DE3114486A1 - Als balkonkragplatte ausgebildete deckenplatte fuer gebaeude-geschossdecken - Google Patents
Als balkonkragplatte ausgebildete deckenplatte fuer gebaeude-geschossdeckenInfo
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Description
- Als Balkonkragplatte ausgebildete Deckenplatte für
- Gebäude-Geschoßdecken Die Erfindung betrifft eine als Balkonkragplatte ausgebildete Deckenplatte für Gebäude-Geschoßdecken.
- Derartige als Stahlbetonhohldielen ausgebildete Deckenplatten werden zur Herstellung von Vollmontagedecken verwendet. Sie sind unmittelbar nach der Montage auf der Baustelle sofort belastbar. Vornehmlich im Wohnungsbau, für den sich Vollmontagedecken besonders gut eignen, werden auskragende Balkone dadurch in einfacher Weise hergestellt, daß man die Deckenplatten um die Auskraglänge des Balkons länger dimensioniert und so verlegt, daß die über die Gebäudeaußenwand hinausragende Plattenlänge die Balkonplatte bildet.
- Derartige Deckenplatten, die auch konventionell in Ortbetonbauweise herstellbar sind> haben folgende Nachteile: Der auskragende Teil der Plattenkonstruktion wirkt während der Heizperiode als Kältebrücke zwischen den beheizten Innenräumen und der niedrigen Außenlufttemperatur.
- In dieser Zeit wirkt der auskragende Teil der Deckenplatte wie eine Kühlrippe. Der dadurch entstehende Wärmeverlust kann den Energieverbrauch des Gebäudes durchaus in einer Größenordnung um 10 bis 20% vergrößern.
- Darüber hinaus sinkt durch den Wärmeentzug und die Kühlrippenwirkung die Oberflächentemperatur der zum Wohnraum hin orientierten Deckenplattenunterseite besonders in unmittelbarer Nähe des Deckenauflagers an der Außenwand ab. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann dies in so großem Umfang der Fall sein, daß der Taupunkt der Luft unterschritten wird und sich Kondenswasser an der Deckenunterseite bildet. Diese Feuchtigkeit ist dann die Ursache für Bauschäden, die sich z. B. durch Ablösen von Tapeten, durch Verfärbung der Deckenunterfläche oder durch Schimmelbildung bemerkbar macht.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Deckenplatte der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie nicht als Kältebrücke zwischen den beheizten Innenräumen und der Außenatmosphäre eines Gebäudes wirken und dadurch ursächlich für die vorstehend geschilderten Nachteile sein kann. Diese Erfindung wird durch das Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
- Durch die Erfindung wird der Deckenquerschnitt im Bereich der Abstandsfuge unterbrochen, die beim fertigen Bauwerk vorteilhafterweise im Bereich des Deckenplattenauflagers verläuft. Die beiden Stahlträger - z. B. Breitflanschträger - übernehmen die Aufgabe dbs Zusammenhaltens beider Betonplatten und der Aufnahme und Übertragung von Biegemomenten. Die Stahlträger liegen nur in dem Bereich der Gebäudeaußenwand bzw. des Deckenauflagers frei, in welchem die Stirnflächen der beiden Betonplatten unter Belassung einer Abstandsfuge zueinander beabstandet sind. Der Wärmefluß beschränkt sich nunmehr nur noch auf den Querschnitt der für die Verbindung und Übertragung der Lastmomente notwendigen, relativ querschnittsschwachen Stahlträger.
- Zur Erhöhung der Wärmeisolationswirkung dient das Kennzeichnungsmerkmal des Anspruches 2.
- Durch das Kennzeichnungsmerkmal des Anspruches 3 ist es besonders einfach, eine Hartschaumplatte in die Abstandsfuge einzuführen bzw. diese mit einer Hartschaumplatte auszufüllen.
- Durch das Kennzeichen des Anspruches 4 kann die Fertigung der Deckenplatte noch weiter vereinfacht werden.
- Durch das Kennzeichen des Anspruches 5 kann die erfindungsgemäß ausgebildete Deckenplatte auch erst auf der Baustelle vor ihrer Verbindung mit dem Gebäude fertiggestellt werden.
- Temperaturvergleichsmessungen an Decken platten in der bisherigen Kragplattenausbildung und an erfindungsgemäß ausgebildeten Deckenplatten haben ergeben, daß bei einer herkömmlich ausgebildeten Kragdeckenplatte in einer Entfernung von 10 cm ab Auflagerkante die Deckenoberflächentemperatur zum Wohnraum hin um 11 0C unter der Lufttemperatur des Wohnraumes lag. Bei gleicher Außentemperatur und gleichen Verhältnissen lag dieselbe Temperatur beim Erfindungsgegenstand nur um 5,90C unter der Lufttemperatur des Wohnraumes.
- Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer auf eine Gebäudewand aufgelegten, erfindungsgemäß ausgebildeten Deckenplatte, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine geringfügig modifizierte Ausführungsform entsprechend Fig. 1 mit der Möglichkeit, erst auf der Baustelle das Kragteil mit der Deckenplatte zu verbinden, Fig. 3 eine Draufsicht entsprechend Pfeil III in Fig.
- 1 auf die fertig ausgelegte, erfindungsgemäß ausgebildete Deckenplatte.
- Die insgesamt mit 1 bezeichnete Decken platte besteht aus dem jeweils durch eine Betonplatte gebildeten Geschoßabdeckteil 2 und dem Kragteil 3. Nach dem Auslegen der Deckenplatte liegt das Geschoßabdnckteil 2 im wesentlichen auf der Raumseite 4 und das Kragteil 3 auf der Außenseite 5 zur Gebäudewand 6. Zwischen Geschoßabdeckteil 2 und Kragteil 3 verbleibt eine Abstandsfuge 7, die bei fertig verlegter Deckenplatte 1 vorzugsweise vollständig im Bereich oberhalb der Auflagefläche 8 der Gebäudewand 6 liegt. Die Verbindung zwischen Kragteil 3 und Geschoßabdeckung 2 erfolgt durch in ihnen beidendig verankerte, vorzugweise einbetonierte und die Abstandsfuge 7 überbrückende Träger 9, insbesondere Stahlträger.
- Die Träger 9 ragen mit ihren Enden 12 weit in das Geschoßabdeckteil 2 und in das Kragteil 3 hinein.
- Die Abstandsfuge 7 ist mindestens teilweise mit einem Wärmeisolierstoff, insbesondere mit mindestens einer Hartschaumplatte 10 ausgefüllt. Die Hartschaumplatte bzw. die Hartschaumplatten 10 sind mit ihren Deckflächen 11 rechtwinklig zum Längsverlauf der Träger 9 ausgerichtet. Die Hartschaumplatte bzw. -platten 10 können auch nachträglich nach dem fertigen Verlegen der Deckenplatte 1 in die Abstandsfuge 7 eingesetzt werden.
- Das Kragteil 3 kann auch nach dem fertigen Verlegen des Geschoßabdeckteils 2 auf dessen freie Trägerenden 12 aufgeschoben und in Aufschiebestellung befestigt, z.B.
- eingemörtelt oder einbetoniert werden.
- Mindestens der an die Abstandsfuge 7 angrenzende Bereich von Geschoßabdeckteil 2 und/oder Kragteil 3 ist als Deckenplattenauflager zur Auflagefläche 8 der Gebäudewand hin ausgebildet.
- Leerseite
Claims (6)
- Ansprüche: 1. Als Balkonkragplatte ausgebildete Deckenplatte (1) für Gebäude-Geschoßdecken, dadurch gekennzeichnet, daß ein Geschoßabdeckteil (2) und ein Kragteil (3) als durch eine Abstandsfuge (7) voneinander beabstandete Betonplatten, insbesondere Betonhohlraumplatten, ausgebildet und durch in ihnen beidendig verankerte, vorzugsweise einbetonierte, die Abstandsfuge (7) überbrückende Träger (9), insbesondere Stahlträger, miteinander verbunden sind.
- 2. Deckenplatte nach Anspruch 1, dadurch kennzeichnet, daß die Abstandsfuge (7) mindestens teilweise mit einem Wärmeisolierstoff, insbesondere mit Hartschaum, ausgefüllt ist.
- 3. Deckenplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hartschaum in Form einer Hartschaumplatte bzw.Hartschaumplatten (10) mit ihren Deckflächen (11) rechtwinklig zum Verlauf der Träger (9) ausgerichtet ist.
- 4. Deckenplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hartschaumplatte bzw. -platten (10) in die Abstandsfuge (7) einsetzbar sind.
- 5. Deckenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kragteil (3) auf die Trägerenden (12) aufgeschoben und in Aufschiebestellung befestigt ist.
- 6. Deckenplatte nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der an die Abstandsfuge (7) angrenzende Bereich einer der beiden Betonplatten als Deckenplattenauflager zur Gebäudewand (6) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19813114486 DE3114486A1 (de) | 1981-04-10 | 1981-04-10 | Als balkonkragplatte ausgebildete deckenplatte fuer gebaeude-geschossdecken |
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| DE19813114486 DE3114486A1 (de) | 1981-04-10 | 1981-04-10 | Als balkonkragplatte ausgebildete deckenplatte fuer gebaeude-geschossdecken |
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| DE3114486A1 true DE3114486A1 (de) | 1982-10-28 |
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| DE19813114486 Withdrawn DE3114486A1 (de) | 1981-04-10 | 1981-04-10 | Als balkonkragplatte ausgebildete deckenplatte fuer gebaeude-geschossdecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3114486A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2229885A1 (es) * | 2003-03-20 | 2005-04-16 | Antonio Maria Estudio Urgari,S.L. | Sistema de construccion de balcones o terrazas y balcon o terraza construido con este sistema. |
| DE102008002899A1 (de) * | 2008-06-19 | 2009-12-31 | Simon Kropmeier | Bauelement mit Edelstahlträger |
| EP2261430A3 (de) * | 2009-06-10 | 2012-08-22 | LO Rakenne Oy | Bau eines Überhangs |
| WO2014174269A1 (en) * | 2013-04-22 | 2014-10-30 | Sapphire Balustrades Ltd | Balcony |
-
1981
- 1981-04-10 DE DE19813114486 patent/DE3114486A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US10400437B2 (en) | 2013-04-22 | 2019-09-03 | Sapphire Balconies Limited | Balcony |
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