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DE311519C - - Google Patents

Info

Publication number
DE311519C
DE311519C DENDAT311519D DE311519DA DE311519C DE 311519 C DE311519 C DE 311519C DE NDAT311519 D DENDAT311519 D DE NDAT311519D DE 311519D A DE311519D A DE 311519DA DE 311519 C DE311519 C DE 311519C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disc
arm
cutout
drop
loom
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT311519D
Other languages
English (en)
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE311519C publication Critical patent/DE311519C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/06Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Herstellung von abgepaßter Ware auf Webstühlen werden an den Enden oder in der Nähe der Enden der einzelnen abgepaßten Ware (Tuches) Querleisten eingewebt, die sich entweder durch stärkere Fäden oder durch die Farbe oder durch beides von dem übrigen Gewebe unterscheiden.
Es sind Webstühle zur Herstellung abgepaßter Ware bekannt, die mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Abstellen des Webstuhles nach Herstellung einer abgepaßten Warenlänge ausgestattet sind. Bei dieser Einrichtung führt eine Scheibe während der Herstellung einer abgepaßten Warenlänge eine Umdrehung aus, und in einen Ausschnitt dieser Scheibe fällt ein Fallarm ein, der hierdurch die Abstellung des Webstuhles bewirkt. Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß kein Mittel vorgesehen ist, das verhindert, daß, wenn der in den Ausschnitt eingefallene Fallarm von Hand ausgehoben wird, er nach Loslassen und Wiederingangsetzen des Webstuhles wieder in den gleichen Ausschnitt einfällt und dadurch den Stuhl ungewollt neuerdings abstellt. Da der Ausschnitt größer sein muß als der einfallende Fallarm, weil sonst die Einrichtung nicht sicher wirkt, ist die Gefahr des Wiedereinfallens des Fallarmes in den gleichen Ausschnitt eine große. Um dieses Wiedereinfallen zu verhindern, muß der Fallarm so lange von Hand aus in der ausgehobenen Stellung gehalten werden, bis der Ausschnitt infolge der Weiterdrehung der Scheibe außer Bereich des Fallarmes gelangt ist, wonach sich der losgelassene Fallarm neben dem Ausschnitt gegen die Scheibe legen kann. Das Halten des Fallarmes in der ausgehobenen Stellung währt bei größerem Spielraum zwischen diesem und dem Ausschnitt und bei feinen Schüssen ziemlich lange.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum selbsttätigen Abstellen von Webstühlen, insbesondere bei Herstellung von Querleisten an abgepaßter Ware, bei welcher durch Einfallen eines Fallarmes in einen Ausschnitt einer Scheibe die Abstellung des Stuhles selbsttätig erfolgt, doch wird der angegebene Übelstand dadurch beseitigt, daß eine unter Federwirkung stehende und durch den Fallarm an ihrer .Wirkung verhinderte Sperre für den Ausschnitt beim Ausheben des Fallarmes frei wird und vorschnellt und sodann den Ausschnitt sperrt, so daß der sofort wieder losgelassene Fallarm bei in Gang gesetztem Stuhl über den Ausschnitt hinweggeführt wird, bis er wieder auf die Scheibe gelangt. Bei Webstühlen zur Herstellung von Querleisten an abgepaßten Waren ist diese Einrichtung deshalb sehr vorteilhaft, weil sich hier der oben erwähnte Übelstand so oft wie- 6Q
derholt, als Querleisten hergestellt werden, da der Stuhl bei jeder Querleiste abgestellt werden muß. Der Webstuhl kann also weiterarbeiten, ohne daß der Fallarm längere Zeit in der ausgehobenen Stellung gehalten werden muß.
Die Zeichnung stellt die in Betracht kommenden Teile eines bekannten Webstuhles mit einer beispielsweisen Ausführungsform der
ίο Einrichtung dar, und zwar
Fig. ι in der Seitenansicht, und
Fig. 2 in der Vorderansicht mit teilweisem Schnitt.
Fig. 3 und 4 zeigen die wesentlichen Teile der Einrichtung in zwei verschiedenen Ansichten mit teilweisem Schnitt, und
Fig. 5 veranschaulicht das Gewebeschema.
Das vom Brustbaum 1 kommende Gewebe läuft über den Sandbaum 2 zu dem nicht dargestellten Warenbaum. A7Om Sandbaum wird mittels, der Zahnräder 3, 4 eine Scheibe 5 angetrieben, die samt dem mit ihm gekuppelten oder verbundenen Zahnrad 4 auf einem seitlich am Gestell 6, zweckmäßig verstellbar, befestigten Arm 7 in einem Schlitz 8 gelagert ist. Die Scheibe 5 bzw. deren Antrieb ist so bemessen, daß die Scheibe während der Herstellung einer abgepaßten Warenlänge eine Umdrehung vollführt. Die Scheibe 5 ist beispielsweise mit zwei Ausschnittn 9, 10 (Fig. 3 und 4) versehen, die durch einen gemeinsamen, federnden Verschluß, nämlich durch ein um die Achse 11 verschwenkbares und durch die Wirkung einer Feder 12 gegen einen Anschlag 13 gedrücktes Verschlußsegment 14 zum Teil abgeschlossen werden. Dieses Verschlußsegment hat zwei Ansätze 15, 16, zwei an diese sich anschließende Gleitbahnen 17, 18 und zwischen denselben einen schlitzartigen Ausschnitt 19. Ein Anschlag 20 begrenzt die Verschwenkung des Verschlußsegmentes 14 nach rechts.
Mit dieser Scheibe wirkt ein Fallarm zusammen, der z. B. als Fallstange 21 ausgebildet, in Führungen 22 des Gestelles lotrecht geführt ist und sich mit einer Gabel 23 auf die Umfläche der Scheibe 5 aufsetzt. Diese Fallstange ist mit einem Arm 24 versehen, mit dem sie auf den bekannten Schußwächter wirkt. Letzterer besteht aus dem um 25 drehbaren Doppelhebel 26, 27, dessen Arm 26 den Schußfühler bildet, und auf dessen Arm 27 der Arm 24 der Fallstange1 21 wirkt. Die bekannte Wirkung des Schußwächters ist die, daß der bei Fadenbruch nach abwärts gehende Arm 27 in den vom Webstuhl in stetig schwingende Bewegung versetzten Hebel (Hammer) 28 bei 29 einkuppelt, wodurch er samt seiner Tragstange 30 in Fig. 1 nach rechts verschoben und dadurch der diese tragende, um 31 drehbare Hebel 32 so verschwenkt wird, daß dieser den Ausrückhebel 33 in Tätigkeit setzt, der den Antriebsriemen auf die Leerscheibe bringt.
In Fig. 5 ist die herzustellende, abgepaßte Ware mit den üblichen Längsleisten 38 dargestellt, die eine Länge 34 besitzt, innerhalb der in einem Abstand 35 vom Ende die Querleisten 36 hergestellt werden sollen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Während der Herstellung des mittleren Teiles 37 der Ware sitzt die Gabel (Reiter) 23 auf der Scheibe 5 auf, und der Webstuhl arbeitet in üblicher Weise. Bevor die Herstellung der Ware bis. zur Übergangsstelle von 37 zu 36, also an jene Stelle gelangt, an der die Querleiste 36 beginnt, hat sich der Ansatz 15 des federnden Hebels 14 an.die Gabel 23 angelegt und wird nun bei weiterer Drehung der Scheibe 5 entgegen der Wirkung der Feder 12 zurückgehalten, bis schließlich bei Erreichung der Übergangsstelle von 37 zu 36 die Fallstange 21 durch ihr Eigengewicht, das gegebenenfalls durch die Wirkung einer Feder 38 unterstützt werden kann, in den Ausschnitt 9 der Scheibe 5 einfällt, wodurch der Arm 24 der Fallstange 21 auf den Schüßwächterarm 27 einwirkt und hierdurch in der beschriebenen Art die Abstellung des Webstuhles bewirkt. Nunmehr kann der bisher tätig gewesene Schützen durch einen solchen von Hand ausgewechselt werden, der ein zur Herstellung der Querleiste geeignetes Schußmaterial, nämlich solches von größerer Stärke, anderer Farbe oder beides, o. dgl. enthält. Sodann wird der Webstuhl nach Heben der Fallstange 21 von Hand aus durch Zurückschieben der Organe 30, 32, 33 in Tätigkeit gesetzt. Beim Heben der Fallstange 21 federt das Segment 14 in die in Fig. 4 dargestellte Lage und schließt den Ausschnitt 9 wieder ab. Bei, der nun folgenden Herstellung der Leiste 36 gleitet die Gabel 23 auf der Segmeiitfläche 17 und wird dadurch über den Ausschnitt 9 hinweggeführt, bis sie sich wieder auf die Umfläche der Scheibe 5 aufsetzt.
Durch diese Einrichtung wird verhindert, daß der ausgehobene Fallarm 21 ein zweites Mal in den Ausschnitt 9 einfällt und den Webstuhl noch einmal abstellt, oder aber diese Einrichtung verhindert, daß der Fallarm so lange in der ausgehobenen Lage gehalten werden muß, bis er s,ich wieder auf die Scheibe aufsetzen kann.
Ist die Leiste 36, die meistens nur geringe Breite hat, gewebt, dann wird der Webstuhl von Hand oder selbsttätig abgestellt, der frühere Schützen eingesetzt und nun der Webstuhl wieder in Gang gesetzt. Nun werden die Enden 35, 35 zweier aneinander stoßender, abgepaßter Stücke gewebt. Vor Fertigstellung derselben legt sich der Ansatz 16 an
die Gabel 23 am und. das vorhin beschriebene Spiel wiederholt sich, bis die Gabel in den Ausschnitt 10 einfällt und dadurch in der beschriebenen Weise der Webstuhl abgestellt wird. Nunmehr wird wieder der Schützenwechs.el vorgenommen, die zweite Leiste 36 hergestellt, sodann der Webstuhl von Hand abgestellt, der frühere Schützen eingesetzt und nun wieder das Gewebe 37 gewebt. Hierbei sitizt die Gabel 23 wieder auf der Umfläche der Scheibe 5 auf.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Einrichtung zum selbsttätigen Abstellen von Webstühlen, bei welcher, insbesondere zur Herstellung von Querleisten bei abgepaßter Webware, eine mit Ausschnitten versehene Scheibe mit einem Fallarm zusammenwirkt, der die Abstellung des Webstuhles herbeiführt, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (5) mit einem unter Federwirkung stehenden Sperrglied (14) derart versehen ist, daß es nach erfolgtem Heben des Fallarmes aus dem Ausschnitt der Scheibe freigegeben wird und diesen Ausschnitt gegen Einfallen des Sperrarmes sperrt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für sämtliche Ausschnitte (9, 10) der Scheibe (5) ein gemeinsames, federndes Glied (14) mit den Ausschnitten der Scheibe entsprechenden Unterbrechungen (19) vorgesehen ist,
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das federnde Sperrglied als drehbares Segment (17 bzw. 18) ausgebildet und mit einem bzw. mehreren über ihren Umfang vorstehenden Anschlagarmen (15 bzw. 16) für die Fallstange versehen ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT311519D Expired DE311519C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE311519C true DE311519C (de) 1900-01-01

Family

ID=564505

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT311519D Expired DE311519C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE311519C (de)

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