DE3111188C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen mechanisch steuerbaren
Kraftverstärker nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiger Kraftverstärker ist in der DE-AS 12 93 028
beschrieben. Er dient zur Verstärkung der Bremskraft in einem
Kraftfahrzeug und wird durch die Druckdifferenz zwischen
einem vom Motor erzeugten Niederdruck und dem atmosphärischen
Druck angetrieben. Der niederdruckseitig einen zylindrischen
Ansatz aufweisende Arbeitskolben geht auf der der
Niederdruckkammer abgewandten Seite in eine mit ihm einstückig
ausgebildetes Steuergehäuse über, in dem eine die auf den
Arbeitskolben einwirkende pneumatische Druckdifferenz
steuernde Ventileinrichtung untergebracht ist. Als nachteilig
anzusehen ist der hohe Material- und Herstellungsaufwand, der
bei der Fertigung des bekannten Kraftverstärkers in Kauf
genommen werden muß, sowie das hohe Gewicht der Baugruppe
Arbeitskolben - Steuergehäuse.
Bei einem anderen vorbekannten Kraftverstärker dieser Art
(US 39 52 518) ist das Steuergehäuse in einem Ringbund
versehen, der an der der Arbeitskammer zugewandten
Stirnfläche des Arbeitskolbens anliegt. An dieser Stirnfläche
des Ringbundes ist eine ringförmige Axialnut angeordnet, in
die ein Ringwulst am radial inneren Ende der Rollmembran
eingesetzt ist und von dem Arbeitskolben in dieser Lage
gehalten wird. Die Befestigung des Arbeitskolbens am
Steuergehäuse wird durch eine Schrauben-Mutter-Verbindung
geschaffen, die radial außerhalb des Ansatzes des
Arbeitskolbens angeordnet ist. Der die Ventilanordnung mit
der Niederdruckkammer verbindende Kanal verläuft radial im
Steuergehäuse in Richtung auf den Arbeitskolben und mündet
radial außerhalb des zylindrischen Ansatzes zwischen zwei
benachbarten Schrauben-Bolzen-Verbindungen in die
Niederdruckkammer. Diese Anordnung des Kanals sowie der
Schrauben-Bolzen-Verbindung hat den Nachteil, daß der
Außendurchmesser des Ringbundes weitaus größer ist als der
des im wesentlichen zylindrischen Abschnittes des
Steuergehäuses. Dies führt zu einer schwierigen, aufwendigen
und teuren Herstellung des Steuergehäuses, da zur Ausformung
der die Ventilanordnung mit der Niederdruckkammer
verbindenden Kanäle Schrägschieber in das Steuergehäuse
eingesetzt werden müssen. Die Montage des Arbeitskolbens mit
dem Steuergehäuse ist ebenfalls aufwendig. Der Arbeitskolben
wird von dem zylindrischen Ansatz und einem scheibenförmigen
Teller gebildet. Der zylindrische Ansatz hintergreift den
Innenrand des scheibenförmigen Tellers in der Arbeitskammer
und wird über einen Ringbund, der von dem scheibenförmigen
Teller gegen die Stirnfläche des Steuergehäuses gedrückt
wird, in dieser Lage gehalten. Die zweiteilige Ausführung des
Arbeitskolbens erfordert zusätzliche Montage- und
Herstellungskosten.
Aus der US 39 74 741 ist schließlich ein Kraftverstärker
bekannt, dessen Arbeitskolben auf das Steuergehäuse
aufgeschoben und gegenüber dem Steuergehäuse axial begrenzt
bewegbar angeordnet ist. Die relative Bewegung der beiden
Teile zueinander wird durch einen Sicherungsring begrenzt,
der in einer im Steuergehäuse ausgebildeten radialen Nut
eingesetzt ist. An der niederdruckseitigen Stirnfläche des
Arbeitskolbens stützt sich ein zylindrischer Flansch eines
Kraftabgabegliedes ab, der eine Öffnung aufweist, die
zusammen mit einem zwischen dem Steuergehäuse und dem
Arbeitskolben begrenzten pneumatischen Kanal ein Evakuieren
der Arbeitskammer ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem
Kraftverstärker der eingangs genannten Art eine wesentliche
Verkleinerung und Vereinfachung des Steuergehäuses und dessen
materialsparende Herstellung zu erreichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Hierdurch wird eine wesentliche Verkleinerung und
Vereinfachung des Steuergehäuses erreicht. Dadurch, daß über
die gesamte Länge des Steuergehäuses der Außendurchmesser
annähernd konstant bleibt, wird eine einfache und
materialsparende Herstellung des Steuergehäuses erzielt.
Durch die Verbindung der Ringnut mit den die Ventilanordnung
mit der Niederdruckkammer verbindenden Kanälen wird erreicht,
daß das Steuergehäuse ohne radiale Fixierung zum
Arbeitskolben montiert werden kann, d. h., das Steuergehäuse
kann beliebig verdreht in den Ansatz des Steuergehäuses
eingesetzt werden. Hierdurch wird die Montage des
Kraftverstärkers vereinfacht.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß die Befestigungsmittel durch aus dem zylindrischen Ansatz
durchgescherte Wandteile gebildet sind, die in die Ringnut
soweit hineingedrückt sind, daß von der Niederdruckkammer in
die Ringnut mündende Öffnungen entstehen. Hierdurch wird auf
einfache Weise bei der Herstellung der Öffnungen der
Arbeitskolben mit dem Steuergehäuse formschlüssig verbunden
und die erforderliche Verbindung für den Luftstrom von der
Niederdruckkammer zur Ventilanordnung gebildet. Der
Durchmesser der Nut muß allerdings so dimensioniert sein, daß
die durchgescherten Wandflächen genügend tief in das
Steuergehäuse hineinragen können, damit einerseits die
durchgescherten Wandflächen die Verstärkerkraft auf das
Steuergehäuse übertragen und andererseits die durch die
durchgescherten Wandflächen gebildeten Öffnungen einen
genügend großen Querschnitt aufweisen, damit der Luftstrom in
ausreichender Weise von der Niederdruckkammer zur
Ventilanordnung gelangen kann. Zweckmäßigerweise ist in der
Ringnut eine ringförmige, aus zwei Scheibenhälften bestehende
Scheibe angeordnet, die an der der Reaktionsscheibe näheren
Stirnfläche der Ringnut anliegt und von den Wandteilen axial
in dieser Lage gehalten wird. Diese Ausführung ist dann
besonders vorteilhaft, wenn das Steuergehäuse aus einem nicht
so festen Material, wie z. B. Kunststoff, besteht. Die
Verstärkerkraft wird über die ringförmige Scheibe mit
verhältnismäßig großer Auflagenfläche auf das Steuergehäuse
gleichmäßig übertragen. Die radiale Lagesicherung der Scheibe
wird dadurch gewährleistet, daß die radial äußere Stirnfläche
der Scheibe an der inneren Mantelfläche des Ansatzes anliegt.
Eine weitere Vereinfachung des Kraftverstärkers wird dadurch
erzielt, daß an der Scheibe radial nach innen gerichtete
Blechlappen angeordnet sind, die das Steuergehäuse in hierfür
vorgesehenen Kanälen durchdringen und in eine erste Ringnut
des Steuerkolbens eingreifen. Die Scheibe bildet gleichzeitig
den Anschlag für den Steuerkolben in Löserichtung. Als
Stanzteil ist sie einfach und billig herstellbar.
Vorteilhafterweise mündet der die Niederdruckkammer mit der
Ventilanordnung verbindende Kanal in der Ringnut und ist
parallel zum Steuergehäuse angeordnet. Hierdurch wird eine
besonders kleine Bauweise des Steuergehäuses erreicht. Das
zum Herstellen des Steuergehäuses verwendete Werkzeug ist
besonders einfach ausgeführt, da zur Herstellung der
Verbindungskanäle keine Schrägschieber erforderlich sind und
nur noch axial sowie radial in das Steuergehäuse verlaufende,
kanalbildende Elemente benötigt werden. Vorteilhafterweise
liegt das der Reaktionsscheibe zugewandte Ende des
Steuergehäuses an einem Ringbund des Ansatzes an. Hierdurch
wird bei der Montage des Arbeitskolbens das Steuergehäuse
axial positioniert und der Arbeitsgang wesentlich
vereinfacht.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß am freien Ende des Ansatzes ein Bodenteil angeordnet ist,
welches eine Öffnung für den Durchgang des Kraftabgabegliedes
aufweist. Hierdurch wird das Kraftabgabeglied axial gesichert
und es besteht nicht die Möglichkeit, daß z. B. bei Lieferung
eines Kraftverstärkers ohne Hauptzylinder das
Kraftabgabeglied verlorengeht oder in das Verstärkergehäuse
fällt. Zweckmäßigerweise ist am Bodenteil im Bereich der
Öffnung eine zylindrische Hülse angeordnet. Hierbei wird das
Kraftabgabeglied sowohl von der zylindrischen Hülse als auch
von der inneren Mantelfläche des zylindrischen Ansatzes
gleitend geführt. Durch diese zweifache Lagerung kann der
Druckteller des Kraftabgabegliedes besonders dünn ausgebildet
sein, was zu einer Gewichtsreduzierung des Kraftverstärkers
beiträgt. Ebenso wird gleichzeitig die axiale Führung des
Kraftabgabegliedes verbessert und ein Verkanten und somit
eine Funktionsstörung des Kraftverstärkers verhindert.
Einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
zufolge ragen zwei diametral gegenüberliegende Halteelemente
durch am Ansatz ausgebildete Öffnungen in die
Niederdruckkammer hinein und liegen an der der
Niederdruckkammer zugewandten Stirnfläche des Arbeitskolbens
an. Hierdurch wird auf einfache Weise eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Arbeitskolben und dem Steuergehäuse
erreicht, die gleichzeitig den Anschlag für den Steuerkolben
in Löserichtung bildet. Dadurch, daß an der radial äußeren
Stirnfläche der Halteelemente je ein in die Niederdruckkammer
hineinragender Vorsprung des scheibenförmigen Arbeitskolbens
anliegt, wird die radiale Lagesicherung der Halteelemente
erreicht. Es ist erforderich, daß am Ansatz im Bereich der
Ringnut Öffnungen vorhanden sind, damit eine Verbindung
zwischen der Ringnut und dem Niederdruckraum erreicht wird.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 Schnitt durch einen Kraftverstärker, bei dem die
oberhalb und unterhalb der Mittellinie dargestellten
Schnittebenen unter einem Winkel von 90 Grad
zueinander stehen und der Arbeitskolben
über am Ansatz durchgescherte Wandflächen mit
dem Steuergehäuse verbunden ist,
Fig. 2 Schnitt durch das Steuergehäuse gemäß Fig. 1,
Fig. 3 Schnitt quer zur Längsachse des Kraftverstärkers
in der Ebene der durchgescherten Wandteile ge
mäß Fig. 2,
Fig. 4 Schnitt durch ein weiteres Steuergehäuse, bei
dem die oberhalb und unterhalb der Mittellinie
dargestellte Schnittebenen unter einem Winkel
von 90 Grad zueinander stehen und der Arbeits
kolben über zwei diametral gegenüberliegende
Halteelemente mit dem Steuergehäuse verbunden
ist.
Der in Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung dargestellte Kraftverstärker
besteht aus einem Gehäuse 1, das in die beiden an einer Ver
bindungsstelle 2 miteinander verbundenen Gehäuseteile 3, 4
unterteilt ist. Der Innenraum des Gehäuses 1 wird durch
einen Arbeitskolben 5 in eine Niederdruckkammer 6, die über
eine Anschlußbohrung 7 mit einer Niederdruckquelle verbunden
ist und eine Arbeitskammer 8 unterteilt. Der Arbeitskolben 5
besteht im wesentlichen aus einem scheibenförmigen Teller 9,
einer in der Arbeitskammer 8 am Teller 9 anliegenden Roll
membran 10, die an der Verbindungsstelle 2 zwischen den
beiden Gehäuseteilen 3, 4 druckdicht eingespannt ist und
einem mit dem Arbeitskolben 5 verbundenen, zylindrisch
ausgebildeten Steuergehäuse 11. Das Steuergehäuse 11 ragt mit
seinem zylindrischen Hals 55 aus dem Gehäuseteil 3 heraus
und wird mittels eines Faltenbalgs 12 gegen Verschmutzung
seiner Oberfläche geschützt. Das Steuergehäuse 11 dichtet mit
einem Gleitführungsring 13 die Arbeitskammer 8 nach außen hin
ab.
Im Inneren des Steuergehäuses 11 ist die aus der Betätigungs
stange 14 und dem Steuerkolben 15 zusammengesetzte Antriebs
einheit axial verschiebbar angeordnet, die über einen nicht
dargestellten Gabelkopf mit einem Bremspedal eines Kraft
fahrzeugs verbindbar ist. Das Steuergehäuse 11 enthält fer
ner eine Ventilanordnung 16, die von dem Steuerkolben 15
betätigt wird und über verbindende Kanäle 17, 18 die Druck
differenz zwischen Niederdruckkammer 6 und Arbeitskammer 8
steuert. Die Ventilanordnung 16 besteht aus einem ersten,
von dem Steuergehäuse 11 und einem Dichtring 20 gebildeten
ersten Ventil 19 und einem zweiten, vom Steuerkolben 15
und dem Dichtring 20 gebildeten Ventil 21. Durch die Ventil
anordnung 16 sind die Niederdruckkammer 6 und die Arbeits
kammer 8 über die verbindenden Kanäle 17, 18 miteinander ver
bunden. Die diametral gegenüberliegenden Verbindungskanäle
17 sind zu den diametral gegenüberliegenden Verbindungs
kanälen 18 im Steuergehäuse 11 um 90 Grad versetzt ange
ordnet. Die verbindenden Kanäle 17 sind radial im Steuer
gehäuse 11 angeordnet. Die verbindenden Kanäle 18 sind pa
rallel zum Steuergehäuse angeordnet und verlaufen an ihrem
in der Niederdruckkammer 6 liegenden Ende radial in dem
Steuergehäuse 11 und münden in eine in der Mantelfläche 22
des Steuergehäuses 11 angeordnete Ringnut 23. Der Teller 9
weist in seinem radial inneren Bereich einen in die
Niederdruckkammer 6 hineinragenden, zylindrischen Ansatz
24 auf. Der zylindrische Ansatz 24 weist in Betätigungs
richtung gesehen einen ersten Ansatz 25 größeren Durch
messers und einen zweiten Ansatz 26 kleineren Durchmessers
auf. Das Steuergehäuse 11 weist über seine gesamte Länge
annähernd gleichen Durchmesser auf. Das der Niederdruck
kammer 6 zugewandte Ende des Steuergehäuses ragt von der
Arbeitskammer 8 in den ersten Ansatz 25 hinein und wird
über seine Mantelfläche 22 an der Bohrung 27 des ersten
Ansatzes 25 zentriert. Das Steuergehäuse 11 liegt mit sei
nem Ringbund 28 an dem zwischen dem ersten und dem zweiten
Ansatz 25, 26 ausgebildeten Ringbund 29 an. An dem ersten
Ansatz 25 sind radial nach innen gerichtete V-förmige Wand
teile 30 durchgeschert, die in die Ringnut 23 des Steuer
gehäuses 11 eingreifen. In der Ringnut 23 ist eine aus zwei
Scheibenhälften zusammengesetzte, kreisringförmige Scheibe 31 ange
ordnet, die an der der Arbeitskammer 8 zugewandten Stirn
fläche 32 der Ringnut 23 anliegt und in dieser Lage von den
durchgescherten Wandteilen 30 axial gehalten wird. Die Ringnut
23 und der erste Ansatz 25 bilden die radiale Lagesicherung
der kreisringförmigen Scheibe 31. An der kreisringförmigen
Scheibe 31 sind zwei diametral gegenüberliegende Blech
lappen 33 angeordnet, die das Steuergehäuse 11 in hierfür
vorgesehene Kanäle 34, 35 durchdringen und in eine erste
Ringnut 36 des Steuerkolbens 15 eingreifen und für den
Steuerkolben 15 entgegen der Betätigungsrichtung des Kraft
verstärkers einen Anschlag bilden. In Betätigungsrichtung
des Kraftverstärkers ist am Steuerkolben 15 vor der ersten
Ringnut 36 eine zweite Ringnut 37 angeordnet, in der ein
O-Ring 38 ausgebildet ist. Der O-Ring 38 dichtet den Steuer
kolben 15 gegenüber der Bohrung 39 im Steuergehäuse ab,
damit keine Luft von der Ventilanordnung 16 über die Ka
näle 34 in die Niederdruckkammer 6 gelangen kann. Durch die
am ersten Ansatz 25 durchgescherten und in die Ringnut 23
hineinragenden Wandteile 30 entstehen am ersten Ansatz 25
Öffnungen 40, die die Kanäle 18 mit der Niederdruckkammer 6
verbinden. An der der Arbeitskammer 8 zugewandten Stirn
fläche des scheibenförmigen Tellers 9 liegt die Rollmembran
10 an und greift mit ihrem am inneren Rand ausgebildeten
Ringwulst 41 in eine zwischen den Kanälen 17 und 18 in der
Mantelfläche 22 des Steuergehäuses 11 angeordnete Ringnut
42 ein und trennt dichtend die Niederdruckkammer 6 von
der Arbeitskammer 8.
In der Bohrung 43 des zweiten Ansatzes 26 sind die Reaktions
scheibe 44 und der mit dem Kraftabgabeglied 45 verbundene Druck
teller 46 axial verschiebbar angeordnet. Das Ende des Steuer
gehäuses 11 liegt mit seiner Stirnfläche 47 an der Reak
tionsscheibe 44 an. Zwischen der am Ende des Steuerkolbens 15
angeordneten Stirnfläche 48 und der ihr zugewandten Stirn
fläche 49 der Reaktionsscheibe 44 ist ein geringes axiales
Spiel vorhanden. An dem freien Ende des zylindrischen An
satzes 24 ist ein Bodenteil 50 ausgebildet, das an seinem
inneren Abschnitt eine Öffnung 51 aufweist, durch die die
Druckstange 45 in die Niederdruckkammer 6 ragt. Die Öffnung
51 liegt an der Mantelfläche des Kraftabgabegliedes 45 an und
dient zur Führung des Kraftabgabegliedes 45. Die im Inneren des
zweiten Ansatzes 26 angeordnete Stirnfläche 52 des Boden
teils 50 ist in einem bestimmten Abstand zu der ihr gegen
überliegenden Stirnfläche des Drucktellers 46 angeordnet.
Dieser Abstand ist zum einen so bemessen, daß die zylin
drische Mantelfläche 54 des Drucktellers 46 nicht in die
zwischen dem Bodenteil 50 und dem zweiten Ansatz 26 ange
ordnete Übergangsfläche 53 hineinfährt, was zu einem Ver
kanten des Drucktellers führen würde und zum anderen noch
genügend Axialweg in Betätigungsrichtung in der zylin
drischen Bohrung 43 des zweiten Ansatzes 26 vorhanden ist,
damit die bei der Herstellung der einzelnen Bauteile entstehenden
Längentoleranzen ausgeglichen werden können. Dieser Ab
stand ist auch notwendig, damit die durch die Anpreß
kraft des Steuerkolbens 15 auf die Reaktionsscheibe 44
hervorgerufene Materialverschiebung sich in dem Freiraum
ausdehnen kann.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Kraftverstärkers ist
folgende:
In Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist der erfindungsgemäße
Kraftverstärker in seiner Ruhestellung dargestellt. Durch
die Ventilanordnung 16 sind die Niederdruckkammer 6 und
die Arbeitskammer 8 über die verbindenden Kanäle 17, 18 mit
einander verbunden. Durch Betätigen des Bremspedals wer
den die Betätigungsstange 14 und der Steuerkolben 15 nach
links verschoben und die Verbindung zwischen den verbindenden
Kanälen 17, 18 durch Schließen des ersten Ventils 19 unter
brochen. Die Niederdruckkammer 6 und die Arbeitskammer 8
stehen nicht mehr miteinander in Verbindung. Die Stirn
fläche 48 des Steuerkolbens 15 liegt an der Stirnfläche 49
der Reaktionsscheibe 44 an. Der Kraftverstärker steht in
der Bereitschaftsstellung.
Wird das Bremspedal weiter niedergedrückt, so wird ein Teil
der Kraft über die Reaktionsscheibe 44 direkt auf die Druck
stange 45 geleitet, gleichzeitig wird sich aber das zweite
Ventil 21 öffnen und die Kanäle 17 werden mit der durch den
Hals 55 gebildeten Einlaßöffnung 56 mit der Atmosphäre
verbunden. Luft dringt in die Arbeitskammer 8 ein und die
entstehende Druckdifferenz von Arbeitskammer 8 und Nieder
druckkammer 6 versucht, den Arbeitskolben 5 entgegen der
Kraft der Druckfeder 57 nach links zu verschieben. Dabei
verschiebt auch das Kraftabgabeglied 45 den Kolben in einem nicht
dargestellen Hauptbremszylinder. Der sich in dem nicht dar
gestellten Hauptbremszylinder aufbauende Druck übt über den
nicht dargestellten Kolben und das Kraftabgabeglied 45 eine Re
aktionskraft auf die Reaktionsscheibe 44 aus. In dieser
Stellung ist die am Arbeitskolben 5 einwirkende Verstärker
kraft voll wirksam.
Die Verstärkerkraft wird von den Wandteilen 30 über das
Steuergehäuse 11 auf die Reaktionsscheibe 44 geleitet. Der
Reaktionsdruck wird ebenfalls auf den Steuerkolben 15 über
tragen, wodurch dieser nach rechts verschoben wird und
das zweite Ventil 21 verschließt. Damit ist die Arbeits
kammer 8 von der atmosphärischen Luft getrennt. Die Ventil
anordnung steht wiederum in ihrer Bereitschaftsstellung.
Beim Lösen des Kraftverstärkers wird das zweite Ventil 21
durch Verschieben des Steuerkolbens 15 nach rechts ver
schlossen und das erste Ventil 19 geöffnet. Der Arbeits
kolben wird durch die Kraft der Druckfeder 57 in seine
Ausgangsstellung bewegt.
In Fig. 3 der Zeichnung wird die Befestigungsstelle des
Arbeitskolbens 5 mit dem Steuergehäuse 11 verdeutlicht
dargestellt. Die Bezugszeichen für gleiche Teile wurden aus
Fig. 1 und 2 übernommen. Die Kanäle 18 weisen einen ring
förmigen Querschnitt auf und sind im Steuergehäuse 11
diametral gegenüberliegend angeordnet. In der senkrechten
Schnittebene weisen die Kanäle 18 radial nach außen gerich
tete Öffnungen 58 auf, die in die Ringnut 23 des Steuer
gehäuses 11 münden. Die in die Ringnut 23 des Steuer
gehäuses 11 hineinragenden, V-förmig ausgebildeten Wand
teile 30 stellen eine formschlüssige Verbindung des Arbeits
kolbens 5 mit dem Steuergehäuse 11 her. Durch die Durch
scherung der Wandteile 30 aus dem ersten Ansatz 25 entstehen
Öffnungen 40, die eine Verbindung von der Ringnut 23 zu der
Niederdruckkammer 6 herstellen. Die Wandteile 30 sind
gleichmäßig am Umfang des ersten Ansatzes 25 verteilt. Die
in der Ringnut 23 angeordnete Scheibe 31 besteht aus zwei
Scheibenhälften, deren zugewandte Enden 59 sich gerade be
rühren können.
Die Montage des Steuergehäuses 11 auf dem Arbeitskolben 5
wird im folgenden näher beschrieben. Das Kraftabgabeglied 45
mit ihrem Druckteller 46 und die Reaktionsscheibe 44 wer
den gemäß Fig. 1 in den zweiten Ansatz 26 eingesetzt. Der
Steuerkolben 15 mit seinem O-Ring 38 und seiner Betätigungs
stange 14, sowie die Ventilanordnung 16 sind bereits in
dem Steuergehäuse 11 vormontiert. Anschließend werden die
Blechlappen 33 der beiden kreisringförmigen Scheibenhälften
in die hierfür vorgesehenen Kanäle 34, 35 des Steuergehäuses
11 eingesetzt. Hierbei werden die Scheibenhälften soweit
in das Steuergehäuse 11 eingeschoben, bis die radial äußere
Stirnfläche der zusammengesetzten Scheibe 31 mit der Mantel
fläche 22 des Steuergehäuses 11 bündig ist. Nun wird das
komplett vormontierte Steuergehäuse 11 in den ersten Ansatz
25 des Arbeitskolbens 5 soweit eingeschoben, bis das Steuer
gehäuse 11 an dem Ringbund 29 des Ansatzes 24 zur Anlage
gelangt. In dem nächsten Arbeitsgang bewegen sich radial
auf den ersten Ansatz 25 nicht dargestellte Scherstempel
zu und scheren an dem zweiten Ansatz 26 V-förmige in die
Ringnut 23 eingreifende Wandteile 30 durch. Die beim Scher
vorgang auftretenden Radialkräfte werden von der kreis
ringförmigen Scheibe 31 aufgefangen und in der Ringnut
23 des Steuergehäuses 11 abgestützt. Hierdurch entstehen
einwandfreie Scherflächen an dem ersten Ansatz 25 und es
kommt nicht zu unerwünschten Verformungen in diesem Bereich.
Beim Schervorgang müssen die Scherstempel axial so ausge
richtet sein, daß die Vorsprünge 23 an der kreisring
förmigen Scheibe 31 anliegen.
Das in Fig. 4 dargestellte Steuergehäuse 11 stimmt im
wesentlichen mit der Ausführung gemäß Fig. 1 und 2 über
ein. Die Bezugszeichen für gleiche Teile wurden aus Fig. 1
und 2 übernommen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird
nachfolgend nur auf die Unterschiede eingegangen. Der am
Arbeitskolben 5 ausgebildete, in die Niederdruckkammer 6
hineinragende Ansatz 24 wird von einem rohrförmigen Ab
schnitt gleichen Durchmessers gebildet. Zwei diametral
gegenüberliegende, als ebene Platte ausgebildete Halte
elemente 60 ragen über am Ansatz 24 ausgebildete Öffnungen (61)
radial in das Steuergehäuse 11 ein und durchdringen Ka
näle 34 im Steuergehäuse 11, die den entsprechenden Quer
schnitten der Halteelemente 60 angepaßt sind und greifen
in die erste Ringnut 36 des Steuerkolbens 15 ein. Das
Halteelement 60 ragt aus dem Ansatz 24 radial heraus und
liegt an der der Niederdruckkammer 6 zugewandten Stirn
fläche des scheibenförmigen Tellers 9 an. An der radial
äußeren Stirnfläche 62 des Halteelements 60 liegt ein in
die Niederdruckkammer 6 hineinragender Vorsprung 63 des
Arbeitskolbens 5 an. In Betätigungsrichtung gesehen ist
hinter den Halteelementen 60 in der Ringnut 23 eine kreis
ringförmige Scheibe 31 angeordnet. Sie dient zur gleich
mäßigeren Kraftverteilung auf das Steuergehäuse 11. An dem
zylindrischen Ansatz 24 sind zwischen den Halteelementen
60 auf gleicher axialer Höhe Öffnungen 40 angeordnet, die
die Niederdruckkammer 6 über den Ringbund 23 mit den Ka
nälen 18 verbinden. Die Scheibe 31 ist aus zwei Scheiben
hälften zusammengesetzt.
Claims (12)
1. Mechanisch steuerbarer Kraftverstärker, insbesondere für
Bremsanlagen, mit einem in einem Gehäuse beweglich ange
ordneten, das Gehäuse in eine Niederdruckkammer und eine
Arbeitskammer unterteilenden Arbeitskolben, an dem ein in
die Niederdruckkammer hineinragender, zylindrischer An
satz angeordnet ist, der mit dem Arbeitskolben einstückig
ausgebildet ist und eine Bohrung aufweist, die als Füh
rung eines Kraftabgabegliedes in axialer Richtung dient,
und ein Steuergehäuse entgegen der Betätigungsrichtung
aus der Arbeitskammer herausragt, wobei in dem Steuerge
häuse eine Ventilanordnung über Kanäle mit der Arbeits
kammer, der Niederdruckkammer und der atmosphärischen Luft
verbunden ist und einen mit einer Betätigunsstange ver
bundenen Steuerkolben aufweist, der den Arbeitsdruck in
der Arbeitskammer steuert und dessen Lösebewegung durch
ein Halteelement begrenzt ist und in Betätigungsrichtung
auf eine Reaktionsscheibe einwirkt, die sich am Steuerge
häuse und am Arbeitskolben einerseits und am Kraftabgabe
glied andererseits abstützt,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Ansatz (24) das der Reaktionsscheibe (44)
zugewandte Ende des Steuergehäuses (11) eingesetzt ist,
wobei das Steuergehäuse (11) in seiner Mantelfläche (22)
innerhalb des Ansatzes (24) eine Ringnut (23) aufweist,
und nach dem Einsetzen durch formschlüssige Befestigungs
mittel (30), die in die Ringnut (23) eingreifen, mit dem
Arbeitskolben verbunden ist.
2. Kraftverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsmittel durch aus dem zylindrischen
Ansatz (24) durchgescherte Wandteile (30) gebildet sind,
die in die Ringnut (23) soweit hineingedrückt sind, daß
von der Niederdruckkammer (6) in die Ringnut (23) mün
dende Öffnungen (40) entstehen.
3. Kraftverstärker nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Ringnut (23) eine ringförmige, aus zwei Schei
benhälften bestehende Scheibe (31) angeordnet ist, die an
der der Reaktionsscheibe (44) näheren Stirnfläche der
Ringnut (23) anliegt und von den Wandteilen (30) axial in die
ser Lage gehalten wird.
4. Kraftverstärker nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radial äußere Stirnfläche der Scheibe (31) an der
inneren Mantelfläche des Ansatzes (24) anliegt.
5. Kraftverstärker nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Scheibe (31) radial nach innen gerichtete Blech
lappen (33) angeordnet sind, die das Steuergehäuse (11) in
hierfür vorgesehenen Kanälen (34, 35) durchdringen und in
eine erste Ringnut (36) des Steuerkolbens (15) eingreifen.
6. Kraftverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Niederdruckkammer (6) mit der Ventilanord
nung (16) verbindende Kanal (18) in der Ringnut (23)
mündet.
7. Kraftverstärker nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (18) parallel zum Steuergehäuse (11) an
geordnet ist.
8. Kraftverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das der Reaktionsscheibe (44) zugewandte Ende des
Steuergehäuses (11) an einem Ringbund (29) des Ansat
zes (24) anliegt.
9. Kraftverstärker nach einem oder mehreren der vorhergehen
den Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am freien Ende des Ansatzes (24) ein Bodenteil (50) an
geordnet ist, welches eine Öffnung (51) für den Durchgang
des Kraftabgabegliedes (45) aufweist.
10. Kraftverstärker nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Bodenteil (50) im Bereich der Öffnung (51)
eine zylindrische Hülse angeordnet ist.
11. Kraftverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei diametral gegenüberliegende Halteelemente (60)
durch am Ansatz (24) ausgebildete Öffnungen (61) in die
Niederdruckkammer (6) hineinragen und an der der Nieder
druckkammer (6) zugewandten Stirnfläche des Arbeitskol
bens (5) anliegen.
12. Kraftverstärker nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der radial äußeren Stirnfläche (62) der Halteele
mente (60) je ein in die Niederdruckkammer (6) hineinra
gender Vorsprung (63) des scheibenförmigen Arbeitskol
bens (5) anliegt.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813111188 DE3111188A1 (de) | 1981-03-21 | 1981-03-21 | Mechanisch steuerbarer kraftverstaerker, insbesondere fuer bremsanlagen von kraftfahrzeugen |
| FR8202553A FR2502262B1 (fr) | 1981-03-21 | 1982-02-17 | Amplificateur de force pouvant etre commande mecaniquement, notamment pour installations de freinage de vehicules automobiles |
| JP57040313A JPS57164851A (en) | 1981-03-21 | 1982-03-16 | Power booster |
| GB8207986A GB2095351B (en) | 1981-03-21 | 1982-03-18 | Mechanically controllable power booster |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813111188 DE3111188A1 (de) | 1981-03-21 | 1981-03-21 | Mechanisch steuerbarer kraftverstaerker, insbesondere fuer bremsanlagen von kraftfahrzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3111188A1 DE3111188A1 (de) | 1982-09-30 |
| DE3111188C2 true DE3111188C2 (de) | 1990-01-11 |
Family
ID=6127960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813111188 Granted DE3111188A1 (de) | 1981-03-21 | 1981-03-21 | Mechanisch steuerbarer kraftverstaerker, insbesondere fuer bremsanlagen von kraftfahrzeugen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS57164851A (de) |
| DE (1) | DE3111188A1 (de) |
| FR (1) | FR2502262B1 (de) |
| GB (1) | GB2095351B (de) |
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- 1981-03-21 DE DE19813111188 patent/DE3111188A1/de active Granted
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- 1982-03-16 JP JP57040313A patent/JPS57164851A/ja active Granted
- 1982-03-18 GB GB8207986A patent/GB2095351B/en not_active Expired
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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