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Verfahren und Anordnung zum Erzeugen einer geglätteten
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Folge von Meßsignalen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen
einer geglätteten Folge von Meßsignalen durch automatisches Auswählen von Meßsignalen
aus einer Eingangsfolge von zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten gewonnenen Meßsignalen,
wobei die Eingangsfolge einzelne infolge Meßfehler stark gegenüber benachbarten
Meßsignalen abweichende Meßsignale enthält und die Werte der ausgewählten Meßsignale
einen kontinuierlichen Verlauf ergeben, sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
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Bei der Gewinnung von Meßsignalen aus einem zeitlich sich verändernden
Signal zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten können Meßfehler aus verschiedenen Gründen
auftreten, durch die die Werte einzelner Meßsignale von denen benachbarter Meßsignale
stark abweichen. Solche Meßfehler können durch Störsignale oder durch zufällige
oder statistische Schwankungen des Signals erzeugt werden, von dem die Folge der
Meßsignale abgeleitet wird. Ein Beispiel hierfür ist die Verarbeitung von Sprachsignalen.
Die Folge der Meßsignale kann dabei durch zeitlich aufeinanderfolgende Abtastungen
des Verlaufs der Stimmbandgrundfrequenz, der Formantfrequenzen oder der Ausgangssignale
eines Filterbandpasses gewonnen sein. In solchen oder ähnlichen Signalverläufen
treten aufgrund ihrer physikalischen Natur keine unstetigen Änderungen, d.h. keine
abrupten Sprünge auf.
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In vielen Fällen werden die Meßsignale nicht unmittelbar aus einem
zu untersuchenden Signalverlauf gewonnen, sondern aus einer entsprechenden Verarbeitung
des zu untersuchenden Signalverlaufes. Dies trifft beispielsweise im besonderen
Maße für den Verlauf der Stimmbandgrundfrequenz zu, die selbst nicht ohne weiteres-unmittelbar
ermittelt
werden kann und auch durch Filter nicht einfach bestimmt
werden kann, da dann leicht Oberwellen des Sprachsignals als Grundfrequenz erscheinen.
Es ist vielmehr eine technisch aufwendige Verarbeitung erforderlich, um mit einer
ausreichenden Zuverlässigkeit die Werte der Stimmbandgrundfrequenz zu verschiedenen
aufeinanderfolgenden Zeitpunkten zu erhalten. Auch bei aufwendigen technischen Verarbeitungen
können jedoch einzelne Meßsignale auftreten, die fälschlicherweise die doppelte
oder gar dreifache Frequenz der tatsächlichen Stimmbandgrundfrequenz angeben. Für
die Weiterverarbeitung des Verlaufs der Stimmbandgrundfrequenz bzw. ganz allgemein
der Folgen von Meßsignalen ist es jedoch erforderlich, Meßsignale mit solchen fehlerhaften
Werten, sogenannte "Ausreißer", zu eliminieren und eine geglättete Folge von Meßsignalen
zu erzeugen.
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Dies könnte beispielsweise durch eine lineare Tiefpaßfilterung erfolgen.
Eine solche Filterung hat jedoch den Nachteil, daß ein fehlerhaftes Meßsignaltdie
benachbarten Meßsignale in der geglätteten Folge beeinflußt, auch wenn diese korrekt
sind, und daß schnelle Änderungen in der korrekten Folge der Meßsignale durch die
Tiefpaßfilterung verschmiert, d.h. in langsamere Änderungen über-einen längeren
Bereich verfälscht werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dem eine
geglättete Folge von Meßsignalen dadurch erzeugt wird, daß nur korrekte bzw. mögliche
Meßsignale ausgewählt und die Ausreißer eliminiert werden, ohne die benachbarten
Meßsignale zu beeinflussen, wobei steile Übergänge der Werte in der ursprünglichen
Folge von Meßsignalen erhalten bleiben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei dem
eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß ausgehend von dem ersten Meßsignal
a(1) der Eingangsfolge nacheinander für jedes Meßsignal a(i) ein Glättewert D(i)
als das um einen vorgegebenen- Bonuswert B verminderte Minimum der Summen der Signalunterschiedswerte
d(a(i), a(l)) die-
ses Meßsignals a(i) gegenüber einer Anzahl unmittelbar
vorhergehender Meßsignale a(l) und dem zu diesem vorhergehenden Meßsignal a(l) gehörenden,
bereits ermittelten Glättewert D(l) ermittelt und zusammen mit der Ordnungszahl
k des vorhergehenden Meßsignals a(k), bei dem das Minimum aufgetreten ist, gespeichert
wird, und daß nach Bestimmung der Glättewerte D(i) für alle Meßsignale a(i) der
Eingangsfolge ausgehend von dem Meßsignal mit dem kleinsten Glättewert das jeweils
zu der bei dem zuletzt ausgewählten Meßsignal gespeicherten Ordnungszahl gehörende
Meßsignal ausgewählt wird und die ausgewählten Meßsignale in umgekehrter Reihenfolge
die geglättete Folge der ausgewählten Meßsignale darstellt. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird also der Wert jedes Meßsignals mit dem jedes vorhergehenden Meßsignals
verglichen und geprüft, zu welchem der vorhergehenden Meßsignale das untersuchte
Meßsignal am besten passt, wobei das Maß der Anpassung durch den Bonuswert bestimmt
wird, der dem Charakter der untersuchten Folge von Meßsignalen beispielsweise aufgrund
von früheren Vergleichsmessungen angepasst werden kann. Durch die Bildung eines
Glättewertes für jedes Meßsignal wird eine einfache Verarbeitung ermöglicht, so
daß die Verarbeitung einer Folge von Meßsignalen mit einer festen Verzögerung in
Echtzeit erfolgen kann. Die Folge der ausgewählten Meßsignale kann dann unmittelbar
weiterverarbeitet werden.
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Um auch Folgen von Meßsignalen korrekt glätten zu können, bei denen
-die Meßsignale am Anfang und/oder am Ende der Folge Meßfehler enthalten und somit
nicht zur korrekt geglätteten Folge gehören, ist es nach einer Ausgestaltung der
Erfindung zweckmäßig, daß zur Ermittlung des Glättewertes D(i) für ein Meßsignal
a(i) dessen Glättewert D(i) zunächst auf den Wert 0 gesetzt und das Meßsignal a(i)
selbst wie ein vorhergehendes Meßsignal verarbeitet wird.
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Auf diese Weise wird stets eine korrekt geglättete Folge von Meßsignalen
erhalten.
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Es ist möglich, daß mehrere falsche Meßsignale.unmittelbar aufeinander
folgen, so daß es im Extremfall zweckmäßig ist, daß für jedes Meßsignal a(i) der
Glättewert D(i) aus den Signalunterschiedswerten d(a(i), a(l)) gegenüber allen vorhergehenden
Meßsignalen ermittelt wird.
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Der Signalunterschiedswert kann auf verschiedene Weise ermittelt werden.
Der einfachste Fall ist, daß der Signalunterschiedswert zweier Meßsignale die Differenz
der Werte dieser Meßsignale ist. Hierfür ist nur eine einfache Recheneinrichtung
notwendig. Etwas bessere Ergebnisse können jedoch erzielt werden, wenn der Signalunterschiedswert
zweier Meßsignale der Quotient aus der Differenz der Werte und der Differenz der
Ordnungszahlen dieser Meßsignale ist. Dies entspricht der Neigung der Verbindung
zweier Meßsignale, die um einen entsprechend dem Abstand dieser Meßsignale vom Bonuswert
abhängigen Wert vergrößert ist. Noch bessere Ergebnisse werden erreicht, wenn der
Signalunterschiedswert zweier Meßsignale aus der Summe der Quadrate der Differenzen
der Meßsignalwerte und der Ordnungszahlen abgeleitet wird. Die Wurzel aus dieser
Summe der Quadrate entspricht unmittelbar dem euklidischen Abstand der Meßsignale.
Dafür ist jedoch eine relativ komplizierte Recheneinrichtung notwendig. Im letzteren
Falle ist es für die Berücksichtigung der verschiedenen Dimensionen bzw. Größenordnungen
von Meßsignalen und Ordnungszahlen zweckmäßig, daß das Quadrat der Differenz der
Ordnungszahlen vor der Summation mit einem konstanten Faktor p multipliziert wird
und der Bonuswert gleich 0 ist. Die Multiplikation kann beispielsweise durch eine
Stellenverschiebung erreicht werden, so daß sich eine Vereinfachung der dafür notwendigen
Recheneinheit ergibt. Allerdings ist es in diesem Falle notwendig, daß Anfang und
Ende der geglätteten Folge von Meßsignalen bekannt oder willkürlich festgelegt ist.
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In der geglätteten Folge können die nichtausgewählten Meßsignale einfach
weggelassen oder durch den Wert O er-
setzt werden, so daß diese
nichtausgewählten Meßsignale in der geglätteten Folge praktisch nicht existieren.
Für viele Zwecke der Weiterverarbeitung ist dies ausreichend.
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In anderen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, daß die nichtausgewählten
Meßsignale durch Signale ersetzt werden, die aus den benachbarten ausgewählten Meßsignalen
abgeleitet sind. Dies erfordert allerdings einen gewissen zusätzlichen technischen
Aufwand.
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Eine Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit
einem ersten Speicher zum Speichern der Meßsignale der Eingangsfolge ist gekennzeichnet
durch a) einen zweiten Speicher zur Aufnahme der Glättewerte D(i), b) einen dritten
Speicher zur Aufnahme der Ordnungszahl k des vorhergehenden Meßwertes a(k), bei
dem ein Minimum aufgetreten ist, c) eine Adressieranordnung, deren Adressenausgang
mit den Adresseneingängen des ersten, zweiten und dritten Speichers verbunden ist
und die an diesem Adressenausgang bei der Ermittlung der Glättewerte eine Adressenfolge
erzeugt, die der zeitlichen Folge der gespeicherten Meßsignale a(i) entspricht und
in der nach jeder neuen Adresse, die dem jeweils nächsten Meßsignal a(i) entspricht,
in jeweils einem Unterzyklus nacheinander die Adressen der unmittelbar vorhergehenden
Meßsignale a(l) bis zu einer vorgegebenen Anzahl, beginnend beim am weitesten vorhergehenden
Meßsignal, erzeugt werden und alle adressierten Meßsignale a(i), a(l) und die den
vorhergehenden Meßsignalen entsprechenden Glättewerte D(l) ausgelesen werden, d)
eine erste Recheneinheit, deren Eingänge mit dem Ausgang des ersten und zweiten
Speichers verbunden ist und die jeweils aus einem Meßsignal a(i) und einem vorhergehenden
Meßsignal a(l) sowie dem dazu gehörenden Glättewert D(l) ein Zwischensignal M(i,
1) entsprechend M(i,l)=d(a(i), a(l))+D(l)
ermittelt, e) ein Minimumregister
und einen ersten Vergleicher, deren Eingänge mit dem Ausgang der ersten Recheneinheit
verbunden sind und von denen der Vergleicher das ermittelte Zwischensignal M(i,
1) mit dem im Minimum-Register enthaltenen Zwischensignal vergleicht und das gerade
ermittelte Zwischensignal in das Minimum-Register einschreibt, wenn dieses kleiner
ist als das gespeicherte Zwischensignal, f) eine zweite Recheneinheit, die mit dem
Ausgang des Minimum-Registers verbunden ist und die von den im Minimum-Register
gespeicherten Wert den vorgegebenen Bonuswert B subtrahiert, g) eine Steuereinheit,
die bei jedem Unterzyklus die Adresse des vorhergehenden Meßwertes a(k), bei dem
im Unterzyklus das kleinste Zwischensignal M(i,k) aufgetreten ist, als Ordnungszahl
k in den dritten Speicher und nach jedem Unterzyklus das Ausgangssignal der zweiten
Recheneinheit als Glättewert D(i) in den zweiten Speicher einschreibt und während
der anschließenden Auswahl der Meßwerte für die geglättete Folge mindestens die
Meßwerte in dem ersten Speicher an den Adressen entsprechend den im dritten Speicher
enthaltenen Ordnungszahlen ausliest und in einen Ergebnisspeicher einschreibt.
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Ausgestaltungen dieser Anordnung sind in den weiteren Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Darstellung zur Erläuterung des Prinzips
der Glättung, Fig. 2 ein Ablaufschema zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig,
3 ein Blockschaltbild zur Ermittlung der Glättewerte und der Ordnungszahlen, Fig.
4 ein Impulsschema zum Steuern der in Fig. 3 angegebenen Elemente, Fig. 5 ein Blockschaltbild
zur Auswahl der Meßsignale anhand der gespeicherten Ordnungszahlen.
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Da in der geglätteten Folge der Meßsignale nur die Ausreißer eliminiert
werden sollen, ohne die korrekten Meßsignale zu beeinflussen, muß für jedes Meßsignal
einzeln gesprüft werden, ob es in die geglättete Folge der Meßsignale passt. Daher
muß zunächst für jeweils zwei Meßsignale a(i) und a(l) der Eingangsfolge ein Glättekriterium
bzw. ein Signalunterschiedswert d(i, l) bestimmt werden. Hierfür sind folgende Möglichkeiten
von besonderer Bedeutung: a) der absolute Unterschied
b) die absolute Steigung
c) der euklidische Abstand d(i,l) = {p.(i1)2 + (a(i)-a(l))2 d) das Abstandsquadrat
d(i,l) = 2 + (a(i)-a(l))2.
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p.(i-l) Der Faktor p in den Kriterien c) und d) ist notwendig, um
den Unterschied der Dimensionen bzw. Größenordnungen zwischen den Meßsignalen und
deren Abständen zu berücksichtigen. Prinzipiell scheint der euklidische Abstand
am besten geeignet zu sein, jedoch erfordert dieser einen relativ hohen Rechenaufwand,
insbesondere durch die Bildung der Wurzel. Aber auch
für das Abstandsquadrat
ist noch ein wesentlicher Rechenaufwand notwendig. Bei langsamen Folgen von Meßsignalen
kann allerdings für die Berechnung ein allgemeiner Vielzweck-Rechner eingesetzt
werden, der die einzelnen Rechenschritte nacheinander durchführt, so daß der Gesamtaufwand
begrenzt bleibt.
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Wenn das Gesamtglättekriterium von diesen punktweisen Glättekriterien
abgeleitet wird, kann dies dazu führen, daß die geglättete Kurve nur ein oder wenige
Meßsignale desselben Wertes enthält. Aus diesem Grunde wird ein Bonuswert B eingeführt.
Die Wirkung dieses Bonuswertes soll anhand der Fig. 1 erläutert werden. Darin sind
drei Meßsignale a(i1), a(i), a(i2) dargestellt, die einen Teil einer längeren Folge
von Meßsignalen bilden. Wenn für die Zwecke dieser Erläuterung angenommen wird,
daß die beiden Meßsignale a(i1) und a(i2) zu der geglätteten Folge gehören, dann
kann das Meßsignal a(i) nur dann auch zur geglätteten Folge gehören, wenn für die
Signalunterschiedswerte jeweils zweier Meßsignale folgende Bedingung erfüllt ist
d(i2,i1)<d(i2,i) + d(i,i1) - B.
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Die Größe dieses Bonuswertes B bestimmt also das Ausmaß der Glättung,
d.h. je kleiner dieser Bonuswert B ist, desto stärker wird die Folge geglättet,
indem Meßsignale mit entsprechend geringeren Unterschieden zu benachbarten Meßsignalen
eliminiert werden. Waa an der Stelle der eliminierten Meßsignale eingesetzt werden
soll, geht daraus nicht hervor, sondern bleibt einem weiteren Verarbeitungsschritt
vorbehalten.
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Bei der Erläuterung der obengenannten Bedingung für das Einbeziehen
eines Meßsignals in eine geglättete-Kurve ist von zwei Meßsignalen zu beiden Seiten
ausgegangen, wobei die beiden benachbarten Meßsignale als zur geglätteten Folge
gehörig angenommen wurden. Im
praktischen Fall ist eine Prüfung
bzw. ein Vergleich jedes Meßsignals mit mehreren beiderseits benachbarten Meßsignalen
notwendig, was jedoch in der technischen Ausführung sehr aufwendig ist. Aus der
o.g. Bedingung ist daher die folgende Bedingung abgeleitet, die den technischen
Aufwand für die Ermittlung der geglätteten Folge von Meßsignalen sehr stark verringert:
D(i) = -B + min [d(i,l)+D(l) : 1=1, ... ,i] Von dieser Bedingung, die als Glättewert
bezeichnet wird, geht das erfindungsgemäße Verfahren aus. Durch die Einbeziehung
der vorher ermittelten Glättewerte in die Bestimmung der folgenden Glättewerte wird
nicht nur der technische Aufwand verringert, sondern auch der gesamte Vorgang stark
beschleunigt. Diese Glätte-.
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werte müssen daher alle gespeichert werden. Ferner muß auch noch gespeichert
werden, bei welchem Meßsignal a(k) jeweils das Minimum aufgetreten ist, d.h. es
muß die Ordnungszahl k dieses Meßwertes gespeichert werden.
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Aus diesen gespeicherten Ordnungszahlen kann dann auf einfache Weise
die geglättete Folge der Meßsignale bestimmt werden, wie nachfolgend erläutert wird.
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Bei der letztgenannten Bedingung wird jedes Meßsignal mit allen vorhergehenden
Meßsignalen verglichen. Da aber anzunehmen ist, daß die Korrelation zwischen zwei
Meßsignalen um so geringer ist, je größer der Abstand zwischen diesen Meßsignalen
ist, kann der Rechenaufwand dadurch verringert werden, daß jedes Meßsignal nur mit
einer vorgegebenen Anzahl vorhergehender Meßsignale vergleichen wird.
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Die Wirkung der obengenannten Bedingung kann leichter übersehen werden,
wenn von einer Eingangsfolge von Meßsignalen mit lauter gleichen Werten ausgegangen
wird.
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Der Signalunterschiedswert d(i,l) ist dann für beliebige Paare von
Meßsignalen gleich 0. Jeder folgende
Glättewert D(i) ergibt sich
dann aus dem kleinsten, d.h.
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negativsten vorhergehenden Glättewert, der um den Bonuswert B noch
verringert, d.h. negativer gemacht wird.
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Der kleinste vorhergehende Glättewert ist dann immer der unmittelbar
vorhergehende Glättewert, da bei allen davor liegenden Glättewerten weniger oft
der Bonuswert B subtrahiert wurde und diese somit größer, d.h. weniger negativ sind.
Die Glättewerte ergeben somit eine mit steigender Ordnungszahl i immer negativer
werdende Folge von Werten. Wenn nun eine Eingangsfolge von Meßsignalen vorliegt,
die nicht alle gleiche Werte haben, wird die Folge der Glättewerte durch die stets
positiven Signalabstandswerte nicht so schnell negativ und kann in ihrem Verlauf
auch umkehren, d.h. positiver werden, nämlich bei einem Meßsignal, das einen Ausreißer
darstellt. In einem solchen Fall tritt das Minimum also nicht bei dem unmittelbar
vorhergehenden Meßsignal, sondern bei einem früheren Meßsignal auf, und der bzw.
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die unmittelbar vorhergehenden Meßsignale werden bei der nachfolgenden
Auswahl der Meßsignale für die geglättete Folge eliminiert.
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Das vollständige erfindungsgemäße Verfahren soll nun anhand des Ablaufschemas
in Fig. 2 näher erläutert werden. Der Block 101 stellt symbolisch den Anfang des
Ablaufs dar. Im Block 102 werden Anfangswerte für den Ablauf eingestellt, insbesondere
wird dort die Adressierung auf das erste der gespeicherten Meßsignale eingestellt,und
es werden Anfangswerte in Zwischenspeicher eingeschrieben, die später im Ablauf
benötigt werden.
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Mit dem Block 103 beginnt nun die Ermittlung der Glättewerte und die
Speicherung der Ordnungszahlen in einem zyklischen Ablauf mit Unterzyklen. Im Block
103 wird die Adresse des Meßsignals, für das der Glättewert und die Ordnungszahl
bestimmt werden soll, um 1 erhöht. Im Block 104 wird der zu diesem Meßsignal a(i)
gehörige
Glättewert D(i) zunächst auf 0 gebracht und die Adresse
des vorhergehenden Meßsignals auf einen Anfangswert gesetzt sowie das das Minimum
des bei der folgenden Berechnung auftretenden Zwischenwertes aufnehmende Minimum-Register
auf einen Anfangswert gesetzt. Im Block 105 wird ferner das gerade adressierte Meßsignal
ausgelesen und der Wert zwischengespeichert.
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Mit dem Block 106 beginnt nun ein Unterzyklus, in dem das gerade adressierte
Meßsignal mit allen vorhergehenden Meßsignalen verglichen wird. Im Block 106 wird
die Adresse des vorhergehenden Meßsignals um 1 erhöht, d.h. der im Block 104 eingestellte
Anfangswert dieser Adressen muß also die Adresse vor dem ersten Meßsignal sein.
Im Block 108 wird dann der Wert des vorhergehenden Meßsignals a(l) sowie der dazugehörige
Glättewert D(l) ausgelesen. Im Block 109 wird dann das gewählte Glättekriterium
gemäß vorstehender Erläuterung, d.h. der absolute Unterschied, die absolute Neigung
oder der euklidische Abstand bzw.
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das Abstandsquadrat berechnet und der ausgelesene Glättewert dazu
addiert und somit der Zwischenwert M(i,l) ermittelt.
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Im Block 110 wird geprüft, ob dieser ermittelte Zwischenwert M(i,l)
niedriger ist als der im Minimum-Register gespeicherte Zwischenwert, der vorher
im Block 104 auf 0 gesetzt wurde, so daß diese Prüfung beim ersten Durchlaufen des
Unterzyklus immer ein positives Ergebnis liefert. Bei einem solchen positiven Ergebnis
wird auf den Block 111 übergegangen, bei dem der neu ermittelte Zwischenwert M(i,l)
in das MinimumeRegister eingeschrieben und außerdem die Ordnungszahl 1 des zugehörigen
Meßsignals in einem weiteren Speicher bzw. einem Ordnungszahlregister abgespeichert
wird. Danach folgt im Block 112 die Prüfung, ob das gerade verarbeitete vorhergehende
Meßsignal mit dem im Block 105 ausgelesenen Meßsignal identisch ist, d.h.
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ob eine Folge von Unterzyklen vollständig beendet ist.
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Wenn dies nicht der Fall ist, wird wieder auf den Block
106
zurückgegangen und die Adresse 1 des vorhergehenden Meßsignals um 1 erhöht.
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Wenn jedoch die beiden Meßsignale identisch sind, wird auf den Block
113 übergegangen, wo von dem im Minimum-Register enthaltenen Zwischenwert, der den
minimalen Zwischenwert M(i,k) in der beendeten Folge von Unterzyklen darstellt,
der Bonuswert subtrahiert und somit der Glättewert D(i) bestimmt und in dem zugehörigen
Speicher abgespeichert wird. Wenn in dem Block 111 jeweils die Ordnungszahl 1 in
einem Ordnungszahlregister abgespeichert wurde, enthält dieses nun die Ordnungszahl
k, bei der das Minimum M(i,k) der Zwischenwerte M(i,l) aufgetreten ist, und diese
Ordnungszahl k wird nun in den Speicher für die Ordnungszahl an der erreichten Adresse
i eingeschrieben.
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Mit dem Block 114 beginnt ein Abschnitt, der die anschließende Auswahl
der Meßsignale für die geglättete Folge erleichtern soll. In dem Block 114 wird
geprüft, ob der ermittelte und abgespeicherte Glättewert D(i) kleiner ist als der
in einem Glättewert-Register gespeicherte Glättewert, der zu Anfang im Block 102
auf 0 gesetzt wurde.
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Wenn dies der Fall ist, wird im Block 115 dieser kleinere Glättewert
in das Glättewert-Register eingeschrieben und außerdem die zuletzt erreichte Adresse
i in ein Endwert-Register abgespeichert. Im letzteren Register ist nach Verarbeitung
aller Meßsignale die Ordnungszahl desjenigen Meßsignals enthalten, das das Ende
der geglätteten Folge darstellt. Die gegebenenfalls danach folgenden Meßsignale
stellen Ausreißen dar. Wenn der gerade ermittelte Glättewert nicht kleiner ist als
der in dem Glättewert-Register abgespeicherte Glättewert oder wenn die Abspeicherung
durchgeführt ist, geht die Verarbeitung mit dem Block 116 weiter, in dem geprüft
wird, ob der letzte Meßwert verarbeitet worden ist. Wenn dies nicht der Fall ist,
-wird zum Block 103 zurückgegangen, wo die Adresse des Meßsignals wieder um 1 erhöht
wird. Wenn dies doch der Fall ist, ist die Bestimmung der Glättewerte und insbesondere
die Spei-
cherung der Ordnungszahlen k der jeweiligen Minima der
Zwischenwerte abgeschlossen, und die Auswahl der Meßsignale für die geglättete Folge
kann nun durchgeführt werden.
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Der Ablauf für diese Auswahl beginnt mit dem Block 120, bei dem die
Adresse der Meßsignale aus nachstehend erläuterten Gründen um 1 erhöht wird. Danach
wird auf einen in einem zyklischen Ablauf liegenden Block 121 weitergegangen, wo
diese Adresse bei jedem Durchlauf und damit auch beim ersten Male um 1 erniedrigt
wird, weshalb zunächst durch den Block 120 von einer um 1 höheren Adresse ausgegangen
werden muß. Ferner wird ein Meßsignal- Register auf 0 gesetzt, wenn anstelle der
eliminierten Meßsignale in der geglätteten Folge der Wert 0 enthalten sein soll.
Wenn dagegen das vorhergehende Meßsignal an dieser Stelle eingefügt werden soll,
unterbleibt im Block 121 das Löschen des Meßsignal- Registers im Block 121, sondern
dies wird dann im Block 120 durchgeführt, wobei die gegebenenfalls Ausreißen darstellenden
letzten Meßsignale der Eingangsfolge durch den Wert 0 ersetzt werden.
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Im Block 122 wird geprüft, ob die Adresse die beim Block 115 im Endwert-Register
zuletzt gespeicherte Adresse erreicht hat. Solange dies nicht der Fall ist, wird
gleich mit dem Block 124 weitergegangen, bei dem der im Meßsignal-Register gespeicherte
Wert in den Ergebnisspeicher, der zum Schluß die geglättete Folge von Meßsignalen
enthalten soll, eingeschrieben wird. Wenn jedoch die durch die Rückwärtszählung
im Block 121 gebildete Adresse mit der im Endwert-Register gespeicherten Adresse
übereinstimmt, wird der Block 123 durchlaufen, bei dem das bei dieser Adresse i
vorhandene Meßsignal a(i) im Meßsignal-Register und die an dieser Adresse im Block
111 bzw. 113 gespeicherte Ordnungszahl in dem Endwert-Register gespeichert wird.
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Wenn jedoch der Speicher für die Eingangsfolge der Meßsignale gleichzeitig
der Ergebnisspeicher ist und die eliminierten Meßsignale durch ein Signal mit dem
Wert 0 ersetzt werden, kann das Einschreiben des ausgelesenen Meßsignals
in
das Meßsignal-Register und dessen Rückschreiben in den Ergebnis speicher dadurch
ersetzt werden, daß in den anderen Ausgang des Blocks 122 das Einschreiben eines
Signals mit dem Wert O in den Ergebnisspeicher eingefügt wird.
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Im Block 125 wird nun geprüft, ob die Verarbeitung bis zum ersten
Meßsignal vorangegangen ist. Falls dies nicht zutrifft, wird wieder zum Block 121
zurückgegangen und die Schleife nochmals durchlaufen, bis im Block 125 festgestellt
wird, daß das erste Meßsignal adressiert worden ist. In diesem Falle wird zum Block
126 weitergegangen, der symbolisch das Ende der Verarbeitung angibt.
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Das Blockschaltbild einer Anordnung zur Durchführung des beschriebenen
Verfahrens ist in den Figuren 3 bis 5 dargestellt. Die Figur 3 zeigt dabei die Anordnung
bzw. die Verbindungen der Elemente für die Ermittlung der Glättewerte und die Abspeicherung
der Ordnungszahlen, wobei das Zusammenarbeiten der einzelnen Elemente anhand des
in Figur 4 dargestellten Impulsdiagramms erläutert wird.
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Die Adressieranordnung 2 in Figur 3 enthält einen ersten Adressenzähler
4, der über einen Zähleingang 1 Zähltaktsignale von dem gleich bezeichneten Ausgang
der Steuereinheit 18 erhält. Ferner ist ein zweiter Adressenzähler 6 vorhanden,
der am Zähleingang 3 Zähltaktsignale von dem gleich bezeichneten Ausgang der Steuereinheit
18 und am Rückstelleingang 7 RUckstellsignale vom Ausgang 33 der Steuereinheit 18
erhält. Die Ausgänge der beiden Adressenzähler 4 und 6, die jeweils ein Mehrbitwort
abgeben, wie durch die Doppellinien der Verbindungen an dieser und an den übrigen
Stellen der Figur 3 und auch der Figur 5 angedeutet ist, sind unter anderem mit
den Eingängen eines Umschalters 8 verbunden, der abhängig von einem Steuersignal
5, das vom gleich bezeichneten Ausgang der Steuereinheit 18 geliefert wird, den
Adressenausgang 11 mit dem Ausgang des ersten Adressenzählers 4 oder des zweiten
Adressenzählers
6 verbindet. Ferner sind die Ausgänge beider Adressenzähler 4 und 6 mit einem Vergleicher
10 verbunden, der bei Gleichheit der Zählerstände beider Adressenzähler am Ausgang
9 ein Signal an den gleich bezeichneten Eingang der Steuereinheit 18 abgibt. Der
Ausgang des ersten Adressenzählers 4 ist ferner mit dem einen Eingang eines Vergleichers
44 verbunden, der am anderen Eingang ein Signal N entsprechend der Gesamtlänge der
Eingangsfolge der Meßsignale erhält, die beispielsweise fest vorgegeben sein möge,
und der am Ausgang 45 ein Signal abgibt und dem gleich bezeichneten Eingang der
Steuereinheit 18 zuführt, wenn die vom Adressenzähler 4 erzeugte Adresse i gleich
dem fest vorgegebenen Wert N ist, womit der Steuereinheit 18 signalisiert wird,
daß die Bestimmung der Glättewerte und Speicherung der Ordnungszahlen beendet ist.
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Der Adressenausgang 11 ist mit den Adresseneingängen von drei Speichern
12, 22 und 32 sowie mit dem Eingang zweier Register 34 und 40 verbunden. Der Speicher
12 enthält vor Beginn der hier beschriebenen Verarbeitung die Meßsignale, deren
Gewinnung kein Bestandteil der Erfindung ist und die daher hier nicht weiter erläutert
wird. Dieser Speicher 12 ist ständig auf Auslesen geschaltet, so daß am Ausgang
13 das jeweils adressierte Meßsignal erscheint. Der Speicher 22 nimmt während der
Verarbeitung die gebildeten Glättewerte D (1) nut', die ;Ibcr cii i f nlr i1 une
orl Um ichçlltor 24 dem Dateneingang des Speichers 22 zugeführt werden. Der Umschalter
24, der ebenso wie der Umschalter 8 mit elektronischen Mitteln realisiert ist, beispielsweise
als Multiplexer, verbindet in der anderen, durch ein entsprechendes Signal am Steuereingang
23 vom Ausgang 15 der Steuereinheit 18 gesteuerten Stellung den Dateneingang des
Speichers 22 mit einem festen Wert 0. Über ein entsprechendes Signal am Steuereingang
21 des Speichers 22 wird dieser auf das Einschreiben umgeschaltet, während er sonst
auf Auslesen geschaltet ist und den gerade von der Adresse am Adressenausgang 11
adressierten Glättewert der Recheneinheit 16 zuführt.
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Der Speicher 32 übernimmt mit jedem Signal am Ausgang 33 der Steuereinheit
18 den Inhalt des Ordnungszahl-Registers 34, das eine Ordnungszahl entsprechend
der Adresse K enthält, bei der ein Minimum der Zwischenwerte aufgetreten ist.
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Das Meßsignal am Ausgang 13 des Speichers 12, das bei Adressierung
durch den Adressenzähler 4 ausgelesen wird, wird über ein Signal am Ausgang 15 der
Steuereinheit 18 in ein Meßsignal-Register 14 eingeschrieben, während die bei Adressierung
des Speichers 12 durch den Adressenzähler 6 am Ausgang 13 erscheinenden Meßsignale
der Recheneinheit 16 direkt zugeführt werden. Die Recheneinheit 16 bildet aus diesen
Signalen a(i) aus dem Meßsignal-Register 14, dem Meßsignal a(l) am Ausgang 13 des
Speichers 12 und dem Wert D(l) am Ausgang des Speichers 22 den folgenden Zwischenwert
M(i,l) M(i,l) = d(i,l) +D(l) Die dafür in der Recheneinheit 16 notwendigen Steuersignale
werden von der Steuereinheit 18 über die Verbindung 19 zugeführt.
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Der Ausgang 17 der Recheneinheit 16 ist mit dem Eingang eines Minimum-Registers
26 sowie dem einen Eingang eines Vergleichers 28 verbunden, dessen anderer Eingang
mit dem Ausgang 27 des Minimum-Registers 26 verbunden ist. Wenn der Zwischenwert
am Ausgang 17 der Recheneinheit 16 kleiner ist als der Zwischenwert am Ausgang 27
des Minimum-Registers 26, erzeugt der Vergleicher 28 ein Ausgangssignal am Ausgang
29, das der Zwischenwert am Ausgang 17 in das Minimum-Register 26 und die gerade
am Adressenausgang 11 vorhandene Adresse 1 in das Ordnungszahlrogister 34 einschreibt.
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Der Ausgang 27 des Minimum-Registers 26 ist außerdem mit einer zweiten
Recheneinheit 30 verbunden, die an einem anderen Eingang einen festen Bonuswert
B erhält und diesen
Wert von dem Wert am Ausgang 27 subtrahiert
und damit den Glättewert D(i) für die durch den Adressenzähler 4 bestimmte Adresse
am Ausgang 31 erzeugt. Dieser Ausgang ist, wie bereits beschrieben, mit dem Umschalter
24 sowie ferner mit dem Eingang eines Glättewert-Registers 38 sowie dem einen Eingang
eines Vergleichers 36 verbunden, dessen anderer Eingang mit dem Ausgang 39 des Glättewert-Registers
38 verbunden ist. Der Vergleicher 36 erzeugt ein Ausgangssignal am Ausgang 37, wenn
er am Steuereingang 35 durch ein Signal vom Ausgang 33 der Steuereinheit 18 freigegeben
ist und wenn außerdem der gerade ermittelte Glättewert D(i) am Ausgang 31 kleiner
ist als der im Glättewert-Register 38 enthaltene und am Ausgang 39 erscheinende
Glättewert. Dieses Signal am Ausgang 37 schreibt den neuen Glättewert D(i) in das
Glättewert-Register 38 sowie außerdem die gerade am Adressenausgang 11 abgegebene
Adresse in ein Endwert-Register 40 ein.
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Die zeitliche Steuerung der in Figur 3 dargestellten Elemente soll
anhand der Figur 4 erläutert werden. In der Zeile a ist die Impulsfolge dargestellt,
die am Ausgang 1 der Stenereinheit 18 erzeugt und die dem Adressenzähler 4 als Zähltakt
zugeführt wird. Wenn davon ausgegangen wird, daß zu Beginn der Adressenzähler 4
auf die Stellung vor der Adresse des ersten Meßsignals rückgestellt wurde, geht
zu Beginn der Verarbeitung zum Zeitpunkt to der Adressenzähler 4 auf die Adresse
des ersten Meßsignals.
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Da zu diesem Zeitpunkt durch das in der Kurve e dargestellte und dem
Eingang 5 des Umschalters zugeführte Steuersignal der Adressenzähler 4 mit dem Adressenausgang
11 verbunden ist, wird aus dem Meßsignalspeicher 12 das erste Meßsignal ausgelesen
und erscheint am Ausgang 13. Es folgt nun entsprechend der Zeile b in Figur 4 ein
Impuls am Ausgang 15 der Steuereinheit 18, der das ausgelesene Meßsignal a(1) in
das Meßsignal-Register 14 einschreibt und der gleichzeitig den Umschalter 24 umschaltet,
so daß der Wert 0 dem Dateneingang des Speichers 22 zugeführt wird. Ferner wird
dieser Impuls dem Steuereingang 21 des
Speichers 22 zugeführt und
schaltet diesen auf Einschreiben, so daß der erste Glättewert D(1) = 0 zunächst
eingeschrieben wird. Ferner wird der in Zeile b der Figur 4 dargestellte Impuls
dem Rücksetzeingang 25 des Minimum-Registers 26 zugeführt und stellt dieses vor
Beginn des ersten Unterzyklus auf 0.
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Es beginnt nun zum Zeitpunkt t11 der erste Unterzyklus, in dem gemäß
der Kurve e in Figur 4 der Umschalter 8 den Adressenausgang 11 mit dem Ausgang des
Adressenzählers 6 verbindet. Dieser Adressenzähler 6 möge vor Beginn der Verarbeitung
ebenso wie der Adressenzähler 4 auf die Stellung vor der Adresse des ersten Meßsignals
gestellt gewesen sein. Entsprechend der Impulsfolge f in Figur 4, die die am Ausgang
3 der Steuereinheit 18 erzeugten Impulse darstellt, erhält der Adressenzähler 6
zu Beginn des Unterzyklus einen Zähltakt und erzeugt die Adresse des ersten Meßsignals
a(1). Da gleichzeitig der Speicher 22 in der Stellung Lesen steht, wie die Impulsfolge
d in Figur zeigt, die durch Überlagerung bzw. ODER-Verknüpfung der beiden Impulsfolgen
b und c gewonnen wird, wird der erste Glättewert D(1) ausgelesen. Die Recheneinheit
16 verarbeitet nun die beiden zugeführten Meßsignale und den Glättewert, indem über
die Verbindung 19 die entsprechenden, in Figur 4 nicht dargestellten Steuerimpulse
zugeführt werden. Die Impulsfolge g in Figur 4 stellt symbolisch den letzten dieser
Steuerimpulse dar, mit dem das in der Recheneinheit 16 erzeugte Zwischensignal M(1,1)
am Ausgang 17 abgegeben wird. Wie leicht nachgeprüft werden kann, ist dieses erste
Zwischensignal M(1,1) = O, so daß am Ausgang 29, dessen Signalverlauf in der Zeile
h in Figur 4 dargestellt ist, kein Impuls erzeugt wird. Die Recheneinheit 30 liefert
am Ausgang 31 also zunächst den ersten Glättewert D(1) = 3.
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In diesem ersten Unterzyklus sind die Adressen beider Adressenzähler
4 und 6 gleich, so daß der Vergleicher 10 ein Signal am Ausgang 9 erzeugt und die
Steuerein-
heit 18 am Ende des ersten Unterzyklus zum Zeitpunkt
t10 wieder in den Haupt zyklus zurückschaltet. Dadurch wird gemäß Zeile e in Figur
4 der Umschalter 8 wieder zurückgeschaltet und der Adressenausgang 11 mit dem Ausgang
des Adressenzählers 4 verbunden. Gleichzeitig erscheint gemäß der Impulsfolge c
in Figur 4 am Ausgang 33 der Steuereinheit 18 ein Impuls, der an der ersten Adresse
in den Speicher 32 den ohne weiteres nicht definierten Inhalt des Ordnungszahlregisters
34 einschreibt, was jedoch nicht störend ist, da dieser erste Wert später nicht
benötigt wird. Ferner wird über den Steuereingang 21 gemäß der Impulsfolge d in
Figur 4 der Speicher 22 auf Schreiben umgeschaltet und schreibt den ersten Glättewert
an der ersten Adresse ein.
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Danach erhält gemäß der Impulsfolge a in Figur 4 der Adressenzähler
4 ein Zählsignal und schaltet auf die nächste Adresse i = 2. Danach folgt entsprechend
der Impulsfolge b ein weiterer Impuls am Ausgang 15 der Steuereinheit 18, die das
zweite Meßsignal a(2) in das Meßsignal-Register 14 einschreibt sowie für den zweiten
Glättewert D(2) zunächst den Wert 0 einschreibt.
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Nun beginnt zum Zeitpunkt t21 die zweite Folge von Unterzyklen, die
nun aus zwei Unterzyklen besteht, wobei der zweite Unterzyklus zum Zeitpunkt t22
beginnt. In jedem Unterzyklus tritt nun die gleiche Folge der Steuersignale wie
im ersten Unterzyklus auf, wobei nun bereits der erste Zwischenwert M(2,1) ungleich
0 ist, so daß im ersten Unterzyklus dieser zweiten Folge gemäß der Zeile h in Fig.
4 am Ausgang 29 des Vergleichers 28 ein Signal auftritt, das den ersten Zwischenwert
in das Minimum-Register 26 sowie die gerade am Adressenausgang 11 vorhandene Adresse
1=1 in das Ordnungszahlregister 34 einschreibt. Im zweiten Unterzyklus möge der
Zwischenwert M(2,2) nicht kleiner sein als der erste Zwischenwert, so daß kein Signal
am Ausgang 29 des Vergleichers 28 erzeugt wird. Mit dem gemäß Impulsfolge f in Figur
4 zum Zeitpunkt t22 erzeugten Zählsignal am
Ausgang 3 der Steuereinheit
18 wird der Adressenzähler 6 auf die Adresse 1=2 weitergeschaltet, so daß nun wieder
der Vergleicher 10 ein Signal am Ausgang 9 abgibt,- das am Ende des zweiten Unterzyklus
zum Zeitpunkt t20 die Steuereinheit wieder in den Hauptzyklus zurückschaltet, bei
dem die gleichen Abläufe wie nach dem Zeitpunkt t10 folgen.
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Dieser Ablauf wiederholt sich nun ständig, wobei die Anzahl der Unterzyklen
mit jedem Hauptzyklus um 1 wächst, bis schließlich der Adressenzähler 4 den Wert
N erreicht hat, womit das letzte Meßsignal verarbeitet wird. Zum Zeitpunkt tNo in
Figur 4 sind dann die Zwischenwerte für alle vorhergehenden Meßsignale einschließlich
des letzten Meßsignals a(N) verarbeitet und der letzte Unterzyklus abgeschlossen.
Mit den danach folgenden Impulsen der Impulsfolge c und d wird der letzte Glättewert
D(N) in den Speicher 22 und insbesondere die im Ordnungszahlregister 34 gespeicherte
Ordnungszahl im Speicher 32 abgespeichert und mit dem dann folgenden Impuls der
Impulsfolge a der Adressenzähler 4 noch eine Stellung auf die Adresse i=N+1 weitergeschaltet
und die Steuereinheit 18 von dem Ablauf zur Ermittlung der Glättewerte und der Ordnungszahlen
auf den Ablauf zur Auswahl der Meßsignale umgeschaltet.
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Für die Durchführung dieser Auswahl werden im wesentlichen ein Teil
der im Blockschaltbild in Figur 3 dargestellten Elemente verwendet, wie in Figur
5 gezeigt ist. In der Adressieranordnung 2 ist nur der eine Adressenzahler 4 dargestellt,
da nur dieser hier von Bedeutung ist und angenommen wird, daß der Umschalter 8 in
Figur 3 während der Auswahl der Meßsignale ständig den Ausgang des Adressenzählers
4 mit dem Adressenausgang 11 verbindet. Der Adressenzähler 4 hat hier jedoch einen
anderen Zähleingang 1a, wobei daran angelegte Zählimpulse den Adressenzähler 4 rückwärts
zählen. An den Adressenausgang 11 ist hier wieder der Speicher 12 für die Meßsignale
a(i) angeschlossen, der hier jedoch über den Eingang 12a zeitweise auf Schreiben
umgeschaltet wird. An den Datenausgang 13 des Spei-
chers 12 ist
wieder das Meßsignal-Register 14 angeschlossen, das nun aber die Einschreibtakte
nicht mehr direkt von der Steuereinheit 18, sondern von dem Ausgang 53 eines Vergleichers
50 erhält. Der Ausgang des Meßsignal-Registers 14 ist hier mit dem Dateneingang
des Speichers 12 verbunden. Da in Figur 3 der Speicher 12 nur auf Lesen geschaltet
ist, kann diese Verbindung vom Ausgang des Meßwert-Registers 14 zum Dateneingang
des Speichers 12 auch in der Figur 3 bereits vorhanden sein.
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Ferner wird der Speicher 32 für die Ordnungszahlen sowie das Endwert-Register
40 verwendet. Während der Auswahl der Meßwerte ist jedoch der Eingang des Endwert-Speichers
40 mit dem Datenausgang 43 des Speichers 32 verbunden, und der Ausgang 41 des Endwert-Registers
40 ist mit dem Adresseneingang des Speichers 32 sowie dem einen Eingang des Vergleichers
50 verbunden. Die gegenüber der Anordnung in Figur 3 unterschiedliche Verbindung
der Eingänge des Speichers 32 und des Endwert-Registers 40 kann durch nicht dargestellte
Umschalter entsprechend den Umschaltern 8 und 24 in Figur 3 durchgeführt werden.
Auch die gegenüber Figur 3 unterschiedliche Verbindung der Einschreibanschlüsse
des Meßwert-Registers 14 und des Endwert-Registers 40, die beide mit dem Ausgang
53 des Vergleichers 50 verbunden sind, können durch einfache elektronische Umschalter
gebildet werden.
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Der andere Eingang des Vergleichers 50 ist mit dem Adressenausgang
11 verbunden. Der Vergleicher 50 erzeugt am Ausgang 53 ein Signal, wenn über den
Steuereingang 51 ein Freigabesignal von einem nicht dargestellten Ausgang der Steuereinheit
18 in Figur 3 zugeführt wird und wenn die Signale an beiden Eingängen gleich sind.
Ferner ist ein Vergleicher 52 vorgesehen, dessen einer Eingang mit dem Adresßenausgang
11 verbunden ist und dessen anderer Eingang den festen Wert "1" als Adresse des
ersten Meßsignals erhält und der bei Gleichheit beider Eingänge ein Signal am Ausgang
55 abgibt, das die Steuereinheit 18 in
den Ruhezustand schaltet.
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Zu Beginn der Auswahl der Meßsignale enthält der Adressenzähler 4
die Adresse i=N+1, wie anhand der Figur 4 erläutert wurde. Die Steuereinheit 18
erzeugt nun wiederholt eine Folge von drei Impulsen, von denen der erste Impuls
dem Eingang 1a des Adressenzählers 4 zugeführt wird und dessen Adresse um 1 erniedrigt.
Außerdem wird dieser erste Impuls dem Rücksetzeingang 15a des Meßwert-Registers
14 zugeführt, um dessen Inhalt auf 0 zu setzen, wenn die nicht ausgewählten Meßsignale
durch ein Signal mit dem Wert 0 ersetzt werden sollen. Wenn die nicht ausgewählten
Meßsignale durch das vorhergehende Meßsignal ersetzt werden sollen, entfällt das
Rücksetzen über den Eingang 15a.
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Der zweite Impuls, der beispielsweise nach Beendigung des ersten Impulses
jeweils folgt, wird dem Steuereingang 51 des Vergleichers 50 zugeführt. Wenn beispielsweise
angenommen wird, daß das Endwert-Register 40 die Adresse N-2 enthält, erzeugt der
Vergleicher 50 am Ausgang 53 kein Signal, und in beiden Registern 14 und 40 bleibt
der zunächst vorhandene Wert erhalten.
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Der dritte Impuls, der nach Beendigung des zweiten Impulses folgen
kann, wird dem Einschreibeingang 12a des Speichers 12 zugeführt und schreibt somit
am adressierten Speicherplatz den Inhalt des Meßwert-Registers 14 ein, d.h. zunächst
den Wert 0. Danach folgt wieder ein Impuls, der dem Eingang 1a des Adressenzählers
4 zugeführt wird.
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Sobald der letztere die im Endwert-Register 40 enthaltene Adresse
erreicht, gibt der Vergleicher 50 ein Signal am Ausgang 53 ab, das das aus dem Speicher
12 ausgelesene Meßsignal a(i) in das Meßsignal-Register 14 einschreibt und gleichzeitig
die im Speicher 32 an dieser Adresse, die ja mit der Adresse am Adressenausgang
11 übereinstimmt, enthaltene Ordnungszahl in das Endwert-Register 40 ein- -schreibt,
so daß dieses jeweils die Adresse des nächsten
auszuwählenden Meßsignals
enthält und der Vergleicher 50 jeweils bei einem auszuwählenden Meßsignal ein Ausgangssignal
am Ausgang 53 erzeugt. Mit dem jeweils nachfolgenden dritten Impuls am Einschreibeingang
12a des Speichers 12 wird dann das gerade ausgelesene Meßsignal wieder eingeschrieben.
Wenn das folgende erste Signal dem Rücksetzeingang 15a des Meßsignal-Registers 14
zugeführt wird, wird auch anstelle aller folgender nicht ausgewählter Meßsignale
ein Signal mit dem Wert 0 eingeschrieben, während ohne Rücksetzung des Meßsignal-Registers
14 für jedes nicht ausgewählte Meßsignal das zuletzt ausgewählte Meßsignal eingeschrieben
wird.
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Wenn schließlich der Adressenzähler 4 die Adresse i=1 erreicht, gibt
der Vergleicher 52 ein Ausgangssignal am Ausgang 55 zur Steuereinheit 18 ab, die
mit dem danach folgenden dritten Impuls, mit dem das erste Meßsignal a(1) eingeschrieben
bzw. überschrieben wird, den Auswahlablauf beendet und in den Ruhezustand zurückkehrt.
Der Speicher 12 enthält nun'die geglättete Folge von Meßsignalen, die nun zur Weiterverarbeitung
ausgelesen werden kann. Im Falle einer geglätteten Folge von Abtastsignalen der
Stimmbandgrundfrequenz erfolgt beispielsweise ein Vergleich mit einer gespeicherten
Folge, gegebenenfalls unter Vorschaltung einer nichtlinearen Zeitanpassung, und
bei genügender Übereinstimmung wird ein Signal erzeugt, das die Verifikation des
Sprechers angibt. Für den Vergleicher 52 in Figur 5 kann auch der Vergleicher 44
in Figur 3 verwendet werden, wenn dessen einer Eingang von dem festen Wert N auf
den Wert "1" umgeschaltet wird.
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Bei der Auswahl der Meßsignale sind die vorher ermittelten und im
Speicher 22 gespeicherten Glättewerte D(i) nicht mehr notwendig, sondern diese dienen
bei dem vorhergehenden Ablauf zur Ermittlung der im Speicher 32 abzuspeichernden
Ordnungszahlen lediglich dazu, diese auf möglichst einfache und zeitsparende Weise
zu ermitteln.
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In dem Blockschaltbild in Figur 3 kann die Aufgabe der Recheneinheit
30 auch durch die Recheneinheit 16 ausgeführt werden, indem die Eingänge und Ausgänge
entsprechend umgeschaltet werden, d.h. die Ausgänge 17 und 31 fallen dann zusammen
und der Vergleicher 28 erhält dann ebenfalls einen Steuereingang, der nur während
der Unterzyklen ein Steuersignal erhält. Statt der Steuereingänge an den Vergleichen
können auch die von deren Ausgängen gesteuerten Register mit einer UND-Verknüpfung
am Einschreibeingang versehen sein.
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Die Steuereinheit 18 kann in an sich bekannter Weise durch Zähler
und Dekodierer sowie Umschalter für die Umschaltung zwischen den beiden Abläufen
aufgebaut sein. Andererseits kann die Steuereinheit 18 auch durch einen Vielzweckrechner
oder durch einen Mikroprozessor realisiert werden, der die in Figur 4 dargestellten
bzw. die bei Figur 5 beschriebenen Impulsfolgen erzeugt. Dabei ist es dann zweckmäßig,
auch die Recheneinheit 16 in diesem Prozessor mit einzubeziehen. Auch die Adressensteuerung
2 kann dann in dem Prozessor enthalten sein, indem die Adressenfolgen durch arithihetische
Operationen erzeugt werden. Ferner können auch die übrigen Register und Vergleicher
in solch einem Prodzessor enthalten sein, so daß im wesentlichen nur die drei Speicher
12, 22 und 32 als zusätzliche Bauelemente notwendig sind.