DE3112862C2 - Kryopumpenanordnung - Google Patents
KryopumpenanordnungInfo
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Abstract
Eine Kryopumpenanordnung umfaßt eine Einrichtung für die Zuführung von Tieftemperaturfluid, eine Einrichtung für die Zuführung eines Kühlfluids von höherer Temperatur, eine Platte mit Wärmeaustauscherflächen auf ihren beiden Seiten und mit einem Kanal, durch den Tieftemperaturfluid hindurchströmt, ferner einen im Zickzack führenden Durchlaß, der von gegenüberliegenden Seiten zweier Strahlungsschirme gebildet wird, die Abstand voneinander haben und zwischen denen die Platte angeordnet ist. Die Strahlungsschirme haben Abstand von der Platte und decken die Platte zwischen sich optisch ab. Einander entsprechende Ränder benachbarter Schirme definieren unten offene kanalartige Durchlässe für Gas, das hindurchströmt zu zugeordneten Wärmeaustauscherflächen einer zwischen den Schirmen liegenden Platte. Die Schirme enthalten Leitungen für den Durchstrom von Kühlfluid. Wärmeisolierende Positionier-Abstandsstücke berühren zwei benachbarte Schirme und eine dazwischenliegende Platte; sie halten die Schirme und die Platte in Abstand voneinander.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kryopumpenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches I.
In der älteren Anmeldung DE-OS 29 07 055 (O. T. 28. August 1980), die als Stand der Technik gilt, wird
eine Kryopumpenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben, bei der als Schirme einfach
gewinkelte Bleche, die mit Abstand übereinander angeordnet sind, die Kaltfläche umgeben. Durch die Schirme
wird die Sauggeschwindigkeit herabgesetzt, da die abzusaugenden Gasmoleküle die Kaltflächen erst auf einem
relativ großen Umweg erreichen können, der durch die gewinkelte Ausbildung der Schirme bedingt ist.
Aus der US-PS 3 175 373 ist eine Kryopumpenanordnung
mit Z-förmig gewinkelten Schirmen bekannt. Die abzusaugenden Gasmoleküle müssen dabei zweimal ihre
Bewegungsrichtung ändern, da sie einen entsprechend Z-förmigen Weg durchlaufen müssen, so daß die
Sauggcschwindigkcil noch stärker verringert wird.
Aus den DE-OS 15 03 677 und 19 38 035 sind Kryopumpenanordnungen
bekannt, bei denen die Kaltflächen durch einfache, ebene Lamellen gegen einfallende
Wärmestrahlung geschützt sind. Die Lamellen selbst setzen den abzusaugenden Gasmolekülen dabei zwar
keinen wesentlichen Strömungswiderstand entgegen, die Gasmoleküle können die Kaltflächen jedoch erst
nach Reflexion an den Wänden erreichen. Die Saugieistung im Vergleich zur Größe der Kaltflächen ist hierbei
dadurch beschränkt, daß die Gasmoleküle nur auf einer ίο Seite der Kaltflächen kondensieren können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kryopumpenanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, die Saugleistung zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die abzusaugenden Gasmoleküle
durch die auf beiden Seiten der Z-förmig gewinkelten Schirme gebildeten öffnungen zu den Kaltflächen
gelangen können und dabei keine größeren Umwege zurücklegen müssen.
Bei der im Anspruch 2 angegebenen Ausgestaltung der Erfindung wird eine hohe mechanischem Stabilität
erreicht, die eine große Baulänge ermöglicht Bei der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch
3 wird eine Relativbewegung zwischen den Schirmen und den Kaltflächen ermöglicht, wie sie beim
Herunterkühlen der Anordnung auftritt, wobei der Wärmeübergang zwischen Schirmen und Kaltflächen so
gering wie möglich gehalten wird.
Bei der Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 4 wird der von den abzusaugenden Gasmolekülen
zurückzulegende Weg soweit wie möglich verkürzt. Gemäß Anspruch 5 ist die Kühlleitung so in die Schirme
integriert, daß zusätzlich die mechanische Stabilität erhöht wird.
Die Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 6 erhöht die mechanische Stabilität insbesondere der
Kaliflächen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine in der Vertikalen gedehnte schematische
Seitenansicht einer Kryopumpenanordnung; F i g. 2 einen Querschnitt aus der Blickrichtung 2-2 in
F i g. I durch die Kryopumpenanordnung;
F i g. 3 einen Querschnitt eines Teils der Kryopumpenanordnung aus der Blickrichtung 3-3 in F i g. 1;
Fig.4 eine isometrische Ansicht der Strahlungsabschirmung
der Kryopumpenanordnung nach den Fig. 1.
2 und 3;
F i g. 5 eine isometrische Ansicht einer Kaltfläche der Kryopumpenanordnung nach den Fig. 1,2 und 3 und
F i g. 6 und 7 ein Zerlegbild eines Teils der Kaltfläche und der Strahlungsabschirmung der Kryopumpenan-Ordnung
nach den Fig. 1, 2 und 3 mit der Darstellung
der Halteeinrichtungen, die die Kaltflächen und Schirme
in Abstand voneinander halten.
In den Fig. 1,2 und 3 besteht die Kryopiimpenanordnung
10 aus einer Kaltfläche 12, die ausgespannt ist zwischen zwei wärmeleitenden Strahlungsschirmen 14.
Eine Mehrzahl von Kaltflächen 12 und Schirmen 14 ist so angeordnet, daß sich zwischen zwei Schirmen 14 jeweils
eine Kaltfläche 12 befindet, so daß sich ein Schirm - Kaltfläche - Schirm - Kaltfläche - Schirm br>
Kaltfläche— Schirm-Aufbau ergibt, wie er am deutlichsten in F i g. 1 zu erkennen ist. F ι g. I zeigt den Schirm-Kaltflächc-Aufbau.
wobei die Schirme 14 und die Kaltflachen 12 in gedehnter Anordnung mit schematisch
groß gezeichneten Abständen voneinander wiedergegeben sind, um die abwechselnde Anbringung von KaIt-Flächen
12 und Schirmen 14 zu verdeutlichen. In Wirklichkeit sind natürlich die Schirme 14 so nahe zusammengeführt,
daß die einzelnen Kaltflächen 12 zwischen benachbarten Schirmen 14 von den neben ihnen angeordneten
Schirmen 114 gegenüber der direkten Sicht aus dem Bereich außerhalb der Kryopumpe optisch abgedeckt
sind; die optisnjiie Einschließung der Kaltflächsn
12 durch benachbarte Schirme 14 ist am besten in F i g. 2 erkennbar.
Gemäß F i g. 1 wird durch die Leitungen 16 bzw. 18 Tieftemperaturfiuid, vorzugsweise flüssiges Helium, in
die Kryopumpenanordnung 10 hinein und aus ihr hinaus geführt. Jede Kaltfläche 12 ist durch Verbindungsrohre
20 mit den Leitungen 16 und 18 verbunden, so daß sich eine Parallelströmung von Tieftemperaturfiuid durch
die Kaltflächen 12 aus der Leitung 16 in die Leitung 18 ergibt Der Strom des als Tieftemperaturfiuid bevorzugten
flüssigen Heliums ist in Fig. 1 durch die Pfeile mit
den Erklärungen »He-Zuiaui« bzw. »He-Ablauf« gekennzeichnet.
Nach F i g. 1 sind außerdem alle Schirme 14 mit ikren
beiden Enden an wärmeleitenden Rohranschlußplatten 22 aus Metall (vorzugsweise aus Aluminium) befestigt;
die Befestigung erfolgt vorzugsweise durch Schweißungen 23. Infolgedessen stehen die Rohranschlußplatten
22 in thermischer Verbindung mit den Schirmen 14 und nehmen deren Temperatur an, die im wesentlichen derjenigen
des Kühlfluids entspricht, das durch die in die Schirme 14 eingeformten Kanäle strömt. Die Kanäle
innerhalb benachbarter Schirme 14 sind mit Verbindungsrohren 24 hintereinandergeschaltet. Die Kanäle
der ganz oben und ganz unten liegenden Schirme 14 (F i g. 1) der Kryopumpenanordnung sind an eine Kühlfluidversorgung
angeschlossen, vorzugsweise eine Versorgung mit flüssigem Stickstoff, wie in Fi g. 1 mit »Zulauf
fIüss.N2« und »Ablauf flüss.N2« angedeutet. Infolgedessen
verläuft die Strömung des als Kühlfluid bevorzugten flüssigen Stickstoffs durch die Schirme 14 nach
Art einer Reihenschaltung.
Damit die Verbindungsrohre 20 keinen Kontakt mit den Rohranschlußplatten 22 erhalten, sind in ihnen
Durchlaßöffnungen 26 mit Spiel für die Verbindungsrohre 20 vorgesehen. D;e Kaltflächen 12 sind im übrigen
in Längsrichtung etwas kürzer als der Abstand zwischen den Rohranschlußplatten 22, so daß kein Kontakt zwischen
den Kaltflächen 12 und den Rohranschlußplatten eintreten kann. Man erkennt das am besten in Fig. 3.
Aus F i g. 3 ist außerdem zu entnehmen, daß die Rohranschlußplatten 22 vorzugsweise aus aufrecht stehendem
Profilstahl hergestellt sind. Da die Rohranschlußplatten 22 im wesentlichen die gleiche Temperatur aufweisen,
»sieht« jede Kaltfläche 12 nur eine Umgebung, die durch die Rohranschlußplatten 22 und die beiden dieser
Kaltfläche 12 benachbarten Schirme 14 gebildet wird, die sich praktisch auf der Temperatur des Kühlfluids
befinden.
Nach F i g. 5 besitzt jede Kaltfläche 12 auf ihren einander abgewandten Seiten Wärmeaustauschflächen 28
und 30 und umschließt einen eingeformten Kanal 32 (Fig.2) zum Fortleiten von Tieftemperaturfiuid durch
die Kaltfläche 12, das den Wärmeaustausch über die Wärmeaustauschflächen 28 und 30 bewirkt. Alle Ka'tflächen
12 haben hohe Wärmeleitfähigkeit, bestehen vorzugsweise aus Aluminirm und stellen ein einheitliches
Extrusionsteil dar, in das beim Extrudieren eine Kühlleitung 32 eingeforir.t ist. (Nach Fig. 5 stehen die
Verbindungsrohre 20 aus der Kühlleitung 32 der dargestellten Kaltfläche 12 vor; sie sind vorzugsweise mit der
Kaltfläche 12 verschweißt.) Jede Kaltfläche 12 besitzt vorzugsweise aufrecht stehende angeformte Rippen 34
und 36, die praktisch über ihre gesamte Längserstrekkung verlaufen und ein Verbiegen der Kaltfläche 12
verhindern sollen. Die Rippen 34 und 36 werden ebenfalls zusammen mit der Kaltfläche 12 extrudiert. Die
Rippen 34 und 36 stehen an der Kaltfläche 12 in größerem Abstand von der Kühlleitung 32; diese in F i g. 2
gezeichnete Anordnung ergibt die maximale Festigkeit gegen eine Verbiegung der Kaltfläche, weil auch die
Kühlleitung 3Z dessen Querschnitt groß gegenüber der übrigen Kaltfläche 12 ist, deren Verbiegbarkeit herabsetzt.
Nach Fig.4 ist jeder wärmeleitende Strahlungsschirm 14 Z-förmig ausgebildet und weist einen eingeformten
Kanal 38 auf, der in Längsrichtung praktisch über die ganze Länge des Schirms reicht und das Kühlfluid
innerhalb des Schirms 14 führt. Nach r i g. 4 stehen Verbindungsrchrc 24 aus dem Kanal 38 c?s gezeigten
Schirms 14 vor. Die Verbindungsrohre 24 sina vorzugsweise an den Schirm 14 angeschweißt. (Den Kanal 38
erkennt man am besten in Fig. 2.) Jeder Schirm umfabi
vorzugsweise einen Mittelabschnitt 40 und zwei Randteile 42 bzw. 44. Der Mittelabschnitt 40 und die Randteile
42,44 verlaufen über die gesamte Länge des Schirms 14, wobei die Randteile 42,44 in entgegengesetzte Richtungen
von der jeweiligen Längskante de·; Mittelab-Schnitts
40 aus zeigen, so daß der Schirm 14 insgesamt Z-Form erhält. Die beiden voneinander abgewandten
Seiten jedes Schirms 14 sind allgemein mit 100 und 102 bezeichnet. Von den Enden des Schirms 14 gehen die
Verbindungsrohre 24 aus und verbinden jeweils benach-
S5 barte Schirme 14 miteinander, so daß der obere Schirm 14 und der untere Schirm 14 an den Enden (in Vertikalrichtung)
der Kryopumpenanordnung mit der Kühlfluidversorgung
verbunden sind. Die Randteile 42 ur>d 44 jedes Schirms 14 verlaufen parallel zueinander. Der
Schirm 14 wird extrudiert, und der Kanal 38 wird zusammei.
mit dem Schirm 14 extrudiert, der eine aufrechistehende angeformte Rippe 46 aufweist, die sich
praktisch über die Gesamtlänge des Schirms 14 erstreckt und die Formfestigkeit des Schirms 14 verbessert.
Der Kanal 38 ist dort angeordnet, wo der Mittelabschnitt 40 mit dem Randteil 42 zusammenstößt, während
die Rippe 46 in der Nähe der Verbindung des Mittelabschnitts 40 mit dem anderen Randteil 44 steht. Dieser
Abstand der Rippe 46 von dem Kanal 38 begünstigt eine
)0 hohe Biegefestigkeit des Schirms 14, da der Kanal 38 mit
seinem gegenüber den übrigen Teilen des Schirms 14 großen Querschnitt auch zur Verhinderung von Verbiegungrn
d-.s 'Schirms 14 beiträgt. Jeder Schirm 14 besitzt einen stabilen Teil 48 bzw. 50 größeren Querschnitts
'Λ dort, wo der Randteil 42 bzw. 44 mit dem Mi'.telabschnitt
40 zusammentrifft; sie sind am besten erkennbar in den F i g. 6 und 7. Die Rippe 46 ist als eine von dem
Randteil 44 fortstrebende Verlängerung dieses Randteils 44 ausgeführt und bildet in Verbindung mit dem
Mittelabschniit 40 eine in Längsrichtung verlaufende
Hohlkehle 52, die sich etwa unter einem rechten Winkel öffnet. Man erkennt das am besten in Fig. 7. Auf einer
Fläche 100 des Mittelabschnitts 40, die der Fläche 102, die einen Teil der Hohlkehle 52 bildet, abgewandt ist, ist
ein in Längsrichtung verlaufender Wulst 54 ausgebildet, der über ein Halsteil 56 mit dem Schirm 14 in der Nähe
der Verbindung von Mittelabschnitt 40 und Randteil 42 verbunden ist. Man sieht das am besten in F i g. 6.
IZ ÖDZ
Wie die Fi g. 2 erkennen läßt, begrenzen die Flächen
100 und 102 eines jeden Paares benachbarter Z-förmiger Schirme 14 einen zickzackförmigcn Durchlaß 58.
Jede Kaltfläche 12 liegt innerhalb eines dieser zickzackförmigen Durchlässe 58. Die Kanäle 38 in den Schirmen
14 führen Kühlflüssigkeit durch den Schirm 14 und stellen eine Wärmeübergangsverbindung zwischen dem
Wandaufbau des Durchlasses 58, begrenzt durch die Flächen 100 und 102 der Schirme 14, und dem Fluid her.
Die jeweiligen Wärmeaustauschflächen 28 und 30 haben Abstand von den einander abgewandten Flächen
100 und 102 des Durchlasses 58. in dem sich jede Kaltfläche
12 befindet. Jeder Durchlaß 58 weist an seinen Enden öffnungen auf, die von zugeordneten, nach außen
zeigenden Enden 90 und 92 der zugeordneten Rundteile 42 und 44 benachbarter Schirme 14 gebildet werden, um
Gas zu den zugeordneten Wärmeaustauschflächen 28 und 30 der Kaltfläche 12 hindurchzulcitcn, die sich im
Inneren des Durchlasses 58 befindet. Einander zugeordnete Randteile 42 und 44 benachbarter Schirme 14 überlappen
einander, ohne sich zu berühren, so daß jede Kaitfläche 12 innerhalb jedes Paares von Schirmen 14
optisch dicht eingeschlossen ist. Die den Wandaufbau des Durchlasses 58 bildenden Randteile 42 und 44 befinden
sich in wirksamer Stellung zwischen den eingeschlossenen Kaltflächen 12 und den durch die zugeordneten
und zueinander gehörigen Enden 60 und 62 benachbarter Schirme 14. Die jeweiligen Randteile 42 und
44 benachbarter Schirme sind als jeweils längsverlaufende, unten offene Durchlaßkanäle für einen Gasstrom
zu den jeweiligen Wärmeaustauscherfiächen 28,30 der
eingeschlossenen Kaltfläche 12 anzusehen.
Die Kaltflächen 12 und die Schirme 14 verlaufen vorzugsweise sämtlich parallel zueinander. Die Mittelabschnitte
40 der Schirme 14 verbergen benachbarte KaItflächen 12 optisch voreinander und haben eine auf die
Kaitfläche i2 projizierte Querersireckung, die größer
ist als die der Kaltfläche 12. Wie Fig.2 erkennen läßt,
verlaufen die Mittelabschnitte 40 der Schirme 14 vorzugsweise schräg zu den Kaltflächen 12.
Mit Abstand voneinander sind in Längsrichtung an der Kaltfläche 12 eine Mehrzahl von ersten bzw. zweiten
Halteeinrichtungen angeordnet, die mit 60 bzw. 62 bezeichnet sind. Sie wirken mit dem Wulst 54 bzw. der
Hohlkehle 52 zusammen, um die Abstandsverhältnisse zwischen benachbarten Kaltflächen 12 und Schirmen 14
aufrechtzuerhalten, während eine thermisch bedingte Relativbewegung zwischen benachbarten Kaltflächen
12 und Schirmen 14 möglich ist.
Fig.6 zeigt deutlich, daß die erste Halteeinrichtung
60 aus einem Isolierblock 64 besteht, der an der Kaitfläche 12 mittels einer runden Achse 66 befestigt ist, auf
der Aufsteckmuttern 68 sitzen. Die Achse 66 läuft mit Spiel durch eine Öffnung in der Kaitfläche 12 und durch
eine Mittelöffnung in dem Block 64. Zwischen Block 64 und Kaitfläche 12 befindet sich eine Unterlegscheibe 70.
Der Block 64 und die Achse 66 bestehen vorzugsweise aus einem Phenolharzmaterial mit hohem !solierwert,
beispielsweise aus dem Polykarbonatharz, das von der General Electric Company unter dem Handelsnamen
LEXAN vertreiben wird. In dem Block 64 ist ein Schlitz 72 vorgesehen, der um den Block 64 herumführt. Der
Schlitz 72 verläuft zumindest mit einem Abschnitt in Längsrichtung, so daß er den Wulst 54 eines benachbarten
Schirms 14 gleitend gelenkig aufnehmen kann. Diese gelenkige Verbindung ist am besten in F i g. 2 /u erkennen.
(In F i g. 6 ist die erste Halleeinrichtung 60 von dem
Wulst getrennt gezeichnet, um die 7.cichnung deutlicher zu machen.)
An dem der ersten Halteeinrichtung 60 abgewandten Rand der Kaltfläche 12 befindet sich die .-weite Halteeinrichtung
62, an der ein erster bzw. ein zweiter schei-
ί benartiger Abstandsteil 74 bzw. 76 mit jeweils nach außen
konvexer Überfläche 78 bzw. 80 vorgesehen ist (F i g. 7). Die Abstandsteile 74 und 76 bestehen vorzugsweise
aus dem gleichen Isoliermaterial wie der Block 64 und sind an den entgegengesetzten Seiten der Kaltfläehe
12 durch eine Achse 82 befestigt, die durch die Abstandsteile 74 und 76 hindurchläuft und durch die Kaitfläche
12 mittels einer öffnung mit Spiel geführt ist, wobei Aufsteckmuttern 68 die Achse 82 auf der Außenseite
der Abslandsteile 74 und 76 umfassen. Die Achse 82 besteht ebenfalls aus wärmeisolierendem Werkstoff,
vorzugsweise aus dem gleichen Material wie der Block 64. Unterlegscheiben trennen die Aufsteckmuttern 68
von den Abstandsteilen 74 und 76. Die Abstandsteile 74 und 76 bewegen sich gleitend an der Hüiiikcnlc 32 eines
benachbarten Schirms 14, wie man am besten der F i g. 2 entnimmt, wobei die konvexen Oberflächen 78 und 80
die zugeordneten ebenen Flächen der Hohlkehle 52 berühren. In F i g. 7 ist die zweite Halteeinrichtung 62 von
der Hohlkehle getrennt gezeichnet.
Da benachbarte Schirme 14 durch die starre Verbindung
mit den Rohranschlußplatten 22 gehalten werden, gibt es keine gegenseitige Bewegung zwischen benachbarte;.-Schirmen
14. Dagegen erlaubt die gleitbare Aufnahme des Wulstes 54 in dem Schlitz 72 und die Gleitführung
der scheibenförmigen Abstandsteile 74 und 76 in der Hohlkehle 52 (vgl. insbesondere F i g. 2) eine thermisch
bedingte Relativbewegung in Längsrichtung zwischen einer Kaltfläche 12 und den sie umschließenden
Schirmen 14. Das ist erforderlich, weil die Kaltflächen
12. die vorzugsweise mit flüssigem Helium gekühlt werden,
sich auf einer wesentlich niedrigeren Temperatur befinden als die Schirme J4, die vorzugsweise mit flüssigem
Stickstoff gekühlt werden. Wenn die Kryopumpenanordnung 10 gestartet wird und die bevorzugten Kühlmittel
flüssiges Helium bzw. flüssiger Stickstoff in Kaltflächen 12 bzw. Schirme 14 eingeführt werden, verkürzen
sich, wenn die Kryopumpenanordnung 10 die Kühlung auf Arbeitstemperatur vorgenommen hat, die KaItflächcn
12 wesentlich stärker als die Schirme 14, was zu einer Relativbewegung zwischen diesen führt.
Man beachte, daß die gekrümmte Außenfläche des Wulstes 54 die geraden Flächen berührt, die die Innenseite
des Schlitzes 72 bilden und daß entsprechend die gekrümmten Flächen 78 und 80 die geraden Flächen
so berühren, die die Hohlkehle 52 aufweist Diese.« Zusammenwirken
von gekrümmten Flächen mit geraden Flächen führt dazu, daß nur linienhafte Berührung zwi
sehen den jeweiligen Flächen auftritt wodurch der Wärmeübergang zwischen benachbarten Kaltfiächen 12 unc
Schirmen 14 auf einen Mindestwert herabgesetzt wird.
Während des Betriebs der Kryopumpenanordnunj
werden flüssiger Stickstoff bzw. flüssiges Helium in der durch die Pfeile und Erklärungen in F i g. 1 angegebener
Richtungen gepumpt Nach dem Herunterkühlen dei
bo Kaltfiächen 12 und Schirme 14 auf die jeweiligen Tem
peraturen des jeweiligen Tieftemperatur- oder Kühl fluids haften die Moleküle von Gasen, deren Festpunk
oberhalb der Temperatur des flüssigen Heliums lieger beim Auftreffen auf die Kaitfläche 12 an dieser. Gasmo
bs ieküie. die zwischen benachbarten Schirmen in dei
durch die Pfeile A bzw. B bezeichneten Richtungei (F i g. 2) eintreten, bleiben beim Auftreffen auf die züge
ordneten Wärmeaustauschflächcn 28 bzw.30 daran hai
ten und führen die Saugwirkung herbei. Die Schirme 14 und Rohranschlußplatten 22, die die Kaltfläche 12 optisch innerhalb einer Umgebung umschließen, die praktisch auf der Temperatur des flüssigen Stickstoffs gehalten wird, setzen den Übergang von Strahlungswarme
von warmen Gegenständen außerhalb der Kryopumpenanor-inung 10 auf die Kaltflächen wesentlich herab,
wodurch dsr Umfang der Kühleinrichtung, die erforderlich ist, um den Strom von flüssigem Helium durch die
Kaltflächen aufrechtzuerhalten, außerordentlich klein gehalten werden kann.
Die Schirme 14 und Kaltflächen 12 der Kryopumpe werden vorzugsweise aus Aluminium hergestellt. Aluminium ist deshalb besonders geeignet, weil es gute
Wärmeleitfähigkeit sowie relative Duktilität bei niedrigen Temperaturen hat und durch Extrudieren leicht in
die erforderliche Form gebracht werden kann.
Die Kryopumpenanordnung 10 kann in einer Vakuumkammer angebracht werden, indem man die Rohranschlußplatten 22 im Kammerinneren in geeigneter, gut
wärmeisolierender Weise befestigt.
Für die Kryopumpenanordnung 10 sind Wellrohre nicht erforderlich. Die schwimmende Anordnung der
Kaltfläche 12 gegenüber den Strahlungsschirmen 14 und Rohranschlußplatten 22 gestattet thermische Ausdehnung und Zusammenziehung und ist zuverlässiger,
als wenn für diesen Zweck Wellrohre eingesetzt würden. Bei einem Aufbau der Kryopumpenanordnung 10
in der in F i g. 1 gezeichneten Weise, wobei Rohranschluß latten 22 insgesamt vertikal aufrecht und Kaltflächen 12 und Schirme 14 vertikal übereinander angeordnet sind, ist eine bessere thermisch bedinge Relativbewegung zwischen diesen möglich, während die Gesamtkonstruktion verhältnismäßig starr ist.
Die Anordnung kann mit Kaltflächen 12 und Schirmen 14 von bis zu etwa 9 m Länge zwischen den Rohranschlußplatten 22 (F i g. 1) hergesteüt werden. Die aufrecht stehenden Rippen 34 und 46 verhindern zusammen mit den in den Kaltflächen 12 und Schirmen 14
eingeformten Kanälen ein übermäßiges Verbiegen. Die Schirme 14 werden vorzugsweise mit einem Winkel C
(F i g. 2) von etwa 109° und einem Winkel D von ungefähr 45° gegen die Vertikale (F i g. 2) gefertigt. Der Winkel E(F i g. 7) mißt vorzugsweise ungefähr 90°, der Winkel F(Fig.7) vorzugsweise etwa 71°. Die Schirme 14
können mit einer Horizontalbreite (Fig.2) von etwa
35 cm gefertigt und so an den Rohranschlußplatten 22 angebracht werden, daß zwischen korrespondierenden
Teilen benachbarter Schirme 14 ungefähr 10 cm Abstand verbleiben. Eine von einem derartigen Schirm 14
umschlossene Kaltfläche 12 kann vorzugsweise etwa 130mm breit sein (Q in Fig.5) und ist in der Mitte
unmittelbar neben der Kühlleitung 32 etwa 6,3 mm und der Schirm 14 ist im Bereich des Mittelabschnitts 40 und
der Randteile 42 und 44 in einigem Abstand von den Zusammenführungsbereichen dieser Teile ebenfalls etwa 63 mm dick.
Die Halteeinrichtungen 60 und 62 können bis zu 2,1 m
Abstand voneinander haben, wenn die Kaltflächen 12 und Schirme 14 in der Länge von 9 m hergestellt werden. Es ist darauf zu achten, daß die Halteeinrichtungen
60 und 62 nicht so weit auseinander stehen, daß eine Durchbiegung der Kaltflächen 12 eine Berührung mit
dem Schirm 14 zur Folge hat, denn eine derartige Berührung würde zum »Kurzschließen« des Schirms 14
führen, womit die Schirmtemperatur auf diejenige der Kaltfläche 12 während des Pumpbetriebs fällt, was zu
einem überaus großen Anstieg der erforderlichen Tieftemperaturkühlung zur Folge hat.
Die Mittelabschnitte 40 der Schirme 14 können ein
Maß N (Fig.2) von etwa 190mm haben, wobei die
Randteile 42, 44 etwa 140 mm lang sind (Maß P in
') Fig. 2). Das hat einen senkrechten Abstand zwischen
benachbarten Schirmen 14 von etwa b3,5 mm zur Folge (Maß/?in Fig.2).
Die Winkel zwischen den Randteilen 42, 44 und dem Mittelabschnitt 40 der Schirme 14 ist nicht kritisch, so
lange die Schirme 14 ihre Z-Form behalten und damit
die umschlossenen Kaltflächen 12 optisch dicht abdekkcn. Wenn jedoch die Schirme 14 in größeren Abstand
gebracht werden, muß der Winkel C, wenn die eingeschlossene Kaltfläche 12 optisch dicht abgedeckt blei-
ben soll, zwischen dem Randteil 42, 44 des Schirms 14 und dem Mitteiabschnitt 40 in Fig.2 verkleinert werden. Wenn der Winkel C kleiner wird, nimmt auch die
Sauggeschwindigkeit der Anordnung ab. Wird jedoch die Kaltflächenbreite (MaU Q in Fig.5) vergrößert,
wächst auch die Sauggeschwindigkeit. Einer der Vorteile der beschriebenen Kryopumpenanordnung 10 ist, daß
das Verhältnis von Kaltflächenbreite Q zu dem Abstand zwischen benachbarten Schirmen 14 (Maß Sin Fig.2)
groß ist, was auch zu hohen Sauggeschwindigkeiten
führt.
Der Durchlaß 58 in F i g. 2 kann als Hohlraum aufgefaßt werden, in dem die Kaltfläche 12 einen Teil der
Hohlraumwand bildet und der Rest der Hohlraumwand von einem Mittelabschnitt 40 eines Schirms 14 gebildet
wird. Der Eingang in den Hohlraum kann dann längs einer (in F i g. 2 nicht gezeichneten) Linie erfolgen, die
die einander entsprechenden Verbindungsstellen von Mittelabschnitt 40 und Randteil 42,44 bei benachbarten
Schirmen 14 miteinander verbindet. Der Randteil des
Schirms 14, dessen Mittelabschnitt 40 den Rest der
Hohlraumwand bildet, geht von der Hohlraumöffnung aus, um die Kaitfiächc 12 in dem Hohlraum gegen direkten Einfall von außerhalb des Hohlraums entstehender
Strahlung abzuschirmen. Der Randteil 42, 44 des
Schirms 14 verläuft so, daß eine beliebige Gerade von
der Kaltfläche 12 innerhalb des Hohlraums durch die Hohlraumöffnung den Randteil 42, 44 schneidet. Ein
Vorteil der beschriebenen Kryopumpe liegt darin, daß diese Hohlräume paarweise in verschränkter Anord-
Λ5 nung gebildet sind, wobei jede Kaltfläche 12 eine Saugfläche liefert, die einen Teil des Inneren zweier Saughohlräume bildet. Praktisch die gesamte Fläche jeder
Kaltfläche 12 steht als Saugfläche zur Verfügung.
Die Beziehung zwischen den Abmessungen der Hohl
raumöffnung, in Fig.2 durch das Maß 5definiert, und
der Hohlraumtiefe, in F i g. 5 durch die Kaltflächenbreite Q definiert, bestimmt die theoretische Maximalsauggeschwindigkeit der Kryopumpenanordnung.
Claims (6)
1. Kryopumpenanordnung mit einer Mehrzahl parallel übereinander angeordneter, gekühlter, gewinkelter
Schirme, die optisch dicht die Kaltflächen unter Bildung eines Durchlaßkanals einschließen,
wobei die Schirme und die Kaltflächen thermisch voneinander isoliert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schirme (!4) Z-förmig gewinkelt sind, so daß jeweils zwei Randteile (42,44) durch
einen Mittelteil verbunden sind und daß die Kaltflächen (12) jeweils zwischen den beiden entgegengesetzten
Knicklinien der Schirme (14) angeordnet sind.
2. Kryopumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kaltfläche (12) eine
angeformte Rippe (34,36) aufweist, die sich im wesentlichen
'iber die Länge der Kaltfläche (12) erstreckt.
3. Kryopumpenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirme (14) eine
in Längsrichtung verlaufende Hohlkehle (52) und einen in Längsrichtung verlaufenden Wulst (54) aufweisen,
der von einem Schlitz (72) in einer ersten Halteeinrichtung (60), die an der Kaltfläche (12) befestig!
ist, in Längsrichtung gleitbar aufgenommen wird, und daß eine zweite Halteeinrichtung (62) von
einer äußeren konvexen Form an der Kaltfläche (12) befestigt ist und von der Hohlkehle (52) des folgenden
Schirmes (14) in Längsrichtung gleitbar aufgenommen wird.
4. Kryopumpenanordnung nach einem der Ansprüche t bis 3, dadurch gek.· .nzeichnet, daß die
Mittelabschnitte (40) der Schirme (14) eine Breite aufweisen, deren Projektion auf die Kaltflächen (12)
größer ist als die Breite der Kaltflächen.
5. Kryopumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kühlleitung (38) längs einer Knicklinie der Schirme (14) verläuft.
6. Kryopumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kühlleitung (32) für die Kaltflächen (12) längs und innerhalb der Kaltflächen (12) verläuft.
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