DE3112444C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Erzeugen einer
geglätteten Folge von Meßsignalen durch automatisches Auswählen
von Meßsignalen aus einer Eingangsfolge von zu
aufeinanderfolgenden Zeitpunkten gewonnenen Meßsignalen,
wobei die Eingangsfolge einzelne durch Meßfehler
stark von benachbarten Meßsignalen abweichende
Meßsignale enthält und die Werte der ausgewählten Meßsignale
einen geglätteten Verlauf ergeben.
Ferner ist im Anspruch eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens angegeben.
Bei der Gewinnung von Meßsignalen aus einem zeitlich sich
verändernden Signal zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten
können Meßfehler aus verschiedenen Gründen auftreten,
durch die die Werte einzelner Meßsignale von denen benachbarter
Meßsignale stark abweichen. Solche Meßfehler können
durch Störsignale oder durch zufällige oder statistische
Schwankungen des Signals erzeugt werden, von dem die Folge
der Meßsignale abgeleitet wird. Ein Beispiel hierfür ist
die Verarbeitung von Sprachsignalen. Die Folge der Meßsignale
kann dabei durch zeitlich aufeinanderfolgende Abtastungen
des Verlaufs der Stimmbandgrundfrequenz, der Formantfrequenzen
oder der Ausgangssignale eines Filterbandpasses
gewonnen sein. In solchen oder ähnlichen Signalverläufen
treten aufgrund ihrer physikalischen Natur keine
unstetigen Änderungen, d. h. keine abrupten Sprünge auf.
In vielen Fällen werden die Meßsignale nicht unmittelbar
aus einem zu untersuchenden Signalverlauf gewonnen, sondern
aus einer entsprechenden Verarbeitung des zu untersuchenden
Signalverlaufes. Dies trifft beispielsweise im
besonderen Maße für den Verlauf der Stimmbandgrundfrequenz
zu, die selbst nicht ohne weiteres unmittelbar ermittelt
werden kann und auch durch Filter nicht einfach bestimmt
werden kann, da dann leicht Oberwellen des Sprachsignals
als Grundfrequenz erscheinen. Es ist vielmehr eine technisch
aufwendige Verarbeitung erforderlich, um mit einer
ausreichenden Zuverlässigkeit die Werte der Stimmbandgrundfrequenz
zu verschiedenen aufeinanderfolgenden Zeitpunkten
zu erhalten. Auch bei aufwendigen technischen Verarbeitungen
können jedoch einzelne Meßsignale auftreten,
die fälschlicherweise die doppelte oder gar dreifache
Frequenz der tatsächlichen Stimmbandgrundfrequenz angegeben.
Für die Weiterverarbeitung des Verlaufs der Stimmbandgrundfrequenz
bzw. ganz allgemein der Folgen von Meßsignalen
ist es jedoch erforderlich, Meßsignale mit solchen
fehlerhaften Werten, sogenannte "Ausreißer", zu eliminieren
und eine geglättete Folge von Meßsignalen zu erzeugen.
Dies könnte beispielsweise durch eine lineare Tiefpaßfilterung
erfolgen. Eine solche Filterung hat jedoch den Nachteil,
daß ein fehlerhaftes Meßsignal die benachbarten
Meßsignale in der geglätteten Folge beeinflußt, auch wenn
diese korrekt sind, und daß schnelle Änderungen in der
korrekten Folge der Meßsignale durch die Tiefpaßfilterung
verschmiert, d. h. in langsamere Änderungen über einen längeren
Bereich verfälscht werden.
Ein besseres Verfahren, bei dem steile Übergänge weniger
verschliffen werden, ist bekannt aus "IEEE TRANSACTIONS
ON ACOUSTICS, SPEECH, AND SIGNAL PROCESSING", VOL. ASSP-23,
No. 6, December 1975, S. 552-557, bekannt. Dieses Verfahren
beruht auf einer Kombination von Median-Glättung und
linearer Filterung. Jedoch werden auch bei diesem bekannten
Verfahren steile Übergänge etwas verschliffen und benachbarte
Meßsignale beeinflußt.
Ferner ist aus der Zeitschrift "radio fernsehen elektronik",
24 (1975) H. 15, S. 485-488, ein Verfahren zur Glättung
von Signalfolgen bekannt. Dieses setzt jedoch voraus,
daß das Nutzsignal wiederholt, d. h. periodisch auftritt.
Diese Bedingung ist jedoch bei vielen Meßsignalfolgen
nicht gegeben, insbesondere bei den bereits erwähnten
Folgen von Meßsignalen, die den Verlauf der Stimmbandgrundfrequenz
angeben. In diesen Fällen ist das bekannte
Verfahren nicht anwendbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens anzugeben, mit
denen eine geglättete Folge von Meßsignalen dadurch erzeugt
wird, daß nur mögliche Meßsignale ausgewählt
und die Ausreißer eliminiert werden, ohne die benachbarten
Meßsignale zu beeinflussen, wobei steile Übergänge
der Werte in der ursprünglichen Folge von Meßsignalen erhalten
bleiben. Diese Aufgabe wird bei dem
eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ausgehend
von dem ersten Meßsignal a (1) der Eingangsfolge nacheinander
für jedes Meßsignal a(i) ein Glättewert D(i) als
das um einen vorgegebenen Bonuswert B verminderte Minimum
der Summen der Signalunterschiedswerte d(i,l) dieses
Meßsignals a(i) gegenüber einer Anzahl unmittelbar
vorhergehender Meßsignale a(l) und den zu diesen vorhergehenden
Meßsignalen a(l) gehörenden, bereits ermittelten
Glättewerten D(l) ermittelt und zusammen mit der Ordnungszahl
k des vorhergehenden Meßsignals a(k), bei dem das
Minimum aufgetreten ist, gespeichert wird, und daß nach
Bestimmung der Glättewerte D(i) für alle Meßsignale a(i)
der Eingangsfolge ausgehend von dem Meßsignal mit dem
kleinsten Glättewert das jeweils zu der bei dem zuletzt
ausgewählten Meßsignal gespeicherten Ordnungszahl gehörende
Meßsignal ausgewählt wird und die ausgewählten Meßsignale
in umgekehrter Reihenfolge die geglättete Folge der
ausgewählten Meßsignale darstellt.
Die Anordnung betreffend wird die
Aufgabe durch die im Anspruch 9 angegebenen Merkmale
gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird also der Wert jedes Meßsignals mit
dem jedes vorhergehenden Meßsignals verglichen und geprüft,
zu welchem der vorhergehenden Meßsignale das untersuchte
Meßsignal am besten paßt, wobei das Maß der
Anpassung durch den Bonuswert bestimmt wird, der dem Charakter
der untersuchten Folge von Meßsignalen beispielsweise
aufgrund von früheren Vergleichsmessungen angepaßt
werden kann. Durch die Bildung eines Glättewertes für jedes
Meßsignal wird eine einfache Verarbeitung ermöglicht,
so daß die Verarbeitung einer Folge von Meßsignalen mit
einer festen Verzögerung in Echtzeit erfolgen kann. Die
Folge der ausgewählten Meßsignale kann dann unmittelbar
weiterverarbeitet werden.
Um auch Folgen von Meßsignalen korrekt glätten zu können,
bei denen die Meßsignale am Anfang und/oder am Ende der
Folge Meßfehler enthalten und somit nicht zur korrekt geglätteten
Folge gehören, ist es nach einer Ausgestaltung
der Erfindung zweckmäßig, daß zur Ermittlung des Glättewertes
D(i) für ein Meßsignal a(i) dessen Glättewert D(i)
zunächst auf den Wert 0 gesetzt und das Meßsignal a(i)
selbst wie ein vorhergehendes Meßsignal verarbeitet wird.
Auf diese Weise wird stets eine korrekt geglättete Folge
von Meßsignalen erhalten.
Es ist möglich, daß mehrere falsche Meßsignale unmittelbar
aufeinander folgen, so daß es im Extremfall zweckmäßig
ist, daß für jedes Meßsignal a(i) der Glättewert
D(i) aus den Signalunterschiedswerten d(i,l) gegenüber
allen vorhergehenden Meßsignalen ermittelt wird.
Der Signalunterschiedswert kann auf verschiedene Weise
ermittelt werden. Der einfachste Fall ist, daß der Signalunterschiedswert
zweier Meßsignale der Betrag der Differenz der
Werte dieser Meßsignale ist. Hierfür ist nur eine einfache
Recheneinrichtung notwendig. Etwas bessere Ergebnisse
können jedoch erzielt werden, wenn der Signalunterschiedswert
zweier Meßsignale der Quotient aus der
Differenz der Werte und der Differenz der Ordnungszahlen
dieser Meßsignale ist. Dies entspricht der Neigung der
Verbindung zweier Meßsignale, die um einen entsprechend
dem Abstand dieser Meßsignale vom Bonuswert abhängigen
Wert vergrößert ist. Noch bessere Ergebnisse werden erreicht,
wenn der Signalunterschiedswert zweier Meßsignale
aus der Summe der Quadrate der Differenzen der Meßsignalwerte
und der Ordnungszahlen abgeleitet wird. Die Wurzel
aus dieser Summe der Quadrate entspricht unmittelbar dem
euklidischen Abstand der Meßsignale. Dafür ist jedoch eine
relativ komplizierte Recheneinrichtung notwendig. Im
letzteren Falle ist es für die Berücksichtigung der verschiedenen
Dimensionen bzw. Größenordnungen von Meßsignalen
und Ordnungszahlen zweckmäßig, daß das Quadrat der
Differenz der Ordnungszahlen vor der Summation mit einem
konstanten Faktor p multipliziert wird und der Bonuswert
gleich 0 ist. Die Multiplikation kann beispielsweise durch
eine Stellenverschiebung erreicht werden, so daß sich eine
Vereinfachung der dafür notwendigen Recheneinheit ergibt.
Allerdings ist es in diesem Falle notwendig, daß
Anfang und Ende der geglätteten Folge von Meßsignalen bekannt
oder willkürlich festgelegt ist.
In der geglätteten Folge können die nichtausgewählten
Meßsignale einfach weggelassen oder durch den Wert 0 ersetzt
werden, so daß diese nichtausgewählten Meßsignale
in der geglätteten Folge praktisch nicht existieren. Für
viele Zwecke der Weiterverarbeitung ist dies ausreichend.
In anderen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, daß die nichtausgewählten
Meßsignale durch Signale ersetzt werden, die
aus den benachbarten ausgewählten Meßsignalen abgeleitet
sind. Dies erfordert allerdings einen gewissen zusätzlichen
technischen Aufwand.
Eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit einem ersten Speicher zum Speichern der Meßsignale
der Eingangsfolge ist gekennzeichnet durch
- a) einen zweiten Speicher zur Aufnahme der Glättewerte D(i),
- b) einen dritten Speicher zur Aufnahme der Ordnungszahl k des vorhergehenden Meßwertes a(k), bei dem ein Minimum aufgetreten ist,
- c) eine Adressieranordnung, deren Adressenausgang mit den Adresseneingängen des ersten, zweiten und dritten Speichers verbunden ist und die an diesem Adressenausgang bei der Ermittlung der Glättewerte eine Adressenfolge erzeugt, die der zeitlichen Folge der gespeicherten Meßsignale a(i) entspricht und in der nach jeder neuen Adresse, die dem jeweils nächsten Meßsignal a(i) entspricht, in jeweils einem Unterzyklus nacheinander die Adressen der unmittelbar vorhergehenden Meßsignale a(l) bis zu einer vorgegebenen Anzahl, beginnend beim am weitesten vorhergehenden Meßsignal, erzeugt werden und alle adressierten Meßsignale a(i), a(l) und die den vorhergehenden Meßsignalen entsprechenden Glättewerte D(l) ausgelesen werden,
- d) eine erste Recheneinheit, deren Eingänge mit dem Ausgang des ersten und zweiten Speichers verbunden ist und die jeweils aus einem Meßsignal a(i) und einem vorhergehenden Meßsignal a(l) sowie dem dazu gehörenden Glättewert D(l) ein Zwischensignal M(i, l) entsprechend M(i, l) = d(i, l) + D(l)ermittelt,
- e) ein Minimumregister und einen ersten Vergleicher, deren Eingänge mit dem Ausgang der ersten Recheneinheit verbunden sind und von denen der Vergleicher das ermittelte Zwischensignal M(i, l) mit dem im Minimum-Register enthaltenen Zwischensignal vergleicht und das gerade ermittelte Zwischensignal in das Minimum-Register einschreibt, wenn dieses kleiner ist als das gespeicherte Zwischensignal,
- f) eine zweite Recheneinheit, die mit dem Ausgang des Minimum-Registers verbunden ist und die von den im Minimum-Register gespeicherten Wert den vorgegebenen Bonuswert B substrahiert,
- g) eine Steuereinheit, die bei jedem Unterzyklus die Adresse des vorhergehenden Meßwertes a(k), bei dem im Unterzyklus das kleinste Zwischensignal M(i, k) aufgetreten ist, als Ordnungszahl k in den dritten Speicher und nach jedem Unterzyklus das Ausgangssignal der zweiten Recheneinheit als Glättewert D(i) in den zweiten Speicher einschreibt und während der anschließenden Auswahl der Meßwerte für die geglättete Folge mindestens die Meßwerte in dem ersten Speicher an den Adressen entsprechend den im dritten Speicher enthaltenen Ordnungszahlen ausliest und in einen Ergebnisspeicher einschreibt.
Ausgestaltungen dieser Anordnung sind in den weiteren
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Darstellung zur Erläuterung des Prinzips
der Glättung,
Fig. 2 ein Ablaufschema zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 3 ein Blockschaltbild zur Ermittlung der Glättewerte
und der Ordnungszahlen,
Fig. 4 ein Impulsschema zum Steuern der in Fig. 3
angegebenen Elemente,
Fig. 5 ein Blockschaltbild zur Auswahl der Meßsignale
anhand der gespeicherten Ordnungszahlen.
Da in der geglätteten Folge der Meßsignale nur die
Ausreißer eliminiert werden sollen, ohne die korrekten
Meßsignale zu beeinflussen, muß für jedes Meßsignal
einzeln geprüft werden, ob es in die geglättete Folge
der Meßsignale paßt. Daher muß zunächst für jeweils
zwei Meßsignale a(i) und a(l) der Eingangsfolge
ein Glättekriterium bzw. ein Signalunterschiedswert
d(i, l) bestimmt werden. Hierfür sind folgende Möglichkeiten
von besonderer Bedeutung:
- a) der absolute Unterschied d(i, l) = | a(i)-a(l) |,
- b) die absolute Steigung
- c) der euklidische Abstand d(i, l) = [p · (i-l) 2 + (a(i)-a(l)) 2]1/2,
- d) das Abstandsquadrat d(i, l) = p · (i-l)² + (a(i)-a(l)) 2.
Der Faktor p in den Kriterien c) und d) ist notwendig,
um den Unterschied der Dimensionen bzw. Größenordnungen
zwischen den Meßsignalen und deren Abständen
zu berücksichtigen. Prinzipiell scheint der euklidische
Abstand am besten geeignet zu sein, jedoch erfordert
dieser einen relativ hohen Rechenaufwand,
insbesondere durch die Bildung der Wurzel. Aber auch
für das Abstandsquadrat ist noch ein wesentlicher Rechenaufwand
notwendig. Bei langsamen Folgen von Meßsignalen
kann allerdings für die Berechnung ein allgemeiner Vielzweck-
Rechner eingesetzt werden, der die einzelnen Rechenschritte
nacheinander durchführt, so daß der Gesamtaufwand begrenzt bleibt.
Wenn das Gesamtglättekriterium von diesen punktweisen
Glättekriterien abgeleitet wird, kann dies dazu führen,
daß die geglättete Kurve nur ein oder wenige Meßsignale
desselben Wertes enthält. Aus diesem Grunde wird ein
Bonuswert B eingeführt. Die Wirkung dieses Bonuswertes
soll anhand der Fig. 1 erläutert werden. Darin sind drei
Meßsignale a(i 1), a(i), a(i 2) dargestellt, die einen
Teil einer längeren Folge von Meßsignalen bilden. Wenn
für die Zwecke dieser Erläuterung angenommen wird, daß
die beiden Meßsignale a(i 1) und a(i 2) zu der geglätteten
Folge gehören, dann kann das Meßsignal a(i) nur dann
auch zur geglätteten Folge gehören, wenn für die Signalunterschiedswerte
jeweils zweier Meßsignale folgende
Bedingung erfüllt ist
d(i₂, i₁) < d(i₂, i) + d(i, i₁)-B.
Die Größe dieses Bonuswertes B bestimmt also das Ausmaß
der Glättung, d. h. je kleiner dieser Bonuswert B ist,
desto stärker wird die Folge geglättet, indem Meßsignale
mit entsprechend geringeren Unterschieden zu benachbarten
Meßsignalen eliminiert werden. Was an der Stelle der
eliminierten Meßsignale eingesetzt werden soll, geht
daraus nicht hervor, sondern bleibt einem weiteren Verarbeitungsschritt
vorbehalten.
Bei der Erläuterung der obengenannten Bedingung für
das Einbeziehen eines Meßsignals in eine geglättete
Kurve ist von zwei Meßsignalen zu beiden Seiten ausgegangen,
wobei die beiden benachbarten Meßsignale als
zur geglätteten Folge gehörig angenommen wurden. Im
praktischen Fall ist eine Prüfung bzw. ein Vergleich
jedes Meßsignals mit mehreren beiderseits benachbarten
Meßsignalen notwendig, was jedoch in der technischen
Ausführung sehr aufwendig ist. Aus der o. g. Bedingung
ist daher die folgende Bedingung abgeleitet, die den
technischen Aufwand für die Ermittlung der geglätteten
Folge von Meßsignalen sehr stark verringert:
D(i) = -B + min [d(i, l) + D(l) : l = 1, . . ., i].
Von dieser Bedingung, die als Glättewert bezeichnet
wird, geht das erfindungsgemäße Verfahren aus. Durch
die Einbeziehung der vorher ermittelten Glättewerte
in die Bestimmung der folgenden Glättewerte wird nicht
nur der technische Aufwand verringert, sondern auch
der gesamte Vorgang stark beschleunigt. Diese Glättewerte
müssen daher alle gespeichert werden. Ferner muß
auch noch gespeichert werden, bei welchem Meßsignal
a(k) jeweils das Minimum aufgetragen ist, d. h. es muß
die Ordnungszahl k dieses Meßwertes gespeichert werden.
Aus diesen gespeicherten Ordnungszahlen kann dann auf
einfache Weise die geglättete Folge der Meßsignale bestimmt
werden, wie nachfolgend erläutert wird.
Bei der letztgenannten Bedingung wird jedes Meßsignal
mit allen vorhergehenden Meßsignalen verglichen. Da
aber anzunehmen ist, daß die Korrelation zwischen zwei
Meßsignalen um so geringer ist, je größer der Abstand
zwischen diesen Meßsignalen ist, kann der Rechenaufwand
dadurch verringert werden, daß jedes Meßsignal nur mit
einer vorgegebenen Anzahl vorhergehender Meßsignale
verglichen wird.
Die Wirkung der obengenannten Bedingung kann leichter
übersehen werden, wenn von einer Eingangsfolge von Meßsignalen
mit lauter gleichen Werten ausgegangen wird.
Der Signalunterschiedswert d(i, l) ist dann für beliebige
Paare von Meßsignalen gleich 0. Jeder folgende
Glättewert D(i) ergibt sich dann aus dem kleinsten, d. h.
negativsten vorhergehenden Glättewert, der um den Bonuswert
B noch verringert, d. h. negativer gemacht wird.
Der kleinste vorhergehende Glättewert ist dann immer
der unmittelbar vorhergehende Glättewert, da bei allen
davor liegenden Glättewerten weniger oft der Bonuswert
B subtrahiert wurde und diese somit größer, d. h. weniger
negativ sind. Die Glättewerte ergeben somit eine
mit steigender Ordnungszahl i immer negativer werdende
Folge von Werten. Wenn nun eine Eingangsfolge von Meßsignalen
vorliegt, die nicht alle gleiche Werte haben,
wird die Folge der Glättewerte durch die stets positiven
Signalabstandswerte nicht so schnell negativ und kann
in ihrem Verlauf auch umkehren, d. h. positiver werden,
nämlich bei einem Meßsignal, das einen Ausreißer darstellt.
In einem solchen Fall tritt das Minimum also
nicht bei dem unmittelbar vorhergehenden Meßsignal,
sondern bei einem früheren Meßsignal auf, und der bzw.
die unmittelbar vorhergehenden Meßsignale werden bei
der nachfolgenden Auswahl der Meßsignale für die geglättete
Folge eliminiert.
Das vollständige erfindungsgemäße Verfahren soll nun
anhand des Ablaufschemas in Fig. 2 näher erläutert werden.
Der Block 101 stellt symbolisch den Anfang des Ablaufs
dar. Im Block 102 werden Anfangswerte für den Ablauf
eingestellt, insbesondere wird dort die Adressierung
auf das erste der gespeicherten Meßsignale eingestellt,
und es werden Anfangswerte in Zwischenspeicher
eingeschrieben, die später im Ablauf benötigt werden.
Mit dem Block 103 beginnt nun die Ermittlung der Glättewerte
und die Speicherung der Ordnungszahlen in einem
zyklischen Ablauf mit Unterzyklen. Im Block 103 wird
die Adresse des Meßsignals, für das der Glättewert und
die Ordnungszahl bestimmt werden soll, um 1 erhöht. Im
Block 104 wird der zu diesem Meßsignal a(i) gehörige
Glättewert D(i) zunächst auf 0 gebracht und die Adresse
des vorhergehenden Meßsignals auf einen Anfangswert gesetzt
sowie das das Minimum des bei der folgenden Berechnung
auftretenden Zwischenwertes aufnehmende Minimum-
Register auf einen Anfangswert gesetzt. Im Block 105 wird
ferner das gerade adressierte Meßsignal ausgelesen und
der Wert zwischengespeichert.
Mit dem Block 106 beginnt nun ein Unterzyklus, in dem
das gerade adressierte Meßsignal mit allen vorhergehenden
Meßsignalen verglichen wird. Im Block 106 wird die Adresse
des vorhergehenden Meßsignals um 1 erhöht, d. h. der im
Block 104 eingestellte Anfangswert dieser Adressen muß
also die Adresse vor dem ersten Meßsignal sein. Im Block
108 wird dann der Wert des vorhergehenden Meßsignals a(l)
sowie der dazugehörige Glättewert D(l) ausgelesen. Im
Block 109 wird dann das gewählte Glättekriterium gemäß
vorstehender Erläuterung, d. h. der absolute Unterschied,
die absolute Neigung oder der euklidische Abstand bzw.
das Abstandsquadrat berechnet und der ausgelesene Glättewert
dazu addiert und somit der Zwischenwert M(i, l) ermittelt.
Im Block 110 wird geprüft, ob dieser ermittelte Zwischenwert
M(i, l) niedriger ist als der im Minimum-Register gespeicherte
Zwischenwert, der vorher im Block 104 auf 0 gesetzt
wurde, so daß diese Prüfung beim ersten Durchlaufen
des Unterzyklus immer ein positives Ergebnis liefert. Bei
einem solchen positiven Ergebnis wird auf den Block 111
übergegangen, bei dem der neu ermittelte Zwischenwert
M(i, l) in das Minimum-Register eingeschrieben und außerdem
die Ordnungszahl l des zugehörigen Meßsignals in einem
weiteren Speicher bzw. einem Ordnungszahlregister abgespeichert
wird. Danach folgt im Block 112 die Prüfung,
ob das gerade verarbeitete vorhergehende Meßsignal mit dem
im Block 105 ausgelesenen Meßsignal identisch ist, d. h.
ob eine Folge von Unterzyklen vollständig beendet ist.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird wieder auf den Block
106 zurückgegangen und die Adresse l des vorhergehenden
Meßsignals um 1 erhöht.
Wenn jedoch die beiden Meßsignale identisch sind, wird
auf den Block 113 übergegangen, wo von dem im Minimum-
Register enthaltenen Zwischenwert, der den minimalen Zwischenwert
M(i, k) in der beendeten Folge von Unterzyklen
darstellt, der Bonuswert subtrahiert und somit der Glättewert
D(i) bestimmt und in dem zugehörigen Speicher abgespeichert
wird. Wenn in dem Block 111 jeweils die Ordnungszahl
l in einem Ordnungszahlregister abgespeichert
wurde, enthält dieses nun die Ordnungszahl k, bei der das
Minimum M(i, k) der Zwischenwert M(i, l) aufgetreten ist,
und diese Ordnungszahl k wird nun in den Speicher für die
Ordnungszahl an der erreichten Adresse i eingeschrieben.
Mit dem Block 114 beginnt ein Abschnitt, der die anschließende
Auswahl der Meßsignale für die geglättete Folge erleichtern
soll. In dem Block 114 wird geprüft, ob der ermittelte
und abgespeicherte Glättewert D(i) kleiner ist
als der in einem Glättewert-Register gespeicherte Glättewert,
der zu Anfang im Block 102 auf 0 gesetzt wurde.
Wenn dies der Fall ist, wird im Block 115 dieser kleinere
Glättewert in das Glättewert-Register eingeschrieben und
außerdem die zuletzt erreichte Adresse i in ein Endwert-
Register abgespeichert. Im letzteren Register ist nach
Verarbeitung aller Meßsignale die Ordnungszahl desjenigen
Meßsignals enthalten, daß das Ende der geglätteten Folge
darstellt. Die gegebenenfalls danach folgenden Meßsignale
stellen Ausreißer dar. Wenn der gerade ermittelte Glättewert
nicht kleiner ist als der in dem Glättewert-Register
abgespeicherte Glättewert oder wenn die Abspeicherung
durchgeführt ist, geht die Verarbeitung mit dem Block 116
weiter, in dem geprüft wird, ob der letzte Meßwert verarbeitet
worden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, wird zum
Block 103 zurückgegangen, wo die Adresse des Meßsignals
wieder um 1 erhöht wird. Wenn dies doch der Fall ist, ist
die Bestimmung der Glättewerte und insbesondere die Speicherung
der Ordnungszahlen k der jeweiligen Minima der
Zwischenwerte abgeschlossen, und die Auswahl der Meßsignale
für die geglättete Folge kann nun durchgeführt werden.
Der Ablauf für diese Auswahl beginnt mit dem Block 120,
bei dem die Adresse der Meßsignale aus nachstehend erläuterten
Gründen um 1 erhöht wird. Danach wird auf einen in
einem zyklischen Ablauf liegenden Block 121 weitergegangen,
wo diese Adresse bei jedem Durchlauf und damit auch beim
ersten Male um 1 erniedrigt wird, weshalb zunächst durch
den Block 120 von einer um 1 höheren Adresse ausgegangen
werden muß. Ferner wird ein Meßsignal-Register auf 0
gesetzt, wenn anstelle der eliminierten Meßsignale in der
geglätteten Folge der Wert 0 enthalten sein soll. Wenn dagegen
das vorhergehende Meßsignal an dieser Stelle eingefügt
werden soll, unterbleibt im Block 121 das Löschen des
Meßsignal-Registers im Block 121, sondern dies wird
dann im Block 120 durchgeführt, wobei die gegebenenfalls
Ausreißer darstellenden letzten Meßsignale der Eingangsfolge
durch den Wert 0 ersetzt werden.
Im Block 122 wird geprüft, ob die Adresse die beim Block
115 im Endwert-Register zuletzt gespeicherte Adresse erreicht
hat. Solange dies nicht der Fall ist, wird gleich
mit dem Block 124 weitergegangen, bei dem der im Meßsignal-
Register gespeicherte Wert in den Ergebnisspeicher,
der zum Schluß die geglättete Folge von Meßsignalen enthalten
soll, eingeschrieben wird. Wenn jedoch die durch die
Rückwärtszählung im Block 121 gebildete Adresse mit der im
Endwert-Register gespeicherten Adresse übereinstimmt, wird
der Block 123 durchlaufen, bei dem das bei dieser Adresse
i vorhandene Meßsignal a(i) im Meßsignal-Register und
die an dieser Adresse im Block 111 bzw. 113 gespeicherte
Ordnungszahl in dem Endwert-Register gespeichert wird.
Wenn jedoch der Speicher für die Eingangsfolge der Meßsignale
gleichzeitig der Ergebnisspeicher ist und die eliminierten
Meßsignale durch ein Signal mit dem Wert 0 ersetzt
werden, kann das Einschreiben des ausgelesenen Meßsignals
in das Meßsignal-Register und dessen Rückschreiben
in den Ergebnisspeicher dadurch ersetzt werden, daß in den
anderen Ausgang des Blocks 122 das Einschreiben eines Signals
mit dem Wert 0 in den Ergebnisspeicher eingefügt
wird.
Im Block 125 wird nun geprüft, ob die Verarbeitung bis
zum ersten Meßsignal vorangegangen ist. Falls dies nicht
zutrifft, wird wieder zum Block 121 zurückgegangen und
die Schleife nochmals durchlaufen, bis im Block 125 festgestellt
wird, daß das erste Meßsignal adressiert worden
ist. In diesem Falle wird zum Block 126 weitergegangen,
der symbolisch das Ende der Verarbeitung angibt.
Das Blockschaltbild einer Anordnung zur Durchführung des
beschriebenen Verfahrens ist in den Fig. 3 bis 5 dargestellt.
Die Fig. 3 zeigt dabei die Anordnung bzw. die
Verbindungen der Elemente für die Ermittlung der Glättewerte
und die Abspeicherung der Ordnungszahlen, wobei das
Zusammenarbeiten der einzelnen Elemente anhand des in Fig. 4
dargestellten Impulsdiagramms erläutert wird.
Die Adressieranordnung 2 in Fig. 3 enthält einen ersten
Adressenzähler 4, der über einen Zähleingang 1 Zähltaktsignale
von dem gleich bezeichneten Ausgang der Steuereinheit
18 erhält. Ferner ist ein zweiter Adressenzähler 6
vorhanden, der am Zähleingang 3 Zähltaktsignale von dem
gleich bezeichneten Ausgang der Steuereinheit 18 und am
Rückstelleingang 7 Rückstellsignale vom Ausgang 33 der
Steuereinheit 18 erhält. Die Ausgänge der beiden Adressenzähler
4 und 6, die jeweils ein Mehrbitwort abgeben, wie
durch die Doppellinien der Verbindungen an dieser und an
den übrigen Stellen der Fig. 3 und auch der Fig. 5 angedeutet
ist, sind unter anderem mit den Eingängen eines
Umschalters 8 verbunden, der abhängig von einem Steuersignal
5, das vom gleich bezeichneten Ausgang der Steuereinheit
18 geliefert wird, den Adressenausgang 11 mit dem
Ausgang des ersten Adressenzählers 4 oder des zweiten
Adressenzählers 6 verbindet. Ferner sind die Ausgänge beider
Adressenzähler 4 und 6 mit einem Vergleicher 10 verbunden,
der bei Gleichheit der Zählerstände beider Adressenzähler
am Ausgang 9 ein Signal an den gleich bezeichneten
Eingang der Steuereinheit 18 abgibt. Der Ausgang des ersten
Adressenzählers 4 ist ferner mit dem einen Eingang
eines Vergleichers 44 verbunden, der am anderen Eingang
ein Signal N entsprechend der Gesamtlänge der Eingangsfolge
der Meßsignale erhält, die beispielsweise fest vorgegeben
sein möge, und der am Ausgang 45 ein Signal abgibt
und dem gleich bezeichneten Eingang der Steuereinheit 18
zuführt, wenn die vom Adressenzähler 4 erzeugte Adresse i
gleich dem fest vorgegebenen Wert N ist, womit der Steuereinheit
18 signalisiert wird, daß die Bestimmung der Glättewerte
und Speicherung der Ordnungszahlen beendet ist.
Der Adressenausgang 11 ist mit den Adresseneingängen von
drei Speichern 12, 22 und 32 sowie mit dem Eingang zweier
Register 34 und 40 verbunden. Der Speicher 12 enthält vor
Beginn der hier beschriebenen Verarbeitung die Meßsignale,
deren Gewinnung kein Bestandteil der Erfindung ist und die
daher hier nicht weiter erläutert wird. Dieser Speicher 12
ist ständig auf Auslesen geschaltet, so daß am Ausgang 13
das jeweils adressierte Meßsignal erscheint. Der Speicher
22 nimmt während der Verarbeitung die gebildeten Glättewerte
D(i) auf, die über die Leitung 31 und den Umschalter
24 dem Dateneingang des Speichers 22 zugeführt werden. Der
Umschalter 24, der ebenso wie der Umschalter 8 mit elektronischen
Mitteln realisiert ist, beispielsweise als Multiplexer,
verbindet in der anderen, durch ein entsprechendes
Signal am Steuereingang 23 vom Ausgang 15 der Steuereinheit
18 gesteuerten Stellung den Dateneingang des Speichers
22 mit einem festen Wert 0. Über ein entsprechendes Signal
am Steuereingang 21 des Speichers 22 wird dieser auf das
Einschreiben umgeschaltet, während er sonst auf Auslesen
geschaltet ist und den gerade von der Adresse am Adressenausgang
11 adressierten Glättewert der Recheneinheit 16
zuführt.
Der Speicher 32 übernimmt mit jedem Signal am Ausgang 33
der Steuereinheit 18 den Inhalt des Ordnungszahl-Registers
34, das eine Ordnungszahl entsprechend der Adresse K
enthält, bei der ein Minimum der Zwischenwerte aufgetreten
ist.
Das Meßsignal am Ausgang 13 des Speichers 12, das bei
Adressierung durch den Adressenzähler 4 ausgelesen wird,
wird über ein Signal am Ausgang 15 der Steuereinheit 18
in ein Meßsignal-Register 14 eingeschrieben, während die
bei Adressierung des Speichers 12 durch den Adressenzähler
6 am Ausgang 13 erscheinenden Meßsignale der Recheneinheit
16 direkt zugeführt werden. Die Recheneinheit 16 bildet
aus diesen Signalen a(i) aus dem Meßsignal-Register 14,
dem Meßsignal a(l) am Ausgang 13 des Speichers 12 und dem
Wert D(l) am Ausgang des Speichers 22 den folgenden Zwischenwert
M(i, l)
M(i, l) = d(i, l) + D(l).
Die dafür in der Recheneinheit 16 notwendigen Steuersignale
werden von der Steuereinheit 18 über die Verbindung
19 zugeführt.
Der Ausgang 17 der Recheneinheit 16 ist mit dem Eingang
eines Minimum-Registers 26 sowie dem einen Eingang eines
Vergleichers 28 verbunden, dessen anderer Eingang mit dem
Ausgang 27 des Minimum-Registers 26 verbunden ist. Wenn der
Zwischenwert am Ausgang 17 der Recheneinheit 16 kleiner ist
als der Zwischenwert am Ausgang 27 des Minimum-Registers
26, erzeugt der Vergleicher 28 ein Ausgangssignal am Ausgang
29, das der Zwischenwert am Ausgang 17 in das Minimum-
Register 26 und die gerade am Adressenausgang 11 vorhandene
Adresse l in das Ordnungszahlregister 34 einschreibt.
Der Ausgang 27 des Minimum-Registers 26 ist außerdem mit
einer zweiten Recheneinheit 30 verbunden, die an einem
anderen Eingang einen festen Bonuswert B erhält und diesen
Wert von dem Wert am Ausgang 27 subtrahiert und damit
den Glättewert D(i) für die durch den Adressenzähler 4
bestimmte Adresse am Ausgang 31 erzeugt. Dieser Ausgang
ist, wie bereits beschrieben, mit dem Umschalter 24 sowie
ferner mit dem Eingang eines Glättewert-Registers 38 sowie
dem einen Eingang eines Vergleichers 36 verbunden,
dessen anderer Eingang mit dem Ausgang 39 des Glättewert-
Registers 38 verbunden ist. Der Vergleicher 36 erzeugt
ein Ausgangssignal am Ausgang 37, wenn er am Steuereingang
35 durch ein Signal vom Ausgang 33 der Steuereinheit
18 freigegeben ist und wenn außerdem der gerade ermittelte
Glättewert D(i) am Ausgang 31 kleiner ist als der im
Glättewert-Register 38 enthaltene und am Ausgang 39 erscheinende
Glättewert. Dieses Signal am Ausgang 37
schreibt den neuen Glättewert D(i) in das Glättewert-Register
38 sowie außerdem die gerade am Adressenausgang 11
abgegebene Adresse in ein Endwert-Register 40 ein.
Die zeitliche Steuerung der in Fig. 3 dargestellten Elemente
soll anhand der Fig. 4 erläutert werden. In der
Zeile a ist die Impulsfolge dargestellt, die am Ausgang 1
der Steuereinheit 18 erzeugt und die dem Adressenzähler 4
als Zähltakt zugeführt wird. Wenn davon ausgegangen wird,
daß zu Beginn der Adressenzähler 4 auf die Stellung vor
der Adresse des ersten Meßsignals rückgestellt wurde,
geht zu Beginn der Verarbeitung zum Zeitpunkt t o der
Adressenzähler 4 auf die Adresse des ersten Meßsignals.
Da zu diesem Zeitpunkt durch das in der Kurve e dargestellte
und dem Eingang 5 des Umschalters zugeführte Steuersignal
der Adressenzähler 4 mit dem Adressenausgang 11
verbunden ist, wird aus dem Meßsignalspeicher 12 das erste
Meßsignal ausgelesen und erscheint am Ausgang 13. Es
folgt nun entsprechend der Zeile b in Fig. 4 ein Impuls
am Ausgang 15 der Steuereinheit 18, der das ausgelesene
Meßsignal a (1) in das Meßsignal-Register 14 einschreibt
und der gleichzeitig den Umschalter 24 umschaltet, so daß
der Wert 0 dem Dateneingang des Speichers 22 zugeführt
wird. Ferner wird dieser Impuls dem Steuereingang 21 des
Speichers 22 zugeführt und schaltet diesen auf Einschreiben,
so daß der erste Glättewert D (1) = 0 zunächst eingeschrieben
wird. Ferner wird der in Zeile b der Fig. 4
dargestellte Impuls dem Rücksetzeingang 25 des Minimum-
Registers 26 zugeführt und stellt dieses vor Beginn des
ersten Unterzyklus auf 0.
Es beginnt nun zum Zeitpunkt t₁₁ der erste Unterzyklus,
in dem gemäß der Kurve e in Fig. 4 der Umschalter 8 den
Adressenausgang 11 mit dem Ausgang des Adressenzählers 6
verbindet. Dieser Adressenzähler 6 möge vor Beginn der
Verarbeitung ebenso wie der Adressenzähler 4 auf die Stellung
vor der Adresse des ersten Meßsignals gestellt gewesen
sein. Entsprechend der Impulsfolge f in Fig. 4, die
die am Ausgang 3 der Steuereinheit 18 erzeugten Impulse
darstellt, erhält der Adressenzähler 6 zu Beginn des Unterzyklus
einen Zähltakt und erzeugt die Adresse des ersten
Meßsignals a (1). Da gleichzeitig der Speicher 22 in
der Stellung Lesen steht, wie die Impulsfolge d in Figur
zeigt, die durch Überlagerung bzw. ODER-Verknüpfung der
beiden Impulsfolgen b und c gewonnen wird, wird der erste
Glättewert D (1) ausgelesen. Die Recheneinheit 16 verarbeitet
nun die beiden zugeführten Meßsignale und den
Glättewert, indem über die Verbindung 19 die entsprechenden,
in Fig. 4 nicht dargestellten Steuerimpulse zugeführt
werden. Die Impulsfolge g in Fig. 4 stellt symbolisch
den letzten dieser Steuerimpulse dar, mit dem das
in der Recheneinheit 16 erzeugte Zwischensignal M (1,1)
am Ausgang 17 abgegeben wird. Wie leicht nachgeprüft werden
kann, ist dieses erste Zwischensignal M (1,1) = 0, so
daß am Ausgang 29, dessen Signalverlauf in der Zeile h in
Fig. 4 dargestellt ist, kein Impuls erzeugt wird. Die Recheneinheit
30 liefert am Ausgang 31 also zunächst den
ersten Glättewert D (1) = -B.
In diesem ersten Unterzyklus sind die Adressen
beider Adressenzähler 4 und 6 gleich, so daß der Vergleicher
10 ein Signal am Ausgang 9 erzeugt und die Steuereinheit
18 am Ende des ersten Unterzyklus zum Zeitpunkt t₁₀
wieder in den Hauptzyklus zurückschaltet. Dadurch wird gemäß
Zeile e in Fig. 4 der Umschalter 8 wieder zurückgeschaltet
und der Adressenausgang 11 mit dem Ausgang des
Adressenzählers 4 verbunden. Gleichzeitig erscheint gemäß
der Impulsfolge c in Fig. 4 am Ausgang 33 der Steuereinheit
18 ein Impuls, der an der ersten Adresse in den Speicher
32 den ohne weiteres nicht definierten Inhalt des
Ordnungszahlregisters 34 einschreibt, was jedoch nicht
störend ist, da dieser erste Wert später nicht benötigt
wird. Ferner wird über den Steuereingang 21 gemäß der Impulsfolge
d in Fig. 4 der Speicher 22 auf Schreiben umgeschaltet
und schreibt den ersten Glättewert an der ersten
Adresse ein.
Danach erhält gemäß der Impulsfolge a in Fig. 4 der
Adressenzähler 4 ein Zählsignal und schaltet auf die nächste
Adresse i = 2. Danach folgt entsprechend der Impulsfolge
b ein weiterer Impuls am Ausgang 15 der Steuereinheit
18, die das zweite Meßsignal a (2) in das Meßsignal-Register
14 einschreibt sowie für den zweiten Glättewert D (2)
zunächst den Wert 0 einschreibt.
Nun beginnt zum Zeitpunkt t₂₁ die zweite Folge von Unterzyklen,
die nun aus zwei Unterzyklen besteht, wobei der
zweite Unterzyklus zum Zeitpunkt t₂₂ beginnt. In jedem Unterzyklus
tritt nun die gleiche Folge der Steuersignale
wie im ersten Unterzyklus auf, wobei nun bereits der erste
Zwischenwert M (2,1) ungleich 0 ist, so daß im ersten Unterzyklus
dieser zweiten Folge gemäß der Zeile h in Fig. 4
am Ausgang 29 des Vergleichers 28 ein Signal auftritt, das
den ersten Zwischenwert in das Minimum-Register 26 sowie
die gerade am Adressenausgang 11 vorhandene Adresse l = 1 in
das Ordnungszahlregister 34 einschreibt. Im zweiten Unterzyklus
möge der Zwischenwert M (2,2) nicht kleiner sein als
der erste Zwischenwert, so daß kein Signal am Ausgang 29
des Vergleichers 28 erzeugt wird. Mit dem gemäß Impulsfolge
f in Fig. 4 zum Zeitpunkt t₂₂ erzeugten Zählsignal am
Ausgang 3 der Steuereinheit 18 wird der Adressenzähler 6
auf die Adresse l = 2 weitergeschaltet, so daß nun wieder
der Vergleicher 10 ein Signal am Ausgang 9 abgibt, das am
Ende des zweiten Unterzyklus zum Zeitpunkt t₂₀ die Steuereinheit
wieder in den Hauptzyklus zurückschaltet, bei dem
die gleichen Abläufe wie nach dem Zeitpunkt t₁₀ folgen.
Dieser Ablauf wiederholt sich nun ständig, wobei die Anzahl
der Unterzyklen mit jedem Hauptzyklus um 1 wächst,
bis schließlich der Adressenzähler 4 den Wert N erreicht
hat, womit das letzte Meßsignal verarbeitet wird. Zum
Zeitpunkt t N 0 in Fig. 4 sind dann die Zwischenwerte für
alle vorhergehenden Meßsignale einschließlich des letzten
Meßsignals a(N) verarbeitet und der letzte Unterzyklus
abgeschlossen. Mit den danach folgenden Impulsen der Impulsfolge
c und d wird der letzte Glättewert D(N) in den
Speicher 22 und insbesondere die im Ordnungszahlregister
34 gespeicherte Ordnungszahl im Speicher 32 abgespeichert
und mit dem dann folgenden Impuls der Impulsfolge a der
Adressenzähler 4 noch eine Stellung auf die Adresse i = N + 1
weitergeschaltet und die Steuereinheit 18 von dem Ablauf
zur Ermittlung der Glättewerte und der Ordnungszahlen auf
den Ablauf zur Auswahl der Meßsignale umgeschaltet.
Für die Durchführung dieser Auswahl werden im wesentlichen
ein Teil der im Blockschaltbild in Fig. 3 dargestellten
Elemente verwendet, wie in Fig. 5 gezeigt ist. In der
Adressieranordnung 2 ist nur der eine Adressenzähler 4
dargestellt, da nur dieser hier von Bedeutung ist und angenommen
wird, daß der Umschalter 8 in Fig. 3 während der
Auswahl der Meßsignale ständig den Ausgang des Adressenzählers
4 mit dem Adressenausgang 11 verbindet. Der Adressenzähler
4 hat hier jedoch einen anderen Zähleingang 1 a,
wobei daran angelegte Zählimpulse den Adressenzähler 4
rückwärts zählen. An den Adressenausgang 11 ist hier wieder
der Speicher 12 für die Meßsignale a(i) angeschlossen,
der hier jedoch über den Eingang 12 a zeitweise auf Schreiben
umgeschaltet wird. An den Datenausgang 13 des Speichers
12 ist wieder das Meßsignal-Register 14 angeschlossen,
das nun aber die Einschreibtakte nicht mehr direkt
von der Steuereinheit 18, sondern von dem Ausgang 53 eines
Vergleichers 50 erhält. Der Ausgang des Meßsignal-Registers
14 ist hier mit dem Dateneingang des Speichers 12 verbunden.
Da in Fig. 3 der Speicher 12 nur auf Lesen geschaltet
ist, kann diese Verbindung vom Ausgang des Meßwert-
Registers 14 zum Dateneingang des Speichers 12 auch in
der Fig. 3 bereits vorhanden sein.
Ferner wird der Speicher 32 für die Ordnungszahlen sowie
das Endwert-Register 40 verwendet. Während der Auswahl der
Meßwerte ist jedoch der Eingang des Endwert-Speichers 40
mit dem Datenausgang 43 des Speichers 32 verbunden, und
der Ausgang 41 des Endwert-Registers 40 ist mit dem Adresseneingang
des Speichers 32 sowie dem einen Eingang des
Vergleichers 50 verbunden. Die gegenüber der Anordnung in
Fig. 3 unterschiedliche Verbindung der Eingänge des Speichers
32 und des Endwert-Registers 40 kann durch nicht
dargestellte Umschalter entsprechend den Umschaltern 8 und
24 in Fig. 3 durchgeführt werden. Auch die gegenüber
Fig. 3 unterschiedliche Verbindung der Einschreibanschlüsse
des Meßwert-Registers 14 und des Endwert-Registers
40, die beide mit dem Ausgang 53 des Vergleichers
50 verbunden sind, können durch einfache elektronische Umschalter
gebildet werden.
Der andere Eingang des Vergleichers 50 ist mit dem Adressenausgang
11 verbunden. Der Vergleicher 50 erzeugt am
Ausgang 53 ein Signal, wenn über den Steuereingang 51 ein
Freigabesignal von einem nicht dargestellten Ausgang der
Steuereinheit 18 in Fig. 3 zugeführt wird und wenn die
Signale an beiden Eingängen gleich sind. Ferner ist ein
Vergleicher 52 vorgesehen, dessen einer Eingang mit dem
Adressenausgang 11 verbunden ist und dessen anderer Eingang
den festen Wert "1" als Adresse des ersten Meßsignals
erhält und der bei Gleichheit beider Eingänge ein
Signal am Ausgang 55 abgibt, das die Steuereinheit 18 in
den Ruhezustand schaltet.
Zu Beginn der Auswahl der Meßsignale enthält der Adressenzähler
4 die Adresse i = N + 1, wie anhand der Fig. 4 erläutert
wurde. Die Steuereinheit 18 erzeugt nun wiederholt
eine Folge von drei Impulsen, von denen der erste Impuls
dem Eingang 1 a des Adressenzählers 4 zugeführt wird und
dessen Adresse um 1 erniedrigt. Außerdem wird dieser erste
Impuls dem Rücksetzeingang 15 a des Meßwert-Registers
14 zugeführt, um dessen Inhalt auf 0 zu setzen, wenn die
nicht ausgewählten Meßsignale durch ein Signal mit dem
Wert 0 ersetzt werden sollen. Wenn die nicht ausgewählten
Meßsignale durch das vorhergehende Meßsignal ersetzt werden
sollen, entfällt das Rücksetzen über den Eingang 15 a.
Der zweite Impuls, der beispielsweise nach Beendigung des
ersten Impulses jeweils folgt, wird dem Steuereingang 51
des Vergleichers 50 zugeführt. Wenn beispielsweise angenommen
wird, daß das Endwert-Register 40 die Adresse N-2
enthält, erzeugt der Vergleicher 50 am Ausgang 53 kein
Signal, und in beiden Registern 14 und 40 bleibt der zunächst
vorhandene Wert erhalten.
Der dritte Impuls, der nach Beendigung des zweiten Impulses
folgen kann, wird dem Einschreibeingang 12 a des
Speichers 12 zugeführt und schreibt somit am adressierten
Speicherplatz den Inhalt des Meßwert-Registers 14 ein,
d. h. zunächst den Wert 0. Danach folgt wieder ein Impuls,
der dem Eingang 1 a des Adressenzählers 4 zugeführt wird.
Sobald der letztere die im Endwert-Register 40 enthaltene
Adresse erreicht, gibt der Vergleicher 50 ein Signal am
Ausgang 53 ab, das das aus dem Speicher 12 ausgelesene
Meßsignal a(i) in das Meßsignal-Register 14 einschreibt
und gleichzeitig die im Speicher 32 an dieser Adresse,
die ja mit der Adresse am Adressenausgang 11 übereinstimmt,
enthaltene Ordnungszahl in das Endwert-Register 40 einschreibt,
so daß dieses jeweils die Adresse des nächsten
auszuwählenden Meßsignals enthält und der Vergleicher 50
jeweils bei einem auszuwählenden Meßsignal ein Ausgangssignal
am Ausgang 53 erzeugt. Mit dem jeweils nachfolgenden
dritten Impuls am Einschreibeingang 12 a des Speichers
12 wird dann das gerade ausgelesene Meßsignal wieder eingeschrieben.
Wenn das folgende erste Signal dem Rücksetzeingang
15 a des Meßsignal-Registers 14 zugeführt wird,
wird auch anstelle aller folgender nicht ausgewählter Meßsignale
ein Signal mit dem Wert 0 eingeschrieben, während
ohne Rücksetzung des Meßsignal-Registers 14 für jedes
nicht ausgewählte Meßsignal das zuletzt ausgewählte Meßsignal
eingeschrieben wird.
Wenn schließlich der Adressenzähler 4 die Adresse i = 1 erreicht,
gibt der Vergleicher 52 ein Ausgangssignal am Ausgang
55 zur Steuereinheit 18 ab, die mit dem danach folgenden
dritten Impuls, mit dem das erste Meßsignal a (1)
eingeschrieben bzw. überschrieben wird, den Auswahlablauf
beendet und in den Ruhezustand zurückkehrt. Der Speicher
12 enthält nun die geglättete Folge von Meßsignalen, die
nun zur Weiterverarbeitung ausgelesen werden kann. Im
Falle einer geglätteten Folge von Abtastsignalen der Stimmbandgrundfrequenz
erfolgt beispielsweise ein Vergleich mit
einer gespeicherten Folge, gegebenenfalls unter Vorschaltung
einer nichtlinearen Zeitanpassung, und bei genügender
Übereinstimmung wird ein Signal erzeugt, das die Verifikation
des Sprechers angibt. Für den Vergleicher 52 in
Fig. 5 kann auch der Vergleicher 44 in Fig. 3 verwendet
werden, wenn dessen einer Eingang von dem festen Wert N
auf den Wert "1" umgeschaltet wird.
Bei der Auswahl der Meßsignale sind die vorher ermittelten
und im Speicher 22 gespeicherten Glättewerte D(i) nicht
mehr notwendig, sondern diese dienen bei dem vorhergehenden
Ablauf zur Ermittlung der im Speicher 32 abzuspeichernden
Ordnungszahlen lediglich dazu, diese auf möglichst
einfache und zeitsparende Weise zu ermitteln.
In dem Blockschaltbild in Fig. 3 kann die Aufgabe der
Recheneinheit 30 auch durch die Recheneinheit 16 ausgeführt
werden, indem die Eingänge und Ausgänge entsprechend
umgeschaltet werden, d. h. die Ausgänge 17 und 31 fallen
dann zusammen und der Vergleicher 28 erhält dann ebenfalls
einen Steuereingang, der nur während der Unterzyklen ein
Steuersignal erhält. Statt der Steuereingänge an den Vergleichern
können auch die von deren Ausgängen gesteuerten
Register mit einer UND-Verknüpfung am Einschreibeingang
versehen sein.
Die Steuereinheit 18 kann in an sich bekannter Weise durch
Zähler und Dekodierer sowie Umschalter für die Umschaltung
zwischen den beiden Abläufen aufgebaut sein. Andererseits
kann die Steuereinheit 18 auch durch einen Vielzweckrechner
oder durch einen Mikroprozessor realisiert werden, der
die in Fig. 4 dargestellten bzw. die bei Fig. 5 beschriebenen
Impulsfolgen erzeugt. Dabei ist es dann zweckmäßig,
auch die Recheneinheit 16 in diesem Prozessor mit einzubeziehen.
Auch die Adressensteuerung 2 kann dann in dem
Prozessor enthalten sein, indem die Adressenfolgen durch
arithmetische Operationen erzeugt werden. Ferner können
auch die übrigen Register und Vergleicher in solch einem
Prozessor enthalten sein, so daß im wesentlichen nur die
drei Speicher 12, 22 und 32 als zusätzliche Bauelemente
notwendig sind.
Claims (10)
1. Verfahren zum Erzeugen einer geglätteten Folge von
Meßsignalen durch automatisches Auswählen von Meßsignalen
aus einer Eingangsfolge von zu aufeinanderfolgenden
Zeitpunkten gewonnenen Meßsignalen, wobei
die Eingangsfolge einzelne durch Meßfehler stark
von benachbarten Meßsignalen abweichende Meßsignale
enthält und die Werte der ausgewählten Meßsignale
einen geglätteten Verlauf ergeben, dadurch
gekennzeichnet, daß ausgehend von dem ersten
Meßsignal a (1) der Eingangsfolge nacheinander für
jedes Meßsignal a(i) ein Glättewert D(i) als das um
einen vorgegebenen Bonuswert B verminderte Minimum
der Summen der Signalunterschiedswerte d(i, l) dieses
Meßsignals a(i) gegenüber einer Anzahl unmittelbar
vorhergehender Meßsignale a(l) und den zu diesen
vorhergehenden Meßsignalen a(l) gehörenden, bereits ermittelten
Glättewerten D(l) ermittelt und zusammen mit
der Ordnungszahl k des vorhergehenden Meßsignals a(k),
bei dem das Minimum aufgetreten ist, gespeichert wird,
und daß nach Bestimmung der Glättewerte D(i) für alle
Meßsignale a(i) der Eingangsfolge ausgehend von dem
Meßsignal mit dem kleinsten Glättewert das jeweils zu
der bei dem zuletzt ausgewählten Meßsignal gespeicherten
Ordnungszahl gehörende Meßsignal ausgewählt wird
und die ausgewählten Meßsignale in umgekehrter Reihenfolge
die geglättete Folge der ausgewählten Meßsignale
darstellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Ermittlung des Glättewertes D(i) für ein Meßsignal
a(i) dessen Glättewert D(i) zunächst auf den Wert 0 gesetzt
und das Meßsignal a(i) selbst wie ein vorhergehendes
Meßsignal verarbeitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß für jedes Meßsignal a(i) der Glättewert D(i)
aus den Signalunterschiedswerten d(i, l) gegenüber
allen vorhergehenden Meßsignalen ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Signalunterschiedswert d(i, l)
zweier Meßsignale a(i), a(l) der Betrag der Differenz
der Werte dieser Meßsignale ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Signalunterschiedswert
d(i, l) zweier Meßsignale a(i), a(l) der Quotient aus
der Differenz a(i)-a(l) der Meßsignalwerte und der
Differenz (i-l) der Ordnungszahlen dieser Meßsignale ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Signalunterschiedswert
d(i, l) zweier Meßsignale a(i), a(l) aus der Summe der
Quadrate der Differenz a(i)-a(l) der Meßsignalwerte und
der Differenz (i-l) der Ordnungszahlen dieser Meßsignale
abgeleitet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Quadrat der Differenz der Ordnungszahlen i, l vor der
Summation um einen konstanten Faktor p vergrößert wird
und der Bonuswert B gleich 0 ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die nicht ausgewählten
Meßsignale a(i) durch Signale ersetzt werden, die aus
den benachbarten ausgewählten Meßsignalen abgeleitet
sind.
9. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 7, mit einem ersten
Speicher zum Speichern der Meßsignale der Eingangsfolge,
gekennzeichnet durch
- a) einen zweiten Speicher (22) zur Aufnahme der Glättewerte D(i),
- b) einen dritten Speicher (32) zur Aufnahme der Ordnungszahl l des vorhergehenden Meßwertes a(l), bei dem ein Minimum aufgetreten ist,
- c) eine Adressieranordnung (2), deren Adressenausgang (11) mit den Adresseneingängen des ersten, zweiten und dritten Speichers (12, 22, 32) verbunden ist und die an diesem Adressenausgang bei der Ermittlung der Glättewerte eine Adressenfolge erzeugt, die der zeitlichen Folge der gespeicherten Meßsignale a(i) entspricht und in der nach jeder neuen Adresse, die dem jeweils nächsten Meßsignal a(i) entspricht, in jeweils einem Unterzyklus nacheinander die Adressen der unmittelbar vorhergehenden Meßsignale a(l) bis zu einer vorgegebenen Anzahl, beginnend beim am weitesten vorhergehenden Meßsignal, erzeugt werden und alle adressierten Meßsignale a(i), a(l) und die den vorhergehenden Meßsignalen entsprechenden Glättewerte D(l) ausgelesen werden,
- d) eine erste Recheneinheit (16), deren Eingänge mit dem Ausgang des ersten und zweiten Speichers (12, 22) verbunden sind und die jeweils aus einem Meßsignal a(i) und einem vorhergehenden Meßsignal a(l) sowie dem dazu gehörenden Glättewert D(l) ein Zwischensignal M(i, l) entsprechend M(i, l) = d(i, l) + D(l)ermittelt,
- e) ein Minimumregister (26) und einen ersten Vergleicher (28), deren Eingänge mit dem Ausgang (17) der ersten Recheneinheit (16) verbunden sind und von denen der erste Vergleicher (28) das ermittelte Zwischensignal M(i, l) mit dem im Minimum-Register (26) enthaltenen Zwischensignal vergleicht und das gerade ermittelte Zwischensignal in das Minimum-Register (26) einschreibt, wenn dieses kleiner ist als das gespeicherte Zwischensignal,
- f) eine zweite Recheneinheit (30), die mit dem Ausgang des Minimum-Registers (26) verbunden ist und die von den im Minimum-Register (26) gespeicherten Wert den vorgegebenen Bonuswert B subtrahiert,
- g) eine Steuereinheit (18), die bei jedem Unterzyklus die Adresse des vorhergehenden Meßwertes a(k), bei dem im Unterzyklus das kleinste Zwischensignal M(i, k) aufgetreten ist, als Ordnungszahl k in den dritten Speicher (32) und nach jedem Unterzyklus das Ausgangssignal der zweiten Recheneinheit (30) als Glättewert D(i) in den zweiten Speicher (22) einschreibt und während der anschließenden Auswahl der Meßwerte für die geglättete Folge mindestens die Meßwerte in dem ersten Speicher (12) an den Adressen entsprechend den im dritten Speicher (32) enthaltenen Ordnungszahlen ausliest und in einen Ergebnisspeicher einschreibt.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Speicher (12) als Ergebnisspeicher dient,
in dem die nichtausgewählten Meßwerte durch einen
aus den benachbarten
ausgewählten Meßsignalen abgeleiteten
Wert ersetzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813112444 DE3112444A1 (de) | 1981-03-28 | 1981-03-28 | Verfahren und anordnung zum erzeugen einer geglaettente folge von messsignalen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813112444 DE3112444A1 (de) | 1981-03-28 | 1981-03-28 | Verfahren und anordnung zum erzeugen einer geglaettente folge von messsignalen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3112444A1 DE3112444A1 (de) | 1982-10-21 |
| DE3112444C2 true DE3112444C2 (de) | 1989-07-20 |
Family
ID=6128652
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813112444 Granted DE3112444A1 (de) | 1981-03-28 | 1981-03-28 | Verfahren und anordnung zum erzeugen einer geglaettente folge von messsignalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3112444A1 (de) |
-
1981
- 1981-03-28 DE DE19813112444 patent/DE3112444A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3112444A1 (de) | 1982-10-21 |
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