DE3112121A1 - Russblaeser - Google Patents
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- F28G15/04—Feeding and driving arrangements, e.g. power operation
- F28G15/06—Automatic reversing devices
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Description
RuGbläaer
DIe Erfindung betrifft einen Rußbläser mit einem Lanzenrohr, das mit einem
Drehantrieb und einem Längsantrieb versehen ist, die mit einem Motor verbunden
und zusammen mit diesem und dem Lanzenrohr an einem ortsfesten Fahrträger entlang geführt sind.
Derartige Rußbläser dienen zum Ablösen von Ablagerungen an heißen Flächen,
insbesondere an Heizflächen in Kesseln und Apparaten mit Hilfe eines Blasstrahles
mit hoher Geschwindigkeit. Solche Rußbläser besitzen als Blaselement ein Lanzenrohr, in dem sich eine oder mehrere Düsen befinden, durch die ein
gasförmiges und/oder flüssiges Blasmedium austritt. Das Lanzenrohr fährt schraubend in den Reinigungsraum ein, ändert in der vorderen Endstellung seine
Bewegungsrichtung und kehrt in die Ausgangsstellung zurück. Wenn, wie gewöhnlich,
an der Spitze des Lanzenrohres zwei gegenüberliegende Düsen eingebaut sind, führen diese eine doppelt-schraubenlinienförmige Bewegung aus, wobei die Abstände
der Schraubenlinien die Hälfte des gewählten Vorschubes pro Umdrehung betragen. Die Antriebselemente für die Längs- und Drehbewegung sind mechanisch
fest miteinander verbunden, so daß sich stets der gleiche Bewegungsablauf ergibt
und die Blasstrahlen mit ihrem Kernstrahl immer die gleichen Stellen an den zu reinigenden Heizflächen treffen. Dadurch kommt es dort zu Schädigungen des
Heizflächenmaterials durch Erosion.
Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt (DE-PS 27 57 981), den Rußbläser
so auszubilden, daß jeder Blasvorgang mit einer anderen Düsenstellung begonnen werden kann. Bei einem solchen Rußbläser sind zwischen der Abtriebswelle für die
Längsbewegung und dem Schneckenrand zwei Freiläufe vorgesehen, die eine unterschiedliche Mitnahmerichtung aufweisen. In einem der Freiläufe ist ein Spiel
in Drehrichtung der Abtriebswelle vorgesehen.
Durch die vorliegende Erfindung soll das gleiche Ziel wie nach der DE-PS 27 57 981,
jedoch mit anderen Mitteln erreicht werden. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, einen Rußbläser der eingangs genannten Art derart weiter zu entwickeln,
daß jeder Blasvorgang mit einer anderen Düsenstellung begonnen werden kann und dies mit einfachen, den rauhen Betriebsbedingungen angepaßten Mitteln erreicht
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Lanzenrohr
und dem Drehantrieb oder dem Längsantrieb eine Kupplung vorgesehen ist, die über
ein Zeitrelais gesteuert ist, das mit einem am Ende des Fahrweges dea
Lanzenrohres angeordneten Endschalter verbunden ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Rußbläser kann die Kupplung für einen bestimmten,
kurzen Zeitraum außer Eingriff gebracht werden. Dadurch wird eine der beiden
Bewegungen des Lanzenrohres - Längsbewegung oder Drehbewegung - angehalten, während die jeweils andere Bewegung weiter ausgeführt wird. Dadurch beginnt die
Rückwärtsbewegung des Lanzenrohres stets mit einer neuen Position der Düsen.
Von besonderem Vorteil ist dabei der Umstand, daß der durch das Außereingriffbringen
der Kupplung bedingte Winkelversatz der Düsenstellung auch bei gleicher Einstellung des Zeitrelais wegen der immer etwas unterschiedlichen Reibungscharakteristik der Kupplung und der Toleranz des Zeitrelais jeweils etwas
unterschiedlich ausfällt. Dadurch ergibt sich, daß sich statistisch gesehen alle
möglichen Düsenstellungen gleichmäßig einstellen lassen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Mehrere Ausführungebeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 schematisch den Antrieb für einen Rußbläser,
Figur 2 die Seitenansicht eines Rußbläsers,
Figur 3 den Schnitt IH-III nach Fig. 2,
Figur 4 den Schnitt IV-IV nach Fig. 2 und
Figur 5 in Längsschnitt eine für den Antrieb geeignete Schaltkupplung.
Der RuQbläser besteht aus einenn Lanzenrohr I5 das über ein Innenrohr 2 geführt ist.
An seinem hinteren Ende ist das Innenrohr 2 mit einem Blä3erventil 3 versehen,
durch das dem Lanzenrohr I über das Innenrohr 2 ein Blasmedium, z.B. Wasserdampf,
zugeführt wird. Das Lanzenrohr 1 trägt an seinem vorderen Ende einen
Düsenkopf 4S in eiern zwei einander gegenüberliegende Düsen 5 angeordnet sind. Das
Lanzenrohr 1 wird unter gleichzeitiger Drehung in Längsrichtung verschoben. Dabei
beschreiben die aus den Düsen 5 austretenden Biasstrahlen einen schraubenlinienformiqen
Weg.
Die Bewegung des Lanzenrohres 1 erfolgt durch einen Motor 6, der über ein
Getriebe 7 eine Antriebswelle 8 antreibt» Die Antriebswelle 8 ist mit drei Abtriebswellen
verbunden. Die eine Ahtrisbswelle ist die Drehwelle 9, die über eine
Getriebeanordnung 10 mit der Antreibswelle 8 verbunden ist. Auf die Drehwelle 9
ist ein Kettenrad 11 aufgesetzt das über eine Kette 12 ein zweites Kettenrad 13 in
Drehung versetzt, das auf dem Lanzenrohr 1 angeordnet ist.
Auf der Antriebswelle 8 ist eine Schnecke 14 angeordnet, in die ein Schneckenrad
15 eingreift. Das Schneckenrad 15 treibt zwei weitere Abtriebswellen, die
Vorschubwellen 16, an. Auf jeder Vorschubwelle 16 ist drehfest ein Ritzel 17
angeordnet, das in eine Zahnstange 18 eingreift. Die Zahnstangen 18 sind an einem
ortsfesten Fahrträger 19 angeordnet.
Das Lanzenrohr 1 ist mit einem Bläserwagen 20 verbunden. Der Bläserwagen 20 ist
mit Rollen 21 versehen, die auf Schienen 22 des Fahrträgers 19 geführt sind. An den
Bläserwagen 20 iet das Getriebe mit der Getriebsanordnung 10 und dem Schneckenrad 15 und der Motor 6 angeflanscht. Bei eingeschaltetem Motor 6 wird das
Lanzenrohr 1 unter gleichzeitiger Drehung in Längsrichtung verschoben. Am Ende dee Fahrweges des Lanzenrohres 1 ist ein Endschalter 23 vorgesehen. Der Endschalter 23 ändert durch einen Impuls die Drehrichtung des Motors 6, wodurch das
Lanzenrohr 1 nach Erreichen seiner Endstellung zurückgefahren wird.
Damit jeder Blasvorgang mit einer anderen Stellung der Düsen 5 beginnen kann, ist
das Lanzenrohr 1 über eine Kupplung entweder mit dem Längsantrieb oder mit dem Drehantrieb verbunden. Die dem Längsantrieb zugeordnete Kupplung ist durch eine
Rutschkupplung 24 gebildet. Diese Rutschkupplung 24 ist eine Reibungskupplung, die die Verbindung zwischen dem Schneckenrad 15 und der Vorschubwelle 16
darstellt. Zwischen der Rutschkupplung 24 und einer Wellenmutter 25 ist eine
Tellerfeder 26 vorgesehen. Durch ein Verschieben der Wellenmutter 25, das von auGen erfolgen kann, läßt sich das maximale Übßrtragungsmoment der Rutschkupplung
24 verstellen. Das Übertragungsmoment der Rutschkupplung 24 wird auf die beschriebene Weise so eingestellt, daß es geringer ist, als das maximale
Drehmoment des Motors 6.
Zwischen dem Schneckenrad 15 und der Vorschubwelle 16 ist ein Freilauf 27
vorgesehen, der bei der Rückwärtsbewegung des Lanzenrohres 1 wirksam wird.
Während der Freilauf 27 bei der Vorwärtsbewegung dee Lanzenrohres 1 keine Kraft
überträgt, sorgt er bei der Rückwärtsbewegung für eine kraftschlüssige Verbindung
zwischen der Vorschubwelle 16 und dem Schneckenrad 15. Damit wird erreicht, daß
das Lanzenrohr 1 bei Störungen zur Vermeidung von Materialschädigungen auf jeden
Fall mit dem höchsten Motordrehmoment aus den heißen Reinigungsräumen herausgefahren werden kann.
Mit der Rutschkupplung 24 wirkt ein Anschlag 28 zusammen, der am Ende des
Fahrweges des Lanzenrohres 1 auf den Schienen 22 angebracht ist. Weiterhin ist ein
Zeitrelais vorgesehen, das mit dem Endschalter 23 am Ende des Fahrweges verbunden ist. Durch dieses Zeitrelais wird der Impuls des Endschalters 23, durch
den die Umkehr der Motordrehrichtung gesteuert wird, um einen an dem Zeitrelais
eingestellten Zeitraum wirksam verzögert. Fährt der Bläserwagen 20 gegen den Anschlag 28, so rutscht die Rutschkupplung 24 durch und kommt so außer Eingriff,
während die Drehbewegung des Lanzenrohree 1 über die Antriebswelle 8, die
Getriebsanordnung 10, die Drehwelle 9 und die Kettenräder 11, 13 weiter geht. Die
Zeit, während der die Rutschkupplung 24 auf die beschriebene Weise außer Eingriff
gehalten ist, läßt sich am Zeitrelais einstellen. Nach der Beendigung der
Vorwärtsbewegung des Lanzenrohres 1 und vor dem Einleiten der Rückwärtsbewegung werden auf diese Weise die Düsen 5 jeweils um einen bestimmten Winkel
versetzt.
Die gleiche Wirkung kann auch erreicht werden, wenn die Rutschkupplung 24
entfällt und das Schneckenrad 15 direkt mit der Vorschubwelle 16 verbunden ist. In
diesem Fall ist, wie in Fig. 1 angedeutet, eine an sich bekannte Schaltkupplung 29
vorzusehen. Diese Schaltkupplung ist zwischen der Drehwelle 9 und dem Kettenrad 11 angeordnet. Sie enthält zwei Kupplungsscheiben 30, 31, die durch Federn 32
gegeneinander gedrückt sind. Innerhalb der die Federn 32 aufnehmenden Kupplungshülfte
ist ein Elektromagnet 33 angeordnet. Die von dem Elektromagnet 33 aufgebrachte Kraft ist der von den Federn 32 auf die Kupplungsscheiben 30, 31
ausgeübten Kraft entgegen gerichtet. Bei Erregung des Elektromagnetes 33 werden
die Kupplungsscheiben 30, 31 entgegen der Federkraft voneinander getrennt. Der
Elektromagnet 33 ist mit einem elektrischen Anschluß 34 versehen, der mit dem
Zeitrelais des Endschalters 23 verbunden ist.
Während die Schaltkupplung 29 außer Eingriff ist, ist die kraftschlüssige Verbindung
zwischen der Drehwelle 9 und dem Kettenrad 11 gelöst und dadurch die Drehbewegung
unterbrochen. Zur gleichen Zeit ist der Längsantrieb weiter in Eingriff.
Leerseite
Claims (5)
1./ Rußbläser mit einem Lanzenrohr (1), das mit einem Drehantrieb und einem
Längeantrieb versehen ist, die mit einem Motor (6) verbunden und zusammen
mit diesem und dem Lanzenrohr (1) an einem ortefesten Fahrträger (19)
entlang geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Lanzenrohr (1) und dem Drehantrieb oder dem Längsantrieb eine Kupplung
(24, 29) vorgesehen ist, die über ein Zeitrelais gesteuert ist, das mit einem am Ende des Fahrweges des Lanzenrohres (1) angeordneten Endschalter (23)
verbunden ist.
2. Rußbläser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Kupplungen als Rutschkupplung (24) ausgebildet ist, die zwischen der Abtriebswelle (Vorschubwelle 16) des Längsantriebes und einem über eine Schnecke (14)
mit der Antriebswelle (8) verbundenen Schneckenrad (15) angeordnet ist und daß in der Fahrbahn des Lanzenrohres (1) auf dem Fahrträger (19) ein fester
Anschlag (28) angeordnet ist.
3. Rußbläser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ubertragungsmoment der Rutschkupplung (24) geringer ist, als das maximale
Drehmoment des Motors (6) und daß zwischen der Abtriebswelle (Vorschubwelle 16) und dem Scheckenrad (15) ein bei der Rückwärtsbewegung des
Lanzenrohres (1) wirksamer Freilauf (27) angeordnet ist.
4. Rußbläser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungemoment der Rutschkupplung (24) verstellbar ist.
5. Rußbläser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Kupplungen als Schaltkupplung (29) ausgebildet und zwischen der mit der Antriebswelle (8) verbundenen Abtriebswelle (Drehwelle 9) und dem Drehantrieb
angeordnet ist.
Priority Applications (5)
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