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DE31208C - Mit Pendel und Wendegetriebe versehene Einstellvorrichtung für den Kasten von Säemaschinen - Google Patents

Mit Pendel und Wendegetriebe versehene Einstellvorrichtung für den Kasten von Säemaschinen

Info

Publication number
DE31208C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
box
pendulum
seed
reversing gear
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31208D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. & L. LINS in Berlin
Publication of DE31208C publication Critical patent/DE31208C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/08Broadcast seeders; Seeders depositing seeds in rows
    • A01C7/10Devices for adjusting the seed-box ; Regulation of machines for depositing quantities at intervals

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirthschaftliche Geräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1884 ab.
Erfahrungsmäfsig bedingt bei fast allen Drills die Veränderung der Lage des Kastens zur Horizontalebene sofort eine Veränderung der Menge abgestreuter Saat. Zur automatischen Einstellung des Kastens hat man Pendel vorgeschlagen, welche auf denselben durch ihr Gewicht direct einwirken.
Hierbei macht sich indessen ein Mangel an Energie und Stetigkeit in der Einstellung des Kastens geltend.
Um diesen Uebelstand zu vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung durch ein am Saatkasten gelagertes Wendegetriebe eine Regulirungsachse bald rechts, bald links umgedreht, wenn die Maschine bergauf oder bergab fährt, und dadurch kann dann bewirkt werden, dafs beispielsweise eine Schraubenspindel sich in einer am Gestell gelagerten Mutter hin- und herdreht, wodurch der Saatkasten bald rückwärts, bald vorwärts schwingt.
Einem auf das Wendegetriebe einwirkenden Pendel fällt dann nur die Aufgabe zu, die Einstellung einzuleiten, nicht aber sie selbst auszuführen. Dadurch werden auch die stärksten, der Einstellung des Kastens sich darbietenden Widerstände leicht überwunden, so dafs unter allen Umständen der Kasten passend eingestellt erhalten und beständig ein unverändertes Quantum Saat abgestreut wird.
Fig. ι beiliegender Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Drillmaschine in Seitenansicht mit der Stellvorrichtung für den Saatkasten. Fig. 2 zeigt einen Schnitt bezw. Grundrifs hiervon, Fig. 3 einen Theil der Hinterseite der Maschine und Fig. 4 und 5 zeigen Details in gröfserem Mafsstabe.
Durch das von der Nuthenwalze W (oder von einer Schöpfrad- oder Löffelwelle, oder auch vom Fahrrad) gedrehte Kettenrad w wird mittelst Kette ν Drehung auf das Kettenrad u übertragen, das auf der an der Vorderwand des Saatkastens K gelagerten Welle t festsitzt und diese dreht. Das Kegelrad i am anderen Ende der Welle t überträgt dabei Drehung auf das Kegelrad h und zugleich auf das Kegelrad e, welche zusammen auf einer Hohlachse sitzen, Fig. 4, die in dem verticalen Arm c des am Kasten K befestigten Halters a drehbar ist.
Dem Rade e gegenüber ist ein Kegelrad g gleicher Gröfse in dem anderen verticalen Arm b des Halters α gelagert, das bei der Fahrt durch das in g und e eingreifende Kegelrad / beständig nach einer der Drehungsrichtung von e entgegengesetzten Richtung gedreht wird.
Die Räder g e und h sitzen nun gleichzeitig lose auf der durch ihre Hohlachsen hindurchführenden Regulirungsachse /, auf der eine durch Nuth und Feder gegen Drehung gesicherte Kuppelhülse k hin- und herverschiebbar ist. Diese wird von dem kurzen Arm des am Halter c um Punkt f1 schwingenden Pendels 0 derart umfafst gehalten, dafs sie sich mit ihrer Achse I stets drehen kann.
Durch ein Kreuzgelenk ρ steht die Regulirungsachse / in Verbindung mit der Schraubenspindel q, welche in die mit dem Gestell L verbundene Mutter, je nachdem die Achse / links oder rechts umgedreht wird, sich ein- oder ausschraubt und dadurch den Saatkasten K entsprechend anzieht oder zurückschiebt.
Fährt nun beispielsweise die Maschine bergab, so wird das umf1 drehbare, stets in verticaler Lage bleibende Pendel ο in Bezug auf den Kasten nach links schwingen, und die Kuppelmuffe k kommt dadurch in Eingriff mit dem Rade e. Durch dieses wird nun Drehung auf Achse I und Spindel q übertragen, deren Gewinde in Mutter r sich dann zurückschraubt. Der Kasten K wird dadurch so weit zurückgeschoben, bis Muffe k wieder frei zwischen den Kuppelzähnen von g und e liegt, was nur dann der Fall ist, wenn der Kastenquerschnitt wieder in seine normale Lage zur Horizontalebene eingerückt ist.
Wenn umgekehrt die Maschine bergauf fährt, so schwingt das Pendel ο in Bezug auf den Saatkasten nach rechts hin. Durch den nunmehr erfolgenden Eingriff der Muffe k mit dem Rade g wird Achse / und Schraubenspindel q entgegengesetzt zur vorigen Drehungsrichtung bewegt, und infolge dessen schwingt der Kasten sofort nach links zurück und nimmt seine Normallage zur Horizontalebene wieder ein.
An Stelle der Mutter r und der Schraubenspindel q kann natürlich jeder andere Mechanismus zur passenden Verbindung des Räderwerks "am Saatkasten bezw. der Regulirungsächse I mit dem Langbaum oder einem anderen Theile des Gestelles der Maschine Anwendung finden.
Es kann ferner start des Kettentriebes zur Bewegung des Räderwerkes am Saatkasten durch eines der Fahrräder auch jede andere geeignete Transmission, beispielsweise durch Räder und Wellen benutzt werden, alles dies ändert am Wesen der Sache natürlich nichts. Auch kann das Wendegetriebe efg in bekannter Weise modificirt werden.
Bei einer Modification der Lins'schen Nuthenwalzen-Drillmaschine schwingt der ganze Saatkasten K um seine Drehachse, wenn die Weite der Durchfallöffnungen für die Saat nach der Walze hin geändert wird, so dafs der Kasten eine bald mehr nach vorwärts, bald mehr nach rückwärts geneigte Lage erhält. Hier ist eine Einrichtung erforderlich, welche in diesem Falle die erwähnte Achse I stets horizontal einzustellen erlaubt. Zu diesem Zwecke soll, wie Fig. 5 veranschaulicht, der Halter α für das Räderwerk aus drei an den Enden mit einander , gelenkig verbundenen Theilen α αλ α2 hergestellt werden.
Der Beschlag al sitzt am Kasten K fest und der Gelenkpunkt m liegt auf der Verlängerung der Welle t.
Sowohl das Gelenk m\ als auch das Gelenk m2 wird durch mit Seitenzapfen versehene Muttern gebildet, von welchen die eine Rechts-, die andere Linksgewinde hat, und beide Muttern stehen durch die Spindel α2 in Verbindung mit einander. Dreht man mittelst des. Handrädchens diese Spindel α2 nach der einen oder anderen Richtung, so schwingt der das Räderwerk tragende Rahmen um den Punkt m nach auf- oder abwärts. In beiden Fällen rollt das Kegelrad h, Fig. 1, einfach auf dem Kegelrade i der Welle t.
Selbstverständlich kann man auch diese Einrichtung noch mannigfach modificiren, ohne dabei am Wesen der Sache etwas zu ändern. Dies besteht darin, dafs das Pendel nur zur Einleitung der durch die Fahrthätigkeit der Maschine selbst auszuführenden Einstellung des Saatkastens benutzt wird, während es bei bisherigen Einrichtungen seine Bewegungen stets direct auf den Saatkasten übertrug.
Man erreicht dadurch neben einer weit gröfseren Energie der Einstellung auch eine gröfsere Stetigkeit in der Kastenlage.
Die beschriebene Einrichtung läfst sich selbstverständlich bei allen Drillmaschinen undDüngerstreumaschinen verwenden, welche mit drehbaren Saatkästen versehen sind.
Behufs Hebens und Senkens der Drillhebel U ist bei dieser -Maschine eine Schiene 5 angeordnet, welche durch über Rollen R geführte Ketten D D\ Hebel E, Achse G und Handhebel F gehandhabt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Regulirung der Stellung des Saatkastens von Drillmaschinen oder Düngerstreumaschinen die Anordnung eines durch die Maschine getriebenen Wendegetriebes, das unter dem Einflüsse eines Pendels die Regulirungsächse / derart dreht, dafs bei der Fahrt nach auf- oder abwärts die Achse / bald links, bald rechts gedreht und dadurch die passende Einstellung des Saatkastens vermittelt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31208D Mit Pendel und Wendegetriebe versehene Einstellvorrichtung für den Kasten von Säemaschinen Expired - Lifetime DE31208C (de)

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Family

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