DE3119359A1 - Teleskop-stuetzvorrichtung fuer schwerlasten, insbesondere sattelauflieger - Google Patents
Teleskop-stuetzvorrichtung fuer schwerlasten, insbesondere sattelaufliegerInfo
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Description
Jost-Werke GmbH, Sieinensstraße 2, 6078 Neu Isenburg
Teleskop-Stützvorrichtung für Schwerlasten, insbesondere Sattelauflieger
Die Erfindung betrifft eine Teleskop-Stützvorrichtung für Schwerlasten, insbesondere Sattelauflleger, mit einem aus
einem Führungsrohr ausfahrbaren Stützrohr, an dessen unterem Ende ein gelenkiger Fuß lösbar befestigt ist, wobei der Fuß
einen Stützteller, einen am Stützteller befestigten und einen unteren Endabschnitt des Stützrohrs mit Abstand sowie eine seitlich
mit einem Ringabschnitt über den unteren Rand des Stützrohrs überstehende Bodenplatte des Stützrohrs überdeckenden
Haltering, eine den Haltering mit dem Stützrohr gelenkig verbindende Kupplung mit einer diametrale Kreislöcher der Stützrohrwand
durchsetzenden Schraubbolzeneinrichtung und einen elastischen Druckkörper zwischen Bodenplatte und Stützteller
aufweist.
Bei einer bekannten Teleskop-Stützvorrichtung dieser Art (US-PS 3 666 290, Fig. 6) ist die Schraubbolzeneinrichtung ein das untere
Ende des Stützrohrs und den Haltering quer durchsetzender Schraubbolzen mit einem Außenmehrkantkopf. Der Kopf und das mit
einer Mutter versehene Ende des Schraubbolzens stehen seitlich über die Außenseite des Halterings vor. Der Haltering und die
seitlich vorstehenden Enden der Schraubbolzeneinrichtung verhindern, daß die Schraubbolzeneinrichtung im eingefahrenen Zustand
des Stützrohrs vom Führungsrohr abgedeckt werden. Die freien Enden der Schraubbolzeneinrichtung können daher auch
bei eingefahrenem Stützrohr verschmutzen und korrodieren, so daß sich schließlich der Schraubbolzen und die Mutter nicht
mehr lösen lassen und der Stützfuß nicht ausgewechselt werden kann. Dadurch, daß der untere Endabschnitt des Stützrohrs
auch im eingefahrenen Zustand verhältnismäßig weit aus dem
Führungsrohr herausragt, ergibt sich eine merklich größere Baulänge der Stützvorrichtung im Vergleich zur Hublänge, und
der untere Endabschnitt des Stützrohrs wird im eingefahrenen Zustand bei Belastung nicht durch das Bohrungsrohr gegen ein
seitliches Wegknicken verstärkt.
Sodann durchsetzt der Schraubbolzen vertikale Langlöcher im Haltering, die dessen Schwenkbeweglichkeit auch um eine zur
Längsachse des Schraubbolzens senkrechte Horizontalachse sicherstellen, zugleich aber den vertikalen Federweg des Fußes begrenzen
und das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit in den Fuß begünstigen. Die Federwegbegrenzung hat zur Folge, daß der
Schraubbolzen bei hoher Belastung der Stützvorrichtung auf Scherung beansprucht wird und die Abfederung des Fußes bzw.
der Stützvorrichtung entsprechend begrenzt ist. Die Scherbeanspruchung erfordert eine Sonderanfertigung des Schraubbolzens,
während der geringe Federweg die Anpassung des Fußes an Bodenunebenheiten erschwert.
Sodann ist es bekannt (US-PS 3 666 290, Fig. 2 oder DE-OS 25 00 991), einen oberen axialen Randabschnitt des Stützteller-Halterings
einen seitlich über das Stutzrohr überstehenden Ringabschnitt
der am unteren Ende des Stützrohrs angeschweißten Bodenplatte übergreifen zu lassen. Dies ermöglicht zwar auf einfache
Weise eine allseitige Schwenkbeweglichkeit des Fußes, jedoch nicht dessen Auswechselung bei einem Defekt der Aufstandsfläche
und/oder des elastischen Druckkörpers.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stützvorrichtung der gattungsgemäßen Art anzugeben, bei der die Hublänge im Verhältnis
zur Baulänge größer und ein größerer Schwenkwinkelbereich des Fußes mit einfachen Mitteln bei höherer Belastbarkeit
und Lebensdauer möglich ist.
_ 5 —
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein oberer Randabschnitt des Halteringe den seitlich über das
Stützrohr überstehenden Ringabechnitt der Bodenplatte übergreift,
daß Stützrohr und Bodenplatte getrennt sind, daß an der Bodenplatte ein in das Stützrohr axial eingeführter Rohrstutzen
befestigt ist, daß die Schraubbolzeneinrichtung diametrale Kreislöcher der Rohrstutzenwand durchsetzt, daß der Durchmesser
dieser Kreislöcher kleiner als der Durchmesser der Kreislöcher in der Stützrohrwand ist und daß die Schraubbolzeneinrichtung
in den Kreislöchern der Stützrohrwand versenkt ist.
Bei dieser Ausbildung kann das Stützrohr soweit eingefahren werden, daß das Führungsrohr die Schraubbolzeneinrichtung abdeckt.
Die Hublänge ist daher gegenüber der gattungsgemäßen Stützvorrichtung um den Betrag der Überlappung durch das Führungsrohr
bei gleicher Baulänge der Stützvorrichtung länger, wobei die Überlappung gleichzeitig für eine zusätzliche Verstärkung
des Stützrohrs sorgt, Schmutz und Feuchtigkeit (Regen oder Spritzwasser) von der Schraubbolzeneinrichtung fernhält
und am Eindringen in den Fuß über die Löcher des Stützrohrs und des Rohrstutzens hindert sowie als Verlustsicherung für
die Schraubbolzeneinrichtung wirkt.
Die Schraubbolzeneinrichtung ist völlig frei von Lastkräften, so daß sie entsprechend schwach bemessen sein kann· Dennoch kann
der Fuß leicht durch Lösen der Schraubbolzeneinrichtung entfernt werden, um ihn notfalle auszuwechseln. Der Schwenkwinkel und
Federweg des Fußes ist lediglich durch die Zusammendrückbarkeit des elastischen Druckkörpers und den Abstand zwischen Haltering
und Stützrohr begrenzt, so daß sich d«r Fuß auch an größere Bodenunebenheiten anpassen kann.
Vorzugsweise ist dafür gesorgt, daß die Schraubbolzeneinrichtung zwei Kopfschrauben aufweist, die Jeweils mit am Rohrstutzen
ausgebildeten Gewindeteilen verschraubt sind. Hierbei
können einfache gängige Schrauben bzw. Schraubbolzen verwendet werden, die keiner Sonderanfertigung bedürfen.
Sodann können die Gewindeteile als Muttern ausgebildet und jede Mutter an der Innenseite des Rohrstutzens koaxial zu dessen
Kreislöchern angeschweißt sein. Auf diese Weise entfällt die Ausbildung eines Gewindes in den Kreislöchern des Rohrstutzens
selbst. Die Kreislöcher können auf einfache Weise in den Rohrstutzen gestanzt werden.
Ferner können die Schrauben einen Innen-Mehrkantkopf oder
Schlitzkopf aufweisen. Hierbei können die Kreislöcher im Stützrohr etwa den gleichen Durchmesser wie die Schraubenköpfe aufweisen,
so daß ein größerer Freiraum zwischen den Kreislochrändern und den Schraubenköpfen für die Einführung eines Schraubendrehers
und damit das Problem der Ansammlung größerer Schmutzmengen in diese» Freiraum bei ausgefahrenem Stützrohr entfällt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines unteren Teils einer erfindungsgemäßen
Teleskop-Stützvorrichtung für einen Sattelauflieger bei ausgefahrenem Stützrohr und
Fig. 2 einen Axialschnitt des in Fig. 1 dargestellten Teils der Teleskop-Stützvorrichtung bei eingefahrenem Stützrohr in
größerem Maßstab.
Die dargestellte Teleskop-StUtzvorrichtung enthält in einem äusseren
Führungsrohr 1 ein Stutzrohr 2. Das Stützrohr 2 ist mittels eines nicht dargestellten Kurbel-Getriebes ein- und ausfahrbar.
Am unteren Ende des Stutzrohrs 2 ist ein gelenkiger Fuß 3 lösbar befestigt. Der Fuß 3 besitzt einen in die untere
Öffnung des Stutzrohrs 2 eingeführten Rohrstutzen 4 mit einer am unteren Rand des Rohrstutzens 4 angeschweißten Bodenplatte
und zwei diametralen, in der Seitenwand ausgebildeten Kreislöchern
6, in denen ein mit Innenmehrkant versehener Kopf je
einer Schraube 7 versenkt 1st. Die Schrauben 7 sind mit ihrem Gewindeschaft durch je ein Kreisloch 8 geführt und in je eine
koaxial zu jedem Kreisloch 8 an der Innenseite des RohrStutzens
4 angeschweißten Mutter 9 verschraubt. Die Durchmesser der
Löcher 8 sind kleiner als die Durchmesser der Löcher 6, so daß die Köpfe der Schrauben 7 an der Innenseite des Rohrstutzens 4
anliegen.
Die Bodenplatte 5 liegt lose am unteren Rand des Stutzrohrs 2
an und ragt mit einem radial äußeren Ringabschnitt 10 seitlich über den unteren Rand des Stützrohrs 2 hinaus.
Der Fuß 3 besitzt ferner einen Stützteller 11 und einen Haltering 12. Der Haltering 12 übergreift mit einem oberen, schräg
zur Vertikalachse nach innen verlaufenden Randabschnitt 13 den Ringabschnitt 10 der Bodenplatte 5 unter Einhaltung eines das
Verschwenken des Fußes 3 ermöglichenden allseitigen Abstands vom Stützrohr 2 und ist mit seinem unteren Rand an der Oberseite
des Stütztellers 11 angeschweißt. Der Haltering 12, die Bodenplatte 5, der Rohrstutzen 4 und die Schrauben 7 bilden daher
eine gelenkige Kupplung zwischen Stützteller 11 und Stützrohr 2. In dem von Bodenplatte 5, Stützteller 11 und Haltering
12 begrenzten Raum ist ein elastischer Druckkörper 14 aus Gummi (auch Gummikissen genannt) angeordnet, um den Fuß 3 abzufedern.
Der Druckkörper 14 ist als Ring ausgebildet und durch eine Ringwölbung 15 des Stütztellers 11 zentriert.
In der ausgefahrenen Lage des Stützrings 2 nach Fig. 1 kann der Fuß 3 nach Herausdrehen der Schrauben 7 ausgewechselt werden,
falls dies erforderlich sein sollte. Das Stützrohr 2 kann soweit eingefahren werden, daß das Führungsrohr 1 die Schrauben
und die Löcher 6 abdeckt, so daß sie gegen Verschmutzung und das Eindringen von Spritz- oder Regenwasser und damit gegen
Korrosion weitgehend geschützt sind und das Stützrohr 2 bis praktisch zum Haltering 12 herab durch das Führungsrohr 1 geführt
und verstärkt wird. Gleichzeitig wirkt das Führungsrohr 1 in der Lage nach Fig. 2 als Lagesicherung für die Schrauben
Bei Belastung des Fußes 3 werden die vom Erdboden auf den Stützteller
11 wirkenden Kräfte vollständig über den Druckkörper und die Bodenplatte 5 auf den unteren Rand des Stützrohrs 2 übertragen,
ohne daß die Schrauben 7 durch Lastkräfte beansprucht werden. In der ausgefahrenen Lage des Stützrohrs 2 ist die
Schwenkbeweglichkeit des Stütztellers 11 nur durch den Abstand
zwischen Haltering 12 und Stützrohr 2 bzw. die Zusammendrückbarkeit des Druckkörpers 14 begrenzt. In der eingefahrenen Lage
des Stützrohrs 2 bis zum Anschlag des Führungsrohrs 1 am Haltering 12 bewirkt das Führungsrohr 1 zusätzlich eine Abdichtung
des Spaltes zwischen Haltering 12 und Stützrohr 2 gegen das Eindringen von Schmutz und Spritz- oder Regenwasser in den
Hohlraum des Fußes.
Claims (4)
1. Teleskop-Stützvorrichtung für Schwerlasten, insbesondere
Sattelauflieger, mit einem aus einem Führungsrohr ausfahrbaren Stützrohr, an dessen unterem Ende ein gelenkiger
Fuß lösbar befestigt ist, wobei der Fuß einen Stützteller, einen am Stützteiler befestigten und einen unteren Endabschnitt
des Stützrohrs mit Abstand sowie eine seitlich mit einem Ringabschnitt über den unteren Rand des Stützrohrs
überstehende Bodenplatte des Stützrohrs überdeckenden Haltering, eine den Haltering mit dem Stützrohr gelenkig
verbindende Kupplung mit einer diametrale Kreislöcher der Stützrohrwand durchsetzenden Schraubbolzeneinrichtung und
einen elastischen Druckkörper zwischen Bodenplatte und Stützteller aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein oberer Randabschnitt (13) des Halterings (12) den
seitlich über das Stützrohr (2) überstehenden Ringabschnitt (10) der Bodenplatte (5) übergreift, daß Stützrohr (2) und
Bodenplatte (5) getrennt sind, daß an der Bodenplatte (5) ein in das Stützrohr (2) axial eingeführter Rohrstutzen (4)
befestigt ist, daß die Schraubbolzeneinrichtung (7) diametrale Kreislöcher (8) der Rohrstutzenwand durchsetzt, daß
der Durchmesser dieser Kreislöcher (8) kleiner als der Durchmesser der Kreislöcher (6) in der Stützrohrwand ist
und daß die Schraubbolzeneinrichtung (7) in den Kreislöchern (6) der Stützrohrwand versenkt ist.
3 I 18359
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Schraubbolzeneinrichtung
eine Kopfschraube aufweist, die mit einem
Gewindeteil verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubbolzeneinrichtung eine zweite Kopfschraube
(7) aufweist und die Schrauben (7) mit am Rohrstutzen (4) ausgebildeten Gewindeteilen (9) verschraubt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindeteile Muttern (9) sind und daß jede Mutter
(9) an der Innenseite des Rohrstutzens (4) koaxial zu dessen Kreislöchern (8) angeschweißt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrauben (7) einen Innen-Mehrkantkopf oder Schlitzkopf
aufweisen.
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