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DE3111158A1 - Desinfizierender reinigungsverstaerker fuer die chemischreinigung - Google Patents

Desinfizierender reinigungsverstaerker fuer die chemischreinigung

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DE3111158A1
DE3111158A1 DE19813111158 DE3111158A DE3111158A1 DE 3111158 A1 DE3111158 A1 DE 3111158A1 DE 19813111158 DE19813111158 DE 19813111158 DE 3111158 A DE3111158 A DE 3111158A DE 3111158 A1 DE3111158 A1 DE 3111158A1
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DE
Germany
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disinfecting
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carbon atoms
graying
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DE19813111158
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DE3111158C2 (de
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Kaspar D. Ing.(Grad.) 6204 Taunusstein Hasenclever
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Chemische Fabrik Kreussler and Co GmbH
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Chemische Fabrik Kreussler and Co GmbH
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    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

Desinfizierender Reinigungsverstärker für die Chemischreinigung.
I Die Erfindung betrifft eine Tensidkombination als Desinfektionsmittel, Reinigungsverstärker und hervorragender Vergrauungsver- ■ minderer in Chemischreinigungsbädern.
Die Verwendung von Desinfektionsmitteln in Chemischreinigungsbä- ; dem zum Schutz vor Uebertragung von Krankheitserregern ist seit . langem bekannt und vielfach beschrieben (vgl. z.B. K.Lindner, : Tenside-Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe, Band III, S. 2607, (Wissenschaftliche Verlagsanstalt Stuttgart, 1971)· Trotz der an j und für sich erforderlichen Desinfektion vermochte sich keines der bis heute vorgeschlagenen Desinfektionsmittel bzw. Verfahren zu deren Anwendung durchzusetzen. Entweder waren die Kosten der zunächst verwendeten Desinfektionsmittel zu hoch oder preisgünstigere Mikrobiozide wie z.B. Formaldehyd führ(t)en zu verfahrenstechnischen Schwierigkeiten bei der Chemischreinigung (vgl. j z.B. Pischer-Bobsien, Wäscherei- und Reinigungspraxis 1979» Heft 8, S. 12). Durch Entwicklung und Einsatz von Tensidkombinationen aus desinfizierend wirkenden quartären Ammoniumsalzen und nichtionischen Tensiden als Reinigungsverstärker (vgl. K.D.Hasenclever, Reiniger + Wäscher 77 (1978), Heft 5, S. 60) wurde die Desinfizierung in Chemischreinigungsbädern zwar kostengünstiger, doch treten neue Probleme, nämlich hinsichtlich der Vergrauung der Textilware ein. Damit die in Kombination mit nichtionischen 1 Tensiden eingesetzten desinfizierenden quartären Ammoniumsalze I in dem Chemischreinigungsbad ihre Desinfektionswirkung entfalten ι können, ist ein Wassergehalt des Reinigungsbades erforderlich, j der die relative Luftfeuchtigkeit im Dampfraum der Reinigungsmaschine auf mindestens 75 % einstellt (K.D.Hasenclever, Reiniger + Wäscher 78 (1980), Heft 7, S. 25). Dieses den Stand der ■ ; Technik repräsentierende desinfizierende Reinigungsverfahren er- : ι weist sich aber insofern als nachteilig, als es gerade wegen des j für die Desinfektion notwendigen, wenn auch geringen, Wasserge-
haltes des Ixeinigungsbades bei der Reinigung von Textilchargen, die mit Substantiven Farbstoffen gefärbte Textilien enthalten, : teilweise zu einer Ablösung von Farbstoffanionen kommen kann oder kommt, die mit den quartären Ammoniumionen des Desinfiziens als intensive Farbstoff vergrauungen auf Wolle und Baumwolle aufziehen, und dort fixiert werden und so die Reinigungsqualität der Textilcharge stark beeinträchtigen. Derartige Farbstoffvergrauungen ; lassen sich zwar reduzieren, indem der Reinigungsverstärker/Desinfiziens-Tensidkombination anionaktive Tenside, vornehmlich Phosphorsäureester, zugesetzt werden, die mit kationaktiven Bestandteilen der Tensidkombination zu Neutralsalsen reagieren, doch wird im Gegenzug die Desinfektionswirkung der Kationtenside : dadurch wieder zunichte gemacht, zumindest stark reduziert.
Gemäß der Erfindung wurde nun gefunden, daß sich Frab stoff vergrauungen der zuvor beschriebenen Entstehung vollkommen ausschalten lassen, wenn der desinfizierend wirkenden Tensidkombination aus kationenaktiven und nichtionischen Tenr.iden - bei einem Was- , sergehalt des Tensidansatzes von 10-40 Gew.% - anteilsmäßig 5-30 Gew.% Ammoniumsalz aus tertiären Fet1;aminen bzw. tertiärer N-Alkyl-N-hydroxyethylamineη und einer aliphatischen Dicarbonsäuren bzw. einer Tricarbonsäure vom Typ der Citronensäure zugesetzt ist, der Wasserzusatz des Chemischreinigungsbades entweder aus dem Tensidansatz stammt oder/und separat zugegeben wird und der Tensidansatz in einer Konzentration von etwa 3-10 g/l Chemischreinigungsbad zur Anwendung kommt.
Heben der Ausschaltung von Farbstoffvergrauungen wird auch die durch Wiederablagerung abgelöster Schmutzpigmente verursachte Pigmentvergrauung deutlich vermindert.
Als gemäß der Erfindung besonders wirksame Amine haben sich Fettamine vom Typ Alkyldimethylamin mit einem Ilolekulargewicht von 200-250 und tertiäre Hydroxyethylaminderivate mit linearer Alkylgruppe und einem Kolekulargewicht von 320-580 erwiesen.
Die tertiären Ammoniumsalze gemäß der Erfindung lassen sich durch die allgemeinen Formeln I bis II1 beschreiben:
COO GOO
+ COO'
(I) bzw.
N'
(I1)
CH2-COO" A-C-COO" CH2-COO"
V2
In den Formeln bedeuten:
(II) bzw.
CH2-COO A-C-COO"
CH2-COO"
RJi
(II1)
HJ3
η eine Zahl /on 3 bis 5»
A eine Hydroxylgruppe (Citronensäure) oder
Wasserstoff (Tricarballylsäure), R1 Methyl,
Rp ein Fettalkyl von 8-18 C-Atomen,
RJj eine Hydroxyethylgruppe, -CH2-CH2-OH, und Rp einen Glykolmonoalkyletherrest der Formel -CH2-CH-O-CH2-CH2-OH, wobei E, ein Fettalkyl von 10-18
R3
C-Atomen bedeutet.
Besonders wirksam hinsichtlich der Desinfektion, der Reinigungs- ; verstärkung und der Vergrauungsminderung bzw. -verhinderung bei : der Chemischreinigung von Textilien sind die Wirkstoff- bzw.
Tensidkombinationen gemäß der Erfindung, die in ihrem Kischungs- : ansatz - bei Einsatz von 3-10 g der Mischung je 1 1 Chemischrei-
nigungsbad - enthalten:
5-30 Gew.% tertiäres Ammoniumsalz gemäß der Erfindung entsprechend den Formeln I bzw. I1 oder/und II bzw. II'
- und von auf dem Gebiet der Chemischreinigung grundsätzlich bekannten Substanzen -:
10-40 Gew.% quartäres Ammoniumsalz des Typs Difettalkyl-dime-
thyl-ammoniumchlorid oder/und Alkyl-benzyl-dimethylammoniumchlorid, jeweils mit Fettalkylgruppen von 8-18 C-Atomen,
20-50 Gew.% nichtionisches Tensid, und zwar Nonylphenylethoxylat mit 3-7 mol Ethylenoxid oder/und Fettalkohol-
ethoxylat mit 5-9 wol Ethylenoxid und einer
Kettenlänge des Fettalkohols von 12-16 C-Atomen und 10-40 Gew.% Wasser.
Neben der Unterbindung von Farbstoffvergrauungen in Chemischreinigungsbädern wird durch die Wirkstoffkombination gemäß der Erfindung - ganz besonders zufolge der auf dem Gebiete erstmals
eingesetzten tertiären Ammoniumsalzen gemäß der Formeln I bis
II1 - im Vergleich zu den herkömmlichen Tensidkombinationen darüber hinaus noch die Pigmentvergrauung des zu reinigenden Gutes wesentlich reduziert, die Reinigungswirkung des Bades insgesamt
verbessert und die Desinfektionswirkung des Bades über das durch die quartären Ammoniumsalze als solche erreichbare Haß hinaus , gesteigert. ;
Die Vorteile der Wirkstoff- oder Tensidkombination gemäß der Er-( findung wird an Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1 j
In Vergleichsversuchen wurden die Farbstoffvergrauungen und die ι Desinfektion textlien Gewebes in einem Chemischreinigungsbad bei j Verwendung einer Tensidkombination gemäß der Erfindung (desinfi-f zierender Reinigungsverstärker (A) gemäß der Erfindung), eines ; dem Stand der Technik entsprechenden desinfizierenden Reinigungs-Verstärkers (B) und eines herkömmlichen nicht desinfizierenden j Eeinigungsverstärkers (C) verglichen. I
Die Farbstoffvergrauung wurde untersucht i'ür weißes Testgewebe
aus Baumwolle der Wäschereiforschung Krefeld (WFK), das einer j Eeinigungscharge aus Substantiv blau gefärbtem Baumwollgewebe ' (Blue Jeans) beigegeben war. j
Dazu wurde in getrennten Versuchen zunächst der Reinigungsver- ■ stärker in einem Mischungsverhältnis von 10 g/l in Tetrachlor- ! ethen gelöst und die Chemischreinigung in diesem Reinigungsbad ! unter Praxisbedingungen bei einer Badtemperatur von 300C, einetn ! Flottenverhältnis von 1:5 (1 kg Textilien je 5 1 Reinigungsbad)! und einer Behandlungsdauer von 15 min ausgeführt und darauf die j Farbstoffvergrauung des WFE-Te stge webe s pt .o tome tr i sch als % Weiß-ί-
— Ί —
gradabnahme bezogen auf den Ursprungsweißgrad des Testgewebes bestimmt.
Die Desinfektionswirkung der Reinigungsverstärker wurde im Keimträgerversuch an Baumwoll-Läppchen, die mit Staphylococcus aureus ATCG 6538 bzw. -nit Pseudomanas aeruginosa ATGC 1544-2 mit jeweils etwa 3·ΊΟ Keimen/cm kontaminiert waren, untersucht. Dazu wurden die Läppchen in Abwesenheit weiterer textiler Ware in Chemischreinigungsbädern aus Tetrachlorethen, dem die Reinigungsverstärker in Konzentrationen zwischen 0,1 und 10 g/l Reinigungsbad zugesetzt waren, bei 30 0C 15 min lang behandelt und anschließend enthemmt und bebrütet.
Der desinfizierende Reinigungsverstärker A gemäß der Erfindung bestand aus
15 Gew.% Tri'immoniumsalz aus Cocosalkyldimethylamin und Citronensäure ,
10 Gew.% Mdecyl-dimethyl-ammoniumchlorid und 15 Gew.% Dicocosalkyl-dimethyl-ammoniumchlorid, 15 Gew.% Fettalkoholethoxylat eines C^VC^-IPettalkohols mit 7 tnol Ethylenoxid,
20 Gew.% Nonylphenylethoxylat mit 5 mol Ethylenoxid und 25 Gev.% Wasser.
Der desinfizierende Reinigungsverstärker B nach dem Stande der Technik bestand aus
10 Gew.% Dicocosalkyl-dimethyl-ammoniumchlorid und 5 Gew.% Cocosalkyl-benzyl-dimethyl-ammoniumchlorid,
30 Gew.% Fonylphenylethoxylat mit 5 τηοΐ Ethylenoxid und 15 Gew.% Cocosfettalkoholethoxylat mit 7 mol Ethylenoxid und M-O Gew.% Wasser.
Der nicht desinfizierende herkömmliche Reinigungsverstärker C schließlich bestand aus
20 Gew.% Kaliumdodecyl-benzolsulfonat, 15 Gew.% Glycerinmonolaurat,
10 Gew.% Diethanolammoniumstearyldekaglykoldiesterphosphat, 15 Gew.% Fonylphenylethoxylat mit 3 mol Ethylenoxid, 10 Gev.% Wasser und
30 Gew.% Tetrachlorethen.
Die experimentellen Ergebnisse der Vergrauungs- und Desinfektiprüfungen sind nachfolgend tabelliert.
ι Reinigungsverstärker !A ! · B i C
Farbstoffvergrauung 3,2 % Kindestkonzentration
zur Abtötung von: i
j Staph. aureus ■ 0,1 g/l
Ps. aeruginosa ί 1,0 g/l
16 %
4,7 %
2,5 g/l ' wirkungslos 5,0 g/l . wirkungslos
Kan erkennt, daß der desinfizierende Reinigungsverstärker A gemäß der Erfindung einerseits in wesentlich, geringerer Anwendungskonzentration als der desinfizierende Eeinigungsverstäker B nach dem Stande der Technik keimtötend wirkt, und daß andererseits für den Reinigungsverstärker A-gemäl: der Erfindung zugleich die Färbstoffvergrauung geringer als selbst für den nicht desinfizierenden herkömmlichen Reinigungsverstärker C ausfällt, wäh- ' rend der desinfizierende Reinigungsverstärker B nach dem Stande .' der Technik bei mäßigerer Desinfektionswiikung eine fünffach '-' höhere. Farbstoffvergrauung erzeugt.
Beispiel 2
Es werden die Reinigungswirkung, die Gesamtvergrauung und die Desinfektionswirkung eines desinfizierenden Eeinigungsverstärkers D gemäß der Erfindung, bestehend aus
20 Gew.% Triammoniumcitrat des tertiären Hydroxyethylaminderivats der Formel HO-C2H4-O-GH-CH2-Ii(C2H4-OH)2,
worin R ein Gy.p/C^4-Fettalkyl bedeutet, 15 Gew.% Cocosalkyl-benzyl-dimethyl-ammoniumchlorid und 10 Gew.% Dicocosalkyl-dimethyl-ammoniumchlorid, 30 Gew.% Nonylphenylethoxylat mit 7 tnol Ethylenoxid und 25 Gew.% Wasser,
und die Reinigungsverstärker B und C aus Baispiel 1 verglichen.
Dazu wurden in einer handelsüblichen Reinigungsmaschine mit einem Beladegewicht von 12 kg jeweils eine Charge Hosen vergleichbare:? .
Herkunft und Verschmutzung zusammen mit teils künstlich angeschmutzten und teils weißen WFK-Baumwolltestgewebe bei gleichem Flottenverhältnis in Tetrachlorethen, dem jeweils 5 g/l eines der Reinigungsverstärker zugesetzt war, gereinigt und darauf die ι Reinigungswirkung und die Gesamtvergrauung anhand der ange- ; schmutzten "bzw. weißen Testgewebe und die Desinfektionswirkung j durch Abklatschen der Charge auf Keimindikatoren (Hersteller: : BIOTEST-Serum-Institut GmbH) bestimmt.
Die Reinigungswirkung wird ausgedrückt als % Weißgradzunahme der künstlich angeschmutzten Testgewebe, die Vergrauung als % Weiß- '. gradabnahme der weißen Testgewebe, jeweils elektrophotometrisch gemessen, und die Desinfektionswirkung als % nicht infizierter Keimindikatoren nach der Reinigung bezogen auf die Anzahl infi- : zierter Keimindikatoren vor der Reinigung. Die Ergebnisse sind nachstehend tabeliiert.
D 58 Reinigungsverstärker B ■ G
1,1 42 % 44 %
Re inigungswirkung 100 % 4,7 % j 3,2 %
Vergrauung % 100 % < 38 %
Desinfektion %
!Die Tensidkombination oder der Reinigungsverstärker D gemäß der ; Erfindung zeigt eine im Vergleich mit den herkömmlichen Reini- ! gungsverstärkern B und G als Repräsentanten des Standes der Technik deutliche Verbesserung der Reinigungswirkung und 1 wiederum eine erhebliche Verminderung der Vergrauung.
Darüber hinaus zeichnete sich das mit dem Reinigungsverstärker D , behandelte Reinigungsgut im Vergleich zur Behandlung mit den Reinigungsverstärkern B und C durch klarere Farben und frischeren Geruch aus.
Beispiel 5
Es werden weitere Tensidkombinationen (desinfizierende Reini-' gungsverstärker) E, F, G, H gemäß der Erfindung und die herkömmlichen Reinigungsverstärker B und C der vorigen Beispiele hin-
- ίο -
sichtlich der Eeinigungswirkung von Tetrachlorethenbädern, die \ jeweils einen der zum Vergleich anstehenden Beinigungsverstärker j enthielten, der Gesamtvergrauung der in diesen Bädern gereinigte^ Ware, der Mitwirkung der Eeinigungsverstärker "bei der Farbstoff-Übertragung von gefärbten auf weiße Textilien und der bakterizi-j
den Wirkung der Eeinigungsverstärker verglichen.
Sie Zusammensetzung der Eeinigungsverstärker gemäß der Erfindung ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle.
Zusammensetzung in Gew.% E S1 G 10 H
Ammoniumsalz von
2 mol n-Decyldimethylamin
1 mol Adipinsäure
7 5
3 mol n-Decyldimethylamin
1 mol Tricarballylsäure
10 : 15
3 mol Lauryldimethylamin
1 mol Citronensäure
; 20
3 mol Stearyldimethylamin
1 mol Citronensäure
j 20
I
I
10
Didecyl-dimethyl-
ammoniumchlorid
VJl VJl ! 30
I
Dicocosalkyl-dimethyl-
ammoniumchlorid
15 15 15
Nonylphenylethoxylat
mit 5 mol Ethylenoxid
20 25 30
Fettalkoholethoxylat aus
C.JC..-Alkohol mit 7 mol
£ Ethlenoxid
15 10 10
Wasser 38 35 30
Zur Ermittlung der Eeinigungswirkung und der Vergrauung wurden in} Labormaßstab künstlich angeschmutzte zusammen mit weißen WFK- j Testgeweben in einem Launder-O-Neter (Hersteller: Original-Hanau) in 400 ml Eeinigungsflotte aus Tetrachlorethen und jeweils 5 g/l ■ eines der Eeinigungsverstärker B bis H während 15 min bei 30 0G : gereinigt und darauf die Eeinigungswirkung als % Weißgradzunahme der angeschmutzten und die Vergrauung als % Weißgradabnahme de.? weißen Testgewebe, jeweils bezogen auf dia Ausgangsweißgrade, elektrophotometrisch bestimmt.
Für die Mitwirkung der Hexnigungsverstärker bei der Farbstoff-Ubertragung wurde die Farbstoffübertragung von Substantiv blau gefärbter Baumwolle auf weiße Baumwolle (Anfärbung) bestimmt, und zwar in Anlehnung an DIN 54023 (Bestimmung der Lösungsmittelechtheit von Färbungen und Drucken), wobei jedoch nicht anhand des Graumaßstabes, sondern elektrophotometrisch abgemustert worden ist.
Die bakterizide Wirkung der Eeinigungsverstärker wurde als minimale Hemmkonzentration der Reinigungsverstärker in. Suspensionstest entsprechen! Abschnitt C II/3 der Richtlinie der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie mit Staphylococcus aureus ATCC 6538 für einen Ausgangswert von 5*10 stimmt.
Keimen/ml be-
Die Untersuchungsergebnisse sind nachstehend tabelliert.
Hexnigungsverstärker gemäß der Erfindung
IF IG IH
herkömmlicher Reinigungsver«
B C
I
Reinigungsw. j
26 % 28 % 33 oL
/O
24 % \ 22 ,4 % 24 8 %
Vergrauung i 2, 3 % 1, 7 % 0, 9 % 1,4 % 3 ,5 % 2, 7 %
Anfärbung ' 5, 3 % 2, 3 % 1, 8 % 3,4 % 11 4, %
minimale j 5 g/l
Hemmkonz. j 1,2 g/1 0,5 s/l, 0,5 g/l 1,5 g/l 1, keine
Im Vergleich zu dem desinfizierenden Reinigungsverstärker B und ,dem nicht desinfizierenden Reinigungsverstärker C erweisen sich die Reinigungsverstärker E, F, G, H gemäß der Erfindung als die wiederum deutlich besseren Cresamtvergrauungsverminderer und - mit mit Ausnahme der vergleichbar reinigenden Tensidkombination H als die stärkeren Reiniger. Verglichen mit B als Vertreter herkömmlicher desinfizierender Reinigungsverstärker sind - wieder mit Ausnahme der vergleichbar keimtötenden TensidkoTr.bination H die Reinigungsverstärker gemäß der Erfindung die stärkeren Desinfektionsmittel und - entscheidend - zugleich die wesentlich schwächeren FarbstoffÜberträger; mit Ausnahme von Ξ fällt die Farbstoffübertragung selbst gegenüber dem nicht desinfizierenden Reinigungsverstärker C deutlich schwächer aus.
Insgesamt "belegen die Beispiele, da3 die Aufgabe der Erfindung, die bei der Chemischreinigung von Textilien unter Vervrendung desinfizierender herkömmlicher Eeinigungsverstärker als deren Nebenwirkung im Vergleich zu nicht desinfizierenden Reinigungsverstärkern auftretende überhöhte Vergrauung auszuschalten, durch die desinfizierenden Reinigungsverstärker, gemäß der Erfindung nicht nur gelöst wird, sondern daß darüber hinaus sogar eine · wesentlich bessere Vergrauungsverminderung bzw. -verhütung, Eei- : nigungswirkung und Desinfektion erreicht wird. Das ist auf die ' diese Teilfunktionen desinfizierender Eeinigungsverstärker synergistisch verstärkenden tei'tiären Ammoniumsalze geiräß der Erfindung zurückzuführen. Selbstverständlich können diese Salze statt in singulärer Verwendung, wie in den Beispielen vorgestellt, auch als hinsichtlich der Säuren oder tertiären Amine gemischte Salze verwendet werden.
Leerseite

Claims (5)

PATENTANWALT DR.-ING. LOTTtRHOS «000 FRANKFURT (MAiN)I LICHTENSTEINSTRASSE 3 FERNSPRECHER: (0611) 665061 TELEGRAMME: LOMO8APATENT LANDESZENTRALBANK 500071« POSTSCHECK-KONTO FFM. 1667-603 FRANKFURT (MAIN)1 20. März 1981 Chemische Fabrik Kreussler % Co. GmbH Rheingaustraße 87-95, 6200 Wiesbaden Patentansprüche
1) Desinfizierender Eeinigungsverstarker für die Chemischreinigung, dadurch gekennzeichnet, daß er neben mindestens einem desinfizierend wirksamen quartären Ammoniumchlorid, nichtionischem Tensid und Wasser das Diammoniursalz aus einer aliphatischen linearen α.ω-Dicar-"bonsäure mit 2-5 Methylengruppen "bzw. das Triammoniumsalz aus einer Tricarbonsäure, und zwar Citronensäure oder Tricarballylsäure,
und einem tertiären Amin der allgemeinen Formeln NE^Rx-R2 bzw. , wobei
Methyl,
ein Fettalkyl von 8-18 C-Atomen, eine Hydroxyethylgruppe, -CH2-CH2-OH, und einen Eidiylenglykolmonoalkyletherrest der Formel -CH2-CH-O-CH2-CH2-OH, wobei
E^, ein Fettalkyl von 10-18 C-Atomen bedeutet, oder eine Mischung dieser tertiären Ammoniumsalze enthält.
2) Eeinigungsverstarker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als desinfizierend wirksames Ammoniumsalz Dialkyl-dimethyl-ammoniumchlorid oder Alkyl-benzyl-dimethyl-ammoniumchlorid, {jeweils mit Fettalkylgruppen von 8-18 C-Atomen, oder eine Mischung dieser quartären Ammoniumsalze aufweist.
NR^RJj
.:." l-'JO'O J. 311115a
3) Reinigungsverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als nichtionisches Tensid Nonylphenylethoxylat mit 3-7 mol Ethylenoxid oder/und Fettalkoholethoxylat mit 5-9 mol Ethy lenoxid und einer Kettenlänge des Alkohols von 12-16 C-Atomen enthält.
4) Reinigungsverstärker nach den Ansprüchen 1 bis 3» gekennzeichnet durch die Zusammensetzung:
5-30 Gew.% tertiäres Ammoniumsalz gemäß Anspruch 1, 10-40 Gew.% quartäres Ammoniumsalz gemäß Anspruch 2, 20-50 Gew.% nichtionisches Tensid gemäß Anspruch 3 und 10-40 Gew.% Wasser.
5) Chemischreinigungsbad, gekennzeichnet durch den Gehalt von etwa 3-10 g/l des desinfizierenden Reinigungsverstärkers gemäß Anspruch 4.
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