DE2709162A1 - Einrichtung zum einspritzen von kraftstoff fuer luftverdichtende brennkraftmaschinen - Google Patents
Einrichtung zum einspritzen von kraftstoff fuer luftverdichtende brennkraftmaschinenInfo
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Description
ίο/ία·
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg Aktiengesellschaft
Nürnberg, 24. Febr. 1977
Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff für luftverdichtende Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff für luftverdichtende Brennkraftmaschinen,
welche im wesentlichen aus wenigstens einem Einspritzpumpenelement mit einem Pumpendruckventil, einem
federbelasteten Einspritzventil, einer Lecköl-Rückführleitung
und einer das Einspritzpumpenelement bzw. das Pumpendruckventil mit dem Einspritzventil, vorzugsweise
direkt mit dessen DUsennadelrlngspalt verbindenden Kraftstoff -Zufuhrleitung besteht, wobei möglichst nahe am
Einspritzventil bzw. am DUsennadelringspalt ein Entlastungsventil
in der Kraftstoff-Zufuhrleitung vorgesehen
1st.
Eine derartige Einrichtung wurdebereits vorgeschlagen, wobei das nahe am Einspritzventil bzw. am DUsennadelringspalt
angeordnete Entlastungsventil dazu dient, den Druckabbau im DUsennadelringspalt beim Schließen der
Düsennadel zu beschleunigen. Es ist bekannt, daß die Schließbewegung der Düsennadel bei direkter Kraftstoff-
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«.85,5
einspritzung in Brennkraftmaschinen von wesentlicher Bedeutung für die Motorkenndaten ist. So erfolgt beispielsweise
mit zunehmender Geschwindigkeit des Schließvorganges hauptsächlich eine Verminderung der Rußerzeugung, weil
ein Nachtropfen von Kraftstoff weitgehend ausgeschlossen wird. Ausgelöst wird die Schließbewegung der Düsennadel
bei Einspritzende durch den Druckabfall am Einspritzpumpenelement. Die Düsennadelbewegung wird also durch die Länge
und Auslegung der Einspritzleitung, durch die in ihr auftretenden Druckwellen und deren Reflexionen sowie duroh
die Elastizität des gesamten Systems beeinflußt.
Um diese Nachteile zu vermelden und ein schnelles Schließen
der Düsennadel zu erreichen, ist es heute allgemein bekannt, am Pumpendruckventil das richtige Entlastungsvolumen zu
wählen, ein möglichst kleines Leitungsvolumen zwischen
dem Pumpenelement und dem Einspritzventil vorzusehen, die zu bewegenden Massen am Einspritzventil zu reduzieren
und die Ventilfederkraft durch Vergrößerung der wirksamen Ringspaltfläche an der Nadelführung (kleiner Nadelsitzdurohmesser)
zu erhöhen.
Da all diese Maßnahmen jedoch zu keinem wesentlichen Erfolg führten, wurde schließlich der bereits erwähnte Vorschlag
gemacht, ein zusätzliches Entlastungsventil einzubauen. Hierdurch wurde zwar ein beschleunigter Druckabbau
im DUsennadelrlngspalt erreicht, der jedoch, über den gesamten Drehzahl- und Lastbereich eines Motors gesehen,
immer noch bestimmte Nachteile mit sich bringt.
Hler setzt nun die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde
liegt, eine Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff der eingangs beschriebenen Art dahingehend welterzuentwickeln,
daß im unteren Drehzahl- und Lastbereich eine Verbesserung der Kraftstoffzerstäubung und im oberen Drehzahl- und
Lastbereich vor allem ein zeltliches Abkürzen des Schließvorganges
am Einspritzventil erreicht wird, woduroh über
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• S-
den gesamten Betriebsbereich des Motors günstigere Kenndaten zu erwarten sind.
Nach der Erfindung wird vorgeschlagen, daß möglich nahe an der DUsenbohrung oder den DUsenbohrungen im Einspritzventil
eine zusätzliche Abströmbohrung angebracht ist, und daß die Querschnittsfläche des Kolbens im Einspritzpumpenelement
wenigstens derart groß gewählt wird, daß die durch die Abströmbohrung abfließende Kraftstoffmenge
ohne Verlängerung der Einspritzzeit zusätzlich zur Verfugung steht.
Hierdurch wird das angestrebte Ziel bereits voll erreicht. Durch den im unteren Drehzahl- und Lastbereich nunmehr
auftretenden höheren Kraftstoffdruck erfolgt eine bessere Zerstäubung, andererseits wird durch den zusätzlichen,
praktisch ohne auftretenden Gegendruck möglichen Kraftstoffabfluß
ein sehr schnelles Schließen der Düsennadel möglieh und Druckwellen bleiben unwirksam.
Zweckmäßigerwelse wird die Abströmöffnung derart angeordnet,
daß sie unmittelbar im DUsennadelringspalt einmündet, wodurch ein kürzester Ablaufweg geschaffen 1st.
Um den Kraftstoff in vorteilhafter Weise ohne großen Aufwand wieder zum Einspritzpumpenelement zurückzuführen,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Abströmöffnung
durch eine üraführungsleitung mit der ohnehin vorhandenen
Lecköl-RückfUhrleitung zu verbinden.
Welter wird vorgeschlagen, was sich als günstig erwiesen
hat, den freien Querschnitt der Abströmöffnung derart zu wählen, daß er dem freien Querschnitt der DUsenbohrung oder
der DUsenbohrungen entspricht. Es erscheint hier noch der Hinweis angebracht, daß Abweichungen, die sich daraus er-
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geben, daß die Abströmbohrung nicht wie die Düsenbohrung ventilgesteuert ist, bei der Auslegung selbstverständlich
berücksichtigt werden können bzw. zu berücksichtigen sind.
Als Weiterbildung der Erfindung wird schließlich noch vorgeschlagen,
unmittelbar hinter der Abströmöffnung ein wahl weise betätigbares Absperrorgan vorzusehen, welches vorzugsweise
nur bei Leerlauf und im unteren Drehzahl- und Lastbereich in Schließstellung gebracht wird, wobei die
Betätigung zweckmäßigerweise durch an sich bekannte Mittel in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und/oder der Motorlast
erfolgt.
Es ist, wie auch eingangs bereits angedeutet, bekannt, daß die Auslegung einer Einspritzeinrichtung an einen
im oberen Drehzahl- und Lastbereich laufenden Motor ungünstigere Verhältnisse ergibt, wenn im unteren Drehzahloder
Lastbereich gefahren wird. Besonders gilt dies bei Leerlauf. Mit der gegebenen DUsenbohrung in Verbindung
mit der verkleinerten Einspritzmenge bei verminderter Geschwindigkeit
des Kolbens im Einspritzpumpenelement wird nur ein relativ niedriger Druck im Leitungssystem erreicht.
Die für eine gute Gemischbildung im Leerlauf besonders wichtige Kraftstoffzerstäubung wird dadurch
ungünstig beeinflußt. Dies gilt insbesondere für Motoren mit einem weiten Drehzahlbereich.Die noch vorgeschlagene
Absperrung der Abströmöffnung in Verbindung mit dem vergrößerten Durchmesser des Kolbens im Pumpenelement bewirkt
bei niedriger Kolbengeschwindigkeit eine erhöhte Fördergeschwindigkeit, so daß Druckaufbau und Kraftstoff-Zerstäubung
an der DUsenbohrung verbessert werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung können der nachfolgenden Beschreibung von zwei in den Zeichnungen schematisch
dargestellten AusfUhrungsbeispielen entnommen werden. Es zeigen:
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.γ. 27Ü9I62
Fig. 1 den generellen Aufbau einer Einspritzeinrichtung nach der Erfindung, wobei die Stellung des Pumpenelementes
Im unteren Drehzahl- und Lastbereich noch einmal separat dargestellt ist,
Fig. 2 die Einspritzeinrichtung nach Pig. I in verbesserter
Ausführung, ebenfalls mit zusätzlich angedeutetem Pumpenelement im unteren Drehzahl- und
Lastbereich.
In den Fig. 1 und 2 sind ein Einspritzpumpenelement mit 1, ein an diesem vorgesehenes Pumpendruckventil mit 2, eine
Kraftstoff-Zuführleitung mit 3, ein Entlastungsventil mit
4, ein Einspritzventil mit 5 und eine Lecköl- RückfUhrleitung
mit 6 bezeichnet.
Das Einspritzpumpenelement 1 besteht im wesentlichen aus einem in einem Zylinder 7 axial verschiebbaren und Je nach
der Drehzahl und dem Lastbereich des Motors einen unterschiedlichen Hub aufweisenden Kolben 8, wobei der bei
Vollast erreichbare Hub mit H und der bei Leerlauf gedrosselte Hub mit h angedeutet ist. Das Pumpendruckventil 2
und das Entlastungsventil 4 sorgen dafür, daß kein Kraftstoff zurückfließen kann, vor allem aber, daß bei Jedem
Druckabfall die Kraftstoffzufuhr zum Einspritzventil 5
sofort unterbunden wird. Durch das Entlastungsventil 4 werden außerdem noch in der Kraftstoff-Zufuhrleitung 3
auftretende Druckwellen und deren Reflexionen vom Einspritzventil 5 ferngehalten. Letzteres weist eine in einem angedeuteten
Düsenkörper 9 axial verschiebbare, durch oeine Feder 10 in Schließstellung gehaltene Düsennadel Il auf,
durch die der Durcht itt des Kraftstoffes von einem DUsennadelrlngspalt
12 zur DUsenöffnung 13 druckabhängig steuerbar
1st.
Durch die Führung der Düsennadel 11 u.a. sohwer abzudichtende Stellen anfallendes unvermeidbares Lecköl sammelt
sich im hinteren Teil des Einspritzventile 5 und wird
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Λ-
durch die Lecköl-RückfUhrleitung 6 zusammen mit neuem Kraftstoff
14 wieder dem Einspritzpumpenelement 1 zugeführt.
Schließlich ist im DUsennadelringspalt 12 noch eine Abströmöffnung
15 vorgesehen, durch die ein Teil des in ersterem eingebrachten Kraftstoffes sofort über eine
Umführungsleitung 16 wieder in die Lecköl-Rückführleitung 6 abgeführt wird. Der Durchmesser des Kolbens 8 des
Einspritzpumpenelementes 1 ist dabei derart ausgelegt, daß diese unmittelbar aus dem DUsennadelringspalt 12
wieder abgeführte Kraftstoffmenge zusätzlich gefördert wird. Diese Menge ist im Beispiel leicht zu ermitteln,
weil der freie Querschnitt der Abströmöffnung 15 gleich
dem freien Querschnitt der Düsenbohrung 13 entspricht.
Sobald nun der durch das Einspritzpumpenelement 1 erzeugte Druck absinkt, schließen sofort das Pumpendruckventil
2 und das Entlastungsventil 4, der im DUsennadelringspalt 12 noch herrschende Druck wird durch die Abströmöffnung
15, nachdem kein neuer Kraftstoff zufließt, schnellstens abgebaut, wodurch die Düsennadel 11 sofort schließt.
In Fig. 2 ist unmittelbar hinter der Abströmöffnung 15
in der Umführungsleitung 16 noch ein Absperrorgan 17 angeordnet, welches durch bekannte, hier nicht dargestellte
Mittel in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und der Last in den unteren Bereichen in die rechts in Fig.
gezeigte Abschlußstellung gebracht wird. Hierdurch baut sich im unteren Drehzahl- und Lastbereich, in dem wenig
Kraftstoff eingebracht wird, ein erhöhter Druck im Einspritzventil 5 auf, durch den eine bessere Zerstäubung des
Kraftstoffes erreicht wird. Insofern ist es, wie aus dem rechts angedeuteten Einspritzpumpenelement hervorgeht,
sogar möglich, daß bei dem im Durchmesser vergrößerten Kolben 8 des Einspritzpumpenelementes I der Hub des Kolbens
8 bei Leerlauf des Motors nur etwa die Hälfte gegenüber dem normalen Hub betragen kann.
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Ö535
Claims (8)
- fo/krMaschinenfabrik Augsburg-Nürnberg
AktiengesellschaftNürnberg, 24. Febr. 1977Patentansprüche.)Einrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff für luftverdichtende Brennkraftmaschinen, welche im wesentlichen aus wenigstens einem Einspritzpumpenelement mit einem Pumpendruckventil, einem federbelasteten Einspritzventil, einer Lecköl-RUckfUhrleitung und einer das Einspritzpumpenelement bzw. das Pumpendruckventil mit dem Einspritzventil, vorzugsweise direkt mit dessen Düsennadelringspalt verbindenden Kraftstoff-Zufuhrleitung besteht, wobei möglichst nahe am Einspritzventil bzw. am Düsennadelringspalt ein Entlastungsventil in der Kraftstoff-Zufuhrleitung vorgesehen 1st, dadurch gekennzeichnet, daß möglichst nahe an der Düsenbohrung (13) oder den Düsenbohrungen im Einspritzventil (5) eine zusätzliche Abströmbohrung (15) angebracht 1st, und daß die Querschnittsfläche des Kolbens (8) im Einspritzpumpenelement (1) wenigstens derart groß gewählt wird, daß die durch die Abströmbohrung (I5) abfließende Kraftstoffmenge ohne Verlängerung der Einspritzzeit zusätzlich zur Verfügung steht. - 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abströmöffnung (15) im Düsennadelringspalt (12) angeordnet 1st.809836/0228
8535 - 3· Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daS die Abströmöffnung (15) durch eine Umführungsleitung (l6) mit der Lecköl-Rückführleitung (6) in Verbindung steht.
- 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, daduroh gekennzeichnet, daß der freie Querschnitt der Abströmöffnung (15) gleich oder nahezu gleich dem freien Querschnitt der Düsenbohrung (13) oder der DUsenbohrungen entspricht.
- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar hinter der Abströmöffnung (15) ein wahlweise betätigbares Absperrorgan (17) vorgesehen ist.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, daduroh gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (17) nur bei Leerlauf und im unteren Drehzahl- und Lastbereich des Motors in Schließstellung gebracht wird.
- 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung des Absperrorgans (17) in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und/oder der Motorlast erfolgt.
- 8. Einrichtung nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei abgeschlossenem Absperrorgan (17) im Leerlauf und im unteren Drehzahl- und Lastbereich des Motors der Hub des Kolbens (8) im Einspritzpumpenelement (1) derart ausgelegt ist, daß er nur etwa die Hälfte des üblicherweise vorgesehenen Kolbenhubes beträgt.809836/0228
8535
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Owner name: M.A.N. MASCHINENFABRIK AUGSBURG-NUERNBERG AG, 8500 |
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