DE3117665C2 - Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzventil für BrennkraftmaschinenInfo
- Publication number
- DE3117665C2 DE3117665C2 DE19813117665 DE3117665A DE3117665C2 DE 3117665 C2 DE3117665 C2 DE 3117665C2 DE 19813117665 DE19813117665 DE 19813117665 DE 3117665 A DE3117665 A DE 3117665A DE 3117665 C2 DE3117665 C2 DE 3117665C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- nozzle needle
- fuel
- relief channel
- fuel injection
- nozzle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M61/00—Fuel-injectors not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00
- F02M61/04—Fuel-injectors not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00 having valves, e.g. having a plurality of valves in series
- F02M61/042—The valves being provided with fuel passages
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M55/00—Fuel-injection apparatus characterised by their fuel conduits or their venting means; Arrangements of conduits between fuel tank and pump F02M37/00
- F02M55/002—Arrangement of leakage or drain conduits in or from injectors
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M61/00—Fuel-injectors not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00
- F02M61/16—Details not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M61/02 - F02M61/14
- F02M61/18—Injection nozzles, e.g. having valve seats; Details of valve member seated ends, not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Fuel-Injection Apparatus (AREA)
Abstract
Kraftstoffeinspritzdüse mit einer nach innen vom Nadelsitz abhebbaren Düsennadel, deren Schaft einen Entlastungskanal aufweist, über den beim Öffnungs- und beim Schließvorgang eine vorübergehende Verbindung zwischen dem von Kraftstoff beaufschlagten Druckkanal und einem Leckkanal hergestellt wird, welcher in der die Düsennadel aufnehmenden Bohrung des Ventilkörpers mündet. Über diesen Entlastungskanal kann beim Öffnungsvorgang Kraftstoff abströmen, so daß der Öffnungsvorgang verlangsamt wird und der Verbrennungsablauf weicher erfolgt. Beim Schließvorgang wird dagegen über den Entlastungskanal Kraftstoff verdrängt, so daß der Schließvorgang beschleunigt und ein Nachtröpfeln der Kraftstoffeinspritzdüse verhindert wird. Diese Konstruktion weist außer einem besonders einfachen Aufbau, bei dem die Düsennadel selbst als Steuerorgan wirkt, ein verhältnismäßig geringes Schadvolumen auf.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Ein bekanntes Kraftstoffeinspritzventil dieser Art (DE-OS 23 01 679) ist so gestaltet, daß die Menge des
einzuspritzenden Kraftstoffes zunächst langsamer ansteigt und erst in einer späteren Phase der Spritzdauer
die Hauptmenge eingespritzt wird. Der Schließvorgang der Düsennadel soll in kürzester Zeit erfolgen. Mit
einem derartigen Verlauf des Einspritzvorganges sollen die schädlichen Bestandteile im Abgas vermindert
werden. Zu diesem Zweck ist eine besondere Steuernadel vorgesehen, die koaxial zur Düsennadel angeordnet
ist und über zum Teil in der Düsennadel und zum Teil in der Steuernadel längs verlaufend angeordnete Entlastungskaralabschnitte
eine zeitweilige Verbindung zwischen der Druckkammer und dem Leckkraftstoffraum herstellt, wobei der Kraftstoffübertritt zum
Leckkraftstoffraum aus dem in der Düsennadel verlaufenden Kanalabschnitt von der mit dem Ende
dieses Kanalabschnitts zusammenwirkenden Steuernadel gesteuert wird. Diese Konstruktion weist jedoch ein
verhältnismäßig großes Schadvolumen auf, dessen Elastizität zur Folge hat, daß der Aufbau des
Spitzendruckes beeinträchtigt wird. Auch beim Schließvorgang kann aufgrund des zu verdrängenden Kraftstoffvolumens
eine unerwünschte Verzögerung eintreten, so daß das Kraftstoffeinspritzventil zu einer
schlechten Strahlaufbereitung und zum Nachtropfen neigt. Ein weiterer Nachteil besteht schließlich in der
verhältnismäßig aufwendigen und viel Raum erfordernden Bauweise dieses Kraftstoffeinspritzventils.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgeführten Nachteile zu vermeiden und ein Kraftstoffeinspritzventil
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, das den verzögerten Öffnungsund
den beschleunigten Schließvorgang verzögerungsfreier und mit baulich einfacheren Mitteln erreicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruches angegebenen
Merkmale gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Vorschlag, bei dem der im Schaft der Düsennadel angeordnete Entlastungskanalabschnitt
mit dem in die Führungsbohrung im Düsenkörper mündenden Entlastungskanalabschnitt
zusammenwirkt, wird in den beiden Endstellungen der Düsennadel die Verbindung zwischen der Druckkammer
und dem Leckkraftstoffraum im Gegensatz zu der bekannten Ausführung ohne zusätzliche und aufwendige
Teile abgesperrt und das Schadvolumen beträchtlich vermindert. Wird die Düsennadel von Kraftstoff
beaufschlagt, bleibt die Verbindung zwischen Druckraum und Leckkraftstoffraum bei Beginn des Öffnungsvorganges zunächst geschlossen. Wenn die Düsennadel
unter dem Druck des zugeführten Kraftstoffes dagegen weiter abhebt, wird diese Verbindung vorübergehend
wirksam, wodurch unter Druck stehender Kraftstoff teilweise abströmen kann und infolgedessen das weitere
Öffnen der Düsennadel verlangsamt bzw. der Öffnungsvorgang verzögert wird. Dieser verlangsamte öffnungsvorgang
führt zu einer für den Verbrennungsablauf günstigen weichen Verbrennung des Kraftstoffes. Vor
dem Erreichen der ganz geöffneten Endstellung der Düsennadel wird die Verbindung wieder geschlossen, so
daß der Kraftstoff mit vollem Druck abgespritzt wird. Nach Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr kommt beim
Schließvorgang der Düsennadel wieder eine vorübergehende Verbindung zwischen der Druckkammer und
dem Leckkraftstoffraum zustande, über welche die in der Druckkammer des Kraftstoffeinspritzventils befindliche
verhältnismäßig geringe Kraftstoffmenge verdrängt werden kann bzw. der Druckabbau beschleunigt
wird. Aus diesem Grund erreicht die Düsennadel sehr rasch ihre geschlossene Endstellung, so daß der
Abspritzvorgang unter Vermeidung des die schädlichen Bestandteile im Abgas verschlechternden Nachtropfens
schnell abgebrochen wird. Da in der geschlossenen Endstellung der Düsennadel auch die Verbindung zum
Entlastungskanal geschlossen ist, steht die Düsennadel wieder für eine volle Beaufschlagung beim folgenden
Einspritzvorgang bereit.
Aus der DE-PS 8 29 682 ist zwar ein Kraftstoffeinspritzventil bekannt, das schräg durch den Schaft der
Düsennadel verlaufende Kanäle aufweist, wobei ein Kraftstoffdurchtritt durch diese Kanäle über in einer die
Düsennadel umgebenden Hülse angeordnete Steuerbohrungen unterschiedlicher Größe nadelhubabhängig
gesteuert wird. Diese Kanäle haben jedoch die Aufgabe, den aus den Spritzlöchern abzuspritzenden Kraftstoff
aus einem im Düsenkörper die Hülse umgebenden Ringkanal in die Druckkammer des Düsenkörpers zu
führen. Eine Steuerfunktion hinsichtlich einer zeitweiligen Verbindung zwischen der Druckkammer und einem
Leckkraftstoffraum ist hier weder beabsichtigt noch möglich.
Eine exakte Steuerung der Verbindung zwischen der Druckkammer und dem Leckkraftstoffraum kann
vorteilhaft dadurch erreicht werden, daß der im Düsenkörper verlaufende Entlastungskanalabschnitt
über einen Ringkanal in die Führungsbohrung für den Schaft der Düsennadel mündet.
Ferner ist es zweckmäßig, wenn der Entlastungskanalabschnitt im Düsennadelschaft schräg durch den Schaft
der Düsennadel verläuft. Er kann aber auch als endseitig begrenzte und parallel zur Düsennadelachse verlaufende
Nut oder als schräg zur Düsennadelachse verlaufende Ringnut ausgebildet sein.
Um bei der Anordnung von mehreren Kraftstoffeinspritzventilen den öffnungs- und den Schließvorgang
untereinander abstimmen und somit die von eventuellen Fertigungstoleranzen herrührenden Ungenauigkeiten
überbrücken zu können, kann in vorteilhafter Weise der im Düsenkörper verlaufende Entlastungskanalabschnitt
mit einer einstellbaren Drosselstelle versehen sein.
Schließlich erweist es sich noch als zweckmäßig, wenn in dem im Düsenkörper verlaufenden Er.tlastungskanalabschnitt
in diesen Abschnitt bei einem über der mittleren Last liegenden Betriebszustand der Brennkraftmaschine
beim Öffnungshub der Düsennadel sperrendes und beim Schließhub der Düsennadel freigebendes Ventil angeordnet ist, wobei dieses Ventil
z. B. elektromagnetisch betätigbar ist. Durch dieses Ventil kann der Druckaufbau zeitweilig verkürzt und
hierdurch auch der Öffnungsvorgang beschleunigt
werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Kraftstoffeinspritzventil bei einer Brennkraftmaschine
mit Dlrekieinspritzung Anwendung findet, bei der mit einer kurzen Einspritzzeit ein besseres
Mitteldruckverhalten erreicht werden kann.
Es ist zwar aus der DE-OS 27 C9 162 ein Kraftstoffeinspritzventil
bekannt, bei dem an die Druckkammer eine Abströmleitung angeschlossen ist, über die der der
Einspritzdüse von einer überdimensionierten Pumpe zugeführte Kraftstoff teilweise zur Pumpe zurückgeleitet
wird und in der ein Sperrorgan angeordnet ist Dieses dient jedoch ausschließlich dem Zweck, die
Abströmleitung im unteren Drehzahl- und Lastbereich zu schließen, um auch in diesem Betriebszustand, in dem
eine geringere Kraftstoffmenge gefördert wird, einen erhöhten Druck an der Düsennadel und eine bessere
Zerstäubung des Kraftstoffes zu bewirken. Einen Hinweis, bei einem Einspritzventil mit einem Entlastungskanal
durch Absperren dieses Kanals bei höherer Last die Verzögerung des Öffnungsvorganges zugunsten
eines verkürzten Druckaufbaus abschaltbar zu machen, wird durch diese Druckschrift nicht gegeben.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, in denen einige
Ausführungsbeispiele der Erfindung im Prinzip dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt eines teilweise dargestellten
Kraftstoffeinspritzventils mit einer ersten, den Entlastungskanalabschnitt im Düsennadelschaft betreffenden
Ausführungsform in seiner ersten Betriebsstellung,
F i g. 2 eine Teilansicht des Kraftstoffeinspritzventils von Fig. 1 in seiner zweiten Betriebsstellung,
Fig. 3 eine Teilansicht des Kraftstoffeinspritzventils
von F i g. 1 in seiner dritten Betriebsstellung,
F i g. 4 einen Längsschnitt eines Kraftstoffeinspritzventils ähnlich F i g. 1 in einer zweiten, den Entlastungskanalabschnitt
im Düsennadelschaft betreffenden Ausführungsform und mit einer einstellbaren Drosselstelle
im Entlastungskanal, und
Fig.5 einen Längsschnitt eines Kraftstoffeinspritzventils
ähnlich Fig. 1 in einer dritten, den Entlastungskanalabschnitt
im Düsennadelschaft betreffenden Ausführungsform und mit einem lastabhängig betätigbaren
Ventil im Entlastungskanal.
Das in Fig. 1 vereinfacht dargestellte Kraftstoffeinspritzventil,
bei dem nur der Teil gezeigt ist, der für die Erfindung von Bedeutung ist, weist einen Düsenkörper 1
auf, in dem in einer Bohrung 2 eine Düsennadel 3 mit einem Schaft 4 axial verschiebbar geführt ist. Am
einspritzseitigen Ende der Bohrung 2 schließt sich unter Bildung einer Kante 15 eine erweiterte Druckkammer 5
an, in der das untere Ende der Düsennadel 3 angeordnet ist und die über einen Kraftstoffzufuhrkanal 6 an eine
nicht dargestellte Kraftstoffeinspritzpumpe angeschlossen ist. Die einspritzseitige Wand der Druckkammer 5
weist einen Nadelsitz 7 auf, gegen den die Düsennadel 3 mit ihrem Schließkegel 9 von einer Druckfeder 10
gedrückt wird und von dem eine Düsenbohrung 8 ausgeht. Die Druckfeder 10 ist in einem Leckkraftstoffraum
11 angeordnet, von dem ein nachfolgend als erster Entlastungskanalabschnitt bezeichneter, im Düsenkörper
1 verlaufender Entlastungskanalabschnitt 12 ausgeht. Dieser Kanalabschnitt 12 mündet in einen
Rin?kanal 13, der in der Wand der Bohrung 2 angeordnet ist und den Schaft 4 der Düsennadel 3
umgibt. Im Schaft 4 der Düsennadel 3 ist ein nachfolgend als zweiter Entlastungskanalabschnitt be-
zeichneter Entlastungskanalabschnitt 14 angeordnet, der schräg durch die Düsennadel 3 verläuft. Über diesen
Kanalabschnitt 14 kann je nach Stellung der Düsennadel 3 eine Verbindung zwischen der Druckkammer 5 und
dem Leckkraftstoffraum 11 abgesperrt oder freigegeben
werden. Für eine genaue Steuerung dieser Verbindung bilden die Kante 15 am Übergang der
Bohrung 2 in die Druckkammer 5 und die der Druckkammer 5 zugewandte Kante 16 des Ringkanals
13 je eine Steuerkante, welche bei axialer Verschiebung der Düsennadel 3 mit dem zweiten Entlastungskanalabschnitt
14 zusammenwirken.
In der in Fi g. 1 gezeigten ersten unteren Endstellung der Düsennadel 3, in der die Düsenbohrung 8
geschlossen ist, ist der zweite Entlastungskanalabschnitt
14 mit seiner unteren, mit der Kante 15 zusammenwirkenden öffnung 17 mit der Druckkammer 5 in
Verbindung, während seine obere öffnung 18 von der Wand der Bohrung 2 abgedeckt ist. Die Verbindung
zwischen der Druckkammer 5 und dem Leckkraftstoffraum 11 ist demnach abgesperrt.
Aus F i g. 2 geht hervor, daß bei Beaufschlagung durch unter Druck über den Zufuhrkanal 6 in die
Druckkammer 5 zugeführten Kraftstoff die Düsennadel 3 entgegen der Kraft der in dieser Zeichnung nicht
dargestellten Feder 10 aus der ersten Endstellung nach innen — in der Zeichnung nach oben — von dem
Nadelsitz 7 abgehoben und zunächst die Düsenbohrung 8 geöffnet wird. Nach dem Öffnen der Düsenbohrung 8
und Beginn des Einspritzvorganges kommt während des Öffnungsvorganges und weiterem Abheben der Düsennadel
3 die Öffnung 18 des zweiten Entlastungskanalabschnittes 14 in Verbindung mit dem Ringkanal 13, so daß
die Verbindung zwischen der Druckkammer 5 und dem Leckkraftstoffraum 11 hergestellt ist. Das bedeutet, daß
der Kraftstoff in dieser Bewegungsphase der Düsennadel 3 sowohl über die Düsenbohrung 8 abgespritzt als
auch über die noch nicht abgesteuerte öffnung 17 des zweiten Entlastungskanalabschnittes 14, den Ringkanal
13 und den ersten Entlastungskanalabschnitt 12 in den in dieser Zeichnung nicht dargestellten Leckkraftstoffraum
11 abströmen kann, so daß die Öffnungsbewegung
der Düsennadel 3 verlangsamt wird. Dieser verzögerte Öffnungsvorgang wirkt sich besonders vorteilhaft auf
den Verbrennungsablauf aus.
In Fig.3 ist die zweite obere Endstellung der
Düsennadel 3 gezeigt, in der die Düsennadel 3 vollständig vom Nadelsitz 7 abgehoben hat. In dieser
Endstellung ist die untere öffnung 17 des zweiten Entlastungskanalabschnittes 14 von der Wand der
Bohrung 2 abgedeckt, so daß die Verbindung zwischen der Druckkammer 5 und dem Leckkraftstoffraum 12
abgesperrt ist und der zugeführte Kraftstoff mit vollem Druck ausschließlich über die Düsenbohrung 8 abgespritzt
wird.
Sobald die Kraftstoffzufuhr unterbrochen wird, drückt die Feder 10 die Düsennadel 3 auf den Nadelsitz
zurück. Während dieses Schließvorganges kommt über den zweiten Entlastungskanalabschnitt 14 erneut
eine vorübergehende Verbindung zwischen der Druckkammer 5 und dem Leckkraftstoffraum 11 zustande —
wie dies in F i g. 2 gezeigt ist. Über diese Verbindung kann in der Druckkammer 5 befindlicher Kraftstoff
abströmen bzw. verdrängt werden, so daß der noch herrschende Kraftstoffdruck zumindest teilweise abgebaut
wird. Dies hat zur Folge, daß die Düsennadel 3 mit ihrem Schließkegel 9 sehr schnell auf dem Nadelsitz 7
zur Anlage gelangt und wieder die untere erste, in Fig. 1 dargestellte Endstellung erreicht, in der die
Düsenbohrung 8 geschlossen ist. Durch diesen verkürzten Schließvorgang wird ein Nachtropfen von Kraftstoff
aus der Düsenbohrung 8 vermieden, so daß sich die schädlichen Bestandteile im Abgas vermindern.
Bei dem in Fig.4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der zweite Entlastungskanalabschnitt von einer an der Außenfläche des Schaftes 4' der Düsennadel 3'
angeordneten, endseitig begrenzten Nut 19 gebildet, die ίο parallel zur Düsennadelachse verläuft. Die Länge der
Nut 19 ist so bemessen, daß sowohl bei dem Öffnungsais auch dem Schließvorgang der Düsennadel 3' in
Zusammenwirkung mit den Kanten 15 und 16 eine vorübergehende Verbindung zwischen der Druckkammer
5 und dem vereinfacht dargestellten ersten Entlastungskanalabschnitt 12 hergestellt wird, wobei die
gleiche Wirkung eintritt wie dies bei der Ausführung nach F i g. 1 bis F i g. 3 beschrieben ist. In dem ersten
Entlastungskanalabschnitt 12 ist bei diesem Ausführungsbeispiel außerdem eine von einer verstellbaren
Schraube 20 gebildete Drosselstelle angeordnet, mit der der Querschnitt des Entlastungskanalabschnittes 12
geringfügig verändert werden kann. Dadurch ergibt sich bei Brennkraftmaschinen mit mehreren Kraftstoffeinspritzventilen
die Möglichkeit, die Öffnungs- und die Schließcharakteristik der einzelnen Kraftstoffeinspritzventile
besser untereinander abstimmen zu können. Wenn der Durchflußquerschnitt ermittelt worden ist,
kann der Querschnitt des Kanalabschnittes 12 aber auch von einer von einem Einsatz gebildeten Drosselstelle
festgelegt werden. Anstelle einer Nut 19 kann bei dieser Ausführung als Entlastungskanal auch eine quer über
den Schaft 4' verlaufende ebene Fläche vorgesehen sein. Beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 5 wird der
zweite Entiastungskanalabschnitt von einer Ringnut 21 gebildet, die schräg zur Düsennadelachse verlaufend auf
dem Schaft 4" der Düsennadel 3" angeordnet ist. Bei dieser Ausführung ist im vereinfacht dargestellten
ersten Entlastungskanalabschnitt 12 ein Ventil 22 angeordnet, das normalerweise geöffnet ist, aber von
einem Elektromagneten 23 geschlossen werden kann, wenn sich die Brennkraftmaschine in einem über der
mittleren Last liegenden Betriebszustand befindet. Zu diesem Zweck sind im Stromkreis 26 des Elektromagneten
23 zwei Schalter 24 und 25 hintereinander angeordnet. Der Schalter 24 wird in Abhängigkeit von
der Nockenwellen-Umdrehung betätigt und ist in dem gleichen Zeitraum geschlossen, in welchem das Kraftstoffeinspritzventil
von Kraftstoff beaufschlagt wird. Der Schalter 25 wird beispielsweise in Abhängigkeit
von der Stellung des nicht näher dargestellten Gaspedals oder des Reglers der Kraftstoffeinspritzpumpe
derart betätigt, so daß dieser in einem über der mittleren Last liegenden Betriebszustand geschlossen
ist.
In der dargestellten Lage arbeitet das Kraftstoffeinspritzventil nach F i g. 5 wie bei den vorgenannten
Ausführungsbeispielen mit verzögertem Öffnungsvorgang und beschleunigtem Schließvorgang. Sobald die
Brennkraftmaschine aber in einem Betriebszustand betrieben wird, der über der mittleren Last liegt, wird
der Schalter 25 geschlossen, so daß der Stromkreis 26 des Elektromagneten 23 und damit das Ventil 22 immer
dann geschlossen ist, wenn auch der periodisch betätigte Schalter 24 geschlossen ist Da in diesem Fall beim
Öffnungsvorgang der Düsennadel 3" kein Kraftstoff über den Entlastungskanalabschnitt 12 in den schematisch
dargestellten Leckkraftstoffraum 11 abströmen
kann, wird der Druckaufbau in der Druckkammer 5 und somit der öffnungsvorgang beschleunigt. Dies hat zur
Folge, daß in diesem Betriebszustand ein besseres Mitteldruckverhalten der Brennkraftmaschine erreichbar
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Kraftstoff einspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einer mit ihrem Schaft in einer Bohrung im
Düsenkörper geführten Düsennadel, die durch den Kraftstoffdruck in einer am einspritzseitigen Ende
der Führungsbohrung unter Bildung einer Kante sich erweiternd anschließenden Druckkammer entgegen
der Kraftstoffströmungsrichtung und gegen die Kraft einer Feder von ihrem Sitz abhebt, und mit
einem Leckkraftstoffraum, der während des Einspritzvorgangs über einen an diesen angeschlossenen,
außerhalb der Düsennadel verlaufenden Abschnitt sowie einen weiteren in der Düsennadel
selbst verlaufenden und zur Druckkammer führenden Abschnitt eines Entlastungskanals zeitweise mit
der Druckkammer verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Leckkraftstoffraum
(11) angeschlossene, außerhalb der Düsennadel (3, 3', 3") im Düsenkörper (1) verlaufende
Abschnitt (12) des Entlastungskanals oberhalb der Druckkammer (5) in die Führungsbohrung (2) für
den Schaft (4, 4', 4") der Düsennadel (3, 3', 3") mündet, und daß die Kante (15) am Übergang der
Führungsbohrung (2) in die Druckkammer (5) sowie eine einspritzseitig gelegene Kante (16) der Mündungsstelle
des im Düsenkörper (1) verlaufenden Entlastungskanalabschnitts (12) in der Führungsbohrung
(2) mit diesen Kanten (15, 16) zugeordneten, axial versetzt in der Umfangsfläche des Schafts (4,4',
4") der Düsennadel (3, 3', 3") liegenden Bereichen des in diesem Schaft verlaufenden Entlastungskanalabschnitts
(14, 19, 21) derart steuernd zusammenwirken, daß bei in geschlossener und voll
geöffneter Stellung befindlicher Düsennadel (3, 3', 3") die Verbindung zwischen dem Leckkraftstoffraum
(11) und der Druckkammer (5) unterbrochen, bei Zwischenstellung der Düsennadel (3, 3', 3")
hingegen hergestellt ist.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der im Düsenkörper (1) verlaufende Entlastungskanalabschnitt (12) über
einen Ringkanal (13) in die Führungsbohrung (2) für den Schaft (4, 4', 4") der Düsennadel (3, 3', 3")
mündet.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungskanalabschnitt (14) im Düsennadelschaft (4) schräg
durch den Schaft der Düsennadel (3) hindurch verläuft.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungskanalabschnitt (19) im Düsennadelschaft (4') als
endseitig begrenzte und parallel zur Düsennadelachse verlaufende Nut ausgebildet ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Entlastungskanalabschnitt
(21) im Düsennadelschaft (4") als schräg zur Düsennadelachse verlaufende Ringnut ausgebildet
ist.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der im
Düsenkörper (1) verlaufende Entlastungskanalabschnitt (12) mit einer einstellbaren Drosselstelle (20)
versehen ist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
im Düsenkörper (1) verlaufenden Entlastungskanalabschnitt (12) ein diesen Abschnitt bei einem über
der mittleren Last liegenden Betriebszustand der Brennkraftmaschine beim Öffnungshub der Düsennadel
(3,3', 3") sperrendes und beim Schließhub der Nadel freigebendes Ventil (22) angeordnet ist
8. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (22) elektromagnetisch
betätigbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813117665 DE3117665C2 (de) | 1981-05-05 | 1981-05-05 | Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813117665 DE3117665C2 (de) | 1981-05-05 | 1981-05-05 | Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3117665A1 DE3117665A1 (de) | 1982-11-18 |
| DE3117665C2 true DE3117665C2 (de) | 1983-10-20 |
Family
ID=6131454
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813117665 Expired DE3117665C2 (de) | 1981-05-05 | 1981-05-05 | Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3117665C2 (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT397289B (de) * | 1986-01-13 | 1994-03-25 | Avl Verbrennungskraft Messtech | Kraftstoffeinspritzdüse für brennkraftmaschinen |
| AT408136B (de) * | 1986-03-12 | 2001-09-25 | Avl Verbrennungskraft Messtech | Kraftstoffeinspritzdüse für brennkraftmaschinen |
| US5645224A (en) * | 1995-03-27 | 1997-07-08 | Caterpillar Inc. | Modulating flow diverter for a fuel injector |
| US5743237A (en) * | 1997-01-28 | 1998-04-28 | Caterpillar Inc. | Hydraulically-actuated fuel injector with needle valve operated spill passage |
| AT3982U3 (de) * | 1999-03-18 | 2001-08-27 | Avl List Gmbh | Kraftstoffeinspritzdüse für eine brennkraftmaschine |
| DE10054526A1 (de) * | 2000-11-03 | 2002-05-16 | Bosch Gmbh Robert | Einspritzdüse |
| DE102005010612B3 (de) * | 2005-03-08 | 2006-08-31 | Siemens Ag | Einspritzventil mit einstellbarem Druck im Ablaufraum |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE829682C (de) * | 1941-10-12 | 1952-01-28 | Bosch Gmbh Robert | Einspritzventil fuer Brennkraftmaschinen |
| DE2301679A1 (de) * | 1973-01-13 | 1974-07-18 | Bosch Gmbh Robert | Kraftstoffeinspritzduese mit zwei ventilnadeln.- |
| DE2709162A1 (de) * | 1977-03-03 | 1978-09-07 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Einrichtung zum einspritzen von kraftstoff fuer luftverdichtende brennkraftmaschinen |
-
1981
- 1981-05-05 DE DE19813117665 patent/DE3117665C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3117665A1 (de) | 1982-11-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0898650B1 (de) | Kraftstoffeinspritzeinrichtung für brennkraftmaschinen | |
| DE60015218T2 (de) | Brennstoffeinspritzventil | |
| EP0959243B1 (de) | Steuerventil für Kraftstoffeinspritzventil | |
| DE3824467C2 (de) | ||
| DE60020182T2 (de) | Kraftstoffeinspritzventil | |
| DE2834633C2 (de) | Vorrichtung zur Steuerung der Kraftstoffvoreinspritzung durch Zwischenentlastung bei einer Kraftstoffeinspritzanlage für eine Brennkraftmaschine | |
| DE2045556B2 (de) | Vorrichtung zur Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder einer mit Druckzündung arbeitenden Brennkraftmaschine | |
| DE4440182C2 (de) | Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen | |
| DE60034722T2 (de) | Kraftstoffeinspritzanordnung | |
| DE19910589C2 (de) | Einspritzventil für eine Brennkraftmaschine | |
| DE1807554C3 (de) | Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit Druckzündung | |
| DE19834867B4 (de) | Einspritzdüse für eine direkt einspritzende Brennkraftmaschine | |
| DE3523536A1 (de) | Elektrisch gesteuerte kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen | |
| DE2833431A1 (de) | Kraftstoffeinspritzduese | |
| EP1381774B1 (de) | Kraftstoff-einspritzvorrichtung mit zwei koaxialen ventilelementen | |
| DE3117665C2 (de) | Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen | |
| DE1576617A1 (de) | Einspritzvorrichtung fuer Verbrennungsmotoren mit Druckzuendung | |
| EP0166995B1 (de) | Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen | |
| EP1045975B1 (de) | Steuereinheit zur steuerung des druckaufbaus in einer pumpeneinheit | |
| DE69625992T2 (de) | Einspritzventil | |
| DE3535005C2 (de) | ||
| EP0090296B1 (de) | Einspritzdüse mit einem Nadelkolben | |
| DE10149961A1 (de) | Kraftstoff-Einspritzvorrichtung für eine Brennkraftmaschine, insbesondere Common-Rail-Injektor, sowie Kraftstoffsystem und Brennkraftmaschine | |
| EP1504188A1 (de) | Druckventil mit zus tzlicher spritzverstellerfunktion | |
| EP0502315A1 (de) | Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: AUDI AG, 8070 INGOLSTADT, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |