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Schutzrechtanmeldung Fertigbausystem mit Fertigungsverfahren Es ist
eine große Zahl von Fertigbausystemen bekannt.
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Man kann sie folgendermaßen aufgliedern.
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a) schwere, geschlossene Systeme scheibenwirksamer Großflächenbauarten
b) leichte, geschlossene Systeme scheibenwirksamer Großflächenbauarten c) Rahmensysteme
mit Ausfachungen, sogenannter Stahlbeton-Skelettbau (offene Systemem) d) Raumzellensysteme
Zu denjenigen nach) zählten bisher die DIehrzahl der Massivbetonbauarten, bestehend
aus tragenden Wandscheiben, mit Dämmstoffzwischenlage und meist schwerer Fassade
als montagefertiges Sandwichelement. Diese Bauart mit Ortbetonfugenverguß wurde
und wird heute noch angewandt, vorzugsweise für Bauwerke bis ca. 20 - 30 Geschoße
und größeren Grundrissen, bei Baulichkeiten, die durch die größere Anzahl gleicher
Elemente eine eigene Fertigungseinrichtung, entsprechend schwere Transportfahrzeuge
sowie Hebezeuge rechtfertigen.
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Das qm-Gewicht dieser Teile liegt normalerweise bei 480 kg und darüber.
Während allein der Schalldänmwert bei richtiger Deckenausbildung und Auflagerung
in Ordnung ist, befriedigen das Wasserdampfdiffussionsvermögen sowie die Wärmedämmwerte
oft nicht. Damit ist das menschliche Wohlbefinden in solchen Baulichkeiten meist
abhängig von der Heizungsart sowie deren qualitativen Ausbildung.
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Lösungen mit vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden haben sich gegenüber
solchen mit dicht auf der tragenden Wandscheibe aufgebrachten Verkachelungen oder
Metallblechen und dergleichen als vorteilhafter erwiesen. Die bei den letztgenannten
Lösungen mangelhafte Wasserdampfdiffussion erfordert Klimaanlagen, wenn gerade die
Eckpunkte der Räume nicht gefährdet sein sollen.
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In den letzten Jahren haben sich Lösungen nach b), besonders im sogenannten
Fertighausbau eingeführt. Bei diesen, meist für 1 und 2-Geschoßbauten, insbesondere
Eigenheimen verwendeten Lösungen, wird der Tragrahmen durch Holz-Rahmen-Fachwerk
gebildet, das.beiderseits meist mit entsprechend behandelten Preßholzplatten beplankt
wird, während der Zwischenraum dieser Platten mit Wärmedältimstoffen ausgefüllt
ist.
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Derartige, ebenfalls schubsteife Wandelemente sind leicht, lassen
sich über größere Entfernungen wirtschaftlich transportieren, haben aber folgende
entscheidenden Nachteile
gegenüber den unter a) genannten Bausystemen:
1. Die erforderlichen und normenmäßig vorgeschriebenen Schalldämmwerte werden nicht
erreicht.
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2. Es müssen verschiedene Wandschichten, entsprechend dem Dampfdiffussionsvermögen
und der Wärmedämmung sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, wenn die Lebensdauer
des Wandelementes erhalten bleiben soll. Die Zahl der verschiedenen Schichten schwankt
je nach Qualität und Preis zwischen 5 und 8, was entsprechenden Arbeits- oder maschinellen
Fertigungsaufwand zur Folge hat.
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3. Das Wärmespeichervermögen ist ungenügend, eine gute 24-StUnden-Temperaturkonstanz
läßt sich nur mit Klimaanlagen erreichen.
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4. Die Lebensdauer ist etwa 50 % derjenigen von a).
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Abarten nach b) sind Lösungen mit Stahlrahmen und fest mit diesen
vergossenen Leichtbetonen als Wandfüllstoff. Die Teilstücke werden mit Ortbeton
vergossen oder verschraubt, bzw. verkeilt.
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Die leichteste Art, meist für südliche Länder verwendet, sind Blechrahmen,
die durch mehrschichtige Platten verschiedener Werkstoffe ausgefacht sind, wobei
die Rahmen rniteinander verschraubt werden. Die Konstruktion sowie der Fertigungsgang
enthält viele Elemente des Automobil- und Flugzeugbaues.
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Lösungen nach c) bestehen aus einem Stütz- und Tragewerk aus Stahl,
Alu, Stahlbeton. Diese Stützen werden durch Beton- oder andere, meist Sandwichelemente
ausgefacht, die Decken sind für größere Spannweiten ausgelegt.
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Damit entstehen Großräume, die durch leichte, versetzbare Trennwände
oder Schrankwände unterteilbar sind.
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Die Vorteile solcher Bauweisen sind: 1. Variabilität in der Innenausbildung.
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2. Relativ geringer Preis durch wirtschaftliche Großflächenbauweise.
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3. Schnellerstellung.
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Raumzellensysteme nach d) Hier kommt eine Entwicklung in Gange, die
die Erfahrungen verschiedener Branchen nutzt, nämlich des Waggonbaues der Bahn,
des Wohnwagenbaues und des Automobil- und Flugzeugbaues. Auch hier werden zwei Wege
beschritten: der Leichtbau mit meist gesteckten, verschraubten, mit Leichtbaustoffen
ausgefachten Stahl, Hölz- oder Alu-Profilrahmen ebener Ausführung zu einem räumlichen
Gebilde. Diese Lösungen machen eine rationelle Vorfertigung möglich. Dem geringeren
Transportgewicht stehen die größeren Transportvolumen gegenüber.
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Der schwere Raumzellenbau verwendet wieder hauptsächlich mineralische
werkstoffe, meist Leichtbeton. Das Transportproblem ist gegenüber der Leichtlösung
vergrößert.
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Probleme der Teileverbindung treten in den Hintergrund.
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Die Lebensdauer ist größer. Derartige Raumzellen können heute auch
in einer Form gegossen oder gespritzt werden.
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Ein Übereinanderstellen von zahlreichen Raumzellen ist durch die größere
Tragfähigkeit möglich.
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Bei europäischen Elimaverhältnissen bewähren sich die leichten mit
gutem Wärmedämmwert, aber geringer Wasserdampfdurchlaßfähigkeit ausgestatteten dichten
Außenwandteile nur im Zusammenhang'mit Klimaanlagen.
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Die bekannten Gasbetonbauweisen bieten große Vorteile; Transportmassen
sind klein, Bauzeiten werden gekürzt, jedoch sind die Festigkeiten gegenüber zementgebundenen
Baustoffen gering. Als Wetterschutzfassade werden entweder dichte Kunststoffputze
aufgebracht, die das Wasserdampfdiffussionsverhalten verschlechtern oder es werden
hinterlüftete Fassaden aus verschiedenen Werkstoffen vorgehängt. Die Tragkonstruktionen
fast aller vorgehängten Fassaden sind teuer und die Montagen wegen der manuellen
Baustellenarbeit aufwendig.
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Es sind auch Schüttbetonbauweisen bekannt, bei denen die Fassade als
Außenschalung verwendet wird, wobei zwischen
Fassadenplatte und
Tragschicht eine Wärmedämmschicht eingebaut ist. Damit ist eine Hinterlüftung nicht
mehr gegeben.
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Vergleicht man die verschiedenen Bausysteme hinsichtlich rationeller
Fertigung der Einzelelemente, so kann festgestellt werden, daß nur wenige Bausysteme
optimale Lösungen darstellen. Das liegt meist daran, daß der' planende Architekt
die Fertigungsmöglichkeiten mit Investitions- und laufenden Betriebskosten solcher
Fertigungsstraßen zu wenig kennt, andererseits die Fertigungsplaner und Maschinen-Ingenieure
sich zu wenig mit den Bauwerkstoffen, ihren physikalischen Werten und den Fragen
der konstruktiven Formgebung befassen.
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Den verschiedenen guten Eigenschaften des Gasbetones wie: gleichmäßiges
Gefüge, gleiche Dichte von innen nach außen, gute Wärmedämmung, gute Bearbeitbarkeit,
geringes Gewicht, leichte Herstellung von Blöcken, steht ein entscheidender Nachteil
gegenüber. Die Blöcke müssen während, bzw. nach Erhärtung ganz oder teilweise durch
Schneiden und Sägen bearbeitet werden. Komplizierte Hinterschneidungen und Formen
sind nur schwer möglich auszuarbeiten.
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aDie neue Betontechnologie bietet demgegenüber größere Möglichkeiten
aus folgenden Gründen: Die Leichtbetontechnik wird weiterentwickelt, es werden heute
bereits'Festigkeitswerte erreicht, die dicht bei denen des Normalbetones liegen,
als6 mehrfach höher als bei Gasbetonen.
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b) Viele der vom Normalbeton her vorhandenen Gerätschaften in der
Bau- und Baustoffindustrie können für Leichtbeton verwandt werden. Die Be- und Verarbeitungstechnologien
zwischen Leichtbeton und Normalbeton weichen nicht wesentlich voneinander aba c)
Betonbauteile können während der Formung mit Hohlräumen oder Styroporkernen versehen
werden zur weiteren Gewichtsersparnis, besonders in den- Zonen der geringeren Spannungen,
also in den Teilekernen.
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d) In Verbindung mit Stahl- und Kunststoffarmierungen, sogenannter
schlaffer Bewehrung oder durch Vorspannung, werden gerade für großflächige Elemente
wesentlich höhere Tragfähigkeiten bei geringem EL-gengewicht erreicht.
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e) Es lassen sich die verschiedensten Formteile herstelien; das ist
nur eine Frage der Formteilung, der Formausbildung und der Formkosten.
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f) Es ist möglich, verschiedene Betonsorten je nach Anforderungen
an das Bauteil nebeneinander, übereinander so zu kombinieren, daß etwa maximale
Festigkeitsdamit Belastungswerte bei geringen Abmessungen, ört lich bessere Wärmedämmwerte
oder höhere Verschleißwerte erreicht werden. Dabei können u. U. die Ubergangszonen
der verschiedenen Betonsorten fließend sein.
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g) Eine Schnellhärtung der Teile in der Form ist wie bei Normalbeton
möglich. Es können Investitionskosten, insbesondere Kosten für teure, großflächige
Arbeitsplätze und damit Hallenkosten gespart werden.
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h) Die Bauteile lassen sich auf der Baustelle ebenfalls mit hydratisierendem
Zementmörtel und evtl. Schnellhärtung wirtschaftlich und sicher verbinden.
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Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, die ebenflächigen Bauteile
für Räumlichkeiten aller Art so auszubilden, daß a) ein=größerer Vorfertigungsgrad
in der Fabrik, b) eine bessere Abstimmung der Konstruktion der Betqn-Bauteile auf
die rationellste Fertigungsmöglichkeit, c) eine bessere Abstimmung der bauphysikalischen
Forderungen auf die Konstruktion und die wirtschaftlichere Fertigung, eine weitestgehende
Vereinheitlichung von Form- und Fertigungseinrichtungen für Wand- und Deckenteile,
e) eine einfache Anpassung der Fertigungseinrichtung hinsichtlich Wandstärken, Widerstandsmomente,
Oberflächen-Nachbearbeitung, Werkstoffkennwerte,
f) eine weitergehende
Einarbeitung von Leitungen für Wasserzu- und Abführung, elektr. und heiztechn. Anlagenteile
usw. zur Verkürzung der Innenausbauzeiten, als bei Gasbeton und den übrigen bekannten
Normalbetonlösungen, und g) geringere Gesamtkosten pro m3 Bauvolumen oder m2 Grundfläche
-erreicht werden.
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Besonderer Wert wurde darauf gelegt, gleichartige Fertig gungseinrichtungen
für bestimmte Wandteile und Deckenteile verwenden zu können, wobei in die Teile
weitgehendst alle Einbauten oder Montageöffnungen für Elektrik, Heizung, Belüftung
mit ein- oder angearbeitet und eine Wetterschutzfassade beim Außenwandelement bereits
fertig mit dem Bauteil verbunden ist, eine Einrüstung des Bauwerkes zur Fassadenmontage
also überflüssig wird und die Innenausbauarbeiten auf geringste Werte reduziert
werden.
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Im wesentlichen unterscheiden wir zwischen Elementen ohne Aussparungen,
mit nur raumschließender Funktion und solchen mit Tür- und Fensteraussparungen.
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Deckenteile zählen zu den ersteren.
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Die Forderungen an Deckenteile sind: verschieden zulässige Deckenbelastung
in kg/m2, ausreichender Wärmedämmwert, ausreichender
Schallschutz,
geringes Gewicht, keine Neigung zur Resonanzbildung, Großflächigkeit, einfache Montage
mit leichten Hebezeugen, geringe Zahl von Stoßfugen, bequemer und dauerhafter Fugenschluß,
sichere Lastübertragung auf die Außen- und Zwischenwände, Möglichkeit des Anbringens
auch einer anderen Deckenuntersicht, evtl. Holzdecke oder untergehängte Rigipsdecke,
Estrichbelag teppich fertig aufgebracht, Möglichkeit der Verlegung einer Elektro-Fußbodenheizung,
nach Möglichkeit Einsatz als Kaltdach oder mit Zusatzdeckschichten als Warmdach.
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An die Außenwandteile werden die folgenden Anforderungen gestellt:
die vertikalen Belastungen bis zu einer bestimmten Stockwerkzahl müssen aufgenommen
werden. Das Wärmedämmvermögen und die Schalldämmung müssen den geforderten Werten
entsprechen, das Wasserdampfdiffussionsvermögen und die Wärmespeicherfähigkeit müssen
in ausreichendem Maße gewährleistet sein. Die Außenfläche muß witterungs-, temperatur-
und schlagregendicht sein. Die Fassade soll hinterlüftet, leicht und ab Fabrik schon
montiert sein. Heizkörpernischen müssen eingearbeitet und deren Innenflächen bereits
isoliert sein. Kanäle für Wasser und Elektrizität sollen vorgearbeitet, die Fenster
mit Fensterbank und Rolladen bereits fertig montiert und auf dem Transport durch
Schaumstoffe geschützt sein, das Versetzen der Wände sowie der Fugenverschluß soll
sicher und leicht möglich sein;
Diese Forderungen, die an die Wände
gestellt werden, können nur dann mit.den Forderungen an die Decken auf einen Nenner
gebracht werden, d.h. mit derselben Hauptfertigungseinrichtung hergestellt werden,
wenn erstere keine Fenster- und Türöffnungen besitzen, die Wände also wie die Decken
vollkommen geschlossen sind. Entweder bleibt die Wand auf der Lic11teinfallseite
ganz weg oder dieses Wandteil muß, gemäß dem .im Folgenden beschriebenen System,
nach einem anderen Verfahren gefertigt werden.
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Bei Decken und Vollwänden kann ein Spannbeton-Gleitfertigungsverfahren
mit in Fertigungsrichtung verlaufenden Hohlräumen oder Styroporkernen verwendet
werden, während sich dieses Verfahren für Wände mit Fenster-und Türöffnungen nicht
eignet. Es wird deshalb für solche Teile ein 2-schaliger Wandaufbau gewählt, wobei
beide Schalen verklebt werden oder es wird der Einsatz von Styroporkernen vorgesehen
und das Bauteil l-schalig auf Paletten oder Kipptischen gefertigt.
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Ein beliebiges Bauwerk'kann also im Prinzip aus, 3 Bauteil-Fertigungs-Lösungen
erstellt werden.
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1. Dem vorgespannten Deckenelement.
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1 a Dem vorgespannten Wandelement ohne Fenster- und Türöffnungen,
das auf gleiche Weise wie das Deckenteil gefertigt wird.
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2. Dem doppelschaligen oder mit Styroporkernen versehenen l-schaligen
Wandelement mit schlaffer Bewehrung, aber gleichem Aufbau und gleicher Wetterschutzfassade
wie 1 und 1 a.
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3. Dem Massiv-Rahmenteil für Fenster- und Lichtfronten, in das diese
Elemente fertig eingebaut sind.
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Als Hauptbaustoff wird hochfester Leichtbeton aus Bläht ton oder Blähschiefer
mit festgelegtem Sandanteil, mit geringen Korngrößenschwankungen, evtl. mit Styropor
geringen Durchmessers und etwas erhöhtem Zementanteil vorgesehen. Die Druckfestigkeit
liegt bei 150 - 450 kg/cm2, je nachdem, welche Belastungswerte gefordert werden,
die Teileabmessungen bleiben damit in Grenzen gleich. Beispielsweise wird bei einem
8-stöckigen Bauwerk' in den ersten 2 Geschoßen die Druckfestigkeit 450, in den nächsten
300, den folgenden 225 und den oberen 150 kg/cm2 bei sonst gleichen Abmessungen
und mit denselben Fertigungsmitteln hergestellt, gewählt. Bei den höher beanspruchten
Decken gilt dasselbe. Zusätzlich wird bei Decken noch die Unterschicht verstärkt
für größere Spannweiten.
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Ist ein besseres Wärmespeichervermögen bei Wänden gefordert, dann
wird entweder die Innenseite der Wand - einerseits der Hohlräume - verstärkt oder
in schwererem Beton gefertigt, während die Außenseite immer gleich stark ausgeführt
wird, eben so stark, daß die Deckung der Armierung den Vorschriften entspricht.
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Auf der Außenfläche der geschlossenen. Wände ist eine Wärmedämmschicht
vorgesehen, davor die hinterlüftete Leichtfassade aus Eternit, mit Imprägnierung
versehen nes Preßholz, GFK, PVC oder Spezialblech fest montiert.
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Die Stoßstellen und Eckpunkte der Wandteile. werden auf der Baustelle
mit Spezialmörtel verpreßt, die lXetterschutzplatten mit Gummiprofilen gedichtet.
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Decken und geschlossene Wandteile werden im Spannbetonverfahren mit
eingearbeiteten Hohlräumen hergestellt in Breiten, die dem Nornraster 1,2 m und
2,4 m entsprechen.
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Die Längenmaße sind variabel und werden durch Trennschneiden erreicht.
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Das Spannbett ist heizbar; über die Spannbahn kann eine Wärmehaube
abgesenkt werden. Bei Deckenteilen wird der Dampf durch die leichtere Oberschicht
aus weniger tragfestem Material leichter und schneller hindurchgeführt.
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Die 2-schaligen Wandteile können ebenfalls eine stärkere und rnehr
oder weniger tragfeste Innenschale haben, wogegen die Außenseite gleich ausgebildet
ist, wie bei den vorgespannten Bauteilen. Beide Schalenteile sind schlaff bewehrt
und die Bewehrungsstabenden sind an den Außenkanten vorzugsweise 3-seitig herausgeführt.
Die Innenflächen sind als Waffelpro-fil vorgesehen. Zur -fabrikatorischen Weiterverarbeitung
werden beide Schalen an den aufeinanderliegenden ockenstirnflächen verklebt. Erst
auf der Baustelle wird die Klebefläche durch die vergossene Randarmierung schubentlastet.
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Anstelle des Verklebens zweier Schalenteile bei schlaff armierten
Elementen mit Öffnungen kann die l-stckige Fertigung mit eingelegten Styroporkernen
angewandt werden.
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Die folgenden Abbildungen zeigen schematisch Einzelheiten des Systems.
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Fig. 1 zeigt den Querschnitt durch ein Außenwandteil, rechtwinklig
zur Fertigungsrichtung, und zwar mit der auf 7 cm verstärkter Innenseite A, entsprechend
dem ausgezogenen Umriß, bzw. der gleich starken Innenseite wie die Außenseite B,
entsprechend dem Strichpunkt-Linienzug.
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Die Fertigungqbreite ist 1,2 oder 2,4 m. Längsseits sind Nut 1 und
Feder 2 jeweils-auf gleichen Abstand von der Außenfläche, auf der Außenfläche Rippen
3 für die Auflage und Befestigung der Fassadenplatte angeformt. Die Bauteile werden
in einer Länge von 60 - 150 m auf einer Spannbahn kontinuierlich geformt. Die innere,
nicht profilierte Seite liegt auf dem vorzugsweise aus Stahlblech gefertiyten Spannbett,
das mit Dampf, Heißöl oder Elektrowärme beheizbar ist.
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Die Stärke der Tragschicht A richtet sich nach der statischen Belastung
und dem Wärmespeichervermögen. Sie kann zwischen ca. 3 und 7 cm variieren. Soweit
es die verschiedenen Schrumpfmaße und Dehnmaße zulassen, kann die Tragschicht A
aus Beton größerer Festigkeit, etwa LB 450 mit tal,2 - 1,8, die Außenseite und die
Stege B aus LB 160 und /0,8 - 1,2 gefertigt werden. Das Dampfdiffussionsvermögen
soll bei einer hinterlUfteten Fassade, nach außen zunehmen, somit entspricht eine
derartige Wandausbildung dieser Forderung.
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Um die Wärmedämmung zu verbessern, wird zwischen die Längsrippen 3
auf der Außenseite Styropor oder eine andere Dämmschicht 4 in einem zweiten Arbeitsgang
eingeklebt oder aufgebracht.
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Die Wetterschutzschicht 5, als'hinte-rlüftete Fassade kann aus profiliertem
Blech, imprägniertem Preßholz, GFK strukturiert oder Eternit ausgeführt werden.
Befestigt werden die großflächigen Fassadenteile in einem 3. Arbeitsgang durch Kleben
mit einem Spezialkleber, der die Dehnunggdlfferenzen aufzunehmen vermag.
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In Fertigungsrichtung sind gewichtsreduzierende Hohlräume 6 eingeformt.
Diese Hohlräume können örtlich unterbrochen sein. In der Unterbrechung können Be-
oder Entlüftungsrohre 7,' beispielsweise aus Kunststoff, Wasserrohre oder Führungsrohre
für Elektro-Leitungen oder besonders isolierte Elektrokabel eingearbeitet sein.
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Die senkrecht stehendenWandteile sind schlaff armiert, etwa durch
Baustahlgewebematten 8. Die Linien 9 zeigen, daß die Hohlprofile oder Rohre zur
Innenfläche des Bauteiles hin ausgebrochen sind. Zur kraftschlüssigen Verbindung
benachbarter Bauteile ist vorgesehen, Rundstahlteile 10 entlang der Längskontur
anzubiegen, nach Betonerhärtung auszubiegen und einzurollen. Die Längskanten der
Bauteile können auch nach Fig. 2 beidseitig mit Nut gefertigt werden für dep Mörtelfugenverguß.
Die Längskanten von Eckteilen erhalten eine Form entsprechend Fig. 3 oder Fig. 4.
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Auch hier ist vorgesehen, Armierungsendatücke 10 zunächst entlang
der Außenkante anzubiegen und nach Erhärten aus -dem Teil herauszuziehen und einzurollen.
Diese Armierungsstücke benachbarter Teile greifen bei der Montage dbereinander und
werden durch ein von oben nach unten durchgestecken Armierungseisen 11 gesichert.
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In gleicher Weise kann ein Wandbauteil entsprechend Fig. 5 für horizontalen
Einsatz geformt werden, in Längen beispielsweise bis 12 m. Damit eine vertikale
Belüftung entsprechend der eingetragenen Pfeilrichtung erreicht wird, sind die angeformten
Längsrippen 3 zu unterbrechen. Im dargestellten Bauteil ist gezeiyt, wie eine vertikal
wenig belastete Wand im unteren Teil eine Aussparung erhalten kann, beispielsweise
für Heizkörper 12. Hier ist rit 13 die Wärmeisolationsplatte und mit 14 die Reflexionsschicht
gekennzeichnet. Die Fassadenplatte 5 wird auf die Auflageleisten 3 aufgeklebt. Zusätzlich
ist eine mechanische Sicherung erforderlich.
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In den Figuren 6, 7, -8, 9 sind beispielsweise 2 Sic'nerungsarten
dargestellt. Zunächst werden in die längsgeformten Rillen 15 der Auflageleisten
3 in entsprechenden .2\mständen Styropor-Kerne 16 eingesetzt. Anschließend die dazwischenliegenden
Hohlräume 17 mit ZellentIr.örtel vergossen. Uach Entfernen der Kerne 16 können in
die Ifohlräume sogenannte Spreizdübel 18 eingesetzt oder der Hohlraum mit Klebstoff
gefüllt werden. Während bei sichtbarer Montage nach Fig. 8 eine Spezialschraube
den Dübel spreizt, ist das Sicherungselement bei Fig. 9 in dem Fassadenteil fest
verankert. Die Last stützt sich jeweils in den sc'lrägen Flanken 19 der Aussparungen
16 ab.
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Das Formen der Aussparungen erfolgt unmittelbar hinter dem Gleitfertiger,
das Aufkleben der Fassadenplatten nach Trennen der Bauteile in der Fertigungsbahn.
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Die Fig. 10 zeigt, wie im Falle der horizontalen Montage eines Bauteiles
eine- vertikale Belüftung durch Distanzstücke 20 auf die niederer gehaltenen Profile
3 erreicht wird.
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Die Deckenteile Fig. 11 werden in gleicher Weise wie die Wandteile
hergestellt. Hier sind allerdings die längslaufenden Armierungsdrähte 21 vorgespannt,
wobei deren Zahl und die Deckenunterschicht A in Stärke und Werkstoff der Deckenbelastung
angepaßt wird. Die, Deckenoberschicht 13 entspricht der Außenschicht der Wandteile.
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An den Längsrändern werden die Decken teile für den Fugenverguß nach
Fig. 12 oder Fig. 13 ausgebildet.
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In die Deckenunterseite können Befestigungsglieder für die nachträgliche
Montage von untergehängten Holzdecken oder dergleichen,in einfachster Weise etwa
Holzleisten 22, eingearbeitet werden.
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Wie bei den Wänden sind auch hier entsprechende Hohlkammern 23 mit
Ausbrüchen oder Leitungsverlegungen möglich.
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Nach Erhärtung und Längenbearbeitung eines Deckenteiles werden in
weiteren Arbeitsgängen eine Feuchtigkeits- und Wärmeisolierschicht 25/26, ein Wärmespeicherkern
27 und evtl. die Elektro-Wärmeträger 28 aufgebracht. An bestimmten Stellen werden
die Anschlußkabel in Klemmenkästen 29 zusammengeführt, so daß partielle Wärmeabgabe
schaltbar ist.
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Quer zur Fertigungsrichtung werden die Bauteile durch Trennschneiden
auf Länge gebracht. Jeckentei-le erhalten so grundsätzlich nur eine rechtwinklige
Stirnfläche durch 1 Sägenschnitt.
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Wandelemente werden nach Fig. 14 derart getrennt, daß ein Z-Schnitt
entsteht. Der Schnitt I ist der Trennschnitt in der Fertigungsbahn. Die Schnitte
II und III folgen jeweils in einem weiteren Arbeitsgang. Bei so gefertigten Wandteilen
ist zweckmäßig, die Wetterschutzschicht erst nach diesem Schneidvorgang aufzubringen.
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normale Nut- und Feder-Verbindungen zweier senkrechtstehender oder
horizontalliegender Wandteile können durch Zwischenlegen eines Gwmaiprofiles 30
gedichtet werden. Hierzu Fiy. 15. Anstelle dieser Sekundärdichtung ist auch eine
Primärdichtung 31 möglich.
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Beim Stumpfstoß Fig. 16 erfolgt keine Armierungsverankerung. Auf der
Innenseite der ÅußenxtJand ist eine Nut 32 eingearbeitet, in die die rechtwinklig
abgeschnittene Trennwand 33 eingesenkt und verklebt wird.
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Die Schichten verschiedener physikalischer Eigenschaften der Wand-
und Deckenteile werden nit einer speziell hierfür entwickelten Fertigungseinrichtung
in 4 Stufen bearbeitet. Der Fertiger hat eine Bunkerung für verschiedene Betonsorten
und verarbeitet voraus den festeren Beton für die Innenwandseite oder Jeckenunterseite.
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Der Übergang der verschiedenen Betonsorten ist dabei fließend, d.
h. die Grenzschichten laufen über ca. 3 - 5 cm der Wanddicke ineinander.
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Die Verbindungsmöglichkeiten der einzelnen Wand- und Deckenteile sind
in Fig. 17 schematisch durch.einen Vertikalschnitt, der zugehörigen Draufsicht mit
Einschluß eines Eckpunktes Fig. 18, der Seitenansicht Fig. 19 der Fig. 17 sowie
einem Schrägbild Fig. 20 dargestellt.
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Hier ist sichtbar, wie die Deckenteile im wesentlichen auf der Innenwand
aufliegen, wie die senkrecht verlaufenden Hohlkammern der Wandteile und die Hohlkammern
der Decken stirnseitig mit StopfeA9verschlossen werden. In die so entstehenden Vertiefungen
der Wände werden Armierungsbügel 40/41 eingesenkt, die über die Längsrippen der
Decken
greifen und in die stirnseitigen ifohlkainmern der Decken
hineinragen. Im Zusar.menwirken mit der Horizontalarmierung 42 entsteht durch den
Fugenverguß ein Ringanker, der fest mit dem Wandteil und dein Deckenteil verzahnt
ist. Die Außenwand 43 der Bauteile bildet hierbei die Schalung. In die entstehende
Vertiefung 44 wird jeweils das nächste Wandteil aufgesetzt. Die Fig. 18 und 20 zeigen
auch, wie die Eckverbindung erreicht wird durch Überdeckung der Ösen 10 beider Wandteile,durch
die hindurch ein senkrechtes Rundstahlstück 11 geführt wird.
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Der Vergußmörtel wird den Dichte-, Schwind- und Festigkeitskennwerten
des Wandgrundwerkstoffes angepaßt.
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Wandteile, die nicht geschlossen sind, sondern Fenster und Türöffnungen
haben, können nicht im Spannbett mittels Gleitfertiger hergestellt werden.
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sie Fig. 21 und 22 zeigen ein Wandteil, das beispielsweise mit einer
Fenster- und Türaussparung versehen ist. Hier handelt es sich im wesentlichen um
ein Massivbauteil, das örtlich mit Styroporkernen erleichtert und den physikalischen
Werten der übrigen Geschlossenwandteile angepaßt ist.
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Die Kernteile 45 können beispielsweise als Rundkerne 46 mit Zusammenhangsrippen
47 oder als doppelpyramidenstumpfartige Gebilde ebenfalls mit -Zusammenhangsrippen
ausgebildet sein. Eine solche Ausbildung ermöglicht eine leichte Anpassung an die
jeweilige Fläche durch einfaches schneiden.
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Derartige Offenwandteile werden auf Paletten oder Kipptischen hergestellt.
Diese Fertigungsweise ermöglicht-den Einbau von geschlossenen Verankerungsösen 48
und deren beliebige Befestigung mit der schlaffen Armierung 49.-
Die
Konturen der 4 Ränder solcher Batueile sind denjenigen der Illit Gleitfertiger'
iLI Spannbett gefertigten geschlossenen Bauteile maßlich angepaßt. Lediglich die
senkrechten Seiten sind, falls Fugenverguß vorgesehen ist, mit geschlossenen Ösen
versehen.
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Der Vertikalschnitt Fig. 23 zeigt im unteren Bereich die eingeformte
Aussparung 50 für einen Heizkörper 51 mit eingearbeitetem Feuchte-Temperaturisolator
52/53 und Reflexionsschicht 54. Die Fenster- und Türrahmen können gleichzeitig Schalungsteil
sein oder sie werden nachträglich in die eingeformten Öffnungen eingepreßt.
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Selbstverständlich sind Fenster, Türen mit zugehörigen Rollädenkasten
als Komplett-Teil zu verstehen. Eine Wetterschutzfassade ist hier nicht vorgesehen.
In dem Vertikalschnitt rig. 24 ist dargestellt, wie anstelle eines üblichen Heizkörpers
eine Elektroheizplatte 55 ebenfalls isoliert eingebaut wird. uch hier ist die Heizleistung
durch zuschalten oder Abklemmen einzelner Heizkreise am eingebauten Klemmenkasten
leicht den Erfordernissen anpaßbar.
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Die Fiy. 25, 26, 27, 28 zeigen in gleicher Weise wie die. Fig. 17,
13, 19, 20 die Verbindung der Geschlossenwandteile mit dem Deckenteil, wobei die
Teilbezeichnungen aus der vorgehenden Beschreibung entnommen sind Wie ein vorspringendes
Deckenteil mit einem Geschlossen-oder Offenwandteil verbunden wird, zeigt Fig. 29.
Im Bereich eines längs laufenden Hohlraumes 56 wird eine 3chablone aufgesetzt und
die Deckenober- und. Unterschicht B und Ä Iait -2inem Druckluftstrahl vor dem Erhärten
des
Betons durcnschnitten. Nach Erhärten werden die gelösten Betonkerne
herausgestoßen, Stopfen 50 in die Hohlkammer eingedrückt und Wand- und Deckenteil
mit einem Mörtelverguß verbunden. Voraussetzung ist, daß Gescnlossenwandteile oder
Auflagebalken (Stürze) ebenfalls Verankerunr;söffnungen 59 enthalten.
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Die Fig. 30 stellt als Schrägbild, von oben teilweise geöffnet, eine
Wohnung dar, welche mit den Bauteilen entsprechend den Schutzansprüchen erstellt
ist.
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Beispielsweise sind die 2 Seiten C/D als geschlossene, vorgespannte
Großfläcnenelemente (mit Wetterschutzfassade beim freistenenden @aus oder ohne diese
bei der Blockbauwise) horizontalliegend angeordnet, wobei die Stirnseiten durch
blenden verschlossen sind.
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Die Bodenplatte besteht aus einer Anzahl normaler vorgespannter @eckenplatten,
deren Lage so vorgesehen ist, daß die Menrzahl der aufgehenden Wände in Fertigungsrichtung
der Deckenplatten verlaufen.
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Mit @ sind Offenwandelemente bezeichnet. Die mit P bezeichneten Wände
sind Leichttrennwände oder Schrankwände.
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Die Deckenauflage über einer Voll-Fensterfront erfolgt auf einem,
zwischen 2 Stützen ruhenden Auflagebalken (Sturz) G.
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Die Terrassenbrüstung H ist als modifiziertes Deckeneleinent ausgebildet.
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In zukünftigen Bauten werden die Banitär- und Küchenzellen I/K als
Fertigelemente eingeplant.
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Bei Skelett-Bauweisen dienen die ebenflächigen Bauteile als Ausfachung
der Tragteile. Die Ausbildung der Stirn-oder senkrec@tstehend
flächen
der Bauteile und eine Sefestigungsart an einer Stütze, ist in Fig. 31 dargestellt.
@ier wird wieder die 3-Schnitt-Hethode angewandt. In die Stützen 61 sind für die
stirnseitige Bearbeitung der Wandelemente Gewindenippel 62 eingearbeitet. Über eine
@echleiste 63 und die Dichtungs- und Anlageplatte 64 werden die Wandteile mittels
Schrauben 65 an die Stütze herangezogen.
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Die lig. 32 zeigt einen 90°-Eckpunkt. Aus optischen Gründen kann hier
zusätzlich noch eine Slende 66 angebracht werden.
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Die Dachauflage erfolgt dem Dachauflageträger 67, der mit den Stützen
verankert und gleicnzeitig als Blende ausgebildet ist. Hierzu Fig. 33. Bei leicht
geneigten Dächern wird das Wasser in der in den Ringanker eingearbeiteten Wasserführungsrinne
68 gesammelt.
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In Fig. 34 sind 3 Seiten einer Halle mit nur wenig geneigtem Dach
scnematisch dargestellt.