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Klemmverbindung für Hochfrequenz-Koaxialleitungen
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anklemmen einer auf das
Aussenleiterrohr und/oder einer in das Innenleiterrohr einer Hochfrequenz-Koaxialleitung
gesteckten Fassung.
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Vorrichtungen dieser Art sind bekannt. Besonders die Herstellung einer
guten mechanischen und elektrischen Verbindung zwischen dem Aussenleiterrohr einer
solchen Hochfrequenz-Koaxialleitung und der aufgesteckten Fassung macht in der Praxis
Schwierigkeiten. Bisher werden die auf die Aussenleiterrohre aufgesetzten rohrförmigen
Fassungen geschlitzt und es wird dann auf die Fassung eine Spannschelle aufgesetzt,
durch welche die durch die Schlitze gebildeten fingerartigen Teile der Fassung radial
auf den Umfang des Aussenleiterrohres angedrückt werden. Diese bekannten Klemmverbindungen
sind sehr unstabil und können mechanisch nur begrenzt belastet werden. Sie sind
auch relativ teuer in der Herstellung.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung dieser Art zu schaffen,
die einfach und billig herstellbar ist und trotzdem ein festes verdrehungs- und
verschiebesicheres Anklemmen einer solchen Fassung auf dem Aussenleiterrohr oder
in dem InnenleAterrohr einer Hochfrequenz-Koaxialleitung mit gutem elektrischen
Kontakt ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung laut Oberbegriff
des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen, insbesondere auch bezüglich der sehr universellen
Verwendungsmöglichkeit einer solchen Klemmvorrichtung zum Aufbau von Koaxialleitungs-Steckverbindungen.
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Die erfindungsgemässe Vorrichtung mit dem zusätzlichen Klemmring gewährleistet
nach dem Verspannen der Fassung mit dem Spannteil einen festen Sitz der Fassung
auf dem Aussenleiterrohr oder in dem Innenleiterrohr einer solchen Hochfrequenz-Koaxialleitung,
da sich die Kanten der Klemmfinger in den-Aussenumfang des Aussenleiterrohres bzw.
in den Innenumfang des Innenleiterrohres mehr oder weniger stark eingraben und auf
diese Weise eine gute mechanische Verbindung zwischen Rohr und Fassung gewährleisten.
Eine erfindungsgemässe Verbindung ist damit auch gegen grössere Kräfte verdrehungs-
und verschiebesicher, je nach Art der Spannkräfte zwischen Fassung und Spannteil,
die zwischen 200 und 100 kp je nach Rohr- bzw. Fassungsgrösse liegen können. Eine
erfindungsgemässe Vorrichtung ist von sich aus weitgehendst dicht, sie kann durch
Zwischenlage eines geeigneten Dichtringes ausserdem vollständig wasserdicht gemacht
werden. Sie eignet sich zur Klemmverbindung von Hochfrequenz-Koaxialleitungsrohren
beliebiger Grösse. Die Verbindung kann nach Lösen der Verspannung auch sehr leicht
wieder gelöst werden, die Klemmfinger des Klemmringes der aus einem geeigneten federnden
Material besteht, federn dann selbst wieder in die Ausgangsstellung radial nach
aussen bzw.
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radial nach innen zurück und geben dann das eingesteckte oder aufgesteckte
Rdhr wieder frei. Eine erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich daher auch sehr
gut zum
Aufbau von billig herstellbaren Koaxialleitungs-Steckverbindungen.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum Anklemmen einer auf das Aussenleiterrohr
1 einer Hochfrequenz-Koaxialrohrleitung aufgesteckten Fassung 2. In der Fassung
2 ist über eine geeignete Stütze 3 ein Innenleiterstück 4 abgestützt, auf welches
das Innenleiterrohr 5 der Koaxialrohrleitung aufgesteckt ist. Zwischen der Stirnfläche
der Fassung 2 und einer damit über ein Gewinde 6 verschraubten über wurfmutter 7
ist ein scheibenförmiger Klemmring 8 angeordnet, der mehrere radial nach innen abstehende
und schräg in Richtung auf die Fassung 2 abgebogene Klemmfinger 9 trägt. Diese Klemmfinger
9 sind gemäss der Draufsicht nach Fig. 2 durch Ausstanzen entsprechender Schlitze
10 aus einem Fedestahl-Blechring ausgeformt und entsprechend der Seitenansicht nach
Fig. 1 schräg nach innen abgebogen. Ihre Ränder 11 sind dem Radius des Aussenleiterrohres
1 angepasst und sie sind relativ scharf ausgebildet. Beim Aufschrauben der Uberwurfmutter
7 auf die Fassung 2 wirkt die stirnseitige Schrägfläche 12 der Fassung deren Schräge
etwa der Schrägstellung der Klemmfinger 9 entspricht, auf die Klemmfinger 9 und
drückt diese radial nach innen auf den Aussenumfang des Aussenleiterrohres 1. Je
nach Spannkraft werden so die relativ scharfen Kanten 11 der Klemmfinger mehr oder
weniger in den Aussenumfang des Aussenleiterrohres 1 eingedrückt und so die Fassung
2 verdrehungssicher und axial verschiebesicher auf dem Aussenleiterrohr 1 aufgeklemmt.
Nach Lösen der überwurfmutter 7 können die Klemmfinger 9 wieder radial nach aussen
zurückfedern
und die Klemmverbindung wird dadurch wieder gelöst. Die Koaxialleitung kann dann
wieder einfach aus der Fassung herausgezogen werden, die Klemmverbindung wirkt also
wie eine lösbare Steckverbindung. Zur Verbesserung des elektrischen Kontaktes zwischen
der Fassung 2 und dem Aussenleiterrohr 1 vor allem unmittelbar im übergangsbereich
zwischen dem Ende des Aussenleiterohres ist in diesem Bereich in einer Ringnut der
Fassung 2 ein Kontaktfederring 13 angeordnet, der beispielsweise gemäss DE-OS 29
25 847 ausgebildet sein kann und einen guten elektrischen Kontakt am ganzen Umfang
des Aussenleiterrohres 1 mit der Fassung 2 gewährleistet. In gleicher Weise ist
vorzugsweise zwischen Innenleiterrohr 5 und Innenle iterstück 4 ein entsprechender
Kontaktfederring 14 angeordnet. Um die Verbindung völlig wasserdicht zu machen,
ist ausserdem in einer geeigneten Ringnut der Fassung 2 noch ein Dichtring 15 angeordnet,
der beim Verspannen der Teile sich eng zwischen Fassung 2 und Aussenleiterrohr 1
verklemmt.
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Figuren 3 und 4 zeigen eine andere Möglichkeit für das Verspannen
des Klemmringes 8 mit der Fassung 2. Hier ist das Spannteil für den Klemmring 8
als Spannring 17 ausgebildet, der über mehrere am Umfang verteilte Schrauben 16
mit der Fassung 2 verschraubt ist. Diese Ausführungsform ist vor allem für grössere
Leitungsquerschnitte geeignet.
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Anstelle der flächig an den Klemmfingern 9 anliegenden Schrägfläche
12 der Fassung 2, die eine besonders gute Klemmwirkung gewährleistet, könnte die
Fassung natürlich auch auf andere Weise, beispielsweise über einen Ringwulst oder
dgl. stirnseitig auf die Klemmfinger wirken, wozu diese gegebenenfalls etwas stärker
ausgebildet werden müssten.
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Figuren 5 und 6 zeigen die Anwendung einer solchen Klemmvorrichtung
zum Verbinden eines Innenleiterrohres 5 mit einer entsprechenden Fassung 20 einer
Hochfrequenz-Koaxialleitung,deren Aussenleiter nicht dargestellt ist, der jedoch
beispielsweise entsprechend den Figuren 1 bis 4 mit einer entsprechenden Fassung
verklemmt sein kann.
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Zwischen der Schrägfläche 21 der Fassung 20 und einem in diese eingesetzten
Spanndorn 22 ist wieder ein Klemmring 8 angeordnet, der in diesem Ausführungsbeispiel
radial nach aussen jedoch wieder schräg wie die Schrägfläche 21 abstehende Klemmfinger
9 aufweist, deren Kanten wieder dem Innenumfang des Innenleiterrohres 5 angepasst
sind, wie Fig. 6 zeigt. Der Spanndorn 22 besitzt eine Kegelrille 23, in die das
kegelige Ende eines Gewindestiftes 24 eingreift. Beim Einschrauben des Gewindestiftes
24 wirkt dessen Kegelspitze auf die Kegelrille 23 und hierdurch wird der Spanndorn
22 axial mit der Fassung 20 verspannt und damit wieder wie beschrieben die Klemmfinger
9 an die Innenseite des Inneleiterrohres 5 angepresst. Eine solche Innenleiter-Verbindung
allein oder in Kombination mit einer Aussenleiter-Klemmverbindung nach den Figuren
1 bis 4 ist insbesondere für feste Leitungsverbindungen geeignet. Der elektrische
Kontakt wird über einen zwischen Fassung 20 und Innenleiterrohr 5 angeordneten Kontaktfederring
14'hergestellt.
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Fig. 7 zeigt den Aufbau eines Verbindungsstückes für die Verbindung
von zwei Koaxialrohrleitungen 30 und 31. Die Fassung 2 trägt zu diesem Zweck an
jedem Ende eine Klemmvorrichtung nach Fig. 1 oder 3. Die Innenleiterrohre 5 der
beiden zu verbindenden Koaxialleitungen 30 und 31 werden jeweils auf die Innenleiterstücke
4 der Fassung 2 aufgesteckt während die Aussenleiterrohre 1 im Sinne der Beschreibung
nach Fig. 1 über den federnden Klemmring 8
mit der Fassung 2 verklemmt
werden. Damit können auf einfache Weise zwei Koaxialleitungen miteinander verbunden
werden.
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Fig. 8 zeigt den Aufbau einer einfachen Koaxialleitungs-Steckverbindung
mit einer Aussenleiter-Klemmvorrichtung nach Fig.. 1. Die Fassungen 2 sind in diesem
Fall über ihre einen Enden auf geeignete Weise mit .Koaxialleitungen verbunden,
beispielsweise mit Koaxialkabeln verschraubt.
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Jede Fassung 2 trägt wieder einen Klemmring 8 und eine Uberwurfmutter
7. Die beiden Fassungen 2 sind durch zwei Rohrstücke 32 und 33 miteinander verbunden.
Das eine Rohr 33 ist auf die Innenleiterstücke 4 der beiden Fassungen aufgesteckt,
das im Durchmesser grössere Rohrstück 32 ist mit den Fassungen 2 im Sinne der Fig.
1 verklemmt. Zum Lösen dieser Verbindung wird die eine Uberwurfmutter 7 leicht gelöst,
die andere Überwurfmutter kann angezogen bleiben. Dann können die beiden Rohrstücke
32 und 33 leicht aus der Fassung mit der gelösten Überwurfmutter 7 herausgezogen
werden, die Vorrichtung wiictalso in diesem Fall wie eine Koaxialsteckverbindung.
Die Rohre 32 und 33 können beliebige Länge besitzen. Sie könnten gegebenenfalls
auch als Eckstücke ausgebildet sein, auch die Leitungsverbindung nach Fig. 7 könnte
als Winkelstück ausgeführt sein.
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Wie Fig. 1, 2 und 8 zeigen, ist der Klemmring 8 vorzugsweise durch
einen Stift 34 gegen Verdrehen gesichert, der in einen der Schlitze 10 hineinragt.
Dadurch wird eine Drehbelastungs-Übetragung auf das Spannteil 7 und somit ein Lösen
dieses Spannteils 7 verhindert.
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