Mauer aus armierten
Betonplatten auf.
| Bestandteile | Mittel A Gew. Teile |
Mittel B Gew. Teile |
Mittel C Gew.Teile |
Mittel D Gew. Teile |
| 20 1,1,1-Trichloräthan | 130 | 130 | 120 | 120 |
| Rohes Paraffin (Schmelz punkt: 35 0C) |
- | - | 8 | - |
| Lösung RF1 | 4 | - | - | 4 |
| Milchsäure (d=T,21) | - | 1 | - | - |
| Hexamethylolmelaminhexa- methyläther (99+1 Gew.-%) |
- | 12 | 10 | - |
| 25 Trichlormonofluormethan | - | - | 40 | 40 |
2598.C.
ft e · β *■ " ■* ι» t>
ti a
Die Mittel 1, 2, 11, A, B, C und D werden mit einer Malerauftragswalze
in zwei Schichten in einer Menge von 175 ml/ m* bei dem ersten Auftrag und von 125 ml/m2 für den zweiten
Auftrag mit einer Zwischentrocknungsdauer von 3 Stunden aufgebracht. Nach dem Auftragen der zweiten Schicht läßt
man während 24 Stunden an der Luft trocknen und überprüft dann die Wirksamkeit der Behandlung und den Schutz des Betons
gegen "wildes" Bekleben.
Zu diesem Zweck werden die verschiedenen Abschnitte der behandelten Mauer mit Kleister auf der Grundlage von Methylcellulose
und Carboxymethylcellulose, die im allgemeinen zum Ankleben von Plakaten verwendet werden, eingestrichen.
Man verwendet getrennt drei handelsübliche Kleber: Kleber REMY in wäßriger Lösung Gehalt 70 g/l
Kleber QUELYD " " " 70 g/l Maxi Colle GP " " "50 g/l.
Hierbei arbeitet man nach der Methode, die üblicherweise von den Plakatanschlägern angewandt wird, d. h. gleichmäßiges
Einstreichen des Betonträgers mit der mit dem Kleber getränkten Bürste, dann Auftragen des Plakats und
schließlich Anstreichen der gesamten Oberfläche des Plakats mit der mit dem Klebstoff getränkten Bürste.
25
Dann bewertet man die Leichtigkeit der Entfernung des Plakats nach einer Trocknungsdauer von 24 Stunden einerseits
2598.C.
durch eine trockene Abziehuntersuchung (bei der man versucht, das trockene Plakat abzureißen) und andererseits
durch eine Abziehuntersuchung in feuchtem Zustand (beiι
der man das Plakat durch Besprühen mit Wasser oberflächlieh
benetzt, während 15 Minuten einwirken läßt und dann versucht, es abzuziehen). Man bewertet die Leichtigkeit
der Entfernung des rechteckigen Plakats (1 m χ 0,6 m) wie folgt:
1) Sehr leichtes Abreißen (weniger als 20
Sekunden zur vollständigen Entfernung des Plakats)
2) Leichtes Abreißen (20 bis 40 Sekunden)
3) Mittelleichtes Abreißen (3 bis 6 Minuten)
4) Schwieriges Abreißen (6 bis 15 Minuten)
5) Sehr schwieriges Abreißen (15 bis 30 Minuten)
6) Das vollständige Abreißen ist annähernd unmöglich (Aufreißen des Plakats in seiner Dicke)
In der folgenden Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt.
2598.C.
121208
| Kleber | REMY | Kleber | QUELYD | MAXI Colie GP | 3 en in feuch tem Zu stand |
|
| Mittel | Abreiße in trok- kenem Zustand |
η in feuch tem Zu stand |
Abre in trok- kenem Zustand |
ißen in feuch tem Zu stand |
Abreii in trocke nem Zu stand |
2-3 |
| keines (unbehandel· te Mauer) |
5 . | 3 | 5 | 3 | 6 | 3-4 |
| A | 2-3 | 3 | 2-3 | 3 | 3 | 5 |
| B | 5 | 4-5 | 5 | 4-5 | 5 | 4-5 |
| C | 2 | 2-3 | 3 | 2-3 | 4 | 3-4 |
| D | 2-3 | 3 | 2 | 2-3 | 2-3 | 1-2 |
| 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1-2 | 1-2 |
| 2 | 1 | 1-2 | 1 | 1-2 | 1-2 | 1-2 |
| 11 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1-2 |
Die obigen Ergebnisse zeigen./ daß die erfindungsgemäßen
Mittel den Trägermaterialien, eine ausgezeichneten Antihaftungsschutz
verleihen, der größer ist als der mit den Mitteln A, B, C und D erreichte, welche die Bestandteile
der erfindungsgemäßen Mittel einzeln enthalten.
13
Man trägt die oben angegebenen Mittel 1, 2, 11, A, B, C
und D auf Metallwände auf, die aus Blechen bestehen, die mit einem Lack auf der Grundlage von Aluminiumpulver be-.
deckt sind. Der Auftrag der Mittel erfolgt durch Besprühen in zwei Schichten mit einer Zwischentrocknung an der Luft,
wobei insgesamt 250 ml des Mittels pro m2 der zu schützen-
2598.C.
- 28 -
den Oberfläche aufgetragen werden.
Dann werden Anklebuntersuchungen nach der in Beispiel 12 beschriebenen Verfahrensweise unter Anwendung der gleichen
Klebstoffe und nach einer Trocknungsdauer von 24 Stunden an der Umgebungsluft durchgeführt.
In der nachstehenden Tabelle III sind die Ergebnisse bezüglich der Leichtigkeit des Abreißens der Plakate angegeben.
| TABELLE III | in feuchtem | Kleber QUELYD | in feuch | MAXI | Colle CP | in feuch | |
| Mittel | Kleber REMY | Zustand | Abreißen | tem Zu | Abreißen | tem Zu | |
| Abreißen | in trok- | stand | in trok- | stand | |||
| in trok- | kenem | kenem | |||||
| kenem | 5 | Zustand' | 5 | Zustand | 6 | ||
| Zustand | |||||||
| keines | 3 | 6 | 3 | 6 | 3 | ||
| 15 (unbehan- | 6 | 4 | 4-5 | 6 | |||
| delte Wand | 2-3 | 2-3 | 3 | 3 | 4 | ||
| A | 2-3 | 3 | 5-6 | 3 | 6 | 3 | |
| B | 5 | 1 | 3 | 1 | 3-4 | 2 | |
| C | 3 | 1 | 2-3 | 1 | 3 | 2 | |
| D | 3 | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | |
| 20 1 | 1 | 1 | 2 | ||||
| 2 | 1 | 1 | 2 | ||||
| 11 | 1 | ||||||
Aus der obigen Tabelle III ist ohne weiteres erkennbar,
daß man die besten Ergebnisse mit den erfindungsgemäßen
2598.C.
121208
Mitteln 1, 2 und 11 erzielt.
14
Auf einen Teil einer nach Osten gerichteten Wand eines Gebäudes, das mit einem glatten Mörtelputz verputzt und
seit mehr als einem Jahr mit einem Anstrich auf der Grundlage einer Acrylharzemulsion beschichtet ist, trägt man
mit Hilfe einer Malerwalze das Mittel 11 in zwei aufeinanderfolgenden
Lagen auf, wobei man eine Zwischentrocknung durchführt und pro Schicht 150 ml/m2 aufträgt.
Auf zwei anderen Bereichen der gleichen Mauer verfährt man in gleicher Weise unter Verwendung der Mittel C und
D.
Es ist festzustellen, daß das erfindungsgemaße Mittel 11
dieser Mauer, die üblicherweise durch die Ausscheidungen von Schwalben, die unter den Vorsprüngen des Daches ihre
Nester bauen, verschmutzt ist, einen ausgezeichneten Schutz verleiht. So genügt einmaliges Bespritzen mit Wasser
zur Entfernung der Verschmutzungen, während im Fall der mit den Mitteln C und D behandelten Mauerflächen ein
energisches Bürsten notwendig ist, um die Mauer wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.
2598.C.
Claims (1)
- • t- 9Rf» »Oil OO 9 Ei»* * O β (J «tPatentansprüche( 1·) Flüssiges Mittel zum Schutz von Materialien gegen Verschmutzung, dadurch gekennzeichnet, daß esA) 0,1 bis 1 Gew.-% mindestens eines fluorierten Harzes auf der Grundlage eines Esters der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit einem- Sulfonamidoalkohol, das gegebenenfalls nichtfluorierte Monomere enthält, wobei der fluorierte Sulfonamidoalkohol der allgemeinen Formel IRf-A- SO0 - N - B - OH (I)entspricht, in derRf eine Perfluoralkylgruppe,A eine direkte Bindung oder eine Alkylenbrücke, B eine Alkylenbrücke undR ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Cycloalkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Arylgruppebedeuten,B) 0,4 bis 10 Gew.-% mindestens eines Hilfsstoffs aus der Aminoplastharze auf der Grundlage von Melamin, thermoplastische Harze und Wachse umfassenden Gruppe undC) 89 bis 99,5 Gew.-% mindestens eines organischen Lö-2598.C.sungsmittels enthält.2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das fluorierte Harz A) durch Polymerisation eines oder mehrerer Ester der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit dem fluorierten Alkohol der allgemeinen Formel I, die gegebenenfalls von einem geringen Anteil anderer nichtfluorierter Monomerer begleitet werden, in Gegenwart eines Homopolymers oder Copolymers eines nichtfluorierten Alkylacrylats oder Alkylmethacrylats gebildet ist.3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das fluorierte Harz A) durch Polymerisation eines oder mehrerer nichtfluorierter Alkylacrylate oder Alky!methacrylate, die gegebenenfalls von einem geringen Anteil anderer nichtfluorierter Monomerer begleitet werden, in Gegenwart eines Homopolymers oder Copolymers auf der Grundlage eines Esters der Acrylsäure oder der Methacrylsäure mit dem fluorierten Alkohol der allgemeinen Formel I gebildet ist.4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der fluor- ierte Alkohol der allgemeinen Formel II2598.C.ο ϊ> σπ ■» ρ9" * β βj NAOHGEREICHT3T2T2ÜFRf - CH2CH2 - SO2 - N - CH2CH2OH (II)entspricht, in der Rf eine geradkettige oder verzweigte Perfluoralkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen und R ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppemit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine gegebenenfalls mit einer Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierte Arylgruppe bedeuten.5. Mittel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylgruppe des oder der nichtfluorierten Alkylacrylate oder Alky!methacrylate 1 bis 20 Kohlenstoffatome aufweist.6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es als Hilfsstoff B) Hexamethylolmelaminhexamethyläther enthält.7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es ein thermoplastisches Harz aus der Polyvinylharze, Epoxidharze, Polyesterharze, Styrolharze, Acrylharze, Alkyd-Urethan-Harze und Phenolharze umfassenden Gruppe enthält.2598,C.8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Wachs aus der Paraffine, paraffinische öle und Stearine umfassenden Gruppe enthält.9. Mittel nach, einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich einen mit dem organischen Medium mischbaren oder darin dispergierbaren organischen Katalysator enthält.10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Lösungsmittel aus der chlorierte Lösungsmittel, chlorfluorierte Lösungsmittel, Ketone, Ester, aliphatische Kohlenwasserstoffe und aromatische Kohlenwasserstoffe umfassenden Gruppe ausgewählt sind.11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätz- lieh mindestens ein fungizides oder bakterizides Mittel enthält.12. Verfahren zum Schutz von Materialien gegen Verschmutzungen, dadurch gekennzeichnet, daß man sie mit einem Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 in einer Menge von 100 bis 500 ml, vorzugsweise 12o bis 350 ml pro m2 der zu schützenden Oberfläche behandelt.2598.C.
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