DE3119911C2 - Drehbohrkopf für Gesteinsbohrungen und Erweiterungselement dafür - Google Patents
Drehbohrkopf für Gesteinsbohrungen und Erweiterungselement dafürInfo
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Abstract
Bohrkopf zum Erweitern eines vorgebohrten Loches durch Erhebungsbohren oder ähnliche Erdbohroperationen mit mehreren Schneidrollen. Zur Erweiterung des Durchmessers des Bohrkopfes (10) während des Betriebs oder zur Verkleinerung seiner Abmessungen während des Transportes sind am Bohrkopf mit Hilfe einer Keilverbindung ein oder mehrere Erweiterungselemente vorgesehen, die am Bohrkopf abnehmbar befestigt sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Drehbohrkopf für Gesteinsbohrungen, mit mehreren SchneidroUen, Montageelementen zur Halterung der SchneidroUen und mit
einem Erweiterungselement zur Vergrößerung des Bohrkopfdurchmessers, welches mindestens eine
Schneidrolle trägt und lösbar am Bohrkopf befestigt ist wobei eine Fläche des Erweiterungselements gegen eine Fläche des Bohrkopfes anschlagbar ist
Die Erfindung betrifft ferner ein Erweiterungselement zur Vergrößerung des Durchmessers eines Drehbohrkopfes mit wenigstens einer Schneidrolle und mit
einer mit dem Bohrkopf verbindbaren, die Schneidrolle tragenden Platte, die radial einwärts weisende Seitenflächen besitzt
Die Erfindung betrifft allgemein das Erdbohren. Sie ist insbesondere für das Aufwärtsbohren bestimmt
Beim Aufwärtsbohren wird zwischen einer niederen Sohle und einer darüberliegenden Sohle in einem Bergwerk eine Pilotbohrung gebohrt, worauf diese Pilotbohrung mit Hilfe eines Drehbohrkopfes oder Erweiterungskopfes mit einem größeren Durchmesser erweitert wird.
Beim Bohren dieser Art unter Tage ist es oft schwierig oder gar unmöglich, einen Bohrkopf ausreichender
Größe durch vorhandene Tunnel oder Stollen zu transportieren. Da es aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar ist diese Tunnel und Stoilen nur zu dem Zweck
zu erweitern, einen solchen Transport zu ermöglichen, ist es bereits vorgeschlagen worden, einen kleineren
Bohrkopf zu verwenden, der leicht durch einen engen Tunnel transportiert werden kann, und den Bohrkopf
durch Ankopplung eines oder mehrerer lösbarer Erweiterungselemente zu erweitern, wenn sich der Bohrkopf
an seiner Arbeitsstelle befindet Während des Kopplungsvorgangs steht allgemein ein begrenzter Raum zur
Verfügung.
Es ist ein Drehbohrkopf der eingangs genannten Art bekannt (US-PS 41 42 598 und US-PS 40 49 067), bei
welchem die Anschlagflächen des Erweiterungselements und des Bohrkopfes gegeneinander gepreßt werden müssen, worauf das Erweiterungselement mit Hilfe
von senkrecht hierzu verlaufenden Bolzen befestigt wird. Für das Anpressen des Erweiterungselements an
den Bohrkopf sind besondere Vorrichtungen erforderlich, da die erforderliche Anpreßkraft von Hand nicht
aufbringbar ist. Außerdem ist es schwierig, die Befestigungsbolzen in die dafür vorgesehenen Löcher im Bohrkopf und im Efweiterungselement einzubringen.
Bei einer anderen bekannten Ausführungsart (US-PS
40 10 808 und US-PS 20 90 356) werden die Erweiterungselemente radial an die Bohrkrone angesetzt und
durch ebenfalls radial verlaufende Schraubenbolzen festgezogen. Ab hier ist es schwierig, die Befestigungslöcher in den Erweiterungselementen und in der Bohrkrone so genau auszurichten, daß die Bolzen einge-
schraubt werden können.
. Es ist schließlich noch eine Drehbohrkrone bekannt (US-PS 41 08 259), bei welcher der Antriebsschaft mit
Hilfe von Keilen lösbar am Bohrkronenkörper befestigt ist, um so den Transport der Bohrkrone durch enge
Stollen zu erleichtern. Abgesehen davon, daß hier bei
der Abnahme des Antriebsschaftes die Schneidrollen teilweise entfernt werden -müssen, ist der Durchmesser
der Bohrkrone überhaupt nicht veränderbar, so daß der Transport verhältnismäßig große Abmessungen der
Stollen erfordert Außerdem ist das Zusammensetzen am Arbeitsort umständlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehbohrkopf bzw. ein Erweiterungselement der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß die im Durchmesser verkleinerbare Drehbohrkrone am Arbeitsort
vergleichsweise einfach und mit geringem Arbeitsaufwand zusammengesetzt werden kann. Dies wird bei der
Drehbohrkrone dadurch erreicht, daß zur Befestigung des Erweiteiungselements am Bohrkopf zusätzlich ein
Keilelement vorgesehen ist, durch welches ein nach außen weisender Anschlag des Erweiteningselernents
nach dessen Montage am Bohrkopf radial nach auswärts hin gegen einen nach innen weisenden Anschlag
des Bohrkopfes andrückbar ist, wobei die Schneidrolle
auf dem Erweiterungselement derart angeordnet ist, daß bei in Betrieb befindlichem Drehbohrkopf der nach
außen gerichtete Anschlag des Erweiterungselements gegen den nach innen gerichteten Anschlag des Bohrkopfes
andrückbar ist
Das erfindungsgemäße Erweiterungselement ist dadurch gekennzeichnet, daß die radial einwärts weisende
Seitenfläche der Tragplatte als in bezug auf die Längsachse des Bohrkopfes geneigte Keilfläche ausgebildet
ist und daß die Tragplatte zusätzlich eine radial nach auswärts weisende Tragfläche aufweist die gegen einen
Anschlag am Bohrkopf andrückbar ist
Die Erfindung ermöglicht ein leichtes Zusammensetzen, da die Befestigungselemente zunächst mit vergleichsweise
großem Spiel eingebracht werden können, während die endgültige Befestigung mit Hilfe eines Keiles
erfolgt, der die Elemente zusammendrängt Dabei wird ein wesentlicher Vorteil noch dadurch erreicht daß
die während des Betriebs des Bohrkopfs auftretenden Kräfte das Erweiterungselement gegen den Anschlag
drängen. Da diese Bohrkräfte vom A nschlag aufgenommen werden und nicht durch den Keil, besteht die Gefahr
einer Überlastung des Keiles. Vielmehr werden die durch den Keil hervorgerufenen Sicherungskräfte
durch die während de? Bohrens auftretenden Kräfte ergänzt
Ferner wird beim Anhängen des Erweiterungselements an den drehbaren Träger dieser durch sein Eigengewicht
gegen den Anschlag gedrängt
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, welche ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
zeigt. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Bohrkopf,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11—11 in Fig. l.und
F i g. 3 eine Darstellung des in F i g. 2 mit einer strichpunktierten
Linie eingekreisten Abschnittes in vergrößertem Maßstab.
Eine in der Zeichnung dargestellte Pilotbohrung 11, die in üblicher Weise zwischen einer oberen Abbausoh·
Ie und einer unteren Abbausohle in einem Bergwerk
vorgebohrt worden ist, wird mit Hilfe eines Bohrkopfes erweitert. der allgmein mit dem Bezugszeichen 10 versehen
ist Der Bohrkopf 10 enthält eine Platte 12, auf der mehrere Schneidrollen, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
zehn Schneidrollen 13 bis 22, in Lagerdeir.enten
oder Auflagern 23 bis 32 gelagert sind. Ein drehbarer
Antriebsschaft 33 ist am Bohrkopf 10 befestigt Der Bohrkopf wird mit Hilfe des Schaftes 33 gedreht
und gegen eine die Pilotbohrung 11 umgebende Ringfläche gedrängt
Die Auflager 23 bis 32 sind paarweise auf jeder Seite
ίο der Drehachse 35 des Bohrkopfes mit gleichem Abstand
von der Achse 35 angeordnet In an sich bekannter Weise liegen die Achsen der Schneidrollen 13 bis 22 unter
unterschiedlichen Winkeln zur Drehachse 35, so daß eine allgemein konvexe Schneidfläche 34 erzeugt wird.
Die Abmessungen des Bohrkopfes kann während des Transports durch Abnahme zweier radial gegenüberliegender
Erweiterungselemente 36,37 verringert werden. Die Erweiterungselemente 36, 37 werden dann an der
Arbeitsstelle mit dem Hauptkorper des Bohrkopfes verbunden. Jedes Erweiterungselement 36, 37 trägt eine
Schneidrolle38 bzw.39,die in Aufla^jm40,41 gelagert
sind. Gemäß der Erfindung wird das Erweiterungseiement
36 mit Hilfe eines Keilelements 42 radial nach auswärts gegen eine Anschlagfläche 43 auf dem Bohrkopf
gedrängt während das Erweiterungselement am Bohrkopf befestigt wird. Die Anschlagfläche 43 ist an
einem axial gerichteten Vorsprung 44 am Bohrkopf vorgesehen. Sie greift in eine Nut 45 ein, die auf der Unterseite
einer Stützplatte 46 vorgesehen ist welche die Schneidrolle 38 trägt
Wie in F i g. 1 gezeigt ist das Erweiterungselement 36 in einer umfänglichen Ausnehmung 47 in der Platte 12
montiert Der Vorsprung 44 ist auf einem Verbindungselement 48 in Form eines I-förmigen Balkens vorgesehen,
der an die Platte 12 angeschweißt ist Der Vorsprung 44 bildet im wesentlichen eine axiale Verlängerung
der axialen Außenwand 54 des Bohrkopfes.
Gemäß der Erfindung laufen die gegenüberliegenden Keilflächen 49, 50 des Keilelements 42 in Richtisig auf
das Verbindungselement 48 zusammen. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel zwischen
den Keilflächen 20°. Vorzugsweise sollte dieser Winkel groß genug sein, daß eine Selbsthemmwirkung
vermieden wird, das heißt, er sollte größer als etwa 16° sein.
In der oberen Fläche des Verbindungselements 48 ist eine Ausnehmung 51 vorgesehen, und zwar an einem
Teil, der sich radial über die Unterseite des Keilelements 42 erstreckt. Aufgrund der Ausnehmung 51 kann das
Keilelement notfalls, wenn es sich festgesetzt hat, mit Hilfe eines Werkzeugs gelöst werden, das in die Ausnehmung
eingesetzt wird.
Das Keilelement 42 ist in der Klemmposition mit Hüte v^.xi Bolzen 52 gesichert, die das Keilelement und
auch das Verbindungselement 48 durchsetzen. Das Erweiterungselemem
36 ist zusätzlich gsgen eine Schwenkbewegung um den Vorsprung 44 mittels radial
gerichteter Bolzen 53 gesichert, die — in Bohrrichtung gesehen — hinter dem Vorsprung 44 liegen.
Das Erweiterungselement 36 wird auf dem Bohrkopf 10 befestigt, in dem es zuerst auf den Vorsprung 44
gehängt wird, in welcher Lage es gehalten wird, ohne
daß das Keilelement verwendet wird, und zwar aufgrund
der Tatsache, daß ein axiai unterer Teil des Erwei-
b5 terungselenients 36 am Bohrkopf anliegt. Dann wird das
Keilelement 42 zwisenen die Platte 12 und die Stützplatte 46 eingesetzt und mit Hilfe von Bolzen 52 festgeklemmt,
worauf die Bolzen 53 angezogen werden.
Gemäß der Erfindung wird das Auftreten von Biegespannungen in den Bolzen 52, S3 nahezu vollständig
vermieden, was bedeutet, daß die Gefahr eines Bruches dieser Bolzen gering ist. Vorzugsweise sollte der Winkel
zwischen den Keüflächen 49,50 des Keilelements groß
genug sein, um auf den radial inneren, zungenförmigen Teil 55 der Stützplatte 46 axial gerichtete Kraft zu erzeugen, die groß genug ist, um eine Biegung dieses Teils
zu vermeiden. Die auf den Bohrkopf 10 und das Erweiterungselement 36 einwirkende Elemente sind so di-
mensioniert, daß die oberen Flächen der Platten 12,46 im wesentlichen in einer Ebene liegen.
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der
Vorsprung 44 auf dem Bohrkopf 10. Wahlweise kann der Vorsprung auf dem Erweiterungselement 36 liegen,
in welchem Falle die Nut 45 im Bohrkopf vorgesehen sein sollte, genauer gesagt, in der oberen Fläche der
Platte 12.
Innerhalb des Frfinrfiingsgedanlcpns icann Her Bohrkopf natürlich mit einer beliebig großen Zahl befestig-
barer Erweiterungselemente versehen sein, von denen jedes eine oder mehrere Schneidrollen trägt. Die Anzahl
der Reihen von Schneidelementen auf den Schneidrollen kann variieren. Insbesondere ist es auch möglich,
eine einzelne scheibenförmige Schneidvorrichtung zu verwenden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bleibt der Gesamt-Arbeitsradius des Bohrkopfes unverändert, wenn die beiden Erweiterungselemente abgenommen werden. Selbstverständlich kann die Erfindung
auch angewendet werden zur Veränderung des Arbeitsradius, indem alle äußeren Schneidrollen auf Erweiterungselementen lösbar befestigt sind.
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Claims (9)
1. Drehbohrkopf für Gesteinsbohrungen, mit mehreren Schneidrollen, Montageelementen zur
Halterung der SchneidroUen und mit einem Erweiterungselement zur Vergrößerung des Bohrkopfdurchmessers, welches mindestens eine Schneidrolle
trägt und lösbar am Bohrkopf zu befestigen ist, wobei eine Fläche des Erweiterungselements gegen ei-
ne Fläche des Bohrkopfes anschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Befestigung
des Erweiterungselements (36) am Bohrkopf (10) zusätzlich ein Keilelement (42) vorgesehen ist, durch
welches ein nach außen weisender Anschlag des Er- ts Weiterungselements (36) nach dessen Montage am
Bohrkopf (10) radial nach auswärts hin gegen einen nach innen weisenden Anschlag (43) des Bohrkopfes
(10) andrückbar ist, wobei die Schneidrolle auf dem Erweitenmgssisment (36) derart angeordnet ist, daß
bei in Betrieb befindlichem Drehbohrkopf (10. 36) der nach außen gerichtete Anschlag des Erweiterungselements (36) gegen den nach innen gerichteten Anschlag (43) des Bohrkopfes (10) andrückbar
ist
2. Drehbohrkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nach innen weisende Anschlag die radial nach einwärts weisende Seitenfläche (43) eines am Bohrkopf (10) vorgesehenen axialen Vorsprungs (44) ist der in eine Nut (45) des Er-
Weiterungselementes eingreift
3. Drehbohrkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der nach in-.en weisende Anschlag die radial nach einwärts weisende Fläche einer im Bohrkopf vorgesehenen !' Jt ist in die ein
Vorsprung des Erweiterungselements eingreift
4. Drehbohrkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der am Bohrkopf (10) vorgesehene axiale Vorsprung (44) auf einem Verbindungselement (45) angeordnet ist, das an der Unterseite einer
die Montageelemente {23—32) des Bohrkopfes tragenden Platte (12) angebracht ist und daß die Nut
(45) an der Unterseite einer die Schneidrolle (38) des Erweiterungselements (36) aufnehmenden Tragplatte (46) ausgebildet ist
5. Drehbohrkopf nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden Keilflächen (49,50) des Keilelements
(42) in Richtung auf das Verbindungselement (48) zusammenlaufen.
6. Drehbohrkopf nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilelement (42) in
seiner Kleinmstellung durch wenigstens einen das Keilelement und das Verbindungselement (48)
durchsetzenden Bolzen (52) gehalten ist.
7. Drehbohrkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (44) eine axiale
Verlängerung einer axial verlaufenden Wand (54) des Bohrkopfes (10) ist.
8. Erweiterungselement zur Vergrößerung des Durchmessers eines Drehbohrkopfes mit wenigstens einer Schneidrolle und mit einer mit dem Bohrkopf verbindbaren, die Schneidrolle tragenden Platte, die eine radial einwärts weisende Seitenfläche
besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die radial einwärts weisende Seitenfläche der Tragplatte (46) als
in bezug auf die Längsachse des Bohrkopfcs (10) Keilfläche (50) ausgebildet ist, und daß die
Tragplatte (46) zusätzlich eine radial nach auswärts weisende Anschlagfläche aufweist die gegen einen
Anschlag (43) am Bohrkopf (10) andrückbar ist
9. Erweiterungselement nach Anspruch-8, dadurch
gekennzeichnet daß die Anschlagfläche die radial nach auswärts weisende Seitenfläche einer in der
Bodenseite in der Tragplatte (46) vorgesehenen, parallel zur Seitenfläche der Tragplatte verlaufenden
Nut (45) ist
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