DE3115285A1 - Verfahren zur herstellung einer kontaktflaeche und einrichtung zu seiner durchfuehrung - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer kontaktflaeche und einrichtung zu seiner durchfuehrungInfo
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Description
O 1
15285
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Kontaktfläche an einer Sammelschiene aus Aluminium, wobei
ein Kontaktelement benutzt wird, das aus einem aus einer Kupferschicht und einer Aluminiumschicht bestehenden Blech
ausgeschnitten wird, das gebogen wird und an diesem Bereich durch Elektroschweißpunkte befestigt wird, die die Aluminiumflachen
miteinander in Kontakt bringen.
Ein derartiges Verfahren ist insbesondere für die Herstellung von Kontaktflächen anwendbar, die zur Bildung einer
lösbaren elektrischen Verbindung zwischen ersten Samuelschienenenden,
die sich in einem ersten Schutzkanalabschnitt befinden, und zweiten Schienenenden, die zu einem zweiten,
entsprechenden Kanalabschnitt gehören, mit Hilfe geeigneter
Anschlußsysteme dienen, die beispielsweise aus mehreren
Kontaktklemmen bestehen.
Die Erfindung betrifft ferner Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens, insbesondere Kontaktelemente, deren
Ausbildung und Form die Herstellung von Endprodukten hoher Qualität gestatten, wenn sie im Rahmen dieses Verfahrens
benutzt werden.
Wenn zwei Sammeileiterenden aus Aluminium lösbar miteinander verbunden werden sollen, werden im allgemeinen Bolzen
benutzt, die zwei nebeneinander angeordnete Schienenenden durchqueren, wobei gegebenenfalls zwischen den einander
gegenüberstehenden Flächen eine leitende Fettschicht vorgesehen wird.
Derartige Verfahren sind nicht zweckmäßig, wenn die Verbindungen einerseits wegen bleibender Verformungen, die
an den Enden aufgetreten sein können, und andererseits wegen des Alterns der Fettschicht wiederholt gelöst werden
müssen. In derartigen Fällen ist es zweckmäßig, Anschlußvorrichtungen zu benutzen, die mit Verbindungselementen
zusammenwirken können, die eine Verbindung durch
— ο —
elastischen Druck oder durch Reibungskontakt herstellen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, an einer Sammelschiene aus Aluminium eine leitende Kappe anzubringen, die aus
einem Verbundblech aus Kupfer und Aluminium gebogen wird
und außen durch Elektroschweißung an der Fläche der Schiene so befestigt wird, daß der Innenraum der Kappe von einer
lösbaren Anschlußklemme aus Kupfer durchquert werden kann.
Eine derartige Kontaktvorrichtung, die in einem bekannten Verfahren hergestellt wird, ist zweckmäßig, wenn die Kappe
in einem Bereich der Schiene befestigt wird, der sich zwischen ihren Enden befindet. Diese Vorrichtung nimmt jedoch
zuviel Platz in Anspruch, wenn sie an der Stelle montiert werden soll, an der Enden von mehreren in einem Kanal angeordneten
Schienen elektrisch mit den Enden von entsprechenden Schienen verbunden werden sollen, die sich in einem anderen,
in der Verlängerung angeordneten Kanal befinden.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Kontaktflächen an Schienen aus Aluminium zu schaffen,
das die Nachteile der bekannten Verfahren nicht aufweist und das die Schaffung von Bauteilen gestattet, die einen
geringen Platzbedarf haben und infolge eines einfachen Aufbaus und einer leichten Montierbarkeit ein sehr regelmäßiges
Verhalten besitzen.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Durchführung der folgenden
Arbeitsgänge erreicht:
Bearbeitung von zwei ebenen, einander entgegengesetzten und zueinander parallelen Flächen auf einem Endbereich der
Schiene und mindestens einer Anschlagsstirnfläche, die zu einer Längsachse der Schiene im wesentlichen senkrecht ist,
Ausschneiden eines Teils, das den Umriß eines abgewickelten
Kontaktelements hat, aus einem Blech, dae aus einer Kupferschicht und einer Aluminiumschicht
besteht,
Biegen dieses Teils, so daß ein Kontaktelement gebildet wird, das die Form einer Kappe mit im wesentlichen
Il-förmigem Querschnitt besitzt, die zwei zueinander
parallele Wangen, einen gemeinsamen Steg und zwei Biegekanten besitzt, wobei sich die Aluminiumschicht
auf der Innenseite der Kappe befindet,
Herstellung einer länglichen, zu einer Biegekante im wesentlichen parallelen Öffnung in dem Steg, die sich
über einen Teil dessen Höhe erstreckt,
Bildung von Auflageflächen auf mindestens einem Kappenbereich, der sich außerhalb der Außenflächen der
Wangen befindet,
Einführung des bearbeiteten Endes der Schiene in den Innenraum der Kappe bis in eine gegenseitige Stellung,
in der die Anschlagsflächen auf den Auflageflächen aufliegen,
Anlegen von zwei Elektroden einer Elektro-Punktschweißmaschine an die Außenflächen der Wangen, worauf die
Elektroden unter Spannung gesetzt werden, bis die Innenflächen der Wangen mit den bearbeiteten Flächen
infolge des Stromdurchgangs verschweißt sind,
Pressen der Außenflächen der Wangen, bis zwei ebene Außenflächen gebildet werden
die Herstellung der Öffnung und die Bildung der Auflageflächen kann während des Ausschneidens oder während des
Biegens vorgenommen werden.
-B-
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in
der beiliegenden Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:
Jig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Kontaktelements
und eines Schienenendes vor der Montage,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines mit seinem Kontaktelement bestückten Schienenendes, wobei Teile im
Schnitt gezeigt sind,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform
des Kontaktelements in einem Schnitt in der Ebene PP1 von Fig. 2,
Fig. 4- eine Darstellung gemäß Fig. 3 einer zweiten Ausführungsform
des Kontaktelements und
Fig. 5 einen Schnitt durch die Ebene PP1 durch einen
vergrößerten Bereich des Kontaktelements.
Ein Stromverteilungssystem kann durch die stumpfe Verbindung von Leitungsabschnitten gebildet werden, die jeweils aus mehreren Sammelschienen bestehen, die sich in
einem Kanal befinden, der die Schienen hält und schützt.
Eine derartige Schiene 1, von der ein Ende 2 in Fig. 1
ohne die benachbarten Schienen und den Schutzkanal dargestellt ist, besitzt eine Stirnfläche 3 und zwei ebene,
einander entgegengesetzte und zueinander parallele Außenflächen 4- und 5i die durch Bearbeitung (beispielsweise
durch Fräsen) der Schiene auf der Breite d hergestellt wurden, sich axial über eine Länge a erstrecken und bezüglich
der nichtbearbeiteten, seitlichen Außenflächen 6 und 7 der Rohschiene um einen Betrag e zurückversetzt
sind. Die Schiene besitzt zwischen den beiden Flächen 4-
und 5 eine Stärke b.
Ein Kontaktelement 8 (Fig.i), das durch Schneiden und Biegen
eines Verbundbleches, das eine Kupferschicht und eine Aluminiums
chi cht besitzt, gebildet wird (vgl. auch Fig. 5)i besitzt
die Form einer im wesentlichen U-förmigen Kappe mit zwei zueinander parallelen Wangen 9 und 10, die durch einen
Steg 11 miteinander verbunden sind. In dem Biegebereich bestehen zwei zueinander parallele, leicht abgerundete Kanten
12 und 13. Der Biegevorgang wurde so ausgeführt, daß sich
die Aluminiumschicht im Inneren der Kappe befindet und daß der Abstand zwischen zwei Innenflächen 14-, 15 der einander
gegenüberstehenden Wangen im wesentlichen gleich der Stärke b ist.
Abgewinkelte Ränder 16, 17 bzw. 18, 19» die aufeinander zu
gerichtet sind und einander entgegengesetzt sind, sind an den zu den Kanten senkrechten Rändern 20, 21 bzw. 22, 23
der Wangen so angeordnet, daß die Kappe anschließend ohne erhebliches Spiel auf das Ende 2 der Schiene auf die in
Fig. 1 gezeigte Weise aufgesteckt werden kann.
In dem Steg 11 ist eine Öffnung 24- vorgesehen, die zu einer
Kante 12 oder 13 im wesentlichen parallel ist und deren Länge
c sich über einen Teil der Höhe f des Stegs erstreckt, die ihrerseits annähernd gleich der Breite d der bearbeiteten
Flächen ist.
In zwei Bereichen 25 und 26 des Stegs, die sich in der Richtung
der Höhe zu beiden Seiten der Öffnung befinden, sind zwei beispielsweise durch Drücken gebildete Erhebungen 27
und 28 vorgesehen, die in das Innere 29 der Kappe hervorstehen (vgl. insbesondere Fig. 1) und innere Anschlagsflachen
27' und 28' bilden, die sich außerhalb der Außenflächen
der Wangen befinden. Zur Befestigung des Kontaktelements 8 werden eine Reihe von Arbeitsgängen vorgenommen.
- ο ι ι ο λ ob
Zunächst wird das Ende 2 in den Innenraum 29 der Kappe
eingeführt, bis die Anschlagsflächen 2?1 und 28' der Erhebungen
27 und 28 an der Auflagestirnfläche 3 zum Anliegen kommen. Anschließend werden die Wangen 9 und 10
an den bearbeiteten Flächen 4 und 5 mit Hilfe einer
Elektro-Punktschweißmaschine angeschweißt, deren beide Elektroden an die einander entgegengesetzten Außenflächen
34- und 35 der Wangen angelegt v/erden. Die Schweißpunkte
befinden sich an den Stellen 30» 32 und 31 ■>
33· Während des Schweißvorgangs werden die Elektroden der Maschine (nicht dargestellt) in Richtung F und G so angelegt,
daß sie die beiden Wangen und das Ende zwischen sich festklemmen.
Die. Ränder 20, 21, 22 und 23 und die Flächen 27', 28' bzw.
3 dienen dazu, der Kappe eine genau definierte Stellung bezüglich des Endes zu verleihen, während die Öffnung 24-die
Aufgabe hat, den Durchgang von Zweigströmen insbesondere durch die Kupferschicht der Kappe zu vermeiden, deren
Auftreten die Qualität der "Verschweißung beeinträchtigen würde.
Anschließend werden die Außenflächen 34- und 35 der Wangen
9 und 10 unter einer Presse parallel abgerichtet, so daß leichte Vertiefungen beseitigt werden, die in den Bereichen
der Punkte 30, 32 und 315 33 möglicherv.Teise entstanden
sind.
Das angebrachte Kontaktelement gemäß der beschriebenen Ausbildung und Befestigungsweise kann an seiner Außenfläche
zweckmäßigerweise versilbert werden und mit abnehmbaren elektrischen Anschlußvorrichtungen mit Reibungskontakten und/oder Kontakten mit örtlicher Klemmung beispielsweise
mit einer oder mehreren elastischen Klemmen zusammenwirken.
* *"> 1 1 Γ O O Γ
Bei einer anderen Ausführungsform eines Kontaktelements 81, das für die Durchführung des Verfahrens zur Herstellung
von Kontaktflächen für Sammelschienen 1' anwendbar ist (Fig. 4-), besitzt die Kappe ebenfalls zwei zueinander
parallele Wangen 9' und 10' und einen Steg 11' und wird auf ein Ende 2' der Schiene aufgesteckt. Diese Kappe besitzt
jedoch beispielsweise nur zwei einander entgegengesetzte, abgewinkelte Ränder 16' und 19'» die sich auf
den Seiten 36» 37 der Schiene befinden. Die Auflage- und
Anschlagsflächen werden hierbei von den zueinander parallelen Enden 3' und 3", die die bearbeiteten Flächen 51 und 4' mit
den nichtbearbeiteten Flächen 6' und 71 verbinden, und von
den zu dem Steg 11' parallelen Endrändern 27". und 28" der Wangen 9* und 10' gebildet. Die Innenlänge k zwischen dem
Steg 11* und den Enden 27", 28" ist etwas größer als die Länge a. Wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel
ist ebenfalls eine öffnung 24' vorgesehen und die Anschlagsflächen befinden sich ebenfalls außerhalb den Außenflächen
der Wangen 34-* und 35'·
Die Durchführung des beschriebenen Verfahrens erfordert nicht eine bestimmte Reihenfolge der einzelnen Arbeitsgänge. So
kann beispielsweise die Bildung der öffnung und der Erhebungen oder der Enden 27" und 28" während des Schneidens
des Blechs, während des Biegens oder nach dem Biegen vorgenommen werden.
Derartige Kontaktflächen werden mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens und der beschriebenen Einrichtungen zweckmäßigerweise
in den Fällen hergestellt, in denen die Forderung nach geringen Abmessungen besteht.
Claims (5)
- Pat en t an sprü ch eVerfahren zur Herstellung einer Kontaktfläche an einer Sammelschiene aus Aluminium, bei welchem ein Kontaktelement benutzt wird, das aus einem aus einer Kupferschicht und einer Aluminiumschicht bestehenden Blech ausgeschnitten wird, das gebogen wird und in diesem Bereich durch Elektroschweißpunkte befestigt wird, die die Aluminiumflächen miteinander in Kontakt bringen, gekennz eichnet durch folgende Arbeitsgänge:a - Bearbeitung von zwei ebenen, einander entgegengesetzten und zueinander parallelen Flächen auf einem Endbereich der Schiene und mindestens einer Anschlagsstirnfläche, die zu einer Längsachse der Schiene im wesentlichen senkrecht ist,31 Ί 5285b - Ausschneiden eines Teils, das den Umriß eines abgewickelten Kontaktelementß hat, aus einem Blech, das aus einer Kupferschicht und einer Aluminiumschicht besteht,c - Biegen dieses Teils, so daß ein Kontaktelement gebildet wird, das die Form einer Kappe mit im wesentlichen TJ-förmigem Querschnitt besitzt, die zwei zueinander parallele Wangen, einen gemeinsamen Cteg und zwei Biegekanten besitzt, wobei sich die Aluminiumschicht auf der Innenseite der Kappe befindet,d - Herstellung einer länglichen, zu einer Biegekante im wesentlichen parallelen Öffnung in dem Steg, die sich über einen Teil dessen Höhe erstreckt,e- Bildung von Auflageflächen auf mindestens einem Kappenbereich, der sich außerhalb der Außenflächen der Wangen befindet,f - Einführung des bearbeiteten Endes der Schiene in den Innenraum der Kappe bis in eine gegenseitige Stellung, in der die Anschlagsflächen auf den Auflageflächen aufliegen,g - Anlegen von zwei Elektroden einer Elektro-Punktschweißmaschine an die Außenflächen der Wangen, worauf die Elektroden unter Spannung gesetzt werden, bis die Innenflächen der Wangen mit den bearbeiteten Flächen infolge des Stromdurchgangs verschweißt sind,h - Pressen der Außenflächen der Wangen, bis zwei ebene Außenflächen gebildet werden;die Arbeitsgänge d und e der Herstellung einer Öffnung unter Bildung von Auflageflächen können während des Schneidvorgangs oder während des Biegevorgangs durchgeführt werden.
- 2. Kontaktelement, das in dem Verfahren nach Anspruch 1 an einem Ende einer Sammelschiene aus Aluminium durch Verschweißen befestigt werden soll und zwei einander entgegengesetzte, ebene Flächen (4-,5) und mindestens eine Auflagestirnfläche besitzt, dadurch gekennzeichnet , daß es die Form einer Kappe (8) mit zwei zueinander parallelen Wangen (9,10) und einem gemeinsamen Steg (11) besitzt, der mit den beiden Wangen über zwei Kanten (12,13) verbunden ist, daß die Innenflächen (14,15) der Wangen mit Aluminium bedeckt sind, während die Außenseite der Kappe aus Kupfer besteht, daß der Steg auf einem Teil (c) der Höhe (f) eine zentrale Öffnung (24) besitzt, die zu den Kanten (12, 1?) im wesentlichen parallel ist, und daß an der Kappe Anschlagsflächen (27', 281 bzw. 27", 28") so angeordnet sind, daß sie" sich außerhalb der Außenflächen (34, 35» 34', 35') der Wangen befinden und gegenüber den Auflageflächen (3,3'»3") angeordnet sind und mit diesen in Kontakt sind, wenn das Ende der Schiene zwischen die Wangen eingeführt ist.
- 3. Kontaktelement nach Anspruch 2 für ein Schienenende, bei dem die Auflagefläche aus einer Stirnfläche (3) des Endes (2) besteht, dadurch gekennzeichnet , daß die Anschlagsflächen (27', 28') von zwei Innenflächen von zwei Erhebungen (27,28) gebildet sind, die in den Innenraum (29) der Wangen hervorstehen und in der Richtung (F) der Höhe zu beiden Seiten der Öffnung (24) angeordnet sind.
- 4. Kontaktelement nach Anspruch 2 für ein Schienenende, bei dem eine Anschlagsfläche aus einer Verbindungsfläche (3'» 3") zwischen einer bearbeiteten Fläche (4',5') und einer nichtbearbeiteten Fläche (61, 71) der Schiene (1') besteht, dadurch gekennzeichnet , daß die Anschlagseinrichtungen aus mindestens einem zu dem Steg (11') parallelen Endrand (27',28') einer Wange (9',1O1) bestehen.
- 5. Kon takt element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß einander entgegengesetzte Ränder (20,21,22,23) der Wangen, die sich senkrecht zu den Kanten (12,13) erstrecken, so umgebogen sind, daß zueinander parallele Führungseinrichtungen (16,17,18, 19 bzw. 16*,17') gebildet werden, die mit einander entgegengesetzten Flächen (36,37) des Endes (2), die zu den bearbeiteten.Flächen senkrecht sind, zusammenwirken können.
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