DE3110718C1 - Maschine zum Umschnüren von Packstücken - Google Patents
Maschine zum Umschnüren von PackstückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Umschnüren von Packstücken gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1.
Bei derartigen bekannten Maschinen besteht die Schwierigkeit darin, den Greifer nach Umlauf auf der
vorgegebenen Bahn genau in der Grundstellung stillzusetzen. Trotz aufwendiger Bremseinrichtungen
kommt es immer wieder vor, daß die Grundstellung vom Greifer nicht genau eingehalten wird. Dies führt zu
Störungen beim Verbinden der Umschnürungsmittelenden mittels der Verschlußeinrichtung.
Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Maschine zum Umschnüren
von Packstücken in herstellungstechnisch einfacher Weise so auszugestalten, daß der Greifer nach
Umlauf auf einer vorgegebenen Bahn ohne Einsatz kostspieliger Bremseinrichtungen genau in die Grundstellunggelangt.
Gelöst wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1.
Zufolge derartiger Aucgestaltung ist eine gattungsgemäße
Maschine von erhöhtem Gebrauchswert angegeben. Stets gelangt der von dem Zugmittel mitgeschleppte
Greifer nach Umlauf auf der vorgegebenen Bahn in die etwa im Mittelpunkt des Bogenabschnitts der Bahn
des Zugmittels liegende Grundstellung. Diese verläßt den Greifer nicht, solange sich der Angriffspunkt des
Greifers am Zugmittel auf dem Bogenabschnitt bewegt. Das bedeutet, daß die Längsbewegung des Greifers in
eine Schwenkbewegung umgesetzt wird. Daher kann auf kostspielige Bremseinrichtungen, die ein exaktes
Stillsetzen des Zugmittels bewirken sollen, verzichtet werden. Der stets genau seine Grundstellung einnehmende
Greifer gestattet ferner einwandfreie Verbindungsvorgänge durch die Verschlußeinrichtung. Durch
entsprechende Anordnung des Bogenabschnitts der Bahn des Zugmittels und Steuerbogen-Abschnitten
kann die Grundstellung des Greifers variiert werden. Bspw. ist es möglich, die Grundstellung des Greifers
nahe der Ecke der Umschnürungsmiltel-Bahn vorzusehen.
Möglich sind jedoch auch Grundsteilungen des Greifers im mittleren Bereich zwischen den unteren
Ecken der Umschnürungsmittel-Bahn. Der erste Steuerbogen-Abschnitt
der beiden Steuerbogen-Abschnitte verläuft konzentrisch zum Bogenabschnitt der Bahn des
Zugmittels. Gelangt daher der Schienenbahn-Angriffspunkt in diesen ersten Steuerbogen-Abschnitt, befindet
sich gleichzeitig der Zugmittel-Angriffspunkt in dem Bogenabschnitt, so daß, solange der Schienenbahn-Angriffspunkt
in dem ersten Steuerbogen-Abschnitt läuft, eine Schwenkbewegung des Greifers auftritt. Erst mit
Verlassen des ersten Steuerbogen-Abschnitts und Eintauchen in den anschließenden Steuerbogen-Abschnitt
verändert der Greifer seine Lage, wobei er um die Halteklemme der Verschlußeinrichtung herumgeführt
wird. Dies vereinfacht den Aufbau der Verschlußeinrichtung, da das Herumführen des Greifers lediglich
aus der Gestaltung der Schienenbahn und der Zugmittelbahn resultiert.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, daß das Zugmittel im Bereich des Bogenabschnitts in einem
Umlenkbogen-Schlitz geführt ist. Man kann sich dabei zur Führung des Zugmittels eines geschlossenen
Rahmens bedienen. An drei Ecken des Rahmens werden, falls es sich bezüglich des Zugmittels um eine
Kette handelt, Kettenräder angebracht, während im Bereich der vierten Ecke der Umlenkbogen-Schlitz
vorgesehen wird.
Schließlich ist es noch von Vorteil, daß der dem Bogenabschnitt vorgelagerte geradlinige Abschnitt der
Zugmittelbahn spitzwinklig geneigt zur Schienenbahn des Greifer-Tragarmes verläuft.
Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der Fig. 1 bis 11 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung eine Ansicht der
Maschine,
Fig. 2 eine Ansicht gegen den in Grundstellung befindlichen Greifer, welche nahe der Ecke der
Umschnürungsmittelbahn liegt,
F i g. 3 eine klappfigürliche Seitenansicht der F i g. 2 und
Fig.4 bis 11 verschiedene Positionen während eines
Umschnürungsvorgangs.
Die Maschine weist ein von Füßen 1 getragenes Maschinengestell 2 auf. Dieses trägt oberseitig eine
Tischplatte 3.
Überragt wird die Tischplatte 3 von einem rechteckigen Rahmen 4, dessen unterer Horizontalschenkel 5
innerhalb des Maschinengestells 2 verläuft. An dem rechts liegenden Vertikalschenkel 6 des Rahmens 4 ist
ein Lagerauge 7 befestigt, daß von einem maschinengestellseitigen Zapfen 8 durchsetzt wird.
An drei Ecken des Rahmens 4 sind Kettenräder 9, 10 und 11 gelagert. In der unteren, linksseitigen Ecke des
Rahmens 4 befindet sich ein durch Fräsen erzeugter, einen Bogenabschnitt 12 bildender Umlenkbogen-Schlitz.
Dieser setzt sich in dem linksseitigen Vertikalschenkel 13 in einen geradlinig verlaufenden Nut-Abschnitt
14 fort, der dicht vor dem oberen Kettenrad 9
endet, während in dem unteren Horizontalschenkel 5 sich der Bogenabschnitt 12 in einen geradlinigen,
leichtansteigenden Nut-Abschnitt 15 fortsetzt, der vor dem unleren Kettenrad 11 ausläuft. In dem rechtsliegenden
Vertikalschenkel 6 ist ebenfalls ein nutenförmiger Abschnitt 16 eingefräst. Um die Ket!enräder9,10,11 ist
das Zugmittel 17, nämlich eine Kette, gelegt derart, daß das Zugmittel im Bereich des oberen Horizontalschenkels
18 freigespannt ist, während in «en anderen Teilbereichen des Rahmens 4 die Kette 17 innerhalb der
Abschnitte 12,14,15 und 16 verläuft.
Desweiteren ist der Rahmen 4 mit einer innenseitig der Zugmittelbahn liegenden Schienenbahn 19 ausgestattet.
Diese setst sich zusammen aus dem im Vertikalschenke'i 13 verlaufenden Abschnitt 20, dem im
oberen Horizontalschenkel 18 befindlichen Abschnitt 21, dem im rechtsliegenden Vertikalschenkel 6 angeordneten
Abschnitt 22, dem im unteren Horizontalschenkel j befindlichen Abschnitt 23 sowie den in der
linksseitigen Ecke des Horizontalschenkds 5 eingefrästen beiden Steuerbogen-Abschnitien 24 und 25. Der
Abschnitt 23 verläuft dabei von rechts nach links gemäß Fig. 1 leicht ansteigend. Der Mittelpunkt des Bogenabschnitts
12 trägt die Bezugsziffer 26. Dieser ist gleichzeitig Mittelpunkt für den Steuerbogen-Abschnitt
24, siehe insbesondere Fig. 2. Der Mittelpunkt 27 des
anderen Steuerbogen-Abschnitts 25 liegt unterhalb und linksseitig versetzt zum Mittelpunkt 26.
Wie aus Fig. 1 deutlich zu erkennen ist, verläuft der
dem Bogenabschnitt 12 vorgelagerte geradlinige Abschnitt 15 der Zugmittelbahn spitzwinklig geneigt zum
Abschnitt 23 der Schienenbahn 19.
Die Zugmittelbahn und die Schienenbahn dienen zur Führung eines Greifer-Tragarmes 28. Letzterer weist an
seinem außenliegenden Ende den Zugmittel-Angriffspunkt 29 auf, der ein Teilglied 30 der das Zugmittel 17
bildenden Kette darstellt.
An seinem anderen Ende enthält der Tragarm 28 einen Greifer öl. Dieser setzt sich aus der oberen, fest
am Tragarm 28 sitzenden Greiferbacke 32 und der unteren in Richtung der Greiferbacke 32 verlagerbaren
Greiferbacke 33 zusammen. Die untere Greiferbacke 33 sitzt an einem im Tragarm 28 längsgeführten Schieber
34. Ein Längsschlitz 35 desselben wird durchsetzt von einem Querbolzen 36 des Tragarmes 28.
An dem unteren, gegabelt ausgebildeten Ende 34' des Schiebers 34 greift der eine Winkelschenkel 37' eines
am Tragarm 28 angelenkten Winkelhebeh 37 an. Der Anlenkzapfen trägt die Bezugsziffer 38 und durchsetzt
das freie Ende des Winkelschenkels 37'. Der andere Winkelschenkel 37" wird beaufschlagt von einer im
Tragarm 28 untergebrachten Druckfeder 39.
Zur Steuerung der unteren Greiferbacke 33 dient ein Finger 40, der, wie es die F i g. 3 veranschaulicht, sowohl
eine Horizontal- als auch eine Vertikalbewegung ausführen kann. Das freie Ende 40' des Fingers 40 wirkt
dabei mit einem Vorsprung 34" des Schiebers 34 zusammen. Gesteuert wird die Bewegung des Fingers
40 von einer in Fig. 1 angedeuteten, nicht näher veranschaulichten Verschlußeinrichtung 41.
Auf dem Abschnitt zwischen Greifer 311 und Zugmittel-Angriffspunkt 29 ist am Tragarm 2:8 eine
Rolle 42 gelagert, die in die Schienenbahn 20 fortnpassend eintritt.
In der Grundstellung des Greifers 31 liegt dieser auf '
Höhe des Mittelpunktes 26 nahe der links liegenden unteren Ecke des Rahmens 4. Dann erstreckt sich
rechtsseitig neben dem Greifer die obere Druckbacke 43, die sich in einer aus der Urruchnürungsmittelebene
zurückgezogenen Stellung befindet, »-ergl. F i g. 2 und 3.
Linksseitig des Greifers 31 sitzt eine in die Umschnürungsmittelebene hineinreichende, jedoch geöffnete
r' Halteklemme 44. Der linken Seite der Halteklemme 44
benachbart ist ein in die Umschnürungsmittelebene vorgesteuerter Stützzapfen 45. Dieser ist in Abhängigkeit
von der oberen Druckbacke 43 der Verschlußeinrichtung 41 gesteuert derart, daß jine gegenseitige
" Verlagerung von Druckbacke 43 und Stützzapfen 45 vorliegt. Letzterer erstreckt sich unmittelbar an der
links innen liegenden, unteren Ecke des Rahmens 4. An den übrigen innen liegenden Rahmenecken sind
ebenfalls Stützzapfen 46 angeordnet, welche in die und
> aus der Umschnürungsmittelebene verlagerbar sind.
Es ergibt sich folgende Wirkungsweise: Gemäß Fig.2, 3 und 4 befindet sich die Maschine in ihrer
Ausgangsstellung. Das bedeutet, daß der Greifer 31 seine Grundstellung einnimmt. Das Umschnürungsmittelende
47' ist eingeklemmt von den Greiferbacken 32 und 33. Von hier aus verläuft das Umschnürungsmitte)
47 um die in die Umschnürungsmittelebene vorgesteuerten Stützzapfen 46 und 45. Von dem Stützzapfen
45 wird das Umschnürüngsmittel 47 zur nicht dargestellten
Umschnürungsmittelrolle gelenkt, der eine ebenfalls nicht dargestellte, an sich bekannte Umschnürungsmittel-Spanneinrichtung
zugeordnet ist. Sowohl die Umschnürungsmittelrolle als auch die Spanneinrichtung
sind an einem Ausleger 48 des Maschinengestells 2
' befestigt.
In der Grundstellung des Greifers 31 ist dessen Rolle 42 in den Steuerbogen-Abschnitt 24 eingetreten,
während der Zugmittel-Angriffspunkt 29 innerhalb des Bogenabschnittes 12 der Bahn des Zugmittels 17 liegt.
Solange der Zugmittel-Angriffspunkt 29 sich zwischen den Punkten A und B bewegt, befindet sich die Rolle 42.
wie strichpunktiert angedeutet, in dem Sleuerbogen-Abschniit 24. Der Greifer 31 schwenkt bei einer solchen
Bewegung lediglich um den Mittelpunkt 26 und
' verändert seine Lage nicht.
Wird nun ein Packstück 49 auf die Tischplatte 3 gelegt und ein Schaltimpuls ausgelöst, steuern die Stützzapfen
46 aus der Umschnürungsmittelebene, woraufhin sich das Umschnürüngsmittel 47 um das Packstück 49. wie in
Fig. 5 gezeigt, legen kann. Die nicht dargestellte Spanneinrichtung sorgt dafür, daß das Umschnürüngsmittel
47 das Packstück 49 eng umschließt.
F i g. 6 stellt dar, daß die obere Druckbacke 43 nun in die Umschnürungsmittelebene vorsteuert. Der Stützzapfen
45 verlagert sich zurück, während die übrigen Stützzapfen 46 erneut in die Umschnürungsmittelebene
treten. Gleichzeitig schließt die Halteklemme 44.
In Fig. 7 ist gezeigt, daß die Halteklemme 44 zur anderen Seite der Druckbacke 43 gefahren ist unter
Erzielung eines Spannens des Umschnürungsmittels 47. Daraufhin erfolgt das an sich bekannte Verbinden des
Umschnürungsmittelendes 47' mit dem Umschnürüngsmittel durch Schweißen.
Die Stellung gemäß Fig. 8 veranschaulicht, daß der Schweißvorgang beendet ist; der Greifer 31 fährt dann
aus der Umschnürungsmittelebene. Hierbei wird die untere Greiferbacke 33 durch den sich abwärts
verlagernden Finger 40 in die Freigabestellung bewegt. Gleichzeitig hierzu verlagert ein Schiebeglied 50 der
Verschlußeinrichtung 41 den Greifer-Tragarm 28 in die strichpunktierte Lage gemäß F i g. 3. Bei diesem
Vorgang schwenkt der Rahmen um den Zapfen 8. Ferner schneidet ein nicht dargestelltes Messer der
Bandklemme 44 das Umschnürungsmittel an der oberen
Druckbacke 43 zugekehrten Seite durch.
Aus Fig. 9 ist zu erkennen, daß das nun vorliegende
Umschnürungsmittelende 47' von der Halteklemme 44 festgelegt ist. Die obere Druckbacke 43 bewegt sich
sodann aus der Umschnürungsmittelebene. Das Packstück 49 ist somit frei und kann abgenommen werden.
Dann bewegt sich, wie aus Fig. 10 zu entnehmen ist, die Halteklemme 44 zur links liegenden Seite des wieder
mit dem Rahmen 4 vorverlagerten Greifers 3t, der nun das Umschnürungsmittelende 47' einklemmt, während
die Halteklemme 44 öffnet.
Anschließend wird das Zugmitte! 17 in Bewegung gesetzt, wobei die Rolle 42 des Greifer-Tragarmes 28
den Steuerbogen-Abschnitt 25 durchläuft. Hierbei bewegt sich der Greifer 31 auf der durch Punkte 51
angedeuteten Bahn, wobei der Greifer 31 die Halteklemme 44 und den Stützzapfen 45 umfährt. Nach einem
vollständigen Umlauf nimmt der Greifer 31 erneut die in F i g. 2 veranschaulichte Grundstellung ein, wobei durch
ihn das Umschnürungsmittel über sämtliche Stützzapfen 45,46 gelegt worden ist.
Der Antrieb des Umschnürungsmittels 17 erfolgt über eine Kette 52 mittels des Antriebsmotors 53, welcher
gleichzeitig über eine Kette 54 das, Kettenrad 55 der
Verschlußeinrichtung antreibt.
Claims (3)
1. Maschine zum Umschnüren von Packstücken, mit einem das Umschnürungsmitte! auf einer
vorgegebenen Bahn um das Packstück legenden Greifer, der von einem ebenfalls auf einer vorgeschriebenen
Bahn verlaufenden Zugmittel, wie bspw. eine Kette, bewegt und jeweils in einer Grundstellung
im Bereich einer die Umschnürungsmittelenden verbindenden und eine Halteklemme für das
Umschnürungsmitielende aufweisenden Verschlußeinrichtung
gestoppt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundstellung des Greifers
(31) etwa im Mittelpunkt (26) eines Bogenabschnitts (12) der Bahn des Zugmittels (17) liegt und der
Greifer (31) an einem Tragarm (28) sitzt, der auf seinem zwischen Greifer (31) und Zugmittel-Angriffspunkt
(29) liegenden Abschnitt auf einer Schienenbahn (19) geführt ist, welche über den
Bogenbereich der Zugmittelbahn mit Steuerbogen-Abschnitten (24,25) ausgestattet ist, von denen einer
den Greifer (31) aus der Grundstellung um die Halteklemme (44) der Verschlußeinrichtung (41)
herum bewegt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn- . zeichnet, daß das Zugmittel (17) im Bereich des
Bogenabschnitts (12) in einem Umlenkbogen-Schlitz geführt ist.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Bogenabschnitt (12) vorgelagerte
geradlinige Abschnitt (15) der Zugmittelbahn spitzwinklig geneigt zur Schienenbahn des Greifer-Tragarmes
(28) verläuft.
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