DE3111924C2 - Rahmenförmige Dichtung für die Tür eines Kühlmöbels - Google Patents
Rahmenförmige Dichtung für die Tür eines KühlmöbelsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Türdichtungsrahmen aus Kunststoff für Kühlmöbel mit einem Profilfuß und einem Dichtungsbalg und einer an diesem Dichtungsbalg angeformten Aufnahmetasche für ein Magnetband. Dabei ist die Basis des Profilfußes nach oben verlängert und in dieser Verlängerung ist eine außerhalb des Dichtungsbalges angeordnete Soll-Knickstelle ausgebildet. Der Dichtungsbalg ist oberhalb dieser Soll-Knickstelle derart angeordnet, daß der die Aufnahmetasche tragende Verbindungssteg hinter der Soll-Knickstelle kürzer gehalten ist als der gegenüberliegende Verbindungssteg.
Description
Die Erfindung betrifft eh.e rahmenförmige Dichtung aus Kunststoff für die Tür eines K- 'nlmöbels mit einem
Dichtungsteil, das einen rechteckförmigen, ein Magnetband aufnehmenden Rohrquerschnitt gegenüber der
Anschlagfläche und einen etwa trapezförmigen Balgquerschnitt aufweist, der unter Einbeziehung des
Rohrquerschnittes durch weitere Balgwände gebildet ist, und mit einem winkelförmigen Halteteil, das einen
Befestigungsschenkel und einen zur Anschlagfläche vorstehenden Haltesteg aufweist, wobei eine Rohrwand
und die kurze Balgwand sowie der Haltesteg auf einer Seite der Dichtung liegen und an dieser Seite ein
Wandteil mit einer SoUknickstelle versehen ist
Eine solche rahmenförmige Dichtung ist aus der britischen Patentschrift 8 94 249 bekannt Dabei ist die
Sollknickstelle durch ein Wandteil gebildet, welches einerseits an dem das Magnetband aufnehmenden 5»
Rohrquerschnitt und andererseits am freien Ende des Haltesteges angelenkt ist Dieses Wandteil bildet damit
eine Balgwand des Balgquerschnittes, wobei diese Balgwand gegenüber den anderen Begrenzungswänden
des Balges wandverschwächt ausgebildet sein kann.
Der Nachteil der bekannten Dichtung ist darin zu sehen, daß mit dieser Profilform auftretende Toleranzen
nur in begrenztem Rahmen überbrückt werden können. Dies ist bedingt durch die Verlegung der Sollknickstelle
in den Balgquerschnitt Darüber hinaus führt die begrenzte Flexibilität solcher Pföfilförrnen dazu, daß in
bestimmten Gebrauchssituationen ein Abheben der beim Schließvorgang anliegenden Dichtungsteile von
den Dichtflächen nicht zu verhindern ist. Dies geschieht insbesondere dort, wo die Wechselwirkungen zwischen
kaltem Innenraum des Kühlgerätes und der Außenatmosphäre dazu führen, daß stärkere Durchbiegungen
der beweglichen Elemente wie Tür, Abdeckung usw.
auftreten.
Es kann bei diesen Profilformen auch vorkommen, daß aufgrund größerer Bautoleranzen auch beim
Schließen der Tür die Dichtung nicht überall an den Dichtflächen anliegt Hebt beispielsweise bei einer
Ausführung derart, daß die innere Balgwand über das Niveau der inneren Kante des Rohrquerschnitts um
einen Abstand hinausragt und damit eine Preßdichtung erzielt wird, der Dichtungsbalg aufgrund eines Temperaturgefälles
von seinem Preßsitz ab und gibt dadurch einen Spalt zwischen Dichtung und Korpusrahmen frei,
kann die Kälte ungehindert bis zum Rohrquerschnitt vordringen.
Bei großen Temperaturunterschieden reicht der Rohrquerschnitt mit dem Magnetband allein nicht aus,
die Kälte zurückzuhalten, so daß diese nach außen abströmt und damit einen erheblichen Energieverlust
verursacht Das gleiche geschieht, wenn die Preßdichtung unten im Bereich des winkelförmigen Halteteils
aufgrund von äußeren Bewegungen im Dichtungsbereich abhebt In diesen Fällen ist der Kälteverlust noch
gravierender, da dann einer Auswanderung nur noch der Querschnitt des Befestigungsschenkels des Profilfußes
entgegen steht
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, diese Nachteile zu vermeiden und eine Profilform für
eine rahmenförmige. Dichtung anzugeben, weiche eine optimale Anlage der dichtenden Bereiche des Dichtprofils
an die zugeordneten Korpusteile auch dann gewährleistet, wenn extreme Einflußnahmen durch
hohes Temperatüt gefälle oder durch große Bauteiltoleranzen
zu überwinden sind. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Wandteil mit der
SoUknickstelle außerhalb des Balgquerschnitts zwischen dem Haltesteg und der kurzen Balgwand angeordnet ist
Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß die hauptsächliche Bewegung nur noch in den durch die SoUknickstelle
gebildeten Dehnungselementen stattfindet Die anderen Bereiche des Balgquerschnitts mit seinen Balgwänden
bleiben demgegenüber im wtsentliciien unbewegt
Auch bei maximaler Inanspruchnahme der Dehnfähigkeit des Balgquerschnitts verharrt der Rohrquerschnitt
unverändert in seinem Anlagebereich. Die auftretenden Kräfte werden beim Einsatz der Dichtung
auch deswegen optimal auf die SoUknickstelle außerhalb des Balgquerschnitts übertragen, weil die oberhalb
der SoUknickstelle angeformte Balgwand, die den Rohrquerschnitt für das Magnetband trägt, kurz
gehalten ist, während die gegenüberliegende Balgwand demgegenüber länger ausgebildet ist
So wird der Balgquerschnitt erst dann in seiner Form verändert, wenn entweder die SoUknickstelle durch
Zugkräfte in gestrecktem oder annähernd gestrecktem Zustand vorliegt oder die SoUknickstelle durch Druckkräfte
zusammengedrückt ist Dadurch wird die ganze Bandbreite der Bewegungsmöglichkeiten der erfindungsgemäß
ausgebildeten rahmenförmigen Dichtung deutlich.
Beim Verschweißen von Profilen zu einer rahmenförmigen Dichtung ergibt sich in den Eckbereichen ein
weiterer Vorteil gegenüber dem bisher bekannten Stand der Technik. Dadurch nämlich, daß die Sollknickstellen
bei den bekannten Dichtprofilen im Bereich des Balgquerschnitts angeordnet waren, konnte bei der
Verschweißung in den Eckbereichen der rahmenförmigen Dichtung durch abgeschmolzenes Kunststoffmaterial
eine derartige Verhärtung eintreten, daß dort eine »Atmung« des Profils im Dichteinsatz nicht mehr
gewährleistet war, Piese Kunststoff-MateriaJansammlungen
in den Eckbereichen konnten auch nachträglich nicht entfernt werden, da die BaJgquerschni'tte eine
geschlossene Einheit bilden massen und nicht verletzt werden dürfen. Derartige Rahmen mit solchen verhärteten
Eckbereichen waren Ausschuß und konnten nicht mehr benutzt werden, Bei den rahtnenförmigen
Dichtungen nach der Erfindung können beim Eckverschweißen
die entstehenden Schweißwulste definiert beeinflußt werden, insbesondere im Bereich der hier ι ο
besonders gefährdeten Sollknickstelle, Dadurch können elastische und voll atmungsfähige Schweißecken hergestellt
werden, die geeignet sind, auch die denkbar extremen Anforderungen beim Einsatz als Kühlgerätedichtung
zu erfüllen.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, daß der Wandteil mit der Sollknickstelle dünner ist als der
Haltesteg und die kurze Balgwand. Dieser Wandteil kann beispielsweise die Wanddicken der den Rohrquerschnitt
tragenden übrigen Wände des Balgquerschnitts ;u haben. Ferner erscheint es zweckmäßig, daß der
Wandieii mit der Soiiknieksteüe in den Raum unterhalb
des Balgquerschnitts hineinragt
In der Zeichnung sind Querschnittsbeispiele erfindungsgemäß ausgebildeter rahmenförmiger Dichtungen
schematisch dargestellt; es zeigt
F i g. 2 verschiedene Querschnitte mit den erfindungswesentlichen Merkmalen,
F i g. 3 anhand von drei Querschnitten den Vorgang beim öffnen einer erfindungsgemäß ausgebildeten
rahmenförmigen Dichtung.
F i g. 1 zeigt einen Querschnitt mit dem winkelförmigen Halteteil 1 und seinem Haltesteg 11. An den
Haltesteg 11 schließt sich in der Verlängerung nach oben die Sollknickstelle 12 an, die außerhalb des
Balgquerschnitts 2 angeordnet ist Die Sollknickstelle 12 geht an ihrem oberen Ende über den Verbindungsbereich
4 in die kurze Balgwand 21 über, die ihrerseits in diesem Bereich den Rohrquerschnitt 3 für ein
Magnetband «ragt Das in den Rohrquerschnitt 3 einzuschiebende Magnetband ist in dieser Figur nicht
dargestellt
Der Rohrquerschnitt 3 ist auf der gegenüberliegenden Seite durch die lange, gekrümmte Balgwand 22
abgestützt und gehalten. Die Balgwand 22 stößt in ihrem unteren Bereich auf die untere Balgbegrenzung 23 und
ist mit dieser einstückig verbunden. Aus dem Verbindungsbereich 4 zwischen dem oberen Ende der
Sollknickstelle 12 und der kurzen Balgwand 21 verläuft die untere Balgbegrenzung 23 des Dichtbalges 2 schräg
nach unten zu der in der F i g. 3 dargestellten Halterung 5 für das winkelförmige Halteteil 1. Im Bereich des
freien Endes 231 der unteren Balgbegrenzung 23 des Balgquerschnitts 2 ist eine Kerbe 232 eingeformt
Gegenüber dieser Kerbe 232 ist die lange Balgwand 22 angelenkt und zwar derart, daß sie mit ihrer Wurzel 2121
vom freien Ende 23t einer Verlängerung der Balgbegrenzung
23 leicht versetzt angeordnet ist.
In Fig,2 sind einige Querschnitte mit verschiedenen
Ausbildungen der Balgwände 21,22 und verschiedenen Lösungen für Verrasterungen des winkelförmigen
Halteteils 1 dargestellt
In der F i g. 3 ist die Festlegung der Dichtung an einer Tür 7 gezeigt Die Dichtung ist durch die Halterung 5
mit dem winkelförmigen Halteteil 1 an der Tür 7 festgelegt Das freie Ende 231 liegt auf der Halterung 5
auf.
Die Sollknickstelle 12 ist in der unteren Darstellung nahezu in gestrecktem Zustand gezeigt Der Rohrquerschnitt
3 liegt über die Zugkraft des Magnetbandes 31 an der dafür vorgesehenen metallischen Abdeckung 81
des angedeuteten Kühlmöbelkorpus 8 dichtend an. Das gleiche gilt für den oberen Bereich der Balgwand 22. Die
dargestellte Profilform zeigt deutlich, daß der Balgquerschnitt
2 mit seinem Luftpolster genauso als Dichtelement zwischen dem Inneren des Kühlgerätes und der
Außenatmosphäre liegt wie eine Lituxammer 6, die
durch die Verlängerung der unteren Balgbegrenzung 23
mit ihrem freien Ende 231 und den anderen Begrenzungsteilen gebildet ist
Die mittlere Darstellung der Fig.3 zeigt die
Dichtung snit beginnendem Andruck. Dies wird deutlich
dadurch, daß die Sollknickstelle 12 gegenüber der unteren Darstellung mehr nach innen eingedrückt ist
Ferner hat sich die Stellung des freien Endes 231 gegenüber der unteren Darstellung in abknickender
Weise verändert Der Balgquerschnitt 2 ist mit seinen Begrenzungswänden im Querschnitt unverändert geblieben.
Die Luftkammer 6 ist — wenn auch in verkleinerter Form — beibehalten.
Die obere Darstellung der F i g. 3 zeigt schließlich die Dichtung bei erhöhtem Andruck. Die Sollknickstelle 12
ist weiter nach innen gedrückt, das freie Ende 231 ist
weiter nach oben verschoben.
Aus dieser Darstellung wird deutlich, daß der Balgquerschnitt 2 unverändert geblieben ist Die
Luftkammer 6 ist zwar im Querschnitt verändert, jedoch als zusätzliche Luftkammer erhalten geblieben.
Der Balgquerschnitt und die Luftkammer 6 bleiben auch bei unterschiedlichen Andruckverhältnissen voll
erhalten, wobei die Abdichtungswirkung dieser Luftkammern dadurch gewahrt wird, daß ihre höchsten
Punkte bei allen drei dargestellten Bewegungsabläufen in ständiger Berührung mit den zugeordneten Flächen
der Tür bzw. des Korpus stehen.
Die Dichtung kann eingesetzt werden in Kühlmöbeln und Kühlzellen aller Art Sie ist jedoch mit den
geschilderten Vorteilen noch einsetzbar an anderen Geräten, Einrichtungen und Vorrichtungen, bei denen
eine AHkhtung gegen Staub, Hitze, Feuchtigkeit und Temperatur erforderlich ist Hier kommen beispielsweise
Trockenschränke· Computer-Gehäuse, Temperschränke in Betracht
Claims (3)
1. Rahmenförmige Dichtung aus Kunststoff far die Tür eines Kühlmöbels mit einem Dichtungsteil, das
einen rechteckförmigen, ein Magnetband aufnehmenden Rohrquerschnitt gegenüber der Anschlagfläche
und einen etwa trapezförmigen Balgquerschnitt aufweist, der unter Einbeziehung des
Rohrquerschnitts durch weitere Balgwände gebildet ist, und mit einem winkelförmigen Halteteil, das
einen Befestigungsschenkel und einen zur Anschlagflache vorstehenden Haltesteg aufweist, wobei eine
Rohrwand und die kurze Balgwand sowie der Haltesteg auf einer Seite der Dichtung liegen und an
dieser Seite ein Wandteil mit einer Sollknickstelle vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wandteil mit der SoUknickstelle (12) außerhalb des Balgquerschnitts (2) zwischen dem
Haltesteg '.Ii) und der kurzen Balgwand (21) angeordnet ist.
Z Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandteil mit der SoUknickstelle
(12) dünner ist als der Haltesteg (11) und die kurze
Balgwand (21).
3. Dichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wandteil mit der Sollknickstelle (12) in den Raum unterhalb der unteren Begrenzungswand
(23),des Balgquerschnitts (2) hineinragt
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