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DE3116894A1 - "verfahren zur herstellung von vorformteilen aus bindemittelhaltigen pressmassen, wie fasermatten, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens" - Google Patents

"verfahren zur herstellung von vorformteilen aus bindemittelhaltigen pressmassen, wie fasermatten, und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens"

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DE3116894A1
DE3116894A1 DE19813116894 DE3116894A DE3116894A1 DE 3116894 A1 DE3116894 A1 DE 3116894A1 DE 19813116894 DE19813116894 DE 19813116894 DE 3116894 A DE3116894 A DE 3116894A DE 3116894 A1 DE3116894 A1 DE 3116894A1
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DE
Germany
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areas
deformation
elastic
mold halves
different
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DE19813116894
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English (en)
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DE3116894C2 (de
Inventor
Günter H. 1000 Berlin Kiss
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Lignotock GmbH
Original Assignee
Lignotock Verfahrenstechnik GmbH
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Application granted granted Critical
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N5/00Manufacture of non-flat articles
    • B27N5/02Hollow articles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Vorformteilen aus
  • bindemittelhaltigen Preßmassen, wie Fasermatten, und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Es ist bereits eine Vorrichtung zur Herstellung einseitig offener Hohlkörper mit geraden oder schrägen Begrenzungsflächen in einer gegebenenfalls beheizbaren Form durch Pressen mittels eines elastisch verformbaren unter Druck zu setzenden Körpers bekannt (DE-AS 1 088 698), bei welcher ein dehnbarer Teil des Kerns der Preßform durch eine dünne, elastische Folie gebildet wird, die um einen starren Rahmen gelegt ist, und zwar derart, daß die elastische Folie durch geeignete Durchbrechungen mit einem Druckmittel beaufschlagbar ist. Als unter DrucQelastisch verformbare Stoffe sind in diesem Zusammenhang beispielsweise auch natürlicher oder künstlicher Gummi als vorteilhafte Materialien erwähnt worden. Bei der bekannten Vorrichtung ist jeweils eine Formfläche in ihrer Gesamtheit, und zwar die Patrize, mit der elastisch verformbaren Folie überzogen oder besteht insgesamt aus einem elastisch verformbaren Körper, der der Gestalt des zu bildenden Preßlings entspricht, wobei die Abstände zwischen den beiden Preßformteilen vor der Pressung so bemessen sind, daß der freie Zwischenraum dem jeweils erforderlichen Füllvolumen einer nicht steigfähigen Preßmasse, vorzugsweise aus mit einem Bindemittel verstärkten Holzspänen,entspricht, so daß durch die Verformung die gewünschten Boden- bzw. Wandstärken des Hohlkörpers und etwaig? Verstärkungen, beispielsweise Rippen, Anschlagschultern, Bordekanten zur Auflegung einer Deckplatte oder zur Bildung von Unterteilen, vorgebbar sind. Benötigt wird die gummielastische Patrize bei der bekannten Preßform bzw.
  • die mit der elastischen Folie ganzflächig überzogene Patrize, weil hier von nicht steigfähigen Preßmassen ausgegangen wird, die in einem Verformungsschritt verformt werden sollen, ohne daß es hierbei auf die Einhaltung gleichbleibender Wandstärken oder exakt vorgebbarer Verdichtungsverhältnisse ankommt.
  • Andererseits ist für die Herstellung von Vorformkörpern aus ebenen Fasermatten, wie Zellulosefasern oder Lignozellulosefasern, ein Verfahren bekannt, bei dem die Fasermatte schrittweise, und zwar jeweils zuerst an den Stellen verformt wird, an denen die jeweils größte Verformung vorgesehen ist, und daraufhin die anderen Stellen verformt werden (DE-PS 23 38 650).
  • Solche Fasermatten, die zur Lagerung und zum Transport vorteilhaft vorzuverdichten sind, werden durch Dämpfen aufgeweicht, so daß sie bei entsprechender Druck- und Temperaturbeaufschlagung zu Formteilen verpreßbar sind. In Zonen starker Verformung treten starke Scherkräfte auf, die von dem losen Zusammenhang des Faservlieses nicht aufgenommen werden können, so daß sich ein zweistufiges Ausformen der Formteile durchgesetzt hat, bei dem zunächst das Vorformteil und anschließend in einem weiteren Arbeitsgang das Fertigteil gepreßt wird. Die anfänglich ebene Faservliesmatte kann durch die wie vorstehend angegebene schrittweise Verformung geringstmöglichen Zug- und Stauchbelastungen ausgesetzt werden, da sie während des Zusammenfahrens der beiden Pressformhälften jeweils überall dort, und angrenzend an die Bereiche, die schrittweise aufeinanderfolgend Verformungsbelastungen ausgesetzt werden, frei nachgezogen werden kann, was zusätzlich dadurch unterstützt wird, daß die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung Preßformhälften verwendet, die jeweils einen Verformungsbezirk mit einem bestimmten Verformungs- bzw. Verdichtungsgrad abdeckende Preßstempel aufweist, die unabhängig voneinander in der Reihenfolge der Verformungs- bzw. Verdichtungsgrade aus einer Offenstellung in eine Preßstellung bringbar sind.
  • Die hohe Qualität, die sich auf diese Weise für auch räumlich kompliziert verformte Formteile erreichen läßt, wird getrübt durch den hohen vorrichtungstechnischen Aufwand, der sich aus der Vielzahl gegeneinander zu bewegender Preßstempel und der damit bedingten aufwendigen Steuerung ergibt, wobei die Fügespalten zwischen den einzelnen gegeneinander beweglichen Teilstempeln zu einem nicht immer störungsfreien Betrieb führen und sich ein gewisser Wartungsaufwand, der die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens mindert, nicht vermeiden läßt. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht noch darin, daß besonders bei räumlich stark verformten Teilen, also größeren Verformungs- tiefen, bei den gegeneinander beweglichen Teilstempeln relativ große Einbauhöhen hingenommen werden müssen, was nicht in jedem Falle zu praktikablen Konstruktionslösungen führt.
  • Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, ein Verfahren und eine Vorrichtung der im Gattungsteil des Patentanspruchs 1 genannten Art dahingehend zu verbessern und weiter zu entwickeln, daß mit geringeren Fertigungskosten und geringerer Störanfälligkeit gearbeitet werden kann, wobei gleichzeitig bei vereinfachtem Vorrichtungsaufbau auch relativ große Preßhübe bei verminderter Einbauhöhe realisierbar sind.
  • Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß für das vorliegende Verfahren durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale erreicht.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale, wie sie im Kennzeichen des Patentanspruchs 2 angegeben sind.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Aufgabenlösung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Dadurch, daß bei der schrittweise erfolgenden Verformung mehrere und unterschiedliche mit elastisch verformbarem Überzugmaterial versehene formgebende Oberflächenabschnitte wenigstens einer Hälfte des Preßformwerkzeugs durch Druckbeaufschlagung ausbauchen, nehmen diese Bereiche eine von der Oberflächenkontur der PreßformhSlfte, also der Matrize oder Patrize, abweichende Gestalt an, und zwar in einer zeitlich steuerbaren Reihenfolge derart, daß zuerst die Stellen größter Verformung erfaßt werden, so daß zu diesen hin das Faservlies frei nachführbar ist, was aufeinanderfolgend gleichermaßen für die beim Zusammenfahren der beiden Preßformhälften sich nähernden anderen Bereiche gilt. Praktisch kann in den durch ein Druckmedium mittels der Überzüge zusätzlich verformbaren Bereichen die Verformung der Fasermatte bereits beginnen, noch bevor der zugehörige Oberflächenabschnitt des Preßwerkzeugs sich dem entsprechenden Oberflächenbereich der Fasermatte genähert hat. Der Verformungsvorgang ist im wesentlichen abgeschlossen noch bevor die beiden Preßformhälften vollständig in ihre zusammengefahrene Endstellung gelangt sind. Damit werden für den Verformungsvorgang besonders kritische Teilbereiche bis zur Anlage an die eine Formhälfte gebracht, während die übrigen Bereiche noch frei beweglich bleiben und somit ein ausreichendes Nachführen von Faservliesmaterial gewährleisten, ohne daß beim Nachziehen unzulässige Kräfte in lokalen Abschnitten der Faservliesmatte auftreten, die zum Ausdünnen oder gar Zerreißen derselben führen würden. Hierbei ist die zeitliche Staffelung der Druckbeaufschlagung der unterschiedlichen Bereiche, die durch das elastische Uberzugmaterial zusätzlich ausformbar sind, von großer Wichtigkeit. Vorteilhaft scheint eine zeitlich fortschreitende Druckbeaufschlagung der gummielastisch ausgebildeten Oberflächenbereiche, beginnend von der Stelle größter Verformung, nachfolgend über solche weniger starker und mittler Verformung bishin zu denen mit geringem Verformungsgrad.
  • Es sind jedoch auch andere Folgesteuerungen denkbar, beispielsweise solche, bei denen einzelne Bereiche während der Ausformung intermittierend druckbeaufschlagt werden, sich die Druckbeträge in Abhängig- keit vom Abstand der beiden Preßformhälften ändern, einzelne Bereiche noch während des Ausformvorgangs wieder in einen drucklosen Zustand zurückversetzt werden, und dergleichen mehr. Vorteilhaft ist hierbei, daß die gummielastischen Überzüge im drucklosen Zustand kraft- und formschlüssig an der formgebenden Oberfläche der betreffenden Preßformhälfte anliegen, so daß sie in diesem Zustand der gewünschten Endform der Vorformteilkontur voll entsprechen.
  • Eine besonders optimale Anpassung bereichsmäßig verschiedener Formgebungen an den Ausformvorgang mit zeitlich gestaffeltem Aufblasen der gummielastischen Bereiche einerseits und durch die formgebende Oberfläche des Preßformwerkzeugs andererseits an die hiervon abhängigen Stauch- und Scherkräfte, die auf das Faservliesmaterial ausgeübt werden, ist in vorteilhafter Weise möglich durch Verwendung unterschiedlicher Materialien für die elastischen Überzüge und/oder unterschiedlicher Wandstärken für die einzelnen gummielastischen Uberzüge, wobei die Materialveränderung und/oder Variation der Wanddicke des Uberzugmaterials auch innerhalb ein und desselben Bereichs denkbar ist. Hierdurch ergeben sich dann für diese Bereiche optimal steuerbare Verformungseigenschaften und praktisch beliebig beeinflußbare Zwischenkonturvorgaben während des Ausformvorgangs. Die Änderung der Elastizität des Überzugmaterials durch die Veränderung der Wandstärke desselben ist auch durch andere Maßnahmen denkbar, so beispielsweise durch unterschiedliche örtliche Beheizung oder beispielsweise durch Armierung des Überzugmaterials mittels örtlicher Gewebeeinlagen und dergleichen mehr.
  • Es kann weiterhin günstig sein, wenn die elastischen Überzüge auf der mit der Fasermatte in Kontakt stehenden Seite eine Oberflächenstruktur erhöhter Reibung durch größere Rauhtiefe besitzt, beispielsweise in Form von Noppen, Rillen oder dergleichen, und zwar in regelmäßigen oder unregelmäßigen Mustern.
  • Hierdurch läßt sich sowohl das Nachziehen der Fasermatte aus noch unverformten Randbereichen unterstützend beeinflussen als auch das unerwünschte Nachziehen aus schon verformten Werkstoffpartienmindern beziehungsweise verhindern.
  • Aus fertigungstechnischen Gründen werden vorteilhaft die elastisch überzogenen Bereiche vorzugsweise in einer Werkzeughälfte einzubringen sein.
  • Bei komplizierter Formgebung kann es jedoch zweckmäßig sein, daß beide Preßformhälften elastisch überzogene Konturbereiche enthalten, die so angeordnet sind, daß sie sich bei geschlossener Vorrichtung nicht oder nur geringfügig überdecken. Auf diese Weise lassen sich zusätzliche Freiheiten bei der Gestaltung einer während der Verformung wirksam werdenden Zwischengeometrie gewinnen und die Belastung der Fasermatten während des Verformens kann zusätzlich gemindert und der mögliche Verformungsgrad gegenüber dem bisher Bekannten gesteigert werden.
  • Bei der vorliegenden Vorrichtung kann die zeitliche oder örtliche Staffelung der Druckbelastung durch eine mechanische, elektrische oder elektronische Programmsteuerung,beispielsweise unter Verwendung eines Mikroprozessors, erfolgen, die mit der Bewegung der Preßstempel, die die Vorrichtung betätigt, gekoppelt ist.
  • Auf diese Weise läßt sich ein automatisch ablaufender Prozeß, der exakt reproduzierbar ist, vorgeben und bei Änderung von Parametern ohne großen Aufwand neu programmieren. Die hierfür benötigten Steuerelemente, wie Ventile, Relais, Programmteile und dergleichen, sind mühelos austauschbar.
  • Das Koordinieren von Preßenbewegung und Druckbeaufschlagung der elastisch überzogenen Bereiche kann so erfolgen, daß der Pressenhub kontinuierlich durchläuft. Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, den Pressenhub stufenweise ablaufen zu lassen und die Schließbewegung der Vorrichtung für die Dauer der Druckbeaufschlagung eines oder mehrerer elastisch überzogener Bereiche oder Teilbereiche zu unterbrechen.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden, die eine nur beispielsweise Ausführungsform wiedergeben. Es zeigen: Fig. 1 eine schematisierte Schnittdarstellung durch die Vorrichtung zur Herstellung von Vorformteilen mit den beiden Preßformhälften in auseinandergefahrener Stellung und eingelegter Fasermatte, Fig. 2 eine Darstellung gemäß 1, nach Beginn des Verformungsvorgangs bei teilweise zusammengefahrenen Preßformhälften, Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 1 in einem gegenüber Fig. 2 weiter fortgeschrittenen Preßzustand, Fig. 4 eine Darstellung in einem zeitlich noch späteren Ausformungszustand, Fig. 5 eine entsprechende Schnittdarstellung kurz vor Beendigung der Ausformung der Fasermatte und Fig. 6 das Endstadium der Verformung bei vollständig geschlossener Preßform.
  • Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6 besteht die Vorrichtung aus den beiden Preßformhälften 1 und 2, wobei die untere Preßformhälfte 1 die Matrize und die obere Preßformhälfte 2 die Patrize bildet. Die formgebende Oberfläche der Preßformhälfte 2 ist in unterschiedlichen voneinander getrennt liegenden Bereichen 3,4 und 5 mit elastisch nachgiebigem Material, beispielsweise einer gummiartigen Folie, überzogen, deren technische Werte bezüglich der Elastizität, Festigkeit, Wärmebeständigkeit, Druckaufnahme und dergleichen den gegebenen Erfordernissen angepaßt sind.Die Bereiche 3,4 und 5 sind verformungstechnisch an besonders exponierten, also während des Ausformungsvorgangs der Fasermatte 7 kritischen Stellen, angebracht.
  • Das die elastischen Bereiche 3, 4 und 5 übergreifende Material kann unmittelbar auf der formgebenden Oberfläche der Preßformhälfte liegend mit seinen Randbereichen in diese eingespannt sein oder in die formgebende Oberfläche des Preßwerkzeugs eingelassen sein. Das für die elastisch verformbaren Bereiche 3, 4, 5 verwendete gummielastische Überzugsmaterial ist nicht nur entlang seiner Randbereiche fluiddicht in oder an der Preßformfläche gehalten, sondern besteht auch aus einem gegenüber dem Druckmedium inerten Material mit gas-und/oder flüssigkeitsdichten Eigenschaften. Außer der dichtenden Befestigung der gummielastischen Schicht in den Bereichen 3, 4 und 5 liegt diese lose auf der Oberfläche der Preßformhälfte auf und ist über Bohrungen 3',4' und 5' mit Druckquellen verbunden, über die ein Fluid zuführbar ist, welches ein dosierbares Ausbauchen der genannten Bereiche in der in den Fig. 3 ff angedeuteten Weise ermöglicht.
  • Beispielsweise ist Druckluft ein bevorzugt verwendbares Druckmedium.
  • Die Preßformhälften 1,2 sind in bekannter Weise an nicht dargestellten Wirkflächen einer Presse befestigt und werden vertikal gegeneinander verfahren, wobei bevorzugt die untere Preßformhälfte 1 feststehend montiert ist, während die obere Preßformhälfte 2 den erforderlichen Bewegungshub ausführt.
  • Nachdem eine Fasermatte 7, beispielsweise eine mit Bindemittel beaufschlagte Matte aus Lignozellulose, zwischen die beiden in Fig. 1 in Offenstellung gezeigten Preßformhälften 1 und 2 eingelegt worden ist, beginnt der Preßvorgang, wobei, wie Fig. 2 zeigt, eine schrittweise Verformung in dem Sinne eingeleitet wird, daß zunächst die Stellen größter Verformung einleitend deformiert werden und hierbei der Werkstoff der Fasermatte 7,wie durch die Pfeile in Fig.2 angezeigt, von allen Seiten freiliegend aus den Randbezirken nachgezogen wird. Der Abstand der beiden Preßformhälften 1,2 zueinander ist an jeder Stelle größer als die Dicke der unverformten ebenen Fasermatte 7 in Fig.1.
  • Fig. 3 zeigt den nächsten Verformungsschritt. Der elastisch überzogene Bereich 3 wird durch die Bohrung 3' mit Druckluft beaufschlagt und nimmt dabei "ballonförmige" Gestalt an. Hierdurch wird die Mattenverformung an der Stelle der Größtverformung zunächst abgeschlossen. Wie durch Pfeile angedeutet, kann dabei weiterhin aus den Randbezirken der Fasermatte 7 Werkstoff nachgezogen werden, da der Abstand der beiden Werkzeughälften auch in diesem Statium noch größer ist als die Dicke der Fasermatte 7.
  • Fig. 4 demonstriert einen zeitlich noch späteren Schritt des Verformungsablaufs. Die Preßformhälfte 2 hat sich weiter abwärts bewegt, wobei der Druck im elastisch überzogenen Bereich 3 vermindert wurde.
  • Da schon in dem in Fig. 3 dargestellten Preßstatium der Bereich der Größtverformung mit Mattenwerkstoff gefüllt ist, treten in dem Preßstadiumt das in Fig. 4 gezeigt ist, in diesem Bereich keine zusätzlichen Zugkräfte im verpreßten Werkstoff auf, er wird hier lediglich verdichtet. In diesem Stadium wird als nächster Schritt der elastisch überzogene Bereich 4 mit Druckluft über die Bohrung 4' beaufschlagt. Hierdurch wird der Fasermattenwerkstoff im Randbereich der Größtverformung festgehalten und so weit verdichtet, daß er Zugkräfte begrenzt aufnehmen kann Die Nebenverformung hat gerade begonnen; der hierfür benötigte Fasermattenwerkstoff kann noch aus dem Außenbereich der Fasermatte in Pfeilrichtung nachgezogen werden. Der druckbeaufschlagte elastisch überzogene Bereich 4 verhindert dabei ein unerwünschtes Nachziehen von Fasermattenwerkstoff aus dem Randbereich der Größtverformung, was zu Ausdünnungen des Vorformteils in diesem Be- reich führen würde und somit zu Auschußformteilen.
  • Die Fig. 5 zeigt das vorletzte Stadium der Formgebung, d.h. einen Zustand kurz vor Beendigung des wahlweise kontinuierlich oder diskontinuierlich durchführbaren Preßvorgangs. Zu diesem Zeitpunkt wird der elastisch überzogene Bereich 5 über die Bohrung 5' mit Druckluft beaufschlagt, wodurch in Pfeilrichtung Fasermattenwerkstoff in den Verformungsbereich nachgezogen wird. In Fig. 6 ist schließlich das Endstadium der Verformung erreicht.
  • Die Druckluft aus den Bereichen 3,4 und 5 wurde zuvor der Reihe ihrer vorherigen Beaufschlagung nach abgelassen und die Vorrichtung in ihre Endstellung bewegt. Dabei wird der Fasermattenwerkstoff auf die gewünschte Enddichte des Vorformteils gleichmäßig verdichtet, wobei keine nennenswerten Zugspannungen mehr auftreten, da bereits in dem in Fig. 5 dargestellten Stadium der benötigte Mattenwerkstoff aus den Randbereichen in die Verformungsbereiche transportiert wurde.
  • Für das beschriebene Verfahren können zusätzliche an sich bekannte Verformungshilfen verwendet werden, wie etwa Abdeck- bzw. Zwischenschichten für die Fasermatte 7 mit Stabilisierungsauflagen unterschiedlicher Elastizität. Das in den Fig. 1 bis 6 dargestellte Formgebungsbeispiel erläutert darüber hinaus, daß die vorliegende Vorrichtung minimale Einbauhöhe benötigt, so daß sie auch dort verwendet werden kann, wo bisher bekannte Vorrichtungen mit gegeneinander beweglichen Teilstempeln infolge zu großer Hubhöhen nicht mehr eingesetzt werden können.

Claims (7)

  1. Schutzansprüche Verfahren zur Herstellung von Vorformteilen aus bindemittelhaltigen Preßmassen, wie Fasermatten aus Lignozellulose oder dergleichen, bei dem zwei Preßformhälften gegeneinander bewegbar sind, wovon wenigstens eine der eine Vorformteilkontur vorgebenden Preßformhälften mit mindestens einem mittels eines Fließmediums druckbeaufschlagbaren elastisch verformbaren Überzug versehen ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß bei an sich bekannter, schrittweiser Verformung derart, daß beim Zusammenfahren der Preßformhälften an den Stellen der größeren Verformung beginnend nachfolgend über mittlere Verformungsgrade bishin zu geringen Verformungsbereichen,die mit elastisch verformbarem Überzugsmaterial versehenen Bereiche der formgebenden Oberfläche der Preßformhälfte in zeitlich steuerbarer Folge druckbeaufschlagt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die formgebende Oberfläche mindestens einer Preßformhälfte (1,2) mehrere voneinander getrennte, mittels eines oder mehrerer Fließmedien unabhängig voneinander druckbeaufschlagbare, mit einem das Fließmedium abdichtenden elastisch verformbaren Überzug versehene Bereiche (3,4,5) aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Uberzüge der Bereiche (3,4,5) im drucklosen Zustand kraft- und formschlüssig an der Oberfläche der Preßformhälfte (1,2) anliegen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, daß die während des Verformungsvorgangs auf die elastisch verformbaren Über züge ausgeübten Drücke für verschiedene elastisch überzogene Bereiche (3,4,5) unterschiedlich sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Uberzüge innerhalb eines oder mehrerer Bereiche (3,4,5) aus unterschiedlichen Materialien bestehen und/oder von unterschiedlicher Wandstärke sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Uberzüge auf der mit der zu dem Vorformteil zu verpressenden Fasermatte (7) in Kontakt stehenden Seite eine aufgerauhte Oberflächenstruktur, etwa in Form von Noppen, Rillen, Kerben oder dergleichen, aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß beide Preßformhälften (1,2) mit elastischen Überzügen in voneinander getrennten Bereichen (3,4,5) versehen sind, die so angeordnet sind, daß sie sich bei geschlossener Vorrichtung höchstens geringfügig überdecken.
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