DE3110547C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bändchenhochtonlautsprecher nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Lautsprecher ist aus dem Buch
von Dave Berrimann: Master Hi-Fi Loadspeakers and
Enclosures, Hayden Book Company, 1979, S. 18-29 bekannt.
Derartige Bandhochtonlautsprecher sind für die erzielte
Ausgangsleistung wegen der zu verwendenden Schalltrichter extrem groß und unhandlich
und haben nichteinwandfreie Strahlungs- bzw. Abstrahl
charakteristiken, so daß ihre Ausgangsleistung bzw. der
Ausgang nur in isolierter Umgebung gehört werden kann.
Ihre Impedanz ist so niedrig gewesen, daß aufwendige
Wandler benötigt wurden, um die Wandlerimpedanz an die
Verstärkerimpedanz anzupassen, und schließlich ist nur
eine minimale Ausgangsleistung von derartigen Bandhoch
tonlautsprechern möglich gewesen.
Dementsprechend hat sich die Verwendung derartiger Hoch
tonlautsprecher nicht wirksam durchgesetzt; die Verwendung
derartiger Bandhochtonlautsprecher hat sich nicht ver
breitet.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, einen verbesserten Bandhochtonlautsprecher
zu schaffen,
der eine größere
Ausgangsleistung des Schalldrucks mit den erhältlichen
Eingangsströmen erzeugt und
der die Wirkung der Abstrahlung in einer
vertikalen Richtung minimiert, so daß eine maximale
Ausgangsleistung für die Zuhörer an verschiedenen
Plätzen in bezug auf den Lautsprecher
erzielt und den Zuhörern gestattet wird, sich
im Raum zu bewegen, ohne daß sie dabei eine Dämpfung
bzw. Schwächung der Ausgangsleistung des Lautsprechers bemerken,
wobei
der Lautsprecher direkt an die Ausgangsstufe eines
Verstärkers angeschlossen
werden kann.
Diese Aufgabe wird durch den im Anspruch 1
gekennzeichneten Lautsprecher gelöst.
Ein wesentlicher Vorteil eines derartigen Lautsprechers
ist der, daß er direkt mit der Ausgangsstufe
des Verstärkers verbunden werden und von ihm gespeist
werden kann, oder der Lautsprecher kann
derart zum Verstärker geschaltet werden, daß nur eine
geringe Falschanpassung des Widerstandes zwischen den
Impedanzen des Wandlers und des Verstärkers besteht.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Lautsprechers liegt darin,
daß er besonders wirksam ist, d. h., daß ein
maximaler Ton bzw. Klang in bezug zum Eingangssignal
strom erzeugt wird.
Ferner besitzt der Lautsprecher ein geringes Eigengewicht
und deshalb ein besonders gutes Einschwingverhalten.
Ferner liefert der Bandhochtonlautsprecher
den Vorteil, daß er eine besonders erhöhte Länge besitzt,
die ausreicht, daß das Ohr einer Person genau davor
liegt, unabhängig, ob die Person steht oder sitzt, wenn
der Wandler sich in aufrechter Stellung befindet. Dem
entsprechend ist es im wesentlichen von keinerlei Be
deutung, ob eine vertikale Verteilung des Tons vom
Bandhochtonlautsprecher vorliegt oder
nicht. Typischerweise wird der Bandhochtonlautsprecher
häufig eine Länge im Bereich von 3 bis 5 Fuß besitzen (90 bis 150 cm)
jedoch kann die Länge beträchtlich von diesem Bereich
abweichen und ebenfalls so kurz sein wie ein Fuß (30 cm).
Obwohl Längen, die länger
als fünf Fuß sind, praktisch sind, liegt häufig kein
Bedarf für derartige lange Längen vor.
Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Figuren näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines
planaren Lautsprechers in aufrechter
Stellung,
Fig. 2 eine vergrößerte Detailansicht entlang
annähernd der Linie II-II der Fig. 1,
Fig. 3 eine Detailansicht entlang annähernd der
Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine besonders stark vergrößerte Teil
ansicht der Erfindung,
Fig. 5 eine vergrößerte Detailansicht einer
modifizierten Form der Erfindung,
Fig. 6, 7 und 8 schemaartige Darstellungen von
noch weiter veränderten erfindungs
gemäßen Ausführungsformen.
Die in den Fig. 1 bis 4 gezeigte erfindungsgemäße
Ausführungsform zeigt einen planarartigen Lautsprecher
10, der im allgemeinen rechteckige Form
vom Gesamtstandpunkt her besitzt und wird durch Füße 11
getragen, die sich auf dem Boden abstützen, die am unte
ren Teil des Rahmens angebracht sind. Der
Lautsprecher 10 besitzt Hochtonlautspre
cherabschnitt 12 und einen im Mittelbereich liegenden
Basisabschnitt 13. Der enge Hochtonlautsprecherabschnitt
besitzt eine Gesamtlänge, die annähernd der des gesamten
Lautsprechers entspricht und kann 4 bis 6 feet (120 bis 180 cm)
in der Länge betragen oder auch länger sein.
Der Hochtonlautsprecherabschnitt des Lautsprechers 10 umfaßt
eine Vielzahl länglicher streifenartiger Magnete 14, die
voneinander beabstandet nebeneinander im wesentlichen in
einer Ebene liegen und längliche offene Räume 15 dazwi
schen begrenzen.
Die Magnete 14 können aus jeglicher Anzahl unterschied
licher Magnetmaterialien gebildet sein und können gesin
terte Magnete, z. B. Bariumferrit oder z. B. Magnete aus sel
tenen Erden sein, z. B. Samariumkobalt. Obwohl in vielen
Fällen sämtliche Magnete 14 aus einem identischen Material
gebildet sein werden, ist es praktisch und in vielen Fäl
len vorteilhaft Magnete unterschiedlicher Materialien im
Lautsprecher zu verwenden, z. B. können verschiedene Magnete ne
beneinanderliegen und aus verschiedenem Material gebildet
sein. Als Ergebnis dessen können gewisse Vorteile erzielt
werden, die Magnetfelder zwischen benachbarten Magneten
können wie gewünscht aufgebaut werden.
Jeder der länglichen Räume 15 zwischen den benachbarten
Magneten 14 umfaßt einen länglichen bändchenähnlichen
Leiter 16, der sich im wesentlichen über die gesamte
Länge des Lautsprechers (Wandlers) erstreckt und eine Breite besitzt,
die fast genau der Breite des Raumes zwischen den be
nachbarten Magneten entspricht. Ein typischer Leiter 16
besteht aus einer Aluminiumfolie mit einer Dicke von
0,0005 inches (0,00127 cm) bei einer Breite von
einviertel inch (0,62 cm), wobei der Leiter entwe
der flach oder gerippt sein kann. Wenn er mit Rippen
versehen ist, können die Rippen sich längs oder quer
zum Leiter erstrecken.
Wie deutlich aus Fig. 4 hervorgeht, haben die angrenzen
den Magnete 14, die an jeden der Räume 15 angrenzen,
magnetische Polflächen 14 N und 14 S die entgegengesetzte
magnetische Polaritäten besitzen. Als Ergebnis dessen
wird ein starkes Magnetfeld 17 in jedem der Räume 15 auf
gebaut und umgibt den Leiter 16 darin. Vorteilhafterweise
ist der Leiter 16 in der Mitte der Dicke des Raumes 15
angeordnet, so daß er symmetrisch darin angeordnet ist.
Unter gewissen Umständen kann es jedoch wünschenswert sein,
wie es in Fig. 5 gezeigt wird, daß der Bandleiter 16′
asymmetrisch in bezug zur Dicke des länglichen Raumes 15
zwischen den Magneten angeordnet ist, jedoch ist der Leiter
16′ wie es Fig. 5 zeigt, definitiv innerhalb des Magnetfel
des angeordnet, das zwischen den entgegengesetzten Pol
flächen der benachbarten Magnete 14 angeordnet ist. In
einigen Fällen kann der Leiter 16.1 wie es Fig. 5 zeigt,
so angeordnet werden, daß seine Kante nicht direkt der Pol
fläche einer der Magnete gegenüberliegt, d. h. der Leiter
wird über die Oberfläche der zwei sich gegenüberliegenden
Magnete bewegt; und der Leiter wird noch im Magnetfeld
der beiden Magnete angeordnet.
Es dürfte einleuchten, daß die Leiter 16 im wesentlichen
frei von den Magneten 14 sind und frei in den Räumen 15
sich hin- und herbewegen bzw. oszillieren können, um ei
nen hörbaren Ton zu erzeugen, wenn die Hörtongeber bzw.
Audiofrequenz-Eingangsströme an den Leitern anliegen.
Die Leiter 16 sind an ihren entgegengesetzten Enden 16.1
am Rahmen 11.1 des Wandlers befestigt.
Es ist wünschenswert, die Kanten des Leiters 16 an den
Stellen zu befestigen, die entfernt voneinander zu den
zwei Polflächen 14 S und 14 N liegen, um die Hin- und
Herbewegung des Leiters 16 im Raum 15 zu steuern. In die
ser Hinsicht kann eine Kante des Leiters 16 durch einen
Klebepunkt 16.2 an der Polfläche 14 S an einer Stelle be
festigt werden; und danach kann die gegenüberliegende
Kante des Leiters durch einen Klebepunkt an der entgegen
gesetzten Polfläche 14 N an einer Stelle 1 bis 2 inches
(2,48-4,96 cm) davon weg angebracht werden entlang der
Länge des Leiters 16, um die Befestigungspunkte zwischen
den Kanten des Leiters und den gegenüberliegenden Polflä
chen insgesamt entlang der Leiterlänge zu staffeln. Die
Magnete 14 sind normalerweise gute Isolatoren und die Be
festigung des Leiters an den Polflächen der Magnete hat
tatsächliche keine Wirkung auf den Fluß des Signalstroms
durch die Leiter.
Ein Gewebe 18 liegt über den Magneten und Leitern in beab
standeter Beziehung um den Wandler 12 einzuhüllen.
Der Wandler umfaßt ebenfalls eine Armatur bzw. einen
Anker 19 aus magnetischem Material, z. B. Weicheisen,
und der Anker besitzt eine Vielzahl von Löchern oder
Tonöffnungen 19.1. Der Anker 19 ist am Rahmen 11.1
des Wandlers befestigt, daß er starr damit verbunden
ist.
In einer alternativen Form können die Öffnungen 19.1
weggelassen werden und statt dessen können die unteren
Teile 15.1 der Räume 15 zwischen den Leitern 16 und
der Anker 19 im wesentlichen mit einem tonabsorbieren
den Material gefüllt werden. Die Wirkung bei der Ver
wendung dieses tonabsorbierenden Materials anstelle
der Öffnungen 19.1 wird jedoch bei hohen Audio-Frequen
zen minimal.
Der Anker 19 ist fest und dient dazu, die Magnete 14 in
stationärer Lage zueinanderzuhalten und trägt jeden
der Magnete 14 auf einem Abstandsmittel. Die Abstands
mittel 20 sind aus nicht-magnetischem Material z. B. aus
extrudiertem Kunststoff, sind jedoch sicher sowohl mit
dem Anker 19 als auch mit den Magneten 14 verbunden.
Aus Fig. 3 geht hervor, daß die Magnete 14 aus einer Viel
zahl nämlich kurzer Segmente gebildet sind. Gewisse Ma
gnetmaterialien sind jedoch nur in kurzen Längen erhält
lich, jedoch bei Materialien die in längeren Ausmaßen
bzw. Längen erhältlich sind, kann jeder der Magnete 14 in
einem Stück vorgesehen werden.
Im Betrieb werden die Hörtongeberströme zu den Leitern
16 gebildet, die in dem starken Magnetfeld 17 liegen,
wodurch die Leiter 16 vibrieren oder oszillieren, um
einen hörbaren Ton zu erzeugen. In dieser Ausführungs
form der Erfindung sind die Leiter 16 aus einem band
ähnlichen Metallfolienmaterial, das eine extrem niedri
ge Masse bzw. Eigengewicht besitzt und dadurch ein gutes
Einschwingverhalten aufgrund des daran angebrachten Ein
gangssignalstroms schafft. Die Wirksamkeit dieser Wandler
12 ist besonders gut, da die Leiter 16 vollständig vom
stärksten Teil des Magnetfeldes 17 eingehüllt werden,
da der Leiter innerhalb des länglichen Raumes zwischen
den benachbarten Magneten angeordnet ist.
Es hat sich herausgestellt, daß ein Magnetfeld, welches
typischerweise 1800 Gauß in jedem der länglichen Räume
15 besitzt, in vielen Wandlern zufriedenstellend ist,
jedoch können die Magnetfelder eine bedeutend größere
und niedrigere Intensität aufweisen und ebenfalls nütz
lich und wünschenswert sein. Die längliche Form des
Wandlers 12 im Lautsprecher 10 minimiert dabei den Ausstrahlungs- bzw.
Verteilungsmangel der Hochfrequenztöne in vertikaler
Richtung. Der Wandler 12 ist besonders günstig in einer
Länge von zwei Fuß (60 cm) und ist ebenfalls auch besonders nütz
lich in einer länge von vier Fuß (120 cm). Geeignete Impedanzen
im Bereich von acht Ohm können sehr leicht erreicht werden,
um Impedanzanpassungsschwierigkeiten mit Verstärkern zu
vermeiden.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform sind zwei
nebeneinanderliegende Bandleiter 16.6 beabstandet von
einander Kante an Kante innerhalb des Raumes 15.4 zwischen
den angrenzenden stationären Magneten 14.4 angeordnet.
Diese Leiter können in beabstandeten Stellungen entlang
ihren Kanten an den Flächen der Magnete 14.4 befestigt
werden, um zu verhindern, daß die Leiter sich gegenseitig
berühren und Kurzschlüsse hervorrufen. Normalerweise
werden die Leiter 16.6 reihenweise miteinander verbunden,
um die Wirksamkeit anzuheben und die Impedanz des Wandlers
als Ganzes zu steigern. Die Leiter 16.6 wirken zusammen,
um einen hörbaren Ton zu erzeugen und leiten den Audio
frequenz-Eingangsstrom.
In der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Wandlers sind die bändchenförmigen Leiter 16.4
an einer Membran 23 befestigt, die direkt im länglichen
Raum 15.3 zwischen den angrenzenden Magneten 14.3 liegt.
In dieser Form vibriert die gesamte Membran 23 mit den
bändchenförmigen Leiter 16.4, um einen hörbaren Ton
herzustellen, der an angelegten Signalen gut entspricht.
In Fig. 7 sind die bändchenförmigen Leiter 16.4 durch
Drahtleiter 16.5 ersetzt, wobei die Drahtleiter 16.5
ebenfalls in der Membran 23 zur Erzeugung deren
Vibration innerhalb des länglichen Raumes befestigt
sein können, worin die Membran und die Leiter von einem
starken Magnetfeld vollständig umgeben sind.
In Fig. 8 sind drei getrennte Bandleiter 16.7 in dem
länglichen Raum 15.5 aufgenommen, worin die Leiter von
dem starken Magnetfeld vollständig umgeben sind, das
zwischen den angrenzenden Magneten aufgebaut ist.
In dieser Anordnung muß jedoch dafür Sorge getragen
werden, daß die Leiter während der Vibration nicht
miteinander in Berührung kommen. Die zwei äußeren Leiter
können an isolierten Stellen an der Länge der Polflächen
der Magnete befestigt werden, wobei geeignete Vorsichts
maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, daß der
in der Mitte liegende Leiter mit den beiden äußeren
in Berührung kommt. Die Vorteile der Verwendung von
Vielfach- bzw. Bündelleiter im Magnetfeld liegen darin,
daß eine größere Audio-Ausgangsleitung erzeugt wird,
in einem größerer Stromfluß im Raum zwischen
Magneten abläuft, was ebenfalls zu einer Erhöhung der
Impedanz führt.
Es dürfte einleuchten, daß die vorliegende Erfindung
einen signaltragenden Leiter schafft, der innerhalb
des stärksten Teils des Magnetfeldes zwischen benach
barten stationären Magneten angeordnet werden kann,
die gegenüberliegende Polflächen entgegengesetzter
Polarität an gegenüberliegenden Seiten des dazwischen
liegenden Raumes besitzen, durch den sich der Leiter
erstreckt. Eine verbesserte Wirksamkeit und Impedanz
bei extrem gutem Einschwingverhalten sind die Ergebnisse
des erfindungsgemäßen Lautsprechers.
Claims (2)
1. Bändchenhochtonlautsprecher, umfassend ein Magnetpaar
mit länglichen Polflächen entgegengesetzter Polarität, die
einander gegenüberliegen und einen dazwischenliegenden Spalt
aufweisen, in dem ein bändchenförmiger Leiter angeordnet ist,
der sich entlang den Polflächen erstreckt, wobei der Leiter
in etwa die gleiche Länge wie die länglichen Polflächen
aufweist, und wobei die Länge der Polflächen des Magnet
paares der vielfachen Breite des Spaltes zwischen den Magneten
entspricht, und wobei der Leiter
eine Tonausbreitung senkrecht zu seiner Fläche
erzeugt, gekennzeichnet durch einen schalltrichterfreien
Aufbau, der die seitliche Abstrahlung des erzeugten Tones
nach vorn und hinten ermöglicht und direkt an die Ausgangs
stufe des Verstärkers unter Verzicht auf einen Spannungs
wandler anschließbar ist, wobei der bändchenförmige Leiter
eine Länge von etwa 30-180 cm besitzt.
2. Lautsprecher nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen Magnetankerstromkreis, der den Spalt durchläuft ohne
den vom oszillierenden Leiter stammenden Ton zu dämpfen.
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| DE3110547A1 (de) | 1982-03-11 |
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