DE3115542C2 - - Google Patents
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- C08L27/02—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
- C08L27/12—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing fluorine atoms
- C08L27/18—Homopolymers or copolymers or tetrafluoroethene
-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überzugsdispersion auf der Basis
von Tetrafluoräthylenpolymeren sowie deren Verwendung zum
Überziehen von Glasgewebe.
Gewebe bzw. Produkte, die aus Glasfasern hergestellt sind,
sind geeignet für Filterzwecke zur Abtrennung von Teilchen
aus einem Gasstrom. Im allgemeinen ist das Glasgewebe mit
einem Tetrafluoräthylen-polymer-Überzug überzogen, gewöhn
lich mit Polytetrafluoräthylen (PTFE), um die Flexibilitäts
lebensdauer, d.h. die Beständigkeit gegen Bruch bei wieder
holten Biegen des Gewebes, zu erhöhen. Ein derartiger Über
zug ist besonders nützlich, wenn das Glasgewebe als ein
Filterbeutel zum Herausfiltrieren teilchenförmiger fester
Verunreinigungen wie Ruß bzw. Kohlenstoffruß oder Flug
asche verwendet wird, die in Abgasen bzw. Rauchgasen ent
halten sein können. Aufgrund des Durchtritts heißer Ab-
bzw. Rauchgas durch das Glasgewebe und aufgrund des
Rückspülens oder pulsierenden Spülens während der Reini
gung wird das Gewebe einer Biegebeanspruchung unterzogen,
die die Glasfasern dieses Gewebe schwächt und schließlich
zum Bruch führt.
Der Tetrafluoräthylen-polymer-Überzug erhöht die Flexi
bilitätslebensdauer des Glasgewebes und die Beständig
keit des überzogenen Glasgewebes gegenüber dem Angriff
durch Säuren, die in heißen Abgasen oder Rauchabgasen ent
halten sind, konnte verbessert werden. Viele heiße Ab
gase bzw. Rauchgase enthalten Oxide des Schwefels und
Wasserdampf, die zu einer sauren Umgebung kombiniert
werden. Glasgewebe, das mit Tetrafluoräthylen-polymer
Überzügen überzogen ist, unterlag bisher dem Angriff
durch Säuren in Ab- bzw. Rauchgas, wodurch das Gewebe
geschwächt und die Flexibilitätslebensdauer des Gewebes
verkürzt wurden.
Aus der US-Patentschrift 38 38 082 ist eine Überzugszusammen
setzung auf der Basis von PTFE bekannt, die eine polyhydroly
sierbare Siliciumverbindung enthält. Diese Überzugszusammen
setzungen sind für die voriegenden Zwecke noch nicht zufrie
denstellend. Sie enthalten keine Polysiloxanverbindungen.
Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer Tetrafluoräthylen
polymer-Überzugszusammensetzung, die eine größere Beständig
keit gegenüber dem Angriff von Säuren verleiht als Tetrafluor
äthylen-polymer-Überzugszusammensetzungen, die bisher verfüg
bar waren.
Es wurde nunmehr gefunden, daß Tetrafluoräthylen-polymer-
Überzugsdispersionen erhalten werden können, die eine Be
ständigkeit gegen den Angriff von Glasgewebe, das mit den
Dispersionen überzogen ist, durch Säuren
verleihen, wenn man in der Überzugsdispersion ein wasser
lösliches, polyhydrolysierbares Silan, einen fluorierten
Acrylat-wasserabstoßenden-Zusatz und ein Siloxan ver
wendet.
Die Erfindung betrifft eine Überzugsdispersion, bestehend
aus
- a) Wasser,
- b) 5-65 Gew.-% eines filmbildenden Tetrafluoräthylen polymeren, wobei sich das Gewicht auf das Gewicht von Wasser und Polymeren bezieht,
- c) 2-60 Gew.-% eines polyhydrolysierbaren Silans der Formel R₁Si OR)₃worin R Alkyl mit 1 bis 6, vorzugsweise mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und R₁ Phenyl oder substituiertes Alkyl mit 1 bis 6, vorzugsweise mit 1 bis 3 Kohlen stoffatomen ist, wobei die Substituenten ausgewählt sind aus Halogen, quaternärem Ammonium, oder -NR′R′′, worin R′ und R′′ jeweils H, niedrig-Alkyl, niedrig- Alkoxyalkyl oder Hydroxy-niedrig-alkyl oder Aminoalkyl oder substituiertes Aminoalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoff atomen bedeuten, und sich das Gewicht auf das Gewicht des Tetrafluoräthylenpolymeren bezieht, und
- d) 1-20 Gew.-% eines Polymeren eines fluorierten Esters einer Acrylsäure, wobei sich das Gewicht auf das Tetrafluor äthylenpolymere bezieht,
dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich
- e) 1-20 Gew.-% eines Kohlenwasserstoffsiloxans, wobei das Gewicht auf dem Gewicht des Tetrafluoräthylenpolymeren basiert, enthält.
Das Tetrafluoräthylenpolymere in den erfindungsgemäßen Zu
sammensetzungen kann aus dem Homopolymeren, Polytetrafluor
äthylen, bestehen, oder kann ein Copolymeres von Tetrafluor
äthylen mit einem geringeren Anteil, z. B. bis zu 35 Gew.-%,
bezogen auf das Gewicht des Copolymeren, eines anderen
copolymerisierbaren, äthylenisch ungesättigten Monomeren
sein. Beispielsweise kann das Homopolymere kleine Mengen an
comonomerem Modifiziermittel enthalten, wobei das Homo
polymere weiterhin seinen nicht-schmelz-verarbeitbaren
Charakter beibehält, wie bis zu 2 Gew.-% an Polymerein
heiten, die sich von der Copolymerisation mit Tetrafluor
äthylen von Perfluoralkyl- oder Oxyperfluoralkyl-trifluor
äthylen mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise
Hexafluorpropylen, wie in der US-PS 31 42 665
beschrieben, oder von Perfluor-(alkyl
vinyläther) ableiten. Größere Mengen dieser Comonomeren
oder anderer Comonomeren machen das resultierende Copolymere
schmelz-verarbeitbar. Beispiele für derartige Copolymere
umfassen Copolymere von Tetrafluoräthylen mit Monomeren, wie
Hexafluorpropylen, wie in der US-PS 29 46 763
beschrieben, höhere Perfluoralkene, wie solche, die 4 bis 10
Kohlenstoffatome enthalten, Perfluor-(alkylvinyläther), wie
Perfluoräthyl- oder Perfluorpropyl-vinyläther, beschrieben
in der US-PS 31 32 123, Perfluor-(2-
methylen-4-methyl-1,3-dioxolan), beschrieben in der US-PS
33 08 107 und die hochfluorierten
Monomeren, worin ein einziges Wasserstoffatom vorhanden
ist, das den Fluorkohlenstoffcharakter des Copolymeren nicht
verändert, derartige Monomere sind beispielsweise 2-Hydro
perfluoralken, enthaltend 1 bis 3 Kohlenstoffatome, wie
2-Hydropentafluorpropen, die omega-Hydroperfluoralkene mit
3 bis 10 Kohlenstoffatomen und die omega-Hydroperfluor-
(alkylvinyläther), worin die Alkylgruppe 1 bis 5 Kohlen
stoffatomen enthält. Die Tetrafluoräthylenpolymeren
können vom Nicht-Schmelz-verarbeitbaren-Typ sein mit einem
extrem hohen Molekulargewicht, wie es sich durch eine
spezifische Schmelzviskosität von 1 × 10 ⁹ dPa · s
oder mehr, gemessen bei 380°C bei einer Scherbeanspruchung
von 0,45 bar äußert, oder kann vom Schmelz-ver
arbeitbaren-Typ sein, mit einer Schmelzviskosität von
1 × 10³ bis 1 × 10⁶ dPa · s unter den gleichen
Bedingungen. Vorzugsweise ist das Polymere Polytetrafluor
äthylen.
Die Polymeren werden vorzugsweise hergestellt nach der
wäßrigen Dispersionsmethode zur Herstellung von Tetrafluor
äthylenpolymeren, bei der ausreichend ionisches Dispergier
mittel in dem Polymerisationsgemisch vorhanden ist, um
die Polymerteilchen in Dispersion zu halten. Die Tetrafluor
äthylenpolymer-Dispersion kann verwendet werden, wie sie
hergestellt wurde, oder erneut in Wasser dispergiert, unter
Verwendung eines geeigneten Dispergiermittels. Ein geeig
netes Dispergiermittel in einer Menge von bis zu etwa
6%, bezogen auf das Polymere, kann vorhanden sein.
Das wasserlösliche polyhydrolysierbare Silan ist vorzugsweise
eines, worin R₁ Aminoalkyl oder substituiertes Aminoalkyl ist.
Beispiele für diese Aminoalkylgruppen sind -CH₂-CH₂-CH₂-NH₂,
-CH₂-(CH₂)₂NH(CH₂)₂NH₂, -CH₂-(CH₂)₃N(CH₃)₃ und dgl. Der Aus
druck niedrig-Alkyl bedeutet hier Alkyl mit 1-6 Kohlen
stoffatomen. Beispiele für Silane umfassen γ-Aminopropyl
triäthoxysilan; (N,N-Dimethyl-3-aminopropyl-trimethoxysilan;
N-Trimethoxy-silylpropyl-N,N,N-trimethyl-ammoniumchlorid;
3-(N-Styrylmethyl-2-aminoäthyl)-aminopropyl-trimethoxy
silan-hydrochlorid. Vorzugsweise ist das Silan in
einer Menge von 3-12% anwesend.
Das Siloxan ist vorzugsweise eines mit der Formel
worin R′ und R′′ jeweils unabhängig eine Kohlenwasserstoff
gruppe mit 1-20 Kohlenstoffatomen sind und einer der
Reste R′ und R′′ Wasserstoff sein kann, n eine ganze Zahl
von etwa 5 bis 5000, vorzugsweise von 10 bis 2000 und be
sonders bevorzugt von 10 bis 100 ist, und R niedrig-(d. h.
1-4 Kohlenstoffatome)-Alkyl oder Phenyl ist und worin
das Polysiloxan ein Homopolymeres oder ein Copolymeres mit
einem anderen Polysiloxan mit unterschiedlichen Kohlen
wasserstoffsubstituenten R′ und R′′ sein kann. Besonders be
vorzugt sind R′ und R′′ jeweils unabhängig Alkyl mit 1-10
Kohlenstoffatomen, Aryl mit 6-10 Kohlenstoffatomen, Alk
aryl mit 7-11 Kohlenstoffatomen oder Aralkyl mit 7-11
Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise ist das Siloxan in einer
Menge von 3-12% vorhanden.
Die Polymeren eines fluorierten Esters der Acryxlsäure, die
hier verwendet werden, sind wasserabstoßende Zusätze und
werden gewöhnlich als fluorierte Acrylatpolymere (ein
schließlich Methacrylat) bezeichnet. Derartige Polymere um
fassen "Zepel" fluorierte-wasserabstoßende-Polymere.
Die Fluorierung der Estergruppe liegt im allgemeinen in der
Form einer Perfluoralkylgruppe mit 3-12 Kohlenstoffatomen
vor. Die Polymere können Homopolymere oder Copolymere sein,
einschließlich segmentierter Copolymerer, mit anderen co
polymerisierbaren Monomeren, wobei die wiederkehrende Ester
einheit, die die wasserabstoßende Fähigkeit an das Poly
mere verleiht, im allgemeinen dargestellt wird durch die
Formel
worin J die Bedeutung von H oder CH₃ hat, s eine ganze Zahl
von 1 bis 12 ist und Q eine organische Gruppe ist, die eine
Perfluoralkylgruppe mit 3-12 Kohlenstoffatomen enthält.
Beispiele für Monomere mit dieser wiederkehrenden Einheit,
die sich durch Polymerisation (oder Copolymerisation) er
gibt sind im folgenden aufgeführt:
CH₂=CHCOOCH₂CH₂(CF₂)₂CF₃.
CH₂=CHCOOCH₂CH₂(CF₂)₄CF₃,
CH₂=CHCOOCH₂CH₂(CF₂)₈CF₃,
CH₂=CHCOO(CH₂)₁₁(CF₂)₇CF₃,
CH₂=C(CH₃)COOCH₂CH₂N(CH₃)SO₂(CF₂)₇CF₃,
CH₂=CHCOOCH₂CH₂N)CH₂CH₂CH₃)SO₂(CF₂)₇CF₃,
und
CH₂=C(CH₃COOCH₂CH₂(CF₂)₅CF₃.
CH₂=CHCOOCH₂CH₂(CF₂)₄CF₃,
CH₂=CHCOOCH₂CH₂(CF₂)₈CF₃,
CH₂=CHCOO(CH₂)₁₁(CF₂)₇CF₃,
CH₂=C(CH₃)COOCH₂CH₂N(CH₃)SO₂(CF₂)₇CF₃,
CH₂=CHCOOCH₂CH₂N)CH₂CH₂CH₃)SO₂(CF₂)₇CF₃,
und
CH₂=C(CH₃COOCH₂CH₂(CF₂)₅CF₃.
Diese wasserabstoßenden Zusätze sind in einigen organischen
Lösungsmitteln löslich und im allgemeinen erhältlich als
eine wäßrige Dispersion, die zweckmäßig zu der wäßrigen
Dispersion von PTFE unter Bildung einer Codispersion ge
fügt werden kann. Vorzugsweise ist das fluorierte Acrylat
polymere in einer Menge von 3-12% vorhanden.
Zur Herstellung der Überzugsdispersionen gemäß der Erfin
dung werden das Silan, das Siloxan und das fluorierte
Acrylatpolymere im allgemeinen zu einer wäßrigen Dispersion
des Tetrafluoräthylpolymeren gefügt. Weder die Temperatur,
noch der Druck sind während der Herstellung kritisch.
Das Glasgewebe, auf das die Überzugsdispersionen gemäß
der Erfindung aufgetragen werden, kann hergestellt werden
aus jeglichem Glas, wie Soda-Kalk-Siliciumdioxid, Aluminosi
licat oder Borsilicat, ist jedoch gewöhnlich das Glas, aus
dem handelsübliches Glasgarn bzw. handelsübliche Glasfasern
hergestellt sind. Typischerweise weist das Glasgewebe an
seiner Oberfläche eine Schlichtung bzw. Verleimung auf, wie
Stärke. Vorzugsweise jedoch kann das Glasgewebe von der
Schlichtung bzw. Verleimung gereinigt werden, wie durch üb
liche Erwärmungsvorgänge vor der Überzugsbildung, wie durch
Leiten eines Bandes aus Glasgewebe durch einen Ofen, der
auf etwa 700°C erwärmt ist, um die Schlichtung bzw. Ver
leimung abzubrennen oder durch ansatzweise Erhitzen in
einem Ofen.
Um das Glasgewebe zu überziehen, wird die Überzugsdispersion
auf einen Feststoffgehalt von 5-30 Gew.-% falls nötig ein
gestellt, und das Gewebe wird zweckmäßig in die Dispersion
getaucht, und anschließend wird überschüssige Flüssigkeit
entfernt durch Leiten durch Walzen oder Blätter bzw. Ab
streichklingen. Alternativ kann die Dispersion auf eine
oder beide Seiten des Gewebes geprüht werden. Das überzo
gene Gewebe wird anschließend auf 100 bis 340°C zur Härtung
und Trocknung des Überzugs erwärmt. Die Menge des Überzugs
auf dem gehärteten und getrockneten Gewebe kann 3-20%
des Gesamtgewichts und vorzugsweise 6-15% betragen.
Falls gewünscht, kann das überzogene Glasgewebe mit einer
Dispersion des wasserabstoßenden fluorierten Acrylat
polymeren deck-überzogen werden.
"PTFE-Dispersion" bedeutet eine wäßrige Dispersion von Poly
tetrafluoräthylen, enthaltend nach Angabe 60% Feststoffe
und stabilisiert mit Octaphenoxypolyäthylenoxid-Dispersions
mittel, mit einem Durchschnitt von 10 Äthylenoxideinheiten
und neutralisiert mit Ammoniumhydroxid.
"Silan" bedeutet ein γ-Aminopropyl-triäthoxysilan (H₂NCH₂CH₂CH₂Si[OCH2
"Silan" bedeutet ein γ-Aminopropyl-triäthoxysilan (H₂NCH₂CH₂CH₂Si[OCH2
CH3
]3
).
"Siloxan" bedeutet 35% Methylphenylsiloxan-Polymeremulsion.
"Wasserabstoßendes Mittel" bedeutet fluorierte Acrylat- Copolymerdispersion.
"Dispersion A" bedeutet ein Copolymeres von Tetrafluoräthylen/ Hexafluorpropylen (89,5/10,5), enthaltend 55% Feststoffe und stabilisiert mit Octaphenoxy-polyäthylenoxid-Dispersions mittel mit einem Durchschnitt von 10 Äthylenoxideinheiten und neutralisiert mit Ammoniumhydroxid.
"Dispersion B" bedeutet ein Copolymeres von Tetrafluoräthylen/ Perfluorpropylvinyläther (97/3), enthaltend 55% Feststoffe und stabilisiert mit Octaphenoxy-polyäthylenoxid-Dispersions mittel mit einem Durchschnitt von 10 Äthylenoxideinheiten und neutralisiert mit Ammoniumhydroxid.
"Siloxan" bedeutet 35% Methylphenylsiloxan-Polymeremulsion.
"Wasserabstoßendes Mittel" bedeutet fluorierte Acrylat- Copolymerdispersion.
"Dispersion A" bedeutet ein Copolymeres von Tetrafluoräthylen/ Hexafluorpropylen (89,5/10,5), enthaltend 55% Feststoffe und stabilisiert mit Octaphenoxy-polyäthylenoxid-Dispersions mittel mit einem Durchschnitt von 10 Äthylenoxideinheiten und neutralisiert mit Ammoniumhydroxid.
"Dispersion B" bedeutet ein Copolymeres von Tetrafluoräthylen/ Perfluorpropylvinyläther (97/3), enthaltend 55% Feststoffe und stabilisiert mit Octaphenoxy-polyäthylenoxid-Dispersions mittel mit einem Durchschnitt von 10 Äthylenoxideinheiten und neutralisiert mit Ammoniumhydroxid.
Die Überzugsdispersionen wurden hergestellt durch Zusatz von
Wasser zu der PTFE-Dispersion und anschließenden Zusatz der
anderen Bestandteile. Die Mengen der Bestandteile der Über
zugsdispersion sind in jedem Beispiel aufgeführt, sowie die
prozentuale Aufnahme des getrockneten Überzuges auf dem Glas
gewebe.
Stücke von 15,2 × 15,2 cm aus Glasgewebe wurden in die Über
zugsdispersion eingetaucht und teilweise durch Walzen trocken
gewunden. Das Gewebe wurde anschließend 10 min bei 250°C
gehärtet, falls nicht anders angegeben. Die prozentuale
Aufnahme wurde Wiegen des Gewebes nach der Wärmereini
gung und erneut nach der Härtung und Trocknung bestimmt.
Die Proben wurden auf die Flexibilitätslebensdauer in der
Krümmrichtung unter Anwendung eines MIT-Flextesters,
Modell 2 untersucht. Streifen von 1,27 cm
Breite wurden verwendet, und die Gewebespannung wurde mittels
eines Gewichts von 1,8 oder 2,25 kg erzeugt. Vor der Unter
suchung wurden die Proben wie nachstehend gezeigt konditio
niert. Fünf oder sechs Streifen wurden unter den Bedin
gungen untersucht, die im folgenden aufgeführt sind, falls
nicht anders angegeben:
Die hergestellten Proben wurden 24 h bei 72°C und 50% rela
tiver Feuchtigkeit mindestens 24 h vor der Untersuchung kon
ditioniert.
Säurebehandlung. Die Proben wurden 4 h bei
232 oder 260°C in einem Umluftofen erwärmt (falls sie
keiner vorhergehenden längeren Erwärmung unterzogen wurden).
Die Proben wurden anschließend 5 min in 0,1N-Schwefelsäure,
die bei 80°C gehalten war, getaucht. Die Proben wurden aus
der Säure entnommen und 5 Min bei 232°C getrocknet.
Das Eintauchen in diese Säure wurde insgesamt viermal wieder
holt. Das Gewebe wurde dann 1 h bei 232 oder
260°C erwärmt und vor der Untersuchung bei 22,2°C
und 50% relativer Feuchtigkeit belassen.
Stücke eines Burlington-484-Gewebes von 15,2 × 15,2 cm
wurden wärmegereinigt durch Einbringen in einen Umluft
ofen bei 350°C während 10 min. Die Proben wurden in die
Überzugsdisperionen, die nachstehend aufgeführt sind, ge
taucht, trockengewunden und gehärtet und getrocknet 10 min
bei 250°C. 6 Gewebeproben wurden mit jeder Formulierung
überzogen. 3 Proben wurden so getestet, wie sie hergestellt
wurden und 3 nach der Säurebehandlung. 6 Streifen von
1,27 cm wurden von jedem Stück untersucht, was insgeamt
18 Streifen pro Zusammensetzung pro Konditionierverfahren
ergab, wobei man sich eines Gewichts von 2,25 kg be
diente.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden unter Anwendung
des Student-t-Tests analysiert, um den statischen Weg
für die relative Bedeutung aufzustellen. Die Ergebnisse
zeigten, daß die Zusammensetzung, die Silan, Siloxan und
wasserabstoßende Mittel enthielt, eine wesentlich bessere
Biegeflexibilität-Lebensdauer auch nach der Säurebehandlung
aufwies, als die beiden anderen Zusammensetzungen. Die Sicher
heitsbreite ist größer als 99%.
Die gleiche Verfahrensweise und das gleiche Gewebe wie im Bei
spiel 1 wurden verwendet. Überzugszusammensetzungs-Formulierun
gen und Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
Die Vergleichsversuche A, B, C und D zeigten keine so gute
Flexibilitäts-Lebensdauer nach der Säurebehandlung wie die
Probe 1, bei der es sich um eine erfindungsgemäße Probe
handelt.
Die Verfahrensweise des Beispiels 1 wurde durchgeführt, wobei
jedoch das verwendete Gewebe ein Clark-Schwebel-Style 6758 war,
bei dem die Schlichtung durch Wärmereinigung entfernt worden
war. Die Überzugszusammensetzungs-Formulierungen und die Er
gebnisse sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
Die Dispersionen A und B sind schmelz-verarbeitbare Polymere.
Das überzogene Gewebe wurde 10 min bei den nachstehend be
zeichneten Temperaturen gehärtet und auf die Biegereflexibili
täts-Lebensdauer unter Anwendung eines Gewichts von 1,8 kg
untersucht.
Die Formulierungen 1 und 3 werden unter der Schmelztemperatur
der Polymeren in den Dispersionen A und B gehärtet und weisen
so eine geringe Biegereflexibilitäts-Lebensdauer auf. Die Formu
lierungen 1 und 3 zeigen eine gute Säurebeständigkeit nach
der Säurebehandlung, selbst wenn die ursprünglichen Werte
niedrig sind. Die Formulierungen 2, 4, 5 und 6 zeigen den
Vorteil der Verwendung von PTFE, zusammen mit den schmelz
verarbeitenden Polymeren, da die erhaltenen Biegeflexibilitäts-
Lebensdauer mehrfach verbessert wird.
Die Verfahrensweise des Beispiels 1 wurde durchgeführt, wo
bei jedoch das verwendete Gewebe Clark-Schwebel-Style 6758 war,
in dem die Schlichtung durch Wärmereinigung entfernt worden
war und wobei nach dem Tauchen der Überzugsdispersion, dem
Trockenwringen und der Härtungstrocknung 10 min bei 250°C
das überzogene Gewebe in eine zweite Dispersion getaucht
wurde, die nur das wasserabstoßende Mittel enthielt, und
anschließend trockengewunden und während 10 min bei 250°C
gehärtet wurde.
Die Formulierungen der Überzugszusammensetzung und die Er
gebnisse sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
Die Formulierung 1 erhielt keinen zweiten Überzug des wasser
abstoßenden Mittels, und ihre Biegeflexibiltäts-Lebensdauer
im hergestellten Zustand ist die geringste der vier untersuch
ten. Die Formulierung 2, worin der zweite Überzug am meisten
wasserabstoßendes Mittel der Formulierungen 2 bis 4 enthielt,
zeigten die beste Biegeflexiblitäts-Lebensdauer nach der Säure
behandlung.
Claims (8)
1. Überzugsdispersion, bestehend aus
- a) Wasser,
- b) 5-65 Gew.-% eines filmbildenden Tetrafluoräthylen polymeren, wobei sich das Gewicht auf das Gewicht von Wasser und Polymeren bezieht,
- c) 2-60 Gew.-% eines polyhydrolysierbaren Silans der Formel R₁Si OR)₃worin R Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatome und R₁ Phenyl oder substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlen stoffatomen ist, wobei die Substituenten ausgewählt sind aus Halogen, quaternären Ammonium, oder -NR′R′′, worin R′ und R′′ jeweils H, niedrig-Alkyl, niedrig- Alkoxyalkyl oder Hydroxy-niedrig-alkyl oder Aminoalkyl oder substituiertes Aminoalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoff atomen bedeuten, und sich das Gewicht auf das Gewicht des Tetrafluoräthylenpolymeren bezieht, und
- d) 1-20 Gew.-% eines Polymeren eines fluorierten Esters einer Acrylsäure, wobei sich das Gewicht auf das Ge wicht des Tetrafluoräthylenpolymeren bezieht,
dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich
- e) 1-20 Gew.-% eines Kohlenwasserstoffsiloxans, wobei das Gewicht auf dem Gewicht des Tetrafluoräthylen polymeren basiert, enthält.
2. Überzugsdispersion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Tetrafluoräthylenpolymere Polytetrafluoräthy
len ist.
3. Überzugsdispersion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Silan die Formel R₁Si(OR)₃ hat, worin R
-CH₃ oder -C₂H₅ ist und R₁ substituiertes C₁-C₃-Alkyl
ist, wobei sich der Substituent in der γ-Stellung befin
det und eine Amino- oder Amino-substituierte-Gruppe ist.
4. Überzugsdispersion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Silan γ-Aminopropyl-triäthoxysilan ist.
5. Überzugsdispersion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Silan γ-Aminopropyl-trimethoxysilan ist.
6. Überzugsdispersion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das Siloxan ein Alkyl- oder Alkyl/Phenyl-siloxan
ist.
7. Verwendung der Überzugsdispersion nach den Ansprüchen
1 bis 6 zum Überziehen von Glasgewebe.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US14168880A | 1980-04-18 | 1980-04-18 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3115542A1 DE3115542A1 (de) | 1982-02-18 |
| DE3115542C2 true DE3115542C2 (de) | 1992-02-27 |
Family
ID=22496771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813115542 Granted DE3115542A1 (de) | 1980-04-18 | 1981-04-16 | Ueberzugsdispersion und damit ueberzogene glasgewebe |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS56166269A (de) |
| BE (1) | BE888486A (de) |
| CA (1) | CA1171572A (de) |
| DE (1) | DE3115542A1 (de) |
| FR (1) | FR2480772A1 (de) |
| GB (1) | GB2074181B (de) |
| IT (1) | IT1211025B (de) |
| NL (1) | NL8101917A (de) |
Cited By (1)
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