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Kombinationsbaustein (Gehäusebaustein) eines Systems zum
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Aufbau vollisol ierter Schaltanlagen Die Erfindung betrifft einen
Kombinationsbaustein (Gehäusebaustein) eines Systems zum Aufbau voll isolierter
Schaltanlagen mit einem Gehäuse, welches aufweist: Zwei einander gegenüberliegende
Anschlußflansche zum Anschluß von Strombahnen (Stromführungsanschlußflansche), zwei
einander gegenüberliegende erste und zweite Anschlußflansche zum Anbau von elektrischen
Betriebsmitteln, wie Abgangstrennern und Erdungsschaltern ohne Einschaltvermögen
(Betriebsmittelflansche), wobei die Mittellinie der Betriebsmittelflansche senkrecht
zur Mittellinie der Stromführungsanschlußflansche verläuft, und einen neben den
ersten und zweiten Betriebsmittelflanschen angeordneten dritten Betriebsmittelflansch
zum Anschluß beispielsweise eines Spannungswandlers.
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Ein derartiger Kombinationsbaustein ist aus der Druckschrift "Metallgekapselte
SF6-gasisolierte Hochspannungsschaltanlagen (V.I.S.) bis 145 kV von AEG-TELEFUNKEN't
Veröffentlichungs-Nr. E 22 V 73.0107/1078 bekannt. Obwohl dieser Kombinationsbaustein
an und für sich für den Aufbau von vollisolierten Schaltanlagen sehr zufriedenstellend
eingesetzt werden kann, wird doch nach universelleren Einsatzmöglichkeiten, die
eine Fertigung in noch größeren Stückzahlen und damit eine Reduzierung der Herstellkosten
ermöglithen, gesucht. Der bekannte Kombinationsbaustein kann nämlich infolge eines
nicht dem Teilungsmaß entsprechenden Abstandes zwischen dem ersten und zweiten Betriebsmittelflansch
einerseits und dem dritten Betriebsmittelflansch andererseits die Trennstreckenbedingungen
nicht erfüllen. Auch ist der zweite Betriebsmittelflansch so bemessen, daß z. B.
Geräte wie Abgangstrenner oder Spannungswandler mit ihren'Funktionsaufgaben dort
nicht angeschlossen werden können; mit anderen Worten ist durch die unterschiedliche
Ausbildung der Anschlußflansche der Baustein bezüglich universeller Anschlußmöglichkeiten
beschränkt.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kombinationsbaustein
der eingangs genannten Art zu schaffen, der universellere Einsatzmöglichkeiten bietet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die den Patentanspruch 1 kennzeichnenden
Merkmale gelöst.
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Durch die erfindungsgemäße Lösung wird ein Kombinationsbaustein geschaffen,
der in seiner Bemessung die Trennstreckenfunktion auch zwischen zwei Betriebsmittelflanschen
erfüllt und an den möglichst viele Geräte, wie z. B. Abgangstrenner, Arbeitserder,
einschaltfester Erder, Spannungswandler, Druckentlastungseinrichtungen, Kabelendverschlüsse
und spätere Erweiterungsvorhaben anschließbar sind. Der erfindungsgemäße Kombinationsbaustein
ist ein universeller Geräteblock, der alle Funktionen eines Schaltfeldausganges
vorteilhaft beherrscht. Diese Funktionen können mit den bekannten Bausteinen nur
durch Verbindung von zwei Mehrflanschverteilern erfüllt werden. Der Kombinationsbaustein
erfüllt auch alle Forderungen einer Sammelschlenenlängstrennung.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und
anhand eines Vergleiches mit dem bekannten Kombinationsbaustein, die in der Zeichnung
dargestellt sind, beschrieben.
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Es zeigen: Figur 1 einen bekannten Kombinationsbaustein in einer teilweise
dargestellten Schaltanlage; Figur 2 einen erfindungsgemäßen Kombinationsbaustein
mit verschiedenen angeschlossenen Betriebsmitteln; Figur 3 einen-erfindungsgemäßen
Kombinationsbaustein mit einer anderen Anordnung der Stromanschlüsse und Betriebsmittel.
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Es wird zunächst auf die Figur 1 Bezug genommen, in der der bekannte
Kombinationsbaustein in einer teilweise dargestellten Schaltanlage angeordnet ist.
Der Kombinationsbaustein 2 weist ein Gehäuse 4 auf, das zwei auf seiner Längsachse
6 angeordnete, èinander gegenüberliegende Anschlußflansche zum Anschluß von Strombahnen
(Stromführungsanschlußflansche) 8, 10 besitzt. Senkrecht zu diesen. Stromführungsanschlußflanschen
8,-10-sind drei Anschlußflansche zum Anbau'von Betriebsmitteln (Betriebsmittelflansche)-12,
14 und 16 angeordnet An den ersten Betriebsmittelflansch 12 ist ein Abgangstrenner
18, an den zweiten Betriebsmittelflansch 14 ein-Arbeitserder 20 und an den dritten
Betriebsmittelflansch 16 ein- Spannungswandler 22 angeschlossen. Der Kombinationsbaustein
2 mit den angeschlossenen
Geräten 18, 20, 22 ist, wie oben ausgeführt,
in eine Schaltanlage eingebaut. Zu diesem Zweck ist an den ersten Stromführungsanschlußflansch
ein Stromwandler 24 angeschlossen, an den sich dann ein hier nicht dargestellter
Leistungsschalter anschließen kann. An den gegenüberliegenden zweiten Stromführungsanschlußflansch
10 ist ein Kabelendverschlußbaustein 26 angeschlossen. Dieser Kabelendverschlußbaustein
weist neben dem Flansch 28, der zur Verbindung mit dem Stromführungsanschlußflansch
10 des Kombinationsbausteines 2 dient, einen weiteren Flansch 30 auf, an den ein
ein schaltfester Erder 32 angeschlossen ist. Ein weiterer Flansch 34 am Kabelendverschlußbaustein
26 berücksichtigt den vorübergehenden Anschluß eines Adapters, der zur Kabelspannungsprüfung
benötigt wird und sonst blind verschlossen ist. Der Flansch 36 dient zur Befestigung
einer Fußarmatur 38.
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Bei diesem Kombinationsbaustein 2 ist der Abstand zwischen dem ersten
und zweiten Betriebsmittelflansch einerseits und dem dritten Betriebsmittelflansch
andererseits zu gering, um die Trennstreckenbedingungen zu erfüllen.
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Auch ist der Betriebsmittelflansch 2 so bemessen, daß z. B. Abgangstrenner
und Spannungswandler nicht angeschlossen werden können. Der Kombinationsbaustein
ist daher bezüglich seiner universellen Einsetzbarkeit beschränkt.
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Nachfolgend ist auf die Figur 2 Bezug genommen, in der der erfindungsgemäße
Kombinationsbaustein 42 dargestellt ist. Der Kombinationsbaustein 42 weist, wie
der.Kombinationsbaustein 2, ein Gehäuse 44 auf, auf dessen Längsachse 46, einander
gegenüberliegend, ein erster Stromführungsanschlußflansch 48 und ein zweiter Stromführungsanschlußflansch
50 angeordnet sind. Senkrecht zu den Stromführungsanschlußflanschen 48, 50 sind
wie beim Kombinationsbaustein 2 ein erster Betriebsmittelflansch 52, ein zweiter
Betriebsmittelflansch 54 und ein dritter Betriebsmittelflansch 56 angeordnet. Anders
als der Kombinationsbaustein 2, weist jedoch der Kombinationsbaustein 42 einen vierten
Betriebsmittelflansch 57 auf, der dem dritten Betrebsmittelflansch 56 gegenüberliegend
angeordnet ist.
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An den Stromführungsanschlußflanschen 48, 50 sind jeweils trichterförmige
Gießharzstützer 53, 60 angebracht, die die Aktivteile 62 eines Gegenkontaktes 64
und-eines Trennschalters halten.
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Bei dem Kombinationsbaustein 42 ist der Abstand zwischen dem zweiten
Betriebsrnittelfl-ansch 54 und dem dritten Betriebsmittelflansch 56 auf das Trennstrekkenlängenmaß
AL erhöht und die Abstände der Betriebsmittelflansche 56, 57
einerseits
zum Stromführungsanschlußflansch 48 andererseits swie'.von -den Betriebsmittelflanschen
52, 54 einerseits zum Stromführungsanschluß'flansch 50 andererseits sind auf die
Belange. von AL zu ttenachbarten. Flanschverteilern im V.I.S.-System zugeschnitten.
Alle Anschlußftansche, ob zum Zwecke eines Strombahnanschlusses oder zum Anbau der
eingangs genannten elektrischen Betriebsmittel, sind einheitlich ausgebildet. Damit
lassen sich beide Einhekitsstützertypen, die den Erfordernissen von gemeinsamen
oder getrennten Gasräumen folgen, an allen vorbeschriebenen FlanschaK«rt,en einsetzen
wie in- Figur 2 dargestellt ist. Bei dem Kombination4P 42 ist am Betriebsmittelflansch
52 der Flanschstandard vorstellbar. Durch den zusätzlichen vierten Betriebsmittelflansch
57, der in einer Sammelschienenlängstrennung als Druckentlastung erforderlich ist,
wird das Gehäuse 44 bei Schaltfeldausgängen mit einem einschaltfesten Erder belegbar.
Der hier nicht dargestellte Kabelendverschluß benötigt den Anschluß für den einschaltfesten
Erder nicht mehr und stört darüber hinaus nur bei Anlagenlösungen mit Mehrfachkabeln.
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Wie beim Kombinationsbaustein 2 können-auch beim Kombinationsbaustein
42 an die Stromführungsanschlußflansche 48, 50 hier nicht dargestellte Stromwandler
bzw. Kabelendverschlußbausteine ßngeschlossen werden. Die dargestellte Ausgestaltung
des Kombinationsbausteines 42 zeigt-die Funktion einer Sammelschienenlängstrennung,
wobei vorstellbar ist, daß an die Flansche 58 und 50 die Sammelschienenabschnitte
angeschlossen sind. Der Anschlußflansch 52 nimmt dabei den Antrieb des Sammelschienenlängstrenners,
der Anschlußflansch 57 die schottungsbedingte Druckentlastungseinrichtung 74 und
die beiden Anschluß flansche 54 und 56 nehmen die den Sammelschienenabschnitten
zugehörigen Erdungsschalter mit oder ohne Einschaltvermögen auf.
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Es wird nun auf die Figur 3 Bezug genommen, in der ein erfindungsgemäßer
Kombinationsbaustein 82 dargestellt ist, bei dem die Sammelschienenabschnitte 84,
86 in phasenbezogener Anordnung neben den Stirnseiten des Systems liegen.
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Die Sammelschienenabschnitte 84, 86 sind dabei an Flansche 88, 90
angeschlossen, deren Achse senkrecht zur Längsachse des Bausteins verläuft. An die
auf dieser Längsachse liegenden Flansche 92, 94 sind ein Trenner-Antrieb 96 und
eine Druckentlastungseinrichtung 98 angeschlossen-. An: die den Flanschen 88, 90
gegenüberliegenden Flansche 100, 102 sind Erder 1-04, 106 angschiossen.
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Bezugszeichenl iste 2 Kombinationsbaustein 4 Gehäuse 6 Längsachse
8 Anschlußflansche zum Anschluß von Strombahnen (Stromführungsanschlußflansche)-
1.) 10 II - 2.) 12 Anschlußflansch zum Anbau von elektr. Betriebsmitteln (Betriebsmittelflansch)
- 1.) 14 " " -2.) 16 " " -3.) 18 Abgangstrenner 20 Erdungsschalter ohne Einschaltvermögen
22 Spannungswandler 24 Stromwandler 26 Kabelendversch lußbaustein 28 Flansch 30
32 Erdungsschalter mit Einschaltvermögen 34 Flansch 36 38 Fußarmatur 40 -42 Kombinationsbaustein
44 Gehäuse 46 Längsachse 48 siehe Bezeichnung 8 u. 10 50 " " " 5-2 siehe Bezeichnung
12 bis 16 54 " " " 56 " " " 57 " " " 58 Gießharzstützer 60 62 Aktivteile eines Gegenkontaktes
64 " " Trennschalters 68 Abgangstrenner 70 Erdungsschalter mit oder ohne Einschaltvermögen
72 " " II
74 Druckentlastungseinrichtung 82 Kombinationsbaustein
84 Sammelschienenabschnitt 86 88 Flansch 90 92 94 96 Trenner-Antrieb 98 Druckentlastungseinrichtung
100 Flansch 102 104 Erder 106